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Deutsch => Allgemeine Diskussionen => Politik und Gesellschaft => Thema gestartet von: zwingenberger am 12. März 2013, 20:13:34

Titel: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: zwingenberger am 12. März 2013, 20:13:34
http://www.welt.de/politik/deutschland/article114366195/Claudia-Roth-im-Strudel-der-Atomopfer-von-Fukushima.html?wtmc=google.editorspick?wtmc%3Dgoogle.editorspick&google_editors_picks=true

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 12. März 2013, 20:31:28
Das hat die Claudi doch auch bloß vom Chefredakteur des Eulenspiegels geklaut (muß mich mal selbst zitieren):
Soeben gesesen:
http://www.eulenspiegel-zeitschrift.de/index.php?option=com_content&view=article&id=323%3Ahausmitteilung-05-2011&catid=32&Itemid=21
Daraus:
Zitat
Liebe Leserin, lieber Leser,
wie Sie alle sicher wissen, ist vor ein paar Wochen in Japan ein Atomreaktor explodiert, wodurch anschließend noch ein Erdbeben und ein Tsunami ausgelöst wurden – so jedenfalls habe ich es den deutschen Medien entnommen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Hildegard am 12. März 2013, 22:03:45
Das hat die Claudi doch auch bloß vom Chefredakteur des Eulenspiegels geklaut (muß mich mal selbst zitieren):
Soeben gesesen:
http://www.eulenspiegel-zeitschrift.de/index.php?option=com_content&view=article&id=323%3Ahausmitteilung-05-2011&catid=32&Itemid=21
Daraus:
Zitat
Liebe Leserin, lieber Leser,
wie Sie alle sicher wissen, ist vor ein paar Wochen in Japan ein Atomreaktor explodiert, wodurch anschließend noch ein Erdbeben und ein Tsunami ausgelöst wurden – so jedenfalls habe ich es den deutschen Medien entnommen.
Die Reaktionen darauf laufen inzwischen unter "Shitstorm", Claudi hat sich entschuldigt. Noch peinlicher, dass auch die Tagesschau ähnlich  formulierte.
Zusammenfassung hier: http://www.welt.de/politik/deutschland/article114366195/Claudia-Roth-im-Strudel-der-Atomopfer-von-Fukushima.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 12. März 2013, 23:03:57
Das Schlimme ist ja, dass sie das womöglich in vollem ernst schrieb und glaubt. So wie Kollege "Gigabyte" Ödzdemir keine ahnung hat, was der Unterschied zw. installierter und tatsächlicher Leistung ist. Man kann befürchten, dass Hanlon reicht ...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: zwingenberger am 13. März 2013, 12:11:53
Anscheinend hat Claudi sich keineswegs entschuldigt, sondern ein "Team Roth" vorgeschickt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 13. März 2013, 12:33:34
Wir hatten doch schon den Grund für diesen kleinen Aussetzer der Claudi, die Textknappheit (http://forum.psiram.com/index.php?topic=9765.msg130810#msg130810). Hätte ich bei der Claudi so nicht vermutet. ::)

Auch interessant und lesenswert: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-die-gruene-katastrophe/7912884.html (http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-die-gruene-katastrophe/7912884.html)

Zitat
Die grüne Katastrophe
Kolumne von Bettina Röhl

30 Jahre grüne Partei im Bundestag haben der Republik schwer zu gesetzt. Grün zersplittert die Gesellschaft und hat sie anfällig für paranoide Reaktionen gemacht. Nur so konnte die Naturkatastrophe in Fukushima vor zwei Jahren zu einer undurchdachten und wirren Energiewende in Deutschland führen, die allerdings von den Konservativen administriert wird.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 10. Juli 2013, 13:31:59
Mal schauen wie schnell die üblichen Verdächtigen das wieder verwursten:
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-07/fukushima-atomkraftwerk-masao-yoshida-nachruf (http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-07/fukushima-atomkraftwerk-masao-yoshida-nachruf)

Zitat
AKW-DirektorDer Held von Fukushima ist tot

Ohne Masao Yoshida hätte der GAU in Japan noch schlimmere Folgen gehabt. Der Exleiter des Unglücks-AKW widersetzte sich Befehlen und rettete so Leben.

Einfach den Teil weglassen...
Zitat
Tatsächlich ist es unwahrscheinlich, dass Yoshidas Erkrankung durch radioaktive Strahlung ausgelöst worden ist. Speiseröhrenkrebs entwickelt sich meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Nach Berichten des japanischen Fernsehsenders NHK soll Yoshida in den neun Monaten, die er nach der Katastrophe im AKW verbrachte, insgesamt eine Strahlendosis von 70 Millisievert abbekommen haben. Eine hohe Dosis zwar, aber kaum tödlich.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 10. Juli 2013, 13:40:49
Mal schauen wie schnell die üblichen Verdächtigen das wieder verwursten:
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-07/fukushima-atomkraftwerk-masao-yoshida-nachruf (http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-07/fukushima-atomkraftwerk-masao-yoshida-nachruf)

Zitat
AKW-DirektorDer Held von Fukushima ist tot

Ohne Masao Yoshida hätte der GAU in Japan noch schlimmere Folgen gehabt. Der Exleiter des Unglücks-AKW widersetzte sich Befehlen und rettete so Leben.

Einfach den Teil weglassen...
Zitat
Tatsächlich ist es unwahrscheinlich, dass Yoshidas Erkrankung durch radioaktive Strahlung ausgelöst worden ist. Speiseröhrenkrebs entwickelt sich meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Nach Berichten des japanischen Fernsehsenders NHK soll Yoshida in den neun Monaten, die er nach der Katastrophe im AKW verbrachte, insgesamt eine Strahlendosis von 70 Millisievert abbekommen haben. Eine hohe Dosis zwar, aber kaum tödlich.


Und vorallem wird weder das eine noch das andere jemals beweisbar sein, ausser man schafft es das Alter des Karzinoms zu bestimmen, aber es wird mit den Grünen tatsächlich immer schlimmer kein Fehlschluss wird ausgelassen wenn es darum geht das eigene Weltbild zu manifestieren.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 10. Juli 2013, 14:36:40
Dazu braucht es nicht die Grünen, die üblichen Mainstream-Medien tragen ihren Teil mit der Art der Berichterstattung dazu bei:

http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/reaktorchef-masao-yoshida-fukushima-chef-stirbt-an-krebs_aid_1039090.html

Die Überschrift:
Zitat
Fukushima-Chef stirbt an Krebs

Gaaaanz weit unten heißt es dann:
Zitat
Allerdings soll die Krankheit nicht durch den Reaktorunfall ausgelöst worden sein, dazu sei sie zu schnell eingetreten, zitiert die Zeitung nicht näher genannte Experten.

Die Blöd schreibt:
Zitat
War es die Strahlung?Chef des Horror-Reaktors in Fukushima tot
http://www.bild.de/news/ausland/japan-katastrophe/japan-katastrophe-fukushima-akw-chef-masao-yoshida-tot-31204560.bild.html

Stellt man nun die Besucherzahlen von Focus online dagegen:
Zitat
In den aktuellen IVW-Zahlen vom März kommt die Nachrichtensite auf 65,69 Millionen Visits
http://www.wuv.de/digital/user_lab_und_politik_wie_focus_online_seine_nutzerzahlen_steigert

und Bild auf
Zitat
Visits** 249.651.141
http://www.axelspringer-mediapilot.de/artikel/BILD.de-Leistungsdaten-BILD.de_705089.html

so braucht man 1 und 1 nur zusammen zu zählen. Wie viele von den Besuchern nur die Schlagzeile registrieren und den Bericht nicht weiter lesen, kann man nur schätzen.

Also, die Grünen brauchen hier gar keine Argumente vorzubringen, dass erledigen schon die Burda Verlagsgruppe sowie die Axel Springer Gruppe und weitere.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 10. Juli 2013, 14:41:21
Dass die deutsche Journaille überdurchschnittlich links-grün orientiert ist, ist auch kein Geheimnis. Und ansonsten wird gemacht, was Auflage bringt, in diesen schlechten Zeiten für Print.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Ridcully am 10. Juli 2013, 14:55:48
Die Grünen sind doch nicht links. Die linke Minderheit haben sie vor einem Vierteljahrhundert rausgeekelt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 10. Juli 2013, 15:05:33
Die Grünen sind doch nicht links. Die linke Minderheit haben sie vor einem Vierteljahrhundert rausgeekelt.

Sorry, hätte eher links / grün schreiben sollen. Wobei ich gegen "normale" Linke wirklich nix habe  :grins2:

Die Grünen sind das neue Spießbürgertum.
Apropos Linke rausgeekelt: Trittin ist doch einer, was sagst Du zu dem?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 10. Juli 2013, 17:37:12
Die Grünen sind die FDP mit Dosenpfand.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: KranzFonz am 10. Juli 2013, 17:45:48
Wobei ich gegen "normale" Linke wirklich nix habe  :grins2:

Wer ist denn beispielsweise ein "normaler" Linker?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sweeper am 10. Juli 2013, 17:49:59
Wobei ich gegen "normale" Linke wirklich nix habe  :grins2:

Wer ist denn beispielsweise ein "normaler" Linker?

So ein gaanz Linker eben.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 10. Juli 2013, 17:52:35
Die Grünen sind die FDP mit Dosenpfand.

Finde mir bitte mal das Gegenstück zu der Frau bei den Grünen:
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_christel_happach_kasan-650-5697.html#questions
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 10. Juli 2013, 17:55:15
Die Grünen sind die FDP mit Dosenpfand.

 ;D ;D ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 10. Juli 2013, 18:01:07
Wobei ich gegen "normale" Linke wirklich nix habe  :grins2:

Wer ist denn beispielsweise ein "normaler" Linker?

So ein gaanz Linker eben.


Hauptsache nicht hellgrün..............., Zeit für einen neuen Avatar
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: berndp am 11. Juli 2013, 02:05:50
Who is who, links from the KPDSU.....so hiess es doch früher mal auf diversen Wänden in Studentenpissoirs.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 11. Juli 2013, 18:21:32
Die Grünen sind die FDP mit Dosenpfand.

Finde mir bitte mal das Gegenstück zu der Frau bei den Grünen:
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_christel_happach_kasan-650-5697.html#questions

Keine Ahnung, für mich sehe die alle gleich aus ^^. Konkret: für soetwas habe ich keine Zeit/ist mir meine Zeit zu schade. Hätten die doch mal alle was ehrliches gelernt und wären dabei geblieben. So lügen und betrügen, halten die Hand auf und halten das Handaufhalten legal. Alle in nen Sack, Sack zu und immer feste drauf.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 01. August 2013, 13:54:32
 :kaffee
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/politik/Trittin-saeuft-ab-article11097176.html (http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/politik/Trittin-saeuft-ab-article11097176.html)
 :grins: :grins: :grins:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Ratiomania am 01. August 2013, 22:05:53
Die Grünen sind die FDP mit Dosenpfand.

Finde mir bitte mal das Gegenstück zu der Frau bei den Grünen:
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_christel_happach_kasan-650-5697.html#questions

Wieder ein FDP-Mitglied das man sich merken kann.

Leider werden die ja immer wieder von den Deppen in der Partei - die meist den Großteil der Führungs-&Bekanntheitsspitze bilden - übertönt.

Aber sowas lässt sich halt schlechter auf den Punkt bringen als wie "Spätrömische Dekadenz" und ähnliche Späßken.

Scheiße ließ sich halt immer besser (und vorallem: großzügiger) verteilen als Perlen, kennt man ja aus der angesprochenen Landwirtschaft.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 01. August 2013, 22:18:13
Das Bild von dem Typ nebendran finde ich fies. Der guckt so, als würde der immer gleich jemanden anfallen und der lächelt so, als wäre er das Lächen nicht gewohnt, sondern nur das Anfallen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 05. August 2013, 11:59:09
Sage ja keiner, er habe nicht gewusst, wa er da wählt:

Zitat
"Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren", sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast.

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article118698431/Gruene-fordern-Vegetarier-Tag-in-deutschen-Kantinen.html

Ja, fein! Und so wunderbar verallgemeinerungsfähig! Wie wäre es mit einem autofreien Tag, damit wir alle mal ausprobieren, wie wir uns zu Fuß bewegen. Oder mit einem internetfreien Tag, damit wir alle mal ausprobieren, wie man seine Zeit anders totschlagen kann? Oder mit einem fußballfreien Wochenende, damit wir alle mal ausprobieren, wie man selber kickt? Oder mit einem alkoholfreien Tag, damit wir alle mal ausprobieren, wie Fanta schmeckt? Alles lobenswerte Sachen, gegen die "wir alle" eigentlich nichts haben können - wen stört da schon die Zwangsbeglückung.

Und damit auch ja "wir alle" dabei sind, wie es sich im Kollektivstaat gehört, soll das durch ein Verbot durchgedrückt werden. Über eines hat sich bei den Grünen, die sich so gerne als Bürgeranwälte gegen die Organe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verstehen, offensichtlich noch niemand Gedanken gemacht: über die Dimensionen, die ein Repressionsapparat aus Verwaltung, Polizei und Justiz  haben müsste, um den ganzen Rucksack an Verboten durchzusetzen, den die mit ihrem Programm herumschleppen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 05. August 2013, 12:29:20
Herrlich, wohin die sich entwickeln, wenn die Themen so langsam ausgehen.  :D :D :D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 05. August 2013, 12:32:25
Selbst wenn die Grünen der nächsten Bundesregierung angehören sollten (was ich jedoch arg bezweifle), so werden sie mit diesem Ansinnen genauso scheitern wie mit einem allgemeinen Tempolimit auf deutschen Autobahnen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 05. August 2013, 14:40:10
@the Doctor:  und das ist auch gut so!
Wie weiter oben schon geschrieben, es geht nicht um Veggi oder Omni, sondern darum, daß diese Grünen ihre Lebensenergie aus Verboten, Maßregelungen und Bevormundungen ziehen.
Oder anders gesagt:  Nein, Ihr Grünen, Ihr wißt nicht, was gut für mich ist, Ihr müßt mich nicht erziehen!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 05. August 2013, 15:38:32
Sage ja keiner, er habe nicht gewusst, wa er da wählt:

Zitat
"Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren", sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast.

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article118698431/Gruene-fordern-Vegetarier-Tag-in-deutschen-Kantinen.html

Ja, fein! Und so wunderbar verallgemeinerungsfähig! Wie wäre es mit einem autofreien Tag, damit wir alle mal ausprobieren, wie wir uns zu Fuß bewegen. Oder mit einem internetfreien Tag, damit wir alle mal ausprobieren, wie man seine Zeit anders totschlagen kann? Oder mit einem fußballfreien Wochenende, damit wir alle mal ausprobieren, wie man selber kickt? Oder mit einem alkoholfreien Tag, damit wir alle mal ausprobieren, wie Fanta schmeckt? Alles lobenswerte Sachen, gegen die "wir alle" eigentlich nichts haben können - wen stört da schon die Zwangsbeglückung.

Und damit auch ja "wir alle" dabei sind, wie es sich im Kollektivstaat gehört, soll das durch ein Verbot durchgedrückt werden. Über eines hat sich bei den Grünen, die sich so gerne als Bürgeranwälte gegen die Organe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verstehen, offensichtlich noch niemand Gedanken gemacht: über die Dimensionen, die ein Repressionsapparat aus Verwaltung, Polizei und Justiz  haben müsste, um den ganzen Rucksack an Verboten durchzusetzen, den die mit ihrem Programm herumschleppen.

Du hast Alkoholverbot zu Karneval in der Kölner Innenstadt (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article118628340/Das-wundersame-Treiben-der-gruenen-Sittenpolizei.html?config=print) vergessen
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 05. August 2013, 15:51:59
Nein, Ihr Grünen, Ihr wißt nicht, was gut für mich ist, Ihr müßt mich nicht erziehen!

Das kommt vom hohen Lehrer- und Erzieheranteil.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 05. August 2013, 15:59:25
Zitat
Du hast Alkoholverbot zu Karneval in der Kölner Innenstadt vergessen

Und den bembelfreien Tag in F-Sachsenhausen. Ach nein, es soll ja eine Entbehrung sein...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: 71hAhmed am 05. August 2013, 16:43:46
Und die sinnvollen Dinge werden wie immer vergessen:
- schwachsinnsgelaberfreie Tage in der Politik;
- nullniveufreie Tage im TV-Programm;
- lückenfüllerfreie Tage in allen Medien;
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 05. August 2013, 17:01:40
Ich bin für einen homöopathiefreien Tag pro Woche in der medizinischen Versorgung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 05. August 2013, 17:25:57
Noch ein Nachklapp:

Was für ein Weltbild steckt eigentlich dahinter, wenn man meint, durch ein Reglement für Kantinenkost "uns alle" erreichen zu können? Anscheinend nimmt Frau Renate-"wir alle"-Künast das Land als eine Art Ganztages-Kita wahr, wo die Oberkindergartentante den Speiseplan für die nächste Woche abhakt. Oder kommt irgendwann die Kantinenpflicht für "uns alle"?

Heh, momentmal, etwas fällt mir noch ein: wie wäre es mit einem steviafreien Wochenende? Das wäre doch einmal eine prima Gelegenheit, bei der "wir alle" auch lernen können, dass es möglich ist, ein Süßungsmittel aus einer Pflanze zu gewinnen, bei der nicht der gesamte Nährstoffeintrag zur Aufzucht flöten geht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 05. August 2013, 19:23:05
Ich hätte gerne eine Grünen-freie Legislaturperiode im Bundes- sowie jedem Landtag, damit wir alle lernen können, dass niemand diese Partei wirklich braucht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: 71hAhmed am 05. August 2013, 22:21:58
Ich hätte gerne eine Grünen-freie Legislaturperiode im Bundes- sowie jedem Landtag, damit wir alle lernen können, dass niemand diese Partei wirklich braucht.
Ein frommer Wunsch, aber es gibt noch zuviele, die von dieser Erkenntnis weiter entfernt sind als die durchschnittliche Homöopathie-wirkt-Belegstudie von wissenschaftlichen Kriterien.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 06. August 2013, 00:01:43
Ich hätte gerne eine Grünen-freie Legislaturperiode im Bundes- sowie jedem Landtag, damit wir alle lernen können, dass niemand diese Partei wirklich braucht.
Ein frommer Wunsch, aber es gibt noch zuviele, die von dieser Erkenntnis weiter entfernt sind als die durchschnittliche Homöopathie-wirkt-Belegstudie von wissenschaftlichen Kriterien.

Wie wahr...    wie wahr...      :(
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Wolleren am 06. August 2013, 00:30:33
Wasserspartag: 24h nicht kacken gehen. Die Welt wird besser.
Minderheitentag: Nur männliche weiße Heteros müssen arbeiten gehen. Die Welt wird super.
Trinktag: Die aktuelle Ernährungsempfehlung von 23 Litern täglichem Trinken wird umgesetzt. Ausgenommen Lehrkräfte, die müssen das ja 24h lang predigen.
Autofreier Tag: Einfach mal den ÖPNV benutzen. Politik kann so befriedigend sein, Machtausübung ist fun.
Abfallfreier Tag: Einfach mal alles verbrauchen. Außer Innereien, die sind bäh.
Armentag: Einfach mal 10% des Nettos spenden. Freiwillig. An Greenpeace oder PETA oder so. Die Welt ist schön.
Atomfreier Tag: Nur Batteriestrom verbrauchen. Die Welt ist fast gerettetet.
Genfreier Tag: Irgendwas mit Tomaten. Amerikanische oder holländische.
Umweltentlastungstag: Freiwillige Selbstentleibung unter Anleitung fernöstlicher Weiser.
Lokaltag: Alle Bauern bringen mit ihrem Traktor ihre Erzeugnisse der letzten Woche zum Markt und verkaufen sie freiwillig unter Preis.
Dosentag: Alle Konservendosen werden zentral im Stadtzentrum durch die Initiative "Dosenfeind" geöffnet.
Genusstag: Zu jedem Bissen wird freiwillig das Wort "Vitamine" gemurmelt. Gerülpst wird auf "Künast".
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 06. August 2013, 00:43:28
Und jedesmal, wenn jemand etwas Sündiges tut, wie Auto fahren, ein Steak essen, Tabak rauchen (kein Hasch, das gültet nicht), Billigfliegen, Plastiktüten benutzen, Motorroller fahren, unter einem Heizpilz stehen usw., muss sich in alle vier Himelsrichtungen verbeugen, und Trittin, Kühnast, Roth und Özdemir um Absolution anrufen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 06. August 2013, 00:49:35
Und jedesmal, wenn jemand etwas Sündiges tut, wie Auto fahren, ein Steak essen, Tabak rauchen (kein Hasch, das gültet nicht), Billigfliegen, Plastiktüten benutzen, Motorroller fahren, unter einem Heizpilz stehen usw., muss sich in alle vier Himelsrichtungen verbeugen, und Trittin, Kühnast, Roth und Özdemir um Absolution anrufen.

Ooooommmmmmmm......     
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 06. August 2013, 00:50:52
Tabak rauchen (kein Hasch, das gültet nicht)

Was ist mit Joints, die mit Tabak und Gras gedreht sind?     :shisha:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: 71hAhmed am 06. August 2013, 00:54:42
Und jedesmal, wenn jemand etwas Sündiges tut, wie Auto fahren, ein Steak essen, Tabak rauchen (kein Hasch, das gültet nicht), Billigfliegen, Plastiktüten benutzen, Motorroller fahren, unter einem Heizpilz stehen usw., muss sich in alle vier Himelsrichtungen verbeugen, und Trittin, Kühnast, Roth und Özdemir um Absolution anrufen.
Da kann ich auch gleich wieder katholisch (http://anonym.to/?http://de.wikipedia.org/wiki/Fastenzeit#Die_Fastenzeit_in_der_r.C3.B6misch-katholischen_Kirche) werden, da gibts die jenseitige Vergebung noch dazu.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: 71hAhmed am 06. August 2013, 00:55:20
Tabak rauchen (kein Hasch, das gültet nicht)
Was ist mit Joints, die mit Tabak und Gras gedreht sind?     :shisha:
Fällt unter die Unvermeidbarkeitsregel.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Wolleren am 06. August 2013, 01:01:42
Und jedesmal, wenn jemand etwas Sündiges tut, wie Auto fahren, ein Steak essen, Tabak rauchen (kein Hasch, das gültet nicht), Billigfliegen, Plastiktüten benutzen, Motorroller fahren, unter einem Heizpilz stehen usw., muss sich in alle vier Himelsrichtungen verbeugen, und Trittin, Kühnast, Roth und Özdemir um Absolution anrufen.
+1.
Als Fundi kann man ersatzweise Rudolf Steiner, Silvio Gesell oder Marion Zimmer Bradley bitten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 06. August 2013, 01:25:19
Glaubensbekenntnis (das~; grün, aktualisiert, reformiert, nochmal aktualisiert, inhaliert, fermentiert, studiert, rekapituliert, vermöbelt, inseriert, inszeniert, indoktriniert, zum letzten Mal aktualisiert, raubkopiert, liberalisiert, kapitalisiert, maximal inseriert, maximal angeschmiert; n, des ~)

Zitat
Ich glaube an die grüne Idee,
die Erdenmutter, die Gute,
Schöpferin der Politik und der Pädagogik.

Und an Joschka Fischer, ihren charakterlosen Sohn, unseren bisher bekanntesten Politiker.
Geprägt in den Demonstrationen der 70er,
geboren von Daniel Cohn-Bendit,
gelitten in der ersten rot-grünen Landesregierung in Hessen,
abgewählt, politisch gestorben und auf der Hinterbank begraben.
Hinabgestiegen in die politische Bedeutungslosigkeit.
Nach 3 Legislaturperioden auferstanden von den politisch Toten,
aufgefahren in die Bundesregierung.
Er sitzt zur Rechten Gerhards, des Allmächtigen,
von dort wird er kommen,
um uns aus dem Irak herauszuhalten.

Ich glaube an den grünen Geist.
die unfehlbare Parteispitze,
Gemeinschaft der Fundis,
Vergebung der gebrochenen Koalitionsversprechen,
Rückkehr der Parteilegenden,
und die ewige Regierungszugehörigkeit.

Mist, ich hätte heute wirklich etwas weniger rauchen sollen!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Yadgar am 06. August 2013, 02:47:28
High!

Tabak rauchen (kein Hasch, das gültet nicht

Doch, Hasch gültet de facto auch! Kaum jemand raucht das Zeug pur (weil erstens zu teuer und zweitens beim Purrauchen die Pfeifen total verdrecken, letzteres hat mir jedenfalls mal ein erfahrener Kiffer auf dem Burg Herzberg Open Air erzählt....), da ist eigentlich immer Tabak dabei! Es sei denn, man mümmelt sich Spacecakes rein... aber da soll die Dosierung das reinste Glücksspiel sein... für mich jedenfalls Gründe genug, nicht zu kiffen, ganz ungeachtet meiner Standard-Begrüßung und meines hippiemäßigen Habitus... macht Kiffen eigentlich schlank?!?

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 06. August 2013, 10:13:44
so langsam driftet die Diskussion vom "Grüne wollen allen Zeug verbieten (probehalber für einen Tag)" zu "allen alles verbieten (probehalber für nen Tag).

Da sieht man wieder, auch Allmachtsgedanken, Machtrausch, u.ä. können ansteckend sein.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 06. August 2013, 10:37:42
Das Gegenstück zum Veggiday wäre aber der Blutwurstday.

Montags gibt´s kein vegetarisches Gericht:

„Ein Blutwurstday ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Obst und Gemüse ernähren“

(Künast: „Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren“ )
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 06. August 2013, 14:28:45
Hier mal eine Dame von der FDP, deren Antworten mir wirklich gut gefallen haben.
FDP???
Ja ja wirklich FDP.

http://www.n-tv.de/politik/Das-ist-eine-Oekodiktatur-article11122801.html (http://www.n-tv.de/politik/Das-ist-eine-Oekodiktatur-article11122801.html)
Zitat
Was die FDP von den Veggie-Day-Plänen der Grünen hält
"Das ist eine Ökodiktatur"

Ein fleischloser Tag in der Woche? Kein Problem, das finden zumindest die Grünen. FDP-Vizechefin Miriam Gruß sieht das anders. "Die Grünen schreiben den Menschen vor, wie sie zu leben haben", sagt sie im Interview mit n-tv.de.

Zitat
Die FDP beklagt ja häufig die Regelungswut der anderen Parteien. Der liberale Gesundheitsminister fordert derweil, dass Kinder zwangsweise gegen Masern geimpft werden sollten. Passt es zur FDP, so etwas zu regulieren?

Man kann nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Bei den Masern geht es um eine ernsthafte Krankheit, die sich immer weiter ausbreitet. Die Grünen glauben immer zu wissen, was für alle am besten ist. Da passt es auch rein zu sagen: Lasst euer Kind sich mal mit Masern infizieren, dann hat es die Krankheit hinter sich. Wir sind ganz klar dafür, dass die Gesundheit von Kindern oberste Priorität haben muss. Diese Laissez-faire-Ideologie, die sich da etabliert hat beim Thema Masern, wollen wir nicht dulden. Es handelt sich schließlich um eine extrem gefährliche Krankheit. Daher ist das Thema auch nicht zu vergleichen mit Fleischkonsum.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 06. August 2013, 19:39:00
Mit Bindestrich-Diktaturen kennt sich die FDP aus.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 07. August 2013, 11:41:24
Moin,

gibt es eigentlich noch Kantinen die tatsächlich völlig ohne vegetarische (keine veganen!) Gerichte auskommen?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Hgulf am 07. August 2013, 14:31:48
*Ähem*

Jetzt habe ich nicht alle Beiträge dieses Threads gelesen, aber:

Ihr wisst schon alle, dass die Grünen keine Veggy-Day-Pflicht fordern, oder? Diese Fleischverzichtspflicht ist eine Bild-Kampagne:

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/veggie-day-wie-man-aus-alten-fleischabfaellen-der-bild-zeitung-nachrichten-macht/ (http://www.stefan-niggemeier.de/blog/veggie-day-wie-man-aus-alten-fleischabfaellen-der-bild-zeitung-nachrichten-macht/)
oder
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-08/gruene-fleischkonsum-wahlkampf-kantine-veggie-day/komplettansicht (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-08/gruene-fleischkonsum-wahlkampf-kantine-veggie-day/komplettansicht)

Ich sehe keinen Grund sich wegen einer angedachten Förderung einer Idee aufzuregen; immerhin geht es nicht Homöopathie, Schamanenumtanzen oder Verbot von Ponywerbung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 07. August 2013, 14:33:36
Nein.

Der Grünzeugtag wäre für alle öffentlichen Kantinen verpflichtend.

Das ist ein Verbot.

Damit würde erwachsenen! Menschen vorgeschrieben, was sie nicht zum Mittag essen dürfen.

Viel krasser wäre noch die Auswirkung auf Kindergärten oder Schulen.
Kinder sind ziemlich unflexibel bei Nahrungsumstellung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Hgulf am 07. August 2013, 14:43:03
Nein.

Der Grünzeugtag wäre für alle öffentlichen Kantinen verpflichtend.

Das ist ein Verbot.

OK; Artikel also nicht gelesen. Aus der ZEIT:

Zitat
Tatsächlich ist die Passage des Grünen-Wahlprogramms, die sich mit dem Veggie Day befasst, sehr vorsichtig formuliert: "Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein 'Veggie Day' sollen zum Standard werden", heißt es darin. Von einem flächendeckenden Gesetz, gar einem Verbot, ist keine Rede.

und

Zitat
Alle schriftlichen Positionen zum Veggie-Day sind ausgesprochen vorsichtig formuliert. Und das hat einen Grund, wie Ernährungspolitikerin Maisch erklärt: "Der Bundesgesetzgeber kann so etwas überhaupt nicht flächendeckend festlegen. Das wissen eigentlich auch alle, die sich mit Ernährungsfragen befassen."

Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-08/gruene-fleischkonsum-wahlkampf-kantine-veggie-day/komplettansicht (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-08/gruene-fleischkonsum-wahlkampf-kantine-veggie-day/komplettansicht)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Ladislav Pelc am 07. August 2013, 14:51:18
Sebastian Bartoscheck von den Ruhrbaronen hat mal  bei den Grünen nachgefragt:

http://www.ruhrbarone.de/fleischlose-gruene/

Zitat
Wir bauen zunächst darauf, dass sich die Einsicht für einen fleischfreien Tag in der Woche in der Kantine durchsetzt und entsprechend freiwillig eingerichtet wird.
Wo dies nicht geschieht, und die öffentliche Hand durch ihre Trägerschaft einen ‘Veggie Day’ einführen kann, dort sollte sie das dann auch tun.

Das heißt, wenn ich es richtig verstehe, wenn es nicht freiwillig gemacht wird, soll es, wo möglich, auch von oben herab durchgesetzt werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 07. August 2013, 15:12:05
Bartoscheck:

Zitat
Die Ausführungen der Grünen beinhalten die Absicht zu Zwang, gleichgültig, ob dies dann auch wirklich in Zwang endet. Zwang aus ideologischen Gründen aber ist immer zweifelhaft.

Das bringt es auf den Punkt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 07. August 2013, 15:52:24
(http://p4.focus.de/img/gen/G/R/HBGRgIdQ_Pxgen_r_300xA.jpg)

Die Currywurst gibt´s dann an der Bude vor dem Kantinengebäude am Veggie-Day.  ;D ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 07. August 2013, 15:57:06
Bartoscheck:

Zitat
Die Ausführungen der Grünen beinhalten die Absicht zu Zwang, gleichgültig, ob dies dann auch wirklich in Zwang endet. Zwang aus ideologischen Gründen aber ist immer zweifelhaft.

Das bringt es auf den Punkt.

Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 07. August 2013, 19:06:28
Freiheit braucht Verantwortung.
Eigenverantwortung stärken.


Nebenbei, öffentliche Kantinen sind auch Schulkantinen und Kindergarten / Kinderhort - Speiseräume.
Das ist also durchaus problematisch.

Denn wenn ich ein Volldepp wäre und meinem Nachwuchs Fleisch verbieten würde, wäre es immernoch vom Grundgesetz gedeckt. Wenn das der Staat macht, und sei es nur ein Tag in der Woche, dann ist das sehr bedenklich.
Und wenn jetzt ein_e Grünen-Wahlkämpfer_in daherkommt und sagt, bei den Katholiken gäbs Freitags traditionell auch kein Fleisch sondern Fisch (und wer sich den nicht leisten kann: Gemüse), der hat Wesentliches nicht verstanden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 07. August 2013, 19:12:51
Das Argument, durch weniger Fleischkonsum die Umwelt zu schonen, können die Grünen demnächst auch in die Tonne treten:

http://www.zeit.de/wissen/2013-08/kuenstliches-rindfleisch-in-vitro-burger
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Skrzypczajk am 07. August 2013, 19:38:14
Wenn die jetzige Generation von Grünen-Politikern das mit dem Verbot noch nicht hinkriegt, dann schafft es bestimmt deren Nachwuchs (http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/artikel/gruene-wollen-1-klasse-in-der-bahn-abschaffen.html).
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: bayle am 07. August 2013, 19:52:22
Wenn die jetzige Generation von Grünen-Politikern das mit dem Verbot noch nicht hinkriegt, dann schafft es bestimmt deren Nachwuchs (http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/artikel/gruene-wollen-1-klasse-in-der-bahn-abschaffen.html).
Aber das kann doch nur der Anfang sein. Ich finde es noch viel empörender, dass sich jemand ein dickes schnelles Auto kaufen kann, wenn er nur genügend Geld hat.

Btw, soweit ich weiß, bemessen sich Geldstrafen bei Verkehrsverstößen in Finnland tatsächlich an den Tagessätzen. Dann kann 10 km/h zuviel für einen Konzernchef durchaus mal zwei-, dreihunderttausend Glocken machen. Über so etwas kann man ja mal nachdenken.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 07. August 2013, 20:09:07
Wenn ich mir das noch ein paarmal hin und her überlege...

Absatzförderung für Klein- und Mittelgewerbetreibende! Also, ich wüsste, wo ich eine Dönerbude oder eine Currywurstbraterei eröffnen würde.  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 07. August 2013, 20:09:37
Kaum jemand raucht das Zeug pur (weil erstens zu teuer und zweitens beim Purrauchen die Pfeifen total verdrecken, letzteres hat mir jedenfalls mal ein erfahrener Kiffer auf dem Burg Herzberg Open Air erzählt....), da ist eigentlich immer Tabak dabei!

Höchstens im Joint, aber in der Bong? Never!  (schmeckt einfach bäääh!)

Zitat
Es sei denn, man mümmelt sich Spacecakes rein... aber da soll die Dosierung das reinste Glücksspiel sein...

Nö, nur Erfahrungssache.

Zitat
macht Kiffen eigentlich schlank?!?

Angesichts der Fressflashs wohl eher nicht. Bei AIDS-Kranken wird THC ja u.a. auch zur Gewichtszunahme eingesetzt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 07. August 2013, 20:50:21
http://zettelsraum.blogspot.de/2013/08/fleischlos.html

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: gesine2 am 07. August 2013, 21:46:04
Das einzig mich richtig Nervende an dieser VeggieDay-Idee: Nicht nur ich werde mich bei zwagartiger Umsetzung dazu genötigt fühlen, opulente Donnerstag-Grill-Ins umzusetzen, egal, ob mir zu der entsprechenden Zeit nach Fleischlichem ist oder nicht...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 07. August 2013, 22:35:06
Btw, soweit ich weiß, bemessen sich Geldstrafen bei Verkehrsverstößen in Finnland tatsächlich an den Tagessätzen. Dann kann 10 km/h zuviel für einen Konzernchef durchaus mal zwei-, dreihunderttausend Glocken machen. Über so etwas kann man ja mal nachdenken.

Einen solchen Fall gab es vor ein paar Jahren hier in der Schweiz: da ist ein Banker mit seiner Penisprothese mit 150km/h in einer Ortsdurchfahrt geblitzt worden. Ergebnis: eine Geldstrafe von rund 247'000 Franken (was den bislang absoluten Rekord für ein "Ticket" in der Schweiz darstellt).
Angesichts eines Jahreseinkommens von rund 11 Mio. Franken wird der Typ das jedoch eher lächelnd aus der Portokasse bezahlt haben. (Aber zumindest die Gemeinde wird sich gefreut haben - die bekommt nämlich die Hälfte der Strafe.)

Noch schlimmer der Fall eines norwegischen Touristen in der Schweiz im Jahr 2011. Der war nicht nur mit Tempo 200 auf der Autobahn zwischen Bern und Lausanne erwischt worden - nein, er hat sogar selber ein Video von seiner Raserei angefertigt und bei YouTube ins Netz gestellt. Besonders erschreckend: auf dem Video war seine 4jährige Tochter zu sehen, welche während dieser Wahnsinnstour unangeschnallt auf dem Rücksitz spielte. Der Typ jedenfalls kam mit einer Strafe von rund 40'000 Franken davon, welche er dann sogar noch ganz dreist angefochten hat. Ergebnis: Reduktion der Strafe auf rund 32k Franken.

 :facepalm :facepalm :facepalm

Aber immerhin: seit einer Gesetzesänderung im vergangenen Jahr können Raser in der Schweiz nun endlich auch mit Haftstrafen belegt werden. Bereits ab mehr als 50km/h zuviel innerorts, 60km/h zuviel auf der Landstrasse bzw. mehr als 80km/h zuviel auf der Autobahn sind nun bis zu 5 Jahren Haft möglich. Und noch viel besser: die Behörden dürfen das "Sportgerät" einziehen und "einer Verwertung zuführen".

Vielleicht hilft das ja endlich...    *hoff*
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 08. August 2013, 12:50:27
Lustiger Versprecher vom Cem Özdemir:

"...bei Schweinen, dass man den Rüssel abschneidet..."

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1957892/Oezdemir-Veggie-Day-ist-freiwillig#/beitrag/video/1957892/Oezdemir-Veggie-Day-ist-freiwillig

(ab ca. 1:50 min)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 08. August 2013, 18:11:26
Versprecher oder schlicht Unkenntnis???

Schließlich hat er bei bestimmten elektrotechnischen Sachverhalten auch nicht mit besonderem Fachwissen geglänzt....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 08. August 2013, 18:33:12
Als Erzieher und Sozialpädagoge ist der liebe Cem nicht unbedingt naturwissenschaftlich-mathematisch ausgebildet.

Zitat
Özdemir wuchs als Einzelkind auf und machte nach der Mittleren Reife an der Realschule in Bad Urach[8] bis 1987 eine Ausbildung zum Erzieher in Reutlingen.[9] Anschließend erwarb er die Fachhochschulreife an der Fachoberschule in Nürtingen und absolvierte ein Studium der Sozialpädagogik an der staatlich anerkannten Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen Reutlingen (heute Evangelische Hochschule Ludwigsburg), das er 1994 als Diplom-Sozialpädagoge (FH) abschloss.[9] Ab 1987 war Özdemir als Erzieher in einem Jugendzentrum in Reutlingen und als freier Journalist für den Reutlinger General-Anzeiger und ein Lokalradio tätig.[10]

http://de.wikipedia.org/wiki/Cem_Özdemir

und Trittin:

Zitat
Anschließend absolvierte er [Trittin] von 1975 bis 1981 ein Studium der Sozialwissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen, das er als Diplom-Sozialwirt beendete.

und Kühnast:

Zitat
Vom Wintersemester 1973 bis zum Sommersemester 1976 studierte sie [Kühnast] Sozialarbeit an der Fachhochschule Düsseldorf. Es folgte ein Anerkennungsjahr 1976/1977. Anschließend arbeitete sie zwischen 1977 und 1979 als Sozialarbeiterin in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel in West-Berlin. 1977 nahm sie ein Jurastudium an der Freien Universität Berlin auf, das sie nach acht Semestern 1982 mit dem ersten juristischen Staatsexamen abschloss

Claudis Roth ist abgebrochene Theaterwissenschaflerin und Joschka Fischer hat ebenfalls keine abgeschlossenen Berufsausbildung. Lt. Wikipedia hat er nie im Leben einen normalen Job gehabt. Ströbele ist wie Kühnast, auch Rechtsanwalt.

Keiner ist ein NaWi. Ich spreche denen einfach die Kompetenz in Sachen Gentechnik, Nukleartechnik, Umwelt und Energiewirtschaft ab.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 08. August 2013, 19:00:53
naja, den Ströbele würde ich nicht mehr zu den Grünen zählen.
Immerhin stellen die den nicht mehr auf, der wird dennoch gewählt und gewinnt, aber eben auch gegen seine Konurrenz von der Grünen Liste.

Die Grünen haben insgesamt viele Studienabbrecher_innen und Sozpäds. Wie die FDP halt BWLer und Juristen hat.

Der beklagte Mangel an Naturwissenschaftlern bei den Grünen ist auf alle Parteien auszuweiten.
Ursächlich sind, neben offensichtlich anderen Interessen, die Einkommens- und Karrierechancen, die für Studienabbrecher und Sozpäds schlecht und für Naturwissenschaftler i.d.R. deutlich besser sind. Die einen wollen also gern einen neuen Job in der Politik mit besserem Einkommen, die anderen kommen auch ohne den Rummel relativ nahe an das Gehalt....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 08. August 2013, 19:12:34
Zitat
Der beklagte Mangel an Naturwissenschaftlern bei den Grünen ist auf alle Parteien auszuweiten.

Jepp, im Bundestag sitzen überproportional viele Lehrer und andere Beamte.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 08. August 2013, 20:14:32
Ich halte es für äußerst bedenklich, daß solche Politiker sich dennoch berufen fühlen, in ihnen völlig fremden Fachbereichen Statements abzugeben und Entscheidungen zu treffen. Wenn jemand Sozialpädagoge ist, halte ich eine gewisse Kompetenz in dem Bereich für gegeben, deshalb kann er zu dem Thema in Talkshows und bei Interviews fundiert sprechen. Da er (Özdemir) aber zu Themen wie Energiewende und jetzt Massentierhaltung sich öffentlich dergestalt wie geschehen äußert, ist für mich vermessen.
Ob es nun gerade bei den Grünen besonders viele Berufsabbrecher gibt, weiß ich nicht. Allerdings ist es für mich unangemessen, wenn man sich dann zu komplizierten Themen äußert und vor allem, wenn man dann zu komplizierten naturwissenschaftlichen Sachverhalten völlig inkompetente, falsche und kontraproduktive Entscheidungen trifft. Es gab hier mal eine ellenlange Diskussion zum Thema Atomenergie/Energiewende. Wenn man sich dann ansieht, daß gerade Grüne mit Argumenten "glänzen", die sachlich völlig falsch sind, dann kommen im Anschluß auch die falschen Entscheidungen heraus, die einer ebenso unwissenden Wählerschaft als einzig richtig verkauft werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 08. August 2013, 20:25:36
Einem echten Landwirt rollen sich bei dem Interview nicht nur bei den kupierten Schweineschnauzen die Zehennägel auf.

Oft ist so ziemlich das Gegenteil richtig von dem, was dort im Interview völlig unhinterfragt geäußert wird.

Aber das kennen wir ja.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 08. August 2013, 22:24:14
jaja, Politiker brauchen Sendungsbewusstsein.

Dabei ist Sendungsbewusstsein, also die überheblich arrogante Haltung es besser zu wissen, als andere, auch als alle andere, der Wahrheit näher zu sein oder sie gar zu verkörpern, schon bei Religiösen und Weltanschaulichen unangenehm.

Gekoppelt mit ganz viel Improvisation, Inszenierung und Imitation [SozPäds/viele Lehrer/Juristen (K T) können das gut, weil sie sonst nichts können] sind das Lebenskünstler.

Verbunden mit Ignoranz werden diese Leute, die Lernen nicht nötig haben, weil sie die Mühen von Erkenntnisgewinn nicht auf sich nehmen wollen Berufspolitiker.
Vor die Wahl gestellt zwischen Schein und Sein wählen sie immer den Glanz, das Mikrofon und die Kamera.
Bücherei, Labor und Forschungsalltag sind was für Nerds.

Und wer jetzt meint, Politiker hätten auch Wissen und so drauf... Ja, einige wenige bestimmt, aber warum sind die dann Politiker? Nach 10 Jahren Puff Berlin haben viele ein Alkoholproblem, jedenfalls, wenn sie es nicht ohnehin schon hatten, als sie ankamen. Zu Kokain:  :rofl

Den Letzten wissenschaftlichen Imput haben diese Leute in etwa mit 32 Jahren, danach reift dieses Wissen langsam vor sich hin.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: KranzFonz am 09. August 2013, 14:51:19
Ich halte es für äußerst bedenklich, daß solche Politiker sich dennoch berufen fühlen, in ihnen völlig fremden Fachbereichen Statements abzugeben und Entscheidungen zu treffen.
Im Grunde kann es aber nicht anders funktionieren. Wenn Politiker keine Statements abgeben würden, wüsste man nicht, was man von ihnen halten soll. Sie würden unsichtbar bleiben. Und Entscheidungen muss letztendlich jemand treffen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 09. August 2013, 20:12:09
Habe die Tempolimitdiskussion abgetrennt.
Die geht hier weiter:
https://forum.psiram.com/index.php?topic=11726.msg146022#msg146022
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 12. August 2013, 13:01:09
Ich halte es für äußerst bedenklich, daß solche Politiker sich dennoch berufen fühlen, in ihnen völlig fremden Fachbereichen Statements abzugeben und Entscheidungen zu treffen.
Im Grunde kann es aber nicht anders funktionieren. Wenn Politiker keine Statements abgeben würden, wüsste man nicht, was man von ihnen halten soll. Sie würden unsichtbar bleiben. Und Entscheidungen muss letztendlich jemand treffen.

Es ist doch nun wirklich keine neue Erkenntnis, dass die wenigstens Politiker, welche ihr Gesicht zu gerne in Kameras halten, von der Materie wenig bis gar keine Ahnung haben. Dazu gibt es in den Ministerien einen Verwaltungsapparat mit vermeintlichen Fachleuten. Wenn die nicht mehr weiter wissen, fragt man die Lobbyisten. Es muss sich doch lohnen, 5000-6000 Lobbyisten in Berlin vorzuhalten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 13. August 2013, 15:44:32
Passend zum Thema:

http://www.focus.de/politik/gastkolumnen/wolffsohn/frontalangriff-auf-die-demokratie-bald-verordnen-die-gruenen-deutschland-einen-sex-day_aid_1070131.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Homeboy am 15. August 2013, 10:22:28
passend zum Thread

Zitat
Wenn Natur zur Ersatzreligion wird
Reinhard Jellen 15.08.2013
Der Historiker Andreas Möller über die Ideologie des Ökologischen, Biedermeier und die Grünen

Der Historiker Andreas Möller hat mit seinem Buch Das grüne Gewissen einen bedeutenden Beitrag zur soziologischen Entzauberung grüner Grundpositionen geleistet. Telepolis sprach mit dem Autor.

[...]
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/39/39658/1.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 20. August 2013, 13:22:40
Vorsicht vor der Tischkante!
http://www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/art1188795,2156340 (http://www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/art1188795,2156340)
 :deppenalarm:
Zitat
Homöopathie ist Hobby des Bundestagskandidaten Andreas Roll (Grüne)

Zeit für sein Hobby bleibt dem grünen Bundestagskandidaten Andreas Roll in der heißen Wahlkampfphase nur sehr wenig. Grundsätzlich interessiert er sich jedoch schon lange für das Thema Homöopathie.

Alles dabei.
Zitat
Im Gegensatz zu rasanten Paradigmenwechseln auf dem Gebiet der Schulmedizin sei der Bereich der homöopathischen Behandlungsmethoden weitaus stabiler, ist Roll überzeugt. Aus diesem Grund seien ältere Werke auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch keineswegs überholt. Andreas Roll nennt zudem eine umfangreiche homöopathische Hausapotheke sein eigen. "Damit praktiziere ich aber nur im Familien- und Freundeskreis", sagt er und weist darauf hin, dass er vor Jahren auch einmal eine Heilpraktiker-Ausbildung begonnen habe. Diese habe er jedoch aus Zeitgründen vorzeitig abbrechen müssen.

Ich finde es fällt ziemlich oft leicht, die Grünen nicht zu mögen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 20. August 2013, 13:43:05
Hier ist noch ein Grund:

http://www.mittelhessen.de/hessen-welt_artikel,-Kein-Interview-mit-Kuenast-_arid,165696.html

Zitat
Kein Interview mit Künast

Wetzlar/Berlin (ka). Die Nachrichtenredaktion der Zeitungsgruppe Lahn-Dill, deren Internetauftritt mittelhessen.de ist, hat mit der Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Renate Künast, ein anderthalbstündiges Interview zur Bundestagswahl geführt. Unter anderem ging es um den Öffentlichen Personennahverkehr und die Pendlerpauschale, die Frage von Steuererhöhungen und den Veggie Day. Allerdings haben wir auf die Veröffentlichung dieses Interviews verzichtet, weil die Grünen bei der üblichen Autorisierung derart massive redaktionelle Eingriffe in den Text vornahmen, dass er das geführte Interview in völlig anderem Licht erscheinen ließ.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 20. August 2013, 13:46:48
Vorsicht vor der Tischkante!
http://www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/art1188795,2156340 (http://www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/art1188795,2156340)
 :deppenalarm:
Zitat
Homöopathie ist Hobby des Bundestagskandidaten Andreas Roll (Grüne)

Zeit für sein Hobby bleibt dem grünen Bundestagskandidaten Andreas Roll in der heißen Wahlkampfphase nur sehr wenig. Grundsätzlich interessiert er sich jedoch schon lange für das Thema Homöopathie.

Alles dabei.
Zitat
Im Gegensatz zu rasanten Paradigmenwechseln auf dem Gebiet der Schulmedizin sei der Bereich der homöopathischen Behandlungsmethoden weitaus stabiler, ist Roll überzeugt. Aus diesem Grund seien ältere Werke auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch keineswegs überholt. Andreas Roll nennt zudem eine umfangreiche homöopathische Hausapotheke sein eigen. "Damit praktiziere ich aber nur im Familien- und Freundeskreis", sagt er und weist darauf hin, dass er vor Jahren auch einmal eine Heilpraktiker-Ausbildung begonnen habe. Diese habe er jedoch aus Zeitgründen vorzeitig abbrechen müssen.

Ich finde es fällt ziemlich oft leicht, die Grünen nicht zu mögen.

Vorallem fällt es mir inzwischen leicht sie nicht zu wählen, Danke Frau Steffens.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 20. August 2013, 13:55:17
Vorsicht vor der Tischkante!
http://www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/art1188795,2156340 (http://www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/art1188795,2156340)
 :deppenalarm:
Zitat
Homöopathie ist Hobby des Bundestagskandidaten Andreas Roll (Grüne)

Zeit für sein Hobby bleibt dem grünen Bundestagskandidaten Andreas Roll in der heißen Wahlkampfphase nur sehr wenig. Grundsätzlich interessiert er sich jedoch schon lange für das Thema Homöopathie.

Alles dabei.
Zitat
Im Gegensatz zu rasanten Paradigmenwechseln auf dem Gebiet der Schulmedizin sei der Bereich der homöopathischen Behandlungsmethoden weitaus stabiler, ist Roll überzeugt. Aus diesem Grund seien ältere Werke auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch keineswegs überholt. Andreas Roll nennt zudem eine umfangreiche homöopathische Hausapotheke sein eigen. "Damit praktiziere ich aber nur im Familien- und Freundeskreis", sagt er und weist darauf hin, dass er vor Jahren auch einmal eine Heilpraktiker-Ausbildung begonnen habe. Diese habe er jedoch aus Zeitgründen vorzeitig abbrechen müssen.

Ich finde es fällt ziemlich oft leicht, die Grünen nicht zu mögen.

So ist das eben: Homöopathie kann man als Hobby betreiben. Versuch das mal mit Neurochirurgie.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Roadrunner am 20. August 2013, 14:54:09
Roll ist ein aktiver Impfgegner. Da freuen sich die Masernviren....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 20. August 2013, 15:10:11
Roll ist ein aktiver Impfgegner. Da freuen sich die Masernviren....

Na toll: http://www.impfkritik.de/upload/pdf/download/roll-gesund-ohne-impfung.pdf
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Skrzypczajk am 20. August 2013, 15:11:33
Er ist "Diplom Verwaltungswissenschaftler" und arbeitet bei einer Betriebskrankenkasse.

Er hat ein Buch geschrieben: http://www.impfkritik.de/upload/pdf/download/roll-gesund-ohne-impfung.pdf 1

Darin beruft er sich auf Koniferen wie Gerhard Buchwald, Georgos Vithoulkas, Max Otto Bruker und Friedrich Graf (http://psiram.com/ge/index.php/Friedrich_Graf). Er engagiert sich auch im Bruker-Fanverein GBB (http://www.ggb-lahnstein.de/). Und im Bund freiberuflicher Hebammen. Was er denen wohl so erzählt... ::)


Der muss ins Wiki.




1 Edit: Robert war schneller.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 20. August 2013, 15:46:17
Der muss ins Wiki.
Am besten noch vor dem 22.9. "ergooglebar"...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 20. August 2013, 16:10:13
Ist dieser GBB nicht im Wiki?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 20. August 2013, 16:35:22
OMG, in dem Nuch gibt es einige Schmäckerchen:

Zitat
Diese Tatsache wurde erst 1992 von Professor Koch, dem damals ranghöchsten Vertreter der Ständigen Impfkommision am Robert Koch Institut (STIKO), die heute noch offensiv für eine breite Durchimpfung der Bevölkerung eintritt, öffentlich zugegeben. Dennoch wurden jahrzehntelang gegen Pocken Impfstoffe verabreicht, während des gesetzlichen Impfzwangs auch gegen den Willen der Betroffenen.

Seit damals zählt die Pockenimpfung nicht mehr zu den von der STIKO empfohlenen Impfungen. Die in den Jahren zuvor gebetsmühlenhaft wiederholten Behauptungen der Pharmaindustrie, eine Aufhebung der Pockenimpfung habe mittelalterliche Seuchenzüge zur Folge, hat sich als unzutreffend erwiesen.

Ja, was denkt sich dieser ....... (zensiert) denn, warum heute die Pockenimpfung unnötig geworden ist?!

Wo ist die Tischkante?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 20. August 2013, 17:10:28
Wo ist die Tischkante?

Hier, kannst meine Reserve-Kante haben.   *rüberreich*
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 20. August 2013, 17:38:08
Kleines Rätsel, wer hat's gesagt? (Wer googelt, möge es für sich behalten)


Zitat
xxx: Da sind wir bei Themen, zu denen Sie sich gern mit den Grünen anlegen, die Sie bisweilen recht ruppig attackieren. Warum eigentlich?

yyy: Wegen ihrer wirklich verrückten Feindlichkeit gegen Naturwissenschaft und Technik. Es gibt einen antirationalistischen Kern in den Grünen. Das führt zu dem genau Umgekehrten, was sie angeblich wollen. Außerdem wollen sie selbst Macht haben und sind ebenso Heuchler, wie sie es von ihren Gegnern behaupten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 20. August 2013, 17:52:15
Kleines Rätsel, wer hat's gesagt? (Wer googelt, möge es für sich behalten)


Zitat
xxx: Da sind wir bei Themen, zu denen Sie sich gern mit den Grünen anlegen, die Sie bisweilen recht ruppig attackieren. Warum eigentlich?

yyy: Wegen ihrer wirklich verrückten Feindlichkeit gegen Naturwissenschaft und Technik. Es gibt einen antirationalistischen Kern in den Grünen. Das führt zu dem genau Umgekehrten, was sie angeblich wollen. Außerdem wollen sie selbst Macht haben und sind ebenso Heuchler, wie sie es von ihren Gegnern behaupten.

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass war Thilo S.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 20. August 2013, 17:53:06
Wär ich nicht drauf gekommen....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 20. August 2013, 18:03:17
Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass war Thilo S.

Paar Nummern größer :)

Wer es wissen will:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682439.html (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682439.html)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 20. August 2013, 21:21:48
Weiter zum Thema:

Zitat
Andreas Roll, Bundestagskandidat und Repräsentant der einladenden Partei, Bündnis 90/Die Grünen, begrüßte die rund 80 Zuhörer mit der Zielsetzung, die Gesundheitsförderung politisch stärker in den Vordergrund stellen zu wollen

Yaeh, einen Impfgegner als Gesundheitsminister! Das wäre doch was!

Quelle:

http://www.marbacher-zeitung.de/inhalt.marbach-der-gesundheit-auf-die-spur-gegangen.e0c85984-b8a4-4ec5-94d4-a8f2280fec2e.html


Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 20. August 2013, 22:11:11
möglicherweise gibt es einen Markt für kleine, transportable Tischkanten, die man zu den fast unvermeidlichen Tabletcomputern dazuliefert.....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: 71hAhmed am 20. August 2013, 22:54:36
möglicherweise gibt es einen Markt für kleine, transportable Tischkanten, die man zu den fast unvermeidlichen Tabletcomputern dazuliefert.....
Wahrscheinlich bin ich zu praktisch veranlagt, aber da gibt es uralte traditionelle Rituale (http://anonym.to/?http://www.youtube.com/watch?v=dRUthq7yUhs), zu deren Ausführung keine Tischkante nötig ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 21. August 2013, 00:21:07
Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass war Thilo S.

Paar Nummern größer :)

Wer es wissen will:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682439.html (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682439.html)
Karl Popper hatte dann anscheinend wohl nix gegen BTX. ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: The Doctor am 21. August 2013, 11:05:31
möglicherweise gibt es einen Markt für kleine, transportable Tischkanten, die man zu den fast unvermeidlichen Tabletcomputern dazuliefert.....
Wahrscheinlich bin ich zu praktisch veranlagt, aber da gibt es uralte traditionelle Rituale (http://anonym.to/?http://www.youtube.com/watch?v=dRUthq7yUhs), zu deren Ausführung keine Tischkante nötig ist.

Nee, dann schon lieber so:  http://www.youtube.com/watch?v=UrUoJ2vj7ps
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 21. August 2013, 11:31:10
Wow! Prompte Reaktion!

http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll (http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll)

Super PSIRAM! :anbeten:

Müssen nur noch schnell Google Bescheid sagen.

Andreas Roll (http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 21. August 2013, 11:48:08
Wow! Prompte Reaktion!

http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll (http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll)

Super PSIRAM! :anbeten:

Müssen nur noch schnell Google Bescheid sagen.

Andreas Roll (http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll)

Gute Arbeit, liebe Psiram-Wiki Autoren! Respekt!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 02. September 2013, 15:58:29
Hört, hört::

http://www.zeit.de/politik/2013-09/gruene-wollen-ministerium-fuer-energiewende

...und es selbstredend mit eigenen Leuten besetzen. Fein, dann darf Dirk Niebel zur Unterbringung einiger seiner Kumpels auch fix noch ein Ministerium für Entwicklungshilfe in Uganda erfinden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: general winter am 02. September 2013, 17:04:15
Wow! Prompte Reaktion!

http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll (http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll)

Super PSIRAM! :anbeten:

Müssen nur noch schnell Google Bescheid sagen.

Andreas Roll (http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll)

Seite 2 auf Google, Suchbegriff "Andras Roll"
Zitat
Dies ist der Cache von Google von http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Roll. Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 21. Aug. 2013 03:07:37 GMT angezeigt wurde. Die aktuelle Seite sieht mittlerweile eventuell anders aus.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 02. September 2013, 19:25:34
Und noch ein Grund, die Grünen nicht zu mögen:

http://www.focus.de/politik/deutschland/focus-online-user-zur-affaere-paschedag-kleinwagen-fuers-volk-luxusautos-fuer-die-gruenen-_aid_1088479.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: HorstHuber am 12. September 2013, 13:46:42
Und noch ein Grund, die Grünen nicht zu mögen:
http://www.focus.de/politik/deutschland/focus-online-user-zur-affaere-paschedag-kleinwagen-fuers-volk-luxusautos-fuer-die-gruenen-_aid_1088479.html

die Story geht weiter ...
Zitat
Allerdings hat nun auch Paschedags Nachfolger Horst Schörshusen ein Problem, berichtet die Zeitung weiter. In seinen Büchern und auf seiner Internetseite „Der Sinn des Ganzen“ befasst sich Schörshusen mit naturwissenschaftlich-philosophischen Themen, es geht um Spiritualität, das Universum und eben den Sinn.

Der Staatssekretär bestreitet darin u.a. die Evolutionslehre Darwins, nach der die Menschen vom Affen abstammen. Er spricht von einem „genialen Programmcode“, der die Natur erschaffen habe. Die Internetseite ist seit dieser Woche gesperrt.  (ad)
Quelle: http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Vorwurf-Luege-Meyer-soll-dienstlich-in-Wietze-demonstriert-haben-1244002.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: HorstHuber am 12. September 2013, 14:03:12
Die Domaine  der-sinn-des-ganzen.de ist ja abgeschälten. In einem anderen Forum (landtreff.de) hat ein folgenden Google Cache gefunden.
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:gQBzOlQrU_UJ:www.der-sinn-des-ganzen.de/lebensfragen/karriere-code/index.html+&cd=1&hl=en&ct=clnk&lr=lang_en|lang_de&client=firefox-a

Zitat
Die Wertelandschaft des Erfolgreichen in der ökonomischen Welt ist eine vollkommen andere als die Welt des geistigen und spirituellen Menschen. Beides passt überhaupt nicht zueinander. Wir werden uns dazwischen entscheiden müssen. Um zu verstehen, wohin uns die Welt der Wirtschaft treibt, ist es wichtig einmal genauer hinzuschauen, worauf es da eigentlich wirklich ankommt.

Folgender „Karriere-Code“ hat sich in den letzten 3000 Jahren als Erfolg versprechend erwiesen. Egal ob man in der Wirtschaft, in der Kirche oder in der Politik ganz nach oben kommen möchte, diese 10 Gebote müssen dann wohl beachtet werden:
Die 10 Gebote, um Karriere zu machen
  • Du sollst deinen Chef nicht in den Schatten stellen - sonst stellt er dich in den Schatten!
  • Du sollst nicht zu viel reden, um dich nicht selbst zu entzaubern …
  • Du sollst deine Ziele verheimlichen, damit sie nicht hintertrieben werden können …
  • Du sollst dich rarmachen, um deinen Wert zu steigern …
  • Du sollst dir einen Namen machen, denn auf das Image kommt es an
  • Du sollst alles leicht aussehen lassen, damit du interessant erscheinst …
  • Du sollst Optionen bieten, auch wenn es nur zum Schein ist …
  • Du sollst Unglückliche meiden, weil schlechte Stimmung abfärbt …
  • Du sollst Dich fehlbar zeigen, weil Perfektion viele zu Feinden macht.
  • Du sollst nicht arrogant wirken, denn Arroganz zerstört Vertrauen …
Wenn du also wirklich zu den Erfolgreichen dieser Welt dazu zählen möchtest, dann hast du keine Wahl. Du musst diesen Codex verinnerlichen und täglich anwenden. Karriere zu machen ist sicher eine Angelegenheit, die viel Selbstbewusstsein erzeugt und auch Spaß machen kann. Wenn man die Regeln kennt und nutzt, sieht man sich förmlich auf den Stufen des Erfolgs. Karriere zu machen ist sexy und macht sexy. Man gerät aber leicht in einen Machtrausch und hält sich für omnipotent.

Egal, wie man die Leiter erklommen hat, wenn man dann an der Spitze steht, dann muss man kämpfen, um sie zu erhalten. Irgendwann muss man diese Macht aber freiwillig wieder abgeben oder sie sich entreißen lassen. Auch für diesen Mechanismus gibt es viele Beispiele in der Geschichte von Wirtschaft, Kirche, Politik und organisierter Kriminalität.

(c) by Horst Schörshusen 2013
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 17. September 2013, 18:46:01
Jürgen Trittin fordert den Rücktritt de Maizières

Trittin fordert wegen Flughafen-Desaster Wowereits Rücktritt

Trittin fordert Rücktritt von Peter Müller im Saarland

Jürgen Trittin legt Guttenberg Rücktritt nahe

Nach der Aberkennung der Promotion sei sie "nicht mehr tragbar - so tragisch das für Frau Schavan auch ist", erklärte Trittin.

Die Grünen beharren auf dem Rücktritt des amtierenden Arbeitsministers Franz Josef Jung. Fraktionschef Jürgen Trittin sagte im ARD-Morgenmagazin, Jung habe als Verteidigungsminister der schwarz-roten Koalition der Öffentlichkeit die Unwahrheit über die Luftangriffe auf zwei Tanklastzüge in Afghanistan im September gesagt.

_____________________

Ich dachte, ich finde mehr.  ;D ;D ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 17. September 2013, 19:12:34
Mal lieber was Lustiges:
(https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-prn2/q71/s720x720/1237092_10152208882503219_964108102_n.jpg)

Damit geht der Jürgen bei Facebook auf Kundenfang.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 17. September 2013, 19:51:45
Irgendeiner wird das Geld schon einheimsen  sparen. Er hat ja auch nicht drauf geschrieben, wer das ist....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 17. September 2013, 21:14:14
Irgendeiner wird das Geld schon einheimsen  sparen. Er hat ja auch nicht drauf geschrieben, wer das ist....

Zum Thema Geld einheimsen:

http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/windkraft/das-eeg-monopoly/0010750/
 (http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/windkraft/das-eeg-monopoly/0010750/)
Zitat
Ist es wirklich so, dass die Energiewende auch ein Schlag gegen die Macht und die Gier der grossen ‘Konzerne’ ist und dass die Einkünfte nun sozialer und gerechter auf die Bevölkerung verteilt werden?

Leider zeigt sich das genaue Gegenteil. Nur wer hat, dem wird gegeben. ‘Bürger’ ist nicht jeder, sondern nur der Grund- und Kapitaleigner. Die Habenichtse zahlen die Zeche, die Besitzer der Schloßallee kassieren ab im großen Monopoly.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 17. September 2013, 21:25:43
...werden diese Einkünfte in Rostockoder in Riad versteuert?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 17. September 2013, 21:38:00
...werden diese Einkünfte in Rostockoder in Riad versteuert?

Zum EEG auch von dort:

Zitat
* Sie hat alle Merkmale einer Steuer, ausser dass sie nicht über den Umweg über das Finanzamt, sondern direkt vom Zahler an den Begünstigten gezahlt wird. Man kann die EEG-Umlage am besten mit dem alten System der ‘Steuerpacht’ vergleichen. Reiche Unternehmer bekamen früher für bestimmte Summen oder Dienstleistungen an den Staat das Privileg, dafür eine Steuer einzutreiben. Die Skrupellosigkeit, mit der sie sich schadlos hielten, machte sie schon in der Bibel (‘Zöllner’) zu den unbeliebtesten Zeitgenossen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 17. September 2013, 21:46:40
Netter Gedanke, die Großgrundbesitzer zu enteignen um was für die Armen zu tun......  :grins2: neoliberaler Marxismus sozusagen
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 17. September 2013, 22:14:35
Netter Gedanke, die Großgrundbesitzer zu enteignen um was für die Armen zu tun......  :grins2: neoliberaler Marxismus sozusagen

Ja, lustig, deckt sich auch mit der Bibel:

Zitat

Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“
– Mt 25,29

Also zumindest in der Lutherüberetzung. Die Trittinrente ist wirklich ein konfessionsübergreifendes Konzept, religiös und politisch. Echte Ganzheitlichkeit halt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 17. September 2013, 22:26:06
Jedenfalls haben es nicht einmal Hardcore-Neoliberale so elegant geschafft, Ärmere abzuzocken und deren knappes Geld den Reicheren zu geben. Respekt!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 19. September 2013, 17:33:49
http://www.zsw-bw.de/infoportal/presseinformationen/presse-detail/neueste-zsw-studie-windkraft-foerderung-hat-sich-ausgezahlt.html
Hier, bestimmt etwas einseitig, zumindest mal ein Versuch die Einnahmenseite gegenzurechnen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 19. September 2013, 18:28:22
http://www.zsw-bw.de/infoportal/presseinformationen/presse-detail/neueste-zsw-studie-windkraft-foerderung-hat-sich-ausgezahlt.html
Hier, bestimmt etwas einseitig, zumindest mal ein Versuch die Einnahmenseite gegenzurechnen.

Schon bisschen arg naiv, Förderung und Steuereinnahmen gegenzurechnen, ohne Betrachtung der Werschöpfung und den Gesamtkosten, die als riesen Rattenschwanz hinten dran hängen.

Ich bin mir sicher, man kann auch das Graben von Löchern und sofortige wieder zuschütten staatlich fördern und steuertechnisch auf eine positive Bilanz kommen ...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 19. September 2013, 18:40:04
http://www.zsw-bw.de/infoportal/presseinformationen/presse-detail/neueste-zsw-studie-windkraft-foerderung-hat-sich-ausgezahlt.html
Hier, bestimmt etwas einseitig, zumindest mal ein Versuch die Einnahmenseite gegenzurechnen.

Schon bisschen arg naiv, Förderung und Steuereinnahmen gegenzurechnen, ohne Betrachtung der Werschöpfung und den Gesamtkosten, die als riesen Rattenschwanz hinten dran hängen.

Ich bin mir sicher, man kann auch das Graben von Löchern und sofortige wieder zuschütten staatlich fördern und steuertechnisch auf eine positive Bilanz kommen ...

Yepp es kann nur ein Puzzlestein, bei der Ermittlung der Gesamzbilanz sein. Sie schreiben ja auch selber:
Zitat
Im Rahmen der vorliegenden Analyse erfolgte eine Betrachtung der Bruttoeffekte der Windenergieförderung.
Durch die Förderaufwendungen für die Windenergie entstehen jedoch auch Einkommens und Substitutionseffekte
in anderen Branchen als der Windenergieindustrie. So wurde bspw. der Gesellschaft Kapital in Form der zu zahlenden
EEGUmlage entzogen, das nicht mehr für andere Sektoren zur Verfügung stand . Inwiefern die Förderung der Windenergie lohnender als die anderer Branchen ist bzw. ob die positiven Bruttoeffekte die negativen Effekte überwiegen, wäre in einer sog. Nettobetrachtung zu klären , die jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Untersuchung
war.

Vielmehr sollte die industriepolitische Betrachtung prüfen, ob die Erträge in der Windbranche die Aufwendungen für die Windenergie bereits ausgeglichen haben. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit weisen mit der positven Bruttobilanz eine notwendige Voraussetzung für das Vorhandensein einer positiven Nettobilanz nach.
Vorzeichen und Ausmaß von Nettoeffekten wäre in weiteren Arbeiten zu untersuchen, da eine positive Bruttoförderbilanz
allein noch keine Aussage darüber zulässt , ob die Gesamtwirtschaft bzw. die gesamte Gesellschaft von der Förderung
insgesamt gesehen profitiert.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 19. September 2013, 19:27:34
Ein anderes Puzzleteil von dieser bösen Seite

http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/windkraft/das-eeg-monopoly/0010750/ (http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/windkraft/das-eeg-monopoly/0010750/)

darf ich eifachkeitshalber hinterherschieben. Die Betrachtung über den Flächenverbrauch ist interessant.

Zitat
Von den rund 37 Millionen Haushalten in Deutschland sind also nur rund 300.000 – weniger als 1 Prozent! – durch den Flächenbedarf der subventionierten Energieerzeuger besonders privilegiert.

Den Besitzern von Wohneigentum stehen in der Regel nur sehr kleine Flächen zur Verfügung, gewöhnlich ist nur eine PV-Dachanlage möglich, um von den EEG-Subventionen zu partizipieren.
Natürlich kann jedermann auch über eine Kapitalanlage teilnehmen sofern er überhaupt Kapital hat. Doch solche Beteiligungsgesellschaften ( z.B. ‘Bürgerwindparks’) müssen an den Grundbesitzer in der Regel Pacht abführen. Der Landeigentümer ist dann in der vorteilhaften Lage, sogar ohne eigene Investitionen mühelos und sicher ein Einkommen aus dem EEG-Subventionsmodell zu beziehen, während die Gewinne der Anlagenbetreiber entsprechend geschmälert werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 19. September 2013, 19:29:32
Meine Rede, hinter (unter?) den Solardächern, steht der Bauernverband, und die wählen traditionell CDU/CSU, die Vererbbarkeit von Grundbesitz halte ich eh für fragwürdig.

Wald- und Großgrundbesitzer
Zitat
Die Thurn und Taxis verfügen heute über den größten Waldbesitz Europas (in Deutschland nach einer Angabe 2012: 28.000 Hektar,[5] nach eigener Angabe 2010: nach einem größeren Verkauf an Adolf Merckle immer noch 20.000 Hektar)[6] und über ca. 36.000 Hektar Land.[7] Die Forbes-Liste der Milliardäre 2008 führt Albert Prinz von Thurn und Taxis als drittjüngsten Milliardär weltweit. Sein Vermögen beläuft sich auf schätzungsweise 2,3 Milliarden US-Dollar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Thurn_und_Taxis
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 24. September 2013, 12:26:52
Zitat
Im SPIEGEL äußert auch der schleswig-holsteinische Energiewendeminister Robert Habeck Kritik. Er fordert nach dem Debakel bei der Bundestagswahl einen radikalen Neuanfang bei den Grünen und rechnet scharf mit der Strategie der Bundesspitze ab. "Wir haben skeptische Wähler mit unserer trotzigen Art für blöd erklärt", sagte er dem SPIEGEL. "Wir haben uns ein Vorschreiber-Image erworben, etwas Spießbürgerliches, das wir nie sein wollten." Die Grünen seien eine "etatistische Partei" geworden, durch deren Wahlprogramm sich "die moralische Erziehung des Menschengeschlechts" ziehe. So hätten die Grünen "jeden Zauber eingebüßt".

Na, da kann das Bashing so falsch nicht gewesen sein...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Ridcully am 24. September 2013, 15:20:22
Da wird jetzt die Schuld am Platzen der selbst erzeugten Seifenblasen verteilt. Und natürlich ist immer der andere Flügel schuld. Dabei ist das Wahlergebnis der Grünen doch ganz ordentlich, wenn man einen Horizont hat der etwas weiter als bis zu den letzten paar Umfragen reicht. Bei der Wahl 2008 ging es gegen eine grosse Koalition, da haben alle kleinen Parteien stark profitiert. Und alle anderen kleinen Parteien haben im Vergleich zu 2008 stärker abgebaut als die Grünen. Und in den Wahlen davor haben die Grünen nur einmal einen minimal höheren Stimmenanteil erreicht als 2013 (2002 8,6%).

PS: Ich denke dass viele Grünenwähler diese eben wegen des Anspruchs auf ""die moralische Erziehung des Menschengeschlechts" wählen. Die Grünen sind die Guten und mit ihnen ihre Wähler, auf Inhalte kommt es da nicht wirklich an (das gilt ganz ähnlich wenn auch mit anderer Geschmacksrichtung aber auch für die anderen Parteien.)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 24. September 2013, 15:43:46
Die gefühlte Fallhöhe ist ja auch größer als die rund 2,5 % gegenüber 2009. Sie beträgt fast 15 % gegenüber 2011. Die 8,5 bis 10 sind die realistische Größenordnung für die Bündnisgrünen. Es gibt eben nicht viele Jahre mit Fukushima und Stuttgart 21. Die "grünen" Kernthemen, die jetzt so gern beschworen werden, hätten an so einem Ergebnis nicht viel geändert, vor allem hätten sie keine 20+% erzielt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 21. Oktober 2013, 01:11:01
Öhm Claudia Roth tritt zurück und rettet sich auf den lukrativen Posten als Bundestagsvize... mir sind die Tränen des Abschieds irgendwie stecken geblieben.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 21. Oktober 2013, 01:57:08
Öhm Claudia Roth tritt zurück und rettet sich auf den lukrativen Posten als Bundestagsvize... mir sind die Tränen des Abschieds irgendwie stecken geblieben.

Die Gesichter sind austauschbar.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 21. Oktober 2013, 10:53:20
Öhm Claudia Roth tritt zurück und rettet sich auf den lukrativen Posten als Bundestagsvize... mir sind die Tränen des Abschieds irgendwie stecken geblieben.

Die Gesichter sind austauschbar.

Aber nicht der schlechte Geschmack von farbigen Schals.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 10. Dezember 2013, 15:08:20
Ein neuer Meilenstein der grünen Ideologie:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article122749392/Gruene-wollen-keinen-Gedenkstein-fuer-Truemmerfrauen.html#disqus_thread

Anscheinden gehen den Grünen die Themen aus. Normaler Weise erwarte ich solche Aktionen von den Linken. Aber doch nicht während der Koalitionsverhandlungen mit der CDU in Hessen.  :o

Vom Prinzip her ist die Kritik am Gedenkstein in Anbetracht der dargestellten Fakten, dass hier Alt-Nazis zum Wiederaufbau verpflichtet wurden, berechtigt. Gleichzeitig wird die Aktion aber auch als ein Schlag ins Gesicht der "echten" Trümmerfrauen empfunden. Hier wollte sich wohl eine Jung-Politikerin profilieren. Jetzt, da ein Dieter-Thomas Kuhn - Verschnitt (die singende Fönwelle) Fraktionsvorsitzender ist. Nun ja, das Thema polarisiert auf jeden Fall:

(Auszug aus den Kommentaren des Artikels:)
Zitat
Die Grünen wieder! Wenn das ihr wichtigstes Thema ist, dann braucht die keiner mehr.
Zitat
Nachdem den Grünen so gut wie alles danebengegagen ist wie die sog. Energiewende (diskontinuierliche Energieerzeugung ohne Speichermöglichkeiten), die dann auch noch von anderen Parteien geklaut wurde oder die Bevormundungskampagne beim Essen, suchen sie nun Nebenkriegsschauplätze, um nicht ganz in der Versenkung zu verschwinden
Zitat
Dieses verwahrloste Wohlstandweibchen hat noch nie in ihrem Leben irgendetwas produktives gearbeitet und maßt sich an über die Trümmerfrauen, die es überhaupt erst ermöglicht haben, dass sie mit ihrem Latte Macchiato im Rotweingürtel, finanziert durch die Steuerzahler, in Demokratie und Frieden sitzt.[/quote
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 10. Dezember 2013, 16:55:43

Zitat
Nachdem den Grünen so gut wie alles danebengegagen ist wie die sog. Energiewende (diskontinuierliche Energieerzeugung ohne Speichermöglichkeiten), die dann auch noch von anderen Parteien geklaut wurde oder die Bevormundungskampagne beim Essen, suchen sie nun Nebenkriegsschauplätze, um nicht ganz in der Versenkung zu verschwinden

....na das waren wohl eher CDU und FDP  :gruebel
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 10. Dezember 2013, 17:13:18

Zitat
Nachdem den Grünen so gut wie alles danebengegagen ist wie die sog. Energiewende (diskontinuierliche Energieerzeugung ohne Speichermöglichkeiten), die dann auch noch von anderen Parteien geklaut wurde oder die Bevormundungskampagne beim Essen, suchen sie nun Nebenkriegsschauplätze, um nicht ganz in der Versenkung zu verschwinden

....na das waren wohl eher CDU und FDP  :gruebel

Eben...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 10. Dezember 2013, 17:42:23
Auf jeden Fall schön dass Frau Miroschnikoff endlich mit Ihrem Verein:

Zitat
"Dank und Gedenken der Aufbaugeneration, insbesondere der Trümmerfrauen e.V."

....den Trümmerfrauen, die es so in München nicht gab, ein Denkmal setzen konnte.....

Zitat
In der Antwort auf eine Anfrage des grünen Abgeordneten Dürr stellt auch Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) fest, dass "unbestritten in München die Arbeit der ,Trümmerfrauen' eine geringere Rolle gespielt hat als in anderen deutschen/bayerischen Städten". Dass bei der Trümmerbeseitigung überwiegend Männer und Frauen zum Einsatz kamen, die dem NS-Regime "zu Dienste gewesen waren", sei für die Gesamtwürdigung des Denkmals ein sehr wichtiger Gesichtspunkt.


Aber das ist ja eigentlich egal Hauptsache man kann Grüne und Lnke bashen.... tolle  Kommentare übrigens unser Haushasspolemiker wieder unterwegs?  :grins2:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 10. Dezember 2013, 18:19:06
Vielleicht sollte die grüne Katharina Schulze gegensteuern und einen Verein zum Erhalt der Lenin-Statuen gründen. Da wurde doch neulich erst eine in der Ukraine wieder Opfer des tobenden Mobs.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 15. Juli 2014, 13:01:59
Interview mit Anton Hofreiter:

http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/27/anton-hofreiter-die-gruenen

Zitat
3 Fleisch oder Gemüse?
 
Schweinebraten.
:rock

Zitat
5 Ist das ganz klar eine 1988er-Soft-Metal-Mähne, die Sie da tragen?

 1988 war ich 18. Wer sich an sein 18. Lebensjahr erinnert, hat was falsch gemacht.
 
