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Neues zu Mollath

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Begonnen von Typee, 06. August 2013, 11:26:07

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bayle

Zitat von: ErpelderNacht am 26. August 2013, 20:46:58
Fall Mollath - der Schleier ist gelüftet
http://blog.delegibus.com/2013/08/26/fall-mollath-der-schleier-ist-gelueftet/
Ich hab's überflogen. Es ist keine Art von Gutachten-Darstellung denkbar, die Herrn García jemals überzeugen würde (außer derjenigen Weinbergers). Ich kann nur jedem empfehlen, auch die Gutachten selber zu lesen, statt sich auf ihn zu verlassen.

Belbo

Zitat von: bayle am 26. August 2013, 21:18:19
Zitat von: ErpelderNacht am 26. August 2013, 20:46:58
Fall Mollath - der Schleier ist gelüftet
http://blog.delegibus.com/2013/08/26/fall-mollath-der-schleier-ist-gelueftet/
Ich hab's überflogen. Es ist keine Art von Gutachten-Darstellung denkbar, die Herrn García jemals überzeugen würde (außer derjenigen Weinbergers). Ich kann nur jedem empfehlen, auch die Gutachten selber zu lesen, statt sich auf ihn zu verlassen.


man mag gar nicht daran denken was García aus den Fotos einer Darmspiegelung von Herrn Mollath herauslesen würde.....

sweeper

@Belbo:
Zitatman mag gar nicht daran denken was García aus den Fotos einer Darmspiegelung von Herrn Mollath herauslesen würde.....
Über welche juristische Qualifikation verfügt Oliver García noch mal?
Wo kann man das nachlesen?

Er ist jedenfalls der Schöpfer des "Wörthmüller-Mysteriums".
Siehe weiter oben.
With magic, you start with a frog and end up with a prince.
With science, you start with a frog, get a PhD and are still left with the frog you started with...


Terry Pratchett

bayle

Zitat von: ErpelderNacht am 26. August 2013, 20:40:05
Nun ja, die Gesamtsituation - die Fehleinweisung - war ein einziger Mißstand.
Das klingt jetzt ein bisschen trotzig.

ZitatAls Unschuldiger einfach so im Irrenhaus verräumt zu werden mit der Perspektive, dort bis zum Lebensende eingesperrt zu sein, ist Horror.
Als Gutachter wie als Psychiatrie-Reformer wärst Du jetzt überqualifiziert, mit Deiner 1:1-Übernahme der Mollath-Version bis in die Sprachregelung hinein:
ZitatAnfang August 2011 zog Herr Mollath mit der Station FP 6 um in ein neues Gebäude der Forensischen Klinik. Dieser ihm und den Mitpatienten länger angekündigte Umstand mit entsprechender aufwendiger logistischer Vorbereitung wurde von ihm dergestalt blockiert, sich zu weigern, aktiv bei der Auswahl der auf der neuen Station benötigten und vertretbaren persönlichen Habe mitzuwirken, so dass das Packen letztlich durch Mitglieder des Pflegeteams übernommen werden musste. Nach dem Umzug war Herr Mollath über Wochen nicht bereit, die in seinem Zimmer befindlichen verschlossenen Kartons zu öffnen, sondern forderte schriftlich die Herausgabe ihm ,,entzogener" Unterlagen, Schreibsachen usw., wobei dieses Verhalten nur deshalb exemplarisch aufgeführt werden soll, da es grundsätzlich die krankheitsüberformten dysfunktionalen Problemlösestrategien des Patienten verdeutlicht und aufzeigt, wie der Patient mit seinem provozierenden Verhaltensweisen letztlich soziale Situationen konstelliert und konstruiert, die dann neuerliche MögIichkeiten bieten, sich vermeintlich entmündigt und schikaniert durch die Unterbringungssituation zu erleben. Noch während das Umzugs brachte er eine Art Plakat an einem der Straße zugewandten Fenster an - mit dem Inhalt, dass er hier "gefoltert" werde, was Zeugnis über sein aufmerksamkeitsheischendes, sicher auch provozierendes Verhalten ablegt.
https://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Aerztliche-Stellungnahmen-2008-2012.pdf
[S. 11]
Wie gesagt, wenn es nicht zum Märtyrer reicht, muss man ein bisschen nachhelfen.

edit: Und da war er schon einige Jahre in der Psychiatrie; genug Zeit also für jeden Gesunden, dass der erste Zorn verraucht wäre und er sich auf ein für ihn selbst akzeptables Ausmaß an Kompromissen im täglichen Leben hätte einstellen können, ohne damit "die Rechtmäßigkeit seines Urteils anzuerkennen".

