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Autor Thema: Ebola und Homöopathie  (Gelesen 65164 mal)

aoerli

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #30 am: 11. August 2014, 20:50:59 »
Das hört sich ganz gut an. Wenn wir krank sind, stehen wir mehr oder weniger unter Stress und das wirkt sich nachweislich negativ auf das Immunsystem aus. Durch die positiven Gedanken kann man dem Stress entgegenwirken und das IS läuft wieder annährend normal. Vielleicht ist das das große Geheimnis des Placebo-Effekts.

Genau das ist es: es hört sich gut an. Was ein mir ein wenig fehlt, und worauf ich hoffe, sind überzeugende Belege für eine klinische Bedeutsamkeit dieser experimentellen Befunde - über Folklore und Anekdote hinaus.
http://people.auc.ca/brodbeck/4007/article6.pdf

Gibt es tonnenweise. Etwas Recherche würde einem da aber gut tun.
Zitat
Wer an „Offenbarung", Wahrheit, Lehre einer Sekte zweifelt oder Kritik übt, muss bekämpft, ausgegrenzt oder abgewertet werden.
https://www.psiram.com/ge/index.php/Sekte

Robert

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #31 am: 11. August 2014, 20:54:33 »
Zitat
Dummer Vergleich. Es geht darum, ob man beim mit der Rakete auf den Mond fliegen noch ne Zeichnung einer Cessna mitnehmen darf, oder man dies als Verbrechen an der Menschheit deklariert.

Um bei diesem Vegleich zu bleiben, welchen Nutzen soll die Zeichnung einer Cessna beim Flug zum Mond haben außer dass sie nutzloser Ballast ist?

Nettes Eigentor....

aoerli

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #32 am: 11. August 2014, 20:57:41 »
Es gibt Studien, die zeigen, dass eine Zeichnung einer Cessna den Piloten in einen Zustand versetzt, der ihn besser fliegen lässt. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit zum Mond zu gelangen.

Mal übertragen gesehen.
Zitat
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sweeper

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #33 am: 11. August 2014, 21:02:14 »
@aoerli:
Zitat
Gibt es tonnenweise. Etwas Recherche würde einem da aber gut tun.
Hier gilt die Regel: wer behauptet, muss selbst belegen statt mit verschränkten Armen zu sagen "Nun sucht mal schön!

Thema hier ist Ebola.
Das ist ein akut verlaufendes hämorrhagisches Fieber.
Das Virus befällt so gut wie alle Zellen und multipliziert sich extrem schnell.
Hättest du nur die Wiki-Artikel gelesen, dann wüsstest du, dass das mit dem Placeboeffekt in dieser Kombi nicht funktionieren kann - v.a. wenn du begriffen hast, wie das IS funktioniert.

Übrigens sterben die Leute in Massen, obwohl ihre traditionellen Heiler jede Menge Placebo- kräftiger Rituale mit ihnen zelebrieren.
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aoerli

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #34 am: 11. August 2014, 21:09:55 »
@sweeper: Du willst gerade sagen, dass das Immunsystem kein Faktor in der Bekämpfung des Ebola-Virus ist?

Zitat
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Robert

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #35 am: 11. August 2014, 21:15:11 »
Dass bei einem Schnupfen ein Placebo das subjektive Befinden verbessern kann, bestreitet hier niemand. Doch dazu ist Homöopathologie nicht nötig. Ein heißer Tee, eine Tasse Hühnerbrühe oder eine Lutschpastille tun es ebenso. Wozu dann dieser Mummenschanz um magisch geschütteltes Wasser?

Bei schweren krankheiten versagt dies jedoch auf ganzer Linie. Es gibt genug traurige Beispiele, wo Mensche zugunsten der angeblich sanften Alternaivmedizin auf kompetente Hilfe verzichtet und mit dem Leben bezahlt haben.

sweeper

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #36 am: 11. August 2014, 21:18:21 »
@sweeper: Du willst gerade sagen, dass das Immunsystem kein Faktor in der Bekämpfung des Ebola-Virus ist?


Geschwätz!
Der Placebo-Effekt (wenn er denn einen deutlichen Einfluss auf das IS hätte), käme hier einfach zu spät.
Vermutlich kommen die normalen Mechanismen des IS auch nicht durchschlagskräftig zum Tragen - zu viele Zellen werden zu schnell zerstört, und auch das Gefäßsystem ist betroffen.
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Terry Pratchett

pelacani

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #37 am: 11. August 2014, 21:20:26 »
Das hört sich ganz gut an. Wenn wir krank sind, stehen wir mehr oder weniger unter Stress und das wirkt sich nachweislich negativ auf das Immunsystem aus. Durch die positiven Gedanken kann man dem Stress entgegenwirken und das IS läuft wieder annährend normal. Vielleicht ist das das große Geheimnis des Placebo-Effekts.

Genau das ist es: es hört sich gut an. Was ein mir ein wenig fehlt, und worauf ich hoffe, sind überzeugende Belege für eine klinische Bedeutsamkeit dieser experimentellen Befunde - über Folklore und Anekdote hinaus.
http://people.auc.ca/brodbeck/4007/article6.pdf

Gibt es tonnenweise. Etwas Recherche würde einem da aber gut tun.