:rock

Zitat
13 Wie lautete der Spitzname in der Schule?

 Ich glaube: langhaariger Bombenleger.
:aetsch:

Zitat
32 Seid ihr Grünen alles gefährliche Spinner?

 Alle nicht.

Zitat
37 Geht Ihnen die Christlichkeit von Katrin Göring-Eckardt manchmal auch auf die Nerven?

Er zögert. Guckt ins Publikum. Und den Interviewer an. Er lacht! Das verspätete Lachen des Anton Hofreiter.

 Ich bin Naturwissenschaftler.

Gelächter im Publikum. Applaus.

Zitat
52 "Wie sich jeder ernährt, ist seine Sache."

 Richtig, aber es ist für die Gesellschaft nicht unbedeutend, wie das Ganze produziert wird. Und da möchte ich jetzt mal länger als drei Sekunden antworten.

Im Körper des Politikers ballt sich eine Energie zusammen, die rauswill. Den jetzt besser: reden lassen.

 Die Futtermittel für unsere Massentierhaltung werden in Südamerika produziert. Und das läuft so: Das Land gehört Kleinbauern. Da kommt eine große Firma, die kauft das Land vom Staat, die kommt zu den kleinen Bauern und sagt: Das ist unser Land, ihr müsst gehen. Die Leute antworten: Wir leben hier seit Jahrhunderten, wir können nicht gehen. Die Firma sagt: Wenn ihr nicht geht, werdet ihr sehen. Wenn die Bauern dann nicht freiwillig gehen, kommt die Todesschwadron. Die bringt fast alle Kleinbauern, Bürgermeister, Gewerkschafter um. Dann kommt ein Flugzeug, das ein Totalherbizit verspritzt. Das tötet alles pflanzliche Leben ab. Für die Bauern, die noch übrig sind, kommt dann noch eine Schwadron, vergewaltigt die Frauen, tötet die Kinder. In der Regel gehen die Leute dann. Dann kommen Schubraupen, schieben alles über den Haufen, planieren das Land, dann wird gentechnisch verändertes Soja auf quadratkilometergroßen Flächen angebaut. Und so entstehen die Futtermittel für unsere Massentierhaltung. Wer das mit eigenen Augen gesehen, wer mit den Bauern gesprochen hat, dem vergeht der Spaß bei unserem Gescherze über manche Dinge.

Starker, demonstrativ lauter Applaus. Das Publikum möchte dem Politiker anzeigen, dass es Ernsthaftigkeit, Leidenschaftlichkeit und Pathos schätzt. Das war ja auch ein charaktervoller Vortrag. Diesen Moment hat der Politiker den 99 Fragen abgetrotzt. Respekt. Wir schießen als Anschluss gleich eine komplett asoziale Frage ab.
Oha.

Zitat
70 Seid ihr die Partei für die Bessergebildeten?

 Da muss man vorsichtig sein. Ich war an der Uni, und ich habe auch wirklich doofe Professoren erlebt.
Das ist nichts Neues.

Zitat
43 Warum steigt der Preis für den Energie-Endverbraucher, wenn er an der Leipziger Energiebörse fällt?

 Weil sich einige Konzerne die Taschen vollstopfen. Wir haben zu wenig Wettbewerb am Strommarkt.
 
:rotekarte: :bash: :stirn :wut :fresse: :deppenalarm: $) :facepalm

Das Thema hatte wir hier schon.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 16. Juli 2014, 03:05:16
Nett hier. Dieser Thread gefällt mir besonders, also möchte ich auch was beisteuern.

Nie war Psirams :facepalm  WM-Logo-Smilie  :facepalm  so passend wie bei der Kombination Grüne und Fußballweltmeisterschaft:
Glückwunsch, Jungs! (http://asset-2.soup.io/asset/7575/4123_2c65.jpeg)
Man beachte die Kommentare...
(von hier (http://idoitforthelulz.soup.io/post/443289374/Image) bzw. direkt bei FB (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10152989143773219&set=a.10152989144588219.1073741847.47217143218&type=1))


In den weiteren Kommentaren finden sich auch Perlen von der Grünen Jugend wie diese Warnung vor Nationalismus (http://gruene-bremen.de/partei/die-meinung-am-freitag/volltext-fuer-meinung/article/die_meinung_am_freitag_2062014_der_gruenen_jugend/) oder diese Forderung aus dem Jahre 2006 (http://www.gruene-jugend.de/node/14820):
Zitat
Vor den Halbfinals bei der Fußball-WM erklären Katharina Dröge, Sprecherin der Grünen Jugend NRW, und Sven Lehmann, Mitglied im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen NRW:

"Die WM endet weltmeisterlich europäisch. Mit Frankreich, Deutschland, Portugal und Italien haben es ausschließlich europäische Teams in die Runde der letzten Vier geschafft. Die Zeit ist reif, endlich eine europäische Mannschaft bei den nächsten Weltmeisterschaften ins Rennen zu schicken. Das könnte übrigens auch den ins Stocken geratene Prozess um die Zukunft der Europäischen Integration wieder neu beleben. Ein Team mit Henry, Odonkor, Figo und Totti wäre weltweit unschlagbar!

Außerdem fordern wir eine Europäische Bundesliga, die die bisherigen nationalen Ligen ersetzt. Dort spielen dann die besten Clubs um den europäischen Titel, die Zeit der Nationalmannschaften wäre damit vorbei. Auf in die neue europäische Ära!"

Die damals 19jährige Katharina Dröge ist mittlerweile MdB (http://www.abgeordnetenwatch.de/katharina_droege-778-78080.html); der damals 26jährige Sven Lehmann ist mittlerweile Grünen-Landesvorsitzender (http://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Lehmann_%28Politiker%29) in NRW. Beide finden die Idee von damals auch nicht mehr so prickelnd (http://www.twitter.com/katdro/status/488808375304876032):
Zitat von: Katharina Dröge
was wir nich richtig bedacht hatten war, dass dann die Europameisterschaft etwas langweilig wäre;)
Zitat von: Sven Lehmann
:-D :-D Äh, ja. Wir waren jung und brauchten die Provokation ;-)
Autsch.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sir David Attenborough am 09. Oktober 2014, 02:03:45
Autsch.

Das passt hier auch wunderbar:

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/afd-wirft-politiker-der-gruenen-deutschlandfeindlichkeit-vor-id9904929.html

Kann mir einer verraten, was man mit der dicken Grinsebacke und seinen Gesinnungsgenossen machen soll? Der Typ gibt auf seiner eigenen Website zu, in der Antifa (gewesen) zu sein. Und dass er mit seiner Antideutschen Gesinnung in dem Laden nicht allein ist, ist auch klar, längstens seit der Posse um die Münchner Trümmerfrauen.

[Sarkasmus an] Was kostet nochmal ein einfaches Flugticket nach Nordkorea? Wenn er dieses Land nicht mag, zwingt ihn keiner hierzubleiben. Und dort herrschen doch die Zustände, wie sie die Grünen lieben. Der liebe wohlmeinende Staat weiß, was gut für dich ist und zur Vorsicht verbietet er dir alles andere, dass dir an Leib und Seele auch ja kein Schaden entsteht. [Sarkasmus aus]

Schönen Gruß

Sir David Attenborough
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: alliance1979 am 09. Oktober 2014, 06:25:55
Werfe mal ein paar Gedanken zu dem Thema in den Ring.

1. Jede Partei hat in den letzten (sagen wir mal) 40 Jahren viel dafür getan um sich für so einen Thread zu qualifizieren.

2. Es beschleicht mich das Gefühl das der ein oder andere dazu neigt grüne Ideologie lediglich mit der eigen Ideologie zu kontern. Ob das sonderlich Rational ist, möge jeder für sich selbst entscheiden. Glaube es eher weniger.
Ein Paradebeispiel war die lustige Veggie Day Debatte, die in meinen Augen nur bewiesen hat, wie unsachlich Politik und Berichterstattung in Deutschland sein können und wie sehr wir doch dazu neigen aus einer Mücke einen Elefanten zu machen und leider im Gegenzug aus einem Elefanten eine Amöbe. ;)

@ Sir David Attenborough

"Der Typ gibt auf seiner eigenen Website zu, in der Antifa (gewesen) zu sein."

Das zu leugnen und den Lebenslauf zu schönen wäre besser weil..... ?

"Und dass er mit seiner Antideutschen Gesinnung in dem Laden nicht allein ist"

Antifa ist ein Akronym für Antifaschismus., nicht für Anti Deutsch. Jemanden vorzuwerfen er sei anti Deutsch weil er etwas gegen Nationalstaaten, Faschismus oder Patriotismus hat, halte ich für problematisch. Man setzt sich mit den individuellen Positionen, Taten und Aussagen einer Person auseinander und nicht mit den Organisationen, denen sie angehören/ANGEHÖHRTEN. Oder sind alle AFD Wähler/Politiker verkappte Rassisten?

MfG

PS schön das Psiram wieder da ist :)




Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: pelacani am 09. Oktober 2014, 09:47:04
die lustige Veggie Day Debatte
hat auch bei uns stattgefunden, das ist ein Dauerbrenner:
https://forum.psiram.net/index.php?topic=9630.0
https://forum.psiram.net/index.php?topic=12624.0
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 26. Oktober 2014, 14:16:26
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bauordnung-in-baden-wuerttemberg-zwangsbegruente-haeuser-13208204.html

Zitat
Baden-Württemberg wird grüner, mit jedem Haus, das neu gebaut wird. Wer keinen Garten hat, soll die Fassaden oder das Dach seines Neubaus begrünen. Wer doch einen Garten hat, darf dort ein kleines Windrad hinstellen, damit die Energiewende noch mehr Schwung bekommt. Ob es dem Nachbarn nun passt oder nicht.

Grüne Zwangsbeglückung im Ländle.  :Popcorn:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 27. Oktober 2014, 11:54:26
Ist doch nett, nach einem anstrengenden Tag im Beruf und einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei einer gemeinnützigen Umweltorganisation im zwangsbegrünten Garten zu sitzen, einen Rotwein aus biologischem Anbau zu genießen und im Schlagschatten des Windrads des Nachbarn den Lauten des Naturschutzes zu lauschen: Flupp, Flupp, Flupp.....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 27. Oktober 2014, 12:22:35
Und bei den Schwäbele gibte es dann Kehrwoche ähm, Mähwoche, wo der Dachrasen gepflegt werden muss.  ;D

Aber konkurrieren da nicht die Bestrebungen, Solarpaneele auf den Dächern zu installieren mit dem Begrünungsbefehl?

Oder stellt man dann Blumentöpfe auf die Solarpaneels?

Fragen über Fragen....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 27. Oktober 2014, 13:20:34
BaWü im Weltkriegsmodus  :grins

Im mittelhessischen Stadtallendorf hat man Erfahrung in Gebäudebegrünung.
[/quote]

Es geht noch deutliche nachhaltiger recourcenschonender:

(http://www.muenstertal-staufen.de/var/plain_site/storage/images/media/images/bilder/ehrenkirchen/teufelskueche/5905-1-ger-DE/Teufelskueche_large.jpg)

MIST: Typee, ich hab Deinen Beitrag zerschossen, sorry. Findest Du das Bild nochmal? G.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 27. Oktober 2014, 15:32:39
Nochmal die bombensichere Dachbegrünung aus Mittelhessen.

Für Ortsunkundige: Stadtallendorf war eine Bomben- und Granatenschmiede, die durch starke Begrünung - man pflanzte sogar Bäume auf Flachdächer - der Luftaufklärung der Alliierten entzogen werden sollte.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 27. Oktober 2014, 16:00:44
Wenn nur die Altlasten im Boden nicht wären... :-\
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 27. Oktober 2014, 16:04:17
Außerdem, wo sind die geforderten Fahrrad- und Rollatorstellplätze?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 27. Oktober 2014, 16:48:06
...so ganz schlecht ist das mit den begrünten Dächern nicht...  hier was vom Bundesumweltamt dazu...
http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/515/dokumente/4355_0.pdf
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 27. Oktober 2014, 16:58:52
Der Wähler hat es so gewollt.

Genauso, wie jetzt in Thüringen die Kommunisten nach 25 Jahren wieder an die Macht kommen.

Der gemeine Deutsche kommt halt mit zuviel Freiheit schlecht klar.  ::)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 27. Oktober 2014, 17:15:52
...so ganz schlecht ist das mit den begrünten Dächern nicht...  hier was vom Bundesumweltamt dazu...
http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/515/dokumente/4355_0.pdf

Ist es auch nicht. Ein Flachdach als begrünte Dachterrasse ist bestimmt ganz nett. Nur wird hier wieder einmal das Kind mit dem Bade ausgeschüttet: Dass man gleich unter Zwang alle dazu verdonnern will, die neu bauen. Warum fördert man Dachgrün nicht einfach, informiert und überlässt das dann dem Bauherrn, wie er sein Häusle gestaltet? Es ist ja auch eine Frage der Finanzen, auch in BaWü.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Oktober 2014, 17:58:07
Ist es auch nicht. Ein Flachdach als begrünte Dachterrasse ist bestimmt ganz nett. Nur wird hier wieder einmal das Kind mit dem Bade ausgeschüttet: Dass man gleich unter Zwang alle dazu verdonnern will, die neu bauen. Warum fördert man Dachgrün nicht einfach, informiert und überlässt das dann dem Bauherrn, wie er sein Häusle gestaltet? Es ist ja auch eine Frage der Finanzen, auch in BaWü.

Das isses ja. Die Grünen haben auch ab und an gute Ideen, und Dachbegrünung kann was Nettes sein. Aber das Einzige, was ihnen immer einfällt, sind Gesetze und Verbote.

Jetzt fragt sich übrigens noch, wie sich Dachbegrünung mit Photovoltaik verträgt
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 27. Oktober 2014, 19:18:03
... und mit Allergien.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 27. Oktober 2014, 21:40:21
... und mit Allergien.
Da hilft doch die Bioresonanztherapie. Schließlich kommt das Wort "Bio" darin vor.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Krebskandidat am 28. Oktober 2014, 01:25:03
Und was ist mit GVO-Dachbegrünung?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Oktober 2014, 01:39:17
Und was ist mit GVO-Dachbegrünung?

Mal nicht Monsanto an die Wand!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Krebskandidat am 28. Oktober 2014, 01:53:10
Und was ist mit GVO-Dachbegrünung?

Mal nicht Monsanto an die Wand!

Nö, aber aufs Dach.
Unkraut jäten ist dort oben geradezu lebensgefährlich. Da fliege ich doch lieber mit nem Sprühflugzeug drüber. Beschert einem außerdem so ein kleines Vietnam-Feeling.  :teufel
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 28. Oktober 2014, 13:00:09
Ist es auch nicht. Ein Flachdach als begrünte Dachterrasse ist bestimmt ganz nett. Nur wird hier wieder einmal das Kind mit dem Bade ausgeschüttet: Dass man gleich unter Zwang alle dazu verdonnern will, die neu bauen. Warum fördert man Dachgrün nicht einfach, informiert und überlässt das dann dem Bauherrn, wie er sein Häusle gestaltet? Es ist ja auch eine Frage der Finanzen, auch in BaWü.

Das isses ja. Die Grünen haben auch ab und an gute Ideen, und Dachbegrünung kann was Nettes sein. Aber das Einzige, was ihnen immer einfällt, sind Gesetze und Verbote.

Jetzt fragt sich übrigens noch, wie sich Dachbegrünung mit Photovoltaik verträgt

Das haben sie mit den Zwangsimpfungsbefürwortern gemeinsam.....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 14:13:57
Bisher scheint sich die sicher berechtigte Erregung im wesentlichen auf den tendenziösen Meinungsartikel der braven und völlig unverdächtigen FAZ zu stützen, der hier verlinkt wurde und bei dem schon in der Headline der Zwangs-Geifer tropft.

Der Meinungsartikel hat (wahrscheinlich) einen konkreten Zweck: die seit geraumer Zeit in Planung befindliche Novellierung ist in Lesung und wenn es nun in die parlamentarische Endrunde geht, können solche überregionalen Dramatisierungen manchmal noch parlamentarische Unterstützer mobilisieren. So was ist schon vorgekommen, allerdings ist es wegen der üblichen parteilichen Drehpläne für Novellierungsprozeduren im allgemeinen zum Scheitern verurteilt. Heißt hier: was nun letztlich hier rauskommen wird (wenn überhaupt was rauskommt), ist derzeit noch nicht stabil.

In BW selbst (dem armen geknechteten) ist das lokal und regional schon länger Thema, wie eine flüchtige Netzrecherche beweist. Sogar schon überraschend lange! Die derzeitige Novellierungsfassung wurde Anfang 2013 auf den parlamentarischen Weg gebracht und seither schon mehrfach modifiziert. Wenn man sich mit den ministerialen Bürokratien etwas auskennt, weiß man dann schon, dass es einen Vorlauf zur konkreten Novellierung von allermindestens einem Jahr, wahrscheinlicher jedoch mehreren Jahren gegeben hat. Es haben sich auch brav alle Verbände, Vereine und Organisationen schon dazu umfänglich geäußert und dann auch noch ein paar mehr (siehe dieses Intarwebs).

Es hat soviel Aufruhr verursacht (BW, die revolutionäre Zelle Deutschlands!), dass sich das zuständige Ministerium veranlaßt sah, auf der eher peripheren Seite für die wirklich wahnsinnig wichtige Landesbauordnung (https://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/planen-bauen/baurecht/bauordnungsrecht/) neben der Veröffentlichung der Novelle und allgemeinen Hinweisen auf die ungeheure Wichtigkeit der Bauordnung auch ein kleines Paper einzustellen, in dem geplante Neuordnungen der jeweiligen Altlage gegenübergestellt wird (https://mvi.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mvi/intern/dateien/PDF/PM_Anhang/140604_Hintergrundinformation_LBO.pdf) [pdf]. Die verzweifelte Hoffnung der wirklichkeitsfernen Bürokraten scheint dabei gewesen zu sein, die doch eher als Nuancen daherkommende Zwangskollektivierung bürgerlichen Besitzes deutlich zu machen. Vielleicht liest das ja mal jemand. (Wie gesagt, das Verfahren ist noch offen - was dabei dann tatsächlich am Ende vielleicht irgendwann in 2015 im Gesetzblatt veröffentlicht werden wird, ist natürlich unklar)

Was natürlich ganz und gar nicht geht ist der dräuende Anschlag auf den bürgerlichen Fassaden- und Dachbesitz! Das auch hier gern genutzte Wort "Zwangsbegrünung" sagt ja schon alles Nötige aus. Skandal.

Das Paper sagt hierzu:
Zitat
E. Begrünung baulicher Anlagen
Sollte eine Begrünung von Grundstücken nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sein, sollen die bauliche Anlagen zu begrünen sein (z.B. durch Dach- oder Fassaden-begrünung), soweit ihre Beschaffenheit, Konstruktion und Gestaltung dies zulassen und die Maßnahme für die Bauherrin oder den Bauherrn wirtschaftlich zumutbar ist.
[§ 9 LBO (Artikel 1 Nr. 6 des Gesetzentwurfs)]

Derzeitige Rechtslage: Es gibt bisher keine vergleichbare gesetzliche Regelung.

Für diejenigen, die etwas blind sind:
Zitat
soweit ihre Beschaffenheit, Konstruktion und Gestaltung dies zulassen und die Maßnahme für die Bauherrin oder den Bauherrn wirtschaftlich zumutbar ist.

Wer als deutscher, an Anarchie gewohnte Bürger ernsthaft glaubt, aus so einer Regelung entstünde *irgendein* Effekt in *irgendwelchen* Größenordnungen (also z.B. nach 10 Jahren eine Änderung von mehr als 1% der Bebauung), dem muß ich leider an dieser Stelle das Deutschtum absprechen - den Personalausweis bitte an irgendeinen Immigranten verkaufen, denn selbst der würde begreifen, dass da nix passieren kann.

Andere grässliche Änderungen sind übrigens *Deregulierungen*. Das könnte man mit dem zeitlichen Verlauf der Entstehung der Novellierung gedanklich korrelieren und läge dann mit der unterliegenden Intention der Novellierung *sehr weit* im sehr Nichtgrünen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 28. Oktober 2014, 14:23:19
...viele die hier  "Grüne" lesen, lesen gleich Mainstreamgrüne, Lobbygrüne, Monsantogrüne, Schulgrüne..... die Beissreflexe ähneln sich...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 28. Oktober 2014, 14:26:17
Und was ist mit GVO-Dachbegrünung?

Mal nicht Monsanto an die Wand!

Nö, aber aufs Dach.
Unkraut jäten ist dort oben geradezu lebensgefährlich. Da fliege ich doch lieber mit nem Sprühflugzeug drüber. Beschert einem außerdem so ein kleines Vietnam-Feeling.  :teufel

hihi
(http://www.alexisduclos.com/Reportages%20web/Agent%20orange%20web/Agent%20orange%20web%20540%20ko/AO%2037.JPG)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Oktober 2014, 14:58:17
Für diejenigen, die etwas blind sind:
Zitat
soweit ihre Beschaffenheit, Konstruktion und Gestaltung dies zulassen und die Maßnahme für die Bauherrin oder den Bauherrn wirtschaftlich zumutbar ist.

Ja und? Ist das die Fassung, die den Grünen vorschwebte? Nur, weil es Mechanismen gibt, die sowas in der Endfassung abmildern bzw. so windelweich formulieren, dass sich im Zweifelsfall wieder Gerichte mit einem Unsinn mehr befassen müssen (die Formulierung schreit geradezu nach einem umfassenden Gutachterstab), soll man das schulterzuckend ignorieren?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 28. Oktober 2014, 15:07:42
Zählen Moos auf den Dachziegeln und Birken aus Regenrinnen auch als Begrünung?

Das ist nämlich billig, da muss man nur warten.  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 15:17:47
Ist das die Fassung, die den Grünen vorschwebte?

Was Ministerialbeamten, Gutachtern und politischen Parteien (egal welche) im Rahmen eines Novellierungsprozesses so vorschwebt, wird häufig nicht bekannt gemacht. Würde man das wissen wollen, müßte man mit ziemlich vielen Leuten reden und ziemlich mühsam Aktenzeug über mehrere Jahre sichten - und selbst dann hätte man nichts davon, weil es auf die Entwürfe, die nicht in Lesung gehen (edt.), unterm Strich nicht ankommt.

Was man aber als *gewiss* nehmen kann ist, dass dies eine Fassung ist, die fachlich versierten (Ministerial-) *Juristen* vorschwebt. Die haben immer die Endredaktion jeder Vorlage.
 
soll man das schulterzuckend ignorieren?

Nein. Braucht man auch nicht - siehe FAZ-Quark (der wohlverstanden völlig legitim, sogar erwünscht ist, genauso wie alle anderen Beteiligungen).

Ich stimme Dir übrigens zu! Das Ganze ist ein totales "Ja und?"
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 15:27:48
Warum nimmt man das dann überhaupt in die Landesbauordnung?

Aber noch ist es nicht durch den Landtag. Bleibt abzuwarten, wie Behörden und Gerichte das ganze dann auslegen.  :Popcorn:

In Marburg wurde die Verpflichtung zu Solaranlagen auf den Dächern inzwischen auch wieder gekippt.

Wie gesagt, ich habe nichts dagegen, dass entsprechende Anreize gesetzt werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 15:39:09
Nunja, wenn die Presse, die die eigene Meinung nicht widergibt, immer gleich tendenziös ist, hier etwas vom Fachverband derer, die so eine Begrünung dann durchführen.

http://www.soll-galabau.de/aktuelle-news/ansicht-aktuelles/datum/2014/10/27/diskussion-zur-novellierung-der-landesbauordnung-vgl-baden-wuerttemberg-fordert-mehr-sachlichkei.html

Zitat
Sollte eine Begrünung von Grundstücken nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sein, "sind die baulichen Anlagen zu begrünen, zum Beispiel durch Dach- oder Fassadenbegrünung, soweit ihre Beschaffenheit, Konstruktion und Gestaltung dies zulassen und die Maßnahme für die Bauherrin oder den Bauherren wirtschaftlich zumutbar ist".

Also, will heißen, wenn man kein Grundstück zum Begrünen hat, dann IST das Gebäude zu begrünen, wenn.... usw. usf. D.h. man prüft zuerst, ob das Grundstück grün genug ist, reicht das nicht aus, kommt in die Baugenehmigung die Auflage einer Dachbegrünung und wenn das nicht geht (Dachneigung usw.) muss man Efeu pflanzen.

Ich weß nur nicht, wie sich das damit verträgt, dass auch Solartechnik auf den Dächern erwünscht ist.

da ist schon mehr Zwang dabei als nur Wischiwaschi
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 28. Oktober 2014, 15:51:02
Ab "soweit" fängt der Gesetzgebungsmurks an. Als Architekt in BaWü würde ich jetzt nur noch Häuser mit Glasfassaden und Satteldach planen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 16:01:12
In dem Machwerk (http://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/Remote/mvi/hintergrundinformation_lbo_lpk.pdf) sind noch mehr Schmäckerchen drin:

Zitat
Einbindung der Bevölkerung bei der Errichtung von Mobilfunkanlagen
Der Mobilfunkbetreiber soll die Errichtung (baurechtlich verfahrensfreier) Mobilfunkan- tennen mindestens acht Wochen vorher der Gemeinde anzeigen müssen (Anzeige- pflicht an die Gemeinde).

Das wird großes Kino, wenn das dann im Amtsblättchen der Gemeinde erscheint. ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 16:31:48
wenn die Presse, die die eigene Meinung nicht widergibt, immer gleich tendenziös ist

Ich nehme an, dass hier ein Mißverständnis vorliegt. Ein "Meinungsartikel" verknüpft die journalistischen Formen "Kommentar" mit (Berichts-) "Artikeln". Ein "tendenziöser" Meinungsartikel ist einer, der einen Zweck verfolgt - "tendenziös" im Zusammenhang heißt nicht: "böse", "schlimm", "unzulässig"...

Die Belege für die Einordnung in diese (nochmal: zulässige und übliche) journalistische Form ergeben sich aus dem Artikel - von der Headline über den Subtitel bis zum letzten Absatz; z.B. Zitatquellen, zitatverknüpfende journalistische Kommentierungen und klare Affirmationen (-> handeln, bevor es zu spät ist etc.).

[Nebensache: Viele "Qualitätszeitungen" verpflichten sich in ihren Redaktionsstatuten zu "Ausgewogenheit" und nicht-manipulativer Berichterstattung etc. - daraus schließen manche Leser falsch, dies bedeute, dass jeder Artikel/Kommentar entsprechend gestaltet sein müsse/wäre; eine Zeitung wie die FAZ regelt solche Dinge aber stattdessen natürlich anders - zum Beispiel dadurch, dass irgendwann anders ein Meinungsartikel mit gegenteiliger Tendenz in vielleicht anderem Zusammenhang erscheint oder sonstwie]

Also, will heißen, ... IST
da ist schon mehr Zwang dabei als nur Wischiwaschi

Eine der vielen Parteiungen äußert sich (im Zusammenhang). Wie üblich mit Partikularinteresse (wie auch sonst). Heißt da wirklich was? Das muß man sich als Lesender fragen.

Zum Beispiel zum "IST" (zu tun).

Wie dem Lesungsentwurf zu entnehmen ist, passt diese *Behauptung* nicht zur Formulierung:

Zitat
Sollte eine Begrünung von Grundstücken nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sein, sollen die bauliche Anlagen zu begrünen sein (z.B. durch Dach- oder Fassaden-begrünung), soweit ihre Beschaffenheit, Konstruktion und Gestaltung dies zulassen und die Maßnahme für die Bauherrin oder den Bauherrn wirtschaftlich zumutbar ist.
[§ 9 LBO (Artikel 1 Nr. 6 des Gesetzentwurfs)]

Das muß man zunächst auseinandernehmen um zu merken, dass die Behauptung nicht passt:

Zitat
Sollte eine Begrünung von Grundstücken nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sein

Zitat
sollen die bauliche Anlagen zu begrünen sein

Zitat
soweit ihre ... [vier Einschränkungen]

Die "Soll"-Formulierung muß man juridisch ernst nehmen - sie begründet (vor allem in der doppelten Form) nur einen schwachen Anspruch und eben genau kein "IST" - dann stünde dort "muß". Man kann als Laie gewiss versuchen, mit so einem Anspruch und trotz der erheblichen Einschränkungen vor Gericht zu ziehen - allerdings ergäbe sich im verwirklichten Verfahrensfall ein Ersatzanspruch an den beauftragten Rechtsanwalt, denn der hätte dem Laien hier klar zuraten müssen, auf den Gerichtsweg wegen *Aussichtslosigkeit* zu verzichten.

Auch andere starke Behauptungen (die starke Belege erfordern würden) im Artikel sind ähnlich albern. Die LBO "ersetzt" oder überformt keine anderen Ordnungsregularien - wenn zum Beispiel wie im Artikel suggeriert jemand ernsthaft glaubt, irgendein verrückter Nachbargrüner dürfe im 20x12-Meter großen Reihenhausgarten eine KWKA wegen dieser LBO-Novelle errichten, dann ist das schlicht, simpel und ergreifend dumm.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 28. Oktober 2014, 17:31:34

Die "Soll"-Formulierung muß man juridisch ernst nehmen - sie begründet (vor allem in der doppelten Form) nur einen schwachen Anspruch und eben genau kein "IST" - dann stünde dort "muß". Man kann als Laie gewiss versuchen, mit so einem Anspruch und trotz der erheblichen Einschränkungen vor Gericht zu ziehen - allerdings ergäbe sich im verwirklichten Verfahrensfall ein Ersatzanspruch an den beauftragten Rechtsanwalt, denn der hätte dem Laien hier klar zuraten müssen, auf den Gerichtsweg wegen *Aussichtslosigkeit* zu verzichten.

Das ist so nicht richtig. Mit "Soll" wird ein Regel-Ausnahme-Verhältnis eingeführt. "Soll" heißt schon immer: "Muss", sofern keine triftigen Gründe dagegen sprechen. Keineswegs wird da etwas ins Belieben gestellt, es wird noch nicht einmal ein Ermessen der Behörde begründet. Der triftige Grund ist ein "unbestimmter  Rechtsbegriff", dessen Reichweite im Einzelfall durch Auslegung zu bestimmen ist, und zwar zuerst einmal durch Auslegung der Behörde. Das kann man zwar gerichtlich überprüfen lassen, aber irgendwann will man ja auch mal anfangen zu bauen, und das nicht erst, nachdem der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim sein Amen übers Efeu gesprochen hat.

Vielleicht kann man auf diese Weise bald am Begrünungsgrad der Neubaugebiete ablesen, ob der Leiter der örtlichen Bauaufsichtsbehörde ein Grüner ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 17:49:37
Weiter oben in dem Presseartikel stand das so

Zitat
sind die baulichen Anlagen zu begrünen, zum Beispiel durch Dach- oder Fassadenbegrünung, soweit ihre Beschaffenheit, Konstruktion und Gestaltung dies zulassen und die Maßnahme für die Bauherrin oder den Bauherren wirtschaftlich zumutbar ist

Das Wörtchen "sind" ist eine Konjugationsform des Verbes "sein", ebenso wie "ist". In dem pdf steht allerdings "soll" drin. Ich weiß nun nicht, was Sache ist, das pdf ist von 2013, der Presseartikel von 2014, aber eben von Journalisten verfasst, der eine von der FAZ, der andere gleichlautend in einem Fachblatt für Garten- und Landschaftsbau.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 17:56:14
... Mit "Soll" wird ein Regel-Ausnahme-Verhältnis eingeführt ...

Gerne einverstanden und ich trete (gerne) von irgendeiner Verallgemeinerung zurück. Ich kann hier nur meine persönliche Einschätzung abgeben - aber das tue ich hiermit:

Mit einem so formulierten Regelanspruch und mit so formulierten Einschränkungen würde *ich* nicht in ein Verfahren eintreten - weder als Behörde(nvertreter) mit dem Ziel irgendeiner Regel-Durchsetzung noch und schon gar nicht als Eigentümer oder Dritter mit dem Ziel, aufgrund dieser Ordnung eine wie auch immer geartete "Begrünung" zu "erzwingen". *Ich* (für mich) halte schon die so formulierte Anspruchslage für eine Regelsituation für zu schwach, von den Einschränkungen mal ganz abgesehen.

(Nebenbei: Das heißt nicht ich würde glauben, es gäbe nach einer solchen Novelle keine Verfahren. Egal ob so eine Novelle so durchgeht oder es beim "Alten" bleibt, irgendwelche Leute strengen immer auch in diesem Bereich Verfahren an und verfolgen sie mit wilder Entschlossenheit. Echte Leute klagen wegen allem und jedem - das ändert sich nicht mit oder ohne eine solche Novelle)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 17:59:54
Aber wenn eine Begrünung in einer Auflage in der Baugenehmigung steht, geht es automatisch diesen Weg, Widerspruch, Klage usw. D.h., die Baubehörden müssten diesen Passus generell ignorieren, wollen sie keinen Ärger.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 18:02:11
das pdf ist von 2013

Wie auch schon von Dir angemerkt, ist das momentan eh' in jedem Fall ein Zwischenstand - was und ob irgendwann herauskommt, ist derzeit offen.

Die vom zuständigen Ministerium herausgegebene und von mir verlinkte pdf (das Ding mit den Gegenüberstellungen der Stände) hat im Kopf die Angabe "Stand Juni 2014" (oder Juli? ich schau jetzt nicht nochmal rein)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 18:04:52
Ich hatte das auch verlinkt, Version Juli 2013.

http://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/Remote/mvi/hintergrundinformation_lbo_lpk.pdf
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 18:14:09
Hm - da kann ich nichts zur Klärung beitragen.

Ich habe die pdf von der verlinkten Ministeriumsseite (https://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/planen-bauen/baurecht/bauordnungsrecht/) - die mit Stand "Juni 2014" (jetzt habe ich doch noch mal reingesehen, hmpf)

(ergänzt: unten auf der Seite bei "Novelle der Landesbauordnung")
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 18:15:44
Passt schon, Deine ist von 2014, da war wohl auch noch die vom vorigen Jahr im Netz. Scheint sich aber nichts geändert zu haben im Wortlaut.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Oktober 2014, 18:18:25
Zwar schon älter, und ich weiß auch nicht, was daraus geworden ist, aber es zeigt exemplarisch die Denke mancher Grünen, passend zum Threadtitel:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/a-766712.html (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/a-766712.html)

Zitat
Düsseldorf - Politiker von Bündnis 90/Die Grünen wollen ein Kraftwerk einsparen - und bedienen sich dabei bei der besonders energieintensiven Aluminiumindustrie. Sie soll staatliche Hilfen bekommen, wenn sie ein intelligentes Energiemanagement betreibt.

Man sorgt also per EEG (nein, nicht nur die Grünen waren dafür) als erstes per versteckter Subvention für einen unkontrollierten Zuwachs an Zufallseinspeisern, die darauf das Netz so destabilisieren, dass Endverbraucher zur Netzregelung missbraucht werden sollen. Und die bezahlt man dann dafür, dass sie etwas nicht herstellen - die Firmenbetreiber freut's natürlich. Gleichzeitig hat man die Chuzpe, sowas als "intelligent" zu bezeichnen.   :crazy
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 18:55:49
ok, off-topic, aber des Spasses halber...

EEG (nein, nicht nur die Grünen waren dafür)

An Deinem Lieblingshassobjekt hatten die sogenannten "Grünen" bestenfalls den ihnen gesellschaftlich / politisch zukommenden Anteil von (sagen wir mal großzügig) 7 plus/minus paar Prozent. Wenn es eine Partei gibt und darin eine Person, die die ansonsten recht unwillige Partei hinter sich herzog, dann war und ist das die SPD und war ihr früh verstorbener "Sonnengott" Hermann Scheer, der "Vater des EEG" (http://www.sueddeutsche.de/politik/zum-tod-von-hermann-scheer-das-vermaechtnis-des-sonnengotts-1.1012419) [z.B. Nachruf sz]. Ich hatte das stellenweise zweifelhafte Vergnügen, ihm mehrfach zu begegnen und habe aus Äußerungen den Eindruck gewinnen müssen, dass da wenig bis eigentlich gar keine Wertschätzung von seiner Seite gegenüber den sogenannten "Grünen" herrschte (von einzelnen Personen abgesehen).

Ich weiß nicht, wie belastbar Dein Herz-Kreislauf-System ist bzw. ob Du das nicht schon lange getan hast - aber ansonsten kann ich Scheers Bücher (im besonderen "Der energ/ethische Imperativ") nur empfehlen ;-)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Oktober 2014, 19:19:04
ok, off-topic, aber des Spasses halber...

OT? Find ich nicht.

Zitat
An Deinem Lieblingshassobjekt hatten die sogenannten "Grünen" bestenfalls den ihnen gesellschaftlich / politisch zukommenden Anteil von (sagen wir mal großzügig) 7 plus/minus paar Prozent.

Ach, Hass ist ein großes Wort. Ich mach mich eher lustig darüber. Und mit "grün" meine ich weniger die Partei (auch bei den Grünen gibt es Köpfe, die ich ernst nehmen kann), sondern die Denke, die inzwischen in allen Parteien vorkommt. Das allerdings ist wiederum das Verdienst der Partei, insofern ist das mit dem "politisch zukommenden Anteil" m.M. etwas naiv. Als Beispiel sei nur der Panik-Atomausstieg nach Fukushima genannt. Das hat Bundesmutti mit Sicherheit nicht nicht aus physikalischen Gründen getan (Die Sicherheitsstandards werden sich nicht wegen eines Tsunamis in Japan über Nacht verändert haben), sondern aus machtpolitischen Erwägungen, um den Grünen gleich mal das Wasser abzugraben. Es sind Einflüsse dieser Art, welche die Grünen einfussreicher machen, als die Wahlergebnisse vermuten lassen.

Zitat
Wenn es eine Partei gibt und darin eine Person, die die ansonsten recht unwillige Partei hinter sich herzog, dann war und ist das die SPD und war ihr früh verstorbener "Sonnengott" Hermann Scheer, der "Vater des EEG" (http://www.sueddeutsche.de/politik/zum-tod-von-hermann-scheer-das-vermaechtnis-des-sonnengotts-1.1012419) [z.B. Nachruf sz]. Ich hatte das stellenweise zweifelhafte Vergnügen, ihm mehrfach zu begegnen und habe aus Äußerungen den Eindruck gewinnen müssen, dass da wenig bis eigentlich gar keine Wertschätzung von seiner Seite gegenüber den sogenannten "Grünen" herrschte (von einzelnen Personen abgesehen).

Naja, Scheer. Eine ganz eigene Nummer. Unangenehmer Zeitgenosse. Der wäre ja fast Umweltminister in Hessen geworden. Zum Glück nur fast.
Vergiss seinen Kumpel Fell nicht. Ein Grüner.

Zitat
Ich weiß nicht, wie belastbar Dein Herz-Kreislauf-System ist bzw. ob Du das nicht schon lange getan hast - aber ansonsten kann ich Scheers Bücher (im besonderen "Der energ/ethische Imperativ") nur empfehlen ;-)

Den Belastungstest habe ich bereits hinter mir :)

Es ist sicherlich korrekter, weniger auf die Grünen einzudreschen als auf die, die ihre Agenda per Ökosüppchen verklären, und die findet man in jeder Partei, klar. Das grüne Gedankengut liefert allerdings wunderbare Vorlagen dazu.

edit: Ergänzend: Den meisten Grünen kaufe ich - im Gegensatz zu Leuten wie Scheer - sogar ab, dass sie überzeugt sind von dem, was sie wollen. Sie wollen nur das Beste. Gepaart mit Naivität und meist völligem Fehlen von Wissen über technisch-physikalisch-ökonomische Zusammenhänge allerdings eine recht gefährliche Mischung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 28. Oktober 2014, 19:26:54
Aha. Und als

Zitat
Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Welt­rats für Erneuerbare Energien.

war er natürlich ganz neutral in der Sache, als der Gelddruckmaschine EEG mit ins Leben rief.... Und als Pysiker oder Ingenieur hatte er auch den Sachverstand, dass die Energieversorgung zu 100% alternativ geht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Oktober 2014, 19:35:11
Aha. Und als

Zitat
Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Welt­rats für Erneuerbare Energien.

war er natürlich ganz neutral in der Sache, als der Gelddruckmaschine EEG mit ins Leben rief.... Und als Pysiker oder Ingenieur hatte er auch den Sachverstand, dass die Energieversorgung zu 100% alternativ geht.

Naja, jetzt isser tot. A Hund war er scho, wie der Bayer sagen würde. Vermutlich war der der Einzige, der wusste, was das EEG wirklich bedeutete, als es so nebenbei ohne größere Diskussion durchgewunken wurde. Der ursprüngliche Gesetzestext klingt ja auch einigermaßen harmlos. Apropos Scheer, was macht eigentlich unser Rodbertus?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 28. Oktober 2014, 19:51:20
Es ist sicherlich korrekter, weniger auf die Grünen einzudreschen als auf die, die ihre Agenda per Ökosüppchen verklären, und die findet man in jeder Partei, klar.

+17 oder so ;-)

Das grüne Gedankengut liefert allerdings wunderbare Vorlagen dazu.

Mir macht die Erwähnung von angeblichen "grünen" Fehlleistungen oft Probleme hier. Es ist mindestens oft so, dass die Zuschreibungen nicht recht stimmen können. Im obigen Fall zum Beispiel werde ich schon mißtrauisch, wenn "Ministerien" ins Spiel kommen. Erstens wegen der oft enormen Zeiträume, bis da irgendwas mal läuft und auf jeden Fall mindestens einige Wechsel in den politischen Verantwortungsämtern (Minister / Staatssekretär(e) ) stattfinden und insofern in aller Regel politische Parteizugehörigkeit bestenfalls geringen Einfluss haben kann und zweitens weil ich aus persönlicher Anschauung zumindest mal Bundesministerien kenne (und Landesministerien unterscheiden sich beim Unterbau davon nicht) - es ist *abwegig* zu glauben, dass in der Mitarbeiter-Masse auch nur annähernd politischer "Proporz" herrscht (selbst wenn man den vielen nicht-parteilich Gebundenen irgendeine "Neigung" unterstellt).

Und wenn man dann Einzelfällen nachgeht, weil man mißtrauisch geworden ist, dann kommt man blitzartig von Höcksken auf Stöcksken und noch schneller weg von irgendwelchen greenisms.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 13. November 2014, 20:07:17
Wahrscheinlich ist den Spiegel-Redakteuren ein Versehen passiert und sie haben diese mäßig lustige Satire (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/ampel-gruene-und-spd-in-nrw-fordern-frauenquote-a-1002714.html) bloß aus Versehen unter "Auto" einsortiert statt auf der Witzseite.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 13. November 2014, 20:10:35
Immerhin zusammen mit der SPD, die leider auch immer mehr verblödet.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 13. November 2014, 21:05:47
Na, zu irgendetwas sind sie doch zu gebrauchen:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_53547909

Der Bembel ist gerettet.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 13. November 2014, 22:27:50
Na, zu irgendetwas sind sie doch zu gebrauchen:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_53547909

Der Bembel ist gerettet.

Allzu groß kann der Heldenkampf aber nicht gewesen sein:

Zitat
Allerdings hatte die EU den Bembel offenbar gar nicht im Blickfeld. Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland wies am Donnerstag die Darstellung zurück, Brüssel habe das Gefäß verbieten wollen. "Das EU-Recht zielt in keiner Weise darauf ab, den Gebrauch von traditionellen Keramikkrügen in Gaststätten zu regeln", teilte sie in Berlin mit. Die Richtlinie für Messgeräte lasse allen EU-Staaten und somit auch Deutschland freie Hand darüber, ob und wie sie die Vorgaben anwendeten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: pelacani am 13. November 2014, 23:14:23
Na, zu irgendetwas sind sie doch zu gebrauchen:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_53547909

Der Bembel ist gerettet.

Auf solche Siege ist Seehofer bestimmt neidisch. Der muss aufpassen, dass er sich nicht zu Tode siegt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 14. November 2014, 12:21:23

Allzu groß kann der Heldenkampf aber nicht gewesen sein:

Hans Scheibner sang doch schon vor dröflzich Jahren: "Das macht doch nichts, das merkt doch keiner".
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 23. November 2014, 23:50:18
Nach Erfolgen wie dem Einwegpfand und der Energiewende kommt nun: Die Agrarwende!
http://www.welt.de/politik/deutschland/article134615317/Jetzt-wollen-die-Gruenen-die-Agrarwende.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article134615317/Jetzt-wollen-die-Gruenen-die-Agrarwende.html)

Zitat
Zudem wenden sich die Grünen gegen Monopolisierungen auf dem Lebensmittelmarkt und einen unfairen Welthandel. "Nahrungsmittelpreise sind längst zum Spielball von finanzmarktorientierter Spekulation und Renditemaximierung geworden"
Ja wo kämen wir denn da hin, wenn Landwirte versuchen ihre Rendite zu maximieren?!?

Zitat
"Wir Grünen dürfen den Freiheitsbegriff nicht den anderen überlassen, nur weil die ihn marktliberal pervertiert haben."
Die erste liberale Verbots- und Bevormundungspartei.
Zitat
In Kitas und Schulen dürfe es nur noch gutes und gesundes Essen geben, begleitet von mehr Ernährungsbildung, heißt es weiter.
Aber bloß nicht zu viel Bildung, sonst stellen die Kleinen noch nervige Fragen! Und Gentechnik ist Pfui, ganz wichtig!

Zitat
"Die Agroindustrie mit ihren Monokulturen ist verantwortlich für das weltweite Artensterben", fügte Hofreiter hinzu.
Ich mag Monokulturen auch nicht, aber wenn der Schlaumeier gegen Monokulturen und für "Bäuerliche Landwirtschaft" wettert, dann sollte man dem vielleicht verraten, dass es auch in der "Bäuerlichen Landwirtschaft" nur Monokulturen gibt.
Meine Befürchtung ist, dass der Schuss (mal wieder) nach hinten losgeht. Anstatt dass man hier effiziente Landwirtschaft fördert und dadurch von Importen unabhängiger wird,, macht man sie durch ideologische Regulatorien ineffizient.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 24. November 2014, 00:48:39
Zitat
Die Agroindustrie mit ihren Monokulturen ist verantwortlich für das weltweite Artensterben",

Hm, wann war nochmal der letzte Intensivierungsschub in der Landwirtschaft? Maismonokulturen? Raps? Ähm ja, Biogas, Energiewende, alternative Energien, Klimaschutz. Wer hats erfunden? Ich erinnere mich noch an die Zeit davor, in den 90ern, da ging es darum, Flächen für Hecken, Feldraine und Brachen zu fördern. Nix mehr davon übrig. Es findet aufm platten Land die größte Naturzerstörung seit den Flurbereinigungen statt. Das kann man sehen. An den zurückgehenden Beständen von Tier- und Pflanzenarten der entsprechenden Biotope.

Und sagt nicht, der Landwirt ist der alleinige  Buhmann. Er bedient halt die Nachfrage. Er will auch überleben.

Zitat
nervige Fragen

Ja, die sollte man endlich stellen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 09. Januar 2015, 14:45:46
Ich tue das mal hier rein. Nach dem Fleischatlas

(siehe https://forum.psiram.com/index.php?topic=8988.msg178271#msg178271
und http://www.keckl.de/texte/Anti%20Fleischatlas%20Georg%20Keckl.pdf)

gibt es von der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen jetzt den Bodenatlas:

http://www.boell.de/de/2015/01/05/bodenatlas-daten-und-fakten-ueber-acker-land-und-erde

Dem Inhaltsverzeichnis nach wenig neues. "Viel Hunger und Armut wären mit ein wenig Anbaufläche aus der Welt zu schaffen", aber da sind ja Düngemittelmafia, industrielle Tierhalter, Spekulanten und andere rücksichtslose Raffkes und Landvernichter davor. Da hat der Biobauer auf der anderen Seite, der die Scholle noch achtet, die Fruchtbarkeit des Bodens steigert und "Motor für Innovationen in der Landwirtschaft" ist, einen schweren Stand.
     
Zitat
VORWORT
     
ZWÖLF KURZE LEKTIONEN ÜBER DEN BODEN UND DIE WELT
     
KULTURGESCHICHTE DIE ARCHIVE DES ANTHROPOZÄN
Sprache, Politik und wissenschaftliche Erkenntnis prägen unser Bild von Land und Boden. An deren Oberfläche und tief unter Tage sind die Spuren der Zivilisation noch lange zu erkennen.
     
UNTERGRUND - DAS UNSICHTBARE ÖKOSYSTEM
Wie fruchtbar Böden sind, wird von vielen Faktoren bestimmt: vom Alter, vom Ausgangsgestein, vom Humusgehalt, von den Klimaverhältnissen und den Menschen.
     
NUTZUNG - AN DEN GRENZEN VON GRÜNER  REVOLUTION UND BIOÖKONOMIE
Der Boden geht uns aus. Weltweit steigt die Nachfrage. Besonders die wertvollsten Ökosysteme stehen immer mehr unter Druck.
     
KLIMA - DER GROSSE KOHLENSPEICHER
Wenn Böden richtig behandelt werden, nehmen sie aus der Atmosphäre reichlich Kohlenstoff auf – ein wichtiger Beitrag gegen die Erderwärmung. Doch die industrielle Landwirtschaft nimmt darauf keine Rücksicht.
     
INTENSIVFELDBAU: INDUSTRIELLE LANDWIRTSCHAFT MIT ZUKUNFTSPROBLEMEN
Mit sinkendem Humusgehalt lässt die natürliche Fruchtbarkeit der Äcker nach – das kann keine Düngung beheben. Und neue Anbaumethoden bringen neue Belastungen.
     
DÜNGEMITTEL: ZAHLENDE KONSUMENTEN, INTRIGANTE PRODUZENTEN
Der Preis für den Einsatz von synthetischem Mineraldünger ist hoch. Er ist teuer, schädigt die Böden, verschlingt Subventionen – und allmählich gehen die Vorräte zu Ende.
     
FUTTERMITTEL: VIEL LAND FÜR VIEL VIEH
Die industrielle Tierhaltung verschlingt Felder für den Anbau von Futter, belastet die Böden und produziert Verkehr.
     
LANDIMPORTE: WELTHANDEL IST FLÄCHENHANDEL – UND UNGERECHTER VERBRAUCH
Die EU lebt von den Anbaugebieten jenseits ihrer Grenzen. Ihr „virtueller Land-Fußabdruck“ für den Import von Nahrungs- und Futtermitteln ist gewaltig.
     
GRABBING: DIE GROSSE LANDGIER
Äcker sind ein gutes Anlageobjekt geworden. Ausländische Investoren kaufen riesige Landflächen auf und bedrohen dadurch die Rechte der einheimischen Bevölkerung.
     
STRUKTURWANDEL: DIE NEUEN GROSSGRUNDBESITZER
In Ostdeutschland und den vormaligen Ostblockländern, die jetzt zur EU gehören, sind Agrarbetriebe in feudalen Dimensionen entstanden.
     
LANDVERLUSTE: TEERSAND, KOHLE UND ASPHALT
Städte und Tagebaue verbrauchen je rund 1 Prozent der Weltoberfläche. Beide lassen von Böden wenig übrig. Siedlungen expandieren – aber sie können grüner werden. Die Rekultivierung von Tagebauen hingegen ist eher kosmetischer Natur.
     
ENERGIE: FAHRT IN DIE FALSCHE RICHTUNG
Der Anbau von Pflanzen für Biokraftstoffe verdrängt die Nahrungsmittelproduktion, belastet die Natur und ist wenig effizient.
     
ÖKO-LANDBAU: DER LANGE KAMPF FÜR BESSERE BÖDEN
Die Bio-Landwirtschaft verzichtet auf Mineraldünger und steigert die Fruchtbarkeit des Bodens. Die Mikroorganismen im Humus sieht sie als ihre besten Mitarbeiter.
     
TROCKENGEBIETE: TIERHALTUNG AUF NEUEN WEGEN
Bis vor kurzem galten Wüsten und Steppen als unproduktiv – und die Hirten, die dort leben, als Umweltzerstörer. Aber diese Ansichten ändern sich.
     
TRADITIONELLE SYSTEME: REGENERATION VON BÖDEN - WAS BAUERN TUN KÖNNEN
Jahre der Überbeanspruchung führen zu verdichteten, erodierten und ausgelaugten Böden. Aber sie lassen sich mit einer Vielzahl von Methoden auch wieder verbessern.
     
GENDER: SEHR BEGRENZTES EIGENTUM
Frauen brauchen Land, um darauf Nahrungsmittel anzubauen. Aber es bedeutet mehr – auch eine Art Wohlstand. Es ist ein Ort zum Leben, der ihnen Unabhängigkeit, Status und Verhandlungsmacht verleiht.
     
BODENPOLITIK: MEHR ALS EIN VEHIKEL
Viele internationale Vereinbarungen zum Schutz von Mensch und Natur streifen den Schutz der Böden nur. Dabei sind sie wegen ihrer zentralen Bedeutung für andere Ökosysteme ein Querschnittsthema für Menschenrechte und soziale Ziele.
     
DEMOKRATIE: LAND UND LEBEN
Viel Hunger und Armut wären mit ein wenig Anbaufläche aus der Welt zu schaffen. Aber Umverteilungen sind politisch kaum durchsetzbar. Staat und Investoren wollen hingegen die Allmenden antasten.
     
STÄDTE: GRAUE FLÄCHEN, GRÜNE ZUKUNFT
Bis 2050 werden zwei Drittel der Menschen weltweit in Städten leben. Schon heute hängt die Lebensqualität davon ab, wie gut sie geplant sind.
     
AUTORINNEN UND AUTOREN, QUELLEN VON DATEN, KARTEN UND GRAFIKEN
     
ÜBER UNS
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 11. Januar 2015, 16:08:42
gibt es von der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen jetzt den Bodenatlas:

Leider fehlt mir die Geduld, mich ausführlich mit diesem umfangreichen Werk zu befassen. Aber zumindest bei der fragwürdigen Aussage der Mitautorin Dr. agr. Andrea Beste (Seite 35)
"Eine Auswertung von 160 Studien ergab: Der Ökolandbau erreicht in den Anbausystemen der Industrieländer Erträge von durchschnittlich 92 Prozent des konventionellen Anbaus."
habe ich hier ein wenig nachgehakt:
https://www.antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=11000#p320196
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Patches O Houlihan am 11. Januar 2015, 16:37:21
Zitat
Im gerade veröffentlichten Bodenatlas schreibt Dr. Andrea Beste vom Büro für Bodenschutz & Ökologische Agrarkultur:

   
Zitat
Eine Auswertung von 160 Studien ergab: Der Ökolandbau erreicht in den Anbausystemen der Industrieländer Erträge von durchschnittlich 92 Prozent des konventionellen Anbaus.


Quellenangabe? Fehlanzeige. Aber Google hilft weiter:
Catherine Badgley et al., 2006: Organic agriculture and the global food supply
Dort steht in der Tat dieses:

   
Zitat
The average yield ratio for all 160 examples from developed countries is 0.92


Treffer. Es sind also nicht 160 "Studien", sondern nur 160 "Beispiele". Naja, das ist ja fast das Gleiche. Oder auch nicht.
AVF (https://www.antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=11000#p320196)
der Frau  Dr. Andrea Beste ist doch nur eine Quellenangabe durchgerutscht, i.V.m. Interpretationsoriginalität. Gewiss hat sie in ihrer Promotionsarbeit deutlich mehr Gewissenhaftigkeit bewiesen.  :blank:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 12. Januar 2015, 16:35:42
Zitat
"Eine Auswertung von 160 Studien ergab: Der Ökolandbau erreicht in den Anbausystemen der Industrieländer Erträge von durchschnittlich 92 Prozent des konventionellen Anbaus."

Selbst die Beispiele sind windig. Meistens werden aufwändig gehätschelte Versuchspflanzungen mit dem Durchschnitt der Erträge aus konventionellem Anbau im Regelbetrieb verglichen. Es ist mir schon klar, dass ein Opel Kolibri, wenn man ihn schön tunt, auch etwa 92 % der Höchstgeschwindigkeit eines Ferrari F 50 erreichen kann.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 12. Januar 2015, 17:20:45
Der hohe Prozentsatz ist nicht nur bezogen auf die Bodenfruchtbarkeit unplausibel, sondern auch unter dem Gesichtspunkt, dass bei "Öko" keine Pestizide eingesetzt werden dürfen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harlequin am 12. Januar 2015, 17:28:23
Bekannt?
Zitat
Here we use a comprehensive meta-analysis to examine the relative yield performance of organic and conventional farming systems globally. Our analysis of available data shows that, overall, organic yields are typically lower than conventional yields. But these yield differences are highly contextual, depending on system and site characteristics, and range from 5% lower organic yields (rain-fed legumes and perennials on weak-acidic to weak-alkaline soils), 13% lower yields (when best organic practices are used), to 34% lower yields (when the conventional and organic systems are most comparable)

http://www.nature.com/nature/journal/v485/n7397/full/nature11069.html

Weiters eventuell: (20%)
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0308521X1100182X

Und: (19,2%)
http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/282/1799/20141396


P.S.: Der Auto-Vergleich hinkt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: pelacani am 11. Februar 2015, 01:04:34
Mal was ganz anderes.
Zitat
Den schönsten Satz des Tages sprach die Vorsitzende des Ausschusses, Renate Künast: "Wir", sagte sie (sinngemäß), "sind dazu da, ein in sich schlüssiges System des Strafrechts zu schaffen. Für die praktische Umsetzbarkeit sind wir nicht verantwortlich."
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/sexuelle-gewalt-sexualstrafrecht/komplettansicht
Das, scheint mir, ist doch sehr gut auf andere Rechtsgebiete generalisierbar.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 11. Februar 2015, 01:40:08
Noch ein kurzer Nachtrag zum Bodenatlas: es gibt von Georg Keckl auch den Anti-Bodenatlas: http://keckl.de/texte/Anti%20Bodenatlas.pdf
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sir David Attenborough am 11. Februar 2015, 03:50:56
Auch wenn die Achse seit dem Abgang von Herrn Miersch hier etwas verbrannt ist, ist sie doch immer noch für ein paar Lacher gut:

„Ich breche das Interview jetzt ab. Eindeutig.“, Fraktionschefin Rebecca Harms (Bündnis90/ Die Grünen) bestreitet, sich an der Anti-Chlorhühnchen-Kampagne beteiligt zu haben. (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ich_breche_das_interview_jetzt_ab._eindeutig)


Aber wie kommt denn der Kampagnenaufruf "Kein Bock auf Chlor" auf Ihre Facebook-Seite?


Wer sich an dem hysterische Geflenne der Veggies beömmeln will, denen dieser "Spiegel", denen man ihnen vorgehalten hat, gar nicht gefällt, der lese bei Antivegan (https://antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=4&t=7751&start=400). Zitat: " [...] 37 Minuten AV vom Feinsten. EPIC! :rock:".

Hier ist noch der Link zu Teil 1 der Doku auf Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=q7Hp3qSjtSY) (Spiegel.TV löscht ja nach einer gewissen Zeit die Sendung). Ich denke, Teil 2 wird auch noch demnächst auf dem Kanal hochgeladen.


Schönen Gruß

Sir David Attenborough
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 11. Februar 2015, 04:45:15
Jepp. Und die Wasserschwurbler, vom Feinsten. Die Sendung war Realsatire vom Feinsten, auch am Ende, das mit dem BMi.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 11. Februar 2015, 12:19:54
Mal was ganz anderes.
Zitat
Den schönsten Satz des Tages sprach die Vorsitzende des Ausschusses, Renate Künast: "Wir", sagte sie (sinngemäß), "sind dazu da, ein in sich schlüssiges System des Strafrechts zu schaffen. Für die praktische Umsetzbarkeit sind wir nicht verantwortlich."
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/sexuelle-gewalt-sexualstrafrecht/komplettansicht
Das, scheint mir, ist doch sehr gut auf andere Rechtsgebiete generalisierbar.

Das ist die typische Tugendbold-Haltung: Hauptsache, wir tun unserem Kodex genüge. Was wir in praxi damit anrichten, ist nicht unser Bier.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 11. Februar 2015, 12:43:40
Ein kommunalpolitisches Erdbeben in der Wetterau:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36090&key=standard_document_54429961

Alle Klischees beisammen, es ist wie aus dem Bilderbuch: Grüne Heilpraktikerin droht mit Mandatsniederlegung, weil sie ihren Pudel nicht mehr in die Stadtverordnetenversammlung mitbringen darf.  :rofl2
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 11. Februar 2015, 13:26:35
„Ich breche das Interview jetzt ab. Eindeutig.“, Fraktionschefin Rebecca Harms (Bündnis90/ Die Grünen) bestreitet, sich an der Anti-Chlorhühnchen-Kampagne beteiligt zu haben. (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ich_breche_das_interview_jetzt_ab._eindeutig)Sir David Attenborough

Kann mir sowas nicht ansiehen oder -hören. Habe in Bezug auf diese Person eine Art Zwangsstörung. Immer wenn es im Radio (z.B. DLF) heißt "wir sind jetzt telefonisch verbunden mit Reb" muss ich zum Gerät hechten, damit der Ton spätestens bei "ecca Ha" aus ist. Keine Ahnung, ob das behandlungsbedürftig oder heilbar ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 11. Februar 2015, 14:42:58
Guck Dir das ruhig an. Die Dame ist nur ein Teil der Sendung. Ansonsten bekommen auch Veganer, Wasserverschwurbeler und andere ihr Fett weg.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 12. Februar 2015, 12:10:49
ich habe es ausgehalten bis kurz vor dem Interviewabbrúch durch Harms.
Vorher kam ein kurzer Bericht über einen Knaller, der enthusiastisch eien Art Wasserveränderer anbot, und der dann eine Karaffe mit Wasser hochhielt und auf die kleinen Blasen darin verwies, das sei freier Wasserstoff.
Vorher habe ich die Sendung nicht gesehen, dann das, dann kam kurz Harms-bei sehr freier Auslegung der Wahrheit ertappt-, dann mußte ich abschalten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Patches O Houlihan am 12. Februar 2015, 17:58:15
vielleicht meinen die das ironisch?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 12. Februar 2015, 18:36:24
"Das Beste" war dann ja das Getöse bei Spiegel TV auf Facebook:

Hier:
https://www.facebook.com/SPIEGEL.TV/posts/810713115668308
Und vor allem hier:
https://www.facebook.com/SPIEGEL.TV/photos/a.153110231428603.38731.151090388297254/810874992318787/
Und weiter hier:
https://www.facebook.com/SPIEGEL.TV/posts/810920438980909
Und hier noch mehr:
https://www.facebook.com/SPIEGEL.TV/posts/811204452285841

Lachhaft, aber auch etwas gruselig.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 12. Februar 2015, 18:58:30
"Das Beste" war dann ja das Getöse bei Spiegel TV auf Facebook:

Ist wirklich nett. Aus einem Kommentar:

Zitat
Selten so einen Schwachsinn im TV gesehen! TTIP und Tofu mit esoterischer Wasseraufbereitung auf eine Stufe zu stellen... So offensichtlich zu manipulieren ist schon sehr dreist.

Nein, das ist eben kein Schwachsinn sondern trifft es genau. Und darum wird dort auch so geheult  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 13. Februar 2015, 19:04:18
nee, der Wasserheini meinte das ernst, der hat mit einem gewissen, spürbaren Enthusiasmus von seiner Wasserbehandlung geredet. Es faselte auch was von "...nur drei auf der Welt existierenden Quellen, die solch Wasser liefern...", und das das behandelte Wasser einfach besser ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Robert am 13. Februar 2015, 19:21:44
Zitat
Es faselte auch was von "...nur drei auf der Welt existierenden Quellen, die solch Wasser liefern...",

Würde er das nicht behaupten, hätte sein Wunderwässerchen nicht den Hauch des Exklusiven.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 13. Februar 2015, 19:42:51
"Das Beste" war dann ja das Getöse bei Spiegel TV auf Facebook:

OMFSM, wenn die Sekte mal an die Macht kommt...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sir David Attenborough am 14. Februar 2015, 01:37:51
Ja, ich weiß, diese Quelle ist nicht neutral, aber in den "Mainstreammedien" wird man davon aller Wahrscheinlichkeit nach nix mitbekommen, auch wenn es eigentlich da zu aller erst rein gehört.

Remmel verpasst Maulkorb (http://www.jagderleben.de/remmel-verpasst-maulkorb)

Schon interessant, dass man bei den ach so rechtsstaatlichen Grünen offenbar vor gar nichts zurückschreckt, um die eigene Ideologie durchzupeitschen, inklusive dem Versuch, laufende Gerichtsverfahren durch Maulkörbe für die Gegenpartei zu manipulieren, wenn deren Meinung nicht genehm ist.

Unschönen Gruß

Sir David Attenborough

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 14. Februar 2015, 13:17:15
Die Zukunft hat begonnen:
http://www.welt.de/vermischtes/article137352343/Wie-Big-Brother-nur-alles-viel-krasser.html (http://www.welt.de/vermischtes/article137352343/Wie-Big-Brother-nur-alles-viel-krasser.html)

Zitat
Doch am 23. Februar ist es so weit. Dann sollen 15 Männer und Frauen in die rote Backstein-Scheune einziehen. Es gibt keine Möbel, keine Toilette, kein Badezimmer, nur Anschlüsse für Wasser und Gas. Zwei Jersey-Rinder, 25 Hühner, das ist alles, was die Bewohner erwartet.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 21. Februar 2015, 16:22:21
Sie können es nicht lassen, erziehen und verbieten:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/klima-gruene-fordern-hoeheren-preis-fuer-diesel-a-1019567.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/klima-gruene-fordern-hoeheren-preis-fuer-diesel-a-1019567.html)

Zitat
Klimaschutz: Grüne fordern höheren Dieselpreis

Zitat

"Wenn wir Grüne weiter Treiber in der Klimapolitik sein wollen, dann gilt es, die Diskussion über Preise, die auch die ökologische Wahrheit sagen, wieder stärker zu thematisieren"

Immerhin, wer im Besitz der reinen Wahrheit ist, kann schließlich keine Fehler machen, das beruhigt.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 23. Februar 2015, 01:03:57
Die grünen VordenkerX haben im Moment andere Spielwiesen.

Claudia Roth hat beispielsweise bei der Bundesregierung die Herkunft der deutschen Goldreserven angefragt. Aus der Antwort:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/038/1803891.pdf
Zitat von: Bundesministerium der Finanzen vom 29. Januar 2015, Drucksache 18/3891
Die Bank deutscher Länder, ab 1957 Deutsche Bundesbank, nahm 1948 in den
drei Westzonen des besetzten Deutschlands noch vor Gründung der Bundes-
republik Deutschland ihren Geschäftsbetrieb ohne irgendwelche Goldbestände
auf.
Die Goldbestände der Bank deutscher Länder/Deutschen Bundesbank stam-
men nach Angaben der Deutschen Bundesbank nicht aus einem planmäßigen
und gewinnorientierten Erwerb am Goldmarkt, sondern sind im Wesentlichen
aus Transaktionen im Rahmen von drei internationalen Abkommen entstanden:
a) der Gründung der Europäische Zahlungsunion im Jahr 1950, b) dem Beitritt
zum Bretton-Woods-Abkommen 1952 und c) der ergänzenden Vereinbarung
zum Bretton-Woods-Abkommen zwischen acht westlichen Zentralbanken (sog.
Goldpool) aus dem Jahr 1961.

Wie und warum sie daraus folgenden Godwin produziert, darf sich jeder selbst zusammenreimen:
https://www.facebook.com/Roth/posts/10153036483425664
Zitat von: Claudia Roth, 16.02.2015
Die Bundesregierung ist nicht in der Lage nachzuweisen, woher das Gold in bundesdeutschen Beständen stammt. 70 Jahre nach Auschwitz ist das ein bitterer Befund. Schon allein aus historischer Verantwortung heraus hätte ich erwartet, dass wir in Deutschland wenigstens versuchen, Klarheit über die Herkunft des Goldes in unserem Besitz herzustellen.
$)
Titel: Re: Manchmal fällt es schwer, die Grünen nicht zu mögen :-)
Beitrag von: Conina am 24. Februar 2015, 23:22:52
https://twitter.com/Die_Gruenen/status/570258544085364736

(https://pbs.twimg.com/media/B-n2YW1UcAA_HOJ.png)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 25. Februar 2015, 15:55:11
Die grünen VordenkerX haben im Moment andere Spielwiesen.

Claudia Roth hat beispielsweise bei der Bundesregierung die Herkunft der deutschen Goldreserven angefragt. Aus der Antwort:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/038/1803891.pdf
Zitat von: Bundesministerium der Finanzen vom 29. Januar 2015, Drucksache 18/3891
Die Bank deutscher Länder, ab 1957 Deutsche Bundesbank, nahm 1948 in den
drei Westzonen des besetzten Deutschlands noch vor Gründung der Bundes-
republik Deutschland ihren Geschäftsbetrieb ohne irgendwelche Goldbestände
auf.
Die Goldbestände der Bank deutscher Länder/Deutschen Bundesbank stam-
men nach Angaben der Deutschen Bundesbank nicht aus einem planmäßigen
und gewinnorientierten Erwerb am Goldmarkt, sondern sind im Wesentlichen
aus Transaktionen im Rahmen von drei internationalen Abkommen entstanden:
a) der Gründung der Europäische Zahlungsunion im Jahr 1950, b) dem Beitritt
zum Bretton-Woods-Abkommen 1952 und c) der ergänzenden Vereinbarung
zum Bretton-Woods-Abkommen zwischen acht westlichen Zentralbanken (sog.
Goldpool) aus dem Jahr 1961.

Wie und warum sie daraus folgenden Godwin produziert, darf sich jeder selbst zusammenreimen:
https://www.facebook.com/Roth/posts/10153036483425664
Zitat von: Claudia Roth, 16.02.2015
Die Bundesregierung ist nicht in der Lage nachzuweisen, woher das Gold in bundesdeutschen Beständen stammt. 70 Jahre nach Auschwitz ist das ein bitterer Befund. Schon allein aus historischer Verantwortung heraus hätte ich erwartet, dass wir in Deutschland wenigstens versuchen, Klarheit über die Herkunft des Goldes in unserem Besitz herzustellen.
$)


Claudia Roth ist bestimmt auch nicht in der Lage nachzuweisen, dass der Stickstoff in ihrem Körper nicht schon mindestens einmal Bestandteil von Kunstdünger war.  Pfuideifi.  :aetsch:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Patches O Houlihan am 25. Februar 2015, 17:16:02
Es ist verfehlt C:R des Vordenkens zu bezichtigen.
Das entspricht weder ihren Neigungen, noch ihren Gewohnheiten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 25. Februar 2015, 19:54:06
Es ist verfehlt C:R des Vordenkens zu bezichtigen.
Das entspricht weder ihren Neigungen, noch ihren Gewohnheiten.

Eher schon das Zerdenken. Oder auch: wo die hindenkt, wächst kein Gras mehr.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 25. Februar 2015, 21:02:06
Es ist verfehlt C:R des Vordenkens zu bezichtigen.
Das entspricht weder ihren Neigungen, noch ihren Gewohnheiten.

Eher schon das Zerdenken. Oder auch: wo die hindenkt, wächst kein Gras mehr.

Ich weiß ja nicht, ob "denken" in dem Zusammenhang der richtige Wortstamm ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 25. Februar 2015, 21:08:15
Das geht alles nach Gefühl bei ihr.
(https://freeirannow.files.wordpress.com/2013/02/attar_roth.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 25. Februar 2015, 22:11:18
(http://www.trendhure.com/wp-content/2015/picdump281/2.jpg)
... dann doch lieber Döner!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 25. Februar 2015, 23:04:14
wobei das Bild PRO Impfen von den Grünen nicht bei der kompletten Klientel auf Gegenliebe stoßen dürfte.
Ich mag diese Politiker nicht, und deren Politik auch nicht. Aber dieses Foto, so es denn ernstgemeint ist, ist ein Lichtblick.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Patches O Houlihan am 26. Februar 2015, 00:00:54
klar ist dieses bild ernst gemeint, die wollen ja auch ernsthaft geld verdienen und ernsthaft wiedergewählt werden, wobei der weg weniger wichtig ist, als das erreichen der ziele...  ;)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 26. Februar 2015, 00:18:46
ich mag Zynismus...

und gerade hier ist er oft das einzige, was den Irrsinn erträglich macht.

Ich stimme Dir aber zu, es ist auch eine gehörige Portion Wiederwahlinteresse dabei.

Mich würde mal interessieren, wie gerade Grüne an der Spitze wirklich über Impfen denken. Der Hofreiter ist ja promovierter Biologe, also hat er zumindest Ahnung davon. (Ich gehe jetzt nicht davon aus, in ihm eine zweiten Lanka zu sehen....)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 26. Februar 2015, 02:27:36
...
Mich würde mal interessieren, wie gerade Grüne an der Spitze wirklich über Impfen denken. Der Hofreiter ist ja promovierter Biologe, also hat er zumindest Ahnung davon. (Ich gehe jetzt nicht davon aus, in ihm eine zweiten Lanka zu sehen....)
Ja Ahnung sollte er haben, vom Impfungen, Gentechnik und Bio Landwirtschaft.
Meinungsbildung hat aber um so weniger mit Fakten zu tun, um so emotionaler man mit einem Thema verbunden ist. Somit sehe ich beim Thema Impfen Hoffnung, schließlich identifiziert man sich als Grüner nicht so stark mit Impfverweigerung. Die beiden anderen Themen sind dagegen Identifikationsmerkmale der Gruppe. Ist man für Bio und gegen Gentechnik weil man Grüner ist, oder andersrum?
Zeigt nicht auch das Stanford Prison Experiment, wie schnell (intelligente) Menschen die Rolle ausfüllen, in der sie sind?
 truth or tribe? (https://forum.psiram.com/index.php?topic=8988.msg180221#msg180221)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Patches O Houlihan am 26. Februar 2015, 12:04:31
zur grünen Identitätskonstruktion stimme ich dir zu.
Zeigt nicht auch das Stanford Prison Experiment, wie schnell (intelligente) Menschen die Rolle ausfüllen, in der sie sind?
 truth or tribe? (https://forum.psiram.com/index.php?topic=8988.msg180221#msg180221)
das SPE ist methodisch nicht unbedingt so belastbar, wie man meinen würde; die Teilnehmer des Experiments junge Männer, handverlesen und nicht representativ, weder für eine amerikanische Mittelschicht noch sonstetwas. wenn überhaupt ist das SPE zeit-/gesellschaftsgebunden - jedenfalls kann von allgemeiner Aussagegültigkeit nicht die Rede sein.
persönlich zähle ich den Versuchsleiter nicht zu den großen Soziapsychologen des 20. Jh., wohl aber zu den publikumswirksamen. ich halte ihn für einen Schlamper und Narziss (er schaffts praktisch nicht, so ein Experiment ablaufen zu lassen, ohne dauernd durchzurennen und irgendetwas zu tun/zu intervenieren/methodologisch zu sabotieren).
Zudem sind seine Konzepte i.d.R. ziemlich pathetisch ("Hero In Waiting" :facepalm) und unter demokratietheoretischer Perspektive problematisch, erstrecht, weil er den Anspruch erhebt, dafür zu arbeiten, aber eben scheinbar sehr Grundsätzliches nicht verstanden zu haben scheint...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: pelacani am 26. Februar 2015, 12:51:08
das SPE ist methodisch nicht unbedingt so belastbar

Auch über das Milgram-Experiment liest man neuerdings (oder auch schon länger, keine Ahnung):
Zitat
[...] It’s surprising how often Milgram’s 24 different variations are wrongly conflated into this single statistic. The 65% result was made famous because it was the first variation that Milgram reported in his first journal article, yet few noted that it was an experiment that involved just 40 subjects.

By examining records of the experiment held at Yale, I found that in over half of the 24 variations, 60% of people disobeyed the instructions of the authority and refused to continue.

Then there are the methodological problems with the experiment. The highly controlled laboratory study that Milgram described actually involved a large degree of improvisation and variation not just between conditions but from one subject to another. You’d expect this to happen in the pilot phase of a study when the protocol is still being refined, but not once a study has begun.

Straying From Script

In listening to the original recordings of the experiments, it’s clear that Milgram’s experimenter John Williams deviated significantly from the script in his interactions with subjects. Williams – with Milgram’s approval – improvised in all manner of ways to exert pressure on subjects to keep administering shocks. […]

http://blogs.discovermagazine.com/crux/2013/10/02/the-shocking-truth-of-the-notorious-milgram-obedience-experiments/
[Hervorhebungen im Original]
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Patches O Houlihan am 27. Februar 2015, 02:18:59
ums kurz zu machen:
so praktisch alle klassischen sozialpsychologischen Experimente spotten zumindest heutigen methodischen Standards, von Wiederholbarkeitsdefiziten ganz zu schweigen.
Ich arbeite nur noch mit Experimentergebnissen der vergangenen 20 Jahren. Alles davor ist RANZ. (Pauschalurteil, ich weiß).
Danach ist zwar auch nicht alles Gold, aber eben deutlich häufiger brauchbar. Selber Denken und kritisch Beurteilen ist natürlich auch bei den modernen Experimenten praktisch.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 30. März 2015, 12:44:48
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Meyer-holt-Lachyoga-Trainerin-ins-Ministerium-1741358.html
Zitat
Die deutschen Medien amüsieren sich derzeit über den neusten Plan von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Der 39-Jährige Grünen-Politiker hat offenbar Humortherapeutin Renate Lena Hannemann (54) beauftragt, die Beamten im Ministerium mit Lach-Yoga zu bespaßen, schrieben die Zeitungen am Wochenende. Erstmal seien zwei Stunden mit praktischen Übungen angesetzt
Gut, Lachen soll ja bekanntlich gesund sein, aber sowas (http://www.lachkurse.com/)...  :gruebel
Zitat
Es soll übrigens schon einmal einen ähnlich interessanten Kurs gegeben haben: 2013 trommelten Führungskräfte in einem Seminar mit Bambusstangen auf den Boden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 30. März 2015, 18:24:15
vielleicht leidet die Humortherapeutin an mangelndem Kundeninteresse---da kommt so ein Auftrag ganz gut. Möglicherweise kennen sich ja der Minister und die Therapeutin aus gemeinsamen Lach-Zeiten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sir David Attenborough am 31. August 2015, 02:01:26
Grüne wollen mal wieder was verbieten

Renate Künast: "Zucker ist der neue Tabak" (http://m.welt.de/politik/deutschland/article145774109/Der-rot-gruene-Kreuzzug-gegen-den-boesen-Zucker.html)

Kurz der nächste Schritt in die grüne Ökodiktatur, Ungesundes soll nicht mehr beworben werden dürfen. Und als nächstes darf es dann nicht mehr verkauft werden...

Und die SPD marschiert natürlich brav mit.

Und ich erlaube mir hier mal meine eigene Meinung. Das Kinderriegel und Sonstiges Kalorienbomben sind, versteht sich von selbst. Aber es sagte ja keiner, dass ich meine Kinder nur mit dem Zeug füttern soll.

Und nein, gesundes Essen ist nicht zwingend schmackhaft. Der Körper will auch mal was Ungesundes. Es hat schon seinen Grund, warum Oreos angeblich genau so süchtig machen wie Koks.


Kopfschüttelnd

Sir David Attenborough
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: pelacani am 31. August 2015, 09:01:55
Grüne wollen mal wieder was verbieten

Renate Künast: "Zucker ist der neue Tabak" (http://m.welt.de/politik/deutschland/article145774109/Der-rot-gruene-Kreuzzug-gegen-den-boesen-Zucker.html)
 

Das … trifft uns nicht unvorbereitet:
https://forum.psiram.com/index.php?topic=11432.0
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 29. September 2015, 22:59:45
Grüne wollen mal wieder was verbieten

Renate Künast: "Zucker ist der neue Tabak" (http://m.welt.de/politik/deutschland/article145774109/Der-rot-gruene-Kreuzzug-gegen-den-boesen-Zucker.html)
 

Dazu dies in der SHZ:
Ungesunde Lebensmittel: Neue Verbotsideen – alte Denkmuster (http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein-am-sonntag/ungesunde-lebensmittel-neue-verbotsideen-alte-denkmuster-id10816031.html)
Zitat
Am Unterschied von Schutz der Bürger und deren Bevormundung scheitert das Politikverständnis mancher Grünen-Politiker, analysiert Jan-Philipp Hein.
(Gefunden bei Pollmer (https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=923372331069164&id=102874836452255))
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 02. November 2015, 18:49:10
Grüne für freies WLAN in ganz Deutschland, cool ...
  ... äh Moment, ich höre gerade, es geht stattdessen um Grüne für ganz WLAN-freies Deutschland.