sweeper

@ErpelderNacht:

Zum Thema "Fehleinweisung" lohnt es, die Betreuungsakte zu studieren - ist allerdings etwas verwirrend wegen der vielen handschriftlichen Eingaben.

http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-Betreuungsakte-Bayreuth.pdf

Mir fiel u.a. auf, dass G.M. selbst zwei mögliche Betreuer vorschlug (S.38), von denen der genannte Anwalt selbst ablehnte und der vorgeschlagene Arzt aus Sicht des Gerichts nicht in Frage kam. (S.63)
Eine Bekannte ("Spanierin"), die Mitteilung über das unverschlossene Haus erstattete, wurde gefragt, ob sie die Betreuung des G.M. in dieser Angelegenheit übernehmen wolle, was sie aber ablehnte. (Seitenzahl muss ich noch neu aufsuchen)

G.M. scheint sich während seiner ersten Zeit in Bayreuth intensiv mit den juristischen Grundlagen zum Maßregelvollzug auseinandergesetzt zu haben; jedenfalls zitiert er an mehreren Stellen seiner 16-seitigen handschriftlichen Eingabe vom 07.04.2006 Absätze aus Volckart,1999, Kommentar zum Maßregelgesetz
In diesem Zusammenhang fällt auf S. 29 (handschriftliche Eingabe  S.6) ein mit >> .... << hervorgehobener Hinweis auf die KVPM auf. Dabei geht aus dem Zshg hervor, dass Mollath diesen Hinweis im Kommentar von Volckart gefunden haben will. Mollath schreibt:
"Auf S. 63 verweist der Jurist Volckart sogar auf KVPM..."

Zu Volckart: http://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Volckart

Außerdem erwähnt Mollath einen RA Bossi als Anwalt seines Vertrauens (S.37) und Prof.Dr. Ulrich Ziegert, Dipl.Psych.(S.31) - zu Bossi gab es aber wohl bis dato keinen Kontakt. Für den 24.04. wird ein möglicher Gesprächstermin mit RA Bossi angekündigt (S.39). Den vorgesehenen Betreuer RA Gebeßler  - bzw alle nicht von Mollath selbst vorgeschlagenen Betreuer! - lehnt er von Anfang an ab (S.38 unten) und RA Gebeßler gibt im Verlauf letztlich sein Betreuungsmandat zurück mit der Begründung, Mollath sei "unbetreubar". Anscheinend hat Mollath Gebeßler auch angezeigt.

Als Gutachter werden auf S. 30 die Namen Dr. Leipziger, Dr. Zappe und Dr. Holzinger (Stationsarzt?) angeführt - letzterer war mir im Zusammenhang mit dem Leipziger-Gutachten bisher nicht geläufig.

Auffällig ist für mich, dass Mollath offenbar schon damals seinen eigenen Fall exemplarisch verstanden wissen will, um generell gegen von ihm empfundene Willkür und machtmissbrauch in der Psychiatrie/Maßregelvollzug vorzugehen.
Auf S.67 formuliert er in einer weiteren Eingabe (Straubing,14.06.2006):
ZitatDiese selbsternannten "Götter in Weiß" werden es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht leicht haben, denn es darf keinen "rechtsfreien Raum" geben! Auch in dieser "Branche" werden die Uhren richtig gestellt werden, und nicht nur die von RA Bossi so bezeichneten "Götter in Schwarz" werden sich an eine Kontrolle ihrer Macht gewöhnen müssen. Die Öffentlichkeit wird dafür sorgen, dass jeder für seine Taten gerade stehen muss. Besonders für die Untaten, die die Anklage Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfordern.
Diese Formulierungen unterscheiden sich in nichts von denen, die aus dem Mund der Mollathisten - tutti quanti - stereotyp wiederholt werden. Auf mich wirkt das wie eine Kampagne, deren Keim damals in Mollath als leicht beeinflußbarem Opfer gelegt wurde und zu deren Anführer und Märtyrer er - seiner verschobenen Realitätswahrnehmung geschuldet - sich in seiner Verstiegenheit selbst hochstilisiert.

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Terry Pratchett

P.G.