Dann sollte es Dir doch leicht fallen, mal eine Arbeit zu finden mit folgendem Inhalt: definierte Erkrankung, kontrolliertes Design, „psychische“ Intervention, signifikante Verbesserung in einem vordefinierten klinischen Endpunkt (bitte beachte, dass jedes dieser Worte wichtig ist). Dein Link gibt genau das nicht her.

aoerli

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #38 am: 11. August 2014, 21:21:32 »
Ja. Das wär leicht zu finden.
Zitat
Wer an „Offenbarung", Wahrheit, Lehre einer Sekte zweifelt oder Kritik übt, muss bekämpft, ausgegrenzt oder abgewertet werden.
https://www.psiram.com/ge/index.php/Sekte

Robert

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #39 am: 11. August 2014, 21:23:56 »
Im gegenteil, das IS scheint hier eher kontraproduktiv zu sein. Die Gefäße werden durchlässig, weil das IS Amok läuft, über Zytokine. Dass virale Glycoproteine die gerinnungsfaktoren hemmen, kommt erschwerend hinzu.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=42664

Also, was soll der Schmarrn mit der Stärkung des IS durch Zauberkügelchen?

pelacani

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #40 am: 11. August 2014, 21:26:36 »
Ja. Das wär leicht zu finden.

Zitat
Ich könnte tausend Gründe nennen, wenn ich nur welche wüsste.
- Otto.

aoerli

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #41 am: 11. August 2014, 21:38:18 »
Im gegenteil, das IS scheint hier eher kontraproduktiv zu sein. Die Gefäße werden durchlässig, weil das IS Amok läuft, über Zytokine. Dass virale Glycoproteine die gerinnungsfaktoren hemmen, kommt erschwerend hinzu.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=42664

Also, was soll der Schmarrn mit der Stärkung des IS durch Zauberkügelchen?

Zauberkügelchen schwächen jetzt also das Immunsystem? Als böser Zauber und nicht guter? Oder auf was willst Du hinaus?
Zitat
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Krebskandidat

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #42 am: 11. August 2014, 21:40:27 »
Im gegenteil, das IS scheint hier eher kontraproduktiv zu sein. Die Gefäße werden durchlässig, weil das IS Amok läuft, über Zytokine.

Die Cytokinfreisetzung scheint eher ungewollt durch das Aufplatzen infizierter Monocyten zu kommen. Das IS trägt also keine Schuld daran. Zumindest nicht an der Freisetzung, wohl aber an dem darauffolgenden Schock.
"wenn gott nicht das universum und unsere physik gesetze geschaffen hat dann wie kann es sein dass wasser bei genau 0 Grad friert und bei genau 100 Grad kocht? Zufällig 2 runde zahlen, was wäre die wahrscheinlichkeit?"

celsus

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #43 am: 11. August 2014, 21:46:22 »
Im gegenteil, das IS scheint hier eher kontraproduktiv zu sein. Die Gefäße werden durchlässig, weil das IS Amok läuft, über Zytokine. Dass virale Glycoproteine die gerinnungsfaktoren hemmen, kommt erschwerend hinzu.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=42664

Also, was soll der Schmarrn mit der Stärkung des IS durch Zauberkügelchen?

Zauberkügelchen schwächen jetzt also das Immunsystem? Als böser Zauber und nicht guter? Oder auf was willst Du hinaus?

Warum machst du sowas? Warum verdrehst du den Sinn einfacher, klarer Sätze?
Ist das Absicht oder Unfähigkeit? Das interessiert mich wirklich.
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sweeper

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Re: Ebola und Homöopathie
« Antwort #44 am: 11. August 2014, 21:47:14 »
Im gegenteil, das IS scheint hier eher kontraproduktiv zu sein. Die Gefäße werden durchlässig, weil das IS Amok läuft, über Zytokine. Dass virale Glycoproteine die gerinnungsfaktoren hemmen, kommt erschwerend hinzu.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=42664

Also, was soll der Schmarrn mit der Stärkung des IS durch Zauberkügelchen?

Aber mit den komplizierten Kaskaden, die sich beim Zellzerfall abspielen, muss aoerli sich nicht auseinandersetzen.
Der darf einfach beweislos behaupten, Homöopathie stärke das Immunsystem über den Placeboeffekt.
Und ich stelle die Frage noch einmal:

aoerli:
WIE wirkt der Placeboeffekt nun genau auf das Immunsystem? Was passiert da auf der Ebene der humoralen und zellulären Abwehr?
Lässt sich der Placeboeffekt per Globuli überhaupt von einer Kultur auf die andere übertragen?
Warum sollte ein westlicher Homöopath da erfolgreicher sein als ein afrikanischer Medizinmann?
Und was bewirken die lächerlichen Globuli in Afrika gegenüber dem eindrucksvollen und komplexen Ritual eines schamanischen Heilers?

Wie gesagt: trotzdem sterben sie dort gerade massenweise.
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