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46455/1.html

wegen Elektroschmock, wissenschon. Und LTE muss auch weg.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 02. November 2015, 19:03:52
Das ist doch inkonsequent. Anfang der Neunziger lehnten die Grünen das Internet komplatt ab.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 02. November 2015, 19:05:33
Das ist doch inkonsequent. Anfang der Neunziger lehnten die Grünen das Internet komplatt ab.

Sowas nennt sich dann "Kompromiss mit Bauchschmerzen".
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 02. November 2015, 20:18:12
wegen Elektroschmock, wissenschon. Und LTE muss auch weg.

Erst meint man ja, dass es sich eher um ein persönliches Problem des Herrn Schmidt handelt, aber:

Zitat
Die Fraktion der Grünen im Wolfratshauser Stadtrat hat sich Schmidts Sichtweisen teilweise zu eigen gemacht: In einem Positionspapier verweist man nicht nur auf angebliche Gesundheitsrisiken durch das freie WLAN, sondern auch auf "Hasspropaganda, harte Pornografie, Happy-Slapping-Videos und Splatter-Spiele" sowie auf die umstrittenen Thesen des Kulturpessimisten Manfred Spitzer.

Letzter übrigens kürzlich bei Lanz zu besichtigen gewesen. Der Typ ist sowas von neben der Kappe ....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nicht_Peter am 02. November 2015, 20:26:49
War das nicht der Kerl, der es am Besten findet, wenn im gesamten Haushalt weder Kinder noch Eltern dieses böse Internetz/Fernsehen benutzen? Hat in unserem Deutschkurs eine lebhafte Diskussion ausgelöst, unsere Lehrerin ist eine leidenschaftliche Spitzer-Jüngerin.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 02. November 2015, 20:44:20
War das nicht der Kerl, der es am Besten findet, wenn im gesamten Haushalt weder Kinder noch Eltern dieses böse Internetz/Fernsehen benutzen? Hat in unserem Deutschkurs eine lebhafte Diskussion ausgelöst, unsere Lehrerin ist eine leidenschaftliche Spitzer-Jüngerin.

Dass manche Pädagogen den lieben, ist klar. Er liefert simple Erklärungsmuster und man kann alles, was man selber nicht auf die Reihe bekommt, auf die bösen Medien schieben. In der Mediathek müsste das noch zu sehen sein. Lanz ist ja nun nicht gerade der oberinvestigative Bohrer, aber selbst dem ging Spitzer auf den Sack mit seinen Radikalismen.

Nicht, dass unsere schöne neue Infowelt keine Probleme machen würde, aber so löst man die gewiss nicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 03. November 2015, 00:46:54
Das ist doch inkonsequent. Anfang der Neunziger lehnten die Grünen das Internet komplatt ab.
Nur das Internet?
Zitat
    DIE GRÜNEN befürworten eine bedürfnisorientierte Technikentwicklung auch im Kommunikationsbereich. DIE GRÜNEN unterstützen den Widerstand gegen IuK-Techniken und fordern:

        Ausweitung der Mitbestimmungsrechte über Betriebe und Branchen hinweg, um der übergreifenden technischen Vernetzung begegnen zu können.
        Verbot von Personalinformationssystemen und sonstiger Systeme, die geeignet sind, die Beschäftigten zu verdaten.
        Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
        Keine Dienste– und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
        Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
        Stopp des Kabel– und Satellitenfernsehens.
        Wirksame parlamentarische Kontrolle der Post.

    DIE GRÜNEN sind für Boykottmaßnahmen gegen Erzeugnisse der IuK-Industrie wie Bildschirmtext und sind für die Entwicklung alternativer Technologien und nicht-technologischer Alternativen. DIE GRÜNEN wollen eine breite öffentliche Debatte über diese Techniken, damit nicht wieder einmal die Interessen weniger Mächtiger über die Zukunft entscheiden. Diese öffentliche Auseinandersetzung wird notwendig konfliktorientiert verlaufen müssen.
http://www.novayo.de/politik/deutschland/001149-wussten-sie-schon-grune-lehnten-1987-die-informationsgesellschaft-ab.html (http://www.novayo.de/politik/deutschland/001149-wussten-sie-schon-grune-lehnten-1987-die-informationsgesellschaft-ab.html)

Edit:
Falls mal jemand in Deutschlands grüner Geschichte wühlen will:
https://www.boell.de/de/navigation/archiv-4289.html (https://www.boell.de/de/navigation/archiv-4289.html)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 03. November 2015, 00:54:04
Technophobie eben....

Zitat
nicht-technologischer Alternativen

Rauchzeichen? Ok, die sind nicht öko.... Brieftauben? Hm, das ist Tierausbeutung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 12. November 2015, 00:30:09
Moin,

Technophobie eben....

Zitat
nicht-technologischer Alternativen

Rauchzeichen? Ok, die sind nicht öko.... Brieftauben? Hm, das ist Tierausbeutung.
Kannst ja deinen bluetec VW für die Raucherzeugung nutzen, na per pedes oder in großen Mengen auf Kanälen, in Frankreich haben die Schiffer ihre Penischen teilweise zu Fuß getreidelt. Gut, Frau und Kinder haben das Treideln übernommen der Vater war noch auf dem Schiff und hat gesteuert. Traurige Zeiten waren das damals.


Es ist verrückt, G_Unfug sitzt hier im Warmen bei einem Glas Meckatzer Bier, dank Pasteurisierung mit MHD 26. Februar 16 (über 3 Monate haltbar wie absurd!) und dank Kühlschrank (und keiner braucht rückenbrechende Eisblöcke schleppen) auf perfekte Genusstemperatur gekühlt, und unterhält sich über Menschen die die Grundpfeiler seines Reichtums (Automatisierung und Softwaregedönse, gerade hauptsächlich für die Pharmafia) rundweg ablehnen, über ein Medium das "im Einklang mitte Natur" so nicht machbar gewesen wäre, mit Hilfe dessen diese Menschen ihre Heilsbotschaften vom Verzicht predigen. Es wird nur noch besser wenn man bedenkt das diese Menschen damit nicht nur ihre Botschaften billiger und weiter verbreiten können als mit jedem anderen Medium sondern selbst davon in unfassbarem Maße profitieren.
Und diesen Blödsinn schreibt er noch auf einem Klapprechner(Gottogott ein Core 2 in Röhre wäre zwar geil aber nicht mobil und hätte ein eigenes AKW als Netzteil) der neu so billig war, dass beim Arbeiter selbst nicht viel angekommen sein kann. Wenigstens wars ein Gebrauchtrechner, aber nur weil andere Menschen so dekadent sind und aufgrund von Ransomware neue Rechner kaufen.

Man hört dazu Musik aus der Konserve, Panzerballett "Breaking brain", erdacht für Instrumente mit "moderner" Verstärkung, aufgenommen auf modernster Technik, produziert auf Maschinen die das Einzelprodukt so billig werden lassen das sich fast jeder hier in Europa ohne Schmerzen mehrere Werke im Monat kaufen kann, versehen mit einer hochwertig gemachten Verpackung in mehreren leuchtenden Farben.

Jaja, die letzten 50 Jahre waren eine schlechte Zeit für die Menschheit.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 12. November 2015, 00:50:09
Jaja, die letzten 50 Jahre waren eine schlechte Zeit für die Menschheit.

Du sagst es. Alles immer schlimmer. Mehr Menschen, weniger Hunger, weniger Armut, jährlich. So kann das nicht weitergehen, so wird da nie was mit dem Weltuntergang.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 12. November 2015, 01:02:26
Du sagst es. Alles immer schlimmer. Mehr Menschen, weniger Hunger, weniger Armut, jährlich. So kann das nicht weitergehen, so wird da nie was mit dem Weltuntergang.

Streiche "Weltuntergang", setze "grün- vegane Kastengesellschaft".
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 18. November 2015, 15:31:45
Endlich nimmt sich jemand den wirklich wichtigen Themen unserer Zeit an!
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-gruenen-machen-geschlechtsneutrale-sprache-zur-pflicht-a-1063228.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-gruenen-machen-geschlechtsneutrale-sprache-zur-pflicht-a-1063228.html)

Zitat
Die Grünen pflegen die geschlechtsneutrale Sprache. Verschiedene Varianten aber sorgen für Verwirrung. Künftig soll von IS-Kämpfer*innen und Tagelöhner*innen die Rede sein: Der Gender-Stern soll in der Partei Pflicht werden.

Wie schreibt man jetzt "der Flüchtling" korrekt? Flüchtling*innen?

Ein Ausschnitt aus der Vorabdiskussion zum großen Parteitag:

https://www.youtube.com/watch?v=T9hpAaQgbJI (https://www.youtube.com/watch?v=T9hpAaQgbJI)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 18. November 2015, 20:02:57
tja, die wissen halt Prioritäten zu setzen.....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 18. November 2015, 21:40:28

Ein Ausschnitt aus der Vorabdiskussion zum großen Parteitag:

https://www.youtube.com/watch?v=T9hpAaQgbJI (https://www.youtube.com/watch?v=T9hpAaQgbJI)

Ah, danke, das hab ich neulich gesucht! Mir fällt ständig diese Szene ein, wenn es um dieses Thema geht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 19. November 2015, 00:02:34
Ah, danke, das hab ich neulich gesucht! Mir fällt ständig diese Szene ein, wenn es um dieses Thema geht.

 ;D

Musst Dir nur Loretta merken. Den Rest der Suche weiß man eh.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sir David Attenborough am 22. Dezember 2015, 01:08:45
Grüner Hypochonder versteht Physik nicht --> Es muss W-Lan verboten werden, sonst wird boykottiert.

Angst vor Elektrosmog - Der Grüne, der Wlan verbieten will (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/angst-vor-elektrosmog-der-gruene-der-wlan-verbieten-will-1.2792908)

Hatten wir diese Studie der Schweden, über die in dem Artikel berichtet wird, hier nicht auch durchgenudelt und für gegenstandslos erklärt? Mir dämmert da irgendwas.

Der Typ scheint mir irgendwie ein Berufsquerulant zu sein (Wobei, sind das nicht alle Grünen  :angel:), der sich in was hineingesteigert hat. Und natürlich ist die Bestrafung der Allgemeinheit/das Verbot die Lösung. Darauf, dass bei ihm im Kopf etwas falsch sendet, scheint er offenbar nicht zu kommen... und dabei gibt für sowas ja anerkannte Experten.


Kopfschüttelnd

Sir David Attenborough
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 22. Dezember 2015, 01:22:16
Hier (http://www.taz.de/Gruenen-Stadtrat-gegen-kostenloses-WLAN/!5259543/) behauptet er gar

Zitat
Die Strahlung, die von WLAN-Routern ausgeht, ist schließlich gesundheitlich nicht unbedenklich. Für Elektrosensible, zu denen ich mich auch zähle, ist das eine sehr große Beeinträchtigung. Die negativen Folgen für die Gesundheit sind inzwischen in hunderten Studien nachgewiesen worden; es ist ja nicht so, dass wir irgendwelche esoterischen Spinner wären.

Aber anscheinend hat er nicht einmal die eigene Partei hinter sich, die ja sonst für Strahlenhysterie gerne zu haben ist.
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: Nicht_Peter am 29. Dezember 2015, 16:58:17
Die CDU scheint es sich zum Ziel gesetzt zu haben, die Weichen für Schwarz-Grün zu stellen, anders lässt sich dieser Antrag des Bundesvorstandes nicht erklären:
https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/antrag-nachhaltig-leben-cdupt15-1.pdf?file=1

Man muss der Union aber immerhin anerkennen, dass sie Öko-Politik konsequent ganzheitlich verfolgen, denn in Zeile 207 bis 211 findet sich eine Überraschung der hässlichen Art:
Zitat
Wir werden alternative Heilmethoden, wie z. B. die Homöopathie, schon in der Forschung stärker berücksichtigen und setzen uns dafür ein, dass die Inhalts- und Ursprungsstoffe von homöopathischen Mitteln in der EU in der jeweiligen Landessprache angegeben werden.

So langsam muss ich zugeben, dass an dem von den besorgten Bürgern beschworenen "Rot-Grünem Mainstream" doch etwas dran ist (was auf keinen Fall heißt, dass ich mit ihnen sympathisiere). Gibt es denn keine seriöse Partei, die klare Kante gegen Bevormundung, Panikmache, Energiewende,... zeigt?
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: mossmann am 29. Dezember 2015, 17:10:50
So langsam muss ich zugeben, dass an dem von den besorgten Bürgern beschworenen "Rot-Grünem Mainstream" doch etwas dran ist (was auf keinen Fall heißt, dass ich mit ihnen sympathisiere).

ich bin kein Nazi, aber ...

lol.



Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 29. Dezember 2015, 17:19:17
Zitat
Wir werden alternative Heilmethoden, wie z. B. die Homöopathie, schon in der Forschung stärker berücksichtigen und setzen uns dafür ein, dass die Inhalts- und Ursprungsstoffe von  homöopathischen Mitteln in der EU in der jeweiligen Landessprache angegeben werden. 
Bin sehr dafür, Inhalt: Verdünnte Hundescheisse oder Berliner Mauer (stark verdünnt) oder verdünnter Gebärmutterhalskrebs (Nosode)
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: Groucho am 29. Dezember 2015, 17:38:41
So langsam muss ich zugeben, dass an dem von den besorgten Bürgern beschworenen "Rot-Grünem Mainstream" doch etwas dran ist (was auf keinen Fall heißt, dass ich mit ihnen sympathisiere).

Das Problem an solchen äh seltsamen Bewegungen ist oft weniger, dass sie Probleme nicht erkennen, es sind die "Lösungen", die sie im Hinterkopf haben.
Natürlich gibt es einen politischen Mainstream wie auch einen journalistischen. Es gibt den alten Satz: "Wer gegen eine Religion oder Ideologie mit deren Argumenten argumentiert, ist bereits Teil von ihnen." Ein typisches Beispiel ist die Forderung nach Inhaltsdeklaration à la CDU. Das lässt sich auf Vieles anwenden, es gibt Grundsatzpositionen, (z.B. gegen Kernkraft) die nicht mehr hinterfragt werden, weil sie als quasi Dogma existieren. Das durchzieht das Denken ganz vieler Politiker und Journalisten.

Eine neue Art der Auseinandersetzung kann man auch beobachten, Mossmann gab gerade ein schönes Beispiel: Man argumentiert nicht, versucht es erst gar nicht, man ettiketiert gleich persönlich. Sagt man z.B., die Energiewende ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn und ist so nicht machbar, bekommt man, wenn man Glück hat, das Etikett "Klimaleugner" - und hat dann das zweifelhafte Vergnügen, in den Topf mit den ganzen Cranks geworfen zu werden, die z.B. einen menschlichen Einfluss aufs Klima bestreiten.

Eine richtige Debattenkultur ist selten, gerade in D.

Vor dieser Art Auseinandersetzung haben Politiker Angst. Zurecht. Ist das Etikett dran, hat man sachlich argumentativ keine Chance mehr. Genau dies provoziert das Verhalten, was wohl mit Mainstream" gemeint ist.
Zitat
Gibt es denn keine seriöse Partei, die klare Kante gegen Bevormundung, Panikmache, Energiewende,... zeigt?

FDP teilweise. Das Grundsatzprogramm ist akzeptabel und m.W. sind Schwachsinnsforderungen wie bei der CDU etc. eher selten. Nur trauen sich da viele aus obigem Grund auch nicht.
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: mossmann am 29. Dezember 2015, 17:47:35
Eine neue Art der Auseinandersetzung kann man auch beobachten, Mossmann gab gerade ein schönes Beispiel: Man argumentiert nicht, versucht es erst gar nicht, man ettiketiert gleich persönlich.
Eine richtige Debattenkultur ist selten, gerade in D.

Naja, Groucho,

Wenn eine Debatte mit kreuzebilen Phrasen wie
Zitat
so langsam muss ich zugeben, dass an dem von den besorgten Bürgern beschworenen "Rot-Grünem Mainstream" doch etwas dran ist (was auf keinen Fall heißt, dass ich mit ihnen sympathisiere


geführt wird, die direkt aus dem Bullshit-Bingo sein könnten, dann ist jedes Argument überflüssig.

Und die FDP? Das ist jetzt nicht dein Ernst? Die haben ihre Kompetenz ja lange genug unter Beweis gestellt ...
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: Nicht_Peter am 29. Dezember 2015, 18:00:28
Wenn eine Debatte mit kreuzebilen Phrasen wie
Zitat
so langsam muss ich zugeben, dass an dem von den besorgten Bürgern beschworenen "Rot-Grünem Mainstream" doch etwas dran ist (was auf keinen Fall heißt, dass ich mit ihnen sympathisiere


geführt wird, die direkt aus dem Bullshit-Bingo sein könnten, dann ist jedes Argument überflüssig.

Mir kommt es halt nur so vor, als würden zwischen Union, Grüne und SPD zunehmend die Unterschiede verschwimmen, jeder will eigentlich beinahe das gleiche. Ich kann mich auch irren.
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: Groucho am 29. Dezember 2015, 18:03:37
geführt wird, die direkt aus dem Bullshit-Bingo sein könnten, dann ist jedes Argument überflüssig.

Wenn Du meinst ...

Zitat
Und die FDP? Das ist jetzt nicht dein Ernst? Die haben ihre Kompetenz ja lange genug unter Beweis gestellt ...

Wie und warum die FDP sich ruiniert hat, ist bekannt. Was Energiepolitik angeht, ist ihr Programm m.M. das akzeptabelste, wenigstens nicht von der Überzeugung getragen, man könne Physik und Ökonomie durch Wollen ändern. Es ist für mich der wichtigste Punkt, alles basiert letztlich darauf. ich weiß, schwer zu verstehen. Dass sich die FDP gerade erneuert, macht sie mM. wieder wählbar, warum also nicht? Ob das gut geht, ist eine andere Frage. Aber dann wählt man sie halt nicht mehr.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: mossmann am 29. Dezember 2015, 18:13:49
Zudem finde ich das Totschlagargument des "Rot-Grünen-Mainstreams" in Bezug auf die Energiewende / Atomenergie ohnehin befremdlich.

Nicht umsonst spricht man vom "Atomzeitalter": In den 1950er Jahren und danach war Atomkraft Mainstream, "Mein Freund das Atom" und so weiter ...

http://www.faz.net/aktuell/politik/energiepolitik/deutschland-und-die-kernkraft-unser-freund-das-atom-1613327.html

Das hat sich eben geändert, die Meinung hat sich gewandelt, das ist nun mal Demokratie, man hat anders gewählt (siehe eins weiter oben / FDP).



Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 29. Dezember 2015, 18:26:33
Zudem finde ich das Totschlagargument des "Rot-Grünen-Mainstreams" in Bezug auf die Energiewende / Atomenergie ohnehin befremdlich.

Geh halt mal auf eine beliebige Party und verkünde, dass Du Kernkraft gut findest. Wenn es nicht gerade die Weihnachtsfeier einer Kraftwerksbelegschaft ist, weißt Du danach, was "rot-grüner-(man darf auch um schwarz ergänzen)-Mainstream ist.

Zitat
Nicht umsonst spricht man vom "Atomzeitalter": In den 1950er Jahren und danach war Atomkraft Mainstream, "Mein Freund das Atom" und so weiter ...

Klar war das so. Aber Du verwechselst System mit Prinzip. Und natürlich wurden Fehler gemacht, hauptsächlich politische. Indem man z.B. viel zu große Kraftwerkstypen angegangen ist, etc.

Zitat
Das hat sich eben geändert, die Meinung hat sich gewandelt, das ist nun mal Demokratie, man hat anders gewählt (siehe eins weiter oben / FDP).

Ja, klar. Nur, eine Meinung zu haben, ohne rudimentäre Fakten zum Thema zu kennen, das ist halt dumm. Sowas zu sagen, ist wiederum mein demokratisches Recht.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: mossmann am 29. Dezember 2015, 18:37:13
Geh halt mal auf eine beliebige Party und verkünde, dass Du Kernkraft gut findest. Wenn es nicht gerade die Weihnachtsfeier einer Kraftwerksbelegschaft ist, weißt Du danach, was "rot-grüner-(man darf auch um schwarz ergänzen)-Mainstream ist.

Der politische Mainstream-Test anhand der Atom-Frage.
So ein Blödsinn. Sorry.

Klar war das so. Aber Du verwechselst System mit Prinzip. Und natürlich wurden Fehler gemacht, hauptsächlich politische. Indem man z.B. viel zu große Kraftwerkstypen angegangen ist, etc.

Sowas Doofes aber auch. Und das trotz der ganzen dollen Subventionierung:

Zitat
Eine Analyse des Handelsblatts kam 2015 zu dem Schluss, dass Atomkraft "die wahrscheinlich größte und schlechteste Investition in der Geschichte der Bundesrepublik" war.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie#Deutschland

Ja, klar. Nur, eine Meinung zu haben, ohne rudimentäre Fakten zum Thema zu kennen, das ist halt dumm. Sowas zu sagen, ist wiederum mein demokratisches Recht.

Heul doch: Die ganzen rudimentären Dummen haben dich, der du eklatante Fakten zum Thema kennst, einfach überstimmt.

;-)

Kernkraft konnte sich am Ende nicht durchsetzen. Und das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass es an rudimentären Fakten mangelt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 29. Dezember 2015, 19:58:13
Kernkraft konnte sich am Ende nicht durchsetzen. Und das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass es an rudimentären Fakten mangelt.

Das Schöne an Ideologien ist, dass sie immer einen exakten Zustand der Welt liefern. Man hat auch mehr geistige Freiheit. Und natürlich mehr Freizeit.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: mossmann am 29. Dezember 2015, 20:21:08
Das Schöne an Ideologien ist, dass sie immer einen exakten Zustand der Welt liefern. Man hat auch mehr geistige Freiheit.

Tolle Antwort. Danke.
(Edit:
Zitat
Und natürlich mehr Freizeit
- hast du später noch dazuaddiert, warum auch immer)

Atomkraft hatte am Ende nicht nur keine Akzeptanz in der Bevölkerung mehr, das Konzept wurde auch wirtschaftlich zunehmend fragwürdiger - Zweiteres hat leider nix mit Ideologie zu tun, sondern mit Zahlen.

Da hat auch ein Atomminister Strauß nix gebracht, der schwarz-schwarze Mainstreamer sozusagen ;-)

Ach so:

Zitat
Auch Uekötter verweist darauf, dass ein weiterer Zubau der Kernenergie heute vor allem in autoritär geführten Staaten stattfindet, wo die Gesetze des Marktes nicht zum Tragen kommen und zudem die Mitbestimmung der Bevölkerung gering ist.

Aber das wäre dann ja Ideologie ...



Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 29. Dezember 2015, 21:54:43
Das Schöne an Ideologien ist, dass sie immer einen exakten Zustand der Welt liefern. Man hat auch mehr geistige Freiheit.

Tolle Antwort. Danke.
(Edit:
Zitat
Und natürlich mehr Freizeit
- hast du später noch dazuaddiert, warum auch immer)

Ja, dazu editiert. Dachte, es wäre zu undeutlich.

Zitat
Atomkraft hatte am Ende nicht nur keine Akzeptanz in der Bevölkerung mehr, das Konzept wurde auch wirtschaftlich zunehmend fragwürdiger - Zweiteres hat leider nix mit Ideologie zu tun, sondern mit Zahlen.

Sieht man ja an Frankreich, klar.

Wirtschaftlich unrentabel wird alles irgendwann, wenn man den Pöbel genug aufstachelt, alles zu sabotieren (Ich darf das sagen, weil ich auch dazu gehörte.), und irrwitzige Hochrechnungen betreibt, die nur einem Zweck dienen.

Zitat
Da hat auch ein Atomminister Strauß nix gebracht, der schwarz-schwarze Mainstreamer sozusagen ;-)

Ach so:

Zitat
Auch Uekötter verweist darauf, dass ein weiterer Zubau der Kernenergie heute vor allem in autoritär geführten Staaten stattfindet, wo die Gesetze des Marktes nicht zum Tragen kommen und zudem die Mitbestimmung der Bevölkerung gering ist.

Aber das wäre dann ja Ideologie ...

Ja. Genau.
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: Sauropode am 29. Dezember 2015, 22:19:01
Wenn eine Debatte mit kreuzebilen Phrasen wie
Zitat
so langsam muss ich zugeben, dass an dem von den besorgten Bürgern beschworenen "Rot-Grünem Mainstream" doch etwas dran ist (was auf keinen Fall heißt, dass ich mit ihnen sympathisiere


geführt wird, die direkt aus dem Bullshit-Bingo sein könnten, dann ist jedes Argument überflüssig.

Mir kommt es halt nur so vor, als würden zwischen Union, Grüne und SPD zunehmend die Unterschiede verschwimmen, jeder will eigentlich beinahe das gleiche. Ich kann mich auch irren.

Diesen Eindruck haben auch viele andere. Und der Wunsch nach echter Opposition wird von Rechten gerne aufgenommen. Daher auch diese Polarisierung in "Mainstream" und "Pack". Ersterer fühlt sich gegenüber dem letzteren erhaben und verweigert jede Sachdiskussion, siehe Mossmann, der geradezu exemplarisch reagierte. Das"Pack" wiederum fühlt sich nicht ernst genommen. Viel gesellschaftlicher Sprengstoff, befürchte ich. Ich wäre hier gerne ein Soziologe, der das genauer analysieren kann.
Titel: Re: Auch die Union ist aber manchmal für unschöne Überraschungen zu haben
Beitrag von: Krebskandidat am 29. Dezember 2015, 23:33:18
Mir kommt es halt nur so vor, als würden zwischen Union, Grüne und SPD zunehmend die Unterschiede verschwimmen, jeder will eigentlich beinahe das gleiche. Ich kann mich auch irren.

Liegt das vielleicht daran, dass alle anderen Parteien erkannt haben, dass Merkels Gefälligkeitspolitik mehr Wählerstimmen bringt - oder weniger Wähler vergrault - als ein fester, klarer Kurs? Und wenn sich nun alle nach der Stimmung der Bevölkerungsmehrheit richten, werden einzelne Parteien überflüssig...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 30. Dezember 2015, 11:51:02
Zitat
Auch Uekötter verweist darauf, dass ein weiterer Zubau der Kernenergie heute vor allem in autoritär geführten Staaten stattfindet, wo die Gesetze des Marktes nicht zum Tragen kommen und zudem die Mitbestimmung der Bevölkerung gering ist.

Hier beißt sich was. Die „autoritär geführten Staaten“ sind nicht die reichsten Länder dieser Erde, und die Kernenergie ist attraktiv für sie, weil sie preiswert ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 30. Dezember 2015, 12:59:39
die Kernenergie ist attraktiv für ["autoritative" Staaten], weil sie preiswert ist.

Das "ist" dürfte problematisch zu belegen sein. Für zentralistische Staatssysteme mit starkem Regelungsanspruch (auch im ökonomischen Bereich) kann ein Energieerzeugungssystem X vor allem bei Neuaufbau den zu zahlenden Investitionspreis wert sein. Ob es dann auch "preiswert" ist oder nach einigen Dezennien auch hinsichtlich Reinvest "preiswert" bleibt, ist eine gänzlich andere Frage und keineswegs mit einem "ist so" beantwortbar.

In der chin. Volksrepublik, in Indien, in Brasilien ... mag es im Zuge einer möglichst schnellen Industrialisierung "preiswert" gewesen sein, auf heimische Kohle/Gas/Öl und Großkraftwerke vor allem für die bestgeförderten Entwicklungsregionen gesetzt zu haben. (Das kommt einem zumindest in Zentraleuropa höchst vertraut vor.) Es mag ebenfalls nun den Preis wert sein, die alten Knotenkraftwerke durch möglichst billige Meiler mit möglichst noch höherer Leistung zu ersetzen, um einerseits mit den Industrialisierungsausweitungen Schritt zu halten (die Geister, die ich rief....) und andererseits massive ökologische Folgelasten der Verbrennung fossiler Energieträger nicht noch größer werden zu lassen. Aber ob das dann in der Folge in Verbindung mit sonstigen notwendigen restaurativen und sonstigen Leistungen (wiederum von der Zentralführung aus zu erbringen) auch "preiswert" bleibt, dürfte eher negativ zu beantworten sein.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 30. Dezember 2015, 13:54:28
die Kernenergie ist attraktiv für ["autoritative" Staaten], weil sie preiswert ist.
Das "ist" dürfte problematisch zu belegen sein.
Aber der Rest Deiner Antwort thematisiert das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Kernkraft mit keinem Wort.

Was langfristige und indirekte Folgekosten angeht: ihr Problem ist immer, dass sie schwer abzuschätzen sind. In der Medizin ist beispielsweise der Verweis auf solche astronomischen Ausgaben in ferner Zukunft (z. B. Kosten durch Arbeitsausfall pflegender Angehöriger, berechnet als Umsatzeinbruch des Arbeitgebers …) als rhetorische Figur beliebt, um die Kostenträger zu einer großzügigen Finanzierung von aktuell teuren und in der Wirkung schlecht belegten Maßnahmen zu bewegen. Aber die Ausgaben jetzt sind immer gewiss, die Einsparungen später immer ungewiss.

Aber sei dem wie dem sei. Es ist doch mit großer Sicherheit daneben zu behaupten, die „Kräfte des Marktes“ hätten die Kernenergie obsolet gemacht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 30. Dezember 2015, 14:02:04
Zitat
Es ist doch mit großer Sicherheit daneben zu behaupten, die „Kräfte des Marktes“ hätten die Kernenergie obsolet gemacht.

Wenn man so argumentiert, sollte man nicht unerwähnt lassen, dass die sogenannten alternativen Eergien alleine durch die "Kräfte des Marktes" überhaupt erst nicht so viel Verbreitung erlangt hätten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. Dezember 2015, 14:41:21
Zur Kostenrechnung:

http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001088 (http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001088)

Liste aller KKW:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke)

Geplante KKW:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/ (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/)

Natürlich kann man die Kosten auch dermaßen in die Höhe treiben, dass es unwirtschaftlich wird. Ist ja die bekannte Strategie der Gegner. Endlager verhindern, Transporte, wo es nur geht, behindern, WAA verhindern, Vorzeitig abschalten, dass der Amortisationsplan unmöglich aufgeht, virtuelle Kosten erfinden.





Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. Dezember 2015, 14:51:38
Aber sei dem wie dem sei. Es ist doch mit großer Sicherheit daneben zu behaupten, die „Kräfte des Marktes“ hätten die Kernenergie obsolet gemacht.

Die Argumentation sind da immer die Preise an der Strombörse. Die sind tatsächlich manchmal so niedrig oder gar negativ, dass sich fast nichts mehr lohnt, gerade noch die alten Kohlegurken. Das verhindert auch zuverlässig den Neubau effizienterer KW. Die Preise entstehen aber nicht aus der Marktwirtschaft, sondern einer Planwirtschaft, die stellenweise zu einem extremen Überangebot führt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. Dezember 2015, 15:27:13
Noch eine kleine Erläuterung zu meiner Sicht. Ich weise lediglich auf Unmöglichkeiten und Diskrepanzen hin. Man kann nicht CO2 Minderung als oberstes Ziel haben, und gleichzeitig alle KKW abschalten und meinen, man könne das mit PV, Wind und Faulgas abdecken, ohne massive Umweltschädigung und ohne extremen Strompreis, der zu einem ebenso extremen Standortnachteil führt. Vieles kann man tun oder lassen, aber alles zusammen geht halt oft einfach nicht.

Frank Wunderlich auf sb hat das gut zusammengefasst, u.a. schreibt er:

Zitat
Nichts davon sollte besonders erstaunlich sein. Erstaunlich ist nur das Kaspertheater das man erlebt, wenn man auf gut begründete Möglichkeiten und Unmöglichkeiten hinweist, sobald die Fragen eine politische Dimension haben. Es wird sofort ein moralisches Argument aufgemacht. Gerade so, als wäre die Unmöglichkeit der jeweils bevorzugten Lösung eine Beleidigung. Nein, man kann Windkraft nicht nutzen, ohne dass deren Nutzung einen Einfluss auf die Windgeschwindigkeiten hat. Das ergibt sich schon aus dem Energieerhaltungssatz. Die Frage ist nur, wie groß dieser Einfluss sein darf und wie groß die Nutzung der Windkraft ausfallen soll.

Manchmal ist wird auch das Vorhandensein der Möglichkeit einer Lösung als Beleidigung aufgefasst. Ja, wir könnten (auch wenn es eine dumme Idee wäre) den gesamten Strombedarf der Welt durch Kernspaltung decken, ohne dass uns in den nächsten Hunderttausend Jahren auch nur näherungsweise das Uran ausgehen würde. Auch das ergibt sich aus einfachen physikalischen Grundlagen. Ganz ähnlich sieht es mit der Frage aus, was man mit Atommüll tun kann.

http://scienceblogs.de/wasgeht/2015/09/10/was-geht-heisst-nicht-was-muss-man-tun/ (http://scienceblogs.de/wasgeht/2015/09/10/was-geht-heisst-nicht-was-muss-man-tun/)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 30. Dezember 2015, 16:03:34
Ich versuche mir manchmal vorzustellen, wie die Umwelt heute aussähe, hätte man die vielen Milliarden Kilowattstunden, die aus der Kernkraft bisher gewonnen worden, aus fossilen Brennstoffen gewonnen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: C12 am 30. Dezember 2015, 17:46:21
Ich versuche mir manchmal vorzustellen, wie die Umwelt heute aussähe, hätte man die vielen Milliarden Kilowattstunden, die aus der Kernkraft bisher gewonnen worden, aus fossilen Brennstoffen gewonnen.
Wahrscheinlich nicht viel anders als jetzt gerade, die Stromproduktion ist "nur" für ca. 40% der CO2 Emmisionen verantwortlich (in D), Haushalt/Wärme, Verkehr (Auto, Bahn, Flugzeug, Schiffe,...) etc etc sind ebenso große CO2 Produzenten.
Der Atomausstieg in D ist eine rein politische Maßnahme gewesen, bedingt durch die Strahlenangst der Deutschen. Das "Volk" wollte und will nun mal keine Atomkraft, das ist erst mal die Prämisse unter der man arbeiten muss.
Die CO2-Reduktion/Klimaziele etc sind eine weitere Baustelle. Beide Probleme mit der selben Lösung anzugehen.........das kann in die Hose gehen. Das merkt man schon bei jeder Diskussion.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 30. Dezember 2015, 21:22:06

Tut mir sehr leid, Peiresc, aber ich habe den "Fehler" gemacht, nicht auf den thread-Titel zu achten - ich hatte mich mal entschlossen, unter diesem thread-Titel nur noch möglichst unernste Sachen einzuwerfen. (Und wg. Neujahr und diesem dazu passenden Vorsätze-Ding soll man sich ja auch irgendwie an solche Sachen halten)

Aber zumindest das noch:
Zitat von: Frau Roth, Spiegel-TV v. 3.2.2007
Türkei ist für mich zweite Heimat. Ich mache seit 20 Jahren Türkeipolitik, das ist viele Jahre. Und ich liebe die Menschen in der Türkei. Und ich liebe die Konflikte in der Türkei, es gibt immer wieder Probleme, immer wieder Konflikte. Mir gefällt in der Türkei Sonne, Mond und Sterne, mir gefällt Wasser, Wind. Mir gefallen die Meze, mir gefallen Kichererbsenpüree, mir gefallen Börek. Ich kann gute Börek machen.

Ich denke, damit ist alles gesagt ;-)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 04. Januar 2016, 03:25:58
Voodoo-Wasser für alle Wiener:

http://dietagespresse.com/gruene-setzen-sich-durch-wiener-hochquellwasserleitungen-stellen-auf-grander-wasser-um/

Zitat
Grüne setzen sich durch: Wiener Hochquellwasserleitungen stellen auf Grander-Wasser um

Kaum wiedergewählt, können die Grünen bereits einen ersten Erfolg für sich verbuchen. Alle drei Wiener Hochquellwasserleitungen werden auf Grander-Wasser umgestellt. Schon ab Februar soll aus den Wiener Wasserhähnen nur mehr „belebtes“ Wasser sprudeln.

Eigene Erfahrung
Vizebürgermeisterin Vassilakou erzählt bei der Bekanntgabe, warum diese Maßnahme zu einer ihrer politischen Kernforderungen gehört: „Mein Jack-Russel-Terrier Rico bekommt seit einem Jahr nur mehr Grander-Wasser. Seither ist er viel friedlicher und fällt keine ausländischen Hunderassen mehr an. Grander-Wasser hat seinen Rassismus geheilt.

Überhaupt eine empfehlenswerte Seite ;)
http://dietagespresse.com/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 04. Januar 2016, 11:32:29
Zitat
Mein Jack-Russel-Terrier Rico bekommt seit einem Jahr nur mehr Grander-Wasser. Seither ist er viel friedlicher und fällt keine ausländischen Hunderassen mehr an. Grander-Wasser hat seinen Rassismus geheilt.“

Ist das Satire?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: smartie am 04. Januar 2016, 13:03:48
Springt Dir das denn nicht direkt ins Auge bei den Links zu anderen Artikeln?
Ein Beispiel "Begeistert von Star Wars: Bundesheer kauft bei Mensdorff-Pouilly 1 Million Laserschwerter"
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 04. Januar 2016, 15:33:41
Springt Dir das denn nicht direkt ins Auge bei den Links zu anderen Artikeln?
Ein Beispiel "Begeistert von Star Wars: Bundesheer kauft bei Mensdorff-Pouilly 1 Million Laserschwerter"
Das währe aber nichts Ungewöhnliches, s.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/falscher-bombendetektor-britische-regierung-half-betrueger-beim-export-a-945759.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/falscher-bombendetektor-britische-regierung-half-betrueger-beim-export-a-945759.html)
Zitat
Der Sprengstoffdetektor könne nicht nur Sprengstoff, sondern auch Drogen aufspüren - und zwar auf eine Entfernung von mehreren hundert Metern, erklärte der britische Unternehmer seinen verblüfften Kunden auf Waffenmessen in aller Welt.
In Wahrheit war der GT200 "nichts als eine Plastikbox mit einem Griff und Antennen"
Und das ist garantiert keine Satire!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 04. Januar 2016, 15:37:17
Springt Dir das denn nicht direkt ins Auge bei den Links zu anderen Artikeln?
Ein Beispiel "Begeistert von Star Wars: Bundesheer kauft bei Mensdorff-Pouilly 1 Million Laserschwerter"

Ich habe die Links nicht geöffnet, sonst hätte ich nicht gefragt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 04. Januar 2016, 15:49:26
Ist das Satire?

Ich rechne täglich damit, dass diese Satire Realität wird.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 04. Januar 2016, 16:00:50
Und ... naja ... es ging um Österreich.

Unsere charmanten Nachbarn hinter den Bergen können nicht leugnen, dass bei ihnen die Grenzen zwischen Satire und bitterem Ernst irgendwie ... fließender sind.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Yadgar am 20. Januar 2016, 22:15:18
Hi(gh)!

Der Atomausstieg in D ist eine rein politische Maßnahme gewesen, bedingt durch die Strahlenangst der Deutschen. Das "Volk" wollte und will nun mal keine Atomkraft, das ist erst mal die Prämisse unter der man arbeiten muss.
Die CO2-Reduktion/Klimaziele etc sind eine weitere Baustelle. Beide Probleme mit der selben Lösung anzugehen.........das kann in die Hose gehen. Das merkt man schon bei jeder Diskussion.

Thorium-Reaktoren (flüssigsalzmoderiert) wären eine gute Idee, solange es mit der Kernfusion noch nicht klappt... die Frage ist jetzt: welche Partei (abgesehen von dieser Psychopathen-Sekte "BüSo") muss ich wählen, damit daraus langfristig noch was wird? Billiger Strom galore wäre perfekt für eine ökologische Kreislaufwirtschaft, weil man dann buchstäblich jeden Dreck lohnend recyclen kann...

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar

Now playing: Es fiel ein Traum (Zara-Thustra)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Yadgar am 20. Januar 2016, 22:29:57
Hi(gh)!

(http://www.trendhure.com/wp-content/2015/picdump281/2.jpg)
... dann doch lieber Döner!

...der Hofreiter sollte sich endlich mal einen RICHTIGEN Bart und eine RICHTIGE Hippiematte wachsen lassen! Ich wäre ihm gerne beim Styling (oder besser Nicht-Styling, die Haare wachsen ja von selbst...) behilflich...

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 20. Januar 2016, 22:34:24
Thorium-Reaktoren (flüssigsalzmoderiert) wären eine gute Idee, solange es mit der Kernfusion noch nicht klappt...

Als Brennstoff geht da viel, aber schon richtig, solche Reaktoren sind schon gelaufen. War die zeit nicht reif, inhärente Sicherheit war da nicht so das Thema. Wird auch weltweit daran getüftelt, das in wirtschaftliche Maßstäbe umzusetzen. In D. natürlich nicht.

Zitat
die Frage ist jetzt: welche Partei (abgesehen von dieser Psychopathen-Sekte "BüSo") muss ich wählen, damit daraus langfristig noch was wird?

Wenn es keine BüSo sein soll (zum Glück), FDP, so leid es mir tut. Da besteht eine kleine Chance auf energietechnische Vernunft. Die natürlich dann, sollte koaliert werden, wieder den Bach runter geht, vermutlich.

Zitat
Billiger Strom galore wäre perfekt für eine ökologische Kreislaufwirtschaft, weil man dann buchstäblich jeden Dreck lohnend recyclen kann...

Wenn die Temp. hoch genug ist, lässt sich da fast alles fraktionieren, selbst Treibstoff für heutzutage normale Autos. Quasi "klimaneutral".  Es wäre das beste, was man als Umweltschutz machen könnte, aber sag das mal einem Ideologen, für den "Atom" so schlimm ist wie der schwarze Mann damals im Kindergarten.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 21. Januar 2016, 11:56:31
Wenn es keine BüSo sein soll (zum Glück), FDP, so leid es mir tut. Da besteht eine kleine Chance auf energietechnische Vernunft. Die natürlich dann, sollte koaliert werden, wieder den Bach runter geht, vermutlich.


Ja, dafür sorgt dann schon die Hotel Branche.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 21. Januar 2016, 12:01:18
Auch ein ziemlicher Mythos (von anderen Parteien genauso gefordert), ewig her und eine Steuererleichterung ist keine Subvention.

Es gibt sicher bessere Argumente gegen die FDP.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 21. Januar 2016, 12:04:55
Auch ein ziemlicher Mythos (von anderen Parteien genauso gefordert), ewig her und eine Steuererleichterung ist keine Subvention.

Es gibt sicher bessere Argumente gegen die FDP.

Ja, mit den Argumenten kann man ein Dirndl ausfüllen!  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Ladislav Pelc am 21. Januar 2016, 14:05:24
die Frage ist jetzt: welche Partei (abgesehen von dieser Psychopathen-Sekte "BüSo") muss ich wählen, damit daraus langfristig noch was wird?

Da hilft kein Wählen. Wenn man Wert darauf legt, hilft nur, in ein Land auszuwandern, wo man noch nicht das gesellschaftliche Dogma entwickelt hat, dass alles, wo Atome drin sind, böse ist. (Aus deutscher Sicht ist das natürlich ein Zeichen von Rückständigkeit.)

Oder aber man lehnt sich zurück und hofft, dass dieses Dogma irgendwann in 10, 20 oder 50 Jahren wieder verschwindet.

Die gesellschaftlichen Umstände kann man kaum ändern. (Das ist aber vermutlich auch besser so, wer weiß wie die Gesellschaft sonst aussähe.) Man muss damit leben, dass man nur innerhalb des gesellschaftlichen Rahmens agieren kann. Und alles was mit Atomen zu tun hat liegt außerhalb dieses Rahmens.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 21. Januar 2016, 16:01:58
Oder aber man lehnt sich zurück und hofft, dass dieses Dogma irgendwann in 10, 20 oder 50 Jahren wieder verschwindet.
In Polen ist man uns um diese 20 Jahre voraus. Polen hat ein Machtwort gesprochen, es lässt sich nicht mehr von radfahrenden Vegetariern auf der Nase rumtanzen. 

Ich fürchte, es braucht ein paar blackouts oder Versorgungsengpässe, bevor das gesellschaftliche Klima sich wendet. Aber auch das ist keine Garantie. Bei noch jedem Missstand in der Welt, gleich zu welcher Zeit und in welcher Gegend, gibt es Leute, die ein vitales Interesse daran haben, dass alles so bleibt wie es ist. Die werden z. B. schreien, dass die Öko-Wende der Energieversorgung nicht konsequent genug betrieben worden ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 21. Januar 2016, 18:28:25
Moin,

Zitat von: Peiresc
In Polen ist man uns um diese 20 Jahre voraus. Polen hat ein Machtwort gesprochen, es lässt sich nicht mehr von radfahrenden Vegetariern auf der Nase rumtanzen. 
Ich wohne unter der Woche in einem Appartementkomplex in dem der Vemrieter auch wochenweise vermietet und kann da nur dasselbe sagen wie zu den polnischen Arbeitertrupps* die hier öfter untergebracht sind-> Gehst halt in Polen arbeiten wenns dir da besser gefällt, EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit machts möglich. 8)

Und ja mir gefallen die Masuren deutlich besser als das Ludwigsburger Hinterland, zumindest im Sommer.

Ich bin ja eigentlich der Meinung das die kampfradelnden Kampfveganer hauptsächlich deswegen so extrem nervig sind weil sie Menschen auf Mission sind. Mit solchen durch und durch kompromissunbereiten Menschen kann man kaum reden, vor allem nicht wenn man einfach nur ein nettes Leben auf diesem Planeten verbringen will.

Zitat von: Yadgar
Thorium-Reaktoren (flüssigsalzmoderiert) wären eine gute Idee, solange es mit der Kernfusion noch nicht klappt...
Das wirst du nie durchkriegen, bei vielen hier kriegst du nicht mal mehr Forschung an Reaktoren durch, diesbezüglich sind viele einfach nur völlig verbrannt. Und wenn die irgendwas von "highend" Technik im Reaktor hören dann ist der Ofen leider völlig aus, das taugt angeblich alles nichts und geht nur kaputt, dann machts sofort Bumm und alle Kühe und Bäume fallen um. 
Leider sind seit Fukushima sogar viele völlig gegen Forschung an Transmutation, da würde der "Müll" (Rohstoffe!) einfach verbuddelt.  :-[

*Ja, manchmal spricht man mit denen sogar.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 22. Januar 2016, 22:06:29
Den Grünen mag ich:
https://twitter.com/dhelmich/status/690508559050784768

Hintergrund:
https://twitter.com/welt/status/690594404436934657
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 02. Juli 2016, 14:08:52
Eine herrlich verdruckste Ausrede, die das taktische Verhältnis der Grünen zu Fakten auf den Punkt bringt:

Zitat
Wie Deppe berichtet, habe das Ministerium bereits eingeräumt, dass man mit 'übertriebenen Angaben für das Problem (Artensterben, Anm. d. Red.) sensibilisieren wolle'.

http://mobil.jagderleben.de/remmel-unter-druck

"Lüg mich nicht an!"

"Schatzi, ich wollt dich doch nur für das Problem sensibilisieren..."

 :grins
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 20. Juli 2016, 12:20:16
Sind wir nicht alle glücklich darüber, dass Renate Künast nur den Ehrgeiz hat, andere kampfunfähig zu reden??? Fragen!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 23. Juli 2016, 16:16:59
Nochmal etwas Grundsätzliches: Ich dachte hier trete man (unter anderem) auch gegen Verschwörungstheorien an. Einer dieser Theorien ist es, den Klimawandel (den vom Menschen verursachten) zu leugnen. Darin üben sich die amerikanischen Republikaner schon seit mehreren Jahrzehnten.

Aber waren es nicht die Grünen, die den Umweltschutz überhaupt erst der Mehrheit der Menschen bewusst machten? Wie kann man eine Partei so stark kritisieren, die es geschafft, Millionen von Menschen, vor allem Jugendliche (in den 80er Jahren) für die Erhaltung der Natur zu mobilisieren?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 23. Juli 2016, 16:33:06
Nochmal etwas Grundsätzliches: Ich dachte hier trete man (unter anderem) auch gegen Verschwörungstheorien an. Einer dieser Theorien ist es, den Klimawandel (den vom Menschen verursachten) zu leugnen. Darin üben sich die amerikanischen Republikaner schon seit mehreren Jahrzehnten.

Der wird doch hier nirgends geleugnet?

Zitat
Aber waren es nicht die Grünen, die den Umweltschutz überhaupt erst der Mehrheit der Menschen bewusst machten? Wie kann man eine Partei so stark kritisieren, die es geschafft, Millionen von Menschen, vor allem Jugendliche (in den 80er Jahren) für die Erhaltung der Natur zu mobilisieren?

Einen Abriss der Geschichte der Grünen hier in einem Post zu geben, wäre etwas arg umfänglich. Jedenfalls haben sie das Kunststück geschafft, Themen zu besetzen, denen man nicht widersprechen konnte, ohne als ein herzloser Unmensch dazustehen und die heutzutage jede Partei vertritt. Hunde soll man nicht treten, kein giftiges Zeug ins Wasser schütten und saubere Luft ist auch ganz nett. Wie man selbstverständliche Themen besetzt und so tut, als hätte man sie erfunden - das war schon immer Spezialität der alten K-Gruppen, in der unterentwickelsten Form die Forderung nach Freibier für alle. Wie man allerdings Probleme in komplexem Zusammenhang löst, eher nicht.

Umweltschutz fand schon vor den Grünen statt, es ist eine normale Entwicklung einer wohlstandshabenden Gesellschaft, dass solche Themen aufgegriffen werden. Waren ja nicht die Grünen, die entdeckt haben, dass Wälder schön und Wiesen grün und Flüsse sauber sein können.

Sie haben die Thematik beschleunigt, das kann man ihnen zu Gute halten. Habe sie auch mal gewählt. Nur hat das nichts mit dem zu tun, was diese Partei heutzutage ist - eine Lobbypartei in einem Ausmaß, das früher den Granden der FDP die Schamröte ins Gesicht getrieben hätte.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 23. Juli 2016, 16:35:04
Wie kann man eine Partei so stark kritisieren, die es geschafft, Millionen von Menschen, vor allem Jugendliche (in den 80er Jahren) für die Erhaltung der Natur zu mobilisieren?

Zitat
So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.
- Tucholsky.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 23. Juli 2016, 17:42:11
Umweltschutz fand schon vor den Grünen statt, es ist eine normale Entwicklung einer wohlstandshabenden Gesellschaft, dass solche Themen aufgegriffen werden. Waren ja nicht die Grünen, die entdeckt haben, dass Wälder schön und Wiesen grün und Flüsse sauber sein können.

Sie haben die Thematik beschleunigt, das kann man ihnen zu Gute halten. Habe sie auch mal gewählt. Nur hat das nichts mit dem zu tun, was diese Partei heutzutage ist - eine Lobbypartei in einem Ausmaß, das früher den Granden der FDP die Schamröte ins Gesicht getrieben hätte.

Natürlich fand Umweltschutz schon vor der Grünen statt. Aber du kannst doch nicht bestreiten, dass die Gründung und der Aufstieg der Grünen (Ereignisse, die eng verbunden mit der emanzipatorischen Bewegung der 68 verbunden waren) eine Art politische "Revolution" in Deutschland darstellten. Schon im Parteienspektrum schlug sich das nieder, als plötzlich zu den drei etablierten Parteien der Nachrkriegszeit eine vierte hinzutrat.

Vor den Grünen gab es auch kaum Gegner der Atomkraft. Die Politik befürwortete die Atomkraft, und die Medien informierten kaum über die Gefahren von AKWs. Ich möchte hier keine pro-contra-Atomkraft-Diskussion lostreten, aber es ist schon bezeichnend, dass die Gesellschaft von einem Ereigniss wie Tschernobyl wachgerüttelt werden musste: Warum wusste die Mehrheit der Bevölkerung nichts über die theoretische Möglichkeit eines solchen Ereignisses?

Über die heutige Entwicklung der Grünen lässt sich natürlich streiten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 23. Juli 2016, 18:02:02
Natürlich fand Umweltschutz schon vor der Grünen statt. Aber du kannst doch nicht bestreiten, dass die Gründung und der Aufstieg der Grünen (Ereignisse, die eng verbunden mit der emanzipatorischen Bewegung der 68 verbunden waren) eine Art politische "Revolution" in Deutschland darstellten. Schon im Parteienspektrum schlug sich das nieder, als plötzlich zu den drei etablierten Parteien der Nachrkriegszeit eine vierte hinzutrat.

Klar, war völlig ok und damals vermutlich auch sehr sinnvoll.

Zitat
Vor den Grünen gab es auch kaum Gegner der Atomkraft. Die Politik befürwortete die Atomkraft, und die Medien informierten kaum über die Gefahren von AKWs. Ich möchte hier keine pro-contra-Atomkraft-Diskussion lostreten, aber es ist schon bezeichnend, dass die Gesellschaft von einem Ereigniss wie Tschernobyl wachgerüttelt werden musste: Warum wusste die Mehrheit der Bevölkerung nichts über die theoretische Möglichkeit eines solchen Ereignisses?

Öhm, bitte nicht. Ich bin ja inzwischen ein definitiver Befürworter von Kernkraft, obwohl ich auch mal arg dagegen war. Man richtet sich halt nach den Fakten. Kernkraft hat definitiv die wenigsten Toten pro erzeugter Energieeinheit. Und Tschernobyl ist ca so, wie man ein Raketenauto in der Salzwüste als Beispiel für die Unsicherheit von Autos anführt.

Aber ich vertrete nur eine Minderheitenmeinung, lass Dich nicht erschrecken. Manche sagen sogar, ich wäre ansonsten nett und verständnisvoll.

Zitat
Über die heutige Entwicklung der Grünen lässt sich natürlich streiten.

Ja. Lobbys sind wohl wichtig und unumgänlich, jeder Kanichnenzüchterverein ist ja eine. Was schon sehr schräg bei den heutigen Grünen ist, dass man unter einer falschen Flagge segelt, realer Umweltschutz das letzte Thema ist, eine imaginäre Rettung der Welt das Leitmotiv. Womit man bei der Ideologie landet. die mag ich halt nicht so.

Fühle Dich deswegen nicht verunsichert. Diskutieren kann man hier immer, solange es um schlichte Argumente geht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 23. Juli 2016, 18:40:55
Was mich betrifft, ich habe die Grünen schon immer für weltfremd gehalten; insofern trifft es mein Tucholsky-Zitat nicht ganz.

Es ist für mich ein ungelöstes Problem, dass die Menschen regelmäßig so viel Unsinn verzapfen müssen, um allmählich etwas Sinnvolles zu erreichen. Das zieht sich durch die Geschichte seit Anbeginn.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 23. Juli 2016, 18:52:51
Was mich betrifft, ich habe die Grünen schon immer für weltfremd gehalten; insofern trifft es mein Tucholsky-Zitat nicht ganz.

Es ist für mich ein ungelöstes Problem, dass die Menschen regelmäßig so viel Unsinn verzapfen müssen, um allmählich etwas Sinnvolles zu erreichen. Das zieht sich durch die Geschichte seit Anbeginn.

Iteration ist ein evolutionäres Prinzip, gilt vermutlich auch für den kulturellen Output des äh Geistes.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 23. Juli 2016, 22:11:05
Fühle Dich deswegen nicht verunsichert. Diskutieren kann man hier immer, solange es um schlichte Argumente geht.

Fühle ich mich schon nicht. Bin in anderen Foren und auch im Real Life schon mit gegensätzlichen Meinungen in Kontakt gekommen ;) Aber ich bin eben in einer eher linken Familie großgeworden, da ist Opposition zur Atomkraft eine "Selbstverständlichkeit", die ich auch nicht so einfach aufgeben kann. ;D


Man richtet sich halt nach den Fakten. Kernkraft hat definitiv die wenigsten Toten pro erzeugter Energieeinheit.

Na ja, ich frage mich ja wie viele Tote Windkraft oder Solarenergie hat? Vielleicht ja ein paar Vögel die reinfliegen, aber Menschen?

Ich sehe ja dass Automkraft der Kohlekraft klar überlegen ist (Stichwort Co2-Ausstoß). Aber wenn ich mit mir (oder mit radikalen Naturschützern) diskutiere, tauchen immer zwei Argumente auf, die nicht so leicht von der Hand zu weisen sind:

1) Abfall. Natürlich gibt es potenziell sichere Lagerstätten, aber wenn man dann eine gefunden hat, wehren sich die betreffenden Gemeinden dagegen (dass Atommüll gefährlich ist und sich nicht so schnell in Wohlgefallen auflöst dürfte jedem klar sein).
Außerdem hat sich in der Geschichte auch der BRD gezeigt, dass Regierungen für Abfall nicht immer die sichersten Orte aussuchen.

2) Die Gefahren.

Und Tschernobyl ist ca so, wie man ein Raketenauto in der Salzwüste als Beispiel für die Unsicherheit von Autos anführt.

Natürlich war die SU noch nie ein Beispiel für Hochtechnologie, und die Abläufe in Tschernobyl waren völlig fahrlässig. Andererseits schafft es auch dass uns technologisch überlegene Japan, ein Atomkraftwerk in einer Erd- und Seebeben gefährdeten Zone zu bauen (möglicherweise auch aufgrund der Schwäche grüner Bewegungen im Land).

Natürlich kann man alles absichern, das perfekte und "sichere" AKW ist theoretisch möglich. Theoretisch ist auch ein unsinkbares Schiff möglich.

Was antwortest du dir selbst (und anderen) wenn die Frage nach dem GAU auftaucht? Und wenn man es dann mal mit Solarenergie vergleicht, wo die Gefahren gleich null sein?

Was mich betrifft, ich habe die Grünen schon immer für weltfremd gehalten; insofern trifft es mein Tucholsky-Zitat nicht ganz.

Ich bin nach den stürmischen Zeiten der 80er geboren und weiß daher sehr wenig über die genauen Ziele der damaligen Grünen. Was haben sie denn damals weltfremdes gefordert, und inwiefern machte das Weltfremde den Großteil ihres Programmes aus?

Ich habe eher das Gefühl dass in jedem Parteiprogramm sehr viel abgehobenes steckt. Man nehme nur einmal die Linkspartei - Emanzipation für Arbeiter, Frauen und Homosexuelle, aber außenpolitisch Putin und Assad unterstützen. Würde man sich mit CDU, FDP und SPD auseinandersetzen, fände man sich andere Beispiele für Widersprüche oder unerreichbare Ziele.

Was auf jeden Fall stimmt ist, dass die Energiewende vollkommen falsch angegangen wurde. Normalerweise sollte man als Gesellschaft eine Entscheidung fällen, und diese dann umsetzen. Was jedoch schlecht ist, ist eine Entscheidung zu treffen, sie dann nochmal zu überdenken, sie ein Jahr später wieder zu treffen etc.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 23. Juli 2016, 23:11:55
Was mich betrifft, ich habe die Grünen schon immer für weltfremd gehalten; insofern trifft es mein Tucholsky-Zitat nicht ganz.
Ich bin nach den stürmischen Zeiten der 80er geboren und weiß daher sehr wenig über die genauen Ziele der damaligen Grünen. Was haben sie denn damals weltfremdes gefordert, und inwiefern machte das Weltfremde den Großteil ihres Programmes aus?
Ist lange her. Spontan fallen mir Petra Kelly (https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_Kelly) ein, oder Startbahn West (https://de.wikipedia.org/wiki/Startbahn_West), oder Fundis versus Realos, oder Freie Heide (da finde ich jetzt nicht mehr die richtigen Stichwörter). Oder, gerade erwähnt, der Affentanz um Tschernobyl: nicht das allerleiseste Bemühen, das reale Ausmaß des Schadens zu erfassen. Aber Lieder über den drohenden Weltuntergang (https://www.youtube.com/watch?v=3XUzXfLb8oU) singen, und alle machen mit (wenn ich mich recht entsinne, war das schon damals ein deutscher Sonderweg). Das hat mich in ganz anderer Weise nachdenklich gemacht, als es vielleicht von Wolf Maahn gedacht war. 

Ich hatte damals auch noch andere Gründe, die mit meiner persönlichen Geschichte zusammenhängen, finde das aber jetzt nicht mehr so wichtig.

Ich habe eher das Gefühl dass in jedem Parteiprogramm sehr viel abgehobenes steckt.
Ja, klar – sie sind aber auch nicht dafür gemacht, verwirklicht zu werden. Und wer liest so was schon? Soll ich ehrlich sein? Ich nicht.  :grins2:

Zitat
Das, was man gemeinhin Endziel des Sozialismus nennt, ist mir nichts, die Bewegung alles.
-   Eduard Bernstein
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: PeterPancake am 23. Juli 2016, 23:42:47
Zu den weltfremden Grünen. Die waren anhand von Zeitungsartikeln und Kommentaren schon zu ihrer Anfangszeit Spießer. Der Unterschied war sie waren die frischen neuen Spießer nicht die Alten. Ansonsten die Grünen haben den Umweltschutz nicht für sich gepachtet. Sie waren einfach nur in der Lage es zu monetisieren und es hipp im deutschen Raum zu machen.

Siehe:
http://blog.stummkonzert.de/2012/08/die-studie-der-chaos-computer-club-und-die-grunen-1986/#fn-415-23 (http://blog.stummkonzert.de/2012/08/die-studie-der-chaos-computer-club-und-die-grunen-1986/#fn-415-23)
Die medienpolitische Erklärung der Grünen hieß:„Die weitere Einführung neuer IuK-Techniken muß solange mit dem Ziel eines Einführungstopps bekämpft werden, bis ihr gesellschaftlicher Nutzen und ihre soziale Unschädlichkeit von den Befürwortern eindeutig nachgewiesen sind.“
Interessant dabei ist das die Grünen ja nun trotz WLAN sich zur Internetpartei mausern wollen. Wie schnell sich doch Technikfeindlichkeit ändert wenn es einem nutzt.

http://www.gute-gene-schlechte-gene.de/gentechnik-im-geschlossenen-system/ (http://www.gute-gene-schlechte-gene.de/gentechnik-im-geschlossenen-system/)
Ein kurzer Umriss über den ersten grünen Umweltminister Hessens Joschka Fischer und seiner Abneigung gegenüber Gentechnik. In dem Falle ging es um die rote Gentechnik und die Produktion von Insulin, das nicht mehr von Schweinen kam. Nun ja, letztendlich wurde die Anlage ein Jahrzent später gebaut. Die Franzosen haben in der Zeit davon profitiert.

Ein letzter Link:
https://www.novo-argumente.com/artikel/die_gruenen_nach_der_bawue-wahl_von_der_anti-partei_zur_staatspartei (https://www.novo-argumente.com/artikel/die_gruenen_nach_der_bawue-wahl_von_der_anti-partei_zur_staatspartei)
Von 2011 zum ersten grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ein kleines Resümee der Grünen. Natürlich nicht wertfrei.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: HorstHuber am 24. Juli 2016, 11:17:22
Natürlich fand Umweltschutz schon vor der Grünen statt. Aber du kannst doch nicht bestreiten, dass die Gründung und der Aufstieg der Grünen (Ereignisse, die eng verbunden mit der emanzipatorischen Bewegung der 68 verbunden waren) eine Art politische "Revolution" in Deutschland darstellten. Schon im Parteienspektrum schlug sich das nieder, als plötzlich zu den drei etablierten Parteien der Nachrkriegszeit eine vierte hinzutrat.
Welche emanzipatorische Bewegung der 68 meinst du? Etwa das man Massenmörder wie Mao huldigte?
Das man die Früchte von Menschen die sich wirklich der Aufarbeitung der Nazidiktatur verdient machten wie z.B. Fritz Bauer erntete ohne selbst etwas zu tun?
Das man eine ekelhafte Mörderbande (RAF) in den 70ern unterstützte? etc.

Nicht immer nur die vermeintlich positiven Dinge darstellen sondern auch auf negativen Seiten dieser emanzipatorische Bewegung eingehen.

Vor allem finde ich es auch wichtig - gerade unter Beachtung der aktuellen politischen Lage - die Strategie und Rolle der Grünen genauer zu hinterfragen.
Wenn im Zusammenhang mit der AFD unter anderem von dieser Partei immer wieder der Populismus und die vermeintlich einfache Antworten kritisiert werden dann frage ich mich schon ob nicht der Bock der Gärtner ist.
Sprich die Grünen hatten (und haben auch noch heute) sehr einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Simpel ausgedrückt: USA ist Schuld.
Ist das besser als das was die AFD derzeit macht?
In diesem Zusammenhang müsstest du ja dann begrüßen das mit der AFD eine weitere Partei zu den vier (fünf) etablierten Parteien der Nachwendezeit eine fünfte (sechste) hinzutritt.
Denn in der Art der Argumentation unterscheidet sich die AFD nicht von den Grünen (und auch den etablierten Parteien).
Man könnte also sagen die Grünen haben den simplen Populismus in der politischen Landschaft erst populär gemacht.
Bestes Beispiel in diesem Zusammenhang ist S21 und Kretschmann. Volksbefragungen/abstimmungen sind für die Grünen dann legitim wenn sie ihren Zielen dienen (das die Abstimmung anders ausgegangen ist führte zu einem massiven Popularitätsrückgang der direkten Demokratie auf Seiten der Grünen - ganz im Gegensatz zu einer der zentralen Wahlkampfaussagen).
Heute ist es sogar so nach diversen Abstimmungsergebnisse in der Schweiz, Niederlande, UK etc. die direkte Demokratie eher als negativ angesehen wird (auch und vorallem bei den Grünen).
   

Zitat
Vor den Grünen gab es auch kaum Gegner der Atomkraft. Die Politik befürwortete die Atomkraft, und die Medien informierten kaum über die Gefahren von AKWs. Ich möchte hier keine pro-contra-Atomkraft-Diskussion lostreten, aber es ist schon bezeichnend, dass die Gesellschaft von einem Ereigniss wie Tschernobyl wachgerüttelt werden musste: Warum wusste die Mehrheit der Bevölkerung nichts über die theoretische Möglichkeit eines solchen Ereignisses?
Na wieder Geschichtsverklärung vom feinsten? Es gab sehr wohl eine Anti-Atom(waffen/kraft) Bewegung. Als Beispiel sei nur die Pläne für ein AKW in Breisach --> Whyl genannt. Alles in den 70ern und die Grünen wurden erst 1980 gegründet (Tschernobyl war erst 1986). Wenn die Gesellschaft also nichts wusste (laut deiner Meinung) wie konnte dann dies verhindert werden?
Richtig ist das die Grünen ein Zusammenschluss von vielen unterschiedlichen Bewegungen waren - nicht mehr und nicht weniger.
Zitat
Aber ich bin eben in einer eher linken Familie großgeworden, da ist Opposition zur Atomkraft eine "Selbstverständlichkeit", die ich auch nicht so einfach aufgeben kann. ;D
Warum nicht? Ist es nicht wichtig bestimmte Dinge nicht auch mal zu hinterfragen?
Zitat
Na ja, ich frage mich ja wie viele Tote Windkraft oder Solarenergie hat? Vielleicht ja ein paar Vögel die reinfliegen, aber Menschen?
Und die Anlagen wachsen alle in der freien Natur ohne den Menschen? Auch für Windkraft und Solarenergie werden Rohstoffe benötigt. Und zwar mehr pro erzeugter Energieeinheit als z.B. für AKWs. Wenn die Probleme der Uranerzgewinnung und Aufbereitung den AKWs zugeschrieben werden weshalb dann nicht die für die Herstellung von WKAs und PVAs den erneuerbaren? Mal ganz abgesehen von den vielen radioaktiven Elemente die in den entsprechenden Erzen immer vorhanden sind.
Wenn ein Solatuer vom Dach stürzt und stirbt ist es dann nicht ein Todesfall der der Solarenergie zugeschrieben werden muss? Oder der Mitarbeiter der bei der Gewinnung von entsprechenden Erzen in der Mine stirbt? Bei der Kernenergie wird es doch auch gemacht. Warum also nicht bei den "Erneuerbaren"?
 
Zitat
Was antwortest du dir selbst (und anderen) wenn die Frage nach dem GAU auftaucht? Und wenn man es dann mal mit Solarenergie vergleicht, wo die Gefahren gleich null sein?
Für mich zählen die Toten pro erzeugter Energieeinheit. Denn wenn ich von einem im Sturm losgerissenen PV-Modul erschlagen werde oder im Falle eines SuperGAUS sterben werde ist für mich unerheblich.
Wenn aufgrund des Zappelstroms (erneuerbaren) mal wieder Stromausfall vorhanden ist und ich dann z.B. an einer Ampelkreuzung aufgrund des Stromausfalls tödlich verunglücke ändert es am Resultat nichts. Ich bin tot. Das ist eine nach meiner Meinung bessere Herangehensweise als nur die Gefahren der einen Energiegewinnung zu überhöhen und die der anderen einfach abzustreiten. 

Zitat
Ich bin nach den stürmischen Zeiten der 80er geboren und weiß daher sehr wenig über die genauen Ziele der damaligen Grünen. Was haben sie denn damals weltfremdes gefordert, und inwiefern machte das Weltfremde den Großteil ihres Programmes aus?

Dazu ein kleiner Link
http://www.historic-uk.com/HistoryUK/HistoryofBritain/Great-Horse-Manure-Crisis-of-1894/

Und die Lösung der Grünen zur Gründung und auch heute noch wäre und ist auf keinen Fall ergebnissoffen .
Sprich sie hätten ihre Lösung und alles was dem nicht entspricht ist gesteuert von der USA, Israel, Monsanto, Kapitalistenpack etc.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 24. Juli 2016, 13:35:04
Fühle Dich deswegen nicht verunsichert. Diskutieren kann man hier immer, solange es um schlichte Argumente geht.

Fühle ich mich schon nicht. Bin in anderen Foren und auch im Real Life schon mit gegensätzlichen Meinungen in Kontakt gekommen ;) Aber ich bin eben in einer eher linken Familie großgeworden, da ist Opposition zur Atomkraft eine "Selbstverständlichkeit", die ich auch nicht so einfach aufgeben kann. ;D

Ja, da siehst Du, wie sich Legenden bilden. Man denkt noch nicht mal mehr darüber nach, sondern betrachtet es als eine unhinterfragbare Selbstverständlichkeit. Links und gegen Kernkraft sein, ist übrigens eher ein deutsches Phänomen, in Frankreich ist das z.B. ganz anders.

Zitat

Man richtet sich halt nach den Fakten. Kernkraft hat definitiv die wenigsten Toten pro erzeugter Energieeinheit.

Na ja, ich frage mich ja wie viele Tote Windkraft oder Solarenergie hat? Vielleicht ja ein paar Vögel die reinfliegen, aber Menschen?

Wir haben einen eigenen Faden dazu, alles schon durchgekaut:

https://forum.psiram.com/index.php?topic=9775.0 (https://forum.psiram.com/index.php?topic=9775.0)

Da sind auch links zum Thema. Auf die Schnelle:

http://www.theage.com.au/comment/want-to-kill-fewer-people-go-nuclear-20130710-2pqbq.html#ixzz2ZMjQxIvl (http://www.theage.com.au/comment/want-to-kill-fewer-people-go-nuclear-20130710-2pqbq.html#ixzz2ZMjQxIvl)


Zitat
Ich sehe ja dass Automkraft der Kohlekraft klar überlegen ist (Stichwort Co2-Ausstoß). Aber wenn ich mit mir (oder mit radikalen Naturschützern) diskutiere, tauchen immer zwei Argumente auf, die nicht so leicht von der Hand zu weisen sind:

1) Abfall. Natürlich gibt es potenziell sichere Lagerstätten, aber wenn man dann eine gefunden hat, wehren sich die betreffenden Gemeinden dagegen (dass Atommüll gefährlich ist und sich nicht so schnell in Wohlgefallen auflöst dürfte jedem klar sein).
Außerdem hat sich in der Geschichte auch der BRD gezeigt, dass Regierungen für Abfall nicht immer die sichersten Orte aussuchen.

2) Die Gefahren.

Ja, das sind halt so die Narrative, die sich in den Köpfen festgesetzt haben. Schlichte KO-Argumente, die man sich gut merken kann. Sie sind halt, technisch gesehen, trotzdem falsch. Aber bei Bedarf bitte drüben im verlinkten Faden weitermachen.

Zitat
Natürlich war die SU noch nie ein Beispiel für Hochtechnologie, und die Abläufe in Tschernobyl waren völlig fahrlässig.

Stimmt so nicht. Der erste Satellit, der die Erde umkreiste, war ein russischer. Die russische Technik hatte und hat einfach nur eine leicht andere Ausrichtung. Gibt ja die schöne Geschichte, dass die USA für Millionen einen weltraumgeeigneten Kugelschreiber entwickelt haben, und die Russen einfach einen Bleistift nahmen. die Geschichte stimmt zwar nicht, aber als Sinnbild taugt sie.

Kannst ja mal hier stöbern:
http://nuklearia.de/ (http://nuklearia.de/)

Ist eine ganz klare Pro-Seite, aber die Informationen sind seriös.

Zitat
Andererseits schafft es auch dass uns technologisch überlegene Japan, ein Atomkraftwerk in einer Erd- und Seebeben gefährdeten Zone zu bauen (möglicherweise auch aufgrund der Schwäche grüner Bewegungen im Land).

Mal eine Frage, die Du bitte aus dem Kopf und ohne nachschauen spontan beantworten könntest: Wie viele Menschen sind in Japan an Radioaktivität gestorben, und wie viele langfristige Todesfälle sind zu erwarten? Einfach nur schätzen.

Zitat
Natürlich kann man alles absichern, das perfekte und "sichere" AKW ist theoretisch möglich. Theoretisch ist auch ein unsinkbares Schiff möglich.

Die Russen haben gerade eine Neuentwicklung in Betrieb genommen. Inhärent sicher = Fällt alles aus, muss nicht aktiv gekühlt werden. Man kann über Kernkraft nicht ernsthaft sprechen, solang man die verschiedenen Konzepte nicht differenziert.

Hier noch was zu den Toten pro Energieeinheit:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/stromerzeugung-opfer-der-energie/3986380.html (http://www.tagesspiegel.de/wissen/stromerzeugung-opfer-der-energie/3986380.html)

Zitat
Was antwortest du dir selbst (und anderen) wenn die Frage nach dem GAU auftaucht? Und wenn man es dann mal mit Solarenergie vergleicht, wo die Gefahren gleich null sein?

Ich antworte, dass KKW auf einen GAU ausgelegt sind. Wenn man von der ganzen Technik wenig Ahnung hat, meint man ja immer, ein KKW wäre eine Art Atombombe, die man nur mühevoll im Griff hat. Und wenn da jemand nur einen Schalter falsch umlegt, geht die hoch. Das ist so das Narrativ, was vor allem auch die Grünen über Jahrzehnte mit geschaffen haben. Sie glauben das selber, die naturwissenschaftliche Nichtbildung der Grünen dürfte noch schlimmer sein als bei den restlichen Parteien. Wenn schon der Vorsitzende nicht zwischen Watt und Byte unterscheiden kann, ist das kein Ausrutscher, sondern ein Symptom für die ganze Partei. Von einer Bärbel Höhn, die meint, der zukünftige Energieträger wären Blumenwiesen mal ganz zu schweigen.

Zitat
Was auf jeden Fall stimmt ist, dass die Energiewende vollkommen falsch angegangen wurde. Normalerweise sollte man als Gesellschaft eine Entscheidung fällen, und diese dann umsetzen. Was jedoch schlecht ist, ist eine Entscheidung zu treffen, sie dann nochmal zu überdenken, sie ein Jahr später wieder zu treffen etc.

Da sind wir uns schon mal einig  :grins2: Aber das Thema wird drüben, in dem oben verlinkten Faden ausgiebig behandelt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 24. Juli 2016, 13:55:03
Zitat
Das ist so das Narrativ, was vor allem auch die Grünen über Jahrzehnte mit geschaffen haben.

Man könnte glatt den Verdacht haben, das ist auch so gewollt, um den Widerstand gegen Kernkraft in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 24. Juli 2016, 14:30:19
Zitat
Das ist so das Narrativ, was vor allem auch die Grünen über Jahrzehnte mit geschaffen haben.

Man könnte glatt den Verdacht haben, das ist aus so gewollt, um den Widerstand gegen Kernkraft in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Janee, das war knallharte Strategie. Viele Grüne kamen auch aus K-Gruppen, und der Kampf gegen den "Großkapitalismus" musste ja irgendwie weitergehen. Kernkraft kam da genau richtig. Zumal es damals durchaus einiges zurecht zu kritisieren gab. Die Druckwasserreaktoren waren damals m.W. nicht wirklich das, was die Ingenieure bevorzugt hätten, es waren vor allem politische Entscheidungen. Dass da auch Figuren wie Strauß mitgespielt haben, dessen Machenschaften von manchen auch als kriminell, zumindest alles andere als demokratisch bezeichnet werden konnten, hat halt das Feindbild jenseits aller tatsächlichen, technischen und sicherheitsrelevanten Fragen entstehen lassen.

Als sich dann trotz allem der Betrieb der Reaktoren als doch eher sicher herausgestellt hat, begann man geschickt mit der Endlagerfrage. Die ist zwar seit langem technisch gelöst und vor allem inzwischen obsolet (Warum sollte man wertvollen Brennstoff für neue Reaktortypen denn auch verbuddeln), aber diese Legende hat sich so tief in der deutschsprachigen Bevölkerung eingegraben, dass man darüber nicht mehr diskutieren kann, geschweige, da etwas durchzusetzen. Kernkraft war der Vorläufer von dem, was heute Gentechnik ist. Wenn man keine Chance mehr hat, jemanden mit Klassenkampf hinter dem Ofen hervorzulocken, nimmt man halt Stellvertreter, die man dämonisiert.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 24. Juli 2016, 15:45:04
Da sind wir uns schon mal einig  :grins2: Aber das Thema wird drüben, in dem oben verlinkten Faden ausgiebig behandelt.

Gut, schaue ich mir mal an. Was sagen die Forenregeln zum Aufwärmen älterer Fäden?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 24. Juli 2016, 15:49:19
Gut, schaue ich mir mal an. Was sagen die Forenregeln zum Aufwärmen älterer Fäden?

Nix  ;D

Außerdem ist der toppaktuell  8) , ist ne Art Doku über die Jahre. Sehr spannend bei diesem Thema. Es tritt dann meist genau das ein, was man so befürchtet hat.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 24. Juli 2016, 16:37:04
Zitat
Das ist so das Narrativ, was vor allem auch die Grünen über Jahrzehnte mit geschaffen haben.

Man könnte glatt den Verdacht haben, das ist auch so gewollt, um den Widerstand gegen Kernkraft in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

...womöglich haben die Grünen Tschenobyl genau aus diesem Grund selber hochgejagt....

Aber Tschenobyl und Fukushima sind ja keine echten Schotten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 24. Juli 2016, 16:55:38
...womöglich haben die Grünen Tschenobyl genau aus diesem Grund selber hochgejagt....


Eine herrlich verdruckste Ausrede, die das taktische Verhältnis der Grünen zu Fakten auf den Punkt bringt:
Zitat
Wie Deppe berichtet, habe das Ministerium bereits eingeräumt, dass man mit 'übertriebenen Angaben für das Problem (Artensterben, Anm. d. Red.) sensibilisieren wolle'.
http://mobil.jagderleben.de/remmel-unter-druck
"Lüg mich nicht an!"
"Schatzi, ich wollt dich doch nur für das Problem sensibilisieren..."
 :grins
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 24. Juli 2016, 17:31:35
Aber Tschenobyl und Fukushima sind ja keine echten Schotten.

Darf ich Dich bisschen ärgern? Tschernobyl war tatsächlich kein echter Schotte. Mit graphitmoderierten Reaktoren arbeitet man schon ganz lange nicht mehr und schon gar nicht ohne Containment. Das war wie aus dem Benzinkanister auf den brennenden Grill nachschütten. Kann man tatsächlich vermeiden.

Fukushima ist ein echter Schotte. Uralter Kraftwerkstyp, keine Sicherheitsvorkehrungen, die aktuellen Standards genügt hätten (z.B. fehlende Wasserstoffabsorber - das explodierte Gebäude war eine Folge davon, und der Kern ist eben nicht explodiert, wie auch, geht nicht.). Dazu idiotische, nachlässige Umgehung aller möglichen Vorschriften. Man muss ja nicht zwingend in einem möglichen Überflutungsgebiet die Notstromaggregate unterirdisch anlegen, und dann auch noch die Türen offen lassen. Dazu ein Erdbeben unerwarteten Ausmaßes plus Tsunami. Also, das Gesamtpaket kann man sich kaum schlimmer ausdenken. Wie viele Menschen sind nun an Radioaktivität gestorben? An Evakuierungsmaßnahmen - übrigens ähnlich dilettantisch - waren es ca. 1600. An Verstrahlung keiner, und es wir auch keine größeren Langzeitfolgen geben. Außer psychologischen und sozialen, die "dank" der Kernkraftgegner nun eine ganze Provinz stigmatisieren.

Was man seit Fukushima weiß, ist eigentlich genau der Gegenbeweis für die durchaus glaubhaft gewesene These, man hätte das alles nicht im Griff, weil Menschen Fehler machen. Selbst diesem multiplen Versagen hat der alte Westinghouse Lizenznachbau zwar nicht ideal, aber angesichts der anderen Umstände doch recht stabil standgehalten.

Man sollte halt mal wirklich einsehen, dass jede Technologie mit Risiken behaftet ist, und es stets einer Abwägung bedarf.




Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 25. Juli 2016, 13:44:40
Zeit neue Wege zu gehen - danke Renate. (https://www.youtube.com/watch?v=f37oOaW4ZFA)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: PeterPancake am 27. Juli 2016, 13:27:40
Einer der etwas älteren Momente die mir auf Dauer im Gedächtnis eingebrannt sind, weswegen ich immer eine Abneigung gegenüber den Grünen haben werde.

http://scilogs.spektrum.de/detritus/sch-lerlabor-hannovergen-soll-sterben-f-r-ein-gentechnikfreies-niedersachsen/ (http://scilogs.spektrum.de/detritus/sch-lerlabor-hannovergen-soll-sterben-f-r-ein-gentechnikfreies-niedersachsen/)

Es ging um ein Bildungsprojekt in Niedersachsen, indem Schüler naturwissenschaftliche Experimente und Beobachtungen im Bereich der Molekularbiologie/Gentechnik durchführen konnten. Finanziert zum größten Teil vom Bundesland. So bleibt mir quasi im Gedächtnis, dass die Grünen dazu noch bildungs-/naturwissenschaftlichfeindlich sind solange es nicht für sie nützlich ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 14:21:39
Forderungen der Grünen 1987:

Zitat

• Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
• Keine Dienste- und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
• Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
• Stopp des Kabel- und Satellitenfernsehens.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 27. Juli 2016, 14:31:09
Forderungen der Grünen 1987:

Zitat

• Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
• Keine Dienste- und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
• Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
• Stopp des Kabel- und Satellitenfernsehens.

Und warum?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 27. Juli 2016, 14:33:13
Forderungen der Grünen 1987:

Zitat

• Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
• Keine Dienste- und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
• Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
• Stopp des Kabel- und Satellitenfernsehens.

Und warum?

Frag die Grünen. Oder recherchiere ein bisschen, Du wirst sicher eine Antwort finden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 27. Juli 2016, 14:40:06
Zitat
Und warum?

Datentransfer war damals so böse, wie Gentransfer heute.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 27. Juli 2016, 14:46:14
Forderungen der Grünen 1987:

Zitat

• Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
• Keine Dienste- und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
• Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
• Stopp des Kabel- und Satellitenfernsehens.

Und warum?

Frag die Grünen. Oder recherchiere ein bisschen, Du wirst sicher eine Antwort finden.

Ich hatte gerade für eine Millisekunde die Vorstellung, dass Metrobios jetzt loszieht und wirklich nach einer Begründung dafür sucht.

Er taucht in Archiven ab, durchforstet Magazine, wälzt alte Schinken. Nach Äonen taucht er wieder auf, in der Hand nur ein Zettel. Mit letzter Kraft röchelt er noch, dass er den Grund gefunden hat, er hätte da ein Dokument vom Gründungsparteitag 1980 gefunden, das die gesamte Programmatik der Grünen zusammenfasst. Es gibt nur ein Exemplar davon, die Abstimmung über die Anschaffung eines Matrizendruckers war erst für den Nachmittag geplant. Aber auf diesem Zettel steht alles, was es über die Programmatik der Grünen zu wissen gibt, denn hier ist der Ursprung. Vor seinem vorzeitigen Ableben (R.I.P.) gelingt es ihm noch, den Zettel zu scannen, danach bricht er entkräftet zusammen.

Aber er hinterlässt uns sein Erbe, die Programmatik der Grünen, endlich im Internet: Klick! (http://www.ulistein-onlineshop.de/pics/big/9394.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 15:46:34
Aber er hinterlässt uns sein Erbe, die Programmatik der Grünen, endlich im Internet: Klick! (http://www.ulistein-onlineshop.de/pics/big/9394.jpg)

LOL!

Hab noch Liste gefunden:

Zitat


Schnäppchen-Verbot
Sonntagsfahrverbot
Motorrollerverbot
Glühbirnenverbot
Plastiktütenverbot
Billigflugverbot
Computerspielverbot
Nachtflugverbot (analog dazu auch: Bundestagswahlprogramm 2013)
Rauchverbot
Heizpilzverbot
Verbot von verkaufsoffenen Sonntagen
Grillverbot in Parks und auf Grünflächen
Verbot von Handynutzung in Kultureinrichtungen
Verbot der Standby-Funktion bei Elektrogeräten
Alkoholverbot
Verbot von Süßigkeitenwerbung im Umfeld von Kinderfernsehprogrammen
Solarienverbot für Jugendliche
Fleischverbot an einem Wochentag in Schulen und Kitas
Verbot von Alkoholwerbung
Verbot von Alkoholwerbung an Karneval
Verbot von Flatrate-Partys
Rauchverbot im Biergarten
Rauchverbot am Steuer
Verbot von Tieren in Zirkussen
Werbeverbot für Fahrzeuge mit hohem Benzinverbrauch und großem Schadstoffausstoß
Verbot von sogenannten „Super-Treibhausgasen“ in Klimageräten und Kühlschränken
Verbot von Weichmachern in Sexspielzeug
Verbot von Lichtverschmutzung („Lichtsmog“)
Verbot von Stammzellenforschung
Verbot der individuellen Selbstbestimmung der Fahrgeschwindigkeit auf Autobahnen (Tempolimit 120 km/h)
Verbot von Ponyreiten auf öffentlichen Veranstaltungen
Veggie Day (Fleischverbot an einem Tag in der Woche in Kantinen)
Verbot von Hochhäusern [1] [2] [3]
Verbot von Schusswaffen in Privathaushalten (inklusive Einführung eines zentralen elektronischen Waffenregisters)
Verbot von Gen-Food und Gen-Pflanzen (und damit ein Verbot, in diesen Feldern Wissenschaft zu betreiben)
Verbot von 1.-Klasse-Abteilen in Zügen
Verbot von Ölheizungen (analog dazu auch: Bundestagswahlprogramm 2013)
Böller-Verbot
Zweckentfremdungsverbot von Immobilien (in der Landeshauptstadt Stuttgart umgesetzt vom Grünen OB Fritz Kuhn, Bußgelder bis zu 50.000 Euro können verhängt werden)
Verbot von Autos mit Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2036
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 27. Juli 2016, 15:50:24
Beeindruckende Sammlung.

Mein heutiger Verbots-Favorit kommt allerdings aus der FDP: Verbot illegaler Waffenkäufe (Justizminister von RLP, Herbert Mertin).

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Chaos-Computer-Club-Darknet-wichtig-fuer-Verfolgte-auf-der-Welt-3279152.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 27. Juli 2016, 15:52:38
Zitat
Verbot von Weichmachern in Sexspielzeug

Finde ich aber total in Ordnung.

meingott was red' ich nur  :-[
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 27. Juli 2016, 15:55:11
Verbot illegaler Waffenkäufe
Das stand glaub ich früher auch immer auf den CD's oder so: illegale Kopien sind verboten! Jawoll.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 27. Juli 2016, 16:10:50
Aber er hinterlässt uns sein Erbe, die Programmatik der Grünen, endlich im Internet: Klick! (http://www.ulistein-onlineshop.de/pics/big/9394.jpg)

LOL!

Hab noch Liste gefunden:

Zitat


Schnäppchen-Verbot
Sonntagsfahrverbot
Motorrollerverbot
Glühbirnenverbot
Plastiktütenverbot
Billigflugverbot
Computerspielverbot
Nachtflugverbot (analog dazu auch: Bundestagswahlprogramm 2013)
Rauchverbot
Heizpilzverbot
Verbot von verkaufsoffenen Sonntagen
Grillverbot in Parks und auf Grünflächen
Verbot von Handynutzung in Kultureinrichtungen
Verbot der Standby-Funktion bei Elektrogeräten
Alkoholverbot
Verbot von Süßigkeitenwerbung im Umfeld von Kinderfernsehprogrammen
Solarienverbot für Jugendliche
Fleischverbot an einem Wochentag in Schulen und Kitas
Verbot von Alkoholwerbung
Verbot von Alkoholwerbung an Karneval
Verbot von Flatrate-Partys
Rauchverbot im Biergarten
Rauchverbot am Steuer
Verbot von Tieren in Zirkussen
Werbeverbot für Fahrzeuge mit hohem Benzinverbrauch und großem Schadstoffausstoß
Verbot von sogenannten „Super-Treibhausgasen“ in Klimageräten und Kühlschränken
Verbot von Weichmachern in Sexspielzeug
Verbot von Lichtverschmutzung („Lichtsmog“)
Verbot von Stammzellenforschung
Verbot der individuellen Selbstbestimmung der Fahrgeschwindigkeit auf Autobahnen (Tempolimit 120 km/h)
Verbot von Ponyreiten auf öffentlichen Veranstaltungen
Veggie Day (Fleischverbot an einem Tag in der Woche in Kantinen)
Verbot von Hochhäusern [1] [2] [3]
Verbot von Schusswaffen in Privathaushalten (inklusive Einführung eines zentralen elektronischen Waffenregisters)
Verbot von Gen-Food und Gen-Pflanzen (und damit ein Verbot, in diesen Feldern Wissenschaft zu betreiben)
Verbot von 1.-Klasse-Abteilen in Zügen
Verbot von Ölheizungen (analog dazu auch: Bundestagswahlprogramm 2013)
Böller-Verbot
Zweckentfremdungsverbot von Immobilien (in der Landeshauptstadt Stuttgart umgesetzt vom Grünen OB Fritz Kuhn, Bußgelder bis zu 50.000 Euro können verhängt werden)
Verbot von Autos mit Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2036

Also so ganz kann ich die Aufregung darübe rnicht nachvollziehen. :-[

Immerhin haben andere Parteien auch ähnliche Dinge gefordert.

Computerspielverbot war in den letzten zwei Jahrzehnten sowieso in Mode.
Stammzellenforschung ist auch bei den Konservativen verpönt (wenn auch aus anderen Gründen).
Rauchverbot wäre in Ordnung wenn Rauchen krank machen würde, aber wir wissen ja dass es sich bei Krebs um eine Konfliktolyse handelt.
Nachtflugverbot - darum beten Anwohner von Flughäfen sicher.
Das man Kinder nicht mit Süßigkeiten locken sollte ist ja wohl klar.
Heizpilzverbot - verschwenden nunmal Energie.
Plastiktütenverbot - aus gutem Grund schaffen jetzt Supermärkte ihre Plastiktüten ab.
Verbot von Alkoholwerbung. Wie kann man Alkohol nur verbieten? Bestes Lebermedikament.
Solarium - wenn schon UV-Strahlung der Sonne nicht ganz ungefährlich ist, wie ist es dann mit einem Solarium?
Verbot von Tieren in Zirkussen - ich geh nicht in den Zirkus, interessiert mich nicht. Aber ich würde mich weder als Clown noch als Zirkuselefant gerne zum Affen machen.
Verbot von sogenannten „Super-Treibhausgasen“ in Klimageräten und Kühlschränken - auch Kühlschränke wurden bereits technisch weiterentwickelt und angepasst.
Verbot von Ölheizungen (analog dazu auch: Bundestagswahlprogramm 2013) - kein Hauseigentümer, der noch ganz bei Trost ist, betreibt heute noch eine Ölheizung. Bei den Preisen :o :o
Böller-Verbot - eh zu laut.
Zweckentfremdungsverbot von Immobilien (in der Landeshauptstadt Stuttgart umgesetzt vom Grünen OB Fritz Kuhn, Bußgelder bis zu 50.000 Euro können verhängt werden) - Mietwohnungen sind sowieso schon knapp, da muss man der künstlichen Verknappung entgegenwirken.
Verbot von Autos mit Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2036 - wird eh kommen wenn es kein Öl mehr gibt. Da ist die Industrie vielleicht noch schneller als die Grünen.
Werbeverbot für Fahrzeuge mit hohem Benzinverbrauch und großem Schadstoffausstoß - was viel kostet und die Umwelt ruiniert sollte man nicht noch extra bewerben.
Schnäppchen-Verbot - Schnäppchen? Heutzutage heißt das Dauerrabatt (auch bekannt als gar kein Rabatt).
Motorrollerverbot - Sind eh zu laut.
Glühbirnenverbot - wurde teilweise schon umgesetzt.
Billigflugverbot - Jap. Die gehen nicht nur zu lasten der Umwelt, sondern auch der Arbeitsbedingungen der Crew. Und damit auch zu lasten der Sicherheit.
Verbot der Standby-Funktion bei Elektrogeräten - Geräte ganz auszuschalten statt nur auf Standby empfiehlt die Feuerwehr übrigens zur Brandverhütung.
Verbot von 1.-Klasse-Abteilen in Zügen - ich bin ein Snob und fahre gerne 1. Klasse. Aber vielleicht sollte man gerade deswegen die 1. Klasse abschaffen.

Könnte sich dieses Forum mal ein anderes Hassobjekt als die Grünen vornehmen?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 27. Juli 2016, 16:25:16
Könnte sich dieses Forum mal ein anderes Hassobjekt als die Grünen vornehmen?

Über mangelnde Auswahl kannst du dich wirklich nicht beklagen.

https://forum.psiram.com/index.php
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 27. Juli 2016, 16:29:22
Könnte sich dieses Forum mal ein anderes Hassobjekt als die Grünen vornehmen?

Über mangelnde Auswahl kannst du dich wirklich nicht beklagen.

https://forum.psiram.com/index.php

Politisch gibt es auf jeden Fall eine gewisse Abneigung gegen die Grünen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 27. Juli 2016, 16:35:21
Politisch gibt es auf jeden Fall eine gewisse Abneigung gegen die Grünen.

Sometimes correlation does imply causation.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 27. Juli 2016, 16:35:28
Politisch gibt es auf jeden Fall eine gewisse Abneigung gegen die Grünen.

Weniger gegen "Die Grünen" als gegen irrationale politische Positionen. Und die gibt es bei allen Parteien. Bei den Grünen wirkt das allerdings alles etwas esoterischer und naiver, deshalb werden die vielleicht hier bevorzugt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 27. Juli 2016, 17:03:40
Könnte sich dieses Forum mal ein anderes Hassobjekt als die Grünen vornehmen?
Also, Hass trifft es nun nicht wirklich.

Bei Deiner eigenen „Verbotsliste“ (die von wem, außer von Dir selbst, je so vertreten wird oder wurde?) fällt mir auf, dass Du alles nach eigenem, häufig unreflektiertem, Gusto bewertest und so gut wie nie danach, was nun wirklich, nüchtern betrachtet, an gesellschaftlichen Auswirkungen zu erwarten wäre. Ich rede noch gar nicht davon, dass man dafür, wenn man seriös bleiben will, Untersuchungen anstellen oder wenigstens Fachleute fragen sollte. Etwas, das bei den Grünen generell entbehrlich zu sein scheint, die sind sich da selbst genug. Untersuchungen nehmen sie zur Kenntnis – wenn sie in den Kram passen. Zur Not werden auch mal welche in Auftrag gegeben, bei denen das Ergebnis von vornherein klar ist (Forum und Blog sind voll von solchen Beispielen).

Sicher haben die Grünen kein Monopol auf Unsinn. Aber bei ihnen sind das keine Unfälle, sondern das ist das System. Kann sein, dass das bei anderen nicht viel anders ist, aber bei den Grünen finde ich das besonders krass. Man kann sich an der Wahlurne nicht die ein zwei Maßnahmen heraussuchen, die man vielleicht für sinnvoll hält. Bei einer Wahl kauft man immer das Gesamtpaket. Nein danke.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 17:06:58
Bei den Grünen wirkt das allerdings alles etwas esoterischer und naiver, deshalb werden die vielleicht hier bevorzugt.

Ja. Sie haben es vor allem geschafft, ihre Forderungen stets aus der Sicht der moralischen Überlegenheit heraus zu verkaufen. Eine demokratische, freiheitliche Sicht, bei der stattliche staatliche Eingriffe nur mit größter abwägender Sorgfalt vorzunehmen sind, ist den meisten Grünen völlig fremd. Man ist völlig und stets überzeugt, auf der richtigen Seite zu sein.

Viele der Forderungen sind von einer absurden Kurzsichtigkeit, ein Alkoholverbot - als hätte es die Erfahrungen der Prohibition nie gegeben. Verbrennungsmotorverbot - als könne man nur Benzin verbrennen, wo es auch Gas, Wasserstoff oder auch CO2 neutrale synthetische Brennstoffe gäbe. Das ist eben diese technikfeindliche, reaktionäre Denke, die oft selbst die CDU als modern und fortschrittlich erscheinen lässt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 27. Juli 2016, 17:12:20
Forderungen der Grünen 1987:

Zitat

• Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
• Keine Dienste- und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
• Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
• Stopp des Kabel- und Satellitenfernsehens.

Und warum?

Steht doch im Wahlprogramm 1987 (https://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/publikationen/1987_Wahlprogramm_Bundestagswahl.pdf) drin:
Zitat
DIE GRÜNEN verkennen nicht, daß es bereits Zwänge zu Computernutzung und technisierter Kommunikation in Arbeit und Privatleben gibt. Allerdings werden allzu oft gefährliehe und sozial schädliche Produktion durch Automatisierungstechniken erst möglich, wie uns die Atomtechnolo­gie drastisch vor Augen führt. Andererseits sind durch kapitalistisch-industrielles Wirtschaften unge­heure Altlasten entstanden, die selbst bei einem so­fortigen Stopp aller umweltvergiftenden Produktion noch jahrhundertelang überwacht und beherrscht werden müssen. Wenn neue Techniken hierzu ratio­nell eingesetzt werden können und wenn ihr Ein­satz nicht als Alibi für weitere, nun aber "genau meßbare" Umweltzerstörung mißbraucht wird, tre­ten DIE GRüÜNEN hier punktuell im Sinne der Ge­fahrenabwehr für den Gebrauch von IuK-Techniken ein.

DIE GRÜNEN befürworten eine bedürfnis­orientierte Technikentwicklung auch im Kommuni­kationsbereich. DIE GRüNEN untterstützen den Widerstand gegen IuK-Techniken und fordern:
• Ausweitung der Mitbestimmungsrechte über Be­triebe und Branchen hinweg, um der übergreifen­den technischen Vernetzung begegnen zu können.
• Verbot von Personalinformationssystemen und sonstiger Systeme, die geeignet sind, die Beschäftig­ten zu verdaten.
•  Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
• Keine Dienste-und Netzintegration im Fern­sprechnetz (ISDN).
• Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
• Stopp des Kabel-und Satellitenfernsehens.
• Wirksame parlamentarische Kontrolle der Post.

DIE GRÜNEN sind für Boykottmaßnahmen ge­gen Erzeugnisse der IuK-Industrie wie Bildschirm­text und sind für die Entwicklung alternativer Tech­nologien und nicht-technologischer Alternativen. DIE GRÜNEN wollen eine breite öffentliche Debatte über diese Techniken, damit nicht wieder einmal die Interessen weniger Mächtiger über die Zukunft entscheiden. Diese öffentliche Auseinan­dersetzung wird notwendig konfliktorientiert ver­laufen müssen.
:shisha:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 27. Juli 2016, 17:15:46
Bei den Grünen wirkt das allerdings alles etwas esoterischer und naiver, deshalb werden die vielleicht hier bevorzugt.

Ja. Sie haben es vor allem geschafft, ihre Forderungen stets aus der Sicht der moralischen Überlegenheit heraus zu verkaufen. Eine demokratische, freiheitliche Sicht, bei der stattliche staatliche Eingriffe nur mit größter abwägender Sorgfalt vorzunehmen sind, ist den meisten Grünen völlig fremd. Man ist völlig und stets überzeugt, auf der richtigen Seite zu sein.

Viele der Forderungen sind von einer absurden Kurzsichtigkeit, ein Alkoholverbot - als hätte es die Erfahrungen der Prohibition nie gegeben. Verbrennungsmotorverbot - als könne man nur Benzin verbrennen, wo es auch Gas, Wasserstoff oder auch CO2 neutrale synthetische Brennstoffe gäbe. Das ist eben diese technikfeindliche, reaktionäre Denke, die oft selbst die CDU als modern und fortschrittlich erscheinen lässt.

Wasserstoff verbrennen - ensteht da etwas kein CO2? Würde mich wundern.

Wasserstoff verbrennt man auch nicht, eine Brennstoffzelle funktioniert nämlich etwas anders-
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 17:21:57
Wasserstoff verbrennen - ensteht da etwas kein CO2? Würde mich wundern.

Vielleicht solltest Du vor dem Posten einfach mal kurz nachschauen, bevor es peinlich wird. Wenn man es nicht weiß, findet man das in 30 sec raus. Wo soll denn C herkommen, wenn H und O2 reagieren?

Zitat
Wasserstoff verbrennt man auch nicht, eine Brennstoffzelle funktioniert nämlich etwas anders-

Ich sprach auch nicht von Brennstoffzellen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffverbrennungsmotor (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffverbrennungsmotor)

Echt jetzt, halte die Leute hier nicht für blöd.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 27. Juli 2016, 17:25:11
H2und O2bitte, Du Chemieabwähler.  :P
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 27. Juli 2016, 17:29:36
Wir haben uns einfach die Beißhemmung gegen die Gruenen abgewöhnt, aber nicht aus einer konservativen Weltsicht heraus.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 17:34:53
H2und O2bitte, Du Chemieabwähler.  :P

Jaja. Ich merk mir doch nicht die ganzen Brückenbindungen  8)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 27. Juli 2016, 17:35:34
Bei den Grünen wirkt das allerdings alles etwas esoterischer und naiver, deshalb werden die vielleicht hier bevorzugt.

Ja. Sie haben es vor allem geschafft, ihre Forderungen stets aus der Sicht der moralischen Überlegenheit heraus zu verkaufen. Eine demokratische, freiheitliche Sicht, bei der stattliche staatliche Eingriffe nur mit größter abwägender Sorgfalt vorzunehmen sind, ist den meisten Grünen völlig fremd. Man ist völlig und stets überzeugt, auf der richtigen Seite zu sein.

Viele der Forderungen sind von einer absurden Kurzsichtigkeit, ein Alkoholverbot - als hätte es die Erfahrungen der Prohibition nie gegeben. Verbrennungsmotorverbot - als könne man nur Benzin verbrennen, wo es auch Gas, Wasserstoff oder auch CO2 neutrale synthetische Brennstoffe gäbe. Das ist eben diese technikfeindliche, reaktionäre Denke, die oft selbst die CDU als modern und fortschrittlich erscheinen lässt.

Wasserstoff verbrennen - ensteht da etwas kein CO2? Würde mich wundern.

Wasserstoff verbrennt man auch nicht, eine Brennstoffzelle funktioniert nämlich etwas anders-

*Facepalm*

2H2 + O2 --> 2H2O


Hinweis:
Das Verbrennungsprodukt nennt sich auch DHMO.  (http://www.dhmo.de/fakten.html)

Übrigens hat Kohlenstoff das chemische Symbol C. Und wie man an der obigen Formel erkennen kann, steht da nirgendwo ein C oder CO2.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 17:42:35
Wir haben uns einfach die Beißhemmung gegen die Gruenen abgewöhnt, aber nicht aus einer konservativen Weltsicht heraus.

Wenn man sich intensiver mit den Psiramthemen befasst hat, sieht man einfach, auf welch reaktionärem, oft völkischem bis braunem Gedankengut vieles der Grünen gewachsen und gediehen ist. Das wurde nicht nur im Garten mit Mist gedüngt und manch einer setzt sich Kuhhörner auf. Ist vielen Mitgliedern und Wählern so sicher nicht bekannt und sie reagieren meist empört, wenn man sowas anspricht. Ist aber so.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 27. Juli 2016, 18:24:43
Jo, und man kann auch einfach sagen: dieser absurde Verbotskatalog ist ein einziges Manifest der vollen Hosen, eine zum Parteiprogramm geronnene Angststörung und ein kindischer Aberglaube daran, man könne allen Unsicherheiten des Lebens durch Verbote beikommen.  Und zusammengenommen ist es so ziemlich das autoritärste Gehabe, dass irgend eine Partei diesseits der AfD an den Tag legt.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 27. Juli 2016, 19:27:47
Zitat
Wo soll denn C herkommen, wenn H und O2 reagieren?

Man sollte nicht ganz außen vor lassen, dass Wasserstoff auf absehbare Zeit vor allem aus Methan (Erdgas) hergestellt wird, CO2-Erzeugung inklusive. Die großtechnischen Verfahren, Wasserstoff per Elektrolyse herzustellen, stecken doch immer noch in den Kinderschuhen bzw. rechnen sich nicht.
Wie lange wird es wohl dauern, bis (vermeindlich) "CO2-neutraler" Wasserstoff die Regel ist? 20 Jahre? 30 Jahre?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 19:38:21
Zitat
Wo soll denn C herkommen, wenn H und O2 reagieren?

Man sollte nicht ganz außen vor lassen, dass Wasserstoff auf absehbare Zeit vor allem aus Methan (Erdgas) hergestellt wird, CO2-Erzeugung inklusive. Die großtechnischen Verfahren, Wasserstoff per Elektrolyse herzustellen, stecken doch immer noch in den Kinderschuhen bzw. rechnen sich nicht.
Wie lange wird es wohl dauern, bis (vermeindlich) "CO2-neutraler" Wasserstoff die Regel ist? 20 Jahre? 30 Jahre?

Darum ging es mir nicht. Seh ich ja auch so, und ob das je Wasserstoff sein wird (der ja noch ganz andere Probleme hat z.B. mit Diffusion), das weiß doch noch keiner und die Energieeffizienz per Elektrolyse und "erneuerbaren" Energieformen schaut auch nicht gerade gut aus, was das Ökonomische betrifft. Ging ja nur um das generelle Verbot von Verbrennungsmotoren, was in der absoluten Form völlig absurd ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 27. Juli 2016, 19:41:09
Und zusammengenommen ist es so ziemlich das autoritärste Gehabe, dass irgend eine Partei diesseits der AfD an den Tag legt.

Und man läßt sich ständig was neues einfallen. Neulich bei der Maischberger ging es um den schröcklichen *flüsterton* Zucker. Dazu Künast: Zucker ist der neue Tabak! Verbieten!

Eine sachliche Betrachtung der Problematik ging in der Empörungs-Logik: Zucker=Industriedroge=Verbraucherversklavung unter.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 27. Juli 2016, 19:48:52
Zitat
Wo soll denn C herkommen, wenn H und O2 reagieren?

Man sollte nicht ganz außen vor lassen, dass Wasserstoff auf absehbare Zeit vor allem aus Methan (Erdgas) hergestellt wird, CO2-Erzeugung inklusive. Die großtechnischen Verfahren, Wasserstoff per Elektrolyse herzustellen, stecken doch immer noch in den Kinderschuhen bzw. rechnen sich nicht.
Wie lange wird es wohl dauern, bis (vermeindlich) "CO2-neutraler" Wasserstoff die Regel ist? 20 Jahre? 30 Jahre?

Wobei völlig CO2-neutrales Leben nicht möglich ist. Aber darum ging es nicht, sondern

Zitat
Wasserstoff verbrennen - ensteht da etwas kein CO2? Würde mich wundern.

Und Du meinst die Herstellung von Wasserstoff.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 27. Juli 2016, 20:01:13
Dazu Künast: Zucker ist der neue Tabak! Verbieten!

Keine Globuli mehr?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 27. Juli 2016, 20:11:43
Keine Globuli mehr?

Man wird eine Ausnahmeregelung schaffen. Manchmal gibt es halt höhere Ziele, die man nur durch schwer zu ertragende Kompromisse erreichen kann. Nicht jeder grüne Minister fährt schliesslich Fahrrad.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 27. Juli 2016, 21:34:44
Unser Chemielehrer war ein Säufer.

Dazu Künast: Zucker ist der neue Tabak! Verbieten!

Tabak führt rein statistisch gesehen zu verschiedenen ernsten Krankheiten. Da ist es nur natürlich, wenn man es in öffentlichen Räumen verbietet.

Und ich finde dass die Grünen, wenn sie fordern, Tabak GANZ zu verbieten, auch nicht besser sind als 80% der restlichen Politiker die fordern Drogen weiterhin GANZ zu verbieten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 27. Juli 2016, 21:50:10
Unser Chemielehrer war ein Säufer.

Dazu Künast: Zucker ist der neue Tabak! Verbieten!

Tabak führt rein statistisch gesehen zu verschiedenen ernsten Krankheiten. Da ist es nur natürlich, wenn man es in öffentlichen Räumen verbietet.

Und ich finde dass die Grünen, wenn sie fordern, Tabak GANZ zu verbieten, auch nicht besser sind als 80% der restlichen Politiker die fordern Drogen weiterhin GANZ zu verbieten.

Na, das heften wir mal in dem Ordner für die gewollten Missverständnisse ab  :police:. Es geht um den Zucker, nicht um den Tabak.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 27. Juli 2016, 21:51:12
Tabak führt rein statistisch gesehen zu verschiedenen ernsten Krankheiten.

Aber klar doch.

Zitat
Da ist es nur natürlich, wenn man es in öffentlichen Räumen verbietet.

Nein, das ist nicht natürlich. Es ist eine gesellschaftliche Entscheidung. Früher wurde gequarzt wie blöde ohne Rücksicht, heute sagt man, keiner muss das in öffentlichen Bereichen ertragen müssen. Was ich völlig ok finde. So entwickelt sich das halt alles. Man ist heute nicht mehr bereit, Risiken in Kauf zu nehmen, die früher keinen gejuckt haben. Das alles ist eben alles andere als "natürlich".

Bei den Grünen ausgeprägt ist halt die Haltung, so etwas nicht in einem abwägenden Diskurs zu finden, sondern aus einer stabilen Überzeugung des Besserseins gar nichts anderes zulassen zu wollen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 27. Juli 2016, 23:34:59
Da ist es nur natürlich, wenn man es in öffentlichen Räumen verbietet.

Nein, das ist nicht natürlich. Es ist eine gesellschaftliche Entscheidung. Früher wurde gequarzt wie blöde ohne Rücksicht, heute sagt man, keiner muss das in öffentlichen Bereichen ertragen müssen. Was ich völlig ok finde. So entwickelt sich das halt alles. Man ist heute nicht mehr bereit, Risiken in Kauf zu nehmen, die früher keinen gejuckt haben. Das alles ist eben alles andere als "natürlich".

Doch es ist mehr oder weniger natürlich. Nachdem sich in letzter Zeit bei der Mehrheit der Bevölkerung das Wissen um die Gefährlichkeit des Rauchens durchgesetzt hatte, war es nur natürlich/selbstverständlich, dass diese Gesellschaft das Rauche in der Öffentlichkeit einschränkt.

Bei den Grünen ausgeprägt ist halt die Haltung, so etwas nicht in einem abwägenden Diskurs zu finden, sondern aus einer stabilen Überzeugung des Besserseins gar nichts anderes zulassen zu wollen.

Gut dass andere Politiker mehr Meinungen zulassen. Herr Schäuble zum Beispiel hat eine sehr große Bandbreite an ökonomischen Empfehlungen für angeschlagene Länder der EU.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 27. Juli 2016, 23:44:35
... Gut dass andere Politiker mehr Meinungen zulassen...
Das scheint eine deiner Hauptlinien zu sein: "Aber die anderen machen (auch) Blödsinn..."
Das ist keine Argumentation, sondern Whataboutism. Dass andere diskussionswürdige Dinge tun,
macht den oft haarsträubenden, weltfremden Unsinn der Grünen um keinen Deut besser.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: PeterPancake am 28. Juli 2016, 01:03:45
Gut dass andere Politiker mehr Meinungen zulassen. Herr Schäuble zum Beispiel hat eine sehr große Bandbreite an ökonomischen Empfehlungen für angeschlagene Länder der EU.

Wenn du möchtest kannst du sehr gerne für die Verfehlungen anderer Parteien einen eigenen Faden aufmachen. Genug lässt sich definitiv finden. celsus hat da schon sogar eine Vorlage mit dem rheinländischen Justizminister (FDP) und dem Verbot von illegalen Waffenkäufen (wobei es im Artikel nun geändert wurde und er Mittel zu Verhinderung sucht).

Ansonsten bieten die Grünen ja relativ viel Zündstoff für psiram.com, da Parteimitglieder immer wieder mit Alternativen aufwarten die das Thema Esoterik, Gesundheit realitätsfern auslegen..
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Juli 2016, 01:55:32
Wenn du möchtest kannst du sehr gerne für die Verfehlungen anderer Parteien einen eigenen Faden aufmachen.

Eben. Nur keine Sorge, ein Faden mit "Manchmal fällt es leicht, xy nicht zu mögen" wird durchaus auch Beteiligung bekommen. Da kann ich gleich anmerken: Richtig sauer bin ich auf die SPD. Bei den Grünen war klar, wohin es geht. Die SPD hat ihre Wurzeln verraten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 28. Juli 2016, 02:04:00
@ Metrobios

Ich könnte mir vorstellen, dass das Problem auch in der Art des Fehlers liegt. Je mehr System er hat, desto blöder, weil theoretisch vermeidbarer ist er. Vermutlich haben auch deshalb gerade die Grünen hier einen eigenen Thread. Blödsinn machen viele, aber bei den Grünen hat er vielleicht ein Ticken mehr System. Außerdem spielt das Verhältnis zwischen Anspruch und Realität eine Rolle. Gerade wenn man so gern das schlechte Gewissen spielt, wenn man einen im Kern ja noblen Beweggrund hat, oder zumindest vorgibt zu haben, ist die Fallhöhe natürlich groß, wenn dann regelmäßig so naive, undurchdachte Forderungen kommen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 02:31:45
Wenn du möchtest kannst du sehr gerne für die Verfehlungen anderer Parteien einen eigenen Faden aufmachen.

Eben. Nur keine Sorge, ein Faden mit "Manchmal fällt es leicht, xy nicht zu mögen" wird durchaus auch Beteiligung bekommen. Da kann ich gleich anmerken: Richtig sauer bin ich auf die SPD. Bei den Grünen war klar, wohin es geht. Die SPD hat ihre Wurzeln verraten.

Ich habe nichts dagegen die Grünen zu kritisieren, aber Vielfalt erfreut natürlich. Hetzkampagnen mag ich eben nicht - außer wenn sie sich alles richten ;)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 28. Juli 2016, 09:02:26
Die SPD hat ihre Wurzeln verraten.
Aber das ist kein bug, sondern ein feature, siehe mein Tucholsky-Zitat: das sind also ihre Wurzeln.  Sie existiert seit >150 Jahren. Das ist ein hinreichender Beweis dafür, dass Halbheiten in der Politik schlicht essentiell sind.


Politisch gibt es auf jeden Fall eine gewisse Abneigung gegen die Grünen.
Mitunter werden Maßnahmen als “politisch erforderlich” bezeichnet, wenn sie sich als eigentlich unsinnig herausstellen, aber trotzdem durchgedrückt werden sollen. In diesem Sinne ist meine Skepsis den Grünen gegenüber genau nicht politisch.

Hetzkampagnen
Psiram-Hetzer sollen einpacken?

Ich empfehle, die Wortwahl zu überdenken, sonst wirst du hier verspottet werden.  :crazy
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 28. Juli 2016, 10:44:28
Da kann ich gleich anmerken: Richtig sauer bin ich auf die SPD.... Die SPD hat ihre Wurzeln verraten.

Jaaa, aber mit deren "Wurzeln" wäre sie heute sowieso verloren. Die Sozialdemokratie ist in ihrem Ursprung ein Oppositionsprojekt. Im Grunde hätte sie sich in den 70ern, spätestens mit dem Hochkommen der Grünen in den 80ern ganz neu erfinden müssen. Und bei so etwas stehen 150 Jahre eher im Weg.
 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 28. Juli 2016, 10:52:12
Neues Futter, aus der Grünen-nahen Böll-Stiftung:
http://www.gwi-boell.de/de/2016/07/22/alle-heteros-sind-homophob-eine-kleine-erklaerungshilfe

Zitat
...Heterosexuelle sind homophob. Nein, nicht nur jene 25 Prozent, die laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage Homosexualität für „unmoralisch“ halten. Auch nicht nur die 40 Prozent, die es „ekelhaft“ finden, wenn sich Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit küssen. Nein, alle Heteros sind homophob. Alle! Und das nicht nur, weil sie in einer homophoben Gesellschaft aufwachsen. Heteros sind homophob, weil sie Heteros sind. Oder besser: Weil sie zu Heteros gemacht wurden....

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 28. Juli 2016, 11:43:05
In dieser Logik sind dann alle Homos biphob?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 28. Juli 2016, 11:45:35
Manchmal denk ich, solche Artikel werden nur zwecks Provokation des Stammtischs verbrochen, um dann aus den heftigen Reaktionen triumphierend die Richtigkeit der eigenen Behauptungen abzuleiten.

 :stirn

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 28. Juli 2016, 11:48:18
In dieser Logik sind dann alle Homos biphob?

aber nein:

Zitat
Kaum ein Homosexueller dürfte ein schlechtes Gewissen wegen eines hetero-erotischen Traums haben. Kaum ein Schwuler dürfte auf die Idee kommen, sich vor seinen Eltern als „straight“ zu outen, weil er auf der letzten Party mit einer Frau rumgeschnutscht hat. Und kaum jemand, der „einfach mehr Lust auf Männer hat“ muss dies seinen „heterosexuellen“ Kumpels und sich selbst ständig versichern.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 28. Juli 2016, 12:11:31
Mit dieser Logik kann man auch die die Liebe zwischen Mann und Knabe für die heutige Zeit legalisieren, s.:
https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4derastie (https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4derastie)
(Haben die Grünen in den Anfangsjahren ja auch getan)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 28. Juli 2016, 13:57:54
Moin,
Zitat
Verbot von Ölheizungen (analog dazu auch: Bundestagswahlprogramm 2013) - kein Hauseigentümer, der noch ganz bei Trost ist, betreibt heute noch eine Ölheizung. Bei den Preisen :o :o
Warum? Wenn die Alte doch noch tut...  ;D
Mein ehemaliger Stegnachbar wär bei einem solche Verbot wahrscheinlich mit Herzinfarkt von der Reling gekippt, hat sich nachträglich extra einen zweiten Tank einbauen lassen damit er Heizöl für die Heizung nehmen kann statt teurem Diesel.

@Wasserstoffverbrennung
Das wird im Verbrennungsmotor nicht ohne geringe Mengen mitverbrannten Öles gehen, so ganz ohne C ist das dadurch nie und wenn der Motor mal ordentlich gelaufen ist dann wirds langsam immer mehr, also wenn bei den heutigen Autos nicht vorher die Elektronik den Geist aufgibt.

Die Grünen sind in meinen Augen einfach die größte Gegen-alles Partei mit einer ordneltichen Tendenz zum Konsevativismus und versuchen andauernd aufgrund eines echten oder gefühlten Missstandes umfangreiche, undurchdachte Verbotsaktionen zu starten.

Zwei Beispiele:
Kompressorgeladene 6,2l V8 Motoren im amerikanischen Zweisitzer sind sinnlos also verbieten wir gleich alle Verbrennungsmotoren. Klar und die Notstromaggregate im Krankenhaus oder der Diesel im Traktor?
Das die meisten dieser Autos nicht mal annähernd soviel bewegt werden wie die gewerblich genutzten Fahrzeuge und dadurch bei weitem nicht so umweltschädlich sind wie die angeblich halbwegs sauberen Kleinmotoren kommt dann noch als Zuckerstück oben drauf, das Problem sind hier nicht die rausragenden Spitzen im Verbrauch sondern die dauerlaufenden Autos/LKWs, wahrscheinlich sind die 3l Lupos in Deutschland für mehr CO2/Jahr verantwortlich als alle Supersportwagen und Muscle Cars zusammen.
Wenn ich jetzt was bewirken möchte müsste ich also nicht das Feindbild Sportwagen verbieten sondern müsste die Lupo Fahrer zum Umstieg aufs Fahrrad zwingen, setz das mal durch!  :laugh:

Oder der Oberfeind der Zweitakter, klar kann ich die verbieten weil mir die Roller auf den Sack gehen und die Frachtschiffe werden dann gepaddelt oder die Baumpfleger nutzen wieder die Handsäge? Klar ich kann auch einen "sauberen" Viertakter in eine Kettensäge einbauen, da wiegt dann der Motor das 4-5 fache, kostet das 3 fache und darf nicht in allen Winkeln genutzt werden weil es sonst Probleme mit der Schmierung gibt und die Frachtschiffe werden dann zu weiteren Otto Hahns umgebaut weil da war ja ein sauberer Elektromotor drin. :teufel

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 14:10:32
Mit dieser Logik kann man auch die die Liebe zwischen Mann und Knabe für die heutige Zeit legalisieren, s.:
https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4derastie (https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4derastie)
(Haben die Grünen in den Anfangsjahren ja auch getan)

Nicht so schnell. Achte auf deine Wortwahl.

Einige Grünen haben tatsächlich eine Legalisierung der Pädophilie gefordert, bzw. pädophilen Geschlechtsverkehrs. Pädophilie ist die Liebe eines Erwachsenen zu einem Kind, also zu jemandem, der noch nicht "geschlechtlich reif" ist (die Definition eines Schutzalters ist insofern recht unsinnig).

Päderastie ist die Knabenliebe und bezweichnet die Liebe zwischen einem Erwachsenen und einem Jugendlichen (Ephebophilie). Dieser Jugendliche ist durchaus in der Lage am Geschlechtsverkehr teilzuhaben, ihn zu verstehen und vor allem die Liebe des Erwachsenen zu erwiedern.

Im antiken Griechenland war die Päderastie ein ritualisiertes, gesellschaftlich teilweise erzwungenes Verhältnis zwischen einem Mann und einem reiferen Jungen. Aber kein Grieche hatte sein 6-jähriges Kind zu einem Mann gelassen ... auch Griechen hatten ein Gefühl dafür, was man einem Kind zumuten darf.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 28. Juli 2016, 15:11:24
Zitat
Päderastie (griechisch παιδεραστία paiderastia, von παῖς pais „Knabe“ und ἐραστής erastes „Liebhaber“) bezeichnet eine institutionalisierte Form von Homosexualität im antiken Griechenland zwischen Männern und männlichen älteren Kindern und Jugendlichen.
(Wikipedia)
Na gut, dann waren die Grünen (besser einige wenige derer) also noch schlimmer als die alten Griechen
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 15:31:14
Und was heißt "ältere Kinder"? Wikipedia (Englisch und Deutsch) sprechen von in der Regel ab 12 Jahren.

Na gut, dann waren die Grünen (besser einige wenige derer) also noch schlimmer als die alten Griechen

Wahrscheinlich dachten sie sich: Homosexuelle werden von der Gesellschaft diskriminiert, Pädophile auch, als müssen wir sie beide unterstützen. Das war natürlich ein Fehlschluss, aber ein verzeihbarer. 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 28. Juli 2016, 21:21:22
Wahrscheinlich dachten sie sich: Homosexuelle werden von der Gesellschaft diskriminiert, Pädophile auch, als müssen wir sie beide unterstützen. Das war natürlich ein Fehlschluss, aber ein verzeihbarer.
Nein, das war kein verzeihbarer Fehlschluss. Es war die ideologische Verbrämung der eigenen „Bedürfnisse“ auf Kosten von Kindern.
Übrigens habe ich vor kurzem irgendwo einen Videoclip gesehen, in dem ein kleines Kind greinte, „ich will alle umbringen, die Tiere töten“, oder "Regenwälder abholzen" oder so ähnlich, und ihm wurde von irgendeinem grünen Ministerium Beifall geklatscht. War auf Facebook.

Ekelhaft.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 21:33:22
Wahrscheinlich dachten sie sich: Homosexuelle werden von der Gesellschaft diskriminiert, Pädophile auch, als müssen wir sie beide unterstützen. Das war natürlich ein Fehlschluss, aber ein verzeihbarer.
Nein, das war kein verzeihbarer Fehlschluss. Es war die ideologische Verbrämung der eigenen „Bedürfnisse“ auf Kosten von Kindern.

Es war ein Fehlschluss. Pädophile sind auch nur Menschen. Man darf sie nicht bestrafen, man muss ihnen helfen. Aber die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 28. Juli 2016, 21:36:15
Es war ein Fehlschluss. Pädophile sind auch nur Menschen. Man darf sie nicht bestrafen, man muss ihnen helfen. Aber die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.

Mag sein, war aber nicht das Thema. Einige Mitglieder der Grünen wollten damals Sex mit Kindern legalisieren (es ist wirklich lange her und inzwischen gab es klare Distanzierungen). Übrigens gab es solche Bemühungen auch in der Piratenpartei, das wurde dort aber ziemlich schnell beendet.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Juli 2016, 21:44:30
Pädophile sind auch nur Menschen. Man darf sie nicht bestrafen, man muss ihnen helfen.

Wer diese Neigung hat, kann sich helfen lassen und viele missbrauchen auch keine Kinder. Man hilft ihnen aber nicht, indem man Kindesmissbrauch legalisiert.

Ich darf zart erinnern, dass auch Kinder Menschen sind, und zwar welche unter besonderm Schutz und keine Verfügungsmasse für Pädophile, die ihre Veranlangung nicht in den Griff bekommen.


Zitat
Aber die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.

Du darfst versichert sein, sollte eines meiner Kinder missbraucht werden, bin ich sowas von geistig unterentwickelt was den folgenden Umgang mit dem Täter angehen wird. Was Du hier von dir gibst, ist schon deutlich grenzwertig, um es höflich zu sagen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 28. Juli 2016, 21:51:31
Es war ein Fehlschluss. Pädophile sind auch nur Menschen. Man darf sie nicht bestrafen, man muss ihnen helfen. Aber die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.

Bö? Man darf jemanden, der sexuelle Kontakte zu einem unmündigen Kind unterhält, nicht bestrafen, obwohl es sich um einen Straftatbestand handelt? Du schmeisst da eine ganze Menge durcheinander. Jemand, der pädophile Neigungen bei sich bemerkt, ohne sie auszuleben, darf natürlich nicht bestraft werden. Aber jemand, der seinen pädophilen Neigungen nachgibt, der macht sich strafbar - aus gutem Grund. Und die Grünen wollten in ihrer Anfangszeit mitnichten, dass Projekte wie "Kein Täter werden" ausgeweitet werden, um Menschen zu helfen, die gegen ihre Pädophilie ankämpfen (und die Existenz solcher Projekte ist ein guter Beleg dafür, dass die heutige Gesellschaft einen großen, großen Schritt nach vorne gemacht hat ...), sondern sie wollten pädophile Handlungen  entkriminalisieren. Womit sie der Akzeptanz von Homosexualität auch noch einen Bärendienst erwiesen haben, denn dieses in einen Topf mit Straftätern geworfen werden, kann kaum im Interesse von Schwulen und Lesben sein, die einfach nur die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare wollten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 22:01:20
Pädophile sind auch nur Menschen. Man darf sie nicht bestrafen, man muss ihnen helfen.

Wer diese Neigung hat, kann sich helfen lassen und viele missbrauchen auch keine Kinder. Man hilft ihnen aber nicht, indem man Kindesmissbrauch legalisiert.

Ich darf zart erinnern, dass auch Kinder Menschen sind, und zwar welche unter besonderm Schutz und keine Verfügungsmasse für Pädophile, die ihre Veranlangung nicht in den Griff bekommen.


Zitat
Aber die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.

Du darfst versichert sein, sollte eines meiner Kinder missbraucht werden, bin ich sowas von geistig unterentwickelt was den folgenden Umgang mit dem Täter angehen wird. Was Du hier von dir gibst, ist schon deutlich grenzwertig, um es höflich zu sagen.

Finde ich ehrlich gesagt nicht. Wenn du sowas schon als grenzwertig bezeichnest, finde ich meine Charakterisierung der Gesellschaft geradezu passend. Es fehlt an geistiger Beweglichkeit.

Was ich mir wünschen würde, wäre, dass man Pädophilie bestraft - aber man sollte Täter dadurch bestrafen, dass man sie dazu zwingt sich helfen zu lassen.

Und soweit ich weiß sind die Angebote mitnichten so umfangreich wie sie sein sollten/wie sich Psychologen wünschen. Aber Wähler überzeugt man eher mit Forderungen wie "Wegsperren" oder gar Todesstrafe für Pädophile als mit einer fundierten Politik der Hilfe und Prävention.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 28. Juli 2016, 22:06:52
Warum nur muss ich gerade dran denken, dass wir bei Doro mehr als einmal gemutmaßt haben, dass sie ein U-Boot der Maskulinisten sei, die das Frauenwahlrecht sabotieren wollen?

Lieber Metrobios, du musst nicht antworten, aber: Du bist nicht zufällig bei der Jugendorganisation der AfD?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 28. Juli 2016, 22:09:21
Es war ein Fehlschluss. Pädophile sind auch nur Menschen. Man darf sie nicht bestrafen, man muss ihnen helfen. Aber die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.
Ich entnehme dem, dass Du selbst, im Gegensatz zur heutigen Gesellschaft, nicht unterentwickelt bist? Wie hast Du es geschafft, dich über die graue Masse zu erheben und Deinen Horizont zu weiten? Möchtest Du das näher ausführen?

Zitat
Was ich mir wünschen würde, wäre, dass man Pädophilie bestraft - aber man sollte Täter dadurch bestrafen, dass man sie dazu zwingt sich helfen zu lassen.
"zwingen, sich helfen zu lassen" - Was soll dabei wohl herauskommen? Lass' Deine Phrasen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 22:19:49
Lieber Metrobios, du musst nicht antworten, aber: Du bist nicht zufällig bei der Jugendorganisation der AfD?

Nope, bin da schon eher bei der Konkurrenz.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 28. Juli 2016, 22:23:22
Nope, bin da schon eher bei der Konkurrenz.

Und wer konkurriert auf dem Sektor? Wohl nur die NPD. Enttarnt :police:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 22:23:36
Es war ein Fehlschluss. Pädophile sind auch nur Menschen. Man darf sie nicht bestrafen, man muss ihnen helfen. Aber die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.
Ich entnehme dem, dass Du selbst, im Gegensatz zur heutigen Gesellschaft, nicht unterentwickelt bist? Wie hast Du es geschafft, dich über die graue Masse zu erheben und Deinen Horizont zu weiten? Möchtest Du das näher ausführen?

Ich habe gelernt in jedem Menschen den Menschen zu sehen. Ich habe genausoviel Mitleid mit dem Täter wie mit dem Opfer - und das betrifft alle Straftaten. Ich bin für eine Justiz der Vergebung, nicht der Bestrafung. Man sollte lieber herausfinden warum jemand irgendetwas tut, statt ihn zu bestrafen und ihn dann nach seiner Haftzeit wieder im Gerichtssaal zu begrüßen.

Was ich mir wünschen würde, wäre, dass man Pädophilie bestraft - aber man sollte Täter dadurch bestrafen, dass man sie dazu zwingt sich helfen zu lassen.
"zwingen, sich helfen zu lassen" - Was soll dabei wohl herauskommen? Lass' Deine Phrasen.

Weiß ich nicht. Man könnte ja vielleicht mal damit anfangen mehr Therapien anzubieten, darüber Buch zu führen, wer von den Verurteilen diese besucht - und wer es nicht kommt, wandert ins Gefängnis. Wer aber zeigt dass er sich verändern will, dem erlässt man einen Gefängnisaufenthalt (und jeder weiß wie Pädophile im Gefängnis behandelt werden).
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 22:23:57
Nope, bin da schon eher bei der Konkurrenz.

Und wer konkurriert auf dem Sektor? Wohl nur die NPD. Enttarnt :police:

Geeeeenau. Ich bin bei der NPD. :angel:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 28. Juli 2016, 22:35:59
Nope, bin da schon eher bei der Konkurrenz.

Und wer konkurriert auf dem Sektor? Wohl nur die NPD. Enttarnt :police:

Geeeeenau. Ich bin bei der NPD. :angel:

Willkommen bei Psiram. Is' ja nich' so, als würden wir nicht auch manchmal nach dem "cui bono" fragen.

Jetzt mal ernsthaft, dass du Dünnpfiff redest und dem linken politischen Spektrum gerade eher schadest, ist dir doch hoffentlich bewusst? Dein "Vorschlag" zur Resozialisierung von pädophilen Straftätern in allen Ehren, aber wenn man in der forensischen Psychiatrie so handeln würde, dann würde man reihenweise Soziopathen mit großem manipulativen Geschick nach nur wenigen Monaten Verwahrung auf die Menschheit loslassen, weil die kein Problem damit haben einmal wöchentlich 50 Minuten lang gaaanz betroffen zu gucken. Dagegen würde man den Gelegenheitstäter, bei denen die Rückfallgefahr geringer ist, jede Chance nehmen, sich durch Verbüßung ihrer Strafe mit ihrer Tat auseinander zu setzen, denn da ist noch genug Schuld- und Unrechtsbewusstsein, dass denen die Therapie schwerfällt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 22:41:35
Jetzt mal ernsthaft, dass du Dünnpfiff redest und dem linken politischen Spektrum gerade eher schadest, ist dir doch hoffentlich bewusst? Dein "Vorschlag" zur Resozialisierung von pädophilen Straftätern in allen Ehren, aber wenn man in der forensischen Psychiatrie so handeln würde, dann würde man reihenweise Soziopathen mit großem manipulativen Geschick nach nur wenigen Monaten Verwahrung auf die Menschheit loslassen, weil die kein Problem damit haben einmal wöchentlich 50 Minuten lang gaaanz betroffen zu gucken. Dagegen würde man den Gelegenheitstäter, bei denen die Rückfallgefahr geringer ist, jede Chance nehmen, sich durch Verbüßung ihrer Strafe mit ihrer Tat auseinander zu setzen, denn da ist noch genug Schuld- und Unrechtsbewusstsein, dass denen die Therapie schwerfällt.

Wenn ich Mist rede dann ist es Ironie. Jetzt ist es keine Ironie, ich finde es schon korrekt was ich sage. Natürlich hast du auch eine Meinung, aber bitte respektiere meine.

Wie gesagt, ich spreche allgemein von Straftätern. Heutzutage ist man noch zusehr im "Bestrafen-Muster"/"Law-and-Order-Muster" unterwegs. Davon halte ich ehrlich gesagt nichts. Oder anders gesagt: Wenn Strafen wirken, warum gibt es dann noch Menschen die wir bestrafen müssen?

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 28. Juli 2016, 22:47:59
Metrobios eiert für meine Begriffe immer hin und her zwischen windelweich und superautoritär, ne Linie ist nicht zu erkennen, außer der, hier unbedingt den Pädagogen und Bedenkenträger spielen zu wollen.  ::)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 22:51:15
Metrobios eiert für meine Begriffe immer hin und her zwischen windelweich und superautoritär, ne Linie ist nicht zu erkennen, außer der, hier unbedingt den Pädagogen und Bedenkenträger spielen zu wollen.  ::)

Man braucht keine Linie um eine Meinung zu haben. Ich sollte wohl schweigen :-X
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 28. Juli 2016, 22:55:34
Natürlich hast du auch eine Meinung, aber bitte respektiere meine.

Ich hindere dich nicht daran, sie zu äußern, das muss reichen. Um sie zu respektieren, müsste ich einen gewissen Gehalt darin vermuten - und dafür ist sie schlicht zu unausgegoren und unreflektiert.

Zitat
Wie gesagt, ich spreche allgemein von Straftätern. Heutzutage ist man noch zusehr im "Bestrafen-Muster"/"Law-and-Order-Muster" unterwegs. Davon halte ich ehrlich gesagt nichts. Oder anders gesagt: Wenn Strafen wirken, warum gibt es dann noch Menschen die wir bestrafen müssen?

Dir ist schon klar, dass das genau die Verkürzung und Simplifizierung ist, die man normalerweise bei Anhägern von VTen und abwegigen Gesundheitsideologien findet? Sie ist quasi das Spiegelbild zum anderen Extrem, der radikalen "Wegsperren, einfach alle wegsperren"-Logik. Das ist eine komplizierte Frage, die man mitnichten zwischen "Tagesschau" und "Frauentausch" abschließend klären kann. Denn wenn das so wäre, dann könnten wir uns als Gesellschaft jede Menge Steuergeld sparen, indem wir ganze universitäre Fachbereiche dichtmachen: Wozu noch Kriminologie, Kriminalsoziologie, Strafrecht und forensische Psychiatrie, wenn Strafe doch ohnehin wirkungslos ist?  Oder anders: Deine Simplifizierung wird kaum die Fragen klären, über die sich klügere Menschen als du, die sich auch noch intensiver und ausdauernder mit der Thematik befassen, die Köpfe zerbrechen. Um es mit Goldacre zu sagen: I think you'll find it's little bit more complicated than that.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 28. Juli 2016, 23:00:23
Wenn Strafen wirken, warum gibt es dann noch Menschen die wir bestrafen müssen?

U.a. wohl auch deshalb, weil die Opfer immer ein Bedürfnis nach Vergeltung haben. Ließe man den Staat da außen vor, dann hätten wir wieder die "Auge um Auge..."-Zeit. Die Aussicht auf Strafe dient zum einen der Abschreckung und soll ein deutliches Signal sein, dass ein bestimmtes Handeln gesellschaftlich sanktioniert ist/wird. Das Rechts- und Justizsystem ist bestimmt nicht perfekt, aber ohne Strafen würde es wahrscheinlich nicht funktionieren. Wenn einer deine Einfahrt zuparkt, dann wirst du ganz schnell mit dem Kopf nicken.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 28. Juli 2016, 23:01:01
Ich habe gelernt in jedem Menschen den Menschen zu sehen. Ich habe genausoviel Mitleid mit dem Täter wie mit dem Opfer - und das betrifft alle Straftaten. Ich bin für eine Justiz der Vergebung, nicht der Bestrafung. Man sollte lieber herausfinden warum jemand irgendetwas tut, statt ihn zu bestrafen und ihn dann nach seiner Haftzeit wieder im Gerichtssaal zu begrüßen.
Hat nicht geklappt, das mit dem Seinlassen der Phrasen.

Wenn ich Mist rede dann ist es Ironie.
Nein, dann ist es Mist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 23:02:36
Natürlich hast du auch eine Meinung, aber bitte respektiere meine.

Ich hindere dich nicht daran, sie zu äußern, das muss reichen. Um sie zu respektieren, müsste ich einen gewissen Gehalt darin vermuten - und dafür ist sie schlicht zu unausgegoren und unreflektiert.

Zitat
Wie gesagt, ich spreche allgemein von Straftätern. Heutzutage ist man noch zusehr im "Bestrafen-Muster"/"Law-and-Order-Muster" unterwegs. Davon halte ich ehrlich gesagt nichts. Oder anders gesagt: Wenn Strafen wirken, warum gibt es dann noch Menschen die wir bestrafen müssen?

Dir ist schon klar, dass das genau die Verkürzung und Simplifizierung ist, die man normalerweise bei Anhägern von VTen und abwegigen Gesundheitsideologien findet? Sie ist quasi das Spiegelbild zum anderen Extrem, der radikalen "Wegsperren, einfach alle wegsperren"-Logik. Das ist eine komplizierte Frage, die man mitnichten zwischen "Tagesschau" und "Frauentausch" abschließend klären kann. Denn wenn das so wäre, dann könnten wir uns als Gesellschaft jede Menge Steuergeld sparen, indem wir ganze universitäre Fachbereiche dichtmachen: Wozu noch Kriminologie, Kriminalsoziologie, Strafrecht und forensische Psychiatrie, wenn Strafe doch ohnehin wirkungslos ist?  Oder anders: Deine Simplifizierung wird kaum die Fragen klären, über die sich klügere Menschen als du, die sich auch noch intensiver und ausdauernder mit der Thematik befassen, die Köpfe zerbrechen. Um es mit Goldacre zu sagen: I think you'll find it's little bit more complicated than that.

Warum immer diese persönlichen Angriffe? "Klügere Menschen" - werde ich dadurch dümmer? Bin ich etwa dumm?

Ich denke dass viele heutige Themenkomplexe sehr wohl simpel sind. Sie sehen auf den Blick kompliziert aus, aber sie lassen sich auf einfache Fragestellungen reduzieren.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 23:04:48
Ich habe gelernt in jedem Menschen den Menschen zu sehen. Ich habe genausoviel Mitleid mit dem Täter wie mit dem Opfer - und das betrifft alle Straftaten. Ich bin für eine Justiz der Vergebung, nicht der Bestrafung. Man sollte lieber herausfinden warum jemand irgendetwas tut, statt ihn zu bestrafen und ihn dann nach seiner Haftzeit wieder im Gerichtssaal zu begrüßen.
Hat nicht geklappt, das mit dem Seinlassen der Phrasen.

Wenn ich Mist rede dann ist es Ironie.
Nein, dann ist es Mist.

Mitnichten.

Ich habe meine "Phrasen" bisher besser ausgeführt als du deine vorschnellen Kommentare.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 28. Juli 2016, 23:08:50
Warum immer diese persönlichen Angriffe? "Klügere Menschen" - werde ich dadurch dümmer? Bin ich etwa dumm?

Warum fühlst du dich persönlich angegriffen, wenn ich darauf hinweise, dass es klügere Menschen als dich gibt? Hältst du dich für den Klügsten?

Zitat
Ich denke dass viele heutige Themenkomplexe sehr wohl simpel sind. Sie sehen auf den Blick kompliziert aus, aber sie lassen sich auf einfache Fragestellungen reduzieren.

Eine Überzeugung, die deine hohe Affinität zu den Grünen erklärt. Der gleiche Grund, warum sich da auch Impfverweigerer ganz heimisch fühlen. 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 23:21:05
Warum immer diese persönlichen Angriffe? "Klügere Menschen" - werde ich dadurch dümmer? Bin ich etwa dumm?

Warum fühlst du dich persönlich angegriffen, wenn ich darauf hinweise, dass es klügere Menschen als dich gibt? Hältst du dich für den Klügsten?

Nope.  :-X
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 28. Juli 2016, 23:23:57
Ich habe meine "Phrasen" bisher besser ausgeführt als du deine vorschnellen Kommentare.

 :rofl2

Gut. Fangen wir noch mal an:
Ich habe gelernt in jedem Menschen den Menschen zu sehen. Ich habe genausoviel Mitleid mit dem Täter wie mit dem Opfer - und das betrifft alle Straftaten.
Du sagst also Deiner Freundin, die Du gerade im Krankenhaus besuchst, weil sie bei einem Raubüberfall schwer verletzt worden ist: „Sieh mal Schatz, mit dem Täter muss man Mitleid haben, er hat bestimmt nicht gewusst, wie er seinen nächsten Trip bezahlen soll“ - Du sagst den Angehörigen der NSU-Opfer: „Schaut mal, diese Nazis, die sind halt benachteiligte, arme Menschen!“ Ja, machst Du das? Denk Dir tausend andere Straftaten jeglichen Kalibers selber aus.

Schwafele nicht; werde konkret.   
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Juli 2016, 23:25:36
Ich wollte dezent nachfragen, ob es schon Zeit für ein Karpfenrezept ist? Ich hätte auch ein neues.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 28. Juli 2016, 23:29:56
Metro, da schwafelst Du auf Gebieten, von denen Du nicht den Hauch eines Begriffs hast. Wenn ich zum Beispiel so etwas lese:

Zitat
Ich habe gelernt in jedem Menschen den Menschen zu sehen. Ich habe genausoviel Mitleid mit dem Täter wie mit dem Opfer - und das betrifft alle Straftaten. Ich bin für eine Justiz der Vergebung, nicht der Bestrafung.

...dann weiß ich ganz genau, woran Du denkst und woran Du sträflicher Weise nicht denkst. Du denkst an den Täter/die Täterin, die einen Rucksack voller schwerer Kindheitserinnerungen mitschleppt und aus Teufelskreisen von Gewalt und Delinquenz nicht heraus kann. Oder an Tätertypen an der Grenze der Schuldfähigkeit, wegen psychischer Defekte. Woran Du bestimmt nicht gedacht hast (auch wenn Du erst einmal das Gegenteil behauptest), ist der gesunde und voll sozialisierte Täter. Nehmen wir den grandiosen Steuerhinterzieher. Oder den Kreditbetrüger. Oder überhaupt den Betrüger, der ein paar Dutzend arme Schlucker mit raffinierten Schneeballsystemen um den letzten Groschen bringt. Oder, noch besser, den Scharlatan im weißen Kittel, der Totkranke mit unhaltbaren Heilungsversprechen ausbeutet.

Und? Hält sich Dein Mitleid noch in erträglichen Grenzen?

Und noch eins: wünschst Du Dir wirklich, dass ich Dich in eine Diskussion über Strafziele und Strafzwecke auf der Höhe der modernen Strafrechtslehre verwickle?

Lassen wir das lieber, es ist besser so.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 28. Juli 2016, 23:35:20
Ich wollte dezent nachfragen, ob es schon Zeit für ein Karpfenrezept ist? Ich hätte auch ein neues.

Erzähl. Wobei ich Kuchen lieber mag.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 28. Juli 2016, 23:36:50
Ach ja, da fällt mir noch ein Tätertyp ein, bei dem die Entwicklung von Mitleid nicht so recht aus den Startlöchern kommt. Sagen wir: den Kriegsverbrecher. Oder, wenngleich die Täterpopulation ihrem biologischen Ende entgegen geht: den NS-Täter. Abgesehen davon, dass es gar keinen Sinn ergibt, sich diesen Tätertypen in Mitleidskategorien nähern zu wollen oder zu überlegen, ob Strafandrohungen sie von ihrem Tun vielleicht abgehalten hätten: solche Kanallien mit ihren Opfern in ein und denselben Mitleidsbrei zu rühren, ist, pardon, abgeschmackt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. Juli 2016, 23:46:34
Ich wollte dezent nachfragen, ob es schon Zeit für ein Karpfenrezept ist? Ich hätte auch ein neues.

Erzähl. Wobei ich Kuchen lieber mag.

Neinnein, das müssen schon die anderen entscheiden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: PeterPancake am 29. Juli 2016, 00:15:08
Ich spule ein paar Beiträge zurück und widme mich den Pädophilie-Problemen der Grünen (war 2013). Anhand des Wikipedia-Artikels ist der Name des Fadens perfekt gewählt. Was sich die Grünen zu Ihrer Anfangszeit da alles an Mitgliedern/Wählern versucht haben anzulachen.

Übrigens passt meiner Meinung nach die Kolumne von Fischer im Recht ein wenig dazu. Die "Nein heißt Nein"-Debatte war ja auch eher so eine Nummer die mehr Probleme im Strafrecht bringen könnte als sie löst.

Ich bin übrigens für ein leckers Karpfenrezept. Noch nie einen wirklich guten gegessen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 29. Juli 2016, 00:38:47
Übrigens passt meiner Meinung nach die Kolumne von Fischer im Recht ein wenig dazu. Die "Nein heißt Nein"-Debatte war ja auch eher so eine Nummer die mehr Probleme im Strafrecht bringen könnte als sie löst.

Ja, passt wunderbar. Köln war kein Mangel an Gesetzen, sondern an Polizei, meinte er ja trocken. Und so ist es eben (natürlich nicht nur) mit den Grünen: Zu meinen, man müsse nur was verbieten und das Problem wäre aus der Welt.

Zitat
Ich bin übrigens für ein leckers Karpfenrezept. Noch nie einen wirklich guten gegessen.

Das liegt am "Rohmaterial". Meistens. Muss gut entsumpft sein und dann sehr frisch. Aber ich warte noch bisschen :)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 29. Juli 2016, 01:58:06
Ich wollte dezent nachfragen, ob es schon Zeit für ein Karpfenrezept ist? Ich hätte auch ein neues.

Nicht vor dem ersten Gedicht bitte.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 29. Juli 2016, 02:11:46
Ich wollte dezent nachfragen, ob es schon Zeit für ein Karpfenrezept ist? Ich hätte auch ein neues.

Nicht vor dem ersten Gedicht bitte.

Oh. Stimmt. Da war noch was.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 29. Juli 2016, 17:25:13
Zitat
Metro, da schwafelst Du auf Gebieten, von denen Du nicht den Hauch eines Begriffs hast.
In der Tat, eine substanzielle und konkrete Auseinandersetzung im Detail, fand bisher offensichtlich nicht statt
Die Argumentation, wenn man dies überhaupt so nennen darf, verläuft quasi in völliger Kompetenz-Karenz   
Aber dies ist in der Szene keine Seltenheit
Frei nach dem Motto:
Ich habe keine Ahnung, aber zu allem eine Meinung
Ich kann es nie für mich behalten
Und ich habe immer Recht

Zitat
Man könnte ja vielleicht mal damit anfangen mehr Therapien anzubieten, darüber Buch zu führen, wer von den Verurteilen diese besucht
- und wer es nicht kommt, wandert ins Gefängnis. Wer aber zeigt dass er sich verändern will, dem erlässt man einen Gefängnisaufenthalt
Typee hat schon angesprochen, dass eine Diskussion über Strafziele und Strafzwecke der Strafrechtslehre wohl nicht sinnstiftend ist
Ich setzte mich ansatzweise darüber hinweg
Es gibt heute schon einige Möglichkeiten, gemäß §56c, e Abs. 2 und 3 StGB
auch in Verbindung mit Tätern wo die Voraussetzungen einer evtl. Unterbringung nach § 63 und 64 nicht erfüllt sind
Oder in Verbindung mit §35 Btmg
Handlungsansätze und Bemessungsräume gibt es durchaus, auch für Sexualstaftäter

Ich bin durchaus dafür nach Möglichkeiten zu suchen, die einer möglichen Resozialisierung, auch von Schwerst-Straftätern dienen
Diese lösen sich nach Verurteilung, Verbüßung von Haft nicht in Luft auf
Selbst bei tatsächlich erfolgter Sicherungsverwahrung, wird regelmäßig geprüft und irgendwann ist der Täter doch wieder draussen 

All dies hat aber immer unter der Prämisse zu stehen, dass die Prognose die ist, dass vom Täter keine Gefahr ausgeht und die Allgemeinheit und potenzielle Opfer
geschützt sind

Das ist die Aufgabe DER Gesellschaft und DER Justiz
Die primäre Aufgabe der Justiz ist es nicht, die Befindlichkeiten der Täter zu beachten
Und das Recht der Vergebung steht alleine dem Opfer und seinen Angehörigen zu
Und zur Vergebung gehört auch die Reue

Die zeigen Täter selten, wenn doch dann aus prozess-taktischen Gründen
Und "vergebende Justiz.".....wann habe ich das letzte mal einen derartigen Unsinn gehört

Zitat
Ich entnehme dem, dass Du selbst, im Gegensatz zur heutigen Gesellschaft, nicht unterentwickelt bist? Wie hast Du es geschafft, dich über die graue Masse zu erheben und Deinen Horizont zu weiten?

Jop, eine derart groteske Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit habe ich in meiner Pubertät abgearbeitet
Zitat
die heutige Gesellschaft ist eben geistig was das angeht unterentwickelt.
Allerliebst

Ach so, noch zu Ironie oder Mist
Wenn etwas wie eine Ente aussieht, wie eine Ente watschelt und wie eine Ente quakt, dann ist es eine Ente, keine Ironie

Wer jemals in die Augen der Kinder schauen muss, denen von Tätern und denen die für sie eintreten auch schon mal konkludentes Verhalten unterstellt wird
ist von sowas irgendwann massiv getriggert




 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 30. Juli 2016, 11:02:56
Noch was, im Nachgang.
Unser Chemielehrer war ein Säufer.
Dein Problem ist, dass du damit kein Problem hast:
Ich denke dass viele heutige Themenkomplexe sehr wohl simpel sind. Sie sehen auf den Blick kompliziert aus, aber sie lassen sich auf einfache Fragestellungen reduzieren.
Da fällt mir Jacob Burckhardt ein,
Zitat von: Wikipedia
Der auch im deutschen Sprachraum viel verwendete Begriff «terrible simplificateur» (Flachdenker) wurde von ihm geprägt

Ich verkenne nicht die Attraktivität eines schlichten Weltbildes, wirklich nicht. Schließlich habe ich mal ähnlich gedacht, auch wenn “meine” Lösung ganz anders aussah. Aber setz’ Dich auf den Hosenboden und lern’ was.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 31. Juli 2016, 15:05:28
Eine Dokumentation über die Katastrophe von Tschernobyl: https://www.youtube.com/watch?v=b1phRf6pe9o

Ist schon echt bitter was für Aussagen und Bilder gegen Ende des Film gezeigt werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 31. Juli 2016, 15:35:36
Eine Dokumentation über die Katastrophe von Tschernobyl: https://www.youtube.com/watch?v=b1phRf6pe9o

Ist schon echt bitter was für Aussagen und Bilder gegen Ende des Film gezeigt werden.

Ob so ein Totenkopf im Titel das Zeichen für eine gute Doku ist? :angel:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 31. Juli 2016, 15:41:04
Ob so ein Totenkopf im Titel das Zeichen für eine gute Doku ist? :angel:

Die Doku habe ich auch schon ohne Totenkopf gesehen.

Aber mal eine ganz andere Frage. Was passiert eigentlich mit den Überresten der radioaktiven Brennelemente im ehemaligen Block 4 des AKW Tschernobyl bzw. im Sarkophag? Bleibt das jetzt für alle Ewigkeit da liegen oder hat man da noch was vor? Zum Beispiel unter Verwendung von Transmutation? 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 31. Juli 2016, 16:35:40
Da geht wohl keiner ran. Außerdem weiß offenbar niemand so recht, wie viel davon überhaupt noch im Reaktorgebäude vorhanden ist. Der Physiker Sebastian Pflugbeil war mal da und hat sich das angeschaut. Seiner Ansicht nach ist bei der Explosion sehr viel Brennmaterial aus dem Reaktor geschleudert und in der Umgebung verteilt worden. Offizielle Stellen sprechen dagegen von einer Kernschmelze, bei der das Material nach unten durch den Reaktorboden gesackt ist. Vermutlich wird sich das nie so recht klären lassen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 31. Juli 2016, 16:43:21
Eine Dokumentation über die Katastrophe von Tschernobyl: https://www.youtube.com/watch?v=b1phRf6pe9o

Ist schon echt bitter was für Aussagen und Bilder gegen Ende des Film gezeigt werden.

Jane, die Kommentare reichen mir.

Lies halt mal was Vernünftiges, z.B.

http://nuklearia.de/2016/04/26/vor-30-jahren-tschernobyl-ein-rueckschlag-fuer-die-menschheit/ (http://nuklearia.de/2016/04/26/vor-30-jahren-tschernobyl-ein-rueckschlag-fuer-die-menschheit/)

Oder hier:

https://www.iaea.org/newscenter/focus/chernobyl (https://www.iaea.org/newscenter/focus/chernobyl)

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 31. Juli 2016, 18:56:02
Eine Dokumentation über die Katastrophe von Tschernobyl: https://www.youtube.com/watch?v=b1phRf6pe9o

Ist schon echt bitter was für Aussagen und Bilder gegen Ende des Film gezeigt werden.

Will auch mal youtuben: https://www.youtube.com/watch?v=wtiqJO2af40

Na wo sind sie denn, die 3 m langen Regenwürmer mit Augen und die Hirsche mit verzweigten Knochen auf dem Kopf? Die Doku sollte verboten werden, da sie viel zu objektiv die heutige Situation darstellt und damit für Verwirrung sorgt. Ich wollte da ja schon längst mal hinfahren. Wird wohl meine letzte Reise :'(
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 31. Juli 2016, 19:44:38
Zitat
Ich wollte da ja schon längst mal hinfahren.

Auja, ich auch!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 31. Juli 2016, 19:59:39
Aber nicht ohne mein Dosimeter!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 31. Juli 2016, 20:50:56
Auja, ich auch!

Cool, dann können wir ja zusammen fahren. Is praktisch, weil du dann immer mit dem Dosimeter vorgehen kannst und ich dir den Rücken frei halten kann. Und wenn du plötzlich umkippst, kann ich die Story an die Grünen verkaufen: erstes deutsches Opfer von Tschernoby. Dann wirst du voll berühmt :2thumbs:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 31. Juli 2016, 20:55:37
Das Berühmteerden überlasse ich großzügigerweise Dir.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 31. Juli 2016, 20:57:31
Ein Freund von mir war vor ein paar Monaten dort. Mit Stand heute Mittag war er noch am Leben.
Haare hat er noch alle, einen Ansatz für ein Einhorn sehe ich auch keins. Ob ihm eventuell ein dritter
Hoden gewachsen ist, weiß ich ehrlicherweise nicht, so gut kenne ich ihn auch wieder nicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Metrobios am 31. Juli 2016, 21:01:47
Eine Dokumentation über die Katastrophe von Tschernobyl: https://www.youtube.com/watch?v=b1phRf6pe9o

Ist schon echt bitter was für Aussagen und Bilder gegen Ende des Film gezeigt werden.

Jane, die Kommentare reichen mir.

Lies halt mal was Vernünftiges, z.B.

http://nuklearia.de/2016/04/26/vor-30-jahren-tschernobyl-ein-rueckschlag-fuer-die-menschheit/ (http://nuklearia.de/2016/04/26/vor-30-jahren-tschernobyl-ein-rueckschlag-fuer-die-menschheit/)

Der Autor Herr Haferburg schreibt auch bei "Achse des Guten". Ein Blog der laut deutschen Medien mit Pegida sympathisiere.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 31. Juli 2016, 21:26:07
Der Autor Herr Haferburg schreibt auch bei "Achse des Guten". Ein Blog der laut deutschen Medien mit Pegida sympathisiere.

Was folgt aus der Feststellung?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 31. Juli 2016, 21:41:08
Der Autor Herr Haferburg schreibt auch bei "Achse des Guten". Ein Blog der laut deutschen Medien mit Pegida sympathisiere.

Achso. Dann kann das natürlich überhaupt nicht sein, klar.

Sorry, bin schon älter, muss mich erst an diese Diskussionskultur gewöhnen, nicht mehr Inhalt, sondern irgendeine Linientreue oder was auch immer als KO-Argument zu sehen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 31. Juli 2016, 21:48:46
Der Autor Herr Haferburg schreibt auch bei "Achse des Guten". Ein Blog der laut deutschen Medien mit Pegida sympathisiere.

Zitat
Weyrauch Schämten Sie sich, weil der ehemalige Nazi-General Vinzenz Müller den möglichen Tod von Tausenden von jungen Männern in der Deutschen Demokratischen Republik vorbereitet, der Kollege des früheren Nazi-Generals und ständigen Dummkopfs Zamcke, der sich nicht schämte, wann immer er in der Deutschen Bundesrepublik schwätzt, seine Kollegen, die Kriegsverbrecher, durch das Wort »sogenannt« zu schützen?

Brecht Ich habe nichts von Kriegsverbrechen des Generals V. Müller gehört. Er war Kollege von Kriegsverbrechern, ich auch.

[Brecht, Appell an die Vernunft, 1952]
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 31. Juli 2016, 22:47:35
Ich wollte da ja schon längst mal hinfahren. Wird wohl meine letzte Reise :'(

Ich hab sogar ein mehrwöchiges intensives virtuelles Trainingsprogramm genau dafür absolviert:

http://www.stalker-game.com/img/wallpapers/stalker_wp_01_1024.jpg

http://www.fact.co.uk/media/70423845/stalkerdog.jpg

Dann kamen leider Fingernagel, Rücken, und Baby dazwischen, aber sonst...(*Heldensmiley*)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 31. Juli 2016, 23:12:04
http://www.stalker-game.com/img/wallpapers/stalker_wp_01_1024.jpg

Ja das zocke ich auch gerade.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 31. Juli 2016, 23:23:26
Es ist schrecklich.

(https://pbs.twimg.com/media/ComAbjAXgAAUlGZ.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 31. Juli 2016, 23:24:13
Ich hab sogar ein mehrwöchiges intensives virtuelles Trainingsprogramm genau dafür absolviert:

Ginge alternativ auch Tetris? Habe ich früher immer gespielt und kann jetzt voll gut Pakete auf Paletten stapeln. Ist das dort zu was nütze? Aber die Grünen wollen die Paketdienst eh verbieten regulieren: http://www.shopbetreiber-blog.de/2014/04/02/angriff-auf-online-handel-zustellung-an-der-haustuer-droht-das-aus/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 31. Juli 2016, 23:27:58
Ist das Satire?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 01. August 2016, 00:32:54
Ich hab sogar ein mehrwöchiges intensives virtuelles Trainingsprogramm genau dafür absolviert:

Ginge alternativ auch Tetris? Habe ich früher immer gespielt und kann jetzt voll gut Pakete auf Paletten stapeln. Ist das dort zu was nütze? Aber die Grünen wollen die Paketdienst eh verbieten regulieren: http://www.shopbetreiber-blog.de/2014/04/02/angriff-auf-online-handel-zustellung-an-der-haustuer-droht-das-aus/

2014 war kein gutes Jahr für einige Politikerhirne.  ;)

Damals hatte mich das hier sehr amüsiert:
http://www.patrick-breyer.de/?p=492938
Nachverfolgt hab ichs aber nicht, ich hoffe das folgte dem Vorschlag Lieferdienste zu verbieten direkt in die Rundablage.
Die Müllsortierung im Landkreis Böblingen ist ähnlich geil, jeder Haushalt muss seinen Kram aufs feinste vorsortieren und dann das an der Mülldepponie am Wertstoffhof selbst in die richtigen Container schmeissen und natürlich muss man trotzdem Müllgebühren zahlen. Wehe dir dich sieht jemand beim falschen Einsortieren die Angestellten sind teils wirklich garstig drauf.

p.s. die Pflicht zur bestandenen Hauptuntersuchung um ein Kurzzeitkennzeichen zu bekommen kam auch 2014. Asterix ist ja wirklich Weltliteratur und voller lesenswerter Anspielungen auf und Spiegelungen der Realität aber das sich in den Behörden alle das Haus das Verrückte macht als gutes Beispiel nehmen wollen ist einfach die Krönung der Realsatire, dumm nur das es auf unser aller Lebenszeit geht. :P
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 03. August 2016, 15:37:11
http://ascienceenthusiast.com/jill-stein-weird-rant-about-wifi/

Zitat
Jill Stein and wi-fi. What could go wrong?

She’s a medical doctor turned activist who is now the presumptive Green Party candidate for president. Stein is seen as the only viable alternative to choosing between casting your vote for Clinton or Trump (despite the abysmal record third party candidates have had in the US).

There were concerns that Stein was an anti-vaxxer when she said people had “real questions” regarding vaccines, but these concerns have subsided (sort of?). The concern that she panders to anti-vaxxers has not, however. Stein is also anti-science, fear mongering against Monsanto and “Big Pharma.”

A video was recently posted by the YouTube channel “Safe Tech For Schools” featuring Stein discussing things she considers to be health issues.

[...]

Stein was then asked “what about the wireless?” from someone in the crowd. Her response was… Well, uh, weird.

We should not be subjecting kids’ brains especially to that. And, you know, we don’t follow that issue in this country, but in Europe where they do, they have good precautions around wireless, maybe not good enough, because it’s very hard to study this stuff. We make guinea pigs out of whole populations and then we discover how many die. And this is like the paradigm for how public health works in this country and it’s outrageous, you know.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 03. August 2016, 20:12:54
Es ist schrecklich.

Claudi lenkt sich gerade in Japan (http://claudia-roth.de/pressemitteilung/hinweis-reise-der-vizepraesidentin-claudia-roth-nach-japan/) ab. Teilnahme an einer atomkraftkritischen Fukushima-Konferenz und so. Mit Fukushima kennt sie sich ja aus (http://www.welt.de/politik/deutschland/article114366195/Roth-im-Strudel-der-Atomopfer-von-Fukushima.html) (Artikel von 2013).

(http://fs5.directupload.net/images/160803/9lvub7ul.jpg)
(Bildquelle (https://www.facebook.com/Roth/photos/a.150878950663.153104.80635590663/10154211788125664/?type=3))
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 07. August 2016, 00:14:19
Renate Künast über Facebook:

Zitat
Renate Künast
Gestern um 11:06 ·

‪#‎Monsanto‬ wird im Herbst vor ein von der Zivilgesellschaft organisiertes Gericht gestellt. Damit das klappt, sind wir alle gefragt. Daher heißt es: Spenden, spenden, spenden!

Mehr Infos gibt es hier: http://www.monsanto-tribunald.org/home/spendenaktion/


Sie kriegt Feuer. Der erste Kommentar lautet:
Zitat
Sabine Leopold Glückwunsch. Eine peinlichere Allianz als die mit den Netzfrauen dürfte es kaum geben. Sie sind Politikerin, Frau Künast, Sie sollten in der Lage sein, seriös für Ihre Ziele zu agieren. Stattdessen gehen Sie mit Impfgegnern und Chemtrailspanikern ins Bett. Hauptsache, das gemeinsame Feindbild passt.
Treffen wir sie dann demnächst auch auf einer Demo gegen Masernimpfung?
Gefällt mir · Antworten · 81 · Gestern um 12:41

Aber das ist nicht wirklich das, was die Leute bewegt. Ein paar cm weiter unten hat eine Knallcharge, die die Grünen dafür beschimpft, dass sie bei der "Strafverfolgung krimineller Ausländer" nicht scharf genug wären, 1381 Likes.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 07. August 2016, 15:26:51
Vom 17. Juli 2016:
https://twitter.com/renatekuenast/status/754683597844520960

Zitat von: Heiko Maas
#Facebook löscht noch immer zu wenig u zu langsam. #Hasskriminalität gehört nicht ins Netz, sondern vor Gericht.
Darauf Frau Künast:
Zitat von: Renate Künast
was vor Gericht kommt entscheiden Gerichte RT @nhaerting Regulierung, weil "das Falsche gelöscht" wird? #Facebook

Welches Gericht hat wohl im Falle "Monsanto" entschieden? Veganes Linsengericht mit Demeter-Label?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 07. August 2016, 16:32:00
Renate Künast über Facebook:

Zitat
Renate Künast
Gestern um 11:06 ·

‪#‎Monsanto‬ wird im Herbst vor ein von der Zivilgesellschaft organisiertes Gericht gestellt.

Wusste gar nicht, dass wir unter Militärgerichtsbarkeit stehen. Ideologie macht aus der klügsten Birne Matsch.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 07. August 2016, 17:36:05
Und diese Frau ist Juristin?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 07. August 2016, 18:02:19
Zitat von: Groucho link=topic=10852
Ideologie macht aus der klügsten Birne Matsch.

Deine Bonmots in allen Ehren, aber jetzt geht's erstmal um Frau Künstler.  Über ideologisch ververblendete kluge Köpfe können wir ja danach noch sprechen.  :grins2:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 07. August 2016, 18:06:47
Zitat von: Groucho link=topic=10852
Ideologie macht aus der klügsten Birne Matsch.

Deine Bonmots in allen Ehren, aber jetzt geht's erstmal um Frau Künstler.  Über ideologisch ververblendete kluge Köpfe können wir ja danach noch sprechen.  :grins2:

Nakomm, wer das zweite Staatsexamen schafft, ist nicht blöd. Natürlich die Frage, inwieweit man das mit "klug" gleichsetzen kann.  8)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 07. August 2016, 18:12:01
Zitat von: Groucho link=topic=10852
Ideologie macht aus der klügsten Birne Matsch.

Deine Bonmots in allen Ehren, aber jetzt geht's erstmal um Frau Künstler.  Über ideologisch ververblendete kluge Köpfe können wir ja danach noch sprechen.  :grins2:

Nakomm, wer das zweite Staatsexamen schafft, ist nicht blöd. Natürlich die Frage, inwieweit man das mit "klug" gleichsetzen kann.  8)

Nuja, als Ökonomin muss ich jetzt sagen: Wer in der Politik das zweite Staatsexamen tatsächlich macht, hat die Sache mit der Kosten-Nutzen-Abwägung nicht wirklich verstanden. Denn ganz offensichtlich geht es auch ohne. 8)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 07. August 2016, 18:22:06
Nuja, als Ökonomin muss ich jetzt sagen: Wer in der Politik das zweite Staatsexamen tatsächlich macht, hat die Sache mit der Kosten-Nutzen-Abwägung nicht wirklich verstanden. Denn ganz offensichtlich geht es auch ohne. 8)

Du willst doch gerade nur den Kompexizitätslevel soweit erhöhen, dass Du mich argumentativ schlagen kannst  :angel:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 07. August 2016, 18:30:35
Nachdem wir also die Frage, ob Renate zu den klugen Köpfen gehört, abschließend  erörtert haben (wenn ich das richtig sehe, hast du dich meiner Meinung vollumfänglich angeschlossen), kann ich es ja zugeben: ich sah in unserem kleinen Disput meine Felle wegschwimmen (du hattest starke, faktenbasierte Argumente), da habe ich schnell auf das einzige aGebiet abgelenkt, auf dem ich nicht dunningkrugere.  :angel:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 07. August 2016, 18:47:49
Nuja, als Ökonomin muss ich jetzt sagen: Wer in der Politik das zweite Staatsexamen tatsächlich macht, hat die Sache mit der Kosten-Nutzen-Abwägung nicht wirklich verstanden. Denn ganz offensichtlich geht es auch ohne. 8)

Im Moment sieht es ja so aus, als ob es auch ganz ohne Abitur und Studium ginge; da sind Kosten-Nutzen-Verhältnis unschlagbar. Allerdings benötigt man dann zum Ausgleich auch ein bisschen mehr Stehvermögen und mehr Risikobereitschaft. Um wieder zu den Grünen zurückzukehren: 2 Semester Theaterwissenschaften können ausreichen, um sich Dramaturg zu nennen, las ich gerade.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 07. August 2016, 19:00:07
Nachdem wir also die Frage, ob Renate zu den klugen Köpfen gehört, abschließend  erörtert haben (wenn ich das richtig sehe, hast du dich meiner Meinung vollumfänglich angeschlossen),

Selbstverständlich.

Zitat
kann ich es ja zugeben: ich sah in unserem kleinen Disput meine Felle wegschwimmen (du hattest starke, faktenbasierte Argumente),

Ja, so kennt man mich.

Zitat
da habe ich schnell auf das einzige Gebiet abgelenkt, auf dem ich nicht dunningkrugere.  :angel:

Soviel Ehrlichkeit kann mann nicht hoch genug einschätzen!  :angel:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 16. August 2016, 09:37:24
Sommerloch:

http://www.br.de/nachrichten/temelin-atomkraft-gegner-100.html
Zitat
"Es ist keine Frage, ob der Reaktor [AKW Temelin, Tschechien] explodiert, sondern nur noch wann."
Brigitte Artmann ("oberfränkische Atomkraft-Expertin und Wunsiedler Grünen-Kreisrätin") im BR-Gespräch
Zitat
Neue "brisante Ergebnisse" zu den Vorgängen rund um das tschechische Atomkraftwerk in Südböhmen nahe der bayerischen Grenze sollen spätestens bei der 6. Temelin-Konferenz am 24. September bekannt gegeben werden. Veranstalter dieser Konferenz direkt am tschechischen Atomkraftwerk sind unter anderem die Grünen im Fichtelgebirge und Atomkraftgegner aus der Oberpfalz und Niederbayern

Mich verwirrt ein wenig, dass die sich mit der Konferenz über einen Monat Zeit lassen wollen, wenn sie doch derart brisante Neuigkeiten zu erzählen haben. Bis dahin könnte Temelin locker dreimal hochgehen.

( https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Temel%C3%ADn )
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 16. August 2016, 09:58:36
Was qualifiziert diese Frau zur Atomkraft-Expertin?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 16. August 2016, 10:54:53
Was qualifiziert diese Frau zur Atomkraft-Expertin?
Z.B. das hier:
Zitat
Laut Bundesanstalt für Katastrophenschutz gelten bei SuperGAU die Notfallpläne für den Kriegsfall.
Im Extremfall heißt das Kriegsrecht mit Enteignung, Aufhebung der persönlichen Grundrechte, Schusswaffengebrauch.
Ich brauche keine neuen Kriegserfahrungen mehr. Mit der „Brücke nach Bosnien“ und unseren Tatras habe ich im
Jugoslawien-Krieg Hilfstransporte mit dem deutschen Konvoi nach Bosnien gefahren. Und im Januar 2011 war ich während
der Revolution in Ägypten und bin zu jedem Jahrestag dort. Ich bitte Euch, die Frauen in Ägypten zu unterstützen und die
Menschen, die denken wie wir, die dafür ins Gefängnis gingen. Ich will Freiheit und Unversehrtheit auch nicht mehr der
Profitgier der Atomkonzerne opfern! Kommentar eines Nuklear-Experten dazu: „Das ist genau das, was mich an der
ganzen Sache ärgert. Die Atomlobby fordert ohne irgendwelche Scham den Kriegsnotstand vom Staat.“
Mit diesen Erfahrungen wurde ich am 7. November 2013 im Europäischen Parlament in Brüssel Gründungsmitglied
von Nuclear Transparency Watch
https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BDK_Europa_2014/Bewerbungen/W-EP-16_-_Brigitte_Artmann.pdf (https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BDK_Europa_2014/Bewerbungen/W-EP-16_-_Brigitte_Artmann.pdf)

Das Ende ist nah
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Habra am 16. August 2016, 13:28:37
Was qualifiziert diese Frau zur Atomkraft-Expertin?

Ignorant! :grins

Selbstverständlich alles! Sie ist in einer Partei des Umweltschutzes (Na gut, es soll Leute geben, die bezeichnen diese Partei  lediglich als FDP mit Dosenpfand), sie mag Umweltschutz, sie erhält sicherlich auch regelmäßig Literatur, die von Greenpace empfohlen wurde usw. :wut

Außerdem ist ja allseits bekannt, dass alle diejenigen, die nicht gegen Atomkraft, nicht gegen Gentechnik oder nicht gegen Glyphosat sind, von der Industrie bestochen oder mittels Chemtrails verblödet wurden.  :grins

Leider ist es immer noch so, dass man stolz behaupten darf, in Naturwissenschaften und in Mathematik schon in der Schule keine Ahnung gehabt zu haben, aber dennoch im Erwachsenenalter dann alles über die Gefahren exakt dieser Naturwissenschaften weiß.  $)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. August 2016, 13:33:44
Was qualifiziert diese Frau zur Atomkraft-Expertin?


Sie ist MUTTER!!!

https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BDK_Europa_2014/Bewerbungen/W-EP-16_-_Brigitte_Artmann.pdf

Zitat
Persönliches
54 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Söhne,
Kauffrau,
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 16. August 2016, 13:38:40
Tststs! Ich möchte hier mal der Diskreditierung von Frau Artmann Einhalt gebieten, denn sie spricht wahr!

Nehmen wir mal an, es besteht eine infinitesimal kleine Chance, dass Temelin während seiner Laufzeit hochgeht. Nehmen wir weiter an, dass Temelin unendlich lange läuft. Dann nähert sich die Chance eines hübschen Krachwummbumm mit zunehmender Laufzeit der Wahrscheinlichkeit = 1 an. Sie hat also völlig und vollends Recht: Nicht das "Ob" ist die Frage, nein, es ist nur das "Wann"!

Frau Artmann ist Mathematikerin oder Volkswirtin, ganz offensichtlich. Die nehmen gerne mal an, die Dose sei offen und fangen an zu essen, wenn sie keinen Dosenöffner haben.  :2thumbs:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 16. August 2016, 14:32:33
Was qualifiziert diese Frau zur Atomkraft-Expertin?


Sie ist MUTTER!!!

https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BDK_Europa_2014/Bewerbungen/W-EP-16_-_Brigitte_Artmann.pdf

Zitat
Persönliches
54 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Söhne,
Kauffrau,

 :ohnmacht:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 16. August 2016, 14:35:55
Nehmen wir mal an, es besteht eine infinitesimal kleine Chance, dass Temelin während seiner Laufzeit hochgeht.

Janee, das kann dieser Kraftwerkstyp gar nicht. Ist so wie ein Flugzeug, dem man die Flügel abmontiert hat, nicht fliegen kann.  Aber ok, die Rechnung stimmt natürlich trotzdem, Murphy und so. Angenommen, böse Menschen bohren nachts bei Sturm (Geräusche!) unbemerkt oben ein Loch in das Reaktorgebäude, und ein Cargolifter (der heimlich weiter entwickelt wurde) schwebt in einer Neumondnacht (ohne Sturm) unbemerkt darüber und füllt das Gebäude mit Sprengstoff auf. Man weiß ja nie.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. August 2016, 14:50:58
Nachschlag:

Ihre atomare Qualifikation hat Frau Artmann direkt von Sylvia Kotting-Uhl:

Zitat
Es ist verdammt schwierig alle atomaren Verfahren der Atommafia in Europa angemessen zu kontern. Seit
Mitte 2010 erledige ich diese Arbeit mit einem eingespielten internationalen Team einzelner Idealisten und mit zwei
MitarbeiterInnen von Sylvia Kotting-Uhl.

https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BDK_Europa_2014/Bewerbungen/W-EP-16_-_Brigitte_Artmann.pdf

Sylvia Kotting-Uhl (Atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, hat natürlich Atomphysik studiert...sollte man meinen:

Zitat
Nach dem Abitur studierte sie Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte in Heidelberg, Edinburgh und Saragossa. Anschließend arbeitete sie als Dramaturgin an der Badischen Landesbühne, entschied sich aber mit der Familiengründung für ein „alternatives Leben im Kraichgau mit Selbstversorger-Tendenzen“...In einem zweiten Berufsleben baute sie ab 1985 eine Kinderwerkstatt auf, die sie über zehn Jahre leitete und der inzwischen auch eine Frauenwerkstatt angegliedert ist. Darüber hinaus war sie als Dozentin bei freien Bildungsträgern tätig und absolvierte ein Fernstudium in Psychologie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvia_Kotting-Uhl

Ja, nee, is klar....Physikerinnen unter sich.

Ach ja, MUTTER ist sie natürlich auch:
Zitat
Sylvia Kotting-Uhl hat zwei erwachsene Söhne und eine Enkeltochter.

Weiter geht's:
Zitat
Von 2014 bis 2016 war sie zudem als Mitglied des Deutschen Bundestages in der Funktion als Ordentliches Kommissionsmitglied in der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe (Endlagerkommission) gemäß § 3 Standortauswahlgesetz.[2]

Irgendwie macht mir dass jetzt Angst...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. August 2016, 15:26:08
Je tiefer ich grabe, desto gruseliger wird es. Bleiben wir mal bei der atompolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl.

http://kotting-uhl.de/site/

Unter dem Titel "Gute Personalentscheidungen im Endlagerbereich" lobt sie die personelle Zusammensetzung der verantwortlichen Geschäftsführer, die die Standortauswahl zur Endlagerung von atomaren Abfällen entscheiden. Ihre Aufgaben sind die Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktiven Atommüll sowie der Endlagerbetrieb.

Schauen wir uns mal die Ausbildungsberufe der Geschäftsführer an.

1. Wolfram König.
Zitat
An der Gesamthochschule Kassel (heute Universität Kassel) machte Wolfram König seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur (Fachrichtung Architektur und Stadtentwicklung).
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_K%C3%B6nig

2. Ursula Heinen-Esser.
Zitat
Nach dem Abitur 1984 an der Liebfrauenschule Köln absolvierte Ursula Heinen-Esser ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln, welches sie 1990 als Diplom-Volkswirtin beendete.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Heinen-Esser

3. Hans-Albert Lennartz.
Zitat
Nachdem er 1968 am Gymnasium Thomaeum die Abiturprüfung bestanden hatte, studierte Hans-Albert Lennartz in Berlin und Marburg Rechts- und Politikwissenschaften. 1973 bestand er das erste juristische Staatsexamen, 1976 wurde ihm der Grad eines Magisters der Politikwissenschaften verliehen. Von 1974 bis 1977 war Lennartz wissenschaftlicher Assistent an der Universität Gießen bei Helmut Ridder. 1980 legte er beim Oberlandesgericht Frankfurt das zweite juristische Staatsexamen ab und wurde an der Universität Bremen zum Dr. jur. promoviert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Albert_Lennartz

4. Ewold Seeba. Auf die Schnelle ist hier nichts zu finden. Scheint aber Mediziner zu sein.

Fassen wir zusammen: Ein Architekt, eine Diplom-Volkswirtin, ein Jurist und ein Mediziner entscheiden über die Standorte für hochradioaktive Abfälle.

Als Laie hätte ich mir eher Physiker, Geologen und ähnliches vorgestellt. Was bin ich doch naiv!

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 16. August 2016, 15:35:49
Als Laie hätte ich mir eher Physiker, Geologen und ähnliches vorgestellt. Was bin ich doch naiv!

Aber definitiv zu naiv. Der Fachidiot wird nie übern Tellerrand schauen können ("deformation professionelle", sagt der Herr Professor Walach dazu). Was glaubst Du denn über die Qualifikation von Bundesministern?

Ein anderes Beispiel. Gelegentlich hat man das Gefühl z. B. bei Krankenkassen*-Mitarbeitern. Wenn sie sich erstmal richtig eingefuchst haben und begreifen, was die Kreuzchen und Kästchen auf allerlei Anträgen und die ganzen Fachbegriffe wirklich bedeuten, dann wird es Zeit, sie an eine andere Stelle zu versetzen, damit sie nicht aus Mitleid zu viel finanziellen Schaden anrichten.

* sicherlich austauschbar.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. August 2016, 15:52:26
Als Laie hätte ich mir eher Physiker, Geologen und ähnliches vorgestellt. Was bin ich doch naiv!

Aber definitiv zu naiv. Der Fachidiot wird nie übern Tellerrand schauen können ("deformation professionelle", sagt der Herr Professor Walach dazu). Was glaubst Du denn über die Qualifikation von Bundesministern?


Seit dem Taxifahrer und Steinewerfer Joschka nicht viel....Irrwitziger Weise bin ich aber davon ausgegangen, dass sich die Politmeister MinisterInnen sich mit Fachleuten in den Gremien ihrer Ministerien umgeben. Offensichtlich ist dies nicht so. Also muss die Industrie über mühsame Lobbyarbeit ihre Fachleute für die Politik arbeiten lassen. Jetzt verstehe ich langsam das System.... 8)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 16. August 2016, 15:57:55
4. Ewold Seeba. Auf die Schnelle ist hier nichts zu finden. Scheint aber Mediziner zu sein.

Der hält sich wirklich sehr bedeckt. Den einfachen Treffern nach ist er ungefähr seit seinem 5. Lebensjahr Ministerialdirigent.

Aber er ist ja auch Dr., wie man liest. In Göttingen hat 1992 ein BWLer namens Ewold Seeba mit dem Thema "Die Entwicklung des Dienstleistungssektors in der Hansestadt Hamburg im Zeitraum 1970 - 1987 : eine theoretische und empirische Analyse" promoviert.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. August 2016, 16:00:49
4. Ewold Seeba. Auf die Schnelle ist hier nichts zu finden. Scheint aber Mediziner zu sein.

Der hält sich wirklich sehr bedeckt. Den einfachen Treffern nach ist er ungefähr seit seinem 5. Lebensjahr Ministerialdirigent.

Aber er ist ja auch Dr., wie man liest. In Göttingen hat 1992 ein BWLer namens Ewold Seeba mit dem Thema "Die Entwicklung des Dienstleistungssektors in der Hansestadt Hamburg im Zeitraum 1970 - 1987 : eine theoretische und empirische Analyse" promoviert.

Danke für die Info! Also ein BWLer und kein Mediziner. Lag ich wieder falsch, weil ein "Dr." im Gesundheitsministerium.....ich denke nicht komplex genug für das Politikgeschäft.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 16. August 2016, 16:03:11
Moin,
Zitat
Fassen wir zusammen: Ein Architekt, eine Diplom-Volkswirtin, ein Jurist und ein Mediziner entscheiden über die Standorte für hochradioaktive Abfälle.

Als Laie hätte ich mir eher Physiker, Geologen und ähnliches vorgestellt. Was bin ich doch naiv!
dafür sieht deren Entwurf gut aus, die Kostenvoranschläge passen ins Budget (Nachtragshaushalt ist eine andere Geschichte und trifft hoffentlich wen anders) und der endgültige Entwurf ist juristisch sauber, wenns denn dann mal fertig ist.  8)

Ingenieure, Geologen und ähnliche Spezis hätten einen Stahlbetonkoloss im besten UDSSR/DDR-Chique fernab des Grundwassers mit einem Haufen Sicherheitspersonal und einem absurden Bürokratenapparat damit dort nichts verschwindet dahingestellt und sich Nutzungsrechte für den Fall das irgendwann der Müll was Wert ist einräumen lassen oder im Sinne von dual use das an eine Kaserne* oder an sowas wie das GSI angepflanzt oder am Helmholtzzentrum Dresden-Rossendorf mit seinem Zwischenlager einfach das Gelände erweitert.
Was das Budget und die Gesellschaft angeht, das Budget wäre von Anfang an 10 mal höher(man weiss nie wofür man noch Geld brauchen kann) gewesen, die endgültige Baustelle dann noch 2-3 mal teurer als veranschlagt und ein Haufen Anwohner wäre einfach überbügelt worden und hätte das Ding vor die Nase gesetzt bekommen, mit etwas Glück wäre der Koloss dann Resedagrün angemalt und mit Bäumen umpflanzt worden.

*OMFG, Militärisch-industrieller Komplex das hätte Verschwörungstheorien gegeben...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 16. August 2016, 16:06:57
Also ein BWLer und kein Mediziner. Lag ich wieder falsch, weil ein "Dr." im Gesundheitsministerium.....ich denke nicht komplex genug für das Politikgeschäft.

Guck mal: Wenn die Mediziner das Gesundheitsressort übernehmen würden, wer soll denn dann Verteidigung machen?

Also ehrlich, das ist doch wohl wirklich nicht schwer!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. August 2016, 16:26:28
Also ein BWLer und kein Mediziner. Lag ich wieder falsch, weil ein "Dr." im Gesundheitsministerium.....ich denke nicht komplex genug für das Politikgeschäft.

Guck mal: Wenn die Mediziner das Gesundheitsressort übernehmen würden, wer soll denn dann Verteidigung machen?

Also ehrlich, das ist doch wohl wirklich nicht schwer!

 :rofl
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 16. August 2016, 16:34:48
Jetzt verstehe ich langsam das System.... 8)

Dazu sehr empfehlenswert:

https://www.amazon.de/Monrepos-oder-Die-K%C3%A4lte-Macht/dp/3499221799/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1471350742&sr=1-1&keywords=manfred+zach+monrepos (https://www.amazon.de/Monrepos-oder-Die-K%C3%A4lte-Macht/dp/3499221799/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1471350742&sr=1-1&keywords=manfred+zach+monrepos)

Gibt es auch gebraucht ab 1 Eur.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 16. August 2016, 16:58:41
Also ein BWLer und kein Mediziner. Lag ich wieder falsch, weil ein "Dr." im Gesundheitsministerium.....ich denke nicht komplex genug für das Politikgeschäft.

Guck mal: Wenn die Mediziner das Gesundheitsressort übernehmen würden, wer soll denn dann Verteidigung machen?

Also ehrlich, das ist doch wohl wirklich nicht schwer!

Völlig korrekt. In dem "Haifischbecken" (Zitat Dressler, einstiger Staatssekretär) sind die Ärzte Partei. Die können immer mit dem Leichentuch wedeln. Alte Erkenntnis, ganz alt: der Ober-Macker von irgendwas sollte nicht von der stärksten Partei gestellt werden. Gilt für Päpste wie für Krankenhausleitungen, eigentlich für alles. Und: "Ärzte sind ein Pack" (Seehofer als Gesundheitsminister, als er noch lichte Phasen hatte).
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 19. August 2016, 23:11:56
http://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/im-goerlitzer-park-sollen-die-dealer-nun-offiziell-integriert-werden

Zitat
Wir müssen mit den Dealern reden – und ganz viel bauen, ändern und verbessern.

Stuhlkreis für Dealer oder was haben die geraucht?

 :shisha:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 19. August 2016, 23:54:13
Klar, die Dealer müssen auch ein Stück weit an sich selbst arbeiten, ne, und sich bewusst werden, welche Folgen ihr Handeln für die Gesellschaft hat. Und anstatt denen die ganze Schuld zuzuweisen, müssen wir alle mal darüber nachdenken, was das mit uns selbst zu tun hat.  8)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 25. August 2016, 18:08:48
Gestern Abend gelesen, nicht ganz neu, aber dennoch interessant
Die professionellen Vollzeit-Empörer sind mal wieder in die grüne Kacke getreten
Aber alles nur ein Mist-Verständnis
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/thueringen-dieter-lauinger-raeumt-fehler-in-sohnemann-affaere-ein-a-1109152.html

Ach ja, die GUT-Menschen menscheln
Iss es nisch schön
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 28. August 2016, 19:55:42
Renate mal wieder:

https://www.facebook.com/renate.kuenast/posts/10154072322199051
Zitat
Renate Künast
26. August um 14:12

In Deutschland sterben jährlich ca. 10.000 Menschen an Abgasen aus dem Straßenverkehr. Die Autoindustrie umgeht die Grenzwerte, die Verbraucherinnen und Verbraucher und die Umwelt schützen sollen, durch Schummeln und Tricksen. Die Bundesregierung sieht nicht nur tatenlos zu, sondern unterstützt die Industrie dabei sogar noch dabei. Damit muss Schluss sein. Wir haben deshalb haben einen Untersuchungsausschuss zum Abgasskandal eingesetzt.

Vermutlich bezieht sie sich dabei auf die angeblichen jährlich 7.000 Toten, die 2015 bei der Max-Planck-Gesellschaft errechnet wurden:

https://www.mpg.de/9404032/sterberate-luftverschmutzung-todesfaelle
Zitat
Der Straßenverkehr, dem die Forscher weltweit nur fünf Prozent der Todesfälle zuschreiben, schlägt in Deutschland mit 20 Prozent zu Buche, das sind knapp 7000 Menschen pro Jahr. Demnach sterben hierzulande doppelt so viele Personen an den Folgen der Verkehrs-Emissionen wie an Verkehrsunfällen.

Weitere Kommentare zu Glaubhaftigkeit dieser "Studie" erspare ich mir; das hatten wir schon in den uninteressanten Links (https://forum.psiram.com/index.php?topic=14759.msg194792#msg194792) thematisiert.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 28. August 2016, 21:08:24
Renate mal wieder:

Nichts Schlimmeres als Leute, die sich stets ganz sicher sind.

Zitat
Vermutlich bezieht sie sich dabei auf die angeblichen jährlich 7.000 Toten, die 2015 bei der Max-Planck-Gesellschaft errechnet wurden:

Wäre mal ein gutes Blogthema, das aufzudröseln. Es sind hat virtuelle Zahlentote, die irgendwer errechnet. Keiner steht an einer Ampel, fasst sich an den Hals und kippt mit einem "Ahrg, der Feistaub!" tot um. Mit diesen Tricksereien kann man auch Tausende Tote aus Bananen berechnen (Radioaktives Kalium + LNT-Hypothese z.B.). Nichts gegen Statistik und Epidemiologie, das ist schon enorm wichtig, aber es wird halt, wie bei Künast, instrumentalisiert bis zur Lächerlichkeit.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 28. August 2016, 21:44:17
Zitat
Nichts Schlimmeres als Leute, die sich stets ganz sicher sind.
Na ja, in meinem Job sollte ich schon stets sicher sein, sonst...aua
Und der Schreibkram dann immer, hält mich nur vom Golf spielen ab

Aber im Ernst
Ist doch ganz einfach: keine Arme, keine Kekse
Soll heißen: keine Ahnung, also auch keine Probleme.
Sie muss das schlucken, was andere ihr vorkauen oder hinhalten, worüber sollte sich Green-Reni, denn auch schon groß Gedanken machen
Warum jetzt noch damit anfangen.

Ich hege schon lange den Verdacht, dass dies in der Bewegung Absicht und Programm ist
Die grüne Trompete würde auch Zahlen, die ein Pflastermaler auf die Strasse pinselt, nachplappern

Zitat
Keiner steht an einer Ampel, fasst sich an den Hals und kippt mit einem "Ahrg, der Feistaub!" tot um.
Wie jetzt, bei uns passiert das jeden Tag
Schwammige Hochrechnungen ha.... muss mich nur 15 Minuten an eine Ampel stellen und ...alles gründlich erforscht, evaluierbar, total fundiert und begründet.  :grins2:

Wer kennt den "Film Frankenstein Junior", wo Igor das Pferd immer erschreckt mit: Blücher!!!!
Geht bei uns auch mit: Künast ....Aaarrrrgghh, Bumm


Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 30. August 2016, 10:55:15
Mich würde schon interessieren, ob die "Todesursache Feinstaub" von einem VW oder von einem Opel ausgegangen ist. Ob Renate mir diese Frage beantworten kann?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 31. August 2016, 19:45:10
böser Rant :grins

Zitat
Grüne Jugendliche empfehlen Reisen in den Iran
(...)
Klar, ein paar Sachen finden die grünen Pimpfe doof. Die vielen Hinrichtungen zum Beispiel, hier hält der Iran sogar den Weltrekord. Aber hey, das ist zwar irgendwie nicht geschmeidig, aber Theresa Kalmer weiß, dass es nun mal nicht anders geht:

    „Nach den Gesprächen, die wir geführt haben, wird Rohani vor Ort als moderat eingeschätzt. Die dennoch hohen Hinrichtungszahlen wurden uns so erklärt, dass er aufgrund seiner moderaten Politik innenpolitische Härte zeigen muss, um auch die Konservativen hinter sich zu bekommen.“

Dumm gelaufen, wenn man dann am Baukran hängt. Aber wer weiß: Vielleicht wird der ja in ein paar Jahren auch von einem Elektromotor angetrieben! Auch der Atom-Deal geht für die Grünen Kids in Ordnung, obwohl sie Atome ja  sonst voll kacke finden
(...)
Blöd nur, dass der Iran weiter an Atomwaffen arbeitet und vor allem ein Ziel hat: Die Vernichtung Israels. Aber wahrscheinlich konnten die kleinen Froschfarbenen durch den Besuch einer Bio-Petersilienplantage davon überzeugt werden, dass alles nicht so schlimm ist.

http://www.ruhrbarone.de/gruene-jugend-empfiehlt-iran-reisen/132636
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 11. September 2016, 16:22:24
Zitat
„Nach den Gesprächen, die wir geführt haben, wird Rohani vor Ort als moderat eingeschätzt. Die dennoch hohen Hinrichtungszahlen wurden uns so erklärt, dass er aufgrund seiner moderaten Politik innenpolitische Härte zeigen muss, um auch die Konservativen hinter sich zu bekommen."

 :skeptisch: Na, da können wir ja froh sein, dass sich die einheimischen Konservativen so leicht zufrieden stellen lassen.  :2thumbs:

Aufgrund einer persönlichen Lebenskrise schleppe ich ja eigentlich den Vorsatz an meinem ungesunden Zynismus zu arbeiten, mit mir rum.

Der kleine Frosch hat ganz offensichtlich nicht so hehre Vorsätze. Und das wollen "Die Guten(TM)" sein.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 11. September 2016, 16:42:29
:skeptisch: Na, da können wir ja froh sein, dass sich die einheimischen Konservativen so leicht zufrieden stellen lassen.  :2thumbs:

Das ist aber gesunder Zynismus, den du dir unbedingt bewahren musst.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: duester am 11. September 2016, 16:54:59
 8) An den mühelosen Zynismus von dieser Theresa komme ich eh' nicht ran. Eine so leichtfüßige Rationalisierung und Instrumentalisierung von ideologisch motiviertem Mord ist schon die ganze hohe Kunst.

Nur weiter so, Theresa. :2thumbs:

(Für die emsigen Ego-Googler unter uns: Theresa Kalmer, München)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 11. September 2016, 18:30:59
Weiß nicht, was ihr habt. Man muss ja auch mal sterben können für die Ungeborenen, wenn es um große Ziele geht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 12. September 2016, 10:42:03
(http://fs5.directupload.net/images/160912/xjv8aqrv.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 12. September 2016, 16:39:58
Das ging noch weiter:

http://www.merkur.de/politik/landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-twitter-shitstorm-gegen-gruenen-politiker-6719852.html
Zitat
Daniel Mack ließ sich durch den Shitstorm nicht beirren und twitterte munter weiter: Auf den Kommentar von Publizist Hugo Müller-Vogg, "Wählerbeschimpfung bestärkt Wut- und Protestwähler", entgegnete Mack: "Dünn besiedelt, auf Zuwanderung angewiesen, wählt AFD auf 2. Platz, schreckt Investoren ab. Ja, das ist dumm".
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 13. September 2016, 01:30:01
Immer öfter fällt es eben leicht, ... :D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 14. September 2016, 14:27:56
Ist doch im wesentlichen immer der selbe Käse, den dieser Club von sich gibt.

Faszinierend (und auch etwas beängstigend) finde ich dabei, dass der Wahrheitsgehalt einer Aussage praktisch keinen Einfluss auf deren Verbreitung hat.

Es verbreitet/überlebt hat die Gruppe von Aussagen die den Leuten gefallen. Ob es sich dabei um harte Fakten handelt oder nur um Wunschdenken ist weitgehend egal.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 14. September 2016, 14:52:21
Ist doch im wesentlichen immer der selbe Käse, den dieser Club von sich gibt.

Die sollten einen Dachverband gründen, DASV (Dachverband apokalyptischer Spendensammelvereine).
Zitat
Faszinierend (und auch etwas beängstigend) finde ich dabei, dass der Wahrheitsgehalt einer Aussage praktisch keinen Einfluss auf deren Verbreitung hat.

Die Begründung lieferst Du ja gleich mit:

Zitat
Es verbreitet/überlebt hat die Gruppe von Aussagen die den Leuten gefallen. Ob es sich dabei um harte Fakten handelt oder nur um Wunschdenken ist weitgehend egal.

Bias halt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 14. September 2016, 15:03:45
Eine perfekte Beschreibung der grünen Religion:
https://wortharguingfor.com/2016/02/28/the-greens/ (https://wortharguingfor.com/2016/02/28/the-greens/)

Kleiner Auszug:

Zitat
What is the Greens Favourite Animal?

It is the Polar Bear.

Even though they love the Polar Bear, the Greens love pictures of Polar Bears that are poorly, falling off icebergs or swimming a lot and looking tired. Greens send these pictures to their friends to make their friends sad. Greens like to make their friends sad. They like to be sad together.

Luckily, the Polar Bears don’t seem troubled by this. There are now more Polar Bears than ever before and they are doing very well.

Maybe one day, a Polar Bear will eat one of the sad photographers to make him happy.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 14. September 2016, 19:38:32
Jaaa die sind schon putzig so in freier Wildbahn...
http://www.n-tv.de/panorama/Eisbaeren-umzingeln-Wissenschaftler-article18637661.html (http://www.n-tv.de/panorama/Eisbaeren-umzingeln-Wissenschaftler-article18637661.html)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 14. September 2016, 19:50:56
Mal was über erzieherische Maßnahmen (in Spitzbergen?) für Eisbären im TV gesehn, die werden eingefangen, 30 Tage in einen extra gebaute Betonbunker gesteckt (geräumig, aber unkuschelig), danach mit Hubschrauber in die Wildnis verfrachtet.

Bisher haben sich wohl nur sehr wenige von diesen wieder in menschlichen Siedlungen sehen lassen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 16. September 2016, 11:40:47
Langsam entwickle ich eine Allergie gegen den dümmlichen Kampfbegriff "genfrei".  >:(


(http://fs5.directupload.net/images/160916/iiijexva.jpg)
(Von hier (https://www.facebook.com/B90DieGruenen/photos/a.103764373218.113604.47217143218/10155192334478219/?type=3&comment_id=10155192378683219&reply_comment_id=10155192433068219&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R9%22%7D))
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 16. September 2016, 11:54:16
Langsam entwickle ich eine Allergie gegen den dümmlichen Kampfbegriff "genfrei".  >:(

Langsam?  ;D

Aus den Kommentaren:

Zitat
Es ist wirklich unglaublich auf welche Ignoranz man bei diesen Komikern stößt. Die haben Sozialpädagogik studiert, glauben aber, sie wissen Alles! Jede Kreuzung zwischen 2 Sorten ist eine Genmanipulation, wenn ein Ökobauer 2 Apfelsorten kreuzt, ist es Genmanipulation und wie Herr Elser schon schrieb, es steht jeden frei! Es wird langsam nervig, wenn diese ganzen Ökostadt Fuzzis den Bauer auf dem Land vorschreiben, wie sie zu wirtschaften haben, am Wochenende schauen sie dann mal vorbei, dann muß aber das "Heidiland" stehen, sonst gehen sie auf die Straße. Da ja ein Großteil der Grünen Lehrer sind, gebe ich Euch einen Tip, irgendwann, sind es Leute leid ohne Aufforderung belehrt zu werden, vor allem von Leuten ohne Plan und zum Teil ohne Ausbildung!

Wenn man die Posts hier so liest, muss man eindeutig feststellen, "Wir sind wieder im Neandertal"

Da kann man glaub ich auch nichts mehr zu sagen. Wer 30% fuer ein Monopol haelt, sollte an seiner Allgemeinbildung arbeiten.

 :2thumbs:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 16. September 2016, 12:30:10
Ein Großteil der Grünen sind Lehrer?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 16. September 2016, 12:34:36
Ein Großteil der Grünen sind Lehrer?

Wohl schlecht formuliert: Lehrer sind oft Grüne. Das wage ich mal zu behaupten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 16. September 2016, 15:11:20
Da geht jetzt die Düse: CRISPR.

http://www.deutschlandfunk.de/gentechnik-in-der-landwirtschaft-ohne-kennzeichnung-in-den.724.de.html?dram:article_id=365579 (http://www.deutschlandfunk.de/gentechnik-in-der-landwirtschaft-ohne-kennzeichnung-in-den.724.de.html?dram:article_id=365579)

Zitat
Harald Ebner ist für die Bundestagsfraktion der Grünen Sprecher für Gentechnik und Bioökonomie-Politik.
"Wenn es sich um Gentechnik handelt, dann muss das auch draufstehen und dann muss auch entsprechend geregelt werden. Nehmen Sie doch einfach mal als Beispiel, wenn jemand täuschend echtes Falschgeld druckt, das von echtem nicht zu unterscheiden ist, dann würde man auch nicht sagen: Ja dann ist es ja auch egal, sieht ja aus wie das echte"

Ein Vergleich, der nicht hinkt, sondern schon im Rollstuhl sitzt.

Was könnte man denn da tun ... Moment ... Ah! Ich habs! Verbieten!

Der letzte Absatz des Artikels ist auch von tieffliegender Unlogik:

Zitat
Ob man mit CRISPR/Cas9 oder anderen modernen Verfahren veränderte Pflanzen als gentechnisch veränderten Organismus kategorisiert oder nicht, bleibt letztlich eine politische Entscheidung. Die Folgen können allerdings dramatisch sein. Den Beweis, dass von diesen Pflanzen ein geringeres Risiko ausgeht, als von bisher bekannten Genpflanzen, bleiben die Befürworter einer Deregulierung bislang schuldig.

Kategorie Gottesbeweis.


Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: zerodivide am 16. September 2016, 16:05:12
"Genpflanzen" Habe erstmal gelacht und dann machte ich den Fehler und googelte danach.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 16. September 2016, 21:09:08
Ratespiel
Für oder gegen das Rauchen?

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 16. September 2016, 21:19:05
Zitat
Lehrer sind oft Grüne. Das wage ich mal zu behaupten.
Ein recht hoher Anteil könnte es sein, ja.
Und von denen die ich kenne, sind ein hoher Anteil Vegetarier oder Veganer.

Bei den Menschen, die ich aus dem Bereich des Gesundheitswesen kenne, ist der Anteil recht klein, hmm.
Liegt doch nicht daran, dass die Ahnung haben von Physiologie, Ernährung, Stoffwechsel und anderen Aspekten des Lebensstils.
Und dass sie einfach pragmatischer im Leben stehen und sich nicht so gerne mit Alleinstellungsmerkmalen, als bessere Menschen feiern.

Ich glaube ich schweife ab.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 23. September 2016, 22:27:03
Zitat
GRÜNEN-POLITIKERIN KORDULA SCHULZ-ASCHE
Heilpraktiker sollten stärker in die Verantwortung genommen werden

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/09/22/heilpraktiker-sollten-staerker-in-die-verantwortung-genommen-werden/chapter:1

Populistisches Geschwätz, Frau Schulz-Asche.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: PeterPancake am 24. September 2016, 01:16:11
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/09/22/heilpraktiker-sollten-staerker-in-die-verantwortung-genommen-werden/chapter:1

Zitat von: Schulz-Asche
Meine Mutter hatte von ihrer Mutter ganz viel Wissen, was ich leider nicht aufgeschrieben habe.

Mütter der Erde vereinigt euch. Auch die Doros unter euch. Noch nie war heiße Luft so wissensreich.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 24. September 2016, 01:51:19
Populistisches Geschwätz, Frau Schulz-Asche.

Man soll ja keine Namensscherze machen. Ist unfair. Aber manchmal ...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 29. September 2016, 14:42:37
Die Partei der Verbote bleibt sich treu:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruenen-wollen-benzin-und-dieselautos-ab-2030-verbieten-a-1114463.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruenen-wollen-benzin-und-dieselautos-ab-2030-verbieten-a-1114463.html)

Zitat
Eine "Verkehrswende" sei auch im Interesse der Automobilindustrie, betonen die Grünen. "Die Automobilwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie Fahrzeuge entwickelt, die sauber und leise sind und kein CO2 mehr verursachen."

Also, ich hätte da noch Ideen für die Grünen:
- Kampf gegen die Verlangsamung der Erdrotation (Wer will schon längere Arbeitszeiten?).
- Kampf gegen die Expansion des Universums.
- Verbot dunkler Materie.
- Klodeckel-Schließpflicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 29. September 2016, 14:58:36
Um das ganze rund zu machen, würde ich zunächst ab 2020 Winstille und übermäßige Wolken verbieten. Dann noch die Nachbarländer mit Embargos belegen, falls diese dann an den Grenzen immer noch Phasenschieber einbauen bzw. betreiben.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 30. September 2016, 00:21:41
Anscheinend ist das hier der Original-Antragstext: https://bdk.antragsgruen.de/40/Energiewende_retten_Verkehrswende_einleiten-49684

Da stehen noch mehr geplante Neuerungen drin, zum Beispiel Kaufanreize "für elektrisch unterstützte Lastenräder". Und in der Straßenverkehrsordnung wird es "fahrradfreundlichere Regeln, wie z. B. den grünen Rechtsabbiegepfeil für Radfahrer*innen" geben.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. September 2016, 00:43:34
Da stehen noch mehr geplante Neuerungen drin, zum Beispiel Kaufanreize "für elektrisch unterstützte Lastenräder". Und in der Straßenverkehrsordnung wird es "fahrradfreundlichere Regeln, wie z. B. den grünen Rechtsabbiegepfeil für Radfahrer*innen" geben.

Sowas wiederum finde ich überhaupt nicht verkehrt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 30. September 2016, 00:56:37
Und in der Straßenverkehrsordnung wird es "fahrradfreundlichere Regeln, wie z. B. den grünen Rechtsabbiegepfeil für Radfahrer*innen" geben.
Kann ich auch nur zustimmen, aus eigener Erfahrung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 30. September 2016, 01:08:16
Zitat
fahrradfreundlichere Regeln

Ach, die dürfen dann offiziell bei Rot fahren, ohne Licht und abrupt die Richtung wechseln, ohne Hand raus? Und auf Gehwegen rumheizen und die Fußgänger beschimpfen, die nicht rechtzeitig zur Seite hechten? Geil! Da freu ich mich schon. Das trainiert die Aufmerksamkeit.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 30. September 2016, 09:56:11
...und das battle der Zwei- vs. Vierräder beginnt. :Popcorn:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 30. September 2016, 11:46:59
...und das battle der Zwei- vs. Vierräder beginnt. :Popcorn:

... und der Fußgänger.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. September 2016, 12:09:19
Ergänzung:

zum Beispiel Kaufanreize "für elektrisch unterstützte Lastenräder".

Finde ich z.B. deutlich besser als die Subventionierung von E-Autos. E-Bikes boomen gerade. Interessant sich zu überlegen, warum das so ist: Im Gegensatz zu E-Autos funktioniert das Konzept bei Rädern, kein Reichweitenproblem im Alltag, Akku kann getrennt geladen werden, der Antrieb unterstützt nur, liegt im bezahlbaren Rahmen.
Sobald eine Technik einen erkennbaren Mehrwert hat, setzt sie sich durch.

Allerdings, wenn man dann sowas liest:
Zitat
Wenn die Staatengemeinschaft wie
international vereinbart bis spätestens 2050 vollständig aus der Verbrennung von Kohle, Öl
und Gas aussteigen soll, muss Deutschland als Industrieland jetzt durchstarten.

merkt man, dass wohl keiner der Schreiber eine minimale technisch-physikalische Ahnung hat. Wie soll der Schiffs- Luft- und Schwerverkehr je davon wegkommen? Es ist theoretisch nur eine Lösung in Sicht, die läuft dann aber über Kernkraft, z.B. auch mit synthetischen Treibstoffen. Aber sowas ist ja ebenso des Teufels.



Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 30. September 2016, 13:12:35
Anscheinend ist das hier der Original-Antragstext: https://bdk.antragsgruen.de/40/Energiewende_retten_Verkehrswende_einleiten-49684
Da stehen noch mehr geplante Neuerungen drin

Bemerkenswert finde ich ja die Forderung für Deutschland:
Zitat
das Ausbautempo der Erneuerbaren sukzessive weiter beschleunigen mit dem Ziel von 100% Ökostrom 2030.
Kein leiser Versuch auch nur anzudeuten, wie man mit Nacht und Windstille umgehen will. Oder andersrum: Energiespeicher? Nicht unser Problem, so wie die klare Definition von Rechtsbegriffen dem grünen Gesetzgeber egal ist; dafür sind ja wohl die Richter zuständig (wenn ich mir Mühe gebe, finde ich vielleicht die Quelle wieder).

Letzlich würde das in der Realität wohl auf eine Umdefinierung von „Ökostrom“ hinauslaufen, so wie Kaliumphosphonat im „Großversuch“
https://blog.psiram.com/2016/07/der-jahrgang-2016-deutsche-biowinzer-und-japanische-walfaenger-in-einem-boot/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. September 2016, 13:42:19
Kein leiser Versuch auch nur anzudeuten, wie man mit Nacht und Windstille umgehen will. Oder andersrum: Energiespeicher? Nicht unser Problem, so wie die klare Definition von Rechtsbegriffen dem grünen Gesetzgeber egal ist; dafür sind ja wohl die Richter zuständig (wenn ich mir Mühe gebe, finde ich vielleicht die Quelle wieder).

Die haben einfach gewaltige PAL-Generatoren.

Zitat
Letzlich würde das in der Realität wohl auf eine Umdefinierung von „Ökostrom“ hinauslaufen, so wie Kaliumphosphonat im „Großversuch“
https://blog.psiram.com/2016/07/der-jahrgang-2016-deutsche-biowinzer-und-japanische-walfaenger-in-einem-boot/

Der Strom kommt halt dann u.A. aus ausländischen Pumpspeichern, die von ausländischen Kernkraftwerken befüllt wurden. Aber dann ist es ideologisch reine Wasserkraft. Ja, es wird das gleiche Prinzip sein.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 02. Oktober 2016, 13:02:53
Nach den beiden Sprengstoffanschlägen und dem Fund einer Fliegerbombe in Dresden nun dies:

Grünen-Politiker fordert Bombardierung Dresdens (https://www.berlinjournal.biz/matthias-oomen-gruene-bomber-harris/)
Zitat
Der Berliner Grünen-Politiker Matthias Oomen (35) hat eine erneute Bombardierung Dresdens gefordert. Am Freitag schrieb er dort gegen 16:30 Uhr für seine rund 58.000 Follower und den Rest der Welt: „In #Dresden ist #FliegerbombeDD in den Trends? Das lässt ja hoffen. Do! It! Again!“

Die Aufforderung „Tu es nochmal!“ richtet sich in linken Kreisen an den Engländer Sir Arthur Travers Harris. Dieser war während des Zweiten Weltkriegs Oberbefehlshaber des Bombenkommandos der Royal Air Force. „Bomber Harris“ organisierte die verheerenden Flächenbombardements deutscher Städte mit hunderttausenden zivilen Opfern.
Zitat
Der frühere Grünen-Chef Reinhard Bütikofer (63) antwortete seinem Parteikollegen via Twitter auf gut Berlinerisch: „Dir hamse ja wohl das Hirn geklaut! Kannste nach so 1 Mega-Fehlleistung nicht wenigstens den Tweet löschen und „Sorry!“ sagen?“

Doch Matthias Oomen sieht sich offenbar im Recht. Denn er schrieb umgehend zurück: „Um Gottes Willen, lieber Büti! Am Ende muss bei einer verlogenen Entschuldigung ja noch für die Sachsen-CDU in den Bundestag! ; )) N8!“

Zweitquelle (https://mopo24.de/nachrichten/gruenen-politiker-fordert-bomben-auf-dresden-matthias-oomen-berlin-twitter-fliegerbombe-168624) mit Bildzitat:
(https://media.mopo24.de/1/c/a/caacc8763f2453748b56.jpg)

Der mir bisher unbekannte Herr Oomen hat immerhin einen eigenen Wikipedia-Eintrag:
https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Oomen

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 02. Oktober 2016, 13:12:57
Nach den beiden Sprengstoffanschlägen und dem Fund einer Fliegerbombe in Dresden nun dies:

Grünen-Politiker fordert Bombardierung Dresdens (https://www.berlinjournal.biz/matthias-oomen-gruene-bomber-harris/)
Zitat
Der Berliner Grünen-Politiker Matthias Oomen (35) hat eine erneute Bombardierung Dresdens gefordert. Am Freitag schrieb er dort gegen 16:30 Uhr für seine rund 58.000 Follower und den Rest der Welt: „In #Dresden ist #FliegerbombeDD in den Trends? Das lässt ja hoffen. Do! It! Again!“

Die Aufforderung „Tu es nochmal!“ richtet sich in linken Kreisen an den Engländer Sir Arthur Travers Harris. Dieser war während des Zweiten Weltkriegs Oberbefehlshaber des Bombenkommandos der Royal Air Force. „Bomber Harris“ organisierte die verheerenden Flächenbombardements deutscher Städte mit hunderttausenden zivilen Opfern.
Zitat
Der frühere Grünen-Chef Reinhard Bütikofer (63) antwortete seinem Parteikollegen via Twitter auf gut Berlinerisch: „Dir hamse ja wohl das Hirn geklaut! Kannste nach so 1 Mega-Fehlleistung nicht wenigstens den Tweet löschen und „Sorry!“ sagen?“

Doch Matthias Oomen sieht sich offenbar im Recht. Denn er schrieb umgehend zurück: „Um Gottes Willen, lieber Büti! Am Ende muss bei einer verlogenen Entschuldigung ja noch für die Sachsen-CDU in den Bundestag! ; )) N8!“

Zweitquelle (https://mopo24.de/nachrichten/gruenen-politiker-fordert-bomben-auf-dresden-matthias-oomen-berlin-twitter-fliegerbombe-168624) mit Bildzitat:
(https://media.mopo24.de/1/c/a/caacc8763f2453748b56.jpg)

Der mir bisher unbekannte Herr Oomen hat immerhin einen eigenen Wikipedia-Eintrag:
https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Oomen



Gängiger Forderung von Leuten die sich selbst als antideutsch beschreiben. Also nichts neues.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 02. Oktober 2016, 13:16:34
Scheint ein echter PR-Profi zu sein:

Zitat
(((Matthias Oomen))) ‏@OomenBerlin  30. Sep.
Drohungen und Beleidigungen aus Dresden und Umgebung bitte zentral unter diesen Tweet posten. :-)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 02. Oktober 2016, 13:20:37
Gängiger Forderung von Leuten die sich selbst als antideutsch beschreiben. Also nichts neues.

Den Menschen ansich als Schädling und Krebsgeschwür des Planeten zu sehen, ist ja zutiefst grüne Denke der Fundi-Abteilung. Wenn man das nationalisiert, ist das nur eine Spielart davon.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 02. Oktober 2016, 14:38:29
Antideutsche sehn sich meines Wissens als Gegenpol zur "antiimperialistischen", antiamerikanischen, und antisemitischen Linken, Jutta Ditfurth gehört dazu, die Jungle World ist ein journalistisch ernstzunehmendes Sprachrohr.

Also sindse durchaus notwendig, wobei ihre Anzahl und ihr Einfluss grade von Rechten und Querfrontlern immer gnadenlos übertrieben wird.

Sie provozieren gerne (Israelflaggen, Sprüche auf der Geschmacksgrenze), leider wird das von einigen Jungspunden (wie Oomen) zu sehr zelebriert.

Sonderbar nur, dasser bei den Grünen ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 02. Oktober 2016, 14:56:06
Zitat
Drohungen und Beleidigungen aus Dresden und Umgebung bitte zentral unter diesen Tweet posten.
Möglicherweise möchte er auch beschimpft und beleidigt werden.
Evtl. braucht der kleine grüne Vollkasko-Held etwas Aufmerksamkeit.  :taetschel:
Gerade die Öko-Nazis gehen nicht sehr souverän mit ihrer Bedeutungslosigkeit um.
Green-Reni beweist es ja oft genug.

Mit derartigen Verbal-Progromen beglücken uns die grün-lackierten Faschisten, seit mehr als 30 Jahren. 
Wenn Deppen-Trullas wie Petry und Storch ihren Schwachsinn absondern, wird sofort öffentliche Empörung inszeniert. 
Gehen wir mal davon aus, dass dies in den durchgrünten ÖR-Anstalten kein so großes Echo findet.
Vielleicht wird er in eine der üblichen Kasperl-Talk-Shows eingeladen. Dann hat er was er will und kann den Rest seines Lebens davon erzählen.

Oder es kommt das grüne Standard-Instrument: der erhobene Zeigefinger.
Die ANDEREN, also die bösen Deutschen, sind nur zu dumm, die intellektuelle Tiefe und die philosophische Tragweite zu erkennen.
Ist schließlich im Namen der GUTEN Sache, also seiner eigenen.


Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 02. Oktober 2016, 15:09:08
Evtl. braucht der kleine grüne Vollkasko-Held etwas Aufmerksamkeit.  :taetschel:

Schöne Wortschöpfung  :grins2:

Er macht halt auf Modell Böhmermann. Inhalt egal, Hauptsache Reaktion und Feedback. Dort dann nochmal verstärken. Klassisches evolutionäres Prinzip. Nicht besonders originell. Muss mich langsam zügeln, um nicht völlig zum Biologisten zu verkommen ...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 12. Oktober 2016, 17:40:00
Nicht etwa von der Grünen Jugend, sondern von der Bundestagsfraktion:

Zitat
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
7. Oktober um 18:53


Kann ein Algorithmus gefüttert mit den Erfahrungen von Roosevelt, Gandhi und dem Dalai Lama bessere Politik machen als ein Mensch? Mach mit bei unserem Check und finde heraus, ob du dich im Digital Dilemma zurechtfindest.
Fragen der Ethik in der digitalen Gesellschaft diskutieren wir auch beim netzpolitischen Kongress #nk16.
www.gruene-bundestag.de/digital-dilemma
z.B.:
Zitat
Digital Dilemma
3. Frage

Dein selbstfahrendes Auto fährt Dich immer wieder zum Billig-Discounter. Es wertet Dein vergangenes Konsumverhalten aus. Du willst dort aber nicht gesehen werden und versuchst vergeblich, es zum Oxfam Fair Trade Shop zu leiten. Kein Erfolg. Was tust Du?
[ ] Ich steige aus und gehe zu Fuß zu Oxfam. Von dort poste ich ein paar Selfies, denn es heißt: Tue Gutes und sammle Likes dafür!
[ ] Ich trage künftig Burka. Das ist bei selbstfahrenden Autos erlaubt!
[ ] Ich lese zum ersten Mal die AGBs dieser Self-Driving-Taxi-Firma und schlafe darüber ein.
Zitat
Digital Dilemma
6. Frage
Hillary Clintons Umfragewerte gehen in den Keller, sie scheint chancenlos gegen Trump. Am 7. November, dem Tag vor der Wahl, präsentiert Apple die Sensation: Den i-Pres! Ein Polit-Algorithmus im Spitzen-Design, gefüttert mit den Erfahrungen von Franklin Theodor Roosevelt, Mahatma Gandhi, Mutter Teresa und dem Dalai Lama. Das Ding hält eine Wahnsinnsrede und stellt sich zur Wahl.
[ ] Ich wähle den i-Pres. Alles ist besser als Trump!
[ ] Niemals, wir Menschen müssen zusammenhalten! Ich fordere allerdings, dass Trump seine Humanität nachweist.
[ ] Too Close to Call!
Zitat
Digital Dilemma
9. Frage

Du stehst unschuldig vor Gericht, wegen Beleidigung der Staatsgewalt. Deine Anwalts-KI sagt, Du sollst Dich schuldig bekennen. Du fragst Dich, ob sie gehackt ist, vielleicht vom künstlichen Staatsanwalt?
[ ] Ich suche „The Human League“ auf, die letzte Bio-Kanzlei der Stadt. Der letzte menschliche Anwalt ist 86 Jahre alt und wirkt dement. Ich engagiere ihn trotzdem.
[ ] Ich bekenne mich schuldig. Ich weiß nicht, was hier abgeht, aber Widerstand scheint zwecklos.
[ ] Ich lasse von meiner Graswurzel-KI eine Protest Kampagne inszenieren. Auge um Auge!
10 "Fragen" gesamt; dann die "Auswertung":
Zitat
Digital Dilemma
Danke fürs Mitmachen!

Du steuerst souverän durch die ethischen Dilemmata der digitalen Zukunft. Für das Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine bist Du optimal eingestellt. Lege Deine Hand bitte auf den Bildschirm und warte eine Weile!

 :skeptisch:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 12. Oktober 2016, 20:49:44
Ach bei Nr. 10 musste ich doch lachen.  :o
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 12. Oktober 2016, 20:54:58
Ich habs getan.
Ich hab mir doch tatsächlich dieses Greenpeace- Video angekuckt. :skeptisch:

https://www.youtube.com/watch?v=LV6O2QHHTsg

 :deppenalarm:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nicht_Peter am 12. Oktober 2016, 23:07:30
Ich habs getan.
Ich hab mir doch tatsächlich dieses Greenpeace- Video angekuckt. :skeptisch:

https://www.youtube.com/watch?v=LV6O2QHHTsg

 :deppenalarm:

OMG. Das ist doch Satire, oder?! Sagt mir bitte, dass die das nicht ernst meinen. Oberflächlicher, eindimensionaler und propagandistischer geht´s nicht mehr.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Gimpel am 13. Oktober 2016, 00:59:50
Ach bei Nr. 10 musste ich doch lachen.  :o

"Franklin Theodor Roosevelt" in Nr. 6 fand ich auch recht erheiternd.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 16. Oktober 2016, 15:21:06
Das allermeiste Getöse über Einschränkung der Meinungsfreiheit in D halt ich persönlich für heiße Luft, aber wenn die Grünen sich einer (im Prinzip diskutablen) Forderung anschließen, und diese noch zuspitzen, krieg ich spontan Gedankenkaskade.

Zitat
Grüner Justizsenator will Shitstorms zur "bandenmäßigen Straftat" machen
(...)
Die Grünen präsentieren sich derzeit als Partei einer "Säuberung" des Internets

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49714/1.html

Muß ja gar nicht sein, daß sie in Zukunft Kritik an ihren autoritären Volkserziehungsphantasien- und Maßnahmen gleich anzeigen, reicht ja, wenn sie sie unter Hinweis auf eine ihrer Ansicht nach mögliche Strafbarkeit löschen, bzw. löschen lassen.

 :dagegen:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 05. November 2016, 23:42:22
hubersn in seinem Blog:

Herr Hofreiter gibt ein Interview:

http://politikblog.huber-net.de/2016/11/herr-hofreiter-gibt-ein-interview/ (http://politikblog.huber-net.de/2016/11/herr-hofreiter-gibt-ein-interview/)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 07. November 2016, 10:28:44
(http://fs5.directupload.net/images/161107/espapqmt.jpg)

https://schillipaeppa.net/2016/11/06/diskussionskultur/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 07. November 2016, 19:14:37
Angesichts der weit verbreiteten Bedenken vor einer "Überfremdung Deutschlands" finde ich den (beabsichtigt? unbeabsichtigt?) zweideutigen Titel von Claudia Roths neuem Buch irgendwie unpassend.

(https://scontent-vie1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/14915219_10154483904220664_7216836538225460123_n.jpg?oh=c5c6ae0bb8ef2a04486119fedf5de720&oe=58946AB2)

Bei Facebook (https://www.facebook.com/Roth/photos/a.150878950663.153104.80635590663/10154483904220664/?type=3) hat der Thread schlappe 742 Kommentare.  :-[
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 07. November 2016, 19:49:05
Angesichts der weit verbreiteten Bedenken vor einer "Überfremdung Deutschlands" finde ich den (beabsichtigt? unbeabsichtigt?) zweideutigen Titel von Claudia Roths neuem Buch irgendwie unpassend....
Der Personenkreis, der sich vor einer "Überfremdung" fürchtet, würde das Buch einer Grünpolitikerin ohnehin
maximal zum Anzünden eines Kaminfeuers verwenden.
Ich sehe mich in erster Linie von dem dämlichen Grinsen abgeschreckt, auch wenn ich mich für diesen Gedanken
selbst (ein wenig) schelte.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 11. November 2016, 18:24:19
(http://www.ddr-comics.de/bilder/live/dd07p4.jpg)
(Klaus Stuttmann)

Hoffe, wir hatten noch nicht hier, bin zu faul, alle Seiten durchzublättern
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 11. November 2016, 19:09:31
Hoffe, wir hatten noch nicht hier, bin zu faul, alle Seiten durchzublättern
Egal, kann man nicht oft genug sehen, alldieweil.....stimmt. Die Vollkasko-Helden kann man nicht oft genug demaskieren.
Da fehlt dann noch der riesige protein-verschlingende Hund. Man ist ja tierlieb

Und die Frage: ist mein Koks vegan?
kuckst Du
http://www.jurablogs.com/go/drogen-ist-mein-koks-vegan


Aber auf der Seite gibt es noch mehr
(http://de.toonpool.com/user/167/files/gruener_kanzlerkandidat_1246045.jpg)

Und jetzt gehe ich in die Badewannenin, danach in die Küchin und mache mir, aus zivilen Ungehorsam, ein Schnitzel.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 11. November 2016, 20:00:19
Guten Appetit! Ich mach Hühnerbrühe.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 11. November 2016, 20:03:55
Guten Appetit! Ich mach Hühnerbrühe.

Diese hier?

(http://www.bevegt.de/wp-content/uploads/2016/01/huehnersuppe-vegan.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 11. November 2016, 20:07:41
Nö.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 14. November 2016, 13:55:29

Und jetzt gehe ich in die Badewannenin, danach in die Küchin und mache mir, aus zivilen Ungehorsam, ein Schnitzel.

Etwa eines mit einer Soße nach Art einer mobilen, ethnischen Minderheit mit Migrationshintergrund?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 14. November 2016, 14:04:09

Etwa eines mit einer Soße nach Art einer mobilen, ethnischen Minderheit mit Migrationshintergrund?
:D Nein
In der Art "Bewohner der Hauptstadt eines benachbarten Alpenstaates"
Kann man auch noch so schön drauf rumklopfen, passt irgendwie.
Multifunktionales Essen
 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 14. November 2016, 14:24:18

Etwa eines mit einer Soße nach Art einer mobilen, ethnischen Minderheit mit Migrationshintergrund?
:D Nein
In der Art "Bewohner der Hauptstadt eines benachbarten Alpenstaates"
Kann man auch noch so schön drauf rumklopfen, passt irgendwie.
Multifunktionales Essen

Sehr schön! Und als Dessert gibt es eine maximal pigmentierte, mit Schokolade überzogene Schaumzuckerware mit Migrationshintergrund.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 14. November 2016, 14:28:35
Guten Appetit! Ich mach Hühnerbrühe.

Konntest den NATIONAL CHICKEN SOUP FOR THE SOUL DAY (http://www.nationaldaycalendar.com/national-chicken-soup-for-the-soul-day-november-12/) wohl nicht erwarten?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 14. November 2016, 21:28:48
Sehr schön! Und als Dessert gibt es eine maximal pigmentierte, mit Schokolade überzogene Schaumzuckerware mit Migrationshintergrund.
Da lege ich noch einen drauf, auf Öko-Eso-Schwurblerisch, mit semi-naturwissenschaftlichem Touch:
der seelischen Gesundheit  förderliche , Speisekomponente mit relativ hohem Absorptionsvermögen des Lichtes. :D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 15. November 2016, 21:53:24
Eichhörnchen auf Ecstasy?
https://www.youtube.com/watch?v=16s1Z18-U-A
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 15. November 2016, 22:15:14
Eichhörnchen auf Ecstasy?
https://www.youtube.com/watch?v=16s1Z18-U-A

Normalerweise klicke ich Youtube-Links nicht an. Ich werde es auch nie wieder tun.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 15. November 2016, 22:40:51
Eichhörnchen auf Ecstasy?
https://www.youtube.com/watch?v=16s1Z18-U-A

Normalerweise klicke ich Youtube-Links nicht an. Ich werde es auch nie wieder tun.

Sorry, mein Fehler,
Ich hätte konkrete Warnhinweise geben sollen, Beta-Blocker, Kotztüte, Sonnenbrille......die durchgeknallte Playmobilfigur ist eine Beleidigung für die Ohren und für die Augen....
ach am besten Kopfhörer und einem startenden Jumbo zuhören.
Komme aber für keine Behandlungskosten auf.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 15. November 2016, 23:13:37
... Sorry, mein Fehler, ...
In froher Erwartung eines lustigen Videos, in dem ein Eichhörnchen einem Baumkuschler die
Ohren abknabbert, habe ich auf den Link geklickt.

@ lanzelot
Du bist ein hinterlistiger Sadist...  :po:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 15. November 2016, 23:43:50
Ich finde, dass das Outfit hervorragend mit dem grünen Hintergrund verschmilzt. Daher halte ich diesen für einer ihrer besseren Auftritte. Warum hat das Video 211 Thumbs-Down, aber nur 7 Thumbs-Up?   ???





Sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass mein Rechner derzeit stumm geschaltet ist?

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: biomango am 15. November 2016, 23:47:12
Bütt,  Hintergrund, kostümierung, Gestik... passt !  Helau ond Alaaf
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. November 2016, 11:34:14
Sie hätte bei Ton, Steine, Scherben bleiben sollen!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 16. November 2016, 17:28:41
Sie hätte bei Ton, Steine, Scherben bleiben sollen!

Lieber nicht, sonst hätte sie dort auch noch gesungen:
https://www.youtube.com/watch?v=AkwXwa6Vzao
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 16. November 2016, 17:56:09
Wenn sie so drauf los plappert und über Frauen erzählt und sie preist.....habe ich den Verdacht, sie wäre auch gern eine.
Ist ein schweres Schicksal, im falschen Körper geboren zu sein (und auch noch ohne Verstand).

Als trans-geschlechtliche Playmobil-Figur, wird man im Legoland bestimmt oft und dolle rumgeschubst und benachteiligt.
Das erklärt einiges.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 16. November 2016, 19:12:35
Erstaunlich finde ich aber auch, wie ein einzelner Mensch, so viel blanken Hass auslösen kann.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 16. November 2016, 19:43:10
Erstaunlich finde ich aber auch, wie ein einzelner Mensch, so viel blanken Hass auslösen kann.
Ich hatte mir das Video trotz Triggerwarnung angehört. Im Nachbarzimmer befand sich eine Person weiblichen Geschlechts, die Türen waren offen. Nach zwei Minuten hörte ich den Kommentar, "Was ist das denn?", ich sagte, das ist Claudia Roth. "Wer?", na, die Vorsitzende der Grünen. "Ich lass mich umoperieren!", war die Antwort. Sie kannte die Frau vorher gar nicht (ja, so was kommt vor).

War das auch "Hass"?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 16. November 2016, 19:46:02
Erstaunlich finde ich aber auch, wie ein einzelner Mensch, so viel blanken Hass auslösen kann.
Ich hatte mir das Video trotz Triggerwarnung angehört. Im Nachbarzimmer befand sich eine Person weiblichen Geschlechts, die Türen waren offen. Nach zwei Minuten hörte ich den Kommentar, "Was ist das denn?", ich sagte, das ist Claudia Roth. "Wer?", na, die Vorsitzende der Grünen. "Ich lass mich umoperieren!", war die Antwort. Sie kannte die Frau vorher gar nicht (ja, so was kommt vor).

War das auch "Hass"?

Nein, das war Logik!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 16. November 2016, 21:33:13
.....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 17. November 2016, 14:54:33
(http://fs5.directupload.net/images/161117/4rr7cgoz.jpg)
https://www.facebook.com/anton.hofreiter/posts/1266832140046939


Faktencheck 1:

(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6e/Karte_Fl%C3%BCchtlingskrise_in_Europa_2015_-_Herkunftsl%C3%A4nder_der_Asylsuchenden.png/800px-Karte_Fl%C3%BCchtlingskrise_in_Europa_2015_-_Herkunftsl%C3%A4nder_der_Asylsuchenden.png)
(Quelle: Wikipedia)


Faktencheck 2:

- Export zu "Dumpingpreisen" gibt es nicht mehr. Die letzen Exportsubventionen der EU wurden bis 2014 auf Null zurückgefahren.

- Den Großteil des EU-Agrarexporte nach Afrika machen die Weizenexporte nach Ägypten, Libyen und Tunesien aus. Der Verkaufspreis richtet sich nach dem Weltmarktpreis (weltweite Ausschreibungen). Subventioniert wird allerdings innerhalb der Empfängerländer, um mit günstigen Lebensmittelpreisen das Volk satt (und ruhig) zu halten.

- Die angeblich so existenzvernichtenden EU-Geflügelfleisch-Billigexporte (Georg Keckl hatte dazu mal einen bemerkenswerten Artikel (https://www.novo-argumente.com/artikel/welthunger_brot_fuer_die_welt_und_broesel_fuer_afrika) verfasst) gingen überwiegend nach Westafrika. Mit der Abschaffung der Exportsubventionen für Geflügelfleisch ab 2013 düften dieser Markt stark eingebrochen sein. Zahlen dazu habe ich leider nicht gefunden.

- Völlig unklar ist, wie viele Lebensmittel von karitativen Verbänden kostenlos in afrikanischen Krisenländern verteilt werden. Treiben nicht gerade diese die dort heimischen Bäuerinnen, Bauern und Bäuerininnen in die Perspektivlosigkeit?[/sarcasm]
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: biomango am 17. November 2016, 18:08:57
Gemessen am Preisniveau der Importländer können es auch  ohne Subventionen Dumpingpreise sein,
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 17. November 2016, 20:41:03
Gemessen am Preisniveau der Importländer können es auch  ohne Subventionen Dumpingpreise sein,

Und warum sollen die (relativ armen) Verbraucher dort mehr zahlen als wir?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: biomango am 18. November 2016, 01:03:43
Gemessen am Preisniveau der Importländer können es auch  ohne Subventionen Dumpingpreise sein,

Und warum sollen die (relativ armen) Verbraucher dort mehr zahlen als wir?
Es geht  nicht um die Verbraucher dort,  sondern um die einheimischen kleineren  Betriebe, die mit  unseren effektiven (positiv ausgedrückt) landwirtschaftlichen  Methoden nicht konkurrieren können.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 18. November 2016, 01:18:51
Mich erinnert Hofreiter ja an Schindelschwinger und die Comix.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 18. November 2016, 01:45:40
Es geht  nicht um die Verbraucher dort,  sondern um die einheimischen kleineren  Betriebe, die mit  unseren effektiven (positiv ausgedrückt) landwirtschaftlichen  Methoden nicht konkurrieren können.

Wenn der Slumbewohner in Kairo schon nicht das Geld hat, sich bei einem Weizen-Weltmarktpreis von 15 ct/kg zu ernähren, wie soll er das tun, wenn dieser billige Importweizen wegfällt und er den doppelten Preis für Weizen aus heimischer Produktion bezahlen soll?

Mal abgesehen davon reichen die Flächen im Einzugsgebiet des Nils eh schon lange nicht mehr dafür aus, dass die ägyptischen Kleinbauern mit ihren archaischen Anbaumethoden das Land ernähren könnten.
Den Ägyptern wäre mehr geholfen, wenn die Bauern Zugang zu modernen, ertragssteigernden Produktionsmethoden bekämen - und jede Familie ihre Waschmaschine (https://youtu.be/BZoKfap4g4w). Nur so käme Wohlstand ins Land. Und Wohlstand ist bisher die einzig erfolgreiche "humane" Möglichkeit, um Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen.


Es gibt in Ägypten übrigens auch große Agrarkonzerne: Die bauen beispielsweise im Wüstensand Bio-Kartoffeln an, bewässern diese mit dem fossilen Grundwasser der Sahara-Aquifere und düngen sie dann mit - tja mit was eigentlich? Die Kartoffeln landen dann als Bio-Frühkartoffeln in euopäischen Supermärkten. Hat sich noch kein grüner Spitzenpolitiker öffentlich drüber beschwert.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 18. November 2016, 12:11:14
Die Kartoffeln landen dann als Bio-Frühkartoffeln in euopäischen Supermärkten. Hat sich noch kein grüner Spitzenpolitiker öffentlich drüber beschwert.

Die sind ja auch vegan! ;)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 18. November 2016, 13:14:32
An dieser Stelle sei die BBC-Doku "Food Superhighway" ("Der Lebensmittel Superhighway") wärmstens empfohlen. Darin geht es nicht nur um ägyptische Frühkartoffeln, sondern auch um andere globale Warenströme der Lebensmittelwirtschaft.
In beeindruckenden Hochglanzbildern, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit seeehr vielen Aspekten, die zum Nachdenken anregen.

WIMRE wurde die Doku mal auf ARTE gesendet. Leider scheint online aber nur noch der Trailer (https://vimeo.com/92037022) abrufbar zu sein, und die DVD ist nicht ganz billig. Falls wer über eine funktionsfähige Online-Version stolpert, wäre ich für einen Hinweis dankbar.

Zitat von: vimeo.com
Ob erntefrische Kartoffeln aus Ägypten verpackt in Torf aus Irland, grüne Bohnen aus Kenia, die per Flugzeug reisen, oder verzehrbereite Ananas aus Ghana, von der Ernte bis zu dem Augenblick in dem wir sie kaufen, bedarf es ausgefeilter Technik, Erfindungsreichtum und sehr weiter Wege um uns das ganze Jahr über die Lebensmittel zu liefern, die wir als ganz selbstverständlich ansehen. Welcher Aufwand dafür nötig ist und welche wirtschaftlichen Auswirkungen der Anbau in den Herkunftsländern hat, wird hier deutlich.

Zitat von: http://www.films.com/id/19384
Each year, 40,000 tons of bacon are exported from Denmark to Japan; 400,000 tons of Canadian peas are sent to India; and millions of tons of potatoes are grown in the Egyptian desert from Scottish seeds, then shipped to Europe packed in Irish peat. This program outlines the astoundingly complex logistical and technological underpinnings of what it takes to grow, harvest, preserve, package, and export edible goods via the food superhighway—a web of land routes, shipping lanes, and flight paths that connects every country on the globe. But is being able to eat fresh produce year-round worth the ecological price? A BBC Production. (49 minutes)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: biomango am 18. November 2016, 15:32:52

Wenn der Slumbewohner in Kairo schon nicht das Geld hat, sich bei einem Weizen-Weltmarktpreis von 15 ct/kg zu ernähren, wie soll er das tun, wenn dieser billige Importweizen wegfällt und er den doppelten Preis für Weizen aus heimischer Produktion bezahlen soll?

Mal abgesehen davon reichen die Flächen im Einzugsgebiet des Nils eh schon lange nicht mehr dafür aus, dass die ägyptischen Kleinbauern mit ihren archaischen Anbaumethoden das Land ernähren könnten.
Den Ägyptern wäre mehr geholfen, wenn die Bauern Zugang zu modernen, ertragssteigernden Produktionsmethoden bekämen - und jede Familie ihre Waschmaschine (https://youtu.be/BZoKfap4g4w). Nur so käme Wohlstand ins Land. Und Wohlstand ist bisher die einzig erfolgreiche "humane" Möglichkeit, um Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen.


Es gibt in Ägypten übrigens auch große Agrarkonzerne: Die bauen beispielsweise im Wüstensand Bio-Kartoffeln an, bewässern diese mit dem fossilen Grundwasser der Sahara-Aquifere und düngen sie dann mit - tja mit was eigentlich? Die Kartoffeln landen dann als Bio-Frühkartoffeln in euopäischen Supermärkten. Hat sich noch kein grüner Spitzenpolitiker öffentlich drüber beschwert.
Klar es ist nicht einfach, und es geht bei den Agrarexporten  nicht nur um Ägypten. Wenn die afrikanischen Bauern nicht konkurrieren können fällt die Wertschöpfung weg. Nur für den Export zu ackern ist sicher nicht überall möglich, ganz  abgesehen von der Ökobilanz bei langen Transportwegen. Gerade Gemüse wird gern mit dem Flieger nach Europa importiert
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: HorstHuber am 19. November 2016, 02:37:08
Gemessen am Preisniveau der Importländer können es auch  ohne Subventionen Dumpingpreise sein,
Und warum sollen die (relativ armen) Verbraucher dort mehr zahlen als wir?
Es geht  nicht um die Verbraucher dort,  sondern um die einheimischen kleineren  Betriebe, die mit  unseren effektiven (positiv ausgedrückt) landwirtschaftlichen  Methoden nicht konkurrieren können.
Kann man sich auch mal einigen?
Ist der Weltmarktpreis für z.B. Getreide niedrig wie derzeit dann sind die europäischen (oder deutschen) Bauern schuld weil sie ja so böse exportieren.
Vor drei, vier Jahren war der Weltmarktpreis hoch, wiederum waren die europäischen (oder deutschen) Bauern schuld weil?
Die Importe aus Afrika haben sich nicht geändert - in den letzten Jahren (bezogen auf Grundnahrungsmittel). Andere Mengen haben sich verändert wie Rosen usw. aber es wäre mir neu das ein paar Bauern durch ihr Kaufverhalten den Rosenmarkt so stark beeinflussen.

Mal so eine Frage. Hast du dir mal z.B. den Handel von Agrargüter mal angeschaut? Welche Länder exportieren soviel? Ist es wirklich Europa bzw. Deutschland?
Deutschland kann sich nicht selbst ernähren (unter den aktuellen Ernährungsgewohnheiten) und damit ist nicht der Fleischkonsum schuld. Das wäre ohne Probleme zu wuppen.
Die EU schafft es gerade mal so sich selbst zu ernähren (unter den aktuellen Ernährungsgewohnheiten). Und dann sollen die deutschen Schuld sein aufgrund ihre unbedeutenden Agrarexporte an der Massenflucht?
Wenn überhaupt (auch das bezweifele ich starkt) dann weil vorallem Deutschland "Luxuslebensmittel" von dort importiert.
Das Bsp. Biokartoffel wurde ja schon genannt. Auf diesen Feldern wächst kein Weizen mehr für die heimische Bevölkerung.

Doch mal ein anders Beispiel. Quinoa (Inka-Reis oder wie auch immer das Mode-Pseudogetreide geannt wird). Die Nachfrage stiegt massiv in den Industrieländern an wodurch die Quinoa-Bauern in Peru und Bolivien steigendes Einkommen generierten und sich halt normalen Reis auf dem Markt kauften (der in diese Länder importiert wurde). Für die heimischen Kunden wurde es aber unerschwinglich - aber gleichzeitig fiel der Reispreis (weil u.a. vorallem der Transport für Reis deutlich günstiger wurde).
Ist das jetzt schlimm oder gut (vorallem wenn man sich anschaut wer Quinoa z.B. in Kalifornien kaufte)

Wie schaut es aus mit Kaffee, Kakao, Baumwolle, Bananen, Ananas, Tapioka, Palmöl etc. für den Export aus? Überall wo dies wächst werden keine Lebensmittel für den heimischen Markt gebaut. Bei Soja schaut es etwas anders aus weil Ölfrucht. Das Öl wird auch in den heimischen Ländern verwendet und der Sojaextraktionsschrot wird z.B. nach China und Europa exportiert. Aber daraus kann man kein Tofu mehr machen und das Öl wird dort in diesen Ländern verbraucht.
 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: HorstHuber am 19. November 2016, 02:44:26
An dieser Stelle sei die BBC-Doku "Food Superhighway" ("Der Lebensmittel Superhighway") wärmstens empfohlen. Darin geht es nicht nur um ägyptische Frühkartoffeln, sondern auch um andere globale Warenströme der Lebensmittelwirtschaft.
In beeindruckenden Hochglanzbildern, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit seeehr vielen Aspekten, die zum Nachdenken anregen.

WIMRE wurde die Doku mal auf ARTE gesendet. Leider scheint online aber nur noch der Trailer (https://vimeo.com/92037022) abrufbar zu sein, und die DVD ist nicht ganz billig. Falls wer über eine funktionsfähige Online-Version stolpert, wäre ich für einen Hinweis dankbar.

Zitat von: vimeo.com
Ob erntefrische Kartoffeln aus Ägypten verpackt in Torf aus Irland, grüne Bohnen aus Kenia, die per Flugzeug reisen, oder verzehrbereite Ananas aus Ghana, von der Ernte bis zu dem Augenblick in dem wir sie kaufen, bedarf es ausgefeilter Technik, Erfindungsreichtum und sehr weiter Wege um uns das ganze Jahr über die Lebensmittel zu liefern, die wir als ganz selbstverständlich ansehen. Welcher Aufwand dafür nötig ist und welche wirtschaftlichen Auswirkungen der Anbau in den Herkunftsländern hat, wird hier deutlich.

Zitat von: http://www.films.com/id/19384
Each year, 40,000 tons of bacon are exported from Denmark to Japan; 400,000 tons of Canadian peas are sent to India; and millions of tons of potatoes are grown in the Egyptian desert from Scottish seeds, then shipped to Europe packed in Irish peat. This program outlines the astoundingly complex logistical and technological underpinnings of what it takes to grow, harvest, preserve, package, and export edible goods via the food superhighway—a web of land routes, shipping lanes, and flight paths that connects every country on the globe. But is being able to eat fresh produce year-round worth the ecological price? A BBC Production. (49 minutes)
Die Doku ist interessant. Aber mir fehlt dabei das die Zahlen ins Verhältnis gesetzt werden. Und zwar auch wieviel in den Ländern für den heimischen Markt produziert wird. Diese Mengen im Verhältnis zur gehandelten Ware wirft ein ganz anderes Licht auf den weltweiten handel von Lebensmittel.
Interessierte können mal ausrechnen wieviel Hähnchen z.B. in Hamburg (Geflügelfleischkonsum ist ja bekannt bzw. zu ergooglen und das Gewicht von diesen Tieren in etwa auch) jeden Tag benötigt werden.
In einem Stall sind im Schnitt 39900 Hähnchen im Schnitt alle 34 Tage schlachtreif.
Wenn man dann diese Zahlen anschaut und wieviele Ställe nur für Hamburg betrieben werden müssen (34 Tage)  kommt man schon ins grübeln.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: HorstHuber am 19. November 2016, 02:53:03
Wenn der Slumbewohner in Kairo schon nicht das Geld hat, sich bei einem Weizen-Weltmarktpreis von 15 ct/kg zu ernähren, wie soll er das tun, wenn dieser billige Importweizen wegfällt und er den doppelten Preis für Weizen aus heimischer Produktion bezahlen soll?
Er könnte auch den 1000 fachen Preis dafür bezahlen wollen. Ägypten produziert nicht genug und deshalb ist einfach kein Weizen vorhanden.
Da müssten sie schon verdammt viel mehr produzieren (und das in einem so dicht bevölkerten Land (fruchtbare Böden) das dies unter den dortigen Bedingungen unmöglich ist.
Ägypten ist der weltweit größte Importeur von Weizen.
Die ganzen anderen Kulturen (diverse Duftöle etc.) könnten dann auch nicht mehr angebaut werden (wodurch mehr Menschen hungern würden weil auf der gleiche Fläche nicht genug Weizen geerntet werden kann wie sie heute aufgrund des Verkaufs dieser Duftöle sich leisten können).
Das gleiche gilt ja auch für "Biokartoffeln". Wieviel Tonnen Weizen könnten auf diesen Felder geerntet werden im Verhältnis zur Menge die dann gekauft (importiert) werden kann?
Aber das ist unter Umstände zu kompliziert für Hofreiter ....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 15. Dezember 2016, 16:21:28
Was nicht so alles im Bundestag vertreten ist:

Harald Ebner liest Loriot: Es blaut die Nacht (https://youtu.be/AMh6Kb6paA8)  :gaehn:


Harald Ebner hat übrigens den zweifelhaften Ruhm einer eigenen "Ausgesperrt"-Gruppe bei Facebook. Das hat außer ihm :
https://www.facebook.com/groups/127789754280639/?fref=ts
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nicht_Peter am 03. Januar 2017, 15:48:40
Das übliche Gewäsch, der ökologische Fußabdruck darf natürlich auch mal wieder ran: http://www.sueddeutsche.de/wissen/ueberbevoelkerung-wir-werden-viel-zu-viele-1.3180810
Ein Satz ist mir aber ins Auge gestochen, es ist selten, dass Wachstumskritiker mit ihren Absichten so deutlich werden:
Zitat
Aber wer im Westen der Neigung zur Fortpflanzung nachgeben will, sollte vor dem Hintergrund der globalen Entwicklung darüber nachdenken, ob ein oder zwei Kinder nicht genügen.
Heißt: "Ich kann es nicht mit meinem ökologischen Gewissen vereinbaren, mit dir jetzt ins Bett zu steigen", mag vielleicht uncool klingen, sollte aber unser aller Maxime werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 03. Januar 2017, 16:12:10
Hehe, dann verschwinden die Ökos aber am schnellsten aus dem Genpool. Was wird aus dem Rest der Menschheit, wenn ihr Gewissen und ihre Erzieher aussterben? Soddom und Gomorra!

Wobei, im Westen sinkt die Bevölkerung ja eh schon. Die demographischen Bomben wachsen woanders.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 03. Januar 2017, 16:18:11
Heißt: "Ich kann es nicht mit meinem ökologischen Gewissen vereinbaren, mit dir jetzt ins Bett zu steigen", mag vielleicht uncool klingen, sollte aber unser aller Maxime werden.

War hier nicht kürzlich die Rede von einer Alternative, es statt dessen mit Mutter Gaia zu treiben?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 03. Januar 2017, 16:19:17
Aber wer im Westen der Neigung zur Fortpflanzung nachgeben will, sollte vor dem Hintergrund der globalen Entwicklung darüber nachdenken, ob ein oder zwei Kinder nicht genügen.

Zitat
Antinatalismus ist eine Philosophie, die der menschlichen Reproduktion ablehnend gegenübersteht.
(...)
Als Gründe für antinatalistische Positionen werden neben religiösen Überzeugungen (Shaker (Religion), Katharer) unter anderem durch Überbevölkerung entstehende Hungersnöte[6] und Umweltprobleme genannt.[7] Es wird argumentiert, dass der Verzicht auf Kinder oder die Beschränkung auf kleine Familien letztendlich dem Überleben der Menschheit diene, da die Ressourcen der Erde beschränkt seien.[7] Als weiterer Grund für antinatalistische Positionen wird angeführt, dass man der kommenden Generation die Bürde der Existenz ersparen solle.

https://de.wikipedia.org/wiki/Antinatalismus

Hab schon mal überlegt, ob ich vor vor veganen Kitas und Spielplätzen einfach mit antinatalistischen Parolen gegen den ungebremsten und zutiefst unethüschen Vermehrungstrieb der Eltern protestieren sollte (die ich persönlich kenne, haben selten weniger als 2)  :grins

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 03. Januar 2017, 16:33:43


Heißt: "Ich kann es nicht mit meinem ökologischen Gewissen vereinbaren, mit dir jetzt ins Bett zu steigen", mag vielleicht uncool klingen, sollte aber unser aller Maxime werden.
Also bitte, soo schwer ist das nu auch wieder nicht den Spaß mit dem Ernst zu verbinden! (https://www.vice.com/de/article/ein-fuenftel-aller-typen-voegelt-bei-one-night-stands-ohne-kondom-seid-ihr-wahnsinnig)
 :2thumbs:

Hab schon mal überlegt, ob ich vor vor veganen Kitas und Spielplätzen einfach mit antinatalistischen Parolen gegen den ungebremsten und zutiefst unethüschen Vermehrungstrieb der Eltern protestieren sollte (die ich persönlich kenne, haben selten weniger als 2)  :grins
In Verbindung mit Werbung für San Marco Rennsättel für die Fahrradfraktion. :D
Tja, wenn da nicht nur die schwarze Null gegenstehen würde, denn die braucht dringend neue Steuerzahlerchen. :schlaeger
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 03. Januar 2017, 16:34:50
Wobei, im Westen sinkt die Bevölkerung ja eh schon. Die demographischen Bomben wachsen woanders.
Diese demographischen Bomben brauchen wir aber, um die Renten der alternden Grünen der ersten Generation zu sichern. Deswegen lehnen die Grünen ja auch jegliche sinnvolle Initiative ab, den Wohlstand in der Dritten Welt zu erhöhen und damit die Geburtenraten zu senken.

Die Grünen-Plakate zur kommenden Bundestagswahl werden den Slogan "Adoptieren statt Penetrieren!" tragen.  :teufel
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 03. Januar 2017, 17:14:19
In Verbindung mit Werbung für San Marco Rennsättel für die Fahrradfraktion. :D

Brooks ist der Klassiker. Am besten alle halbe Jahr ein neuer, ehe er weichgesessen ist  :rofl2
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 03. Januar 2017, 17:22:09
Für die eher gemächlichen Zeitgenossen tun es auch hautenge Jeans.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 03. Januar 2017, 17:31:18
Brooks ist der Klassiker. Am besten alle halbe Jahr ein neuer, ehe er weichgesessen ist  :rofl2

Geht gar nicht, ist nicht vegan! :Opa: Außerdem der Grünspan von den Kupfernieten ...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 03. Januar 2017, 18:13:53
Zitat
Grünspan

Das ist aber Öko. Mit so einem ähnlichen Zeug kann man Schädlinge auf Weinreben biologisch meucheln, sanft und natürlich!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 03. Januar 2017, 18:59:06
Geht gar nicht, ist nicht vegan! :Opa:

Sag's nicht an Doro weiter, die löchert sonst die armen Sattlergesellen in Smethwick mit einem Sattelgate, weil sie kein Plastik verbauen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: grober_unfug am 03. Januar 2017, 19:55:47
Brooks ist der Klassiker. Am besten alle halbe Jahr ein neuer, ehe er weichgesessen ist  :rofl2
Ja oder ohne Nachspannung dann wirds auch sehr unbequem, aber Groucho hat schon recht für die ganz harten geht das nicht, da nicht vegan.

Zitat
Grünspan

Das ist aber Öko. Mit so einem ähnlichen Zeug kann man Schädlinge auf Weinreben biologisch meucheln, sanft und natürlich!
Es gibt dazu einen interessanten Comic, heisst "Die Ignoranten" (http://www.egmont-graphic-novel.de/graphic-novel/die-ignoranten/) da bekommt man schön vorgeführt was für ein paradoxer Verein das sein kann, als der Winzer sein Biodynamikzeugs und die Kupferlösungen auspackt aber sogar am schwefeln spart. Der Wein taugt übrigens, nur blöderweise ist er a) sehr teuer und b) als ungeschwefelter Weisswein weniger haltbar muss also schneller getrunken werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 03. Januar 2017, 20:28:16
Die ganz hart gegerbten greifen gleich zum "Naturwein".

Zitat
Stumpf berauschen kann man sich an Naturweinen nicht. Dazu beanspruchen sie zu viel Aufmerksamkeit. Manche misslingen, vorhersehbar ist das Ergebnis nicht, und selbst die geglückten mitunter eine Zumutung. Einige riechen nach Friseursalon und Chemieunterricht, andere nach Fallobst, das schon länger liegt, und Kaninchenstall. Dabei lohnt es sich, die anfängliche Skepsis herunterzuspülen. Plötzlich ist Wein nicht mehr nur weiß, rot oder rosé, sondern kamillefarben, trüb wie verdünnte Milch, eierschalengelb, rostig wie ein Werkzeugkasten, rosa wie in Sahne gefallene Erdbeeren. Er riecht nach Waldboden, Gemüseeintopf und feuchtem Holz. Statt Obstkorb schmeckt er nach einem Apfelsaft, den man längere Zeit im Kühlschrank vergessen hat. Aber auch das muss man erst einmal mögen lernen...

Der Grad zwischen Kaninchenstall und Ursprünglichkeit ist schmal.

http://www.zeit.de/zeit-magazin/essen-trinken/2016-03/naturwein

Und ja, selbst im "Zeit-Magazin" kann man mitunter Grad und Grat nicht auseinanderhalten.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 03. Januar 2017, 21:09:38
Zitat
[...] andere nach Fallobst, das schon länger liegt, und Kaninchenstall. Dabei lohnt es sich, die anfängliche Skepsis herunterzuspülen. Plötzlich ist Wein nicht mehr nur weiß, rot oder rosé, sondern kamillefarben, trüb wie verdünnte Milch, eierschalengelb, rostig wie ein Werkzeugkasten, rosa wie in Sahne gefallene Erdbeeren. Er riecht nach Waldboden, Gemüseeintopf und feuchtem Holz. Statt Obstkorb schmeckt er nach einem Apfelsaft, den man längere Zeit im Kühlschrank vergessen hat. [...]

Da fallen mir gleich die siebenhundert nackten Zwerge wieder ein
https://hausmannskost.wordpress.com/2008/03/18/abgang-wie-siebenhundert-nackte-zwerge/
 :grins
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 04. Januar 2017, 16:16:15
Für die eher gemächlichen Zeitgenossen tun es auch hautenge Jeans.
Habe ich doch jetzt glatt "gemächtlich" gelesen...  :grins

Btw: Ich fahre seit Jahrzehnten harte Selle Italia SLR und habe mich trotzdem erfolgreich
(konventionell) fortgepflanzt... ;-)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 05. Januar 2017, 14:22:18
Beim Bärbel geht es mal wieder um Bienen.  ::)

https://www.facebook.com/baerbel.hoehn/posts/1390148614342090

Zitat
Bärbel Höhn
Gestern um 00:20

Unsere Studie belegt: Honigbienen sammeln in den Städten doppelt so viel Honig wie im ländlichen Raum. Warum? Durch die Monokulturen fehlt den Bienen nach der Raps- oder Sonnenblumenernte die Nahrung. Außerdem schwächen die Pestizide wie die Neonikotinoide die Bienen. Wo keine Honigbienen sind, fehlen auch die Wildbienen und Insekten und damit die Vögel. Wir brauchen eine Landwirtschaft, die die Artenvielfalt erhält und nicht zerstört. https://www.zdf.de/nachrichten/bienen-ii-100.html

Mein Favorit ist bisher dieser Kommentar:
Zitat
Bärbel Höhn
Interessante, wie einige hier systematisch das Insektensterben leugnen und dann noch die anderen der Lüge bezichtigen. Ziemlich unverfroren, aber mit intensiver Landwirtschaft ist halt eine Menge Geld zu verdienen. Wer die Macht über unser Essen hat, hat eine Gelddruckmaschine in der Hand.
vor 10 Std.

Natürlich gingen etliche kritische Kommentare voraus. Einen Post, in dem das Insektensterben geleugnet wird oder in dem die anderen der Lüge bezichtiget werden, habe ich aber nicht gefunden...


Wen "unsere Studie" (die eigentlich eine Literaturstudie der FU Berlin im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion ist) interessiert, der kann diese hier abrufen:
http://www.baerbel-hoehn.de/fileadmin/media/MdB/baerbelhoehn_de/www_baerbelhoehn_de/Bienenstudie_2017.pdf
... oder gleich die wesentliche Grundlage vom Bieneninstitut Celle abrufen:
http://www.laves.niedersachsen.de/download/108148/Jahresbericht_2015.pdf
Deren Erkenntnis:
Mehr Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Landhonig, dafür mehr PAKs (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) in Stadthonig, ohne dass dies im Detail erläutert wird.
Die doppelt so hohe Honigausbeute der Stadtbienen wird mit dem enormen Spektrum an möglichen Trachtquellen bzw. der große Blühvielfalt mit guter Pollen- und Nektarversorgung über das gesamte Jahr begründet, wobei aber explizit darauf hingewiesen wird, dass die Stadtbienen wiederholt Massentrachten genutzt hätten und sich manche PSM-Rückstände in einem 4,5 km entfernten Rapsfeld eingefangen hätten.
Meiner laienhaften Vorstellung zufolge dürfte auch das Mikroklima (Stadtgebiete sind grundsätzlich wärmer) einen ganz erheblichen Einfluß auf den Honigertrag haben. Von einer Schwächung durch Pestizide wie die Neonikotinoide ist beim Bieneninstitut Celle jedenfalls keine Rede, wobei das Neonic Thiacloprid das am häufigsten nachgewiesene Mittel war (war ja damals auch noch erlaubt).
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 05. Januar 2017, 16:12:30
Die doppelt so hohe Honigausbeute der Stadtbienen wird mit dem enormen Spektrum an möglichen Trachtquellen bzw. der große Blühvielfalt mit guter Pollen- und Nektarversorgung über das gesamte Jahr begründet, wobei aber explizit darauf hingewiesen wird, dass die Stadtbienen wiederholt Massentrachten genutzt hätten und sich manche PSM-Rückstände in einem 4,5 km entfernten Rapsfeld eingefangen hätten.
Meiner laienhaften Vorstellung zufolge dürfte auch das Mikroklima (Stadtgebiete sind grundsätzlich wärmer) einen ganz erheblichen Einfluß auf den Honigertrag haben. Von einer Schwächung durch Pestizide wie die Neonikotinoide ist beim Bieneninstitut Celle jedenfalls keine Rede, wobei das Neonic Thiacloprid das am häufigsten nachgewiesene Mittel war (war ja damals auch noch erlaubt).

Mal wieder so eine typische "Studie". Selbst wenn es so ist (frage mich allerdings, ob das jetzt für alle Städte und allen ländlichen Gegenden gilt), so what. Die Landwirtschaft ist keine Parkanlage die der Bienenfütterung dient. Der Zusammenhang mit den Wildbienen und den Vögeln ist völlig an den Haaren herbeigezogen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 06. Januar 2017, 23:19:34
Etwas ausführlicher zu Bärbels Bienenbullerbü:

https://schillipaeppa.net/2017/01/05/summ-summ-summ/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 10. Januar 2017, 12:36:57
Zitat
Simone Peters Silvesteraussetzer, Böllerverbot, Prostituierte für Pflegeheime: Keine Partei arbeitet so nachhaltig daran, zur falschen Zeit das falsche Signal auszusenden wie die Grünen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161009150/Vorschriftenmacher-realitaetsfern-gruen.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nicht_Peter am 21. Januar 2017, 19:19:37
Eine Frage für Kunsthistoriker: Wie darf man dieses Bild auffassen?
(https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t31.0-8/16113291_10155663349453219_2463387965310746595_o.jpg?oh=28e0bd5fcf54d05ef07dea0be46f5cf3&oe=592382B2)
1. Die Öko-Bewegung ist laut den Grünen in Deutschland angeblich auf dem Rückzug (wer´s glaubt). Deutschland muss jetzt wieder grün werden!

2. Deutschland muss wieder so grün werden wie vor 10.000 Jahren, als man noch im Einklang mit der Natur und Sonnenblumenfeldern gelebt hat.

3. Es muss eine Art "grünen Donald Trump" geben, der populistisch-großspurig gegen... nun ja, wen eigentlich hetzt? Die bösen Auslender fallen bei den Grünen zumindest schon mal eher weg (es sei denn, sie erlauben sich die Frechheit, ein Atomkraftwerk zu errichten).

https://www.facebook.com/B90DieGruenen/photos/a.103764373218.113604.47217143218/10155663349453219/?type=3&theater


Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 21. Januar 2017, 19:47:51
Eine Frage für Kunsthistoriker: Wie darf man dieses Bild auffassen?

Bin zwar nicht direkt Kunsthistoriker. Aber: Eine infantile Adaption von Caspar David Friedrich. Und auffassen darf man es als das, was CDF als Romantiker auch schon gemacht hat: Ein Gegenentwurf zur Aufklärung. Tut weh, das zu sagen, weil mir die Bilder sehr gefallen. issaberso.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 21. Januar 2017, 19:58:32
Eine Frage für Kunsthistoriker: Wie darf man dieses Bild auffassen?

Isklar: die Auslender (hier durch die Sonnenblumen als Neophyten symbolisch dargestellt) müssen ausgerottet werden. Das Gelb gehört einfach nicht hier hin und ist auch nicht bereit, sich zu integrieren. Der Bub mit dem Hut (Barett?) hat zu diesem Zwecke schon einen giftgelben Rucksack, gefüllt mit Herbiziden, parat. Das ist die Zukunft :grins
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 21. Januar 2017, 20:03:35
Eine Frage für Kunsthistoriker: Wie darf man dieses Bild auffassen?

Isklar: die Auslender (hier durch die Sonnenblumen als Neophyten symbolisch dargestellt) müssen ausgerottet werden. Das Gelb gehört einfach nicht hier hin und ist auch nicht bereit, sich zu integrieren. Der Bub mit dem Hut (Barett?) hat zu diesem Zwecke schon einen giftgelben Rucksack, gefüllt mit Herbiziden, parat. Das ist die Zukunft :grins

Ignorant!

 ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 21. Januar 2017, 21:31:45
Eine Frage für Kunsthistoriker: Wie darf man dieses Bild auffassen?

Isklar: die Auslender (hier durch die Sonnenblumen als Neophyten symbolisch dargestellt) müssen ausgerottet werden. Das Gelb gehört einfach nicht hier hin und ist auch nicht bereit, sich zu integrieren. Der Bub mit dem Hut (Barett?) hat zu diesem Zwecke schon einen giftgelben Rucksack, gefüllt mit Herbiziden, parat. Das ist die Zukunft :grins

Und man beachte die untergehende Sonne!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 21. Januar 2017, 22:54:04
http://cicero.de/berliner-republik/die-gruenen-der-drang-zum-dagegen-sein (http://cicero.de/berliner-republik/die-gruenen-der-drang-zum-dagegen-sein)

Harter Stoff, aber ich neige, ihn zu mir zu nehmen 8)

Zitat
Denn im Kern handelt es sich hier um eine alte und bewährte Strategie der extremeren politischen Linken. Ihr Ziel: Die Demaskierung des politischen Gegners. Die Taktik: Durch möglichst weitreichende und eskapistische Forderungen den reflexhaften Widerstand des ideologischen Widersachers hervorrufen, um diesen daraufhin charakterlich, ethisch oder weltanschaulich brandmarken zu können.

Es ist eine Win-win-Situation: Entweder der politischen Gegner knickt ein und die politischen Forderungen werden erfüllt, oder er ist moralisch diskreditiert – was langfristigen Vorteil verspricht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 21. Januar 2017, 23:35:07
Es ist eine Win-win-Situation: Entweder der politischen Gegner knickt ein und die politischen Forderungen werden erfüllt

Genau daran werden die Grünen sich totsiegen, mittelfristig werden Leute Bilanz ziehn, wieviel Freiheit und Wirtschaftlichkeit diese Partei vernichtet, und was es gebracht hat.

(hoff ich ::) )
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 21. Januar 2017, 23:41:34
Es ist eine Win-win-Situation: Entweder der politischen Gegner knickt ein und die politischen Forderungen werden erfüllt

Genau daran werden die Grünen sich totsiegen, mittelfristig werden Leute Bilanz ziehn, wieviel Freiheit und Wirtschaftlichkeit diese Partei vernichtet, und was es gebracht hat.

(hoff ich ::) )

Die Frage ist nur, welcher Schaden bis dahin angerichtet wurde und mit welchem Aufwand der wieder beseitigt werden kann.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 22. Januar 2017, 18:09:14
Eine Frage für Kunsthistoriker: Wie darf man dieses Bild auffassen?
(https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t31.0-8/16113291_10155663349453219_2463387965310746595_o.jpg?oh=28e0bd5fcf54d05ef07dea0be46f5cf3&oe=592382B2)

Vermutlich ist das eine Hommage an die voll ökologisch korrete Laromer® (http://www.btc-europe.com/de/-/solution-finder/produktlinie/harze/verschiedene-harze/moebel-und-bodenbelagsanstriche/harze-uv-strahlungshaertende-harze-und-monomere-fuer-holz-moebel-und-bodenbelagsbeschichtungsindustrien/)-Produtlinie der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik:

https://www.basf.com/us/en/products-and-industries/General-Business-Topics/dispersions/Industries/printing_packaging0/functional_packaging.html
(http://fs5.directupload.net/images/170122/4hoj2ror.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 22. Januar 2017, 18:30:04
Zum grünen Denkansatz hätte aber dieses Bild besser gepasst:
(http://media.gettyimages.com/photos/way-to-school-picture-id143917521?s=170667a)
Autsch.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 22. Januar 2017, 19:53:27
http://cicero.de/berliner-republik/die-gruenen-der-drang-zum-dagegen-sein (http://cicero.de/berliner-republik/die-gruenen-der-drang-zum-dagegen-sein)

Ich finde den Artikel klasse. :2thumbs:

Edit:
Und wenn wir schon dabei sind:
http://forum.psiram.com/index.php?topic=15327.msg205287;boardseen#new
Veranstaltung mit Wakefield, Montagnier und Konsorten. Auch grün lackiert (Werbung auf der Seite von Madame Rivasi)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 22. Januar 2017, 20:07:07
Zitat
Diese autoritären und inquisitorischen Züge hat die Neue Linke bis heute nicht verloren. Der ebenso paradoxe wie gefährliche Nebeneffekt: Es wird jene Geisteshaltung erzeugt, die man zu entlarven und bekämpfen meint. Das Ergebnis ist: Die extremistischen politischen Lager radikalisieren sich, die Gesellschaft wird in eine Eskalationsspirale manövriert. Auf der Strecke bleiben Freiheit und Liberalismus.

Naja, da sind die Gewichte wohl ein wenig verschoben. Wenn für die Neue Linke eine Unisex-Toilette ein Sieg ist, dann ... stellt die Neue Rechte eine größere Gefahr für die Demokratie dar. IMHO.
Titel: Manchmal fällt es schwer, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: iru am 25. Januar 2017, 15:09:56
Sommerfestival: Grüne Jugend fordert Ausschluss von Xavier Naidoo (https://www.rosenheim24.de/rosenheim/rosenheim-stadt/rosenheim-ort43270/sommerfestival-gruene-jugend-fordert-ausschluss-xavier-naidoo-7319379.html#idAnchComments)

Xavier Naidoo am Sommerfestival? User-Abstimmung eindeutig (https://www.rosenheim24.de/rosenheim/rosenheim-stadt/rosenheim-ort43270/gruene-jugend-rosenheim-fordert-auftrittsverbot-xavier-naidoo-sommerfestival-userreaktionen-7322806.html)

(beides www.rosenheim24.de)

Einziger guter Kommentar:
Zitat
Der Xaver wird immer nur auf seine seltsamen Ansichten und politische Meinung reduziert... was aber dabei vergessen wird, ist dass seine Musik auch ziemlich scheiße ist. Darüber redet hier nun wieder keiner.
;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 28. Januar 2017, 02:04:45
Immerhin haben es die Grünen geschafft, die Massentierhaltung abzuschaffen (https://schillipaeppa.net/2017/01/27/massentierhaltung-ist-abgeschafft/). Wenigstens erstmal in Niedersachsen. :crazy
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 31. Januar 2017, 01:59:39
Was hätten sie jetzt eigentlich gemacht, wenn sie sie Katrin nicht hätten?
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 31. Januar 2017, 02:31:22
Was hätten sie jetzt eigentlich gemacht, wenn sie sie Katrin nicht hätten?
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html)

Was? Nur zwei Geschlechter? Wie soll das gehen?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 31. Januar 2017, 03:36:27
Was hätten sie jetzt eigentlich gemacht, wenn sie sie Katrin nicht hätten?
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html)
KGE hat aber doch bei Maybrit Illner klargestellt, dass sie richtig voll demokratisch gewählt wurde!! (*füßchenstampf*)

Ich hätte interessanter gefunden, wenn sich nur EIN MANN um den einen (männlichen) Spitzekandidatenposten beworben hätte, während sich DREI FRAUEN um den anderen (weiblichen) hätten kloppen müssen.
Eine solche Diskriminierung!!!! hätte die Partei vermutlich nicht überlebt.  :teufel


Immerhin besteht Hoffnung auf mehr weibliche Bewerber beim nächsten mal. Madeleine Henfling (https://de.wikipedia.org/wiki/Madeleine_Henfling) hat Potential:
https://twitter.com/gruenethl/status/825280418828128256
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 31. Januar 2017, 17:14:28
Bodenreform 2.0 und noch mehr.

Zitat
Die GRÜNE JUGEND Bayern fordert daher, dass auf Grundlage der jetzigen Möglichkeiten ein Gesetz zur Vergesellschaftung allen Grund und Bodens in Deutschland auf den Weg gebracht wird, um diesen in Gemeineigentum zu überführen. Wir fordern deshalb die Staatsregierung auf, im Bundesrat eine entsprechende Gesetzesinitiative einzubringen. Über die Vergabe und Nutzung des Bodens sollen die Kommunalparlamente unter Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung, der vormaligen Nutzung und eines hohen Umweltschutzes entscheiden können.

und wieder volkseigene Betriebe

Zitat
Im Zuge der Industrialisierung hat ein Prozess begonnen, durch den immer weniger Menschen Besitz an Unternehmen haben. Gerade dadurch hat sich das große Gefälle an privatem Eigentum ergeben. Deshalb ist hier, wie im Antragsteil "Konkurrenz" genauer beschrieben wird, für uns der zentrale Ansatz, Unternehmen wieder zu demokratisieren und den Besitz denen zu geben, die darin arbeiten und die von der Produktionsweise des Unternehmens betroffen sind. Zur Umsetzung dieser Reform fordert die GRÜNE JUGEND Bayern eine neue genossenschaftliche Unternehmensform, in die die Unternehmensanteile im Erbfall überführt werden und in der die beschriebene gesamtgesellschaftliche Eigentümer*innenstruktur gewährleistet ist.

Also grünlackierter Kommunismus.

Brrrrrrr

http://www.gj-bayern.de/wp-content/uploads/2017/01/2016_10_München_Schere_schließen.pdf


Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 31. Januar 2017, 17:25:58
und wieder volkseigene Betriebe
[..]
Also grünlackierter Kommunismus.

Ansich ein Fall für den Verfassungsschutz, irgendwie  :-X
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 31. Januar 2017, 17:34:07
Also grünlackierter Kommunismus.
Wassermelonen, außen grün und innen rot.
Stammt nicht von mir.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 31. Januar 2017, 17:48:00
Ich finde die grenzenlose Naivität darin so putzig. Also gut, "vergesellschaften" wir allen Grund und Boden; aber was, wenn die neuen Genossen auf die ökologisch-soziale Wende pfeifen und stramm auf Profit wirtschaften? Ach ja, dann greift eben der Staat ein. Aber was, wenn der politische Wind sich dreht (soll ja vorkommen, wie man sagt) und die grünen Perspektiven außer Mode kommen? Was, wenn die grüne Bewegung bis dahin zerfallen ist?

Das ist eben das Dilemma an der Demokratie: man weiß nie so recht, was die Verantwortlichen in zehn, zwanzig Jahren für Prioritäten setzen. Und es ist eine kindische Illusion, Organisationsformen mit Inhalten zu identifizieren. Vergesellschaftete Bodenbewirtschaftung bedeutet nicht automatisch grüne Bodenbewirtschaftung. Erinnert sich noch jemand daran, was eine LPG war? Dieses Petitum ist so unsinnig wie die Forderung nach einem "demokratischen Sozialismus". Wenn in einer Demokratie der Demos keinen Bock auf Sozialismus mehr hat, dann ist entweder der Sozialismus oder die Demokratie perdü.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 31. Januar 2017, 18:16:37
Was hätten sie jetzt eigentlich gemacht, wenn sie sie Katrin nicht hätten?
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article161002767/Wie-die-Gruenen-die-Wahl-von-Goering-Eckardt-regeln.html)
Na ja, die Öko-SED hat ihr Verständnis zu Rechtsstaat, demokratischen Abläufen (Semi-Demokratie), Toleranz, Rücksicht und ähnlichem in den letzten 35 Jahren ausgiebig dokumentiert.
Sehr flexibel gehalten. Immer im Kontext der rein persönlichen und ideologischen Ziele und Bedürfnisse. 
Und wer das alles nicht versteht ist ein Armleuchter, aber sie sind bereit mit den Betreffenden zu reden und ihnen dies zu erklären: (O-Ton KGE)

Aber jetzt im Ernst, wer würde den KGE freiwillig wählen. Da ist ein wenig totalitärer Druck einfach opportun. Ist doch für das GUTE.
Intern funktioniert das, bei einer Bundestagswahl geht der Schuss nach hinten los.
Darauf einen Gurken-Tee.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 01. Februar 2017, 10:43:50
www.gj-bayern.de/wp-content/uploads/2017/01/2016_10_München_Schere_schließen.pdf (http://www.gj-bayern.de/wp-content/uploads/2017/01/2016_10_München_Schere_schließen.pdf)

Zu Grund und Boden: wahrscheinlich haben sie bemerkt, dass man nicht um jeden See komplett rumlaufen kann. Ich finde das auch nicht schön!

Da sind noch mehr Perlen drin, z. B. "100% Erbschaftssteuer ab 1 Million Euro.", "veralteten Verständnis von so genanntem „geistigem Eigentum“ "So sollen Werke nach dem Tod eines*r Urhebers*in gemeinfrei werden" usw.

Es ist ja so, dass heutzutage alle Wege zu Trump führen. Auch in diesem Fall ist es schwierig, diesen Weg zu verfehlen: es ist offenbar "erarbeitet" unter bewusstem Ausschluss von allen, die davon entfernt Ahnung haben könnten. Hauptsache Krawall.

Zitat
Beschlossen von der Mitgliederversammlung am 39. Landesjugendkongress am 29.10.2016.

Aber wirklich gelesen haben sie's scheinbar selber nicht. Jedenfalls haben sie auch dieses Gebilde so beschlossen (Satz würde ich nicht dazu sagen):
Zitat
Die Patentierung von Genen soll nicht mehr möglich sein, die Patentieren von Software soll stark eingeschränkt werden.von Genen, Medikamenten und Software nicht mehr möglich ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 01. Februar 2017, 14:23:56
Zu Grund und Boden: wahrscheinlich haben sie bemerkt, dass man nicht um jeden See komplett rumlaufen kann. Ich finde das auch nicht schön!

Nebenbei: In Italien gibt es ein Gesetz dazu:
http://www.fr-online.de/panorama/italien-teures-badevergnuegen,1472782,34553278.html (http://www.fr-online.de/panorama/italien-teures-badevergnuegen,1472782,34553278.html)

Ein 5m breiter Streifen muss für alle zugänglich sein. Wird natürlich heftig gestritten und von genereller Enteignung ist natürlich nicht die Rede.

Zitat
Da sind noch mehr Perlen drin, z. B. "100% Erbschaftssteuer ab 1 Million Euro.", "veralteten Verständnis von so genanntem „geistigem Eigentum“ "So sollen Werke nach dem Tod eines*r Urhebers*in gemeinfrei werden" usw.


Es ist ja so, dass heutzutage alle Wege zu Trump führen. Auch in diesem Fall ist es schwierig, diesen Weg zu verfehlen: es ist offenbar "erarbeitet" unter bewusstem Ausschluss von allen, die davon entfernt Ahnung haben könnten. Hauptsache Krawall.

Zitat
Beschlossen von der Mitgliederversammlung am 39. Landesjugendkongress am 29.10.2016.

Aber wirklich gelesen haben sie's scheinbar selber nicht. Jedenfalls haben sie auch dieses Gebilde so beschlossen (Satz würde ich nicht dazu sagen):
Zitat
Die Patentierung von Genen soll nicht mehr möglich sein, die Patentieren von Software soll stark eingeschränkt werden.von Genen, Medikamenten und Software nicht mehr möglich ist.

Einfach nur irre.  :crazy Und aus solchem "Sachverstand" rekrutiert sich der Nachwuchs der Partei.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 01. Februar 2017, 17:11:10
Künast gibt bekannt, für die Berliner Landesliste zur Bundestagswahl 2017 antreten zu wollen. Die Reaktion war offensichtlich unerwartet:

(http://fs5.directupload.net/images/170201/iu98b32g.jpg) (https://www.facebook.com/renate.kuenast/posts/10154526601034051?comment_id=10154530066404051&reply_comment_id=10154530914809051&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R9%22%7D)

 :facepalm
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 02. Februar 2017, 01:14:27
Apropos grüne Jugend: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.buendnis-will-konzert-verhindern-xavier-naidoo-raus-aus-rosenheim.a366921a-0cd2-4eb3-a33b-3e708efdac5a.html

Dafür fordern sie wahrscheinlich, den Ganser einzuladen. Der hat wenigstens Antiamerikanismus auf wissenschaftlicher Basis im Repertoire...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 02. Februar 2017, 01:23:33
Hab ich grad im Fratzenbuch gefunden und möchte es euch nicht vorenthalten. Sorry für die derbe Ausdrucksweise. Ich distanziere mich ausdrücklich vom Inhalt des Bildes. Ausdrücklich!

(https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/16298729_414548615551953_189237976941066319_n.jpg?oh=ca98940c130113961adefdf2d0b1e5a4&oe=590FECCF)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 02. Februar 2017, 01:26:32
Hab ich grad im Fratzenbuch gefunden und möchte es euch nicht vorenthalten. Sorry für die derbe Ausdrucksweise. Ich distanziere mich ausdrücklich vom Inhalt des Bildes. Ausdrücklich!

(https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/16298729_414548615551953_189237976941066319_n.jpg?oh=ca98940c130113961adefdf2d0b1e5a4&oe=590FECCF)

 :rofl
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 02. Februar 2017, 01:55:51
Hab ich grad im Fratzenbuch gefunden und möchte es euch nicht vorenthalten. Sorry für die derbe Ausdrucksweise. Ich distanziere mich ausdrücklich vom Inhalt des Bildes. Ausdrücklich!

(https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/16298729_414548615551953_189237976941066319_n.jpg?oh=ca98940c130113961adefdf2d0b1e5a4&oe=590FECCF)

 :rofl


Das ist ein bisschen wie mit den Ostfriesen-, Blondinen und Ossiwitzen, sie sind mehr oder weniger lustig welches Hohnobjekt man auch immer einsetzt.....
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 16. März 2017, 03:28:52
(https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/_processed_/csm_Adler_Frauentag_Gruppenbild_bb34b438d4.jpg)

Zitat
Brigitte Pothmer MdB, Britta Haßelmann MdB, Katrin Göring-Eckardt MdB, Ulle Schauws MdB und Claudia Roth MdB vor dem lila Bundestagsadler mit pinker Pussyhat.

https://www.gruene-bundestag.de/themen/frauen/fuer-eine-wirksame-frauen-und-gleichstellungspolitik-in-deutschland-08-03-2017.html (https://www.gruene-bundestag.de/themen/frauen/fuer-eine-wirksame-frauen-und-gleichstellungspolitik-in-deutschland-08-03-2017.html)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 22. März 2017, 00:59:06
https://www.facebook.com/anton.hofreiter/posts/1397864973610321
Zitat
Anton Hofreiter
vor 5 Std.


Jeder sollte wissen: Die industrielle Massentierhaltung bedeutet nicht nur systematische Tierqual, sie schadet auch uns Menschen über viele unterschiedliche Wege. Die deutsche Fleischproduktion hängt über die Fütterung am Tropf der Sojaimporte aus Südamerika. Dafür werden dort Regenwälder gerodet und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von ihrem Land vertrieben – manchmal sogar ermordet.

Hier in Deutschland herrschen teils miserable Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen. Unser Grundwasser wird durch die Güllefluten aus den Mega-Ställen zunehmend verschmutzt. Und resistente Killerkeime aus dem Stall stellen mittlerweile eine erstzunehmende Bedrohung für unsere Gesundheit dar.

Wir müssen die Landwirtschaftspolitik vom Kopf auf die Füße stellen. Wir müssen unsere Art vom Umgang mit Tieren und der Natur grundlegend überdenken. Angefangen mit höheren gesetzlichen Mindeststandards, zum Beispiel beim Umwelt- und Tierschutz. Bis hin zur Art und Weise, wie wir mit Ländern des globalen Südens umgehen. Da geht es um Handelsverträge und ungerechte Subventionspolitik.

Klar ist dabei für uns: Wir wollen unsere Bäuerinnen und Bauern mitnehmen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Deshalb halten wir Grüne einen Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung in den nächsten 20 Jahren für realistisch.

Wie ist wohl der Begriff "Ökofaschisten" entstanden? (Rhetorische Frage)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 22. März 2017, 03:43:37
Ich bin ja auch dafür, jeder Kuh mindestens eine Einzimmerwohnung kostenfrei zur Verfügung zu stellen, inc. persönlichem Masseur*Innen, Melker*Innen und Bio-Kuhfladen-Verkäufer*Innen..
Aber solange er selbst nicht mehr den Weg zum Friseur*Innen kennt, bin ich etwas skeptisch mit dem Toni Hofreiter*Innen. 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 22. März 2017, 09:40:20
Endlich: noch'n "Ausstieg". Es wurde auch langsam eintönig, so ganz ohne.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 30. März 2017, 13:16:57
https://www.gruene-fraktion-brandenburg.de/themen/natur-und-umweltschutz/spargelanbau-im-einklang-mit-natur-und-artenschutz/

Zitat
Diese Woche beginnt die Spargelsaison. Brandenburg ist beim Anbau des leckeren Edelgemüses mit 20.000 Tonnen im Ländervergleich mittlerweile auf Platz zwei. Doch über 90 Prozent des Spargels werden inzwischen unter Folie hochgezogen. Mit dieser Anbaumethode kann zwar die Ernte früher beginnen. Doch zugleich wird damit nicht nur das Landschaftsbild beeinträchtigt, es gehen auch massive negative Folgen für die Artenvielfalt einher - insbesondere von Vögeln. Unter der Folie gibt es neben Spargel kaum noch andere Pflanzen. Dadurch fehlen Insekten, die wiederum Nahrungsgrundlage für Vögel sind. Zudem gehen Brutflächen verloren. Die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert deshalb klare Regeln für einen Spargelanbau im Einklang mit den Natur- und Artenschutz.

In einem Antrag für die kommende Landtagssitzung im April soll die Landesregierung aufgefordert werden,

    über eine Anbauverordnung zu regeln, dass höchstens zehn Prozent einer Anbauregion unter Folien liegt.
    die unteren Naturschutzbehörden zu unterstützen, insbesondere in Europäischen Vogelschutzgebieten das Verbot der erheblichen Beeinträchtigung nach Bundesnaturschutzgesetz (§ 34 BnatSchG) durchzusetzen.
    die Mittel für freiwillige Kompensationsmaßnahmen der Landwirte wie das Anpflanzen von Hecken oder Blühstreifen deutlich aufzustocken.
    den Anbau unter beheizten Folien im Freiland nicht zuzulassen.
    mit gutem Beispiel voranzugehen und in öffentlichen Kantinen Spargel anzubieten, der nachweislich keine erhebliche Beeinträchtigung mit sich bringt. Dies schafft einen stabilen Absatzmarkt für diesen Anbau.


https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/03/PD17_074_412.html

Zitat
Regionale Schwerpunkte im Spargelanbau waren in Niedersachsen (5 930 Hektar), Brandenburg (4 410 Hektar), Nordrhein-Westfalen (4 310 Hektar) und Bayern (3 740 Hektar) zu finden.

4310ha=43,1km2=6,57kmx6,57km entspricht 0,15% der Fläche Brandenburgs (29.479 km²)

So rettet man die Welt.
In einer Kleingartenanlage bekommt man Ärger, wenn man es mit der Artenvielfalt auf den Beeten und der Wiese übertreibt. Aber Kleingärtner sind eh Spießer und nach der ökologischen Weltrevolution ein Auslaufmodell.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 30. März 2017, 14:48:33
Zitat
Unter der Folie gibt es neben Spargel kaum noch andere Pflanzen.

Die Pflanzenvielfalt im folienlosen Spargelanbau ist dagegen geradezu legendär:

(http://media.gettyimages.com/photos/spargelernte-bei-stendal-1998-spargelstechen-spargel-spargelfeld-picture-id545075715?s=612x612)


Zitat
    den Anbau unter beheizten Folien im Freiland nicht zuzulassen.

Beheizter Spargelanbau verwendet in der Regel Restwärme, die anderweitig kaum nutzbar wäre, z.B. aus Biogasanlagen. Damit ist ein früherer Start der heimischen Spargelsaison möglich. Besser ist es natürlich, mehr Spargel aus Peru zu importieren. Der ist ökologisch voll korrekt, regional und saisonal.^^

Zitat
in öffentlichen Kantinen Spargel anzubieten, der nachweislich keine erhebliche Beeinträchtigung mit sich bringt. Dies schafft einen stabilen Absatzmarkt für diesen Anbau.

Mich würde interessieren, wie ein solcher Anbau aussehen soll. Spargel bringt als Starkzehrer in Kombination mit der extremen Bodenbearbeitung IMMER erhebliche Beeinträchtigungen mit sich. Wenn man dann auch noch vergleicht, wie gering die Protein- bzw. Kalorienerträge pro Fläche sind, müsste man aus grüner Sicht den Spargelanbau - auch als Nischenprodukt - eigentlich komplett verbieten. Vor allem bei Bio!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 30. März 2017, 15:22:46
Erinner mich grad dunkel an die Apfelsinenkrise in der DDR, wenn ich recht erinnere, wurde ein Teil von Strauss´ Milliardenkredit für die Apfelsinenversorgung zu Weihnachten verbraten, da sonst Unruhe zu befürchten war (ham die Sachsen eigentlich auch welche bekommen? weiß ich gar nicht mehr...).

Die Grünen schaffens jedenfalls bis September noch unter die 5%, da sollte man noch ein wenig die Zähne zusammenbeißen, und ihnen keine Fakten in den Weg legen. ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 30. März 2017, 16:27:13
Erinner mich grad dunkel an die Apfelsinenkrise in der DDR, wenn ich recht erinnere, wurde ein Teil von Strauss´ Milliardenkredit für die Apfelsinenversorgung zu Weihnachten verbraten, da sonst Unruhe zu befürchten war (ham die Sachsen eigentlich auch welche bekommen? weiß ich gar nicht mehr...).

Die Grünen schaffens jedenfalls bis September noch unter die 5%, da sollte man noch ein wenig die Zähne zusammenbeißen, und ihnen keine Fakten in den Weg legen. ;D

Na ja, was das zu bedeuten hat und ob's von Nutzen ist, weiß man noch nicht. Kann sein, dass das Interesse an deren Themen nachlässt, kann aber auch sein, dass es von den anderen, größeren assimiliert worden ist und da jetzt die Programme beeinflusst. Henne zum Beispiel ist ja von Hause aus Sozialdemokratin... Womöglich schaden die Grünen den grünen Themen mehr, wenn sie die grünen Themen mehr oder weniger vereinnahmt halten, aber in einer parlamentarischen Randexistenz hängen bleiben. Den Machtinstinkt der alten FDP, die es in vergleichbarer Lage immer wieder geschafft hatte, auf einer Mehrheitsseite zu stehen,  wird man bei denen noch lange nicht finden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 30. März 2017, 16:38:44

Mich würde interessieren, wie ein solcher Anbau aussehen soll. Spargel bringt als Starkzehrer in Kombination mit der extremen Bodenbearbeitung IMMER erhebliche Beeinträchtigungen mit sich. Wenn man dann auch noch vergleicht, wie gering die Protein- bzw. Kalorienerträge pro Fläche sind, müsste man aus grüner Sicht den Spargelanbau - auch als Nischenprodukt - eigentlich komplett verbieten. Vor allem bei Bio!

"Spargel" ist so eine Jahreszeit wie Fassenacht, Advent, Starkbierzeit, oder Schlussverkauf. Alle drehen ein wenig hohl, und in paar Wochen ist es wieder gut. Ausgerechnet bei diesem Produkt ein Bio-Fass aufzumachen, das ist wie nachhaltig erzeugtes Konfetti werfen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: iru am 30. März 2017, 16:55:39
...nachhaltig erzeugtes Konfetti...
https://machdichbunt.de/bio-konfetti/ (https://machdichbunt.de/bio-konfetti/)

Zitat
Veganes Produkt
:stirn
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 30. März 2017, 17:08:46
Ein knapper Zehner.... das sollte es einem wert sein.  ;D

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. März 2017, 17:13:52
...nachhaltig erzeugtes Konfetti...
https://machdichbunt.de/bio-konfetti/ (https://machdichbunt.de/bio-konfetti/)

Zitat
Veganes Produkt
:stirn

Ich mache Konfetti immer mit dem Locher aus Recyclingpapier und male sie dann mit Biofarben an.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 30. März 2017, 17:20:12
Frag doch mal an, ob das "Fake-Blut" (https://machdichbunt.de/fake-blut-gel-10-ml-206?c=22) dort auch vegan ist:

https://machdichbunt.de/anfrage-formular?sInquiry=detail&sOrdernumber=FBG-1
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: iru am 30. März 2017, 17:29:05
Anfrage ist raus.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 30. März 2017, 18:18:33
Anfrage ist raus.

Ok. Als nächstes bitte fragen nach
-Glutenfreiheit
-Tarifvertrag und Gleichstellungsbeauftragte beim Hersteller
-keine Anzeigen auf Breitbart-News
-ISO 9001-Zertifizierung.

Aber bitte eins nach dem anderen.  :teufel
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 30. März 2017, 18:29:45
Aber bitte eins nach dem anderen.  :teufel

- Toxikologische Untersuchung auf Glyphosat, falls pflanzlich.
- Gab es Tierversuche?
- sind Konservierungsstoffe drin (Höchtwahrscheinlich)

 :teufel
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: iru am 30. März 2017, 18:37:43
Zitat
Hallo Herr iru,

das Fake Blut ist Vegan.

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: shop@machdichbunt.de [mailto:shop@machdichbunt.de]
Gesendet: Donnerstag, 30. März 2017 15:28
An: shop@machdichbunt.de
Betreff: Anfrage-Formular Shopware

Anfrage-Formular machdichbunt.de

Anrede: Herr
Vorname: iru
Nachname:
eMail:
Telefon:
Frage:
Ich habe folgende Fragen zum Artikel Fake Blut Gel (10 ml):

Ist das Fake Blut vegan?

Danke und Gruß

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 30. März 2017, 19:33:01
Zitat
das Fake Blut ist Vegan.

Dann frag noch mal ob es auch halal ist.

Oder fettarm.
Glutenfrei.
Low carb.
Laktosefrei.
Und kosher.


... ganz vergessen. Wie ist das mit dem Zucker? Böser Rübenzucker oder guter Rohrzucker? Und hoffentlich nur Meersalz. Aus dem Himalaya.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 30. März 2017, 19:48:14
saisonal und regional hergestellt?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 31. März 2017, 12:46:11
Ich sag's ja immer: Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen und schon lange von SOKO-Tierschutzens Affentheater genervt (https://antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=5&t=10668&start=50&hilit=Palmer), ist eigentlich gar kein Grüner:

https://www.facebook.com/ob.boris.palmer/posts/1461134963926031
Zitat
Boris Palmer hat 2 neue Fotos hinzugefügt.
vor 2 Std.


Grüner Spargel

Artenvielfalt und Klimaschutz sind wichtige Ziele. Aber als Sohn eines Spargelhändlers verstehe ich nicht, wie man mit diesen guten Gründen auf die Idee kommen kann, grosse Teile des Anbaus von Spargel zu verbieten. Das hat meine Partei in Brandenburg beantragt.

Die Saison für Spargel ist extrem kurz. Ohne Folien gerade mal sechs bis acht Wochen. Und in der Hauptsaison sind die Preise niedrig. Mit den Folien verbessern die Bauern ihre Wirtschaftlichkeit erheblich, weil Preise und Ernte besser sind. Ich bin gerade auf der Reichenau. Auch dort viele Folien und Gewächshäuser. Aber die Alternative ist: Importe aus südlichen Ländern. Das wäre für Artenschutz und Klimaschutz kein Fortschritt. Heimischen Spargel könnten sich dann nur noch wenige leisten. Wollen wir das?

Die Landwirte sind sowieso unter Druck. Es ist immer schwieriger, Saisonkräfte für die Ernte zu finden. Die Mindestlohngesetzgebung engt die Möglichkeiten ein. Im Elsass kann man sehen, was passiert, wenn sich durch Regulierung am Arbeitsmarkt und bei den Umweltnormen viele Kulturen nicht mehr lohnen: Monokultur und aussterben des regionalen Angebots. Das tötet dann nach und nach auch die Dorfgaststätten. Warum sollte man da essen, wenn es sowieso keine heimischen Produkte mehr gibt?

Solche Folgen sollte man bedenken. Ich finde es großartig, dass Berlin seinen Spargel aus der eigenen Region beziehen kann. Für den Artenschutz sollte es andere Möglichkeiten als ein Folienverbot geben. Und das Verbot von beheizten Kulturen stellt die Frage, ob dann alle Gewächshäuser verboten wollen sollen. Blumen heizen, Spargel aber nicht, das ist nicht logisch.

Und strategisch: Wer in einem ländlichen Raum gewählt werden will, sollte sich solche Vorschläge zweimal überlegen. Das zahlt wieder ein auf die Wahrnehmung der Grünen als Verbotspartei.

Grüner Spargel sollte auch in Zukunft keine politische Forderung sein, sondern eine Köstlichkeit.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 31. März 2017, 13:38:12
Ich sag's ja immer: Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen und schon lange von SOKO-Tierschutzens Affentheater genervt (https://antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=5&t=10668&start=50&hilit=Palmer), ist eigentlich gar kein Grüner:

Als Kommunalpolitiker und OB wird man halt gerne mal mit der Realität konfrontiert, da gilt nicht mehr die Welt zu retten (vom Restuniversum ganz zu schweigen), sondern die konkreten Probleme seiner Stadt zu lösen. Das nutzt den grünen Lack ab.  8)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 31. März 2017, 14:24:30
Als Kommunalpolitiker und OB wird man halt gerne mal mit der Realität konfrontiert, da gilt nicht mehr die Welt zu retten (vom Restuniversum ganz zu schweigen), sondern die konkreten Probleme seiner Stadt zu lösen. Das nutzt den grünen Lack ab.  8)

Eben. Als OB von Tübingen hat Palmer gerade ganz andere Probleme.

http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/preisabsprache-ausgeplaudert-jetzt-ermittelt-das-kartellamt--135040092.html
Zitat
In Tübingen haben Eisdielen-Betreiber gemeinschaftlich den Preis auf 1,50 Euro pro Kugel angehoben. Nun ermittelt die Kartellbehörde.
Zitat
Palmer hat die Diskussion um die angebliche Preisabsprache auf Facebook befeuert:
Zitat
Boris Palmer
25. März um 08:00


Eispreise
Vor einer Woche hatte ich zwei Schulklassen im Rathaus, die sich über den Eispreis in Tübingen beschwert haben. 1,50 Euro pro Kugel. Heute ist das der Aufmacher im Tagblatt. Dort steht, dass sich unsere Eisanbieter abgesprochen haben, gleichzeitig von 1,20 auf 1,50 Euro zu erhöhen. Das hat mich verblüfft. Der Vorteil unserer Eisdielen ist: Sie werden von Italienern betrieben. Die machen das beste Eis. Der Nachteil unserer Eisdielen ist: Sie werden von Italienern betrieben. Die kennen das deutsche Wettbewerbsrecht anscheinend nicht. Ein Eisanbieter sagt, es wäre "unfair" gewesen die Preise weniger zu erhöhen als die anderen.
Liebe Eisdielenbesitzer, es ist unfair, die Kunden zu schröpfen durch Preisabsprachen. Nein, es ist verboten. Ich würde euch raten, das nochmal zu überdenken und die Preise auf das Niveau zu senken, das mit gestiegenen Kosten objektive begründbar ist. Sonst macht es womöglich das Kartellamt und verhängt auch noch Strafen.

PS: Die Kommentare zeigen mir, das zwei Erklärungen nötig sind:

Erstens: Die verbotene Preisabsprache mit wörtlichen Zitaten heute im Tagblatt berichtet. Das können wegen der paywall viele nicht lesen. Darauf beziehe ich mich.
Zweitens: Die pointierte Formulierung über Italiener hat zwei Komponenten. Eine ist Erfahrung und Überzeugung. Die Italiener machen das beste Eis. Das ist kein Rassismus, sondern Empirie. Die andere ist eine zugegebene provokative These. Deshalb steht da "anscheinend" kennen Sie das Verbot von Preisabsprachen nicht. Mir ist es einfach ohne diese These nicht erklärlich, wie man öffentlich und mit Namen sagen kann, wir haben bewusst die Preise gemeinsam drastisch auf den gleichen Wert erhöht, weil es unfair gegenüber dem Kollegen gewesen wäre, weniger zu erhöhen als er. Natürlich gibt es bei uns Kartelle. Aber die Leute wissen, dass das verboten ist. Hier fehlt jedes Unrechtsbewusstsein. Ich vermute, dass das daher kommt, das solche Preisabsprachen vom italienischen Staat kaum wirksam sanktioniert werden und daher die Normakzeptanz nicht gegeben ist.
:Popcorn:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 31. März 2017, 15:34:41
http://www.salonkolumnisten.com/news/landwirtschaft-verbieten/ (http://www.salonkolumnisten.com/news/landwirtschaft-verbieten/)

Zitat
Letztlich ist Spargelanbau schlechthin schädlich, denn das Zeug hat kaum Kalorien, speichert dafür aber kostbares Wasser, das in Afrika dringend gebraucht wird. Ist also schlimmer als Viehzucht. Dem Vernehmen nach zieht Bundesumweltministerin Hendricks mit einem noch umfassenderen Plan nach: Da sich herausgestellt hat, dass nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Anwesenheit des Menschen schädlich für Artenvielfalt, Umwelt und Klima ist, soll die Bevölkerung der Bundesrepublik im Rahmen des neuen Klimaschutzplans bis 2040 auf Null reduziert werden.

 ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 31. März 2017, 16:03:49
http://www.salonkolumnisten.com/news/landwirtschaft-verbieten/ (http://www.salonkolumnisten.com/news/landwirtschaft-verbieten/)

Zitat
Letztlich ist Spargelanbau schlechthin schädlich, denn das Zeug hat kaum Kalorien, speichert dafür aber kostbares Wasser, das in Afrika dringend gebraucht wird. Ist also schlimmer als Viehzucht. Dem Vernehmen nach zieht Bundesumweltministerin Hendricks mit einem noch umfassenderen Plan nach: Da sich herausgestellt hat, dass nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Anwesenheit des Menschen schädlich für Artenvielfalt, Umwelt und Klima ist, soll die Bevölkerung der Bundesrepublik im Rahmen des neuen Klimaschutzplans bis 2040 auf Null reduziert werden.

 ;D

Das mit dem Wasser ist nicht zu Ende gedacht. Denn à la longue gleicht sich das mehr als aus:
Grüner Spargel unerreicht, vier gegessen, fünf geseicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 31. März 2017, 16:10:51
Das mit dem Wasser ist nicht zu Ende gedacht. Denn à la longue gleicht sich das mehr als aus:
Grüner Spargel unerreicht, vier gegessen, fünf geseicht.

Hm, Spargel essen, und dann als Wasserbotschafter schnell in Dürregebiete fliegen?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 31. März 2017, 16:15:03
Da geht noch mehr:

http://www.salonkolumnisten.com/verbote-gut/

Zitat
Weißt du aus was Kopfsalat besteht: aus Zellstoff und Wasser. Zellstoff ist das gleiche Material, aus dem auch Tempotaschentücher gemacht werden. Das Zeug füllt den Magen, hat jedoch keinerlei Nährwert. Tausende Quadratkilometer Land werden weltweit vergeudet, um Kopfsalat anzubauen. Auf diesen Flächen könne man wertvolle Lebensmittel anpflanzen, oder Naturschutzgebiete einrichten, wenn Kopfsalat endlich verboten würde. Aber das traut sich ja keiner, wie du zurecht kritisierst.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 01. April 2017, 10:36:06
Spargel und Kopfsalat aus ökologischen Gründen abschaffen, dat stört beseelte Klimaretter nicht, würden sie vermutlich gar nicht merken. Denen muß man an den eingeflogenen Yogi- Tee gehn (soundsoviel Anbaufläche, 0(null) Kalorien).
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 01. April 2017, 13:03:51
... Denen muß man an den eingeflogenen Yogi- Tee gehn (soundsoviel Anbaufläche, 0(null) Kalorien).
Zum Glück können sie das Himalayasalz aus Polen importieren
https://de.wikipedia.org/wiki/Himalayasalz (https://de.wikipedia.org/wiki/Himalayasalz)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 01. April 2017, 16:25:29
(https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/17553708_10210246334808743_7687515676012692317_n.jpg?oh=23365b812691f95cc10be1093144e948&oe=5992321B)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 01. April 2017, 18:42:55
Diese Liste könnte beliebig erweitert werden.

- Die Gletscher schmelzen nicht schnell genug.
- Die Wälder habe sich wieder erholt.  Es hat sich herausgestellt, dasa es nicht am sauren Regen lag. Die Grünen schauen immer so verspannt aus.
- Das Ozonloch ist wieder zu.
- Claudia Roth durfte wieder eine Rede halten, daraufhin unterzeichneten viele Frauen eine Petition und verzichteten auf ihr Wahlrecht. 
- Katrin Göring Eckardt gab mal wieder ein Interview.
- Die meisten TV-Zuschauer erleiden eine  akute Narkolepsie, wenn der Schriftzug DIE GRÜNEN erscheint.
- Der Rest wagt es eine eigene Meinung zu haben.
- Überhaupt, die Unwägbarkeiten und die Unvereinbarkeit der Realität mit Grünen stehen generell im Weg.

Ich schlage folgende Präambel im Grünen Grundsatzprogramm vor:
Wir haben keine Ahnung, aber zu allem eine Meinung.
Wir können es nie für uns behalten und haben immer Recht.


 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 01. April 2017, 19:07:01
Wenn wir schon dabei sind:

Zitat
Der springende Hirsch soll sein markantes Geweih verlieren. „Gerade auch Hirschkühe verdienen die Rücksicht der Autofahrenden“, sagt Hopf-Gantenbrink.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehrsschilder-rot-rot-gruen-moechte-auch-strassen-gendergerecht-gestalten/19600040.html

 ;)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 01. April 2017, 19:27:33
Mit den ernsten Themen der Grünen macht man keine Scherze!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 01. April 2017, 19:34:18
Wenn wir schon dabei sind:

Zitat
Der springende Hirsch soll sein markantes Geweih verlieren. „Gerade auch Hirschkühe verdienen die Rücksicht der Autofahrenden“, sagt Hopf-Gantenbrink.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehrsschilder-rot-rot-gruen-moechte-auch-strassen-gendergerecht-gestalten/19600040.html

 ;)
Was mich jetzt bewegt... 01.April or real.

Man kann es nie wissen, da die Öko-Freak-Partei für solche Gesetzesvorhaben durchaus zu haben ist, beängstigend.
In fast 40 Jahren Historie of Violence and Stupid waren die für alles mögliche gut. Je absurder und dümmer, umso mehr Grüne machen thematisch die Beine breit.
Mit solchen Geschichten bumsen die sich noch unter die 5% Hürde.

Wie hat es Frau KGE im Interview, in ihrem unverwechselbaren Stil einer entwicklungsretadierten Primanerin, so salopp formuliert: "Grüne Themen sind wohl gerade nicht die heiße Scheiße" (O-Ton)
Noch Fragen Hausser?
 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 01. April 2017, 21:43:04
Barbara Höhn und Bärbel Hendricks.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 02. April 2017, 17:15:29
Dabei geht es in Deutschland geradezu harmonisch zu. In Österreich dagegen:

Neulich dies:

Grüne verschwenden Steuer-Millionen für absurden Fernsehsender (http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Gruene-verschwenden-Steuer-Millionen-fuer-absurden-Fernsehsender/273682836) (19. März)
Zitat
Seit zehn Jahren erhält dort der unter Ausschluss der Öffentlichkeit sendende „Minderheiten-TV-Sender“ Okto-TV eine Subvention von derzeit 1,08 Millionen Euro jährlich. Okto-TV sendet im Wiener Kabel ein teils absurdes Programm über Lesben, Schwule, türkische Extremisten, serbisches Nachtleben etc.

Obwohl den Sender laut Online-Messung nur 450 Seher (!) pro Tag abrufen, wurde die Millionensubvention von den Grünen auch heuer wieder durchgeboxt.


Und nun haben die österreichischen Grünen auch noch ihre Jugendorganisation "Junge Grüne" rausgeschmissen:

Trennung ist fix: Grüne schmeißen die Parteijugend raus (http://www.heute.at/news/politik/Gruene-schmeissen-die-Parteijugend-raus;art23660,1414210) (30. März)

Schön zusammengefasst wurden die Hintergründe bei Wikipedia:

Zitat von: https://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Grüne_(Österreich)#Geschichte (https://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Gr%C3%BCne_(%C3%96sterreich)#Geschichte)
Im Oktober 2016 gründete sich in der Steiermark und in Oberösterreich, zusätzlich zu den Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS), die Studentenorganisation Grüne Studierende.[6] Einer der Sprecher der Grünen Studierenden, Johannes Steiner, äußerte sich zur GRAS, sie „halte am Konsensprinzip fest“, wodurch Funktionäre nicht geheim gewählt würden, und handle seiner Meinung nach „antidemokratisch“.[7] Die sich im linken Spektrum verortende Gruppe hielt der GRAS darüber hinaus Versagen und inhaltlichen Verfall vor.[8] Die GRAS hingegen wirft jenen Personen aus dem Umfeld der Jungen Grünen fehlenden Einblick in die Organisationsstruktur der GRAS, Hierarchiegläubigkeit und Anti-Feminismus vor. Im Übrigen handele es sich um ein Projekt narzisstisch veranlagter Einzelpersonen.[9]

Unterstützung bekamen die Grünen Studierenden von der Jugendorganisation, die GRAS hingegen von der Mutterpartei. Im Vorfeld der im Mai 2017 stattfindenden ÖH-Wahlen eskalierte der Streit, da im Raum stand, dass zumindest an den Universitäten in Linz und in Graz zwei konkurrierende grüne Listen antreten könnten. Schließlich trennten sich die österreichischen Grünen am 30. März 2017 von ihrer bisherigen Jugendorganisation.[10][11]

Volksfront von Judäa vs. Judäische Volksfront.  :Sandkasten:

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 02. April 2017, 23:13:32
Das haben die Piraten auch schon hinter sich....

https://de.wikipedia.org/wiki/Europe_beyond_division

....der Gedanke, Pubertät, als Gestaltungselement der Politik zu fördern führt zur Herrschaft der Hormonologie.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 03. April 2017, 10:18:00
Musste grad lachen, Toni glaubt das ja wirklich:

Zitat
Egal, was die Umfragen momentan ergeben: Die Grünen rocken die Politik, weil wir die eigentlichen Themen lösen: Klimakrise, Krise der EU, weltweite Fluchtbewegungen.

https://www.facebook.com/anton.hofreiter/posts/1411363012260517

:rock

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 06. April 2017, 11:14:45
Zitat
Die Grünen haben in den vergangenen Monaten in den Umfragen fast die Hälfte ihrer Wähler verloren.
(...)
Was vor kurzem noch gegenüber einer naiven Klientel rebellisch wirkte, erscheint nun überdeutlich als das, was es immer schon war: reaktionär.
(...)
Nach einer aktuellen Allensbach Umfrage sieht fast jeder Zweite die Partei als Volkserzieher, die auf jedes reale oder angebliche Problem nur eine Lösung kennen: Das Verbot.
(...)
Das alles wird natürlich nicht das Ende der Grünen bedeuten. Natürlich werden sie in den Bundestag einziehen. Sie stehen als Partei nicht vor dem Aus. Allerdings könnte die Zeit der grünen Hegemonie vorbei sein, die Partei wäre kein Role-Model mehr, sie würde nicht mehr bestimmen, was modern und fortschrittlich ist. Die Grünen wären ein politisches Angebot wie viele andere, das sich im Wettbewerb behaupten muss.

http://www.salonkolumnisten.com/gruene-kernschmelze/

N heilsamer Schock könnte ihnen guttun, vielleicht erfinden sie sich dann mal neu, ohne Volkserzieher- Marotte.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 06. April 2017, 17:20:26
In Österreich fängt das Zerfleddern der Grünen ja auch schon an.
Erst schmeißt die Zentrale die Jugend raus (weil es zwei verschiedene Grüne Listen bei den ÖH-Wahlen gibt und
die Jugend die falsche mag), daraufhin ereilt die Chefin ein allergischer Schock (ok, das ist ein post hoc ergo propter hoc ;-))
und jetzt soll sie weg (die Chefin), weil zu diktatorisch, zu wenig reaktionär, zu wenig CO2 eingespart, was weiß ich...

Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich diesen Haufen tatsächlich einmal gewählt habe...  ::)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 06. April 2017, 18:30:47
Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich diesen Haufen tatsächlich einmal gewählt habe...  ::)

Ach, das haben glaub' einige hier. ich auch. Ist aber schon etwas länger her :)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 06. April 2017, 19:29:15
Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich diesen Haufen tatsächlich einmal gewählt habe...  ::)
Die Versuchung, sich per Elektion zum besseren Menschen zu machen ist für viele halt groß.  ;D  Selbst erteilte Absolution
Ich hatte Glück. Ich hatte schon in den 80'ern das Vergnügen und durfte einige grüne Aktivisten kennenlernen und in Aktion erleben.
Das hat jede aufkommende Sympathie und eine zugewandte gedankliche Beschäftigung auf Jahrzehnte nachhaltig begraben.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 11. April 2017, 13:12:39
https://www.derwesten.de/politik/doppelmoral-heftige-auto-debatte-um-gruene-nrw-ministerin-id210226807.htm
Das Blabla zur Begründung ist auch recht nett.
Wobei man sagen muss, das Politiker aller Parteien entsprechende Fahrzeuge bevorzugen, da ist es mit CO2-Werten nicht ganz so wichtig.

Kann mich noch gut an eine Diskussion vor vielen Jahen erinnern, als der damalige Minister Trittin, seinen Dienstwagen des öfteren in der zweiten Reihe mit laufendem Motor parken lies, damit der Chauffeur Brötchen holen konnte. Die gleichen Grünen, die dich sofort an die Laterne knüpfen wollen, wenn Du an am Bahnübergang nicht sofort den Motor ausschaltest. 
Die arroganten Kommentare des guten Herrenmenschen klingeln mir noch in den Ohren.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 11. April 2017, 13:44:56
https://www.derwesten.de/politik/doppelmoral-heftige-auto-debatte-um-gruene-nrw-ministerin-id210226807.htm
Das Blabla zur Begründung ist auch recht nett.
Wobei man sagen muss, das Politiker aller Parteien entsprechende Fahrzeuge bevorzugen, da ist es mit CO2-Werten nicht ganz so wichtig.

Zitat
Es ist bei weitem nicht die erste Diskussion um Dienstwagen von Spitzenpolitikern. In ihrem jährlichen Bericht zum Ausstoß von Kohlendioxid untersucht die Deutsche Umwelthilfe (DUH), wie umweltschädlich die Dienstwagen von Spitzenpolitikern sind.

Wurde eigentlich schon mal untersucht, wieviel CO2 die DHU durch diesen jährlichen Bericht erzeugt?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 11. April 2017, 14:26:38
https://www.derwesten.de/politik/doppelmoral-heftige-auto-debatte-um-gruene-nrw-ministerin-id210226807.htm
Das Blabla zur Begründung ist auch recht nett.
Wobei man sagen muss, das Politiker aller Parteien entsprechende Fahrzeuge bevorzugen, da ist es mit CO2-Werten nicht ganz so wichtig.

Zitat
Es ist bei weitem nicht die erste Diskussion um Dienstwagen von Spitzenpolitikern. In ihrem jährlichen Bericht zum Ausstoß von Kohlendioxid untersucht die Deutsche Umwelthilfe (DUH), wie umweltschädlich die Dienstwagen von Spitzenpolitikern sind.

Wurde eigentlich schon mal untersucht, wieviel CO2 die DHU durch diesen jährlichen Bericht erzeugt?

DUH.  Die Homöopathen sind schießlich nicht an allem schuld.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 11. April 2017, 14:35:20
DUH.  Die Homöopathen sind schießlich nicht an allem schuld.

Oh. Da schrieb Freud mit. Aber wenn schon: Man könnte eine Studie machen, ob Homöopathika mit weniger Schüttelschlägen nicht genauso unwirksam sind. Und die DUH verleiht dann ein Siegel für CO2 reduzierte Homöopathika.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 11. April 2017, 14:45:59
Neues zum Thema Doppelmoral und Wählerverdummung:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article163609942/Gruene-wechselt-vor-Wahlkampftermin-vom-A8-zum-Hybridauto.html

Zitat
„Sich im dicken Audi A8 nach Düsseldorf fahren lassen und dann schnell – in der Hoffnung, dass es keiner merkt – ins umweltfreundliche Hybridauto umsteigen. Hoch lebe die grüne Doppelmoral!“, schrieb CDU-Politiker Thomas Eusterfeldhaus am Montag auf Facebook.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 11. April 2017, 14:58:38
Immerhin haben sie wenigstens ein schlechtes Gewissen:

http://www.rp-online.de/politik/gruenen-waehler-fliegen-gern-aber-mit-schlechtem-gewissen-aid-1.6533841
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 11. April 2017, 15:22:45
Immerhin haben sie wenigstens ein schlechtes Gewissen:

http://www.rp-online.de/politik/gruenen-waehler-fliegen-gern-aber-mit-schlechtem-gewissen-aid-1.6533841
Das Gewissen kann man dann mit dem Kreuz an der richtigen Stelle befriedigen. Noch ein wenig empören über imaginäres Fehlverhalten anderer und schon ist die grüne Welt wieder in Ordnung.
In NRW sind bald Landtagswahlen, die Chance für die Wähler z.B die Schamanen- und Einhornministerin loszuwerden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 11. April 2017, 15:50:49
Die Welt gerät aus den Fugen. Jetzt seilen sich schon Aktivisten an der Fassade der grünen Parteizentrale in Hamburg ab.

Blöd, wenn man in der Landesregierung die Behörde für Umwelt und Energie führt.

http://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article210228249/Umweltaktivisten-seilen-sich-von-Gruenen-Zentrale-ab.html

Zitat
Den Ort für ihre Protestaktion haben sich die Aktivisten der Umweltorganisation "Robin Wood" sicher mit Bedacht ausgesucht: Am Dienstagvormittag seilten sich zwei Umweltaktivisten von der Grünen-Zentrale an der Burchardstraße ab, und brachten in dort in etwa zehn Meter Höhe Transparente mit einem Totenkopf und der Aufschrift "Urantransporte stoppen! Sofort!" an.
:laugh:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 11. April 2017, 16:00:49
Zitat
Den Ort für ihre Protestaktion haben sich die Aktivisten der Umweltorganisation "Robin Wood" sicher mit Bedacht ausgesucht: Am Dienstagvormittag seilten sich zwei Umweltaktivisten von der Grünen-Zentrale an der Burchardstraße ab, und brachten in dort in etwa zehn Meter Höhe Transparente mit einem Totenkopf und der Aufschrift "Urantransporte stoppen! Sofort!" an.
:laugh:

In den Ozeanen schwirren ca. 4,5 Mia Tonnen Uran rum. Wie stoppen wir jetzt die Meeresströmungen?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 11. April 2017, 16:24:12
Zitat
Den Ort für ihre Protestaktion haben sich die Aktivisten der Umweltorganisation "Robin Wood" sicher mit Bedacht ausgesucht: Am Dienstagvormittag seilten sich zwei Umweltaktivisten von der Grünen-Zentrale an der Burchardstraße ab, und brachten in dort in etwa zehn Meter Höhe Transparente mit einem Totenkopf und der Aufschrift "Urantransporte stoppen! Sofort!" an.
:laugh:

In den Ozeanen schwirren ca. 4,5 Mia Tonnen Uran rum. Wie stoppen wir jetzt die Meeresströmungen?

War Uran im Trinkwasser nicht einmal der Schadstoff des Monats?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 11. April 2017, 16:43:18
War Uran im Trinkwasser nicht einmal der Schadstoff des Monats?

Kann sein. Die Verbraucherzentrale Bayern schreibt:

Zitat
Uran ist ein schwach radioaktives Schwermetall, das in Spuren in Lebensmitteln und Trink- bzw. Mineralwasser vorkommen kann.
Die gesundheitliche Belastung durch Uran beruht hauptsächlich auf seiner chemischen Giftigkeit vor allem für die Nieren. Die gesundheitlichen Risiken durch die Radioaktivität werden dagegen als eher gering eingestuft.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Wert von
30 Mikrogramm pro Liter (µg/l) Trinkwasser.

In Deutschland gilt seit 2011 für Trinkwasser ein Grenzwert von
10 µg/l.
Dieser Wert ist weltweit einmalig niedrig, basiert auf neuesten Erkenntnissen zur Nierentoxizität und bietet allen Bevölkerungs-und Altersgruppen inkl. Säuglingen Sicherheit.
Überschreitungen dieses Wertes kommen in Deutschland maximal in 0,6 % der Haushalte vor, meist in solchen, die Wasser aus einem eigenen Brunnen beziehen.

Für natürliches Mineralwasser und Tafelwasser ist der Grenzwert jedoch nicht höher, wie Sie schreiben, sondern ein Grenzwert existiert bisher nicht.
Um jedoch auch vereinzelte hohe Gehalte zu regulieren, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mittlerweile veranlasst, dass in der EU über die Festlegung eines Grenzwerts für Mineralwasser beraten wird.

Bislang gibt es ausschließlich für Mineralwasser, das speziell für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, einen Grenzwert für Uran, der maximal 2 µg/l betragen darf.

Prinzipiell kann Säuglingsnahrung laut Umweltbundesamt aber auch unbedenklich mit Trinkwasser aus der Leitung hergestellt werden.

Wir empfehlen Ihnen, genauere Informationen über die Trinkwasserbelastung in Ihrer Region bei Ihrem lokalen Trinkwasserversorger oder in Ihrer Stadt/Kommune einzuholen.
Sollte Ihnen der Grenzwert von 10 µg Uran/l Trinkwasser als zu hoch erscheinen oder wenn Sie Mineralwasser bevorzugen, so haben Sie die Möglichkeit auf Mineralwasser umzusteigen, welches für die Säuglingsernährung geeignet ist.


Gibt also einen (sehr niedrigen) Grenzwert für Trinkwasser (Leitungswasser), aber anscheinend keinen für Tafel-/Mineralwasser. Damit kann man natürlich locker einen "Skandal" basteln, wenn da mal eines drüber liegt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 11. April 2017, 17:15:13
2008/2009 war Uran im Wasser DAS Thema. Irgendwo hatte ich das noch abgespeichert.

http://www.t-online.de/leben/id_14314390/verbraucher-schutz-wo-das-wasser-am-meisten-uran-enthaelt.html




Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 11. April 2017, 20:15:10
Sie könnten natürlich auch
  :protest: "Atomtransporte stoppen! Sofort!"  :protest:

fordern. Dagegen ist der Stop von Urantransporten ein vergleichsweise einfaches Unterfangen.

Edit:
Das war voreilig.  :-X

https://www.robinwood.de/kampagnen/atomtransporte-stoppen
Zitat
Forderungen

    1 Alle Atomanlagen stilllegen – weltweit und sofort!

    2 Stopp der Atomtransporte!

    3 Sperrung der Häfen für Atomfrachter!

    4 Sofortige Stilllegung der Atomfabriken in Gronau und Lingen!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 11. April 2017, 20:29:27
Sie könnten natürlich auch
  :protest: "Atomtransporte stoppen! Sofort!"  :protest:

fordern. Dagegen ist der Stop von Urantransporten ein vergleichsweise einfaches Unterfangen.

Edit:
Das war voreilig.  :-X

https://www.robinwood.de/kampagnen/atomtransporte-stoppen
Zitat
Forderungen

    1 Alle Atomanlagen stilllegen – weltweit und sofort!

    2 Stopp der Atomtransporte!

    3 Sperrung der Häfen für Atomfrachter!

    4 Sofortige Stilllegung der Atomfabriken in Gronau und Lingen!

Die sollten sich lieber ein Endlager für geistigen Sondermüll überlegen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 11. April 2017, 21:31:34
Zitat
schwachradioaktive Abfälle ... Dagegen stellen wir uns quer.
Weg mit Radiojodtherapie, nieder mit PET usw., mehr Schwachsinn ist kaum vorstellbar, ich wünsche denen eigentlich keine bösen Krankheiten...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 11. April 2017, 22:48:18
...
Zitat
Forderungen ...
Diese Flachpfeifen bekommt man aber recht schnell still: Einfach eine Frage stellen: "Warum?"
Dann kann man live beobachten, dass Schnappatmung durchaus tödlich enden kann und man
hat wieder etwas für die Verbesserung der CO2-Bilanz getan.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nicht_Peter am 12. April 2017, 00:01:47
Die "herrschenden Verhältnisse" nicht vergessen. Was damit genau gemeint ist, erschließt sich mir auch nach längerem Nachdenken immer noch nicht. Die herrschende Klasse (Bourgeoisie)? Alles, was sich genauso schlimm wie "Atom" anhört?  Die ganze restliche Industrie? Alles zusammen?
Zitat
Wir fordern die sofortige, weltweite Stilllegung aller Atomanlagen und der herrschenden Verhältnisse.
http://urantransport.de/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 12. April 2017, 00:35:31
http://urantransport.de/

Oh, von und mit Hanna Poddig (lt. Impressum)! Von ihr habe ich schon lange nichts mehr gehört.

https://www.antiveganforum.com/forum/search.php?keywords=poddig
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 12. April 2017, 10:21:00
Hanna Poddig

Da muß man sich ja das Beste selbst raussuchen.:P
(aber gut, daß ich den Artikel nochmal gefunden hab ;D)

Zitat
Poddig, nach eigener Auskunft "Vollzeitaktivistin" im Kampf für eine bessere Welt, ist die erste Adresse für schlechtes Gewissen in Deutschland.
(...)
ein Buch mit dem Titel "Radikal mutig: Meine Anleitung zum Anderssein"
(...)
demonstriert Hanna Poddig zeitlose Engstirnigkeit. Da sie keinen Bock hat, die Welt zu nehmen, wie sie ist, wird diese Welt sich ändern müssen, soll sie Gnade finden vor den Augen der Medienarbeiterin, die in einer "12er-Veganer-WG" (taz) lebt und "viele Bedürfnisse einfach nicht hat", die andere meinen haben zu müssen.

Da müssen die sich eben mal ändern, sagt Hanna Poddig, der die Grundrechte anderer sowenig bedeuten wie Grundgesetz und Meinungsfreiheit. Umerziehung ist ihre Aufgabe, die Drohung mit der Klimapeitsche ihre Methode.
(...)
"Ich bin kein Fan von Demokratie", gesteht die künftige Königin von Deutschland, "weil ich das Prinzip Herrschaft ablehne".

http://www.politplatschquatsch.com/2010/07/wichtigtuerin-aus-weltfremdenhausen.html?showComment=1279983781348
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 12. April 2017, 11:08:09
Die "herrschenden Verhältnisse" nicht vergessen. Was damit genau gemeint ist, erschließt sich mir auch nach längerem Nachdenken immer noch nicht. Die herrschende Klasse (Bourgeoisie)?

Die können sie nicht meinen, das wären sie ja selbst.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: iru am 12. April 2017, 11:35:29
Alles, was sich genauso schlimm wie "Atom" anhört?
Nukular - das Wort heißt nukular! (https://www.youtube.com/watch?v=US-QRwmgwlk)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nicht_Peter am 12. April 2017, 15:02:31
Hehe, die werte Dame habe ich bis jetzt noch gar nicht gekannt (was freilich grundsätzlich alles andere als schlecht ist, wenn ich auch eine gewisse Erheiterung durch ihre Pamphlete nicht absprechen kann), aber jetzt weiß ich wenigstens, was mit "herrschenden Verhältnissen" gemeint ist.
Zitat
TR: Was sollte sich ändern?
Hanna Poddig: Alles! Also, im Ernst: Ich glaube, dass wir es mit einer ganzen Menge miteinander verwobener Probleme zu tun haben: Herrschaft, Eigentum, Regierungen, Kontrolle, Grenzen, Konkurrenz, Repräsentation, Anführer_innen. All das sind verinnerlichte und über lange, lange Zeit immer wieder reproduzierte und dadurch festgeschriebene Dinge, die auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt gehören.

TR: Wie ist konkreter Widerstand möglich?
Hanna Poddig: Ich glaube, dass es zur Überwindung der herrschenden Zustände sowohl entschlossenen und kompromisslosen Widerstand auf der Straße braucht, wir aber nicht den Fehler machen sollten, die Mechanismen und Probleme in unserem eigenen Verhalten wegzudefinieren oder zu verharmlosen. Auch wir tragen diesen ganzen Mist in uns und können zumindest versuchen, ihn uns bewusst zu machen und anderes Verhalten auszuprobieren.
Das zu begreifen sollte uns aber keinesfalls dazu bringen, uns „erstmal“ nur noch mit uns selbst zu beschäftigen, denn damit würden wir den Kampf an den Atomanlagen, Regierungssitzen, Gentechnikfeldern und am Arbeitsplatz auf den St.-Nimmerleinstag verschieben.
Wie der Widerstand dann konkret aussieht muss im Einzelfall entschieden und jeweils der Situation angepasst werden, da gibt es in meinen Augen kein Patentrezept. Ich glaube aber, dass Unberechenbarkeit und eine Mischung verschiedenster Taktiken von Betriebsbesetzungen über Tortenwürfe, von Demos über gefälschte Flugblätter, von fundierten Recherchen bis hin zu militanten Aktionen hilfreich sind, um erfolgreich zu kämpfen.

https://experimentselbstversorgung.net/alles-muss-sich-aendern/ (da gibt es noch viel mehr Schwachsinn)
 :shisha: :shisha: :shisha:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 12. April 2017, 19:03:38
Wenn sie sich jetzt noch Lenin reinzieht (z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Staat_und_Revolution (https://de.wikipedia.org/wiki/Staat_und_Revolution) ) könnte ein neuer Generalissimus heranwachsen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 12. April 2017, 19:21:34
Eins frage ich mich, wenn alle wie die Hannas und Öfföffs leben, wer geht dann noch arbeiten und stellt die Waren her, kauft und nutzt sie, die irgendwass im Müll landen? 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 14. April 2017, 17:47:21
Aktuelle Pressemeldung der niederösterreichischen Grünen:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170414_OTS0016/gruene-schlagen-alarm-oevp-noe-erlaubt-pflanzengift-mocap15-und-opfert-biene-dem-erdaepfel

Zitat
In Österreich ist die Zulassung vom Pestizid „MOCAP15“ (Ethoprophos), das gegen den Befall von Drahtwürmen bei Erdäpfeln eingesetzt wird, eigentlich untersagt.
Eigentlich.
Kartoffelbauern klagen nun über Ernteeinbußen, sodass Niederösterreich nach Oberösterreich) von der EU-Notverordnung* Gebrauch macht und heuer den Einsatz des Pestizids „MOCAP15“ gegen den Drahtwurm erlaubt.
MOCAP15 ermöglicht gleichzeitig die vom Handel und Fastfoodketten gewünschten „schöneren“ und länger haltbaren Erdäpfeln.

Die ,schöneren‘ Erdäpfeln haben aber einen Nachteil: MOCAP15 ist wie Glyphosat und die Neonicotinoide ein gefährliches Pflanzengift, das Mensch und Tier – vor allem der Biene – extrem schadet. Die Imkerverbände sind zu Recht aufgebracht“, so Helga Krismer, Klubobfrau und Landessprecherin der Grünen Niederösterreich.

Die nicht ganz so schönen drahtwurmbefallenen Kartoffeln sehen übrigens so aus:
(https://cdn.lv-hessen.de/www.lw-heute.de/tmp/31842_full.jpg)

Und mal abgesehen davon, dass Ethoprophos entgegen Frau Krismers Aussage genauso wenig ein "Pflanzengift" ist wie die Neonics:
Bienen befliegen Kartoffelfelder in der Regel gar nicht, da an Kartoffelblüten nichts zu holen ist. Paradoxerwesie geschieht dies nur dann, wenn zu wenig Insektizide (=>Blattläuse=>Honigtau (https://www.topagrar.com/archiv/Die-Bienen-schonen-und-den-Laeusen-schaden-156192.html?action=download)) oder Herbizide (=>blühende Unkräuter) eingesetzt werden.
Problematisch ist das Mittel vielmehr für verschiedene Vogelarten (http://onlinelibrary.wiley.com/store/10.2903/j.efsa.2013.3089/asset/efs23089.pdf?v=1&t=j1ht5lgd&s=095c016c9be36ab2e07cf179988c660cecd923f0), die das Granulat fressen könnten, falls es nicht ordnungsgemäß in den Boden eingearbeitet wird. Das wäre ein passenderer Aufhänger für Frau Krismers Kritik, wird aber von ihr freilich nicht erwähnt. Bienen sind eben derzeit trendiger als Vögel.^^

Und weiter aus einem Artikel bei heute.at:

http://www.heute.at/oesterreich/niederoesterreich/story/Gift-fuer-Kartoffel-erlaubt--Gruene-sehen-Skandal-53144791
Zitat
Für Helga Krismer ist das ein Skandal: "Da hat wieder mal Walt Disney mit Mickey Mouse was beschlossen."

Ferdinand Lembacher, Pflanzenbaudirektor der Landwirtschaftskammer Niederösterreich verteidigt die Maßnahme: "30.000 Tonnen Erdäpfel werden jährlich befallen. Das ist ein Riesenschaden für unsere Bauern und auch für die verarbeitenden Wirtschaftsbetriebe. Daher ist es einfach notwendig."

Genehmigt wurde "MOCAP15" laut Landwirtschaftskammer vom Bund nach Rücksprache mit NÖ. Lembacher betont: "Die Anwendung ist an strenge Auflagen geknüpft. Auch die Bundeshauptstadt, in der Grün mitregiert, hat zugestimmt."
Auch in OÖ ist "MOCAP" per Notverordnung erlaubt.

Rumpelstilzchen wettert über Mickey Mouse. So sieht verantwortungsvolle Politik aus.  ::)


Noch ein wenig Hintergrundinfo:
Derartige Notfallzulassungen gibt es mittlerweile auch in Deutschland, seit die Zulassung der Neonics zur Beizung von Pflanzkartoffeln weggefallen ist (Psiram berichtete (https://blog.psiram.com/2013/05/bienensterben-neonicotinoide-und-die-fakten/)  :grins2: ). Nicht schön, aber derzeit unumgänglich, wenn man nicht einen wesentlichen Teil der Ernte wegwerfen will, so wie es im Ökolandbau praktiziert wird.
Außerdem ist der Drahtwurm vor allem ein Problem in den gesellschaftlich gewollten vielfältigen Fruchtfolgen. Schon alleine deswegen fände ich es unfair, die betroffenen Bauern hier alleine im Regen stehen zu lassen. Der Biobauer kann die Verluste in der Regel durch den höheren Preis für die marktfähige Ware wettmachen. Der konventionelle Bauer nicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 14. April 2017, 17:57:12
Nachtrag:
Die Grünen NÖ haben dankenswerterweise den Artikel von HEUTE verlinkt. Mit passendem Bild der Protagonistin:

https://noe.gruene.at/themen/gesundheit/biene-wird-dem-erdaepfel-geopfert
(https://noe.gruene.at/gfx?j=d3a1d4df6f4be76f6d640756b0815e72)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 14. April 2017, 20:30:07
Die Dame sieht irgendwie infantil aus.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 14. April 2017, 21:42:56
(https://media05.myheimat.de/2011/01/22/1442592_preview.jpg?1295713524)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 15. April 2017, 19:09:31
Die Dame sieht irgendwie infantil aus.

Die machen das alle so - guck dir mal die mit den rosa Eselsmützen an:

https://www.gruene-bundestag.de/themen/frauen/fuer-eine-wirksame-frauen-und-gleichstellungspolitik-in-deutschland-08-03-2017.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 15. April 2017, 19:44:23
Die Dame sieht irgendwie infantil aus.

Die machen das alle so - guck dir mal die mit den rosa Eselsmützen an:

https://www.gruene-bundestag.de/themen/frauen/fuer-eine-wirksame-frauen-und-gleichstellungspolitik-in-deutschland-08-03-2017.html

Als wenn für die was auf dem Spiel stände. Wenn ich Grüner wäre, dann wäre mir diese übergeschnappte Trittbrettfahrerei peinlich.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 20. April 2017, 19:40:38
Endlich! Ackerflächen zu Blümchenwiesen! Nie wieder Glühfosaht!

(http://abload.de/img/blumtu74.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 20. April 2017, 19:44:38
Blümchenwiese? Das ist eine Tulpenpl(ant)age. Nix Artenvielfalt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 20. April 2017, 20:35:18
Wieso Bienen? Das ist doch ein Herbizid und kein Insektizid.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 20. April 2017, 20:41:01
Wieso Bienen? Das ist doch ein Herbizid und kein Insektizid.
Egal, Hauptsache eine Meldung. Merkt doch eh keiner. Bei den Grünen auch nicht...so what.
Die Grünen suchen dringenst nach Themen und Aufmerksamkeit, die Werte rauschen in den Keller.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 20. April 2017, 20:52:22
Außerdem sind die Knospen geschlossen. Wie soll da eine Biene rankommen? #allesdicht

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 20. April 2017, 21:20:10
Wieso Bienen? Das ist doch ein Herbizid und kein Insektizid.

Dass das Bienensterben ausschließlich auf Glyphosat zurückzuführen ist weiß doch wirklich JEDER™
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 20. April 2017, 22:06:06
Wieso Bienen? Das ist doch ein Herbizid und kein Insektizid.

Dass das Bienensterben ausschließlich auf Glyphosat zurückzuführen ist weiß doch wirklich JEDER™

Außerdem würde sofortiger Weltfrieden einkehren, Löwe - Lamm und so, wenn das endlich verboten würde. Aber das wissen DIE zu verhindern.

Wie immer: dä Joodn!!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 21. April 2017, 01:39:44
Endlich! Ackerflächen zu Blümchenwiesen! Nie wieder Glühfosaht!

(http://abload.de/img/blumtu74.jpg)

Tulpen.  :facepalm

z.B. http://www.imkerei-zocher.de/bienenweide/
Zitat
Stiefmütterchen und Primeln werden besonders gern in Städten großflächig angepflanzt oder finden ihren Weg in Blumenkästen. Diese Blumen tragen lediglich zur Verschönerung bei, aber Bienen werden sich darauf kaum verirren, da der Trachtwert nahe Null liegt. Gleiches gilt für Tulpen und Narzissen. Zwar bieten sie geringfügig Pollen und Nektar an, jedoch blühen zu dieser Zeit bereits Salweide und Silberweide oder mancherorts auch erste Obstbäume, welche den höchsten Wert für Bienen darstellen. Damit werden Tulpen und Narzissen unattraktiv und fast nicht besucht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 26. April 2017, 11:41:11
Glyphosat, nächste Runde, alte Leier:

http://www.martin-haeusling.eu/presse-medien/pressemitteilungen/1636-zulassung-von-glyphosat-droht-voraussichtliche-kommissionsentscheidung-ein-schlag-ins-gesicht-der-europaeischen-buerger.html

Zitat
Die Absicht der EU-Kommission, den Wirkstoff Glyphosat weitere 15 Jahre ohne Auflagen zuzulassen, findet Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament und Mitglied im Umweltausschuss skandalös:

„Die EU-Kommission beabsichtigt offenbar ohne weitere Abklärung Glyphosat für weitere 15 Jahre zuzulassen, und zwar ohne besondere Auflagen. Eine solche Entscheidung würde in keiner Weise mit dem europäischen Vorsorgeprinzip in Einklang stehen. Wissenschaftliche Institutionen sind sich immer noch nicht einig, ob Glyphosat krebserregend sein könnte. In den USA läuft ein Gerichtsverfahren, in dem Monsanto direkte Einflussnahme auf externe Studien und die wissenschaftlichen Entscheidungsprozesse der Zulassungsbehörde vorgeworfen wird. Solange es Hinweise gibt, dass Studien, die auch der Europäischen Lebensmittelagentur (EFSA) und der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) zur Überprüfung vorlagen, einseitig oder sogar komplett im Sinne der Hersteller manipuliert sind, sollten auch diese beiden Agenturen ihre Ergebnisse vorläufig in Frage stellen. Alles andere wäre unwissenschaftlich.

Ganz unabhängig davon geht es aber auch um eine politische Entscheidung:
Weder hat sich eine Mehrheit der Mitgliedstaaten für eine Wiederzulassung gefunden, noch entspricht das dem Wunsch europäischer Konsumenten. Mehr als 40 europäische Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheits-Organisationen haben sich in einer Europäischen Bürgerinitiative für den Stopp der Zulassung ausgesprochen. Knapp 700000 Bürger haben schon unterschrieben. Viele europäische Gemeinden haben Glyphosat auf ihren Flächen verboten, immer mehr Gartencenter nehmen es aus dem Programm. Und auch das Europäische Parlament hat bei seiner knappen Zustimmung für höchstens 7 Jahre für strenge Auflagen plädiert.
Der Einsatz von Totalherbiziden wie Glyphosat trägt erheblich zum Rückgang der Biodiversität bei. Der Mythos, dass das Totalherbizid dem Boden- oder Klimaschutz zu Gute käme, ist hinlänglich widerlegt. Es schädigt Regenwürmer im Boden, die jahrelang postulierte vermehrte CO2-Speicherung im Boden gibt es trotz Pflugverzicht nicht (dafür aber mehr Unkraut) und Erosions- und Hochwasserschutz bekommt man anders besser hin. Das zeigen Biobauern täglich. Die Zeit der Totalherbizide ist endgültig vorbei. Solch eine Entscheidung der Kommission wäre nicht nur gesundheitlich fahrlässig, sie würde auch eine rückwärtsgewandte und uninnovative Sicht auf die Landwirtschaft der Zukunft zementieren. Eben ganz „good old fashioned“ -  wie Kommissar Hogan selber schon gesagt hat.“

Hmmm, ist es nicht vielmehr der Anspruch, der an die Bio-Landwirtschaft gestellt wird, rückwärtsgewandt und uninnovativ zu sein?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 26. April 2017, 12:36:35
Zitat
(dafür aber mehr Unkraut)

hm, das nennt man doch "Biodiversität", oder?

Zitat
Ganz unabhängig davon geht es aber auch um eine politische Entscheidung

Und das nennt man postfaktisch.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 26. April 2017, 16:49:46
(dafür aber mehr Unkraut)

Das heißt Beikraut!  :protest:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 26. April 2017, 18:05:04
(http://fs5.directupload.net/images/170426/9qprp433.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 26. April 2017, 19:49:22
Blödmann, Du während der Grünen Revolution:

(http://a136.idata.over-blog.com/1/81/00/38/Kerker-111-net.jpg)

 :grins

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 26. April 2017, 21:31:39
(http://fs5.directupload.net/images/170426/9qprp433.jpg)
:schreck
Den Herrn Doofreiter kenne ich noch, aber wer ist den die blasse, verkniffen blickende Trulla?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 26. April 2017, 22:30:12
Zitat von: Martin Häusling
Solange es Hinweise gibt, dass Studien, die auch der Europäischen Lebensmittelagentur (EFSA) und der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) zur Überprüfung vorlagen, einseitig oder sogar komplett im Sinne der Hersteller manipuliert sind, sollten auch diese beiden Agenturen ihre Ergebnisse vorläufig in Frage stellen. Alles andere wäre unwissenschaftlich.

Was sind das eigentlich so für Hinweise? Wenn Doro "Monsanto" ruft?

Zitat von: Martin Häusling
Mehr als 40 europäische Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheits-Organisationen haben sich in einer Europäischen Bürgerinitiative für den Stopp der Zulassung ausgesprochen. Knapp 700000 Bürger haben schon unterschrieben

Und falls einer von denen einen Garten hat, nimmt er stattdessen was auf Pelargonsäurebasis.  Diese Sachen werden ja extra mit dem Attribut OHNE GLYPHOSAT (https://www.compo.de/de/de/produkte/VOROX-Unkrautfrei-Express.html) beworben. Sollen sogar gegen Giersch helfen und überhaupt genau so gut knallen wie Roundup, bloß eben biologisch. ::)

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 26. April 2017, 22:34:23
Den Herrn Doofreiter kenne ich noch, aber wer ist den die blasse, verkniffen blickende Trulla?

Agnieszka Brugger, MdB
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 29. April 2017, 16:07:44
Ich habe heute ein Interview mit dem Außenpolitischen Sprecher der Grünen, Omrid Nouripour, gehört. Es ging um Korea und die Linien der amerikanischen Außenpolitik, deren Kern darin besteht, dass sie keinen hat. Ich kann ihn jetzt nicht mehr wörtlich zitieren, aber er schien mir sehr vernünftig. Unter anderem begrüßte er die Berufung von Profis wie Mattis und McMaster im Bereich der Sicherheit. Bemerkenswert fand ich sein implizites aber völlig selbstverständliches Bekenntnis zur NATO, zur freien Welt.

Gut möglich, dass er zu anderen Themen ideologisch begründeten Unsinn erzählt. Aber hier hat er ein
 :2thumbs:
verdient.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen zu mögen
Beitrag von: Groucho am 29. April 2017, 16:38:11
Gut möglich, dass er zu anderen Themen ideologisch begründeten Unsinn erzählt. Aber hier hat er ein
 :2thumbs:
verdient.

"Die Grünen" stehen ja hier eher stellvertretend, siehe eine SPD BUM Hendricks, für realitätsferne Überzeugungen. Dass es da auch vernünftige Leute in der Partei gibt - klar :grins2:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Cornus am 01. Mai 2017, 02:22:53
Grüne Alternativfakten. Und die Antwort von Bayer.  ;D

(http://666kb.com/i/ditqnrba903uegyvk.jpg)

(http://666kb.com/i/ditqokckfn08rn34g.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 01. Mai 2017, 08:53:07
(https://i.imgflip.com/jll5o.jpg) <--- Künast? :police:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 01. Mai 2017, 13:25:49
Mal etwas zu ÖschGrüs.
Die haben ja jetzt einen als Reichspräsident. Und der sieht, ganz grün im Wesen, ein Zeichen der Toleranz das dann alle Frauen Kopftuch tragen sollten. Solidarität, boing :stirn,

Antworten muslimischer Frauen und Verbände:
https://hpd.de/artikel/kopftuch-kein-symbol-freiheit-14364
https://hpd.de/artikel/kopftuchstreit-oesterreich-14363
Zitat
Die Kopftuch-Heuchelei muss endlich aufhören
Im Koran gibt's weder Kopftuch Hijab, Niqab, Burka, Tschador oder eine Ganzkörperverschleierung, das sind Symbole radikaler Islamisten, um Frauen zu unterdrücken und zu versklaven. Es ist verwunderlich, dass bestimmte Politiker und manche Journalisten das unterstützen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 01. Mai 2017, 20:43:44
das dann alle Frauen Kopftuch tragen sollten
Das ist nur konsequent. Zurück in die gute alte Zeit. Grüner geht nicht:

(http://www.dorsten-lexikon.de/wp-content/uploads/777-bauernleben-ruebenernte.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 01. Mai 2017, 21:04:13
Du meinst, die GrünINNEN schuften auf dem Acker?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 01. Mai 2017, 21:11:49
Nö, die GrünINNEN tragen ja auch kein Hijab, Niqab, Burka, Tschador oder eine Ganzkörperverschleierung, sondern lassen tragen.
Die verzichten ja auch nicht auf SUV und Lustreisen, sondern lassen verzichten.


Und der ÖPräsi ist ein Sexist. Soller doch selbst Kopftuch tragen.  :protest:  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 01. Mai 2017, 21:15:31
Öhm, bei Männern hätte ich einen anderen Vorschlag. Rauschebart und Beschneidung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 01. Mai 2017, 21:33:34
Öhm, bei Männern hätte ich einen anderen Vorschlag. Rauschebart und Beschneidung.

Rüssel beschneiden? Da ist aber die Kompetenz der deutschen Grünen (https://forum.psiram.com/index.php?topic=10852.msg145786#msg145786) gefragt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 02. Mai 2017, 12:35:16
Der Genderkampf tobt jetzt auch ums Steuerformular.
https://www.welt.de/finanzen/article164153159/Der-Genderkampf-tobt-jetzt-auch-ums-Steuerformular.html#Comments

Die Grünen versäumen keine Gelegenheit zu demonstrieren, dass sie mit keiner uns bekannten Realität kompatibel sind.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 02. Mai 2017, 13:53:33
Die Grünen versäumen keine Gelegenheit zu demonstrieren, dass sie mit keiner uns bekannten Realität kompatibel sind.

 :2thumbs:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 09. Mai 2017, 11:55:59
Zitat
Da fällt es dann auch schwer, jede Grille wie „Critical Whiteness“ oder „Gendersternchen“, die die Grünen gedankenlos aus Uniseminaren übernahmen, noch gutzuheißen und darüber hinwegzusehen, dass die Kämpfe gegen die Diskriminierung von Minderheiten „intersektionell“ zu oft in einen Kampf gegen den weißen, heterosexuellen Mann ausartete. Ich würde ja gerne zur Verteidigung entgegnen, dass die Grünen bislang keinen Antrag gestellt haben, den Bundestag in einen „Safe Space“ umzuwidmen, aus dem die Realität verbannt werden soll – allein, es würde nichts nützen. Der grüne Ruf – er ist lädiert.

http://www.salonkolumnisten.com/gruenes-gruebeln/

 :grins
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 12. Mai 2017, 21:56:49
Bei Maybritt Illner hat die Frau Roth wieder alles gegeben. Ich weiß nicht ob es am Ende wirklich schlimm war wie im Focus-Artikel beschrieben.
Ist womöglich auch etwas tendenziell.
http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-maybrit-illner-rot-gruen-gibt-sich-hysterisch-weil-ihre-politik-versagt-hat_id_7123783.html
Ich habe nur ein paar Minuten geschafft. Ich wollte mir wirklich Mühe geben, aber ich bin zu schwach.
Nach 5-6 Min Playmobil-Faschistin und ihr haarsträubend dummes, aggressives und wirres Geplapper mit dem sie jeden niederschreit, entwickle ich eine ausgeprägte Stresssymptomatik. 

Die beste Werbung für politische Gegner ist immer die, dieses unsägliche Stück Mensch vor eine Kamera zu lassen.
Bei Widerspruch und Kritik, massive Affektinkontinez. 

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 14. Mai 2017, 22:02:06
Nunja, die Grünen als Partei sinds hier primär nicht, aber was vollkommen blinde grüne Ideologie im Namen des vermeintlichen Schutzes des Wolfes für Blödheiten hervorbringt, ist für mich unfassbar:

Zitat
Am 13.04.2017 wurde in der Ortschaft Varnhorn, in der Nähe von Vechta ein Wolf angefahren.

Gegen 07.12 Uhr am frühen Morgen erfasst der 53-Jährigen den Grauhund mit seinem Fahrzeug. Es handelte sich um einen Wolfsrüden, der die Fahrbahn kreuzen wollte.

WOLF ANGEFAHREN – WAS NUN?

Das Tier geriet dabei unter den Pkw und wurde etwa 50 Meter mitgeschleift, bevor der Fahrer zum Stehen kam und der Wolf schwer verletzt am Fahrbahnrand zum Liegen kam. Gegen 08.00 Uhr verendete der Wolf dann aber erst an der Unfallstelle. Der 53-jährige Pkw-Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

Dass der schwer verletzte Wolf so lange leiden musste ist mit dem strengen Schutzstatus von Wölfen und den fehlenden Handlungsrichtlinien in Niedersachsen begründet.

WOLF ANGEFAHREN – POLIZEI UND JÄGER RATLOS

Weder die hinzugezogenen Polizisten, noch Jäger hätten den den schwer und offensichtlich tödlich verletzten Wolf von seinen Qualen erlösen können, ohne dass ihnen ernste Konsequenzen gedroht hätten. Sie mussten tatenlos zusehen, wie das Tier langsam starb.

In Niedersachsen muss immer ein Amtstierart oder ein zuständiger Tierarzt des Veterinäramtes mit einem entsprechenden Sachkundenachweis vor Ort sein, wenn ein Wolf getötet werden soll. Hinzu kommt, dass auch die untere Naturschutzbehörde dem Erlegen des Tieres zustimmen muss.

Ein Jagdpächter oder ein Polizist sind nicht zum Erlegen eines Wolfes befugt.


https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-deutschland/wolf-angefahren-tier-leidet-eine-stunde-aufgrund-der-eu-schutzbestimmungen/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 14. Mai 2017, 22:24:05
In gewissem Sinne war der Vorgang artgerecht. Dass ein Beutegreifer bei einem Angriff verletzt wird, soll vorkommen. In freier Wildbahn gibt niemand den Gnadenschuss, da ist dann eben verrecken angesagt. Die Natur ist nicht im Tierschutzverein.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob das die ratio legis der einschlägigen Bestimmungen war.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 14. Mai 2017, 22:34:24
Im Zweifel riskiert kein Jäger seinen Jagdschein.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 14. Mai 2017, 23:45:08
Hm, hatte man da nicht extra was angeschafft: https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article164161009/Bundesweit-erster-Wolfs-Rettungswagen-noch-ohne-Einsatz.html

Damit hätte der Wolf in Rotkäppchen auch eine Überlebenschance gehabt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 14. Mai 2017, 23:55:03
Hm, hatte man da nicht extra was angeschafft: https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article164161009/Bundesweit-erster-Wolfs-Rettungswagen-noch-ohne-Einsatz.html

Damit hätte der Wolf in Rotkäpchen auch eine Überlebenschance gehabt.

Da fehlt noch ein Hubschrauber  mit 24/7 Wolfsambulanz.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 15. Mai 2017, 00:22:50
Hm, hatte man da nicht extra was angeschafft: https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article164161009/Bundesweit-erster-Wolfs-Rettungswagen-noch-ohne-Einsatz.html


Zitat
[...] das rund 10 000 Euro teure Gefährt gemeinsam mit einer Firma aus Baden-Württemberg entwickelt hat. Die Region Hannover finanzierte die Anschaffung. Hintergrund ist, dass schwer verletzte, angefahrene Wölfe laut Gesetz nicht an der Unfallstelle von einem Jäger getötet werden dürfen. Die Entscheidung darüber, ob ein Tier gesund gepflegt werden kann, muss ein Amtstierarzt treffen.

Das nutzt alles nix, wenn es keinen Katastrophenplan, keine Alarmkette usw. gibt. Wenn alles klappt, stehen 8 Leute 12 Stunden nach Alarmierung um eine Wolfsleiche. Wenn der Wolf noch ein bisschen krauchen kann, dann ist er weggekrochen. Wenn er irgendwo gefunden wird, dann stehen die 8 Mann im gehörigen Abstand herum, gruseln sich leicht, reden sich Mut zu und warten, bisser gestorben ist. Dann packen sie ihn in den Wolfshänger und verschaffen ihm ein Wolfsbegräbnis, unter Anteilnahme der ortsansässigen Lokalbevölkerung. Anschließend Bildstrecke im Wolfsburger Lokalanzeiger.  :crazy

Ein Fall für den Schildaer Rechnungshof.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 15. Mai 2017, 01:02:07
Zitat
dann stehen die 8 Mann im gehörigen Abstand herum, gruseln sich leicht, reden sich Mut zu und warten, bisser gestorben ist.

Weil es keine Wolfs-Intensivstationen gibt. Fehlt noch der Schalenwildgleichstellungsbeauftragte: Rehe, Hirsche und Wildsäue*keiler*bachen*Frischlingeixxe beiderlei Geschlechts und Hermaphroditen werden hier auf das ärgste diskriminiert!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 15. Mai 2017, 08:20:17
Hm, hatte man da nicht extra was angeschafft:

Bezirksübergreifende Amtshilfe?!

Ob das in der Invalidenwolftransportanhängerüberlassungsgebührenverordnung vorgesehen ist?  :skeptisch:

https://wildundhund.de/hannover-bekommt-einen-wolfsanhaenger-9405/
Zitat
Der Anhänger soll im Norden der Region [Hannover] stationiert werden und gegen Entgelt den benachbarten Landkreisen Nienburg, Celle und Heidekreis – allesamt vom Wolf besiedelt oder frequentiert – zur Verfügung gestellt werden
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 15. Mai 2017, 09:01:41
Ob das in der Invalidenwolftransportanhängerüberlassungsgebührenverordnung vorgesehen ist?  :skeptisch:
Also jetzt mal raus aus der Satire und in die nüchterne Wirklichkeit zurück.

Mir scheint, die Kostenübernahme für den Survival-Lehrgang "Wie fasse ich ein verletztes Raubtier an" ist noch ungeregelt.

Die allerwichtigste Frage ist aber, ob der Einsatz von der beruflichen Unfallversicherung abgedeckt ist. Ohnedem brauchense in Deutschland garnich erst anfangen. Könnse vergessen das.

PS.
Ich seh' schon, die sollten uns mal mit der Planung und dem Marketing beauftragen. Wir würden das ganz groß aufziehen ...  :grins
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 24. Mai 2017, 14:18:08
Der Toni mal wieder:

http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/rheda-wiedenbrueck/Hofreiter-kritisiert-Massentierhaltung-5739ef66-57e9-4e6e-8d12-fe09f668fde4-ds
Zitat
„Wir stehen kurz vor dem Beginn der sechsten Aussterbekatastrophe. Die fünfte wurde vor 470 Millionen Jahren durch einen Meteorit verursacht – 80 Prozent aller Arten verschwanden. Die kommende ist menschengemacht.“
Wenn ich das recht interpretiere, lässt sich das Aussterben von Mammut, Dodo usw. also noch verhindern, wenn wir alle die Sau rauslassen und grün wählen?  :skeptisch:


Mehr zu Tonis neuesten Ergüssen hier:
https://blogagrar.de/landwirtschaft/anton-hofreiter-oder-wenn-gruene-unschaerfen-beim-thema-intensivtierhaltung-tradition-haben/

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 02. Juni 2017, 23:42:52
Das Steuerformular war wohl nur der Anfang.
Zitat
Auf Schild 142 (Wildwechsel) geht es ins Optische: Der springende Hirsch soll sein markantes Geweih verlieren. „Gerade auch Hirschkühe verdienen die Rücksicht der Autofahrenden“, sagt Hopf-Gantenbrink.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehrsschilder-rot-rot-gruen-moechte-auch-strassen-gendergerecht-gestalten/19600040.html (http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehrsschilder-rot-rot-gruen-moechte-auch-strassen-gendergerecht-gestalten/19600040.html)

Hatte nur einen kleinen Ausschnitt als Screenshot und wollte mir den Original Artikel auf dem Postillion ergoogeln, bin dann beim Tagesspiegel gelandet   ???

Naja wenigstens eine freut sich:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 03. Juni 2017, 01:01:11
Hatte nur einen kleinen Ausschnitt als Screenshot und wollte mir den Original Artikel auf dem Postillion ergoogeln, bin dann beim Tagesspiegel gelandet   ???
Aus Fairnessgründen sollte man den Artikel bis ganz zum Schluß incl. Kursivtext lesen. ;)

Aber damit ist's dann auch genug mit Fairplay für heute.
(http://www.taz.de/picture/1558650/948/WahrGurke29102016.jpeg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 03. Juni 2017, 01:08:53
Leute, ehrlich, ich mag das Programm der Grünen nicht, auch nicht, was manche so sagen. Aber das ist kein Grund, mit dem Niveau dermaßen ad hominem nach unten zu gehen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 03. Juni 2017, 01:18:53
Okokokokok. Dann die vegetarische Variante.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 03. Juni 2017, 03:44:02
Aus Fairnessgründen sollte man den Artikel bis ganz zum Schluß incl. Kursivtext lesen. ;)
Hehe, das ist eigentlich immer ratsam, wenn man eine Meldung einschätzen will.  :2thumbs:

Trotzdem ist das nicht sooo unrealistisch angesichts dessen, was ein paar grüne Hinterbänkler einen knappen Monat vorher im Bundestag inszeniert hatten:

https://www.bundestag.de/presse/hib/2017_03/-/496652
Zitat
Grüne fordern Quote in der Wissenschaft

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antrag - 09.03.2017 (hib 147/2017)

Berlin: (hib/ROL) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen machen sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung stark. Bis heute seien Frauen im Wissenschaftssystem eklatant unterrepräsentiert, heißt es in einem Antrag (18/11412 (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/114/1811412.pdf)), der am heutigen Donnerstag erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht.
[...]
Die Grünen unterstreichen, dass die Fördersituation von Geschlechterforschung prekär sei. Es gebe auf diesem Gebiet in Deutschland keine systematische und kontinuierliche Forschungsförderung. Nur 0,4 Prozent der Professuren aller Hochschulen hätten eine Voll- oder Teildenomination für Frauen-und Geschlechterforschung.

Und im verlinkten Antrag wird es noch besser:
Zitat
Antrag
der Abgeordneten Kai Gehring, Ulle Schauws, Özcan Mutlu, Beate Walter-Rosenheimer, Katja Dörner, Dr. Franziska Brantner, Doris Wagner, Maria Klein-Schmeink, Tabea Rößner, Elisabeth Scharfenberg, Kordula Schulz-Asche und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
[...]
Der Bundestag wolle beschließen:

I.  Der Deutsche Bundestag stellt fest:
[...] Geschlechterforschung ist demnach in allen Disziplinen wichtig, inklusive Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften (MINT-Fächer). Sie verhindert, dass Forschungsergebnisse verzerrt werden, wenn beispielsweise männliche Organismen in der Medizin oder geschlechtsstereotype Prototypen in der Marktforschung als Modell zu Grunde gelegt werden.
Trotz ihres großen Erkenntnis- und Innovationspotenzials gibt es keine gesicherten Förderstrukturen. Bei Drittmittelförderung hat die Gender- und Geschlechterforschung aufgrund ihrer Transdisziplinarität und Heterogenität oft das Nachsehen. Zudem wird erheblicher Druck auf Geschlechterforschung ausgeübt: Die „Neue Rechte“ hat die Geschlechterforschung als Feindbild ausgemacht, diffamiert sie als ideologisch und unwissenschaftlich, fordert ihre Abschaffung. Diese massiven Angriffe gefährden die Wissenschaftsfreiheit insgesamt und erfordern Gegenstrategien der Scientific Community sowie von Wissenschafts- und Frauenpolitik.
[...]

III. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
mehr Chancengerechtigkeit in der Wissenschaft zu befördern, indem sie
[...]
10)  in Zusammenarbeit mit den Ländern darauf hinwirkt, dass MINT-Studiengänge strukturell reformiert werden, so dass die entsprechenden Studiengänge in Inhalt, Struktur und Didaktik attraktiver für Frauen werden
::)

Natürlich hat der Bundestag gar nichts beschlossen, sondern das Ganze in irgendwelche Ausschüsse verwiesen.


Die 0,4 % Gender-Professuren haben die grünen MdBs wohl aus folgender 2011er Arbeit übernommen. In absoluten Zahlen sieht das auch schon ein wenig anders aus:

http://www.mvbz.fu-berlin.de/media/pdfs_docs/service_datensammlungen_bock-heitzmann-lind-2011_genderprofessuren.pdf
Zitat
Im Juli 2010 existieren 167 Genderprofessuren an deutschsprachigen Hochschulen: 150 in Deutschland (114 an Universitäten und 36 an Fachhochschulen), 14 an Universitäten in Österreich und 3 an Schweizer Universitäten. Bei den StelleninhaberInnen handelt es sich in der überwiegenden Mehrheit um Frauen, lediglich 5 Genderprofessuren sind mit Männern besetzt. Im deutschsprachigen Ausland hat derzeit kein männlicher Wissenschaftler eine Genderprofessur inne.
Innerhalb der letzten Dekaden ist in Deutschland quantitativ eine stetige Entwicklung zu verzeichnen: So ist die Anzahl der Genderprofessuren von 1998 bis 2008 von 95 auf 147 angestiegen, dies entspricht einer Steigerungsrate von 55 %. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Professuren insgesamt in Deutschland von 37 668 auf 38 564 um 2,4 %. Trotz des überproportionalen Anstiegs der Genderprofessuren haben im Verhältnis zur Gesamtzahl der Professuren in Deutschland nur 0,39 % der insgesamt 38 564 Professuren eine Voll- oder Teil-Denomination für Frauen- und Geschlechterforschung.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: uran am 03. Juni 2017, 08:59:02
Hatte nur einen kleinen Ausschnitt als Screenshot und wollte mir den Original Artikel auf dem Postillion ergoogeln, bin dann beim Tagesspiegel gelandet   ???
Aus Fairnessgründen sollte man den Artikel bis ganz zum Schluß incl. Kursivtext lesen. ;)
:-[ :facepalm
Ja aufs Datum hätte ich schon schauen sollen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 03. Juni 2017, 09:58:41
Hatte nur einen kleinen Ausschnitt als Screenshot und wollte mir den Original Artikel auf dem Postillion ergoogeln, bin dann beim Tagesspiegel gelandet   ???
Aus Fairnessgründen sollte man den Artikel bis ganz zum Schluß incl. Kursivtext lesen. ;)
:-[ :facepalm
Ja aufs Datum hätte ich schon schauen sollen.
Mann hat es aber auch nicht leicht heutzutage. ;)
https://forum.psiram.com/index.php?topic=8987.msg212433#msg212433 (https://forum.psiram.com/index.php?topic=8987.msg212433#msg212433)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 07. Juni 2017, 17:33:48
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Niedersachsens-Gruene-wollen-Online-Handel-am-Sonntag-einschraenken-3736414.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Niedersachsens-Gruene-wollen-Online-Handel-am-Sonntag-einschraenken-3736414.html)
Zitat
Niedersachsens Grüne wollen die Möglichkeiten von Online-Shopping und Callcentern am Sonntag einschränken. Ein entsprechender Änderungsantrag solle in das Landtagswahlprogramm einfließen, über das die Delegierten am Wochenende abstimmen wollen, sagte Landeschef Stefan Körner am Dienstag.
Online-Kunden sollen demnach künftig zwar weiterhin am Sonntag Bestellungen aufgeben können. "Es ist aber ausreichend, wenn die Bearbeitung der Bestellung am Montag passiert. Die Mitarbeiter müssen nicht das ganze Wochenende bereitstehen", sagte Körner. Die Grünen wollten damit "den Sonntag verteidigen". Es gehe ihnen aber auch um gleiche Wettbewerbsbedingungen für Einzelhandel und Online-Vertrieb.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 07. Juni 2017, 18:02:34
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Niedersachsens-Gruene-wollen-Online-Handel-am-Sonntag-einschraenken-3736414.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Niedersachsens-Gruene-wollen-Online-Handel-am-Sonntag-einschraenken-3736414.html)
Zitat
"Es ist aber ausreichend, wenn die Bearbeitung der Bestellung am Montag passiert. Die Mitarbeiter müssen nicht das ganze Wochenende bereitstehen"

Manche Grüne wissen halt einfach intuitiv, was gut und schlecht für alle ist. Das macht sie ja so sympathisch.

Würde noch vorschlagen, von 24 - 8 Uhr das Internet abzuschalten, zu wenig Schlaf ist schließlich ungesund.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 07. Juni 2017, 19:29:31
Würde noch vorschlagen, von 24 - 8 Uhr das Internet abzuschalten, zu wenig Schlaf ist schließlich ungesund.

Cool, das würde an alte Zeiten erinnern. Endlich darf man schlafen. Verbote sind gut ::)
(https://i.ytimg.com/vi/SZF89PznhJ8/maxresdefault.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 07. Juni 2017, 21:03:50
Lästert nur rum. Immerhin dürfen Leute, die noch auf altmodische Weise im Versandhandel einkaufen, ihre Bestellkarte schon sonntags in den Briefkasten werfen. Außerdem ist die Sonntagsarbeit bei niedersächsischen Onlinehändlern nur ein untergeordneter Punkt, denn (http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Gruene-in-Niedersachsen-wollen-Online-Handel-sonntags-einschraenken)

Zitat
Die inhaltlichen Schwerpunkte des Parteiprogramms legen die Grünen auf die Themen Umwelt- und Tierschutz. Der gerade von US-Präsident Donald Trump verkündete Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zeige, wie wichtig das Festhalten an diesen Werten sei, so die Landesvorsitzende Meta-Janssen-Kucz.

Kann ja sein, ist aber trotzdem seltsam formuliert. Wenn Trump jetzt nicht den Ausstieg verkündet hätte, wären "diese Werte" demnach nicht so wichtig für die Grünen. :gruebel

Zitat
Das Programm sieht unter anderem den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger bis zum Jahr 2025 vor.

Acht Jahre. Müsste man Leuten, die sich gerade eine neue Gastherme kaufen wollen oder müssen, eigentlich sagen. Und die übrigen wären vielleicht dankbar für einen Tipp, was sie dann im Winter machen sollen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 07. Juni 2017, 21:07:41
Ich sage nur Biogas. Ist doch noch genug unnützes Grünzeug da draußen. Wozu braucht es Wald?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 07. Juni 2017, 21:10:51
Acht Jahre. Müsste man Leuten, die sich gerade eine neue Gastherme kaufen wollen oder müssen, eigentlich sagen. Und die übrigen wären vielleicht dankbar für einen Tipp, was sie dann im Winter machen sollen.

Halb so wild, muss man halt ein paar Dosen Feuerzeuggas horten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 07. Juni 2017, 21:17:19
Ha, sehr gut! So mach ich das!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 07. Juni 2017, 21:18:08
Acht Jahre. Müsste man Leuten, die sich gerade eine neue Gastherme kaufen wollen oder müssen, eigentlich sagen. Und die übrigen wären vielleicht dankbar für einen Tipp, was sie dann im Winter machen sollen.

Halb so wild, muss man halt ein paar Dosen Feuerzeuggas horten.

Sollte sich mit dem zunehmenden Veganismus- und Rohkostwahn, nicht zumindest das Gasproblem lösen lassen? 💨
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 07. Juni 2017, 23:12:17
... Das Programm sieht unter anderem den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger bis zum Jahr 2025 vor.
Nachdem die Grünen, wie aus höchstseriösen Quellen zu erfahren ist, voll für die Islamisierung des Abendlandes sind,
wird das wohl schon nach dem Islamischen Kalender gerechnet sein. Dann würde es wieder mit einem realistischen
Zeitrahmen passen.
Andererseits: Die Grünen und Realsismus? Ok, vergessen wird das mal wieder.

Im Ernst: 2025 Schluss mit fossilen Energieträgern? Das ist so absurd, dass man sich hier nicht einmal mit einem "ambitionierten Ziel"
rausreden könnte, wenn man gefragt wird, ob man kürzlich gegen eine Wand gerannt ist. Wie bekommen die denn dann ihr Quinoa-Müsli
mit Chiasamen und Biobananen an den Frühstückstisch, wenn man auch keine Frachtschiffe mehr betreiben kann (Oder sollen die dann mit
altem Frittenfett befeuert werden)?. Von dem Cafe Latte mit Sojamilch rede ich dann gar nicht mehr.

Hier geht es nicht mehr um "nicht mögen", sondern wie und ob man das behandeln kann.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 07. Juni 2017, 23:18:22
Das gesamte Transportsystem würde zusammen brechen, außer E-Loks, betrieben mit Zufallsstrom. Vielleicht sollte ich Geld in eine Kaltblutzucht und Pferdewagen anlegen.  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 08. Juni 2017, 00:46:48
Im Ernst: 2025 Schluss mit fossilen Energieträgern?
Nö. Im 10-Punkte-Programm ist von 2050 die Rede.
Das ist trotzdem unrealistisch ambitioniert genug, wenn man gleichzeitig Atomkraft verteufelt, die Landwirtschaft (Biogas, Pflanzenöle, Ethanol) zugrunderichten will, noch viel mehr Waldgebiete aus der Nutzung nehmen will und nicht einmal weitere Staustufen für Wasserkraftwerke akzeptiert.

Ob Sarrazins Spruch, im Winter mal einen Pullover mehr anzuziehen, demnächst ein unerwartetes Revival erleben wird?


Immerhin dürfen Leute, die noch auf altmodische Weise im Versandhandel einkaufen, ihre Bestellkarte schon sonntags in den Briefkasten werfen.
Der Plan der Grünen sieht ja vor, dass Du Deine Online-Bestellung weiterhin Sonntags tätigen kannst. Bearbeitet wird das eben frühestens am Montag. Finde ich jetzt weniger schlimm, auch wenn mit dieser Forderung mal wieder den Charakter der Verbotspartei aufgezeigt wird.
Hätten sie stattdessen auf eine faire Entlohnung mit ordentlich Sonntagszuschlag für die Logistikmitarbeiter plädiert und darauf, dass die Steuerschlupflöcher der Internetdienstleister geschlossen werden, würden sie sogar von mir Sympathiepunkte bekommen.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie man so eine Forderung stellen kann, wenn es doch jede Menge alternative (und vermutlich populärere) Ansätze gäbe, die Position des klassischen Einzelhandels zu stärken. Ist das Alles-Verbieten-Wollen mittlerweile wirklich so tief ins Grünen-Unterbewusstsein eingedrungen? Soll das eine reine PR-Aktion sein, bei der man den Shitstorm von vornherein eingeplant hat, nur um ein paar Schlagzeilen zu bekommen? Hat KGE die Idee vom Heiligen Sonntag vom evangelischen Kirchentag mitgebracht?  :skeptisch:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 08. Juni 2017, 00:57:13
Hätten sie stattdessen auf eine faire Entlohnung mit ordentlich Sonntagszuschlag für die Logistikmitarbeiter plädiert und darauf, dass die Steuerschlupflöcher der Internetdienstleister geschlossen werden, würden sie sogar von mir Sympathiepunkte bekommen.

Das ist es ja. In meiner Jugend habe ich gerne mal Jobs in Druckereien angenommen: Nachtschicht, Sonntags und auch noch Feiertag war genial, um schnell Kohle zu scheffeln. Parteien, die sich da für eine angemessene Vergütung einsetzen, machen sicher nichts falsch. Aber nein, man muss generell verbieten wollen. Aus der Nummer kann man wohl nicht mehr aussteigen. Das Schlimme ist in dem Fall nicht unbedingt die Forderung, sondern das Denken, das da dahinter steckt. Ein demokratisch-freiheitliches ist es mit Sicherheit nicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: MrSpock am 08. Juni 2017, 12:23:09
Das Problem erledigt sich von alleine:

Zitat
Momentan sieht es auch noch nicht danach aus, dass die Roboter bei der Abwicklung von Bestellungen komplett eigenständig tätig sein können. Denn um die riesige Zahl von Produkten mit ihren zahlreichen Formen aufsammeln und einpacken zu können, bedarf es einer guten Feinmotorik, bei der die Maschinen noch unterlegen sind. Das allerdings dürfte sich in absehbarer Zeit auch ändern. Entsprechende Roboter befinden sich in der Entwicklung und Amazon tut einiges dafür, die Forschung auf diesem Bereich voranzutreiben

http://winfuture.de/videos/Hardware/Amazon-Immer-mehr-Roboter-wuseln-durch-die-Lagerhallen-17210.html

Der Versand erfolgt dann durch Drohnen. Selbstverständlich mit einem sauberen Elektromotor ausgestattet.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 11. Juni 2017, 16:07:51
(https://i.redd.it/earvj5nsbu2z.jpg)
 ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 17. Juni 2017, 20:15:10
Sodele, der 10 Punkte-Plan ist raus:

https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/20170531_Zehn-Punkte-Plan_fuer_gruenes_Regieren.pdf (https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/20170531_Zehn-Punkte-Plan_fuer_gruenes_Regieren.pdf)

Mein Tipp: Damit versenken sie sich selber.
https://youtu.be/XC-HspEa2vs?t=1m11s (https://youtu.be/XC-HspEa2vs?t=1m11s)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 17. Juni 2017, 20:24:05
Meinst Du? Das hört sich doch alles so hübsch rosarot an.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 17. Juni 2017, 21:08:02
Meinst Du? Das hört sich doch alles so hübsch rosarot an.

Ja, voll schön. Wir alle so gemeinsam, friedlich, frei, in Liebe und im Einklang mit der Natur. Dagegen kann doch niemand was haben.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 17. Juni 2017, 21:34:04
Cool ist ja, dass sich schon Punkt 1 und 2 widersprechen.
"Wir drehen die ad-hoc-Stromliefanten ab, fördern aber E-Mobilität, was mehr ad-hoc Strom benötigt."
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 18. Juni 2017, 11:20:53
"Liebe Freundinnen und Freunde!
Ich bin erst vor wenigen Tagen aus der Arktis zurückgekehrt..."

Hofreiter Tonis Weltrettungsrant:

https://www.youtube.com/watch?v=aUgiQLPhWXA
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 18. Juni 2017, 14:28:54
"Liebe Freundinnen und Freunde!
Ich bin erst vor wenigen Tagen aus der Arktis zurückgekehrt..."

Hofreiter Tonis Weltrettungsrant:

https://www.youtube.com/watch?v=aUgiQLPhWXA

3 Min ausgehalten. Auf Endzeitreden fahr ich nicht so ab. Aber der Eisbär auf der Scholle als Hintergrund: Das ist schon originell und mal was Anderes.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 18. Juni 2017, 17:01:44
In Grönland hat Toni auch seine Visionen zum Flugverkehr zum Besten gegeben:

Von 17:00 bis 19:00
https://www.facebook.com/anton.hofreiter/videos/1486019038128247/

Eine Einschränkung des Flugverkehrs ist demnach unnötig, da die Flieger ja in Zukunft mit den zeitweilig anfallenden Überschüssen aus PV- und Windkraft (via Power to Liquid / Power to Gas) angetrieben werden.
Puh, Gück gehabt!   :2thumbs:

(Das UBA hatte zu PTL im Flugverkehr schon mal ein paar sagen wir mal sehr interpretationsfähige Zahlen vorbereitet:
http://www.lbst.de/news/2016_docs/161005_uba_hintergrund_ptl_barrierrefrei.pdf)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 18. Juni 2017, 17:29:26
Ich frage mich, ob es Eintrittsbedingung ist, jegliches Mathematik- und Physikwissen zu vergessen
(so es denn jemals vorhanden war), wenn man Zukunftsvisionen für die Grünen entwerfen will.
Gut, das gilt durchaus auch für ein paar andere Parteien, aber hier ist es absolut eklatant.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: mossmann am 19. Juni 2017, 13:10:51
... Das Programm sieht unter anderem den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger bis zum Jahr 2025 vor.
Nachdem die Grünen, wie aus höchstseriösen Quellen zu erfahren ist, voll für die Islamisierung des Abendlandes sind,
wird das wohl schon nach dem Islamischen Kalender gerechnet sein ...

Wenn die Grünen es schaffen, Leuten wie dir derart viel Schaum vor dem Mund zu generieren und derart abgenudelte Kalauer zu entlocken, haben sie immerhin nicht alles falsch gemacht.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 19. Juni 2017, 16:45:39
... Wenn die Grünen es schaffen, Leuten wie dir derart viel Schaum vor dem Mund zu generieren und derart abgenudelte Kalauer zu entlocken, haben sie immerhin nicht alles falsch gemacht...
Ich hätte wohl einen <sarcasm>-Tag setzen sollen, oder du musst deinen Ironiedetektor nachjustieren.
Zugegeben, der Kalauer war nicht besonders gut, aber ich dachte, genug übertrieben zu haben, um das
nicht als meine Meinung erscheinen zu lassen.
Muss ich wohl noch ein wenig üben...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 19. Juni 2017, 16:46:49
Muss ich wohl noch ein wenig üben...

Das ist bei Mossmann schwierig, er ist noch jung  8)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 19. Juni 2017, 17:30:07
Muss ich wohl noch ein wenig üben...

Das ist bei Mossmann schwierig, er ist noch jung  8)

Außerdem hat er grad Ärger mit den Bullen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 19. Juni 2017, 17:38:48
Muss ich wohl noch ein wenig üben...

Das ist bei Mossmann schwierig, er ist noch jung  8)

Außerdem hat er grad Ärger mit den Bullen.

LOL!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 19. Juni 2017, 22:01:48
... Wenn die Grünen es schaffen, Leuten wie dir derart viel Schaum vor dem Mund zu generieren und derart abgenudelte Kalauer zu entlocken, haben sie immerhin nicht alles falsch gemacht...
Ich hätte wohl einen <sarcasm>-Tag setzen sollen, oder du musst deinen Ironiedetektor nachjustieren.
Zugegeben, der Kalauer war nicht besonders gut, aber ich dachte, genug übertrieben zu haben, um das
nicht als meine Meinung erscheinen zu lassen.
Muss ich wohl noch ein wenig üben...
Du hast nicht viel falsch gemacht. Alles gut. In dem Fall nutzt auch Sarcasm-Kennzeichnung nicht viel. Eher die Diskussion wem den wirklich der Schaum vor dem Mund steht.
Dezent übertriebene Interpretation des Aggregatzustandes anderer Menschen.
Und mangelnde Fähigkeit andere Meinungen und Aussagen zu akzeptieren, auch Kalauer, da ist jede andere Meinung gleichzusetzen mit Schaum vor dem Mund...kannste nüscht machen.

Dazu fällt mir ein Kommentar ein, den ich mir selbst schon mal eingefangen habe
Zitat
Zitat: Bullshit Bingo-Phrase […] substanzloses Geschwurbel
Diese Drehzahl schon im 2. Gang schädigt den Motor.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: lanzelot am 20. Juni 2017, 13:22:11
Auf die schnelle für zwischendurch:
Grünen-Politikerin will syrisches Dorf in Lettland ansiedeln
https://www.welt.de/politik/deutschland/article165727071/Gruenen-Politikerin-will-syrisches-Dorf-in-Lettland-ansiedeln.html#Comments

Lebensraum im Osten, hatten wir das nicht schon mal. Gut, diesmal sollen keine Deutschen angesiedelt werden, macht für die Letten aber wohl keinen Unterschied.
Die läppische und banale Dummheit mit der Grüne ihren haarsträubenden Unsinn verbreiten ist grotesk.
Aber das totalitäre Selbstverständnis und die völkische Mentalität, welche dem grünen Denken oft entspringt ist auch nicht so neu.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 23. Juni 2017, 11:04:53
Kretsche in action:
https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg (https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg) :grins: Ich mag den. Wenn der jetzt noch eine wählbare Partei hätte.

Ist aber verständlicherweise not amused...
https://www.welt.de/politik/deutschland/article165846543/Schwachsinnstermine-Kretschmann-teilt-gegen-Gruenen-Beschluss-aus.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article165846543/Schwachsinnstermine-Kretschmann-teilt-gegen-Gruenen-Beschluss-aus.html)

Kretsche gate!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 23. Juni 2017, 12:11:29
Kretsche in action:
https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg (https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg) :grins: Ich mag den. Wenn der jetzt noch eine wählbare Partei hätte.

Ist aber verständlicherweise not amused...
https://www.welt.de/politik/deutschland/article165846543/Schwachsinnstermine-Kretschmann-teilt-gegen-Gruenen-Beschluss-aus.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article165846543/Schwachsinnstermine-Kretschmann-teilt-gegen-Gruenen-Beschluss-aus.html)

Kretsche gate!
Zitat
In Rage brachte ihn der fixe Termin für das Ende von Autos mit Verbrennungsmotor. „Das sind doch Schwachsinnstermine“, sagte er erregt. Und er griff sich an die Stirn und sagte: „Wie kann man denn so ein Zeug verzapfen?“

Scheint noch einen gewissen Realitätssinn zu haben ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 23. Juni 2017, 12:57:58
Kretsche enthüllt:

Hofreiter will Grüne künstlich kleinhalten. ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 23. Juni 2017, 20:03:01
Kretsche enthüllt:

Hofreiter will Grüne künstlich kleinhalten. ;D

Kretsche ist doch eher ein grün angemalter Schwarzer.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 23. Juni 2017, 20:23:58
Kretsche enthüllt:

Hofreiter will Grüne künstlich kleinhalten. ;D

Kretsche ist doch eher ein grün angemalter Schwarzer.

Gewiss nicht. Schau mal seine Biographie an.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 24. Juni 2017, 17:45:38
Hofreiter verteidigt seine 2030- Deadline:

Zitat
Für E-Autos brauchen wir keine zentralen Tankstellen. Wir können vielfältige dezentrale Ladepunkte nutzen, digitalisiert, effizient, nutzerfreundlich. Jeder Parkplatz, jede Garage kann zu einer kleinen E-Tankstelle werden. Auch an Supermärkten und öffentlichen Einrichtungen gibt es schon jetzt immer öfter Parkplätze, an denen geladen werden kann. Entlang von Autobahnen entsteht ebenfalls ein immer dichteres Netz von Schnellladesäulen. Mittlerweile haben sich sogar Daimler, BMW, VW und Ford in Deutschland zusammengeschlossen und wollen selbst Schnellladesäulen errichten. E-Laden kann somit auf absehbare Zeit einfacher sein als Tanken.
(...)
 Auch die Fortschritte bei den Batterien sind gigantisch: Alle zwei bis drei Jahre verdoppelt sich die Energieleistung pro Kilo Gewicht. Die Kosten für Batteriepacks könnten sich bis 2020 oder 2025 mehr als halbieren.
(...)
Die Forderung nach einem Aus des fossilen Verbrennungsmotors 2030 ist ambitioniert, aber es ist technisch machbar, es lohnt sich und die Zeit drängt.

http://www.n-tv.de/politik/So-ist-2030-machbar-article19904934.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Harpo am 25. Juni 2017, 01:10:36
Hofreiter verteidigt seine 2030- Deadline

Am affigsten schönsten ist der letzte Absatz dieses mutigen Mannes:
Zitat
In einer Welt im Wandel braucht es Weitsicht und Mut zu Reformen. Der Pionier des Autos in Deutschland, Gottfried Daimler, prognostizierte 1901: "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten - allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren." Er behielt Unrecht und schrieb dennoch deutsche Wirtschaftsgeschichte. Zukunft wird aus Mut gemacht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 25. Juni 2017, 02:05:32
Auch die Fortschritte bei den Batterien sind gigantisch: Alle zwei bis drei Jahre verdoppelt sich die Energieleistung pro Kilo Gewicht.

Das mag in Lala-Land so sein. Ansonsten ist das ne blanke Lüge.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 25. Juni 2017, 11:23:10
Auch die Fortschritte bei den Batterien sind gigantisch: Alle zwei bis drei Jahre verdoppelt sich die Energieleistung pro Kilo Gewicht.

Das mag in Lala-Land so sein. Ansonsten ist das ne blanke Lüge.

Und in LaLaLand gehen solche Entwicklungen ad infinitum stetig so weiter.
Meint der Herr Hofreiter.
(Doch wir sind gescheiter :grins).
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Dunkelzahn am 25. Juni 2017, 13:30:29
Ich mag den Hofreiter nicht. Alle 20 - 30 Jahre verdoppelt dürfte übrigens tatsächlich ungefähr hinkommen.

Interessant ist aber eine andere Entwicklung. Der Preis pro kWh ist seit 2010 von 1000$ / kWh auf etwa 220$ / kWh gefallen. Ab etwa 100$ wird es interessant, da ab diesem Preis Batterien als Energiespeicher kompetitiv werden. Natürlich hat man noch zu geringe Lebensdauer, aber entweder sinkt der Preis weiter oder die Lebensdauer steigt.

Die aktuellen Entwicklungen im Batteriesektor sind schon sehr beeindruckend. Unabhängig von den "Visionen" eines Herrn Hofreiter aber auch eines Donald Duck eh Trump ist der Umbruch am Energiesektor unaufhaltsam. Ich kenne Leute in dem Bereich, es ist momentan brutal.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 25. Juni 2017, 13:39:00
Alle 20 - 30 Jahre verdoppelt dürfte übrigens tatsächlich ungefähr hinkommen.

Nur fürs Protokoll, falls es Missverständnisse gibt. Er hat gesagt "alle 2 - 3 Jahre".
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 25. Juni 2017, 13:44:42
Es wird sich auch nicht ewig verdoppeln, dondern gegen einen Grenzwert gehen. Momentan sind wir evtl. noch in einer steilen Steigerungsphase, der Sättigungsbereich aber wird recht schnell kommen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Groucho am 25. Juni 2017, 13:56:33
Ich mag den Hofreiter nicht. Alle 20 - 30 Jahre verdoppelt dürfte übrigens tatsächlich ungefähr hinkommen.

Siehe Peiresc  :grins2: bei 20-30 kann man ja noch mitgehen, wobei halt auch irgendwo Schicht im Schacht ist, so rein physikalisch, elektrochemische Spannungsreihe und so.

Zitat
Interessant ist aber eine andere Entwicklung. Der Preis pro kWh ist seit 2010 von 1000$ / kWh auf etwa 220$ / kWh gefallen. Ab etwa 100$ wird es interessant, da ab diesem Preis Batterien als Energiespeicher kompetitiv werden. Natürlich hat man noch zu geringe Lebensdauer, aber entweder sinkt der Preis weiter oder die Lebensdauer steigt.

Ja, sehe ich auch so. Im Übrigen wird die Sache (vermutlich) nur Erfolg haben, wenn sie mit einem anderen Mobilitätskonzept kombiniert wird, z.B. autonomem Fahren und Vernetzung der Fahrzeuge, oder so Ideen nach dem Containerprinzip. Man wird sehen, der Markt wird es zeigen.

Zitat
Die aktuellen Entwicklungen im Batteriesektor sind schon sehr beeindruckend. Unabhängig von den "Visionen" eines Herrn Hofreiter aber auch eines Donald Duck eh Trump ist der Umbruch am Energiesektor unaufhaltsam. Ich kenne Leute in dem Bereich, es ist momentan brutal.

Tja, es werden wohl die Länder gewinnen, die es schaffen, eine günstige, stabile und umweltverträgliche Energieversorgung auf die Beine zu stellen.

BTW: Ein "Bildungslink", Betrachtungen zum Kugelhaufenreaktor:
http://www.nukeklaus.de/home/die-kugelhaufen-sind-zurueck/ (http://www.nukeklaus.de/home/die-kugelhaufen-sind-zurueck/)

Klar, in DACH wird das nix ...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Dunkelzahn am 25. Juni 2017, 15:54:47
Ich wollte nur einen einigermaßen korrekten Wert für die tatsächlichen Verhältnisse posten und Herrn Hofreiter in keinster Weise damit eine korrekte Aussage andichten. Das würde ja fast schon an Rufschädigung grenzen.  ;)  :laugh: Ich vermute sogar, dass es nur Zufall ist, dass er ca. um Faktor 10 daneben liegt. Der hat sicher irgendwas von Moore's Law gelesen und gedacht dass Transistoren sicher das gleiche sind wie Batterien. Alles irgendwie elektrisch.

Zitat
Es wird sich auch nicht ewig verdoppeln, dondern gegen einen Grenzwert gehen.
Es stimmt natürlich, dass es einen Grenzwert gibt, aber in den nächsten Jahren wird es sicher noch einige Verbesserungen geben. Aber im Endeffekt ist das nicht der wichtige Punkt. Der interessante Punkt ist der Preis. Danach vielleicht die Reichweite. Wenn ich einen spottbilligen Wagen mit 50 km Reichweite bauen kann, wird der vielleicht seine Nische finden. Ich könnte mit so einem Wagen 95% meiner Fahrten abdecken. Als Zweitwagen? Warum nicht.
200km? Damit könnte ich 100% meiner Fahrten abdecken.

Energiedichte etc. sind Nebenschauplätze. Alle Faktoren spielen natürlich in den Preis rein, aber er ist und bleibt das zentrale Element.

Zitat
Im Übrigen wird die Sache (vermutlich) nur Erfolg haben, wenn sie mit einem anderen Mobilitätskonzept kombiniert wird, z.B. autonomem Fahren und Vernetzung der Fahrzeuge, oder so Ideen nach dem Containerprinzip. Man wird sehen, der Markt wird es zeigen.

Autonomes fahren ist für mich ein zentraler Bestandteil eines solchen Wandels. Man kann natürlich spekulieren, was da noch kommen wird, aber es gibt da viele interessante Ideen. Welche Erfolg haben werden? Keine Ahnung.

Btw.: Ich empfehle mal zum Thema das Buch Energie Mythen von Vaclav Smil. Der rechnet darin mal durch, wie realistisch diverse Ziele und Ideen sind. Sehr spannend, habe es vor ein paar Jahren gelesen. Da er vor allem konzeptionell agiert, wird das vermutlich noch immer alles so stimmen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Daggi am 25. Juni 2017, 15:55:52
Irgendwie stimmt da was mit den Einheiten nicht. Ich meine mich zu erinnern dass Solarstrom in Dubai für weniger als 3 US-ct/kwh verkauft wird, die Kosten dürften also noch etwas darunter liegen, aber Kosten für Speicherung/Ausfall kommen noch hinzu. Module kosten jetzt ab 70 US-ct pro Watt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Dunkelzahn am 25. Juni 2017, 16:39:38
Irgendwie stimmt da was mit den Einheiten nicht. Ich meine mich zu erinnern dass Solarstrom in Dubai für weniger als 3 US-ct/kwh verkauft wird, die Kosten dürften also noch etwas darunter liegen, aber Kosten für Speicherung/Ausfall kommen noch hinzu. Module kosten jetzt ab 70 US-ct pro Watt.

Da geht es um die Produktion, bei Batterien um die Speicherung. Wenn du umrechnen willst, also so Auge mal Pi gilt: Man muss die Kosten pro kWh durch die Lebensdauer in Ladezyklen dividieren. Also z.B. bei 100$ pro kWh und 1.000 Ladezyklen Nutzbarkeit -> 100$ / 1000 -> 10ct pro kWh. Natürlich, wenn der Preis pro kWh um 10 Cent steigt, spuckt irgendwer Blut. :-)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 27. Juni 2017, 18:01:11
Bei Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern drübergestolpert:

https://www.facebook.com/gruenemv/photos/a.187413104652602.46768.187394117987834/1460284570698776/?type=3
(http://fs5.directupload.net/images/170627/x4tudrad.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 05. Juli 2017, 11:47:52
Aus Kärnten:

Grüne: "Putsch" mit Hilfe von Asylwerbern (http://diepresse.com/home/innenpolitik/5246430/Gruene_Putsch-mit-Hilfe-von-Asylwerbern)
Zitat
Es war eine turbulente Landesversammlung der Kärntner Grünen am Samstag, an deren Ende die Landesparteichefin Marion Mitsche kein sicheres Mandat erhielt. Sie wurde auf den aussichtslosen neunten Platz gereiht. Laut „Kleine Zeitung“ sollen zahlreiche Asylwerber mitgestimmt haben. Mutmaßlich orchestriert von Mitsches Gegenspieler in der Landespartei, Michael Johann. Bei den Grünen ist das gemäß Parteistatut möglich.

WIe dem weiteren Verlauf des Artikels zu entnehmen ist, spricht man politisch korrekt aber nicht von "Asylbewerbern" oder "Flüchtlingen", sondern von "Menschen mit Fluchterfahrung".  :Opa:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sumo am 07. Juli 2017, 17:09:54
so, wie ich das verstanden habe, hat jemand eine Gruppe von der Landessprache nicht mächtigen Menschen mitgebracht, um damit ein Wahlergebnis zu seinen Gunsten zu beeinflussen.
Es ist merkwürdig im höchsten Grade, daß da jeder Hergelaufene/Mitgebrachte/Aufgesammelte ein Wahlergebnis beeinflussen kann. Hochskaliert würde das bedeuten, wer mehr Leute auf der Straße anquatscht, hat die Mehrheit.

Nun ist das in Österreich passiert, aber wäre sowas in Deutschland auch möglich? Wäre ein solches Statut haltbar?
Man hat ja schon gehört, daß Kreisverbände verschiedener Parteien ganz plötzlich mit ganz vielen Parteieintritten zu tun bekamen und dann bei Abstimmungen eine gänzlich andere Richtung eingeschlagen wurde. Da aber gab es ja noch Parteieintritte, aber bei dem fall in Österreich habe ich nichts gelesen, daß die "Fluchterfahrenen" vorher bei den Grünen eingetreten wären.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 07. Juli 2017, 17:33:26
Weiß jetzt gar nicht, muss eine Partei im Inneren basisdemokratisch funktionieren, oder könnte man auch eine nach dem Führerprinzip aufstellen? (vermute mal ersteres)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 07. Juli 2017, 18:54:30
Weiß jetzt gar nicht, muss eine Partei im Inneren basisdemokratisch funktionieren, oder könnte man auch eine nach dem Führerprinzip aufstellen? (vermute mal ersteres)

Das ergibt sich daraus: https://www.gesetze-im-internet.de/partg/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 07. Juli 2017, 19:04:57
Weiß jetzt gar nicht, muss eine Partei im Inneren basisdemokratisch funktionieren, oder könnte man auch eine nach dem Führerprinzip aufstellen?
(vermute mal ersteres)

Kurz gesagt: Demokratisch, aber nicht notwendig mit dem Praefix Basis - was immer das sein soll.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 07. Juli 2017, 20:04:14
so, wie ich das verstanden habe, hat jemand eine Gruppe von der Landessprache nicht mächtigen Menschen mitgebracht, um damit ein Wahlergebnis zu seinen Gunsten zu beeinflussen.
Es ist merkwürdig im höchsten Grade, daß da jeder Hergelaufene/Mitgebrachte/Aufgesammelte ein Wahlergebnis beeinflussen kann. Hochskaliert würde das bedeuten, wer mehr Leute auf der Straße anquatscht, hat die Mehrheit.

Nun ist das in Österreich passiert, aber wäre sowas in Deutschland auch möglich? Wäre ein solches Statut haltbar?
Man hat ja schon gehört, daß Kreisverbände verschiedener Parteien ganz plötzlich mit ganz vielen Parteieintritten zu tun bekamen und dann bei Abstimmungen eine gänzlich andere Richtung eingeschlagen wurde. Da aber gab es ja noch Parteieintritte, aber bei dem fall in Österreich habe ich nichts gelesen, daß die "Fluchterfahrenen" vorher bei den Grünen eingetreten wären.

Solche Versuche hat es in Deutschland zumindest schon gegeben - der Landesverband Berlin der FDP hat anno 1999 da einschlägige Erfahrungen gesammelt, konnte sich damals aber noch irgendwie mit heiler Haut vor dem Hijacking retten. "Offene" Parteistatuten, also solche, die auch Nichtmitgliedern Stimmrechte einräumen, sind so ein urgrünes Wunschgebilde, de lege lata nach dem deutschen Parteiengesetz aber wohl unzulässig. Das schützt die Partei selbst aber nicht vor dem Verhalten stimmberechtigter Mitglieder, ihr Votum zu einer Programm- oder Personalfrage von dem Votum eines externen Gremiums abhängig zu machen. Auch das haben wir in nicht wenigen Fällen schon erlebt. Denen ist dann einfach nicht zu helfen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 08. September 2017, 18:15:36
"Ein Grüner in einem Heißluftballon hat die Orientierung verloren. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:

„Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen; und ich weiß nicht wo ich bin.“

Die Frau am Boden antwortet:

„Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Sie befinden sich auf dem 47. Grad, 36 Minuten und 16 Sekunden nördlicher Breite und 7. Grad, 39 Minuten und 17 Sekunden östlicher Länge.“

„Sie müssen Ingenieurin sein“ sagt der Grüne.

„Bin ich“, antwortet die Frau, „woher wissen Sie das?“

„Nun“, sagt der Grüne, „alles was sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt, waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“

Die Frau antwortet:

„Sie müssen bei den Grünen sein.“

„Ja,“ antwortet der Grüne, „aber woher wissen Sie das?“

„Nun,“ sagt die Frau, „Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie nun in der gleichen Lage sind, wie vor unserem Treffen, aber merkwürdigerweise bin ich jetzt irgendwie schuld!“

Ob der gut ist, entscheide ich morgen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 08. September 2017, 21:20:45
Ob der gut ist, entscheide ich morgen.
War nicht gut, ganz schön komisch, so zwischen Aldi und Lidl in Lörrach im bebauten Gebiet auf 10m runterzugehen :-)
https://www.google.de/maps/place/47%C2%B036'16.0%22N+7%C2%B039'17.0%22E/@47.6028574,7.6534149,1179m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d47.6044444!4d7.6547222?hl=de (https://www.google.de/maps/place/47%C2%B036'16.0%22N+7%C2%B039'17.0%22E/@47.6028574,7.6534149,1179m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d47.6044444!4d7.6547222?hl=de)
Aber die Version des Witzes von 2006 ist auch kaum glaubwürdiger (Hochschule Mannheim, Ingenieur und Manager):
https://www.workout.de/threads/16580-witze (https://www.workout.de/threads/16580-witze)

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 08. September 2017, 21:31:24
Aber die Version des Witzes von 2006 ist auch kaum glaubwürdiger (Hochschule Mannheim, Ingenieur und Manager):
https://www.workout.de/threads/16580-witze (https://www.workout.de/threads/16580-witze)

So kannte ich den auch noch. Aber selbst Witze brauchen gelegentlich ein Software-Update.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 09. September 2017, 13:13:27
Ob der gut ist, entscheide ich morgen.
War nicht gut, ganz schön komisch, so zwischen Aldi und Lidl in Lörrach im bebauten Gebiet auf 10m runterzugehen :-)

Wenigstens hab ich NUN gelacht.  :rofl2
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 12. September 2017, 10:50:48
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/nadja-weippert/question/2017-09-07/289699

Frau Nadja Weippert depperlt sich durch die Voodoomedizin.......

Zitat
Wer heilt, hat Recht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 12. September 2017, 11:06:05
Zitat
Derzeit werden aber aus politischen Kreisen Forderungen laut, insbesondere Homöopathika aus der Einstufung als Arzneimittel zu entfernen. Das würde bedeuten, dass diese Mittel zum einen den strengen Qualitätsanforderungen des Arzneimittelgesetzes entzogen würden sowie zum anderen die Vielfalt in der Patientenversorgung empfindlich geschmälert würde.
Meint sie ein Reinheitsgebot für Zuckerkügelchen? Vom Binnenkonsens hat sie scheinbar noch nichts gehört.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 12. September 2017, 14:57:47
Was für ein Schmarrn. Entweder weiß sie nicht, wie Homöopathika zugelassen werden, oder sie lügt schamlos.
Beides nicht sonderlich schmeichelhaft für die Dame.
Außerdem sollen die Zuckerkügelchen ja nicht verboten werden, sondern nur dorthin wandern, wo sie ingehören:
maximal in die Drogiemärkte ins Eso-Eckerl oder besser ins Süßwarenregal. Homöopathieaffine können sie ja trotzdem
noch erwerben, halt ohne den Nimbus, eine Arznei zu sein.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 12. September 2017, 15:13:12
Zitat
Homöopathieaffine können sie ja trotzdem noch erwerben, halt ohne den Nimbus, eine Arznei zu sein.

Das dürfte dem Nimbus der Sache und somit auch dem Placeboeffekt aber arg abträglich sein.  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 12. September 2017, 15:35:22
Zitat
den strengen Qualitätsanforderungen des Arzneimittelgesetzes entzogen
Meint sie ein Reinheitsgebot für Zuckerkügelchen? Vom Binnenkonsens hat sie scheinbar noch nichts gehört.

Sie verwechselt da vielleicht etwas. Womöglich meint sie den ISO-9001-Fetischismus. So: alle Betriebsangehörigen trainieren zweimal im Jahr den Feueralarm, alle lernen, wo der Feuerlöscher und der Erste-Hilfe-Kasten hängt, der Wasserkocher in der Teeküche steht auf einer Keramikfliese, es gibt einen examinierten Ersthelfer, und es gibt einen, der das alles aufschreibt und abheftet.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 17. September 2017, 16:07:32
Jetzt sind sie endgültig durchgeknallt.  :facepalm

(https://pbs.twimg.com/media/DJ3rVVLWsAAAmuB.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 17. September 2017, 17:36:12
Dann gibts aber kein Fleisch mehr im Futternapf!
(http://media12.mediazs.com/bilder/green/petfood/veggiedog/light/3/400/70937_pla_josera_green_petfood_veggiedog_light_3.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 17. September 2017, 18:17:37
Dann gibts aber kein Fleisch mehr im Futternapf!
Hunde, die vegan misshandelt werden, wählen aber sicher nicht grün.
So etwas ist an Perversität kaum mehr zu überbieten.
(Ok, vielleicht unzulässig, aber der Anteil der Hardcore-Veganern, die Ihre Wauzis so ernähren
und nicht Grün wählen, ist vermutlich sehr sehr gering)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 17. September 2017, 21:59:39
Jetzt sind sie endgültig durchgeknallt.  :facepalm

(https://pbs.twimg.com/media/DJ3rVVLWsAAAmuB.jpg)

Hm, heißt das "Für die Katz" oder "auf den Hund gekommen"? Oder einfach nur "doggone"?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 17. September 2017, 22:11:48
Man kann Einhörner als Haustiere halten?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 17. September 2017, 22:23:36
Man kann Einhörner als Haustiere halten?
Natürlich:
http://www.stupidedia.org/stupi/Diverses:Liste_der_Kosten_f%C3%BCr_die_Haltung_eines_Pseudo-Einhorns_als_Haustier (http://www.stupidedia.org/stupi/Diverses:Liste_der_Kosten_f%C3%BCr_die_Haltung_eines_Pseudo-Einhorns_als_Haustier)

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 17. September 2017, 23:38:58
Man kann Einhörner als Haustiere halten?
Natürlich:
http://www.stupidedia.org/stupi/Diverses:Liste_der_Kosten_f%C3%BCr_die_Haltung_eines_Pseudo-Einhorns_als_Haustier (http://www.stupidedia.org/stupi/Diverses:Liste_der_Kosten_f%C3%BCr_die_Haltung_eines_Pseudo-Einhorns_als_Haustier)

Oh ... mein .....  :rofl
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 18. September 2017, 09:43:21
Dann gibts aber kein Fleisch mehr im Futternapf!

Wieso? Haben sich die Grünen schonmal darüber ausgelassen, dass Hund und Katz für WIMRE rund 10% des deutschen Fleischverbrauchs verantwortlich sind?

Dabei ist in der nichtveganen Futterdose nicht mehr wie früher nur das nicht als Lebensmittel verkehrsfähige Fleisch, sondern zunehmend welches, das problemlos auch in der Fleischertheke landen könnte.


Das Thema ging ja neulich erst durch die Presse:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21733-2017-08-04.html
Zitat
Das Ergebnis: Die rund 163 Millionen Hunde und Katzen in den USA konsumieren jährlich so viele Kalorien wie die gesamte Bevölkerung Frankreichs – oder wie 60 Millionen Amerikaner.
(Natürlich ist schon die Basis "Kalorien" Blödsinn, da die Fleischmafia bemüht ist, auch das letzte Fitzelchen Fett=Kalorien rauszuzüchten. Fehlt nur noch der Ratschlag, seinen Hund durch ein Schaf zu ersetzen.)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 18. September 2017, 11:04:58
Fehlt nur noch der Ratschlag, seinen Hund durch ein Schaf zu ersetzen.
Dann müssen eben die Züchter ran, wie wäre es mit einem Schund (natürlich ohne Gen)?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 18. September 2017, 13:38:40
Dann doch lieber eine friedliche Vereinigung von Wolf und Lamm auf der grünen Wiese. Hurz!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 26. September 2017, 14:40:16
Michael Musil, DirektKandidat der Grünen im Wahlkreis Montabaur, anbieter von Perpetuun Mobiles.

http://www.michael-musil.de/innovations.html

Zitat
Kacke nicht modellieren sondern auf den Kompost der Geschichte werfen

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/michael-musil

Zitat
AuKW

Das Auftriebskraftwerk stellt eine völlig neuartige

Kraftwerkstechnologie dar, die Strom dezentral und emissionsfrei

produziert. Ein Paternostersystem von Auftriebsbehältern wird mit

Druckluft befu?llt und in Rotation versetzt. Die Rotation treibt u?ber

ein Getriebe einen Generator an, der diese Rotation abbremst und

in elektrischen Strom umwandelt. Das Auftriebskraftwerk liefert

Strom:

- CO2 -frei

- autonom

- skalierbar

- grundlastfähig

- u?berall verfu?gbar

- 24h Stunden am Tag
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 27. September 2017, 20:00:15
Michael Musil, DirektKandidat der Grünen im Wahlkreis Montabaur, anbieter von Perpetuun Mobiles.
http://www.michael-musil.de/innovations.html
Und weiter aus seiner Homepage:
Zitat
Hartnäckige Tüftler werden auch schon mal massiv bedroht und manch einer beendete auch schon vorzeitig sein Leben, weil er sich von seiner Idee partout nicht abbringen ließ. Natürlich sind diese bedauernswerten Menschen für die Medien Unfallopfer, Selbstmörder oder psychisch gestört. Wie sollte es auch anders sein, sitzen doch die Nutzniesser der sprudelnden Geldquellen meist mit an den Schalthebeln der Macht.??Ich möchte mich an dieser Stelle nicht weiter über Details auslassen, sondern empfehle jedem Leser, sich anhand meiner Linksammlung ein eigenes Bild von der Entwicklung zu machen.??Ein Beispiel möchte ich hier dennoch anführen. Vor einigen Jahren Jahren hatten wir von den GRÜNEN eine Energieausstellung in Neuwied veranstaltet. Damals kam ich in Kontakt mit einem jungen Talent, der eine erstaunliche Entdeckung gemacht hat. Er hatte mit primitivsten und billigsten Mitteln einen Permanentstromkonverter gebastelt. (http://www.vakuumenergie.de/projekte/kristallagregat.html) Also eine Batterie, die nie leer wird. Das hat nichts mit Perpetuum mobile zu tun sondern mit Physik der neuen Art.
Ist der Herr eigentlich wieder im Bundestag?
Anmerkung: Der o.g. Link geht nicht, wohl aber http://www.vakuumenergie.de, s. https://www.psiram.com/de/index.php/Reid-Zelle
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 27. September 2017, 22:42:45
Es ist ja schon traurig genug, dass man an so einen Blödsinn glaubt und dafür auch noch Werbung macht.
Erschreckend ist aber, dass solche Verpeilten vielleicht bald Regierungsverantwortung bekommen und über das
Schicksal von fast 83 Millionen Menschen mit entscheiden.
Zum Glück bin ich Österreicher...  :laugh:
Aber uns droht mit dem "Bumsti" (HC Strache) leider Ähnliches.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 06. Oktober 2017, 13:58:24
https://www.danieleganser.ch/assets/files/Inhalte/Vortraege/Oeffentliche_Vortraege/Speyer%20(2017)%20-%20Illegale%20Kriege,%20die%20Medien%20und%20wir.pdf

Die Grünen Speyer lassen Ganser seinen Unsinn verbreiten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 30. Oktober 2017, 20:04:28
"Wenn die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN darauf beharren, dass es bis 2020 auf jeden Fall zu einer Reduzierung des CO2-Anteils um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 kommen muss, egal ob der Strom unbezahlbar wird oder ob wir 14 Tage Dunkelheit haben oder alle Computer wegen Strommangels ausfallen, dann muss man sagen: Okay, wir kommen nicht zueinander"

Wolfgang Kubicki

https://www.facebook.com/FDP/posts/10155848135612250
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 30. Oktober 2017, 20:48:53
Zitat
bis 2020 auf jeden Fall zu einer Reduzierung des CO2-Anteils um 40 Prozent im Vergleich zu 1990

Das Ziel 751 Mio t CO2-Äquivalent in 2020 ist ja nicht neu. Will da etwa plötzlich wer behaupten, das könne unrealistisch sein?  :skeptisch:

Zitat von: https://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel/treibhausgas-emissionen-in-deutschland (20.03.2017)
Die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland sind 2015 gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken. Die Emissionen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 0,3% ab. Das entspricht einer Minderung um 28,1 Prozent im Vergleich zum internationalen Referenzjahr 1990. Nach einer Nahzeitprognose des Umweltbundesamtes stiegen die Emissionen im Jahr 2016 dagegen wieder an.

(https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/2_abb_thg-emissionen_2017-03-17_0.png)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 05. November 2017, 11:52:16
Jean Pütz und Werner Altnickel :Aluhut: fällt es auch leicht:
https://youtu.be/0pQ5lAAlhHA (https://youtu.be/0pQ5lAAlhHA)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 05. November 2017, 12:34:12
Jean Pütz und Werner Altnickel :Aluhut: fällt es auch leicht:
https://youtu.be/0pQ5lAAlhHA (https://youtu.be/0pQ5lAAlhHA)
OMFSM, da haben die Chemtrails wohl volle Wirkung gezeigt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Bloedmann am 05. November 2017, 12:54:10
Zur Ehrenrettung des Hobbbythekers Jean Pütz sei gesagt, daß er vermutlich keine Ahnung davon hat daß sein Wutredchen von dem Altnickel verbreitet wird. Also eine direkte Verbindung zwischen den beiden habe ich jetzt nicht gefunden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Scipio am 07. November 2017, 22:45:04
http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/initiative-von-40-unternehmen-aldi-bahn-telekom-konzerne-fordern-den-kohleausstieg/20549890.html

Zitat
Die mögliche Jamaika-Koalition ist uneins in der Klimapolitik. Darum fordern nun 40 Konzerne von Aldi bis Telekom in einer Erklärung klare Ansagen: Die künftige Regierung müsse den Ausstieg aus der Kohle vorantreiben.

Wieso machen die das? Von Großkonzernen hätte ich so einen Initiative sicher nicht erwartet. Da stimmt doch irgend etwas nicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 07. November 2017, 23:06:00
Naja, der Strom kommt aus der Steckdose. Und bei der Bahn ist der Bund wohl immer noch in der Aktienmehrheit.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 07. November 2017, 23:53:48
Jean Pütz und Werner Altnickel :Aluhut: fällt es auch leicht:
https://youtu.be/0pQ5lAAlhHA (https://youtu.be/0pQ5lAAlhHA)

Und schon ist es weg:

Zitat von: Youtube
Dieses Video ist nicht mehr verfügbar, weil das mit diesem Video verknüpfte YouTube-Konto gekündigt wurde.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 08. November 2017, 01:48:39
http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/initiative-von-40-unternehmen-aldi-bahn-telekom-konzerne-fordern-den-kohleausstieg/20549890.html

Zitat
Die mögliche Jamaika-Koalition ist uneins in der Klimapolitik. Darum fordern nun 40 Konzerne von Aldi bis Telekom in einer Erklärung klare Ansagen: Die künftige Regierung müsse den Ausstieg aus der Kohle vorantreiben.

Wieso machen die das? Von Großkonzernen hätte ich so einen Initiative sicher nicht erwartet. Da stimmt doch irgend etwas nicht.

Wenn man sich die Liste der 51 unterzeichnenden Unternehmen (https://www.stiftung2grad.de/wp-content/uploads/2017/11/171107_GW_PM_DE_6.pdf) anschaut, relativiert sich das ein wenig:
Darunter findet man "grüne" Unternehmen (Alnatura, GLS Bank) und Profiteure einer "Energiewende" (Siemens, ALBA/Interseroh, Hochtief).
Dazu solche die von ihrem Image leben, aber ihre Produktion fast ausschließlich im Ausland haben (Adidas, Puma) oder ihre Schwerölabgase in internationalen Gewässern in die Luft blasen (AIDA Cruises).
EOn hat seine konventionellen Kraftwerke in ein eigenständiges Unternehmen (Uniper) abgespalten, EnBW hat traditionell recht wenig Kohlekraftwerke und viel Wasserkraftwerke und außerdem hat dort Grün-Schwarz das Sagen.
Für die Bahn mit ihren eigenen Kraftwerken und eigenständigem Hochspannungsnetz dürften ohnehin andere Konditionen gelten.
Andere sind in Deutschland Marktführer auf ihrem nicht aus dem Ausland betreibbaren Geschäftsfeld und dürften sich somit einen Wettbewerbsvorteil versprechen (Aldi Süd, Telekom). Und bei Néstle hat vermutlich Doro Druck gemacht.

Was mich viel mehr erstaunt ist, dass die Erklärung von Germanwatch mitkoordiniert wurde. Eigentlich sollte man meinen, dass Germanwatch mit seinem typischen NGO-Gebahren auch bei den meisten Unterzeichnern ein rotes Tuch ist.  :skeptisch:

Wie auch immer: Die Unternehmen sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die ollen Notstromagregate ihrer Rechenzentren durch ein Windrad und ein paar PV-Platten auf dem Dach ersetzen.  :2thumbs:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 14. Dezember 2017, 16:39:36
Freut Ihr Euch schon alle auf Weihnachten? Und auf einen schönen Weihnachtsbaum?

Daraus wird nichts. Die Grünen haben herausgefunden, dass herkömmliche Weihnachtsbäume uns mit Glyphosat töten werden.

Zitat
Weihnachten steht vor der Tür. Leider sind Weihnachtsbäume häufig pestizidbelastet. Sie enthalten unter anderem das hochumstrittene Pflanzengift #Glyphosat Die Lösung: Bio-Weihnachtsbäume. Sie sind nicht unbedingt teurer, dafür gut für die Natur und fürs Raumklima!

https://twitter.com/gruenenrw/status/940939795940986884
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 14. Dezember 2017, 18:11:52
Da kann man ja fast über die österreichischen Grünen glücklich sein, eure sind um einige
Größenordnungen mehr Gaga als unsere.
(Außerdem fehlt mir der Hinweis, dass die Bio-Bäume natürlich bei Vollmond gefällt wurden)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 14. Dezember 2017, 18:30:58
Zitat
Daraus wird nichts. Die Grünen haben herausgefunden, dass herkömmliche Weihnachtsbäume uns mit Glyphosat töten werden.

Nachdem die Weihnachtsbäume selber damit getötet wurden? Ich habe den Verdacht, die können nicht einmal Herbizide von Insektiziden unterscheiden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 14. Dezember 2017, 18:43:36
Nachdem die Weihnachtsbäume selber damit getötet wurden? Ich habe den Verdacht, die können nicht einmal Herbizide von Insektiziden unterscheiden.

Details. Niemand interessiert sich für Details. Es ist GIFT !!1!!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 14. Dezember 2017, 20:55:37
Evergreen.  :gaehn:

Der BUND (nicht: "die Grünen") hat nach eigenen Angaben bereits 2011 und 2014 (https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-test-mehr-als-jeder-zweite-weihnachtsbaum-mit-pestiziden-belastet/) Weihnachtsbäume testen lassen.

Das ideale Zeitintervall, um mit dem gleichen öden Thema in die Presse zu kommen, liegt also offensichtlich bei drei Jahren.



Ich habe den Verdacht, die können nicht einmal Herbizide von Insektiziden unterscheiden.

Dass (bei 2 von 17 Bäumen) Glyphosat nachgewiesen wurde, ist grundsätzlich plausibel. Beim Abtöten des Pflanzenbewuchses zwischen den Bäumen können schon mal Spuren auf die Nadeln gelangen, ohne dass der Baum gleich eingeht. Wie überall gilt auch hier Paracelsus (Die Dosis macht das Gift). Und je nach Bedingungen mögen die Spuren auch im Dezember noch messbar sein.

Man könnte natürlich problemlos auf Glyphosat in Weihnachtsbaumkulturen verzichten. Stattdessen schickt man ein paar Leute 2-3 mal im Jahr mit der Motorsense durch die Plantage, die ein Mehrfaches an Sprit in die Luft jagen.
Da diejenigen, die sich über solche Luxusprobleme echauffieren, für solche Jobs natürlich nicht zu haben sind, werden eben ein paar mehr rumänische Saisonarbeiter engagiert, die mit deutschem Mindestlohn hochmotiviert sind.
Zur Unterstützung gingen auch bestimmte Schafsrassen. Zumindest solange der Wolf nicht in der Nähe ist.

Die meisten Funde waren allerdings Insektizide. Könnte man natürlich auch ganz einfach ersetzen. Durch Coca-Cola (https://www.wr.de/region/westfalen/pestizide-auf-christbaeumen-stehen-in-der-kritik-id6058127.html) zum Beispiel:
Zitat
Dass es allerdings auch nahezu ohne Chemie geht, zeigt seit Jahren der Schmallenberger Landwirt Gxxxx Sxxxx-Gxxxx. Er bietet Weihnachtsbäume an, die das EU-BIO-Zertifikat tragen dürfen. Seine 30 Hektar großen Kulturen hält er mit Schafen sauber, mäht von Hand und spritzt mit Mitteln, die im biologischen Landbau zugelassen sind. „Gegen die Läuse setzen wir übrigens ein ganz spezielles Spritzmittel ein“, sagt Schulte-Göbel: „Coca-Cola. Das klebt die Tierchen an den Nadeln fest und wird beim nächsten Regen abgewaschen.“

Vermutlich ist das allerdings illegal, da Coca-Cola nicht als "Pflanzenstärkungsmittel" für den ökologischen Landbau zugelassen ist. Aber mal schauen, vielleicht klappt's ja demnächst mit Bier (https://www.umwelt-online.de/recht/eu/17c/17c_2090gs.htm) bei den Konventionellen.^^

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 14. Dezember 2017, 20:59:06
Zitat
Aber mal schauen, vielleicht klappt's ja demnächst mit Bier bei den Konventionellen.^^

Ich bin empört!

Wg. Glyphosat. Ist mir schon klar, dass geringe Menge auch verweht werden. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass auch andere Phosphonate in die Analyseergebniss des Glyphosats mit einfließen, also dass nciht alles G. ist, was mach nachweist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 14. Dezember 2017, 22:26:41
Zitat
Zur Unterstützung gingen auch bestimmte Schafsrassen...

Mein Traum: Eine Schafrasse, die gentechnisch so manipuliert ist, dass sich die Wölfe von deren Genuss einen Fluck holen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 14. Dezember 2017, 22:40:56
Zitat
Zur Unterstützung gingen auch bestimmte Schafsrassen...

Mein Traum: Eine Schafrasse, die gentechnisch so manipuliert ist, dass sich die Wölfe von deren Genuss einen Fluck holen.

Klappt bisher nur bei Wildschweinen (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pseudowut)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 14. Dezember 2017, 22:43:36
Ich glaube mal gelesen zu haben, dass auch andere Phosphonate in die Analyseergebniss des Glyphosats mit einfließen, also dass nciht alles G. ist, was mach nachweist.

Du meinst das Abbauprodukt AMPA (https://de.wikipedia.org/wiki/Aminomethylphosphons%C3%A4ure), welches gerne mal separat gemessen wird, obwohl es auch aus anderen Quellen kommen kann. Der Einsatz von phosphonathaltigen Waschmitteln ist in konventionellen Weihnachtsbaumkulturen aber wohl nicht zu erwarten.

Das wäre eher ein Thema im alternativen Anbau (https://www.frag-mutti.de/wasser-spiritus-und-spuelmittel-gegen-blattlaeuse-schildlaeuse-und-schmierlaeuse-a12325/).  ;)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 15. Dezember 2017, 16:56:18
Weil es gerade so schön zum Threadverlauf passt, hier die heute neu eingetroffenen NGO-Kampagnen:

Der WWF kritisiert Palmöl in Kerzen (knapp 89.650 Tonnen = 6% der Gesamtimportmenge von jährlich rund 1,4 Millionen Tonnen):
http://www.wwf.de/2017/dezember/tropenwald-am-weihnachtsbaum/

Foodwatch nennt die Coca-Cola-Weihnachtstruck-Tour "eine perfide Marketingkampagne" und fordert deren Beendigung (Coca-Cola sei "mitverantwortlich für den Anstieg von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen"):
http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Foodwatch-fordert-Ende-der-Coca-Cola-Weihnachtstruck-Tour-id43561621.html


Besinnliche Vorweihnachtszeit allerseits, idealerweise ohne Kerzen und Süßkram!  :umarm:

 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 15. Dezember 2017, 17:05:57
Geschäftsidee: Neunschwänzige Katze aus Bio-Hanf zur weihnachtlichen Selbstgeißelung.

(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/Geissler_konstanzer_weltchronik.jpg)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: biomango am 16. Dezember 2017, 04:45:33
der Berichterstatter der abgebildeten Szene :

https://www.facebook.com/profile.php?id=100008454092875&lst=100000433644142%3A100008454092875%3A1513384715
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: alliance1979 am 16. Dezember 2017, 07:30:17
Weil es gerade so schön zum Threadverlauf passt, hier die heute neu eingetroffenen NGO-Kampagnen:

Der WWF kritisiert Palmöl in Kerzen (knapp 89.650 Tonnen = 6% der Gesamtimportmenge von jährlich rund 1,4 Millionen Tonnen): http://www.wwf.de/2017/dezember/tropenwald-am-weihnachtsbaum/


Also bei der Cola Story bin ich bei dir, aber beim WWF hast du vielleicht etwas überlesen. Der WWF kritisiert nicht das Palmöl in den Kerzen ist, sondern das die Hersteller der Kerzen keine Ahnung haben bzw. Auskunft darüber geben, woher sie ihr Palmöl genau beziehen.

"Denn bei Palmöl in Kerzen lassen deutsche Hersteller Verbraucher im Dunkeln tappen: In etwa jeder zweiten Kerze stecken Pflanzenöle, meist Palmöl. Genauere Angaben dazu sucht man meist vergebens. Bei einer aktuellen WWF-Befragung führender deutscher Produzenten verweigerten acht von zehn die Auskunft darüber, ob sie Nachhaltigkeitskriterien beim Einkauf von Palmöl beachten und was für Palmöl sie verwenden."

Der WWF wünscht sich eben Bio Palmöl oder eine RSPO Zertifizierung. Bei den 1,4 Millionen Tonnen Palmöl ist ein Großteil Zertifiziert. Deshalb sind in diesem Fall 6% durchaus eine relevante Einfuhr-Menge.

Da es hier um Zwangsarbeit, Sklaverei, Vertreibung, Kinderarbeit und Schäden für die Umwelt geht, halte ich das für ein berechtigtes Anliegen.

MfG

http://humanityunited.org/pdfs/Modern_Slavery_in_the_Palm_Oil_Industry.pdf
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 16. Dezember 2017, 12:09:13
Zwangsarbeit, Sklaverei, Vertreibung, Kinderarbeit und Schäden für die Umwelt

Genau deswegen habe ich mittlerweile keine Lust mehr, mich ernsthaft mit irgendwelchen NGO-Kampagnen zu befassen.  :blank:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: alliance1979 am 18. Dezember 2017, 04:17:37
Zitat
Genau deswegen habe ich mittlerweile keine Lust mehr, mich ernsthaft mit irgendwelchen NGO-Kampagnen zu befassen.  :blank:

Wo ist beim Argument genau die Kampagne? Ist jedenfalls nicht meine Philosophie. Würde am Ende zwangsläufig dazu führen, das bald keiner mehr mit keinem Reden würde.

MfG
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 26. Februar 2018, 15:29:52
Der grüne Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer, laut Selbstbeschreibung ...
Zitat
MdB, stv. Vorsitzender Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Themen Energie, Klima, Umwelt, Landwirtschaft, Verkehr, Bauen
... erklärt uns und Jörg Kachelmann, warum es nachts kälter ist als draußen:

https://twitter.com/Kachelmann/status/968036190497755137

(http://fs1.directupload.net/images/180226/dovp7paf.jpg)

https://twitter.com/Oliver_Krischer/status/968058418186588160

(http://fs1.directupload.net/images/180226/69egphq8.png)

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 26. Februar 2018, 23:55:17
Manchmal muss man sie aber auch lieben

https://www.tagesspiegel.de/politik/oezdemirs-bundestagsrede-zur-afd-deutschland-ist-staerker-als-es-ihr-hass-jemals-sein-wird/21003244.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 27. Februar 2018, 00:11:10
Manchmal muss man auch die FDP lieben:

https://www.youtube.com/watch?v=JWwPXNrOIt4 (https://www.youtube.com/watch?v=JWwPXNrOIt4)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 27. Februar 2018, 01:31:58
Manchmal muss man auch die FDP lieben:

https://www.youtube.com/watch?v=JWwPXNrOIt4 (https://www.youtube.com/watch?v=JWwPXNrOIt4)

...und die Wurstwarenverkäuferin am ECK, ja.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Nogro am 27. Februar 2018, 01:32:33
Manchmal muss man sie aber auch lieben
Wer lieber hören will (statt lesen):
https://www.youtube.com/watch?v=RIJaB0-Yh_E (https://www.youtube.com/watch?v=RIJaB0-Yh_E)
Lieben muss ich ihn wohl nicht, aber wo er recht hat hat er recht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 09. Juni 2018, 00:36:47
Klingt komisch, is aber so!

(von Tonis eigener Seite)

(https://scontent.fbre2-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/34640451_2203305426352163_8577284139491786752_n.png?_nc_cat=0&oh=fde8aba48db321340bfad28add18eff3&oe=5BC1B28D)

PS: Nachts isses übrigens kälter als draußen, und auch noch länger als durch den Wald, aber das verschweigt uns Monsanto ja auch. >:(
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 09. Juni 2018, 01:30:20
Klingt komisch, is aber so!

Der Hofreiter Toni weiß halt wie alternatives Realitätsmanagement geht.

Um beim Thema zu bleiben: Die TAZ hat herausgefunden, dass das Gras überhaupt nicht freiwillig nicht auf den Gleisen wächst. Da steckt ebenfalls die durchtriebene Bayer-Monsanto-Verschwörung dahinter. Das muss natürlich aufhören. Das Gras muss handgezupft werden oder von Biohühnern weggepickt oder biodynamisch vom Gleiskörper wegdiskutiert werden. Irgendwas, aber bitte nicht dieses absolut tödliche und krebserregende Glühfosaht-Gift, von dem alle Bienen sterben.

https://www.taz.de/Deutsche-Bahn-nutzt-Pestizid/!5511189/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 09. Juni 2018, 12:48:49
Solche Aussagen lassen mich immer einigermaßen fassungslos zurück.
Wie kann es sein, dass man mit solchen offensichtlichen und einfach zu widerlegenden Lügen
durchkommen kann, ohne mit einem nassen Fetzen*) vom Hofe geprügelt zu werden?

*) österr. für Lappen, Putztuch
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 09. Juni 2018, 13:02:58
Also, ehrlich, mich nervt schon sein Deutsch. Danke danke. Keine Lust mehr herauszufinden, mit welchen Geisteskapriolen er zu seiner Aussage gekommen ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 09. Juni 2018, 14:23:18
Keine Lust mehr herauszufinden, mit welchen Geisteskapriolen er zu seiner Aussage gekommen ist.

Lust hatte ich auch keine, als ich das heute morgen las. Aber ich war so verblüfft, dass ich der Sache dann doch (unwillig) nachgegangen bin. Ich wollte herausfinden, wie ein promovierter Biologe zu so einer Aussage kommt.

Es stellte sich heraus, dass man dazu das telefonische Interview mit Hofreiter anhören muss, das der RBB mit ihm führte im Zusammenhang mit der Nachricht, Bayer hätte nun Monsanto übernommen (diese Nachricht war am 6.6. bis 8.6. in den Medien umläufig und die "Grünen" haben dazu eine Presseerklärung/Stellungnahme abgegeben, verantwortet von Hofreiter und anderen; diese Stellungnahme ist "Grünen"-üblich ablehnend gestaltet mit den gewohnten apokalyptischen Phrasen - enthält aber bezeichnenderweise die bizarre Aussage Hofreiters *nicht*).

Wie sich beim Abhören des Audio-Mitschnitts erwies, bezog sich Hofreiter auf den letzten "Weltagrarbericht (https://de.wikipedia.org/wiki/Weltagrarbericht)" des "Weltagrarrats", der von der "Weltbank" initiiert wurde (beachte: Vergangenheit). Es gibt eine Webseite (über den WP-Link erreichbar) einer explizit deutschstämmigen NGO zur Thematik "Weltagrarrat", die allerdings nicht gut verlinkbar ist, weil sie massiv parteiisch ist. Ansonsten scheint die internationale Plattform "Weltagrarrat" politisch/wissenschaftlich völlig tot zu sein - eine Ahnung davon, warum das so ist, vermittelt der verlinkte dt. WP-Eintrag unter dem Abschnitt "Konflikte".

Hofreiter begründete also in dem Interview die Aussage, (traditionelle) bäuerliche Kleinbetriebe (im wesentlichen sind damit weltweit gesehen im Bericht diejenigen Klein-/Familienbetriebe in ökonomisch benachteiligten Weltregionen gemeint - die hiesigen landwirtschaftlichen Kleinbetriebe gehören dagegen allesamt zur "Hochleistungslandwirtschaft", also selbstverständlich auch die "Bio"- oder "Alternativ"-Betriebe) seien produktiver als die "Hochleistungslandwirtschaft", die auf massivem technischem/wissenschaftlichem Mitteleinsatz beruht, mit einem Rückbezug auf den letzten Weltagrarbericht. Daraus ginge dieser Tatbestand (wissenschaftlich beforscht und erwiesen) hervor. Also habe ich mir in den letzten Stunden den Synthesebericht, die Zusammenfassung und große Teile der relevanten Passagen des eigentlichen Berichts durchgelesen (eher: überflogen).

Ich kann hier nur feststellen, dass der sog. "Weltagrarbericht" auch nach eigener Aussage empirisch zu schwach basiert ist für jede Feststellung einer solchen prinzipiellen Art. Des weiteren finde ich in keinem der Papiere auch nur annähernd irgendeinen Hinweis oder Ansatz, der Hofreiters Behauptung stützen könnte. Im Gegenteil geht der *gesamte* Bericht davon aus und zeigt das auch in jedem einzelnen zitierten paper, dass die "Hochleistungslandwirtschaft" seit der "Grünen Revolution" in jedem einzelnen Markt-, Produktions- und Handelssegment die klar dominierende Bewirtschaftungsform ist - u.a. *aufgrund* der wesentlich höheren Ertrags- *und* Einkunftslage der bäuerlichen Betriebe, die in dieser Betriebsform wirtschaften. Das zentrale Thema des Berichts ist die Armutssituation prekarisierter bäuerlicher Regionen, die mit modernen Bewirtschaftungsformen nicht mithalten konnten in den letzten Jahrzehnten und auch weiterhin nicht können. Die Gründe *dafür* jedoch sind eindeutig nicht irgendwelche Produktionsprozesse, sondern die Vielzahl massiver struktureller Benachteiligungen, die wesentlich politisch/gesellschaftlicher Natur waren/sind.

Ohne dass Hofreiter sehr genau die Passage(n) benennt, aus denen heraus sich seine Behauptung seiner Meinung nach stützen liesse, ist seine Behauptung aus meiner Sicht heraus auf gar keinen Fall durch den Bericht gedeckt.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 09. Juni 2018, 22:40:42
Ohne dass Hofreiter sehr genau die Passage(n) benennt, aus denen heraus sich seine Behauptung seiner Meinung nach stützen liesse, ist seine Behauptung aus meiner Sicht heraus auf gar keinen Fall durch den Bericht gedeckt.

Ich habe über den zitierten Satz auch eine Weile nachgedacht, allerdings, zugegeben, ohne der Quelle nachzustöbern. Irgendwann kam mir die Idee, dass die weltweite Summe der kleinbäuerlichen Produktion vielleicht noch etwas über der Summe der Produktion der effizienzorientierten Wirtschaftsform in Folge der grünen Revolution liegen könnte - und Hofreiter dieses nichtssagende Ergebnis in völlig irreführendem Kontext verwendet haben könnte. Jedenfalls ist es Unsinn, weil sie ungenutzte Effizienzreserven außer Betracht ließe.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ajki am 10. Juni 2018, 00:00:39
Ich *glaube* (gefährlich, weil man dann "interpretiert", was ein "Grüner" meinen könnte) nach Ansicht des Berichts, dass seine Aussage möglicherweise "holistisch" gemeint ist. In Anbetracht der gegebenen Tatsache, dass durchaus weite Teile der Welt unter massiver bäuerlicher Verarmung leiden (Produktion unterhalb Subsistenz-Niveau) und sich das nicht nur nicht wesentlich bessert, sondern infolge massiver Investitionen großer Player (Landkäufe China...) sogar wohl noch verschlechtern wird - und unabhängig von diversen anderen erheblichen sozialen Drucksituationen in failed states - *könnte* er auf Grundlage des Reports meinen, dass bei Umkehr solcher Prozesse und Stärkung der Kleinbauern-Situationen LOKAL - bei den betroffenen verarmten Dörfern, Gruppen, Sippen - mehr produzierte Güter "hängenbleiben". Denn die effizienzbasierten großen "Plantagen"-Ökonomien erzeugen für den Weltmarkt, nicht für die Leute vor Ort - die werden wenn überhaupt nur als schlechtestmöglich bezahlte Saisonkräfte entlohnt, was wiederum für die Subsistenz nicht langt. Dafür gibt es im Report sowohl Zahlen und Daten, als auch diverse Ansätze zur Stärkung und zum Aufbrechen solcher Ausbeutungsverhältnisse.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Dunkelzahn am 10. Juni 2018, 00:44:22
Ich habe zum Thema mal eine Weile gesucht. Es gibt eine verbreitete Behauptung, dass Kleinbauern 70% der Nahrungsmittel der Welt produzieren. Konnte nie Zahlen finden, die das eindeutig belegen oder widerlegen.

Vor 4 Jahren wurde dazu auf Researchgate eine Diskussion gestartet, woher diese Zahl eigentlich kommt. Bis heute konnte keine Quelle gefunden werden, es gibt nur Hypothesen und Fundstellen, wo etwas "so ähnliches" steht.
https://www.researchgate.net/post/Smallholder_farmers_produce_70_per_cent_of_the_worlds_food_Whats_the_source_for_this_number
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 10. Juni 2018, 01:14:58
Bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Intensität Forum- Mitglieder Quellenstudium betreiben. :grins2:

Ich bin einfach von diesem Zitat ausgegangen:

"Der Grünen-Politiker sprach sich deutlich dafür aus, keine gentechnisch veränderten Pflanzen in die Natur auszubringen. "Die kreuzen wild aus", warnte er. Ein Beispiel sei gentechnisch veränderter Raps, der in Kanada in die Natur ausgebracht wurde. "Raps ist sehr nah verwandt mit Wildkräutern und ist dort ausgekreuzt. Und da sind jetzt sogenannte Super-Unkräuter entstanden, die resistent sind gegen eine ganze Reihe von Herbiziden." Das sei völlig außer Kontrolle geraten. "Gentechnik in lebende Pflanzen, die sich vermehren können, […] ist ein Groß-Experiment mit der freien Natur - und das halten wir einfach schlichtweg für unverantwortlich."

meine Interpretation:

Sein Zitat über Hochleistungslandwirtschaft und Kleinbauern stellt lediglich seine eigene düstere Zukunfts- (Wunsch?)-Phantasie dar, vor der er uns gleichzeitig zu bewahren verspricht.

https://www.facebook.com/anton.hofreiter/posts/1841533042576843

https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201806/07/242800.html



Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: eLender am 10. Juni 2018, 01:39:12
"Der Grünen-Politiker sprach sich deutlich dafür aus, keine gentechnisch veränderten Pflanzen in die Natur auszubringen. "Die kreuzen wild aus", warnte er. Ein Beispiel sei gentechnisch veränderter Raps, der in Kanada in die Natur ausgebracht wurde. "Raps ist sehr nah verwandt mit Wildkräutern und ist dort ausgekreuzt. Und da sind jetzt sogenannte Super-Unkräuter entstanden, die resistent sind gegen eine ganze Reihe von Herbiziden." Das sei völlig außer Kontrolle geraten. "Gentechnik in lebende Pflanzen, die sich vermehren können, […] ist ein Groß-Experiment mit der freien Natur - und das halten wir einfach schlichtweg für unverantwortlich."

Wie immer: ein wenig Wahrheit und gaaanz viel Apokalyptik. Ick zitiere mal aus WP:

Zitat
Eine zwischen Mai 2000 und 2004 im Auftrag des Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA) durchgeführte britische Studie untersuchte, inwiefern transgener Raps seine Resistenzeigenschaft auf die verwandten Arten Gemüsekohl (Brassica oleracea), Rübsen (Brassica rapa), Schwarzer Senf (Brassica nigra), Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum), Raphanus sativus (Garten-Rettich), Acker-Senf (Sinapis arvensis) und Weißer Senf (Sinapis alba) übertragen kann. Bei der seltensten Art im Untersuchungsgebiet, den Rübsen, wurde in zwei von 9547 Fällen Resistenz gegenüber Glufosinat (Liberty) nachgewiesen. Alle anderen untersuchten Arten (85912 Pflanzen) waren nicht betroffen. Da die Autoren der Studie nicht erwarten, dass die Eigenschaft der Herbizidresistenz in der Natur einen Fitnessvorteil darstellt, sehen sie die Übertragung der Resistenzeigenschaft als weniger großes Problem an.[17]
https://de.wikipedia.org/wiki/Transgener_Raps#%C3%9Cbertragung_der_Herbizidresistenz_auf_verwandte_Arten

Dass solche Arten als "Superunkräuter" bekannt wären, wäre mir neu. Die hätten lediglich auf dem Monsantano-Acker einen Überlebensvorteil. Ergo würde das niemals eine Auswirkung auf die freie Natur haben. Es hätte lediglich eine negative Folge für Belzebayer. Die könnten ihre Monstersaat nicht mehr verkaufen.

Hat jemand Anton schon über die Killertomaten (siehe gleichnamigen Dokumentarfilm) unterrichtet?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 10. Juni 2018, 10:56:33
Bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Intensität Forum- Mitglieder Quellenstudium betreiben. :grins2:

Wie mir immer deutlicher vor Augen geführt wird, ist dies auch bitter nötig. ::)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 17. Juni 2018, 09:39:44
Allerdings scheinen die Zeiten so zu werden, dass wir sie noch brauchen.
https://claudia-roth.de/persoenliche-erklaerung-von-claudia-roth-zur-inszenierten-schweigeminute-der-afd-im-deutschen-bundestag/
Ich verlinke das mal obwohl sie ja auch hier eine der Hassfiguren ist.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 17. Juni 2018, 11:38:20
Ich verlinke das mal

Dazu gehört auch die Stellungnahme ihres "Chefs" Wolfgang Schäuble, nachzulesen auf Seite 3742 des Plenarprotokolls:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/19/19039.pdf (Suchbegriff "Schweigeminute").

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Typee am 17. Juni 2018, 15:51:54
obwohl sie ja auch hier eine der Hassfiguren ist.

Tut nichts, in dieser Sache stimme ich ihr zu.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 17. Juni 2018, 17:50:00
obwohl sie ja auch hier eine der Hassfiguren ist.

Tut nichts, in dieser Sache stimme ich ihr zu.

Die Zeiten scheinen danach näher zusammenzurücken.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 30. Juni 2018, 01:38:32
Es steht schlimmer um Renate als gedacht:

(https://pbs.twimg.com/media/DgxwdPKWkAARFNm.jpg)
https://twitter.com/RenateKuenast/status/1012308404294086656

Man beachte auch den weiteren Verlauf des Tweets:
Zitat
Können Sie nicht im Sinne der Aufklärung auch erwähnen, dass die Grüne Revolution Millionen von Menschen vor dem Hungertod bewahrte? Diesen, mMn, nicht ganz unwichtigen Fakt zu verschweigen, halte ich im besten Fall für naiv, im schlimmsten Fall für böse und menschenverachtend.

Renate Künast
Da ich davon nicht überzeugt bin, schreibe ich es auch nicht.
  :facepalm


Am Rande:
Zur These "Aus neun Kilo Sojaeiweiß wird am Ende nur ein Kilo Fleisch":
Die Tonne Sojaextrakionsschrot (44% Protein) kostet hierzulande aktuell rund 350 €.
Für das kg Schwein (Schlachtkörper) bekommt der Bauer aktuell rund 1,50 €, bei Rind rund 3,50 €. Davon sind rund 60% (Schwein) bzw. 70% (Rind) Muskelfleisch.
Wie sich das ausgeht, insbesondere da ja auch noch ein paar andere Kosten anfallen, kann sich jeder selbst ausrechnen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Taniquel am 30. Juni 2018, 09:13:31
Es gibt eine verbreitete Behauptung, dass Kleinbauern 70% der Nahrungsmittel der Welt produzieren.
Sie könnten - Wenn man sie (Wenn ich mich richtig erinnere) mit modernen Geräten im Gesamtwert von ca. 10 Mrd Euronen ausstatten würde...
Die Quelle für diese Behauptung dürfte irgendeine ARTE/3Sat-Doku gewesen sein.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 30. Juni 2018, 11:15:04
Kleinbauern lieb, große Agrarbetriebe böse? Oder früher war alles besser? Eine Landwirtschaft aus kleinen bäuerlichen Betrieben hätte zur Folge dass hier wieder ein höherer Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft arbeiten müsste. Angesichts dessen, dass viele solcher Betriebe keinen Nachwuchs mehr finden, müsste Renatchen mal eine Offensive „Jugend aufs Land“ oder sowas ähnliches starten.  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: PeterPancake am 30. Juni 2018, 19:39:04
Kleinbauern lieb, große Agrarbetriebe böse? Oder früher war alles besser? Eine Landwirtschaft aus kleinen bäuerlichen Betrieben hätte zur Folge dass hier wieder ein höherer Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft arbeiten müsste. Angesichts dessen, dass viele solcher Betriebe keinen Nachwuchs mehr finden, müsste Renatchen mal eine Offensive „Jugend aufs Land“ oder sowas ähnliches starten.  ;D

Vollends dafür. Ich habe sogar schon knackige Werbeslogans dafür. Rentnerbespaßung, Kinder-Urlaubs-Camp, Frondienst für Gott und Vaterland. Es würden nicht nur mehr Menschen in der Landwirtschaft arbeiten, auch müsste es staatlicherseits ein Reglementierung von Agrargütern aus dem Ausland geben, wenn die nicht ähnlich wirtschaften. Ansonsten könnte man versucht sein Druck auf die Beschäftigten im Agrarsektor auszubauen. Arbeitshäuser werden wieder en vogue und eine neue prekäre Schicht aus dem Mittelalter entsteht wieder.  :police:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 24. November 2018, 21:50:35
Zitat
Hofreiter empfiehlt deshalb die Nutzung von elektrischen Adventskränzen die mit Ökostrom betrieben werden und energiesparende LED-Lampen verwenden. „Zudem muss es ein umfassendes Verbot von brennenden Kerzen in geschlossenen Räumen geben“, fordert er.

http://berliner-express.com/2018/11/gruene-kerzenverbot-in-innenraeumen/

Man macht sich halt beliebt wo man kann.

Das erinnert mich an einen ehemaligen Chef, der als Reaktion auf einen geringeren Umsatz (3-stelliger Mio-Bereich) der Firma die Angestellten mahnte, das Licht seltener einzuschalten.

Ach ja, Holzverbrennungsanlagen werden weiterhin gefördert.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 24. November 2018, 22:35:57
Naja, um Umweltschutz geht es denen schon lange nicht mehr. Man kann wohl nicht anders. Die Grenzwerte draußen sind so niedrig, dass selbst in Innenräumen mehr Schadstoffe sind. Aber man hinterfragt eben nicht die Grenzwerte, sondern will noch jede Privatnische regulieren.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 24. November 2018, 23:07:16
Beim Kerzenverbot gehe ich voll mit. Diese flackernden LED-Teelichtimitate vom Chinaschrott-Wühltisch des 1-€-Ladens sind doch mindestens genauso gemütlich.
Aber dass die Grüninnen jetzt auch schon ein komplettes Dieselverbot wollen, und das schon in zwei Jahren...

http://berliner-express.com/2018/11/gruene-diesel-verbot-bis-2020-benziner-ab-2025/

...halte ich dann doch für ein wenig überambitioniert. Wie soll ich ohne meinen SUV zum Bioladen um der Ecke kommen?
 :protest:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: kosh am 25. November 2018, 00:09:42
Die Grenzwerte draußen sind so niedrig, dass selbst in Innenräumen mehr Schadstoffe sind. ..

Vielleicht ne doofe Frage, aber: Muss das nicht so sein? Wenn ich mein Fenster aufmache, habe ich die Luft mit der Belastung von draussen, ne? Dh diese Belastung muss für alle akzeptabel sein.
Anderfalls könnte ich nie meine Fenster aufmachen und bräuchte spezielle Luftreiniger in meiner Wohnung?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 25. November 2018, 00:13:30
Bevor ihr euch hier in was reinsteigert:

https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-regional-politik-und-wirtschaft/kerzenverbot-nrw-ministerpraesident-laschet-faellt-auf-satire-rein-58625600.bild.html (https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-regional-politik-und-wirtschaft/kerzenverbot-nrw-ministerpraesident-laschet-faellt-auf-satire-rein-58625600.bild.html)

 :rofl

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 25. November 2018, 00:25:53
Bevor ihr euch hier in was reinsteigert:

https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-regional-politik-und-wirtschaft/kerzenverbot-nrw-ministerpraesident-laschet-faellt-auf-satire-rein-58625600.bild.html (https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-regional-politik-und-wirtschaft/kerzenverbot-nrw-ministerpraesident-laschet-faellt-auf-satire-rein-58625600.bild.html)

 :rofl

Wenn man ganz genau hinschaut, kommt man drauf  ;)

(http://berliner-express.com/wp-content/uploads/2018/05/Berliner-Express2.png)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 25. November 2018, 00:43:52
Satire war auch das mit den Räuchermännchen. Glaube ich. Oder?  :o :police: Den Vergleich mit den Innenraumwerten oder den Arbeitsplatzwerten gab es schon eher. Da kann man ja getrost das Fenster aufmachen, um den Mief drinne zu verdünnen, obs nun Kerzenruß ist oder das Ergebnis eigener Stoffwechseltätigkeit.  ;D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 25. November 2018, 00:45:36
Bevor ihr euch hier in was reinsteigert:

https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-regional-politik-und-wirtschaft/kerzenverbot-nrw-ministerpraesident-laschet-faellt-auf-satire-rein-58625600.bild.html (https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-regional-politik-und-wirtschaft/kerzenverbot-nrw-ministerpraesident-laschet-faellt-auf-satire-rein-58625600.bild.html)

 :rofl

Bild wird mir nicht angezeigt, die mögen meine Browsereinstellung nicht. Also konkret meinen Adblocker. Vermisse ich auch nicht.

Zitat
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Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 25. November 2018, 01:48:59
Wenn man ganz genau hinschaut, kommt man drauf  ;)

(http://berliner-express.com/wp-content/uploads/2018/05/Berliner-Express2.png)

Ja, wenn man ganz genau geschauen hätte, lieber Paracelsus. ;)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 25. November 2018, 02:03:52
Mir war so, als hätten wir die Seite hier schon mal diskutiert. Das war aber vermutlich woanders. Das ist so die Untergrenze von Satire zu "nicht mehr wirklich lustig", weil es auch als gezielte Verbreitung von Falschmeldungen angesehen werden kann.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 25. November 2018, 02:18:34
Stimmt. :-\

Ich muss zugeben, dass ich es auch für einen Moment lang für möglich gehalten habe. Dann sagte mir ein inneres Stimmchen: "Guck doch mal, ob das auch woanders auftaucht."  :Opa:

Tja, und dann kam der La(s)chet ... :police:

PS: Ja, ich höre manchmal Stimmen ... :Aluhut:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 25. November 2018, 02:19:30
Oops!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 23. Januar 2019, 11:15:48
Falls gerade jemandem kalt ist.

(https://scontent-frt3-2.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/50230546_1985987351706877_3348156049247961088_o.jpg?_nc_cat=108&_nc_ht=scontent-frt3-2.xx&oh=4827856f58d1e7f03f973df3cf70c1f5&oe=5CC6E32D)
https://twitter.com/BaerbelHoehn/status/1086898584304390145
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 23. Januar 2019, 11:31:49
Falls gerade jemandem kalt ist.

(https://scontent-frt3-2.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/50230546_1985987351706877_3348156049247961088_o.jpg?_nc_cat=108&_nc_ht=scontent-frt3-2.xx&oh=4827856f58d1e7f03f973df3cf70c1f5&oe=5CC6E32D)
https://twitter.com/BaerbelHoehn/status/1086898584304390145

Und Jörg Kachelmanns Antwort darauf:

Zitat
Frau Höhn phantasiert frei von jeglicher Verbindung zur Wissenschaft. Es ist nicht wahr, dass die „Golfstrom-Heizung nicht mehr funktioniert“. Es ist frei erfundener Blödsinn wie die vier Wochen „sibirische Kälte“ an sich. Offensichtlich sind alle Dämme gebrochen.
https://mobile.twitter.com/Kachelmann/status/1086909612543143941
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 18. Februar 2019, 04:20:33
Sarah Wiener auf Platz 2 der Liste zur Europawahl, der österreichischen Grünen.

https://derstandard.at/2000098128586/Sarah-WienerGruene-Kandidatin-mit-Promifaktor
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 18. Februar 2019, 11:54:05
Sarah Wiener auf Platz 2 der Liste zur Europawahl, der österreichischen Grünen...
Wenn sie in Brüssel versumpft und dadurch endlich aufhört zu behaupten, sie könne kochen
und wisse, was wir zu essen haben, wäre allen geholfen.
Es ist allerdings zu befürchten, dass sie ihre Missionierung weiter betreiben wird, weswegen
ihr Antreten für die Grünen nur konsequent ist. Auf meiner "Unsägliche-Grünen-Skala" ist sie
Renate Künast recht knapp auf den Fersen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 19. Februar 2019, 16:15:07
Falls gerade jemandem kalt ist.

(https://scontent-frt3-2.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/50230546_1985987351706877_3348156049247961088_o.jpg?_nc_cat=108&_nc_ht=scontent-frt3-2.xx&oh=4827856f58d1e7f03f973df3cf70c1f5&oe=5CC6E32D)
https://twitter.com/BaerbelHoehn/status/1086898584304390145

Und Jörg Kachelmanns Antwort darauf:

Zitat
Frau Höhn phantasiert frei von jeglicher Verbindung zur Wissenschaft. Es ist nicht wahr, dass die „Golfstrom-Heizung nicht mehr funktioniert“. Es ist frei erfundener Blödsinn wie die vier Wochen „sibirische Kälte“ an sich. Offensichtlich sind alle Dämme gebrochen.
https://mobile.twitter.com/Kachelmann/status/1086909612543143941

Ja, habe mir gestern den Arsch abgefroren. Jedes, ein bisschen von der gefühlten Norm abweichende Wetter, ist Klimaerwärmung. Es ist völlig beliebig. Oder wenn es mal drei Jahre hintereinander kälter ist, dann ist Klima plötzlich der gleitende Mittelwert. Es nervt. Wie es gerade passt.
Das zeigt schon ziemliche Merkmale einer geschlossenen Ideologie. Etwas, was argumentativ prinzipiell nicht widerlegt werden kann, ist unwissenschaftlich und Ideologie.
Politiker argumentieren halt so.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sailor am 19. Februar 2019, 20:35:30
Die Grünen sind Opfer des eigenen Erfolges. Sie haben mit der Emotionalisierung von Umweltproblemen begonnen und müssen seit den 80igern diesen Alarmismus fortführen... es kann ja nicht sein, dass die Welt irgendwann gerettet ist, dann wäre man ja arbeits- und bedeutungslos ;) Da werden Probleme geschaffen, siehe Mandelmilch, Bienen"sterben", Kohle/Atom, veggieday undsoweiterundsofort.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 19. Februar 2019, 22:53:51
Die Grünen sind Opfer des eigenen Erfolges. Sie haben mit der Emotionalisierung von Umweltproblemen begonnen und müssen seit den 80igern diesen Alarmismus fortführen... es kann ja nicht sein, dass die Welt irgendwann gerettet ist, dann wäre man ja arbeits- und bedeutungslos ;) Da werden Probleme geschaffen, siehe Mandelmilch, Bienen"sterben", Kohle/Atom, veggieday undsoweiterundsofort.

40 Jahre, nur erfundene Umweltprobleme, dabei sollte doch jeder wissen so was kann es gar nicht geben, weil sich das per Dekret alles selber über Angebot und Nachfrage regelt....., blöde Heringe!
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sailor am 19. Februar 2019, 23:27:05
Dasmit den Heringen verstehe ich jetzt nicht^^

Und es war ja auch nicht alles erfunden, nur die Massstäbe haben sich massiv verschoben. Heute droht weder der Atomtod (naja, Bastion in Kaliningrad IST Atomtod), den Wäldern gehts nicht mehr wegen des sauren Regens drecking, Bitterfeld ist ne blühende Landschaft, in Rhein und Elbe kann man baden. So gesehen gehts bergauf für alle, ausser für die Fledermäuse, die das Windrad köpft... für die gehts nur noch abwärts...
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 20. Februar 2019, 00:05:36
... und das Insektensterben scheint doch ein reales Problem zu sein.

Man mag sich gern über die eine oder andere Flause oder Schnurre der Grünen wundern oder ärgern - überflüssig sind sie noch lange nicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 20. Februar 2019, 01:04:57
Zitat
und das Insektensterben scheint doch ein reales Problem zu sein.

Ja. Ich habe schon an anderer Stelle was dazu geschrieben. Ursachen (kurz umrissen) sind unter anderem: Immer weniger Brachflächen, Misthaufen  Ackerrandstreifen und ungemähte Rasenflächen. Serile, saubere Dörfer. Aber die Grünen machen das real existierende Problem wieder zu Politik. Damit aber wird keinem geholfen, weil man ja so schön auf Strohmännern herumdrischt. Ich sach nur Gühfosat. Klar, Pestizide töten das Krabbelzeuch auch, aber die Einsatzmengen sind ja zurückgegangen und die schlimmsten Sachen sind nicht mehr im Einsatz. Ohne Pflanzenschutz gehts ja nicht, nicht mal im Ökolandbau. Dafür aber brauchen die Viechter Ausgleichsflächen, wo sie leben können.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 20. Februar 2019, 01:34:39
Dasmit den Heringen verstehe ich jetzt nicht^^

Und es war ja auch nicht alles erfunden, nur die Massstäbe haben sich massiv verschoben. Heute droht weder der Atomtod (naja, Bastion in Kaliningrad IST Atomtod), den Wäldern gehts nicht mehr wegen des sauren Regens drecking, Bitterfeld ist ne blühende Landschaft, in Rhein und Elbe kann man baden. So gesehen gehts bergauf für alle, ausser für die Fledermäuse, die das Windrad köpft... für die gehts nur noch abwärts...

Stichworte: Überfischung, Ausrottung bin mir aber sicher dass es hier jemand gibt der dahinter auch nur Nebel vermutet  :grins2:... die Strohmänner, ich weiss nicht, müssen wir wahrscheinlich in Asbestminen suchen....

Ernsthaft geht es mit darum wie sehr man ein homöostathisches System belasten kann bevor es kolabiert, und darum was von einer Einstellung zu halten ist die behauptet die Frage wäre dämlich, weil es ja bisher auch gut gegangen wäre.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 20. Februar 2019, 01:41:40
Jau, und die Grünen werden das Problem lösen. So, wie das: https://www.deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/windenergie-und-artenschutz
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 20. Februar 2019, 01:47:02
Noch ein Strohmann, lösen werden sie es nicht, traurig ist aber doch, dass sie die einzigen, ausser Feinripplindner, zu sein scheinen, die es erkennen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 20. Februar 2019, 01:53:02
Zitat
homöostathisches System

Hm, das ist es aber nicht. Und war es auch nie. Es gab immer Änderungen und wird sie auch immer geben. Es ist halt die Frage, ob Änderungen unsere Lebensinteressen berühren und wie damit umgegangen werden soll. Man kann verrsuchen, einigermaßen zu verhindern, was geht. Manches wird aber nicht gehen, und da muss man sich anpassen. Aber egal, welche Ressource man betrachtet, IHMO sind es viel zu viele Menschen auf dem Planeten.

Wenn man zB weniger Fische fängt, kann man mehr Aquafarming betreiben. Das aber trägt wiederum haufenweise Nährstoffe ins Meer. Das ist dann auch nicht gut. Also was anderes essen, keinen Fisch mehr. Dann werden woanders diese Ressourcen genutzt, auch mit entsprechenden Folgen. Man kanns drehen und wenden wie man will, es sind zu viele Leute da.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: ZKLP am 20. Februar 2019, 12:25:05
... und das Insektensterben scheint doch ein reales Problem zu sein.
Nein, das Insektensterben ist kein reales Problem. Sondern der Insektenschwund.
Den Unterschied muss ich nicht erklären, oder?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sailor am 20. Februar 2019, 13:11:13
Die Ausrede, es sei bisher gutgegangen bringt hier doch niemand. Es ist bisher "gutgegangen" weil der Mensch zuerst nur punktuell massiv eingegriffen hat. Mit der Industriellen Revolution kippt das erstmals und wurde eigentlich mit der Dekolonialisierung ein wirklich globales Problem. Eben weil nun alle Menschen von den Segnungen der Zivilisation profitieren wollten. Das ging bisher nur auf Kosten der Umwelt und durch die globale Entwicklung wurden Puffer zerstört, bzw. die Puffer schaffen es nicht mehr. "Der Westen" hat daraus gelernt (wobei das Lernen auch noch sehr jung ist), Schwellenländer wollen aber nicht auf die billige Energie verzichten... wobei China faszinierenderweise neben hardcorepöserpöser Kohle und Uran auch auf Wind und Solar setzt (weil man dort die gleichen tollen Nebenwirkungen wie Smog, belastete Böden/Trinkwasser, saurer Regen etcpp hat).

Letztendlich geht es um die Anreize, die jene Staaten bieten, die entwickelt sind. Dass überholen ohne einholen geht zeigt die Verbreitung moderner Telekommunikation in Afrika... gleiches muss auch mit Strom passieren, wobei man auf diese Weise auch mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt: Verfügbarkeit von Strom ermöglicht Leben und Arbeit ohne kohlenstoffbasierte Wäre, die Abholzung/Versteppung wird reduziert, der CO2-Ausstoß ebenfalls. Gleichzeitig ermöglicht Strom bessere Haltbarkeit von Lebensmitteln, Medikamenten und besseren Transport lebenswichtiger Rohstoffe (Wasser). Drittens haben Wind/Solar ihre große Stärke in der dezentralen Nutzung. Da es in der Dritten Welt nur Punktuell Großverbraucher gibt, die idR auch ihre eigene Stromversorgung mitbringen sind die Technologien Solar und Wind hervorragend geeignet... es muss sie nur jemand bezahlen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 20. Februar 2019, 21:38:31
Nein, das Insektensterben ist kein reales Problem. Sondern der Insektenschwund.
Den Unterschied muss ich nicht erklären, oder?

Ist mir wurscht, wie das Phänomen genannt wird. Die Viechers werden so oder so weniger. Daher kannst du dir das erklären sparen - genauso wie deinen Oberlehrerton.

Capisce?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sailor am 20. Februar 2019, 22:42:40
Gerade die Grünen könnten den Konflikt zwischen globalem Umwelt/Klimaschutz und regionalem Naturschutz aufweichen... wollen sie aber nicht, weil das Konflikt innerhalb der Peergroup bedeutet, den man nicht auf Glyphosat, Hochfinanz, böse Industrie oder Militär externalisieren kann ;) :D Dabei hat gerade die Bundesgrüne mehrfach bewiesen, dass sie Realpolitik können (Kosovo bspw.). Eine klare Position FÜR den Klimaschutz unter der bewussten Inkaufnahme regionaler "Opfer" (welche deutlich geringer und selektiver ausfallen als bei einer globalen Erhitzung mit allen Folgen) würde die Grünen und den Klimaschutz glaubhafter machen... das Profil schärfen... und Reibungsfläche zur SPD bieten :D
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 21. Februar 2019, 00:58:41
Dass bei dem politischen Gebaren der Grünen durchaus noch Luft nach oben ist - wer würde das bestreiten wollen. (Für welche Partei gilt das eigentlich nicht?)

Doof ist nur, dass man heute allem Anschein nach nur mit ... hm ... ich nenne es mal "große Klappe haben" - also mehr fordern, als realistisch (und mitunter vernünftig) ist - überhaupt die nötige Aufmerksamkeit erregt, um die breite Masse zu erreichen.

Ich denke, dass zu rationales Angehen nicht genügend Interesse für ein wichtiges Thema generiert. Die Folge ist, dass wir mit "Wir-werden-alle-sterben-Meldungen" bombadiert wird.

Ist natürlich wenig hilfreich, wenn es gilt, einen kühlen Kopf zu behalten.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 21. Februar 2019, 15:33:34
...Nein, das Insektensterben ist kein reales Problem. Sondern der Insektenschwund...
Scheinbar sterben... - sorry, schwinden die falschen Insekten: https://noe.orf.at/news/stories/2965733/
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 21. Februar 2019, 16:03:16
Natürlich betrifft es nicht alle Arten. Wie ich an anderer Stelle schrieb, die Population an Schmeißfliegenbrut in meiner Biotonne gedeiht - mit jahreszeitlichen Schwankungen - prächtig.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 21. Februar 2019, 20:57:08
Gilt auch für die Mücken, die aus dem versumpften Teich in Nachbars Grundstück zielgenau ihren Weg in mein Schlafzimmer finden. >:(
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 21. Februar 2019, 22:50:25
Mal im Ernst, der Verlust an Artenvielfalt, lächerlich gemacht mit Borkenkäfern, Schmeissfliegen und Stechmücken, wie peinlich wollt ihr denn noch werden?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 21. Februar 2019, 22:52:01

Mal im Ernst, der Verlust an Artenvielfalt, lächerlich gemacht mit Borkenkäfern, Schmeissfliegen und Stechmücken, wie peinlich wollt ihr denn noch werden? Oder ist das diese neue Wissenschaftlichkeit wie sie die AfD auch in Bezug auf den Klimawandel anwende?

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 22. Februar 2019, 12:20:59
... wie peinlich wollt ihr denn noch werden?
Also ich für meinen Teil wollte mich nur über die Pedanterie von ZKLP lustig machen.
Das Problem an sich will ich auf keinen Fall lächerlich machen. Von meinen eigenen Beobachtungen (deutlich weniger Schmetterlinge,
der Klassiker: weniger Insekten auf der Windschutzscheibe zermatscht) abgesehen, muss ich mich auf solide wissenschaftliche Forschung
zu diesem Thema verlassen. Die Krefelder Studie zähle ich nicht unbedingt dazu. Und der Extremalarmismus der einschlägigen Verbände/Parteien
geht mir ebenfalls tierisch auf den Sack. Was Sauropode in #856 geschrieben hat, kann ich nur unterschreiben.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 26. Februar 2019, 17:53:39

Mal im Ernst, der Verlust an Artenvielfalt, lächerlich gemacht mit Borkenkäfern, Schmeissfliegen und Stechmücken, wie peinlich wollt ihr denn noch werden? Oder ist das diese neue Wissenschaftlichkeit wie sie die AfD auch in Bezug auf den Klimawandel anwende?

Insekten sind teilweise auch Kulturfolger/ Schädlinge. Wenn in D die Wohngegenden immer sauberer, die Häuser immer ritzenfreier, die Kreisläufe (Dung, Abfälle) immer geschlossener werden, geht das mit einem Rückgang an Lebensräumen und Nahrungsangebot daher. Das führt zwangsläufig zur Abnahme von irgendwelchen  Insekten. Die ernähren sich ja nicht alle von Blüten.
Ich erinnere mich, dass durch den Klimawandel die Waldschädlinge zunehmen und die Malaria nach Norden vorrücken sollte. Da wurde sozusagen vor einer Zunahme von Insekten gewarnt.
Unsere Gewässer werden auch immer klarer, das ist gewünscht. In sauberem Wasser sind aber nicht nur Giftstoffe, sondern auch das Nahrungsangebot knapper.
Ökologie war doch noch nie so unterkomplex, wie die jeweiligen durchs Dorf getriebenen Säue des Jahres es darstellen wollten.

Die Honigbienen als Nutztier bedrohen auch die Artenvielfalt:
Zitat
Der Biologe von der Universität im englischen Cambridge weist darauf hin, dass intensive Landwirtschaft mit großen Monokulturen und Pestizid-Einsatz zwar auch Honigbienen zusetzen. Doch weil Imker sie umsorgen, geht es Honigbienen grundsätzlich gut. In Deutschland zum Beispiel wächst die Zahl der Bienenvölker seit ein paar Jahren kontinuierlich, weil wieder mehr Menschen imkern.
...
„Honigbienen sind sehr effizient. Darum können sie so große Kolonien bilden. Sie fliegen bis zu zehn Kilometer aus, wenn sie Nahrung suchen. Und sie können ihren Nestgenossinnen sehr effektiv mitteilen, wo gute Nahrungsquellen zu finden sind. Dort treffen dann sehr rasch sehr viele Honigbienen ein. In natürlichen Lebensräumen treten sie auf diese Weise in direkte Konkurrenz mit wilden Bestäubern.“
https://www.deutschlandfunk.de/konkurrenz-der-bestaeuber-honigbienen-koennen-anderen-arten.676.de.html?dram:article_id=410048

Jeder Eingriff wird irgendwelche ungewollten und gewollten Folgen haben. Ich bin ein großer Insektenfan, Insektenhotelbauer, Sommerfliederanpflanzer.
Die Unvernunft und das Herdenverhalten, was jedem Aktivismus innewohnt, ist mir eben unangenehm.
Es ist fast nie ergebnisoffen und der Schuldige steht von vorneherein fest.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 26. Februar 2019, 20:44:56
Zitat
Insekten sind teilweise auch Kulturfolger

....jetzt ernsthaft? Die Osterinseln ein einziges Insektenparadies? ...hier trauern auch alle Angler weil wegen der blöden Kläranlagen keine Fische mehr im Wasser sind.

Wo steht denn man müsse als Skeptiker ähnlich auf den Tricker "Grüne" oder "Resourcen" reagieren wie die Verstrahlten auf "Pharma" und "Chemie"? Ja der "club of Rome" hat sich damals um Potenzen verhauen, das ändert aber nichts am Grundproblem.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 26. Februar 2019, 21:41:59
Bevor Du wegen Deiner Schnappatmung blau anläufst und umfällst:

1. Was ist mit den Osterinseln?

2. Viele, auch seltene Insektenarten sind auf Kulturökosysteme angewiesen, wie Streuobstwiesen, Hecken, Trockenrasen, alte Mauern, offengelassene Steinbrüche und Kiesgruben, Mist- und Komposthaufen, usw. Das sind die Kulturfolger, die es hier in einer reinen Naturlandschaft nicht gäbe, denn da wäre fast alles bewaldet. Was veranlasst Dich, bei dieser Aussage „Kulturfolger“ Schnappatmung zu bekommen? An Coninas Aussage ist nichts falsch. Du scheinst eher darauf einzugehen, WER hier etwas postet, anstatt auf den Imhalt einzugehen.

3. Was hat der Bestand an angelbaren Fischen und Kläranlagen mit Insekten zu tun? Wasserverschmutzung ist ein anderes Thema, das durchaus ernstgenommen werden sollte, aber eben in einem eigenen Faden.

Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 26. Februar 2019, 22:07:12
Bevor Du wegen Deiner Schnappatmung blau anläufst und umfällst:

1. Was ist mit den Osterinseln?

2. Viele, auch seltene Insektenarten sind auf Kulturökosysteme angewiesen, wie Streuobstwiesen, Hecken, Trockenrasen, alte Mauern, offengelassene Steinbrüche und Kiesgruben, Mist- und Komposthaufen, usw. Das sind die Kulturfolger, die es hier in einer reinen Naturlandschaft nicht gäbe, denn da wäre fast alles bewaldet. Was veranlasst Dich, bei dieser Aussage „Kulturfolger“ Schnappatmung zu bekommen? An Coninas Aussage ist nichts falsch. Du scheinst eher darauf einzugehen, WER hier etwas postet, anstatt auf den Imhalt einzugehen.

3. Was hat der Bestand an angelbaren Fischen und Kläranlagen mit Insekten zu tun? Wasserverschmutzung ist ein anderes Thema, das durchaus ernstgenommen werden sollte, aber eben in einem eigenen Faden.

Du wolltest doch nicht mehr von Dir auf andere.......
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 26. Februar 2019, 22:08:57
Beantworte bitte die Fragen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 26. Februar 2019, 22:25:08
Beantworte bitte die Fragen.

Mit einer auch nur durchschnittlichen Ausbildung sollte Dir das selber gelingen.

Ein erster Ansatz

https://de.wikipedia.org/wiki/Osterinsel
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 26. Februar 2019, 22:28:31
So wird das nichts. Auf hingerotzte Links gehe ich nicht ein. Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Schönen Abend noch, Belbo.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 26. Februar 2019, 22:32:35
So wird das nichts. Auf hingerotzte Links gehe ich nicht ein. Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Schönen Abend noch, Belbo.

Interessanter Gedanke der Verlust Deiner Zeit könnte schade sein...Sauropode
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 26. Februar 2019, 22:39:11
@ Sauropode / Belbo
Könnt ihr euren etwas skurrilen Streit bitte auf anderen Kanälen austragen?
Z.B. per PN, ober bei einem Bier in der Kneipe ums Eck.
Hier wirkt das Ganze etwas kindisch.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 26. Februar 2019, 22:43:52
Ich streite mich nicht. Ich habe meinen Standpunkt dargelegt und nachgefragt, was Belbo meint. Und ich bekomme dämliche Antworten. Mehr gibt es von mir dazu nicht. Das ganze ist mir zu blöd, ebenso wie das:

Zitat
Mal ernsthaft, Du bist hier nicht auf Twitter, darfst also auch gerne eigenverantwortlich eins und eins zusammenzählen.


Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Conina am 01. März 2019, 14:16:09

Wo steht denn man müsse als Skeptiker ähnlich auf den Tricker "Grüne" oder "Resourcen" reagieren wie die Verstrahlten auf "Pharma" und "Chemie"? Ja der "club of Rome" hat sich damals um Potenzen verhauen, das ändert aber nichts am Grundproblem.

Das steht nirgendwo. Das Einzige, was bei mir reflexhaft passiert ist, ist, dass ich denke: "stimmt das wirklich so".
Das ist schon immer mein "Problem". Das macht mich zu einem bescheidenen Smalltalkpartner. Ich tappe selbst in die Falle, dass ich mir schöne Narrative nicht durch Fakten kaputtmachen lasse, aber ich versuche das möglichst zu vermeiden. Ich habe glernt, dass es hilfreich ist, Gemeinsamkeiten zu suchen. Ich denke, dass wir beide in vielen Dingen die gleichen Ziele haben und gar nicht so weit auseinanderliegen.  :prosit

Erst sind die Kakerlaken die Gewinner des Atomkrieges, neuerdings sterben die Insekten (zumindest laut der reißerischen und übertriebenen Überschriften zur letzten Übersichtsstudie) innerhalb von 100 Jahren aus, wenn wir so weitermachen.
Das ergibt keinen Sinn. Außerdem macht  niemand so weiter, wenn er gar nicht mehr Schädlinge bekämpfen muss.

Na ja, wenigstens würden wir so Schlafkrankheit, Malaria, Dengue, Gelbfieber und andere Plagen ganz nebenbei mit besiegen:
https://tropeninstitut.de/krankheiten-a-z/insekten
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 01. März 2019, 14:32:24
Zitat
Na ja, wenigstens würden wir so Schlafkrankheit, Malaria, Dengue, Gelbfieber und andere Plagen ganz nebenbei mit besiegen:
https://tropeninstitut.de/krankheiten-a-z/insekten

Ich glaube, die Hoffnung ist vergebnes. Eher werden Juchtenkäfer und die Blauflühelige Ödlandschrecke verschwinden.

Was mich an diesen xyz-Sterben so nervt, ist diese pauschale Behauptung, die sich bei näherer Betrachtung viel anders darstellt. Insekten sind die artenreichste Lebensform auf der Erde, ok, vllt. sind Bakterien da noch mehr, wer weiß das aber so genau? Und Insekten sind sehr anpassungsfähig. Völlig aussterben werden die nicht. Einige sicher, aber es entstehen auch wieder neue Spezies.

Schon mal was vom Eschensterben gehört? Passiert gerade hier und heute. Ein Pilz wurde aus Asien eingeschleppt und lässt Eschen eingehen. Ähnlich wie bei dem Ulmen.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 12. März 2019, 02:28:33
Die Landeszentrale für politische Bildung informiert:

(https://pbs.twimg.com/media/D1Z_mHUWsAArOdb.png)

Im zugehörigen Artikel steht übrigens nichts von Strahlentoten.

https://www.lpb-bw.de/atomkatastrophe.html
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Sauropode am 12. März 2019, 02:35:55
Wusstest Du das nicht? Der Atomreaktor ist in die Luft geflogen und hat ein Erdbeben ausgelöst, was wiederum den Tsunami zur Folge hatte. Und das hat Tausende Opfer gegeben.

 :facepalm
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 12. März 2019, 02:37:08
Jetzt ergibt alles Sinn. Alles.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: smartie am 12. März 2019, 10:56:13
Ungeschickt ausgedrückt, würde ich sagen.
Wenn ich wegen eines defekten AKW zwangsumgesiedelt würde, würde ich mich auf jeden Fall auch als Opfer sehen.

Auf jeden Fall besser als der unsägliche Facebook-Post von Claudia Roth damals.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sailor am 12. März 2019, 11:50:02
Ja klar^^

Fakt ist, die eigentliche Katastrophe wird verschwiegen, um das fakenewsnarrativ linksgrün versiffter Ideologen weiter zu nähren ;)

Mal ehrlich, da wundern sich Naivlinge, warum Idioten "Lügenkresse!" schreien?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: RainerO am 12. März 2019, 13:42:31
Ungeschickt ausgedrückt, würde ich sagen...
Nein, das ist volle Absicht.
Die wenigsten werden den Artikel lesen, sondern nur den Tweet.
Dass es keinen einzigen (Strahlen-)Toten durch den Unfall im AKW gab, wird die "Atom-ist-böse"-Fraktion nicht interessieren.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 12. März 2019, 15:04:24
Nein, ich denke nicht, dass das Absicht ist. Es ist eine ideologisch getriggerte Pseudoreminiszenz, das kann subjektiv durchaus ehrlich sein. Dann sollte es aber wenigstens peinlich sein. 
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: sailor am 12. März 2019, 15:30:26
Absicht ist da ziemlich unscharf.

Eher die Frage nach Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit ;) Ich tippe bei Autoren der Landeszentralen eher auf letzteres, die "pseudogrünen" Narrative sind inzwischen bei vielen Journalisten fest verwurzelt. Jeder Mensch hat so Grundannahmen, die nicht hinterfragt werden und in der Folge die Rezeption anderer Nachrichten prägen. Deswegen funktionierte das System Relotius so lange. Aber gerade bei einer Einrichtung wie der BpB/LpB`en sollte man persönliche Neigungen ausblenden können und im Zweifelsfall einmal mehr recherchieren und Formulierungen überdenken.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 12. März 2019, 21:22:06
Dass es keinen einzigen (Strahlen-)Toten durch den Unfall im AKW gab, wird die "Atom-ist-böse"-Fraktion nicht interessieren.

Wenn die Krebsrate unter Jugendlichen wirklich dreißigmal höher als im Rest Japans, was die Regierung allerdings bezwiefelt, dann kommt das noch.

Nur mal so nebenbei: So lange mir niemand plausibel erklärt, was man mit dem "Atommüll" die nächsten Jahrtausende macht, bin ich nicht unglücklich über den "Atomausstieg" der Bundesregierung.

Okay, der einen oder andere Forschungsreaktor könnte noch in Betrieb bleiben.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 12. März 2019, 21:55:34
Nur mal so nebenbei: So lange mir niemand plausibel erklärt, was man mit dem "Atommüll" die nächsten Jahrtausende macht, bin ich nicht unglücklich über den "Atomausstieg" der Bundesregierung.

Ein schöner Wunsch. Nur taucht dann natürlich sofort die Frage nach sinnvollen Alternativen auf.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 12. März 2019, 22:22:14
Wir wollen doch jetzt nicht dem Whatsaboutism frönen, gell?! ;)
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: celsus am 12. März 2019, 23:35:59
Nein. Die Frage lautet: Wenn wir Kernkraftwerke abschaffen, wie erzeugen wir dann zuverlässig, dauerhaft, bedarfsgerecht und klimafreundlich Strom?
Wenn es darauf aktuell keine brauchbare Antwort gibt, bleibt eben nur, von Elektrizität unabhängig zu werden.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: LaDeesse am 13. März 2019, 01:01:08
Nur taucht dann natürlich sofort die Frage nach sinnvollen Alternativen auf.

Die in D betriebenen Reaktoren halte auch ich wegen der laufenden Produktion großer Mengen radioaktiven Abfalls für indiskutabel. Doch es gibt durchaus Alternativen:

Zitat
Derzeit wird weltweit aktiv an neuen Reaktorkonzepten gearbeitet, den Generation-IV-Konzepten, insbesondere mit Blick auf den erwarteten wachsenden Energiebedarf. Diese sollen besondere Kriterien von Nachhaltigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit erfüllen. Insbesondere wird durch Brutreaktoren eine deutlich höhere Effizienz in der Ausnutzung vom Brennstoff erzielt und eine geringere Menge an radioaktivem Abfall. Das Risiko der Kernschmelze durch die Nachzerfallswärme wird mit einer ausreichend starken passiven Kühlung auf Null reduziert. Die ersten Gen-IV-Reaktoren sollen ab 2030 zum Einsatz kommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernreaktor#Brutreaktor

Weltweit wird daran gearbeitet - hierzulande natürlich nicht.
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Belbo am 13. März 2019, 04:55:58
Ihr versteht das nich, früher war einfach alles besser!  :2thumbs:
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 13. März 2019, 10:47:34
Nein. Die Frage lautet: Wenn wir Kernkraftwerke abschaffen, wie erzeugen wir dann zuverlässig, dauerhaft, bedarfsgerecht und klimafreundlich Strom?

Sorry, ich bleibe da hartnäckig. :grins2:

Wohin mit dem hochradioaktiven Atommüll in Deutschland?
Titel: Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
Beitrag von: Peiresc am 13. März 2019, 10:58:58
Nein. Die Frage l