Zu Garcia: Es sind Juristen selbst, die gesetzlich vorschrieben, dass Juristen letztendlich die nötige Sachkenntnis fehlt um psychiatrische Gutachten zu beurteilen (oder auch zu erstellen). Will ein Jurist ein Gutachten ernshaft hinterfragen, braucht er ein weiteres Gutachten. Garcia beurteilt hier ein psychiatrisches Gutachten aus juristischer Sicht. Das ist an einigen Stellen richtig komisch. Unfreiwillig.
Im übrigen sind psychiatrische Gutachten immer sprachlich so zu gestalten, dass es Juristen (Laien) möglich ist diese zu verstehen. Das ist tatsächlich eine der wenigen Forderungen an psychiatrische Gutachten. Das kommt nicht von ungefähr.

Belbo

Pfäfflin schreibt: Das Gutachten stützt sich auf [....] die Durchsicht der Krankenakte, die Durchsicht der hergereichten drei Bände Vollstreckungshefte der StA Nürnberg-Fürth [....].........

....ist das jetzt bei herrn Strate, tatsächlich alles komplett online?

Zitathttp://www.gesetzesguide.de/stvollstro.html#stvollstro15

§ 15 StVollstrO Vollstreckungsheft
(1) Die zur Einleitung der Strafvollstreckung erforderlichen Akten soll die Vollstreckungsbehörde erst aus der Hand geben, wenn sie die erforderlichen Vollstreckungsanordnungen in die Wege geleitet hat. Die Durchführung eines Rechtsmittelverfahrens darf nicht verzögert werden.
(2) Ist damit zu rechnen, dass die Akten während der Vollstreckung anderweitig benötigt werden, oder handelt es sich um Strafsachen größeren Umfangs, so ist ein Vollstreckungsheft anzulegen. Bei Strafsachen mit mehreren Verurteilten ist für jede verurteilte Person ein besonderes Vollstreckungsheft erforderlich.

Inwieweit wurde denn der, bis zur Verurteilung/ Einweisung  vorhandene, Schriftverkehr Herrn Mollaths mit Behörden und Institutionen zur Beurteilung seines Geisteszustandes herangezogen? Frau Mollath z.B. sprach ja wohl von mindestens einem Prozess pro Jahr.

Und wo sind denn die Zeugenaussagen dokumentiert auf die sich Frau Lakotta bezog (Handzeichen von Harald Schmid, zurechtgefeilter Schraubenzieher, stalking auf Terrassen und an Fenstern)?


bayle

Zitat von: Belbo am 27. August 2013, 10:38:11
Pfäfflin schreibt: Das Gutachten stützt sich auf [....] die Durchsicht der Krankenakte, die Durchsicht der hergereichten drei Bände Vollstreckungshefte der StA Nürnberg-Fürth [....].........

....ist das jetzt bei herrn Strate, tatsächlich alles komplett online?
Man muss  und darf unterstellen, dass Pfäfflin die für die Beantwortung der Gutachtenfragen relevanten Details aus den Akten herausgezogen und bewertet hat. Er ist ja schließlich nicht Herr Garcia, der von der ,,Wörthmüller-Episode" ausschließlich die blumige Staatsanwaltschaftsvariante zur Kenntnis nimmt und die Kommentierung/Richtigstellung durch das LG Regensburg ignoriert. Die Akten wären nur für diejenigen wichtig, die eine erneute Begutachtung wollen (das, so scheint mir, will aber nicht einmal Herr Garcia, der ist sich selbst in seiner Qualifikation genug).
Ich sehe also Herrn Strate hier mal nicht in der Pflicht, auch noch den Staub von diesen Akten zu pusten.

ZitatUnd wo sind denn die Zeugenaussagen dokumentiert auf die sich Frau Lakotta bezog (Handzeichen von Harald Schmid, zurechtgefeilter Schraubenzieher, stalking auf Terrassen und an Fenstern)?
Das muss in gar keiner Akte stehen, das ist ein Recherche-Ergebnis von Frau Lakotta.

Belbo

Zitat von: bayle am 27. August 2013, 10:59:10
Zitat von: Belbo am 27. August 2013, 10:38:11
Pfäfflin schreibt: Das Gutachten stützt sich auf [....] die Durchsicht der Krankenakte, die Durchsicht der hergereichten drei Bände Vollstreckungshefte der StA Nürnberg-Fürth [....].........

....ist das jetzt bei herrn Strate, tatsächlich alles komplett online?
Man muss  und darf unterstellen, dass Pfäfflin die für die Beantwortung der Gutachtenfragen relevanten Details aus den Akten herausgezogen und bewertet hat. Er ist ja schließlich nicht Herr Garcia, der von der ,,Wörthmüller-Episode" ausschließlich die blumige Staatsanwaltschaftsvariante zur Kenntnis nimmt und die Kommentierung/Richtigstellung durch das LG Regensburg ignoriert. Die Akten wären nur für diejenigen wichtig, die eine erneute Begutachtung wollen (das, so scheint mir, will aber nicht einmal Herr Garcia, der ist sich selbst in seiner Qualifikation genug).
Ich sehe also Herrn Strate hier mal nicht in der Pflicht, auch noch den Staub von diesen Akten zu pusten.

ZitatUnd wo sind denn die Zeugenaussagen dokumentiert auf die sich Frau Lakotta bezog (Handzeichen von Harald Schmid, zurechtgefeilter Schraubenzieher, stalking auf Terrassen und an Fenstern)?
Das muss in gar keiner Akte stehen, das ist ein Recherche-Ergebnis von Frau Lakotta.


Vielleicht bin ich ja einfach zu misstrauisch, es wäre halt interessant zu wissen welche Dokumente, Aussagen etc, damals zu dem Freispruch und der Einweisung geführt haben Herr Mollath scheint ja in Justizkreisen kein unbeschriebenes Blatt gewesen zu sein....

sweeper

@Belbo:
Zitates wäre halt interessant zu wissen welche Dokumente, Aussagen etc, damals zu dem Freispruch und der Einweisung geführt haben Herr Mollath scheint ja in Justizkreisen kein unbeschriebenes Blatt gewesen zu sein.
Nähere Informationen ergeben sich aus einem Brief der P.M. an ihre Anwältin in diesem Strate-pdf - ab S.14

http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-06-20.pdf
Zitat
...Bei der ersten Verhandlung zu diesem Thema im Herbst 2003 wurde kein Urteil gefällt, da mein Mann auf die Fragen des Richters und des Staatsanwaltes nicht einging, sondern ähnlich wie bei unseren Scheidungsverhandlungen immer nur in langen Monologen von der Schweiz oder davon, dass er höhere Stellen einschalten werde, faselte.
Im Rahmen meiner Befragung durch das Gericht habe ich dem Richter ein psychologisches Kurzgutachten von Frau Dr. Krach ausgehändigt, dass aufgrund der wirren Briefe meines Mannes erstellt wurde.
Das Gericht vertagte daraufhin eine Entscheidung und forderte von meinem Mann, dass er sich einer psychologischen Untersuchung bei einem Amtsarzt unterzieht.
Mein Mann hat - wie immer - auf Zeit gespielt und alle Termine verzögert bzw. nicht wahrgenommen. Das Gericht setzte daher erst am 22.4.04 - nach 2-maliger Verschiebung - eine neue Verhandlung an, bei der ein bestellter Psychologe anwesend war um im Laufe der Verhandlung ein Gutachten zu erstellen.
Im Rahmen der Verhandlung wurde ich vom Richter und von meinem Mann als Zeugin zu einzelnen Punkten befragt.

Aufgrund der wiederum nicht themenbezogenen und wirren Alussagen meines Mannes während der dreistündigen Verhandlung bei der mein Mann unter anderem den Staatsanwalt verbal angriff, wurde vom Gericht die Einweisung meines Mannes in eine Klinik angeordnet, um innerhalb von bis zu sechs Wochen ein ausführliches psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen.
Der anwesende Psychologe, hat im Laufe der Verhandlung u.a. auch festgestellt, dass mein Mann nicht nur gegen mich,
sondern auch gegen andere Personen zu Aggressionen neigt.

Zu Ihrer weiteren Information möchte ich Ihnen auch mitteilen, dass die Scheidungsanwältin meines Exmannes Ihr Mandat wahrscheinlich niedergelegt hat. Frau Nachtweh hatte ihre freie Zeit bei Gericht genutzt, um zeitweise die Verhandlung gegen H. Mollath im Saal zu verfolgen. In einer Verhandlungspause nahm Sie Kontakt mit Ihrem
Mandanten auf, um Ihn zu fragen warum er sich in seiner Scheidungssache so lange nicht gemeldet hat.
Das Gespräch konnte von anderen Zeugen mitgehört werden. Hierauf kam es zur Trennung.
Es rundet das Bild über die Strategie meines Mannes ab. Ich bin verzweifelt. Wahrscheinlich benötigt er jetzt einen neuen "Verteidiger" und beantragt wiederum Aufschub bei der Scheidung...
 

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Terry Pratchett

sweeper

Zitat von: P.G. am 27. August 2013, 09:54:09
Zu Garcia: Es sind Juristen selbst, die gesetzlich vorschrieben, dass Juristen letztendlich die nötige Sachkenntnis fehlt um psychiatrische Gutachten zu beurteilen (oder auch zu erstellen). Will ein Jurist ein Gutachten ernshaft hinterfragen, braucht er ein weiteres Gutachten. Garcia beurteilt hier ein psychiatrisches Gutachten aus juristischer Sicht. Das ist an einigen Stellen richtig komisch. Unfreiwillig.
Im übrigen sind psychiatrische Gutachten immer sprachlich so zu gestalten, dass es Juristen (Laien) möglich ist diese zu verstehen. Das ist tatsächlich eine der wenigen Forderungen an psychiatrische Gutachten. Das kommt nicht von ungefähr.

Nur leider verstehen die Mollath-Anhänger das falsch:

Zitathttp://gabrielewolff.wordpress.com/2013/08/18/der-fall-mollath-etappensieg-und-raumgewinn/#comment-23204

wikileaks sagte am 27. August 2013 um 12:03 :

@ Rudolf Sponsel:

Der Hinweis auf Ihre eigene Analyse berührt einen Punkt, den ich hier jetzt so lange gebetsmühlenartig wiederhole, bis er aufgegriffen wird: Zehn verschiedene, brilliante, in Einzelarbeit generierte Analysen sind nicht ein zehntel so wirksam und nachhaltig wie eine kollaborative Aufarbeitung. Die technische Anfangshürde ist sicher hoch, aber was haben wir jetzt? Noch eine brilliante Ausarbeitung, die droht in ihrer Wirkung zu verpuffen. Ich will die tolle Leistung von Herrn Garcia überhaupt nicht schmälern, im Gegenteil: ich wünsche mir maximale Wirkung.

Gibt es keinen Technik-Geek, der hier mitliest, den man mit den unermüdlichen Mollath-Unterstützern und Psychiatrie-Kritikern zusammenbringen kann?

Herr Strate hat mit seiner Transparenz-Offensive doch absolut den Nerv getroffen und Herr Garcia bringt es auf den Punkt: die Gutachten sind für psychiatrische Laien geschrieben, also können sich auch Laien hinsetzen und sie analysieren. Wir sind gar nicht auf die breite Mitwikung der Zunft der Psychiater angewiesen.

                            :grins
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Groucho


mossmann

Zitat von: bayle am 27. August 2013, 07:01:50

edit: Und da war er schon einige Jahre in der Psychiatrie; genug Zeit also für jeden Gesunden, dass der erste Zorn verraucht wäre und er sich auf ein für ihn selbst akzeptables Ausmaß an Kompromissen im täglichen Leben hätte einstellen können, ohne damit "die Rechtmäßigkeit seines Urteils anzuerkennen".

Erschreckend, wie zynisch hier zum Teil analysiert wird.
Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend

Belbo

Zitat von: mossmann am 27. August 2013, 12:44:21
Zitat von: bayle am 27. August 2013, 07:01:50

edit: Und da war er schon einige Jahre in der Psychiatrie; genug Zeit also für jeden Gesunden, dass der erste Zorn verraucht wäre und er sich auf ein für ihn selbst akzeptables Ausmaß an Kompromissen im täglichen Leben hätte einstellen können, ohne damit "die Rechtmäßigkeit seines Urteils anzuerkennen".

Erschreckend, wie zynisch hier zum Teil analysiert wird.

Verstehe nicht was daran zynisch sein soll, selbst bei vollkommener Unschuld also einem echten Fehlurteil, sollte doch irgendwann der punkt erreicht sein an dem ich mit meiner Umwelt wieder interagiere, vielleicht sogar die möglichkeit nutze mich zu erklären, es ist kein sehr rationales Verhalten selbst wenn ich komplett im recht bin quasi bis zum Lebensende die beleidigte Leberwurst zu spielen.

mossmann

Zitat von: The Doctor am 23. August 2013, 18:14:31
Zitat von: sweeper am 23. August 2013, 17:17:52
Warum sollten hochkarätige kritische Psiramistas dem Krimi-Blog zu mehr Klicks verhelfen, indem sie drüben für qualifizierte Kommentare sorgen?

Sorry, aber dieses Elite-Denken kotzt mich gerade so richtig an. Widerwärtig!       #)

es hat schon seinen Grund, warum das Topic zu einem Schulterklopf-Dialog der G.M.-Experten geschrumpft ist ;-)
Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend