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Deutsch => Allgemeine Diskussionen => Smalltalk => Thema gestartet von: cohen am 27. September 2010, 18:09:45

Titel: Kochrezepte
Beitrag von: cohen am 27. September 2010, 18:09:45
Hier könnt Ihr Kochrezepte posten.
Ich pinn den Thread auch gleich noch oben fest.
Titel: Kartoffeln griechischer Art
Beitrag von: crabel am 27. September 2010, 18:57:21
Nu, da fange ich doch gleich mal an: (Und gleich mit Extra-Vitamin C, yeah! ;) )

Kartoffeln griechischer Art

* Knoblauch
* Olivenöl
* Oregano
* Kartoffeln (je nach Anzahl der Gäste)
* 1-2 Zitronen

Zitrone(n) auspressen, mit ca. 1/8 Wasser, ca. 1/8 Olivenöl in Tasse zusammenschütten. Knoblauch klein schneiden und dazugeben. Oregano dazugeben, verrühren.
Kartoffeln in "Apfelspalten" schneiden und in eine Backform geben. Mit dem Zitronen/Öl Gemisch übergießen und bei 180 Grad bei Heißluft im Ofen backen. 1-2 durchrühren.

Es schadet nicht die Form eine Weile rumstehen zu lassen(unter gelegentlichen durchrühren) auf das die Kartoffeln etwas Geschmack anziehen, speziell wenn man mengenmäßig für viele Leute macht und die Form eher voll mit Kartoffeln ist.  In meinem Herd ist das Zeug nach 30-40 Minuten fertig(Hängt auch etwas von der Menge  ab...), eventuell zwischendurch mal ne einzelne kosten...

Eignet sich toll als Zuspeise zu diversen Fleischgerichten...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: crabel am 27. September 2010, 19:19:01
Ach ja: Salzen schadet natürlich auch nicht ;-)

Frage: Warum kann ich eigentlich manchmal posts editieren und manchmal nicht?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Daggi am 27. September 2010, 19:28:28
Ich glaube, ich probier das aus, obwohl ich kein Kartoffel-fan bin - die Familie aber umso mehr.

Alte Beträge kann man nicht mehr nacheditieren. Wann die klappe genau fällt habe ich aber vergessen. (halbe Stunde?)

Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: rincewind am 27. September 2010, 20:00:15
Ich glaube, ich probier das aus, obwohl ich kein Kartoffel-fan bin - die Familie aber umso mehr.

Alte Beträge kann man nicht mehr nacheditieren. Wann die klappe genau fällt habe ich aber vergessen. (halbe Stunde?)


15 min, glaub ich, ist aktuell eingestellt.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Skepsis am 12. Oktober 2010, 12:27:14
Um mal ein bisschen Stimmung in die Bude zu bringen ein kontroverses Rezept: Vegetarisch (wenn man die Rinder- durch Gemüsebrühe ersetzt, dann sogar vegan), islamisch und ultra....lecker  ;)

Harira (marokanische Fastensuppe)

150 g Kichererbsen
100g rote Linsen
500 g Kartoffeln
100g Karotten
100 g Staudensellerie
100g Zwiebeln
40g Knoblauch
Rinderbrühe
650g pass. Tomaten(stückig)
1 Bund Petersilie
1/2 Zitrone(saft)
1TL Kreuzkümmel
1Prise Chilipulver (ich nehme auf die Menge ein bis zwei getrocknete Schoten)
1/2 Tellöffel gemahlener Koriander
1TL Kurkuma
20g Ingwer
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Gehackte Zwiebel in Olivenöl anbraten, komplettes Gemüse dazu, anbraten lassen und mit Rinderbrühe ablöschen. Kichererbsen und Linsen dazu, evtl mit Brühe aufgiessen, ziehen lassen, bis durch. Tomate, Zitronensaft u Petersilie dazu, kurz garen. Mit Fladenbrot, Couscous oder Reis servieren

Gruß

PS: Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ein Freund von mir ist marokkanischer Abstammung und findet, dass Kartoffeln in dieser Suppe überhaupt nix verloren haben.
Titel: Penne con carne alla Scettica
Beitrag von: Laura am 18. Oktober 2010, 17:25:43
Penne con carne alla Scettica

(Penne-Nudeln mit Fleisch nach Art der Skeptikerin)

Dieses ursprünglich aus italienischer Quelle stammende Rezept (leider fehlt dazu zitierbare Literatur) habe ich mir in einem ristorante in Deutschland abgeguckt und sozusagen reverse-engineert, hinzu kamen noch ein paat Tips vom Erfinder, also dem Koch.

Diese Mahlzeit ist für zwei erwachsene Personen konzipiert. Den genauen Kaloriengehalt habe ich leider nicht errechnet.

Du holst Dir 300.000,0 Milligramm (entsprechend 0,3000000 Kg) Gewichtsmasse frisches Rindfleisch und schneidest es mit einem scharfen Küchenmesser in schmale Streifen von etwa 10 mm Breite, eine maximale Länge von 100 mm sollte dabei nicht überschritten werden. Die Streifen brätst Du in einer Pfanne bei etwa 300 Grad C (dazu kann ein Infrarotthermometer zur Kontrolle verwendet werden). Zum Einsatz kommt hierbei Olivenöl. Wenn sich deutliche Farbumschläge, morphologische Veränderungen (unter anderem durch den Wasserentzug erklärbar) und erhebliche Geräuschentwicklungen ergeben, gibst Du eine gehackte Zwiebel (mittlere Größe) hinzu. Die erzeugten Zwiebel-Schnitzel sollten eine Gesamtfläche von rund 3x3 mm haben. Hinzu kommen zwei so genannte Knoblauchzehen. Diese werden zuvor in Streifen von etwa 2-5 mm geschnitten (nicht zu dünn!). Bei Farbumschlag der Knoblauch- und Zwiebelbestanteile, werden 3 zuvor von ihrer Haut befreite Tomaten hinzugegeben. (Manche Anwender, darunter ich selbst, bevorzugen jedoch „ungepellte“ Tomaten. Dies entspricht jedoch einer ausgesprochenen Minderheitenmeinung, wie sich herausgestellt hat. Insofern kann hier auch von einem Disput gesprochen werden). Hinzu kommen nun nach einer, von Pfannentemperatur, Luftdruck und Luftfeuchte abhängigen Latenzzeit (bzw Garzeit) bei geschlossenem Pfannendeckel einige Gramm Salz (je nach Präferenz), Pfeffer, Rosmarin und Oregano (der auch unter anderen Bezeichnungen im Handel ist). Nach Beenden der Wärmezufuhr und bei beginnender Abkühlung, werden etwa 50 ml Rotwein hinzugegeben (nicht bei alkoholkranken Menschen).

Zu diesem Zeitpunkt werden Penne-Nudeln mengenmässig bestimmt. Dazu nimmt man die später zum Einsatz kommenden tiefen Teller und schüttet die Nudel gleichmässig in die jeweiligen Teller. Die Befüllung wird beendet, wenn etwa der halbe bis 2/3 des Füllstands erreicht sind. Dies entspricht erfahrungsgemäss einer Menge von 150,0 Gramm pro Erwachsenen. Nun werden die Nudeln in siedendes Wasser (auf ausreichende Menge achten, diese sollte mindestens dem 10-15 fachen der Nudelmasse entsprechen). Dem Wasser wird jodiertes Salz oder Meersalz hinzugegeben. Ob dazu grobkörniges oder feinkörniges Salz verwendet werden soll, ist zur Zeit umstritten. Nach einer Kochzeit von 7 Minuten (unter andem vom Salzgehalt, Nudelbeschaffenheit und Luftdruck abhängig, daher nicht präzise angebbar) wird wiederholt eine Penne versuchsweise unter kaltem Wasser abgekühlt und auf Konsistenz geprüft. Der Kochvorgang wird schlagartig dann beendet, wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Um rheologische Eigenschaften zu bessern, kann etwas Olivenöl zu den von Wasser befreiten Penne hinzugegeben werden.

Zuletzt werden Nudeln und Masse gemischt, wobei die Nudeln den Boden des Tellers bedecken. Zusätzlich sollte frisch geriebener Parmigiano-Käse (alternativ zur Not auch Grana Padano) zur Verfügung stehen.

Eine Variante kann auch mit Bandnudeln durchgeführt werden.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: wumbaba am 28. November 2010, 21:57:45
Ich verstehe zwar den Sinn dieses Threads nicht ganz, aber bitte, hier mein Lieblings-Dessertrezept:

Vanillepudding mit Mandelstückchen
1. nimm eine Tüte Dr. Eiter  "Vanillepudding Mandel" und bereite diesen nach Anleitung zu.
2. Fertig.

Hm - lecker!  ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Conni am 29. November 2010, 01:39:10
Ich verstehe zwar den Sinn dieses Threads nicht ganz.....

Wieso? Ganz einfach, Kochrezepte austauschen.

Darf ruhig etws ausgefeilter sein, als ein Fertigmandelvanillepuddingeinrührpulverrezept.....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: cohen am 29. November 2010, 01:44:52
Ich weiß nicht, ob das schmeckt, aber engl. Küche ist "faszinierend":
http://www.telegraph.co.uk/topics/christmas/8155014/How-to-make-Hestons-must-have-Christmas-pudding.html?utm_source=tmg&utm_medium=TD_8155014&utm_campaign=christmas2811 (http://www.telegraph.co.uk/topics/christmas/8155014/How-to-make-Hestons-must-have-Christmas-pudding.html?utm_source=tmg&utm_medium=TD_8155014&utm_campaign=christmas2811)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: wumbaba am 30. November 2010, 14:32:10
@conni

Okay, dann also mal ein echtes Rezept von mir. Es handelt sich dabei auch um eine kalte Süßspeise, die bei mir traditionell nur zu Silvester gegessen wird.
Schlesische Mohnpielen. Hier mein persönliches Rezept:

1. gehe zum Lebensmitteldealer deines Vertrauens und besorge 250 g "Mohnfülle" (gemahlener und vorgebrühter Mohn), je eine Tüte Rosinen (250g) und gehackte Mandeln (100g), eine kl. Flasche guten Rum nach Wahl, ca. 12 altbackene Brötchen (Achtung Falle! Hier entscheidet sich, ob die Pielen am Ende Schlamm oder Felsbrocken werden! Also nur kleine  Brötchen nehmen, sowas wie Flutes, die einen möglichst dichten Teig und eine ordentlich ausgebackene Kruste haben. Nach Möglichkeit Flutes-Teiglinge aus der Kühltruhe klauben und im heimischen Küchenkrematorium schön dunkel ausbacken), sowie 3 Liter 3,5%iger H-Milch.
Ach ja, und 'ne Pulle Ahornsirup.

2. schneide die Brötchen in ca 3x3cm große Würfel und gib sie in eine große Schüssel (die später in den Kühlschrank passen muss)

3. vorher hast du die Rosinen in ein Gefäß gegeben und sie mit ca. 2-10 Tl. Rum betäubt. Dann hast du sie mit heißem (nicht kochend!) Wasser übergossen bis sie damit bedeckt waren und hast sie solange in Ruhe gelassen, bis du mit den Brötchen fertig warst.

4. da noch reichlich Rum zur Verfügung stand, hast du dir während der monotonen Brötchenautopsie etwas davon gegönnt und darüber die Zeit total vergessen.
Macht nix, denn die Rosinen quellen eh erst nach ca. 1 Std. schön auf. Über einem Sieb abgegossen, tust du sie nun in die Schüssel mit den noch immer zuckenden Brötchenwürfeln.

5. gib dem Gemenge jetzt 150g Zucker, den Mohn, die Mandeln sowie eine Messerspitze Salz hinzu, übergieße es mit soviel Milch das alles gut durchtränkt ist und stelle die Schüssel für etwa 2 Std. in den Kühlschrank.

6. inzwischen ist der Rum alle und die Zeit auch um, so dass du zurück zum Kühlschrank torkelst um die Schüssel mit den Pielen möglichst unfallfrei herauszuholen. Diese sind inzwischen zu einer festen Masse geworden, da die Brötchen die Milch fast völlig aufgesogen haben.

7. Der Witz besteht nun darin, solange umrührend kalte H-Milch nachzugießen, bis die Masse halbflüssig wird. Mit dem Ahornsirup wird ordentlich nachgesüßt.
Tipp: wer kein Freund von Alkoholika im Essen ist, der kann den Rum auch gegen einige Tropfen Aroma ersetzen!

8. Fertig.


Okay, das ist nix für Kalorienbewusste, aber in kleinen Schälchen über den Tag hinweg genossen ein echtes Leckerlie und Freudenspender in der kalten Jahreszeit.  ;D

Hier nochmal die Zutatenliste:
250g Mohnfülle
100 g gehackte Mandeln
150g Zucker
1 Fl. Ahornsirup
Rum (oder Aroma)
10-14 Brötchen
2-3 Lt.H-Milch (hält sich einfach länger)
1 Msp. Salz

Viel Spaß damit und dabei wünscht wumbaba.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: glatzkopf am 01. Dezember 2010, 11:19:10
Zitat
Schlesische Mohnpielen
ohhhhh Mannnnnn; das hat meine (schlesische)  Oma früher immer gemacht.
Allerdings ohne Schnappes, wegen der Blagen  :police:

Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Monky am 21. Januar 2011, 17:42:31
Dieses Rezept klingt ja wirklich sehr sehr lecker.
Dazu einen guten Wein vom Weingut Werner (http://" http://wirwinzer.de/weinregionen/rheingau/Weingut-Werner ") und der Abend wird bestimmt schön.

Das werde ich die Tage wohl mal ausprobieren.
Und wenns schmeckt, dass kriegt ihr auch ein gutes Rezept zum Nachkochen ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: rincewind am 21. Januar 2011, 18:44:44
Sahne-Lauch-Shrimps

Ein sehr einfaches, schnelles aber sehr leckeres Gericht, wenn man auf Shrimps steht.

Zutaten:
1 Stange Lauch
200 - 500g Shrimps (meist tiefgefroren erhältlich)
1 Becher Sahne
1 Schuss Sherry
- Butter
- Salz, Pfeffer
- Prise Zucker
- Zitronensaft
- Wochestersauce

Zubereitung:
- Lauch klein schneiden (Stange bis zum Grünen mit 2 Schnitten längs vierteln, dann in feinen Scheiben schneiden.)
- gutes Stück Butter in einer großen Pfanne zerlassen, Prise Zucker rein, ankaramelisieren. Lauch darin bei guter Hitze anbraten/dünsten, ohne dass es zu braun wird.
- Mit Sherry ablöschen, Röstrückstände damit am Pfannenboden lösen.
- Shrimps hinzugeben, kochen lassen, bis sie heiß sind und ein Teil der entstehenden Flüssigkeit verdampft ist.
- Sahne hinzugeben, ein paar Min. einköcheln lassen. Dabei würzen mit Salz, Pfeffer, Wochestersauce, Zitronensaft, ev. etwas gekörnter Gemüsebrühe. Am Schluss einen kleinen Spritzer Sherry dazu.

Dazu Bandnudeln

Idealerweise ist eine große Edelstahlpfanne dazu geeignet.





Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: niedlich am 22. Januar 2011, 20:19:11
Da die Shrimps max. 30-60 Sekunden brauchen, bis sie die gewünschte Kerntemperatur haben, wir das Rezept noch besser, wenn du die Shrimps erst ganz am Ende dazu gibst. Pfanne ganz zum Schluß vom Herd ziehen, Shrimps dazu (nicht mehr kochen), kurz warten und essen. So bleiben die Shrimps noch saftig.

Oder auch eine seeehr leckere Alternative:
-Riesengarnelen kaufen (gibst auch tiefgefroren)
-bei Zimmertemperatur auftauen (wenn's schnell gehen muss die Garnelen in einen Gefrierbeutel geben und den dann in KALTES Wasser hängen, kein warmes Wasser, die Garnelen sollen ja nur auftauen- nicht garen)
-Garnelen gut abtrocknen
-Garnelen leicht mehlieren, wichtig für die leckere Maillard-Reaktion, und um die restliche Feuchtigkeit aufzusaugen. Die Garnelen sollen ja braten, nicht dämpfen.
-Garnelen in einer sehr, sehr heißen Pfanne anbraten, bis sie leicht geröstet sind. Dazu Fett benutzen, welches man gut erhitzen kann (raffiniertes Olivenöl z.B. (kein natives), oder Butterschmalz). Dass sollte sehr schnell gehen, die Garnelen dürfen innen keinesfalls zu heiß werden, sie können auch durchaus noch leicht roh sein.
-Dann die Garnelen aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Sauce nach Rincewinds Rezept machen, und dann ganz gegen Ende die Garnelen  dazu. Garnelen in der Sauce noch mal kurz warm ziehen lassen. Fertig. Sehr lecker.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: rincewind am 18. Februar 2011, 18:39:50
Kulmbacher Schnecken.

simpel, schnell und super lecker.

Zutaten:
- 1 Rolle fertiger Blätterteig
- 500 g Hackfleisch
- 1 Ei
- geriebener Käse
- Salz, Pfeffer und Gewürze nach Wahl

Zubereitung:
- Hackfleisch mit Ei und Gewürzen gut vermengen
- die Masse auf den Blätterteig verteilen
- Käse darüber
- Das Ganze zu einer Rolle aufrollen
- Rolle in ca. 3cm Stücke schneiden
- ab in Backofen für ca. 30 min bei ca. 160°

Schmeckt auch kalt und Kinder lieben das Gericht.
Man kann natürlich unendlich variieren, noch Gemüse mit rein etc.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 10. Juni 2011, 01:17:34
Für die Freunde des Deathmetals und der veganen Küche: http://www.youtube.com/watch?v=Jy2my_diH6A&feature
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Warze am 10. Juni 2011, 01:21:53
Death ist ja schön und gut, aber wenn Death, dann will ich auch etwas totes essen und nicht Blumen.

Z.B.:
Speckpfannkuchen mit Birnen.

Geht schnell und ist einfach und billig.

Bacon kleingeschnippelt in Olivenöl anbraten. Beim Bacon kann ich dringend dazu raten, nicht das billigste Zeug zu nehmen. Der Unterschied mag einige Cent betragen, doch der qualitative Unterschied ist gewaltig. Geschmacklich ist richtig geräucherter Speck wesentlich besser als mit irgendwelchen Chemikalien behandelter pseudogeräucherter solcher. Außerdem brät er sich wesentlich schöner.

Der Teig ist ganz einfach, nur habe ich genau deswegen keine genauen Mengenangaben. Vier Eier (ungefähr) verschlagen und mit etwas Milch aufgießen (Viertelliter, grob geschätzt). Wers mag kann mit einem Teelöffel Instant-Gemüsebrühe würzen. Ich nehme immer Öko-Zeug. Nicht wegen Öko und Gesundheit und so, sondern weil da kein Glutamat drinne ist. Ich mag das Zeug nicht so gerne. Dann Mehl hinzurühren. Sollte das Zeugs, also, der Teig, zu fest werden, einfach Milch nachkippen und so weiter. Ach ja: Mit dem Mehl noch etwas Backpulver drintun.

Hat der Bacon seinen gewünschten Zustand erreicht empfehle ich, ihn aus der Pfanne (wenns geht, eine sehr gut eingebratene Eisenpfanne) zu nehmen und beiseite zu stellen, um nun des Pfannkuchenteigs erste Hälfte in die heiße, würzige Mischung aus Öl und Speckfett laufen zu lassen.

Den ersten Teil des Teigs fast ganz durchbraten (Vorsicht: Schwarz schmeckt nicht jedem!), bis er oben fast gestockt ist, und dann auf einen Teller gleiten lassen. Alsdann überantworte der ehrgeizige Hobbykoch die zweite Teighälfte der Bratpfanne. Den angebrutzelen Speck hineinstreuen und den anderen Pfannkuchenteil mit der Oberseite nach unten daraufklatschen (feucht auf feucht). Durchbacken, fertig.

Den Pfannekuchen an beide EsserInnen verteilen und mit eingemachten Birnen (Dose) und Preißelbeerkompott dekorieren.

Sehr gut geeignet ist dieses Gericht, um Käsereste (gerieben), Krautsalat und ähnliches zwischen beiden Hälften verschwinden zu lassen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: glatzkopf am 10. Juni 2011, 09:26:14
wenn hier also tatsächlich Pfannekuchen Kenner rumlaufen,
also dann hätte ich da mal eine Frage.

Ich mag Pfannekuchen. Am liebsten mit Äpfeln.
Letzte Woche habe ich mich mal wieder versucht.
Eier, Milch, Zucker, Mehl, eine Prise Salz und etwas
"Backtiebmittel" - Natron - miteinander verquirlt
und etwa eine Stunde ziehen lassen.

Äpfel entbeint und geschält sowie in Spalten geschnibbelt.

Den Teig werfe ich dann in eine beschichtete Pfanne,
in der ich vorher Butter zerlassen habe.

Nun kommt es aber. Egal, wie ich die Äpfel zufüge,
also entweder vor oder nach dem Teig, so eine richtig
feste Bindung mit dem Pfannekuchen kommt nicht
zu stande. Ich muß immer aufpassen, daß die Äpfel
vernünftig im Pfannekuchen bleiben. Beim Wenden,
ich nehme dazu einen flachen Topfdeckel, rutscht
jedesmal was von den Äpeln aus dem Teig.

Was kann Mann da machen?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tränchen am 10. Juni 2011, 10:14:41
Ich würde ja mal gerne sehen, wie eure Pfannkuchen aussehen - bei mir sind die hauchdünn, da kann man (fast) Zeitung durch lesen.  ;)
Für mich hört sich das irgendwie eher wie Omlett an.


@Glatzkopf
Wende die Äpfel oder was Du sonst rein machen willst (gilt auch für Rührkuchen mit "Einlage") vorher gut in Mehl. Dann müßte es klappen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Copa am 10. Juni 2011, 10:37:08
Leichtes off topic
Wers mag kann mit einem Teelöffel Instant-Gemüsebrühe würzen. Ich nehme immer Öko-Zeug. Nicht wegen Öko und Gesundheit und so, sondern weil da kein Glutamat drinne ist.

Das ist höchstwahrscheinlich trotzdem drin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hefeextrakt

Zitat
Hefeextrakte werden in Maggi-Würze, Vegemite, Marmite, Instantbrühen und Gewürzzubereitungen verwendet. Autolysierte Hefe ist eine primäre Quelle für den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, wie er in der Nahrungsmittelindustrie zum Einsatz kommt. Da Hefeextrakt freies Glutamat nicht in isolierter Form enthält, besitzt es keine E-Nummer und gilt nach Gesetz nicht als Geschmacksverstärker, auch wenn es geschmacksverstärkende Eigenschaften hat. Indem man also statt Glutamat Hefeextrakt einsetzt, können auch Produkte, die als „frei von Geschmacksverstärkern“ gekennzeichnet sind, Glutamat enthalten. Hefeextrakt besteht zu ca. 7 % aus Glutamat.

Du kannst Geld sparen, wenn Du nicht den Deklarationstricksern glaubst.
Der typische, leckere Brühegeschmack kommt vom Glutamat, egal, ob es als Hefeextrakt oder als pure Substanz drin ist.

http://www.psiram.com/ge/index.php?title=Glutamat

Zitat
Im Durchschnitt nimmt der Mensch täglich 10 g gebundenes natürliches Glutamat, etwa 1 g freies natürliches Glutamat aus Lebensmitteln und etwa 0,5 g freies Glutamat in Form von Geschmacksverstärkern zu sich. Gleichzeitig stellt der Organismus 50 g Glutamat selbst her.Dies geschieht vor allem aus der Umwandlung anderer Aminosäuren, aber auch von Glucose.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Warze am 10. Juni 2011, 10:47:37
Naja. Wie dem auch sei, das Zeug mag ich irgendwie lieber. Wird dann wohl die Zusammenstellung der Aromastoffe sein und nicht das Glutamat, was den Unterschied macht. Jedenfalls mag ich die Instant-Ware von Maggi und Knorr nicht so sehr. Egal, woran es liegt. Gehtz aber auch ganz ohne, denn der Speck reicht eigentlich in Sachen Würze meist aus.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: P.Stibbons am 10. Juni 2011, 13:48:20
Zitat
Nun kommt es aber. Egal, wie ich die Äpfel zufüge,
also entweder vor oder nach dem Teig, so eine richtig
feste Bindung mit dem Pfannekuchen kommt nicht
zu stande. Ich muß immer aufpassen, daß die Äpfel
vernünftig im Pfannekuchen bleiben.

@ Glatzkopf:  Probiers mal so ähnlich wie Warzes Spechpfannkuchen:

Mit 2 Pfannen arbeiten und die Äpfel erst mal in etwas Butter andünsten. Dann dünne Schicht Teig in zweiter Pfanne stocken lassen und ein paar Apfelschnitze in die oben noch flüssige Masse. Etwas dünnflüssigen Teig drüber. Noch ne Weile warten, bis auch diese Schicht zu stocken beginnt und dann wenden.

Die Butter darf nicht zu heiß sein, sonst
a) karamelisieren die Äpfel ggfs und kleben am Boden der ersten Pfanne fest

b) wird der Pfannkuchen in zu heißer Butter eher schwarz.



Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: glatzkopf am 11. Juni 2011, 10:17:36
Zitat
Ich würde ja mal gerne sehen, wie eure Pfannkuchen aussehen - bei mir sind die hauchdünn, da kann man (fast) Zeitung durch lesen.  ;)
Für mich hört sich das irgendwie eher wie Omlett an.

ich nehme 2 Eier auf einen halben Liter Milch. Zuviele Eier?
Also, meine Pfannekuchen werden schon fast 5 mm dick.
Da ist nix mit durchschauen.

Zitat
Wende die Äpfel oder was Du sonst rein machen willst (gilt auch für Rührkuchen mit "Einlage") vorher gut in Mehl. Dann müßte es klappen.
auch keine schlechte Idee.

Zitat
Mit 2 Pfannen arbeiten und die Äpfel erst mal in etwas Butter andünsten.
das käme auch meiner Vorliebe für dickere Pfannkuchen zu Gute.

Hätte ich bloß mal bei meiner Oma besser aufgepaßt. Die konnte gute Pfannekuchen  :angel:
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tränchen am 13. Juni 2011, 07:18:06
@Glatzkopf

Na ja, ich denke, das was ich mache wird neudeutsch wohl als "Crepes" bezeichnet. Der Schwabe macht halt als "Pfannkuchen" eigentlich "Flädle", die müssen sehr dünn sein, sonst eignen sie sich wirklich schlecht als Suppeneinlage. ;D

Als "Rezept" (ich habe eigentlich keines, das geht nach Gefühl, je nachdem wieviele Menschen mit was für Pfannkuchenbedürfnissen anwesend sind  ;)  und ob es am nächsten Tag noch Suppe gibt oder nicht):

ca. 300-400 gr. Mehl
4-5 Eier (je nach Größe)
ca. 3/4 ltr. Milch
Salz

Mehl und Eier in eine Schüssel und Milch langsam unter Rühren zugeben bis man einen sehr dünnflüssigen Teig hat. Den Teig ca. 30 - 40 min (länger geht auch) ziehen lassen und nach Bedarf noch Milch zugeben.
Pfanne mit etwas Fett (Margarine oder Butter) sehr heiß werden lassen und etwas flüssigen Teig hineingeben der durch Schwenken gleichmäßig dünn verteilt wird (bei einer Crepespfanne macht man das mit diesem komischen Abzieher - ich krieg sie mit normaler Pfanne allerdings besser und dünner hin, was für Suppe wichtig ist).

Ich denke der Unterschied liegt ganz einfach an der Gegend - die Flädle werden hier gefüllt (salzig oder süß, wie Crepes eben), einfach nur mit Apfelmus (oder sonstigen Früchten), als Beilage z.B. zu Spargel oder eben als Suppeneinlage gegessen. Da sie ja meist gerollt werden (zur Suppe dann in feine Streifen geschnitten), sollten sie schon (hauch)dünn sein. Ich denke nicht, daß Dein Rezept falsch ist - es geht einfach von anderen Gewohnheiten bzw. Interessen aus.  ;)

Die "dicken" Pfannkuchen sind hier dann eher Omletts, wobei auch kein Backpulver reinkommt sondern geschlagener Eischnee als Treibmittel.
Also gleiches Rezept, aber max. die Hälfte der Milch und eben Eier trennen, dann Eischnee schlagen und nach dem "ziehen" lassen vorsichtig unterheben.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: zwingenberger am 12. Juli 2011, 17:44:34
Dünne Crepes in der heißen Pfanne sind natürlich die Königsdisziplin. Aber leichter geht es, wenn man sie in der kalten oder zumindest abgekühlten Pfanne aufsetzt. Vorteil: der Teig lässt sich wirklich hauchdünn und gleichmäßig in der Pfanne verteilen, ehe die Gerinnung einsetzt. Dann die Pfanne auf die angeheizte Platte, und dann dauert es nur noch Sekunden. Wer keine so flache Pfanne hat, dass er mit der üblichen "Palette" (http://www.amazon.de/WMF-Profi-Pfannenmesser-Palette-Tortenstreicher/dp/B001469DBQ/ref=sr_1_4?s=kitchen&ie=UTF8&qid=1310478126&sr=1-4) verstreichen kann, sollte es mal so versuchen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: b.Shaeffer am 24. Juli 2011, 15:33:04
Wichtigstes Hilfsmittel bei Flambierten CointreauPfannkuchen mit Pfirsich für den überambitionierten Hobbykoch:

http://www.gloria.de/utcfs/Templates/Pages/Template-50/0,8061,pageId%3D8538%26siteId%3D446,00.html

Alternativ: Kaltes Zitronenpesto (3-4 Portionen)

- 3 unbehandelte Zitronen (Schale und Saft)
- 1 Bund Minze
- 1 Bund Petersilie
- 1 Stück Parmesan
- 4 Knoblauchzehen
- Oliveröl
- Salz und Pfeffer

Zitronenschale von den Zitronen abreiben, Zitronen auspressen.
Minze und Petersilie fein hacken.
Knoblauch pressen oder fein hacken.
Parmesan reiben

Olivenöl, Zitronensaft, Zitronenschale, Knoblauch, und gehäckseltes Grünzeug zusammenschmeißen.
Spaghetti nach Anleitung kochen.
Kalte Zitronensauce mit den heißen Spaghetti vermischen und mit Parmesan bestreuen.



Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Conina am 02. November 2011, 19:20:40
Das könnt Ihr Euch für das nächste Halloween vormerken:

http://www.helles-koepfchen.de/halloween/gesunde-gruselrezepte/eiskaltes-haendchen-in-grausiger-gruetze.html


Vanillepudding in Gummihandschuhe füllen (wir haben Nitrilhandschuhe genommen, weil die geruchsneutraler als Latexhandschuhe sind), einfrieren, Handschuhe entfernen, auftauen lassen, Grütze dazu, fertig.



Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 03. November 2011, 13:47:52
Das könnt Ihr Euch für das nächste Halloween vormerken:

http://www.helles-koepfchen.de/halloween/gesunde-gruselrezepte/eiskaltes-haendchen-in-grausiger-gruetze.html


Vanillepudding in Gummihandschuhe füllen (wir haben Nitrilhandschuhe genommen, weil die geruchsneutraler als Latexhandschuhe sind), einfrieren, Handschuhe entfernen, auftauen lassen, Grütze dazu, fertig.





...ein Rezept das auch bestimmt zu anderen Festlichkeiten mit anderen Latexprodukten funktioniert  ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: zwingenberger am 03. November 2011, 13:56:35
@ Conina:

...oder man geht gleich dahin (http://www.theeroticbakery.com/).  :grins2:
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Averell am 03. November 2011, 13:59:45
Es hat doch tatsächlich mehr als 18 h gedauert, bis auf die zwischenmenschlichen Einsatzmöglichkeiten dieses Rezeptes hingewiesen wird. ::)

Ihr werdet alt. ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 04. November 2011, 07:56:53
The one and only Kochbuch: http://modernistcuisine.com/ ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 04. November 2011, 12:02:19
The one and only Kochbuch: http://modernistcuisine.com/ ;)

.....weiche Satan! (Kochbücher für 399 Euro gehen mir jetzt nicht mehr aus dem Kopf  >:()
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: rincewind am 04. November 2011, 14:49:29
The one and only Kochbuch: http://modernistcuisine.com/ ;)

.....weiche Satan! (Kochbücher für 399 Euro gehen mir jetzt nicht mehr aus dem Kopf  >:()

Immerhin 6 Bände, 2438 Seiten und enormer Fotoaufwand, der Preis dürfte sogar eher günstig sein, wenn man denn was mit anfangen kann  ;D

Für klassische Küche (Grundlagen) ist übrigens das hier super:

http://www.amazon.de/Die-gro%C3%9Fe-Schule-Kochens-Techniken/dp/3884729373/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1320403653&sr=1-1 (http://www.amazon.de/Die-gro%C3%9Fe-Schule-Kochens-Techniken/dp/3884729373/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1320403653&sr=1-1)

Und vergleichsweise geschenkt (29,95)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 04. November 2011, 15:15:30
http://www.amazon.de/Kochen-gro%C3%9Fe-Schule-sichere-erfolgreichen/dp/3924678006/ref=pd_sim_b_2

...ich hatte damals hiermit angefangen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: rincewind am 04. November 2011, 15:20:56
http://www.amazon.de/Kochen-gro%C3%9Fe-Schule-sichere-erfolgreichen/dp/3924678006/ref=pd_sim_b_2

...ich hatte damals hiermit angefangen.

Hab ich auch. Nicht schlecht für die Basics. Aufbauend passt mein Tipp oben ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Averell am 04. November 2011, 16:41:12
Ich empfehle: http://www.amazon.de/Frag-Mutti-Bernhard-Finkbeiner/dp/3596169372/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1320409842&sr=1-1 (http://www.amazon.de/Frag-Mutti-Bernhard-Finkbeiner/dp/3596169372/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1320409842&sr=1-1)

Quasi der Hitchhiker’s Guide to the Galaxy in der 1. Wohnung.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Binky am 16. November 2011, 22:36:02
Passend zur Jahreszeit - mein Glühweinrezept:

1 l Rotwein halbtrocken
Zimtrinde (1 Stange)
Nelken (1 Teelöffel)
Süßholz (1 Eßlöffel)
1 Vanilleschote
1/2 Limone
eine kleine, aber feine Prise Chili

Rotwein zusammen mit Zimt, Nelken, Süßholz und die Limone (mit Schale) aufkochen, dann Vanillie und Chili dazu, nach Bedarf süßen und fertig.

Die Mengen der Zutaten kann man nach Geschmack variieren.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: wizzle am 10. April 2012, 17:06:37
Was auch ganz fix geht ist ein leckerer Bohnensalat.

Zutaten:
Bohnen (so ca. 300-500g)
eine große Zwiebel
Essig
Öl
Bohnenkraut (getrocknet)
Salz Pfeffer

Die Bohnen einfach bissfest kochen, Zwiebel in kleine Würfel schneiden, etwas Sud von den gekochten Bohnen dazu geben und vermischen. Die Gewürze dazu, einen Esslöffel Öl und 2 EL Essig dazu. Am besten über Nacht stehen lassen, gegebenenfalls noch abschmecken und fertig ist das ganze.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 10. April 2012, 17:36:00
.....mein neuster Lieblingssalat (Mengen nach Gefühl)

.....eine Handvoll Walnüsse in einem Esslöffel Honig kandieren, aus der Pfanne nehmen, Birnenspalten von zwei Birnen in der Pfanne kurz glasieren, herausnehmen, mit weissem  Balsamico und Apfelsaft  ablöschen pfeffern, salzen, mit etwas Sesamöl emulgieren, Feldsalat, Rote Beete Scheiben und Birnenspalten anrichten mit dem Dressing überziehen und mit den Wahlnüssen und Briestücken garnieren Mahlzeit.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: PaulPanter am 12. Mai 2012, 17:47:36
Ich versuche gerade seit 1.5 Stunden Elefantenbohnen weich zu kochen. Die blöden Dinger wollen einfach nicht und ich hab son Hunger.
Hab die vorher ca. 20 Stunden in Wasser eingelegt und jetzt mit Tomaten und Wasser Kochen die rum und werden nicht weich.
Hat jemand einen Tipp was ich da falsch mache.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 12. Mai 2012, 17:56:52
Hat jemand einen Tipp was ich da falsch mache.

Schon gesalzen? Das soll angeblich ein weich werden verhindern.
Ansonsten: Weiterkochen, ev. mit Schnellkochtopf. 
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: PaulPanter am 12. Mai 2012, 18:05:43
Hat jemand einen Tipp was ich da falsch mache.

Schon gesalzen? Das soll angeblich ein weich werden verhindern.
Ansonsten: Weiterkochen, ev. mit Schnellkochtopf. 
Ne, Salz hab ich extra weggelassen, weil die Bohnen aus der Dose mir zu salzig sind. Schnellkochtopf, sowas hab ich nicht.  :P
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Grinsi Kleinpo am 12. Mai 2012, 19:42:08
hm was sind Elefantenbohnen?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: PaulPanter am 13. Mai 2012, 11:32:56
hm was sind Elefantenbohnen?
Die Bohnen heißen wohl so, weil die so groß sind. Gab dann gestern Döner.
(http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/pe/peter-wagner/text/regular/765648.jpg)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: P.Stibbons am 13. Mai 2012, 11:58:28
Kann sein, dass die Bohnen einfach zu alt waren - Vergleichbares ist mir mal mit Kichererbsen passiert.
Da kann man dann gefühlte Ewigkeiten einweichen und kochen.

Diese Riesenbohnen sind nämlich wirklich ziemlich lecker!
Ich würde an deiner Stelle in einem türkischen oder arabischen Laden nach Zubereitungstips fragen, Paule.

Auch, wo man gute Qualität kriegt - vermutlich auch eher dort als in der durchschnittlichen Filiale von  XYZ, wo die Hülsenfrüchte u.U. monatelang auf dem Regalbrett schrumpeln.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Jadzia am 13. Mai 2012, 12:05:36
hm was sind Elefantenbohnen?
Die Bohnen heißen wohl so, weil die so groß sind.

Nö, weil man die Geduld eines Elefanten braucht, bis sie weich sind... ;D

Meiner Meinung nach geschmacklich nun nicht unbedingt unterscheidbar von anderen Bohnen. Hübsch fürs Büffet, für Antipasti, aber sonst?

Also ich hatte neulich die roten Riesenbohnen, nur für mich selber werde ich die nicht mehr machen. Lohnt den Aufwand einfach nicht.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Grinsi Kleinpo am 13. Mai 2012, 12:10:17
Ach so, ich kenn die als Saubohnen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: PaulPanter am 13. Mai 2012, 12:28:49
Kann sein, dass die Bohnen einfach zu alt waren - Vergleichbares ist mir mal mit Kichererbsen passiert.
Da kann man dann gefühlte Ewigkeiten einweichen und kochen.
Laut Verpackung nicht, aber wer weiß...
Zitat
Diese Riesenbohnen sind nämlich wirklich ziemlich lecker!
Ich würde an deiner Stelle in einem türkischen oder arabischen Laden nach Zubereitungstips fragen, Paule.
Ja, super lecker.
Ich frag mal bei meinen türkischen Freunden nach, was ich da falsch gemacht habe.

Zitat
Auch, wo man gute Qualität kriegt - vermutlich auch eher dort als in der durchschnittlichen Filiale von  XYZ, wo die Hülsenfrüchte u.U. monatelang auf dem Regalbrett schrumpeln.
Die Bohnen hab ich in einem türkischen Lebensmittelladen gekauft. Von der Qualität der Ware sind die eigentlich immer gut. 

Gestern hat mir noch eine Bekannte erklärt, das man die Bohnen aus der Dose entsalzen sollte, also in Wasser einlegen bis das Salz aus den Bohnen im Wasser ist. Dann schmecken die auch gut.

Zitat
Nö, weil man die Geduld eines Elefanten braucht, bis sie weich sind...
  ;D
Nicht gerade eine von meinen Stärken, wenn der Magen vor Hunger Selbstgespräche führt.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Jadzia am 13. Mai 2012, 12:33:07
Ich hatte so ähnliche wie die hier:

http://www.ecoinform.de/Bunte-Riesenbohnen.2484.0.html?detail=7179

Die größten hatten so eine Länge von ca 2,5 cm trocken.
Zähe Burschen, alle Achtung.  ;D
Aber ich hab sie "klein" (=weich) gekriegt. IRGENDwann.

Ich hab die schön als Bohnensalat gemacht. Muss man aber auch länger durchziehen lassen.

Da fällt mir ein, dass ich 10 aufbewahrt habe für den Frühling zum versuchsweisen Aussäen.
Mal schauen, was und ob was draus wird.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: anka am 13. Mai 2012, 12:36:57
Du kannst Geld sparen, wenn Du nicht den Deklarationstricksern glaubst.
Der typische, leckere Brühegeschmack kommt vom Glutamat, egal, ob es als Hefeextrakt oder als pure Substanz drin ist.

http://www.psiram.com/ge/index.php?title=Glutamat

Zitat
Im Durchschnitt nimmt der Mensch täglich 10 g gebundenes natürliches Glutamat, etwa 1 g freies natürliches Glutamat aus Lebensmitteln und etwa 0,5 g freies Glutamat in Form von Geschmacksverstärkern zu sich. Gleichzeitig stellt der Organismus 50 g Glutamat selbst her.Dies geschieht vor allem aus der Umwandlung anderer Aminosäuren, aber auch von Glucose.

Hier lernt man ja noch richtig was.  :D Ich wusste zwar schon, dass "Hefeextrakt" neumodisch für Glutamat steht, aber nicht, dass das auch normal in Lebensmitteln und an sich unbedenklich ist.

Da kann ich mir meine Brühe ja bedenkenlos kaufen.  ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: P.Stibbons am 13. Mai 2012, 12:59:01
@ Paule:

Jadzias Quelle sagt:

Zitat
Allgemeine Hinweise:
Wissenswertes über das Kochen von Hülsenfrüchten: Der Kochprozess darf nicht unterbrochen werden. Erst salzen sobald die Bohnen weich sind. Kalkhaltiges Wasser lässt die Bohnen deutlich schlechter garen.

Das mit dem Wässern der salzigen Dosenbohnen hatte ich auch schon gedacht - ob das allerdings insgesamt die Qualität dann retten kann?
Bei salzigen Oliven geht es mit Wässern ganz gut - anschließend gutes Olivenöl und nach Geschmack Kräuter dran.

@ Jadzia:
Zitat
Meiner Meinung nach geschmacklich nun nicht unbedingt unterscheidbar von anderen Bohnen.

Die Riesenbohnen sind noch deutlich größer als Feuerbohnen.
Wenn sie richtig gut sind, sind sie ultrazart - das liegt vermutlich auch daran, dass sie im Verhältnis mehr Inhalt in weniger schwer verdaulicher Hülle haben als die kleinen...sagt mein Laienverstand.



Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Jadzia am 13. Mai 2012, 13:30:28
Nein, keine Feuerbohnen, sondern rote Riesenbohnen, man beachte die cm-Angabe in trockenem Zustand. Wie groß sollen Deine weißen denn sein? Die kenne ich im trockenen Zustand auch nicht größer... ???

Also bei Bohnenpuree schmeckts gleich, da treibt man aber eh noch mal durch ein Sieb. Ich mag alle ganz gerne, halt für die unterschiedlichen Verwendungszwecke. ;D

Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: PaulPanter am 13. Mai 2012, 20:07:12
Die Elefantenbohnen sind zwischen 2,5 und 3 cm im trockenen Zustand.

Ich hab die Bohnen heute nochmal 4 Stunden kochen lassen und bis auf ein paar wenige sind sie hart geblieben.
So wurde meine Kreation zum Hundefutter degradiert und mein Hundi fands super lecker.
Jetzt bekommt mein Hund die nächsten 3 Tage Bohnen. Ist doch auch was.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Jadzia am 13. Mai 2012, 20:12:14
Die Elefantenbohnen sind zwischen 2,5 und 3 cm im trockenen Zustand.

Ok, dann ist dass das gleiche Kaliber.

Zitat
Ich hab die Bohnen heute nochmal 4 Stunden kochen lassen und bis auf ein paar wenige sind sie hart geblieben.
So wurde meine Kreation zum Hundefutter degradiert und mein Hundi fands super lecker.
Jetzt bekommt mein Hund die nächsten 3 Tagen Bohnen. Ist doch auch was.

Anbinden nicht vergessen... ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: PaulPanter am 19. November 2012, 21:07:02
So das Rätsel der Elefantenbohnen ist gelöst. Tata.
Es lag am Kalk im Wasser. Kalkhaltiges Wasser vorher abkochen und dann die Bohnen über Nacht einweichen lassen. :wurst:
Titel: Käsefisch
Beitrag von: gesine2 am 19. November 2012, 23:16:13
Erst mal schönen Dank an PaulPanter (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117256#msg117256) für das auf diesen thread aufmerksam machen. Zum Ausgleich einen kleinen Tipp: Beim Einweichen der Trockenware etwas Natron zugeben (ca 1gehTL je Trocken-Pfund), dann brauchts auch weniger Kochzeit.

Aus irgendeinem Grunde (wohl Mutters Schule) hat sich bei mir ein kaum gebremster Experimentiertrieb beim Kochen entwickelt... Die letzte Schöpfung stammt aus der Gattung 'sour cheese', benannt analog zur 'sour cream' (dem Dip, nicht dem Ding an sich) und ward 'Käsefisch' genannt. Bei der Namensgebung haperts bei mir - Taufen ist nicht so mein Ding.

Sardinendosen in ein Schüsselchen leeren (mit Öl!), die Chilis raus. Kleindrücken, erst Frischkäse hinzumengen, dann saure Sahne und Senf, glattrühren.
Sardinen-Chilis einmal längs und dann quer hacken, Zwiebel fein schneiden (nicht unbedingt würfeln, ~1cm-lange Streifen gefallen mir besser, nur halt fein, also Richtung hauchdünn).
Falls gemischte Gäste kommen, nehme ich zwei Gemüsechilis aus der Truhe (wenn nicht gerade frische da sind, doch gefroren ist das Handling auch um Klassen angenehmer), also zB Jalapenos, falls es für mich oder andere Chilifreunde ist, nehme ich zwei richtige Chilis, also Habaneros, Scotch Bonnets oder so. Kerne raus (die sind zu hart), fein schneiden,
Das ganze Gehäckselte + Petersilie in die Schüssel -- und erst mal gründlich Händewaschen gehen, immerhin wurden Chilis verarbeitet, was die Finger insbesondere gegenüber Schleimhäuten zu gräßlichen Waffen werden läßt.
Alles schön zu einer gleichmäßigen Paste verrühren und dann den schwierigsten Punkt der Vorbereitung angehen: Warten. Es geht auch direkt, doch es bildet sich ein besseres Ganzes nach zwei, drei Stunden Kontemplation. (Des Käsefischs im Kühlschrank, nicht des Kochs)

Als Dip für Gemüse, Pesto-Ersatz für Kartoffeln etc, Brotaufstrich.
Titel: Re: Käsefisch
Beitrag von: celsus am 19. November 2012, 23:45:13
Bei der Namensgebung haperts bei mir - Taufen ist nicht so mein Ding.

Klingt spannend. Könnte ich mir gut mit Baguette und Tapas vorstellen.
Nennen wir es doch "Pikante Anchovis-Creme"  :D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 20. November 2012, 00:30:46
Anchovis? Das waren doch Sardellen, oder? Chili-Sardinen. Obwohl in diesen winzigen Dosen ja eher Sardinchen drin sind.

Die Anchovis nutze ich eigentlich nur für die 'puttanesca'-Saucen, in die sie ja hinein müssen, um der namentlich geforderten Geschmacksrichtung nahezukommen. Und seit ich weiß, wie weitgehend sich kleine Anch.Reste schon nach wenigen Monaten selbst aufmerksam kühler Lagerung in fast allen sensorisch erfassbaren Aspekten ändern können, werden die auch immer sofort alle aufgebraucht.
'Eigentlich' weil manchmal, aber nur manchmal auch zu hartgekochten Eierhälften lecker. Anch. sind eines der vielen Dinge, auf die ich vielleicht einmal im Jahr so einen richtigen Heißhunger bekomme, sie danach aber auch wieder lange nicht mehr sehen/riechen kann.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Wiesodenn1 am 20. November 2012, 01:11:56
Schnitzel
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: celsus am 20. November 2012, 01:25:53
Anchovis? Das waren doch Sardellen, oder? Chili-Sardinen.

Ja, das ist ärgerlich, weil es die Sache mit dem Namen total kaputt macht.
Vielleicht doch lieber ein französischer Name ...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 20. November 2012, 19:54:52
...in der Basis könnte ich mir noch einen Teil pürierte Kichererbsen vorstellen.....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: PaulPanter am 20. November 2012, 20:00:17
Hört sich jedenfalls lecker an.
...in der Basis könnte ich mir noch einen Teil pürierte Kichererbsen vorstellen.....
Lieber Knoblauch.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 21. November 2012, 00:57:54
Falls sich das überhaupt auf den Käsefisch bezieht:
/in der Basis/ Zu Käse/sSahne, Belbo zwei (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117374#msg117374)? Müßte ich mal antesten, mit Kichererbsen habe noch kaum Erfahrung. Außer als oberdrögem Knabberzeug...
/Knoblauch/ Das halte ich streng geregelt, PaulPanter (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117376#msg117376): Falls ich tatsächlich mal der Meinung sein sollte, daß zu einem Gericht wirklich kein Knoblauch passen sollte, wird es ausdrücklich angegeben. Ansonsten nach Geschmack und demnächstigen Vorhaben.

Da ich heute die wegen diverser Umstände (bis hin zu so ner lästigen Bronchitis) in den letzten Wochen stark geschrumpften Dauervorräte wieder ergänzt bis erneuert habe (und endlich Essig für den Kürbis süß/sauer besorgte, Rezept später), komme ich nicht umhin, einen Klassiker der Kategorien 'unter Viertelstunde' (bei etwas Messer (http://www.messer-aus-japan.de/m-a-j/sekiryu-messer/sekiryu---sashimi-sr400.html)¹-Fu) und 'RumFort²' zum Probieren freizugeben:


Bratheringe aus Dose in Schüssel heben, dabei Piment und ähnliche fürs Aroma wesentliche, aber sonst nur lästige Zutaten dezent entsorgen. Kleindrücken, Zitronensaft beispritzen, Sud drüber bis er etwas übersteht, Trockenpetersilie dazu und mischen. Jetzt -falls gewünscht- schonmal den Maisdeckel anlüften und zum Abtropfen umgedreht wegstellen. Dann die Zwiebel durch den händischen Häcksler jagen (muß nicht 'fein' sein, aber zu grob ist doof) und die zu verarbeitenden Reste hinterher.
Alles in die Schüssel (Bohnen mit Flüssigkeit!), mischen, ggfs noch etwas Sud dazu, falls zu trocken -- fertig..

Bisher für gut befundene Beilagen: Roggen-Brot (http://www.youtube.com/watch?v=MFJNe5SEPgk), Schwarzbrot/Butter, Bier, trockene kräftige Weine, noch'ne Portion

__________
¹ die hiesige 08/15-Klinge
² nicht DasDa (http://de.wikipedia.org/wiki/Rumfordsuppe), obgleich mit dessen Namen spielend, sondern die eher übliche Resteverwertung von 'alles was rum liegt und fort muß'.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 21. November 2012, 01:40:34
Neh ich nehme die Kichererbsen aus der Dose gerne als Dipgrundlage, bisschen Olivenöl, viel Petersilie und zum Schluss Tomatenwürfel zum Beispiel....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 21. November 2012, 01:43:49
Ihr solltet ne Kochsendung machen  ;D ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Binky am 21. November 2012, 01:45:19
Ihr solltet ne Kochsendung machen  ;D ;D

Thema Junggesellenrezepte?  :teufel
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: 71hAhmed am 21. November 2012, 01:46:23
Ihr solltet ne Kochsendung machen  ;D ;D

Thema Junggesellenrezepte?  :teufel
Zu kompliziert.... :teufel :teufel
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Omikronn am 21. November 2012, 03:36:47
Hier ist mein bescheidener Beitrag zur Essenskultur: Pizza --> Ofen --> warten --> essen  ;D.

(Jedoch von wurde die Pizza selbstgemacht, vom Fauenzimmer  ;) )

Dünner Teig, max 0.5cm machen / kaufen
Creme fraiche, gewürzt mit Pfeffer, Salz, Paprika & Knoblauch (frisch)
1 Karotte,
1 gelbe Paprika (für Schweizer: Peperoni),
4 peretti Tomaten, 
1 kleine Zuchetti,
und Mozarella nicht vergessen!

Zubereitung:
2/3 der Creme fraiche auf den Teig streichen,
das verhackstückte Gemüse /Frucht Artgerecht verteilen, wichtig ist es, es klein genug zu schneiden
Mozarella darüber,
das letzte 1/3 der Creme fraiche über die ganze Chose verteilen.

Bei Umluft, 180 Grad C, ca 30 min backen, danach auf Unterhitze nochmal 15 -  25 min, je nach Ofen...

Feeediiiich, Guten Apettit.

Zitat
Zu kompliziert.... :teufel :teufel
Von wegen zu Kompliziert.  ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 21. November 2012, 14:55:09
Damit die Chauvikasse mal wieder klingelt, hier ein Univeralrezept:

Zutaten:
1 PC mit Netzanschluss
1 Küche, ausgestattet
1 Frau, mit Kochkenntnissen
etwas Geld
---------------------------------------

Zubereitung:
- nach einem leckerm Rezept googeln
- Frau mit etwas Geld zum Einkaufen schicken
- Frau in Küche machen lassen - fertig!

Zubereitungszeit: 2-4 Std
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 21. November 2012, 15:07:34
Damit die Chauvikasse mal wieder klingelt, hier ein Univeralrezept:

Zutaten:
1 PC mit Netzanschluss
1 Küche, ausgestattet
1 Frau, mit Kochkenntnissen
etwas Geld
---------------------------------------

Zubereitung:
- nach einem leckerm Rezept googeln
- Frau mit etwas Geld zum Einkaufen schicken
- Frau in Küche machen lassen - fertig!

Zubereitungszeit: 2-4 Std

Schalt sofort die Kamera, die Du bei mir zuhause heimlich installiert hast, aus!    >:(
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: zwingenberger am 21. November 2012, 15:26:14
@ Omikronn:

180° sind für Mozzarella zu viel. Ab 160° entstehen diese unhandlichen Fäden...

Man kann Deine Pizza bei 180° backen, dann etwas abkühlen lassen und die Mozzi dann erst drauflegen, bis sie heiß genug ist.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: celsus am 21. November 2012, 16:56:11
- Frau in Küche machen lassen

Das widerspricht sämtlichen Hygienevorschriften.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Omikronn am 21. November 2012, 17:01:17
@Zwingenberger: Danke für den Tipp  :D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 21. November 2012, 17:02:16
- Frau in Küche machen lassen - fertig!

Das muss natürlich heissen:

- Frau in Küche machen lassen
- 2 Stunden später den Bringdienst anrufen - fertig!
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 21. November 2012, 18:16:27
- Frau in Küche machen lassen - fertig!

Das muss natürlich heissen:

- Frau in Küche machen lassen
- 2 Stunden später den Bringdienst anrufen - fertig!



muss das nicht "aufgestrapster" Bringdienst heissen  ;D
Titel: Cashberries
Beitrag von: gesine2 am 25. November 2012, 17:18:34
Letzte Woche hatte ich (mal wieder) Lust auf den immer anders werdenden Quarkspachtel mit allerlei Gemüsen (Gurken, Zucchini, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, ... je nachdem was da ist) und Kräutern, diese fast universell verwendbare Beilage, die auch als Brotbelag durchgeht. Zu Quellmännern (http://de.wikipedia.org/wiki/Pellkartoffel) ein Gedicht, etwas Kürbiskernöl als drittes Element und mmmmh^^

Aus der Familie der 'sour cream's, also auf der Basiswobei sich die magischen Zahlen aus der Packungsgröße ergeben und alles glattgerührt wird. Falls mehr Fett gewünscht ist, kann jederzeit ein gutes Öl (Erdnuß-, Maiskeim-, Oliven- etc) zugeschüttet werden.
Allerdings ist die sich insgesamt ergebende Menge etwas reichlich selbst für eine Zweitagesportion, also wird üblicherweise ein Teil im Kühlschrank gelagert.

Diesmal nicht. Zumindest nicht direkt, da ein Versuch aus der Dessert-Reihe 'salzig-süß' geschmacks-kontrolliert werden sollte, von mir nüchtern und von anderen Menschen sowieso. Also ca 30-40% der oben sich ergebenden Menge plusNach Augenmaß¹ die Hälfte der Beeren aus dem ziplock-Beutel² befreien, grob durchhacken, genau wie die Cashewkerne, diese allerdings wegen ihrer Hüpffreudigkeit gaaaanz laaaangsaaam. Vanillezucker und ein, zwei Tupfer Chilipulver dazu, schon wieder glattrühren, Deckel drauf, ab in den Kühlschrank.
Am Freitag morgen war die Masse erstaunlich steif geworden, was aber nicht an dem ungemein angenehmen Geschmackserlebnis kratzen konnte.

Allerdings hatte ich drei-vier Tupfer Chili genommen, was bei mir ein so gerade eben zu erahnendes Brennen hinten im Rachen erzeugte, den anderen Versuchskaninchen allerdings einmütig zu scharf war. Eigentlich sollte nur so ein dezentes Brizzeln bei rumkommen, eine Chili-Ahnung sowohl bei Schärfe als auch bei Aroma.
Die Fehleinschätzung Hatte jedoch zwei Vorteile: Erstens war die Bande nachher eine Rasselbande, der typische Chili-Nebeneffekt des Endorphinkicks und zweitens hat keine auch nur einen wönzögen Rest gelassen - muß also tatsächlich gemundet haben ;-)

______________
¹ vor dem Fototermin eben habe ich mal aus Spaß den Restinhalt abgewogen: 95g. Strike!
² die lassen sich wunderbar weiterverwerten, zB für geruchsintensive Kleintransporte.
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 25. November 2012, 18:41:05
kein Knoblauch

In einer Zutatenliste eine Nicht-Zutat aufzuführen, hat was dadaistisches. Gefällt mir.
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: Monteverdi am 25. November 2012, 19:15:34
kein Knoblauch

In einer Zutatenliste eine Nicht-Zutat aufzuführen, hat was dadaistisches. Gefällt mir.

Aber wieviel Knoblauchzehen soll ich nicht nehmen? Ich habe jetzt nur noch eine Zehe hier. Wenn es mehr sein sollen, dann muss ich erst mal zur Nachbarin und mir Knoblauch ausleihen. Aber das Schöne daran: ich kann ihn schnell zurückgeben...
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 25. November 2012, 19:22:30
Aber wieviel Knoblauchzehen soll ich nicht nehmen? Ich habe jetzt nur noch eine Zehe hier. Wenn es mehr sein sollen, dann muss ich erst mal zur Nachbarin und mir Knoblauch ausleihen. Aber das Schöne daran: ich kann ihn schnell zurückgeben...

Eine gute Frage. Schmeckt es anders, wenn ich weniger oder mehr nicht nehme?
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: gesine2 am 25. November 2012, 22:26:36
Ohne diesen evtl (=für mich nicht beurteilbar) interessanten Ausflug in die Metaphysik stören zu wollen, ein kleiner Hinweis auf Vergangenes:
/Knoblauch/ Das halte ich streng geregelt, PaulPanter (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117376#msg117376): Falls ich tatsächlich mal der Meinung sein sollte, daß zu einem Gericht wirklich kein Knoblauch passen sollte, wird es ausdrücklich angegeben. Ansonsten nach Geschmack und demnächstigen Vorhaben.
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 25. November 2012, 22:33:39
Ohne diesen evtl (=für mich nicht beurteilbar) interessanten Ausflug in die Metaphysik stören zu wollen, ein kleiner Hinweis auf Vergangenes:
/Knoblauch/ Das halte ich streng geregelt, PaulPanter (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117376#msg117376): Falls ich tatsächlich mal der Meinung sein sollte, daß zu einem Gericht wirklich kein Knoblauch passen sollte, wird es ausdrücklich angegeben. Ansonsten nach Geschmack und demnächstigen Vorhaben.

Sei mal nicht eingeschnappt, so gehts hier halt zu und bei so einer netten Vorlage ...

Dein Rezept klingt übrigens lecker.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tränchen am 25. November 2012, 22:39:32
So das Rätsel der Elefantenbohnen ist gelöst. Tata.
Es lag am Kalk im Wasser. Kalkhaltiges Wasser vorher abkochen und dann die Bohnen über Nacht einweichen lassen. :wurst:

Beim Kochen von Bohnen und Linsen sollte man auch immer darauf achten, daß man dies erst einmal OHNE Salz macht. Mit Salz im Wasser bleiben die Dinger auch hart.

Das Salz sollte erst zugegeben werden wenn die Teile schon weich sind, die nehmen da trotzdem noch genug auf und werden (wobei das ein bißchen auf die Sorte ankommt und ob sie vorher gewässert wurden) dann auch wieder ein bißchen härter. :D
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: Monteverdi am 25. November 2012, 22:52:48
Ohne diesen evtl (=für mich nicht beurteilbar) interessanten Ausflug in die Metaphysik stören zu wollen [...]

Nein, nein, das ist ist es nicht, es ist viel mehr als das! In einem anderen Fred wird es doch klar benannt: hier herrscht die Incuisinetion oder so... 
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: gesine2 am 26. November 2012, 00:50:46
Zitat
Sei mal nicht eingeschnappt
Wer ist eingeschnappt, Dr. Ici Wenn (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117856#msg117856), es wollt nur meine Wenigkeit darauf hinweisen, die Nicht-Zutaten-Existenz schon mal als völlig üblich angekündigt zu haben.
Und, zugegeben, einen kleinen Seitenhieb auf die hier so glänzend vorgetragene Nicht-Diskussion zu führen.
Zitat
klingt übrigens lecker
Erstaunlich, wenn ich es jmd erzähle, kommts mir dabei immer noch ein wenig merkwürdig vor, obgleich Derartiges hier schon des öfteren zusammengestellt wurde und grad die obskuren Kombinationen die Möglichkeit ungeahnter Genüsse (und Grauslichkeiten...) in sich bergen.
Zitat
hier herrscht die Incuisinetion
Niemand, Flaneur (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117861#msg117861), niemand rechnet mit der Nouvelle Incuisination (http://www.youtube.com/watch?v=uprjmoSMJ-o%23t=40s).
Titel: Re: Cashberries
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 26. November 2012, 01:12:20
Dr. Ici Wenn[/URL], es wollt nur meine Wenigkeit darauf hinweisen, die Nicht-Zutaten-Existenz schon mal als völlig üblich angekündigt zu haben.

Wir könnten einen Nicht-Kochklub gründen. Und dort transcuisiäre Rezepte entwickeln.

Zitat
Und, zugegeben, einen kleinen Seitenhieb auf die hier so glänzend vorgetragene Nicht-Diskussion zu führen.
Zitat
klingt übrigens lecker
Erstaunlich, wenn ich es jmd erzähle, kommts mir dabei immer noch ein wenig merkwürdig vor, obgleich Derartiges hier schon des öfteren zusammengestellt wurde und grad die obskuren Kombinationen die Möglichkeit ungeahnter Genüsse (und Grauslichkeiten...) in sich bergen.

Der Kampf der Unmöglichkeiten gegen die Möglichkeiten sei eröffnet!
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 26. November 2012, 01:50:54
Eine Art Anarchokochen, man darf nichts verwenden das im Rezept steht, klingt klasse  ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 26. November 2012, 02:04:13
Eine Art Anarchokochen, man darf nichts verwenden das im Rezept steht, klingt klasse  ;D

Wunderbare Idee. Jeder bringt ausgefeilte Rezepte mit, die dann ohne die Zutaten nachgekocht werden.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Binky am 26. November 2012, 02:15:26
Nicht-Zutaten, das ist eine Herausforderung. Also man nehme KEINE festen Ingredenzien, ähm, also zumindest die Hauptzutat, alkoholfrei darf es auch nicht sein, und es darf keine Hopfen enthalten, nicht über 17% Alk haben und sollte nicht weiß aussehen.

Das darf man weder einfrieren noch kalt dastehen lassen. Man darf auch keine Pflanzenbestandteile mit ätherischen Ölen ...ach was solls....das ist mir zu sackig

 :P
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 26. November 2012, 02:27:40
Aus der Not geboren,
der Sinn des Begehrs.
Stets in sich gesinnt,
nach allem strebend,
nur das Ungreifbare
war greifbar.

Koch war er,
doch keiner von denen,
die da so taten,
als täten sie,
er nahm das Nichts
und pürierte es.

Wenige Gäste
verliesen den leeren Ort,
es wurde von nichts enttäuscht,
von der Nachspeise nicht gesprochen
bevor sie nicht kam.
Keiner war je hungrig.


edit: Übrigens ein Auszug aus dem Vorwort von Wenns Kochschule.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Binky am 26. November 2012, 02:33:17
Östliche Weisheit verbindet sich hier harmonisch mit westlichen psychogenen Stoffen....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Lord Ahriman am 26. November 2012, 02:36:21
Fertig: Die Eier von Satan
http://www.youtube.com/watch?v=VPST2nE0KIo (http://www.youtube.com/watch?v=VPST2nE0KIo)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 26. November 2012, 02:40:45
....das sagt meine Freundin auch immer, woher weisst Du das? :o
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 26. November 2012, 08:51:53
Zitat
..und keine Eier (http://www.youtube.com/watch?v=VPST2nE0KIo)
ich weiß wo sie hin sind (http://www.youtube.com/watch?v=fn-byP5XLc8).
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: zwingenberger am 26. November 2012, 15:50:44
Carnivoren aller Länder, besorgt Euch einen Bratenthermometer, falls Ihr noch keinen habt. Unter den Küchengeräten gibt es wenig in der Preisklasse um zwölffuffzich, was so einen Qualitätssprung schafft.

Hirschkeule, 500 g am Stück; angebraten von allen Seiten, runter vom Herd, etwas abkühlen lassen, mit Pfeffer und Piment, grob geschrotet, und Salz (wenig!)einreiben, Lorbeerblätter und Rosmarin drauflegen, mit Scheiben vom frischen "grünen" Speck belegen; das ganze auf angedünstetes Wurzelgemüse gelegt und bei 170-180° in den Ofen. Wenn die gemessene Kerntemperatur bei 70° angekommen ist (das dauert ca. 45 min.) rausnehmen, mit Alufolie abdecken und für ein paar Minuten stehenlassen. Speck und Kräuter runternehmen und auf einer vorgewärmten Platte zu Tisch bringen.

Woah.

Das war mir einen Klingenberger Spätburgunder wert. Aus Klingenberg in Unterfranken, halbe Strecke zwischen Aschaffenburg und Miltenberg, auf der östlichen (Spessart-)Seite vom Main. Die Spätburgunder dort sind nicht so üppig wie in der Pfalz oder in Baden, aber nicht weniger kräftig. Richtig gute fangen bei etwa zehn EUR an. "Echte" Burgunder gleicher Qualität wären unter vierzig EUR nicht zu bekommen.

So, das musste mal sein, nach dem ganzen Schmalhansereien.  ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 26. November 2012, 16:06:24
Carnivoren aller Länder, besorgt Euch einen Bratenthermometer, falls Ihr noch keinen habt. Unter den Küchengeräten gibt es wenig in der Preisklasse um zwölffuffzich, was so einen Qualitätssprung schafft.

Jau. Die Liste überflüssiger Küchengeräte ist endlos, ein Bratenthermometer gehört definitiv nicht dazu. Hab so ein elektronisches Teil, das von außen anzeigt mit Temperaturalarm, man brät also nicht mehr nach Zeit, sondern Kerntemperatur.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 26. November 2012, 16:32:57
Carnivoren aller Länder, besorgt Euch einen Bratenthermometer, falls Ihr noch keinen habt. Unter den Küchengeräten gibt es wenig in der Preisklasse um zwölffuffzich, was so einen Qualitätssprung schafft.

Jau. Die Liste überflüssiger Küchengeräte ist endlos, ein Bratenthermometer gehört definitiv nicht dazu. Hab so ein elektronisches Teil, das von außen anzeigt mit Temperaturalarm, man brät also nicht mehr nach Zeit, sondern Kerntemperatur.



.....selbst das "einfache" zum Einstecken ist sein Geld wert, wobei ich kürzlich so eine Reibe geschenkt bekommen habe und die wirklich klasse ist....
http://www.kochen-macht-spass.com/_plentyMarkets/Serie-40000-Classic/ToShowQQArticleList/c1QQ71/c2QQ66/c3QQ0.html
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 26. November 2012, 16:51:44
.....selbst das "einfache" zum Einstecken ist sein Geld wert, wobei ich kürzlich so eine Reibe geschenkt bekommen habe und die wirklich klasse ist....
http://www.kochen-macht-spass.com/_plentyMarkets/Serie-40000-Classic/ToShowQQArticleList/c1QQ71/c2QQ66/c3QQ0.html

Die Microraffeln sind tatsächlich genial, ja!
Titel: SüßScharfes Rind
Beitrag von: gesine2 am 26. November 2012, 22:38:03
Zitat
nach dem ganzen Schmalhansereien
wattan für Schmalhansereien, zwingenberger (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg117957#msg117957)? Oder geht es nur um den zu kleinen Fleischanteil? Nu, bei den Gerichten, die ich werktäglich zubereite handelt es sich entweder um schnell zuzubereitende Kombinationen, da verbietet sich ein großes Stück Tier, wird zumeist auf Hack etc zurückgegriffen. Oder es wird (eher in der kühlen Jahreszeit) ein Riesentopf angesetzt, der dann in drei-vier Tagen geleert wird - naturgemäß eher gekocht als geschmort, nicht gebraten.
Jetzt am WE gabs ein 4kg-Schäufele, aber nicht wie üblich gebacken, sondern in Kümmel-Chili-Suppengemüse-Sud schön langsam gegart (FR), über Nacht ziehenlassen, entbeinen, Scheiben schneiden (halbzentimeterdick), mit diversen Sößchen servieren, als einzige Beilage ein Getränk. Na gut, es gab auch Lebkuchen. Da rollten sich Samstag abend der Gäste Augen, kringelten sich die Geschmacksnerven, kugelten sich die Bäuche...
In einem Teil des Suds habe ich mir eben ein geschnippeltes Stück Weißkohl-Kopf mit Reis gekocht, mit etwas Schmelzkäse abgebunden, das wär dann wieder so ein Schnellgericht.
Beide Teile sind aber 08/15, nicht besonders hervorhebenswert.

Wie wäre es denn mit meiner allerersten Kreation, hat jetzt auch schon locker dreißig Jährchen auf dem Buckel: Für 2-4 Personen, je nachdem
Eine Handvoll¹ Trockenchilis (http://i.imagebanana.com/img/inimmarr/chiliTrKlein.jpg)² mörsern, dabei das aufsteigende Aroma genießen.
Eine Ecke Speck würfeln, auslassen. Keule mundgerecht zerlegen, Größe nach Gusto, irgendwo zwischen Gulasch und Geschnetzeltem, in ausreichend großflächigem Topf (sonst in Etappen) schärfstens anbraten, Chili dazu, pfannenrühren und rechtzeitig mit einem kräftigen Roten (zB Dornfelder) ablöschen, schmoren und dabei so gerade eben nicht mit Wein bedeckt halten.

Jetzt kann in aller Ruhe (~1h) der Rest angegangen werden: Pfirsichsaft in kleinen Topf abgießen und schonmal vorwärmen, Pfirsiche stückeln und mit Mandeln, 3-4gehEL braunem Zucker und der aufgeschlitzten Vanillestange in den Saft/Sirup zum langsam heiß werden.

Reis 20' vor Keulentermin wie üblich ansetzen, garen. Kurz bevor er fertig ist, die Keulensoße mit Paprika-Paste (http://i.imagebanana.com/img/uhmgs1zd/papriPaste.jpg) und ggfs etwas Mehlbutter abbinden, dergleichen bei den Pfirsichen mit etwas Speisestärke. Es soll halt nicht von selber 'weglaufen' können, dickflüssig, aber nicht pampig sein.

Kleinen Reiswall quer durch die Teller, eine Seite Rind, andre Seite Pfirsiche.

Abschmeckregel: Das Rind soll eher zu scharf, zu weinkräftig und die Pfirsiche zu süß sein, Salz nur im Reiswasser. Die Kombination haut einen vom Hocker ;-)

___________
¹ Das ist ernstgemeint: 10-20g und die Dinger wiegen nix
² Kleintüte, ich bevorzuge ausreichende Vorratshaltung, keine Spielereien; s'war ein zurückgekommenes Test-Geschenk
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 27. November 2012, 12:01:33
.....selbst das "einfache" zum Einstecken ist sein Geld wert, wobei ich kürzlich so eine Reibe geschenkt bekommen habe und die wirklich klasse ist....
http://www.kochen-macht-spass.com/_plentyMarkets/Serie-40000-Classic/ToShowQQArticleList/c1QQ71/c2QQ66/c3QQ0.html

Die Microraffeln sind tatsächlich genial, ja!


....und für Gesine vielleicht ein elektrischer Dosenöffner?
Titel: Flüssig Brot
Beitrag von: gesine2 am 28. November 2012, 00:51:37
Zitat
ein elektrischer Dosenöffner?
Bloß nicht, Belbo zwei (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg118065#msg118065) - neben der normalen Heiz- (Herd, Mikrowelle, Friteuse) und Kühlabteilung (Kühlschrank, Kühltruhenschrank¹) gibt es an elektrischen Geräten nur Cutter/Mixer, Zauberstab, Wasserkocher und den Eierkocher. Und das bleibt wohl auch so.

Obgleich ich übrigens mit Sicherheit nicht täglich, nur deutlich öfter als nie frisch einkaufe, ist das Gros des Essens das jahreszeitlich und lokal (inkl Treibhäusern) aktuell Frische. Gemüse mag ich einfach zu gerne, dessen angemessene Zubereitungs-Arten dürften allerdings sattsam bekannt sein.

Doch zur Vorrathaltung speziell von Dingen, die nicht gerade in Nachbars Garten wachsen wie zB Sardinen oder Pfirsiche im Winter, ist Einkochen oder eben Konserve ziemlich praktisch. Und wenn dann besonders bei Resteverwertung oder nach Schrankvisitation mal etwas außergewöhnlich gut schmeckt...

Falls Du mir allerdings nur etwas auf die Nüsse gehen möchtest:

Nusslikör

Grund{ge}menge:
Beim Türken gibts so in Salzlake eingelegte Gemüsemischung, recht praktisch, um schnell was in ein ungeplantes kleines Süppchen zu schnippeln oder Eintopfwürzung oder so. Doch mit ein Kaufgrund ist das Gebinde (http://ahinur.de/Konserven/Mischgemuese-5-kg-PET::2.html), von dem hier mittlerweile zwei im Einsatz sind. Da gehen 5 Grundmengen lässig rein und es hat eine hübsch große Öffnung.

Nüsse aufs Backblech, bei 180°C solange backen, bis das bekannte Röstnußaroma verströmt, abkühlen lassen. Alle Zutaten in einen durchsichtigen, verschließbaren Behälter und ab aufs Fensterbrett. Zu Anfang täglich mindestens einmal, später immer seltener aufschütteln, bis alles wieder mäßig gleichmäßig gemischt ist.

Angeblich schon nach 8 Wochen (9½ war was anderes), meines Erachtens frühestens nach 3, besser mit 6 Monaten durch ein feines Sieb in entsprechend große Schüssel oder Topf umfüllen und von da via Schöpfkelle und Trichter in die in der lang vergessenen Vergangenheit geleerten Flaschen (+Mehrwert...) abfüllen.
Grad mal getestet, die Juni-Mischung ist schon recht gut, kann aber noch ein wenig -äh- blenden.

_______________
¹ gibts da ein Wort für, das nicht so bescheuert klingt?
Titel: Re: Flüssig Brot
Beitrag von: The Doctor am 04. Dezember 2012, 11:39:35
Zitat
ein elektrischer Dosenöffner?
Bloß nicht, Belbo zwei (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg118065#msg118065) - neben der normalen Heiz- (Herd, Mikrowelle, Friteuse) und Kühlabteilung (Kühlschrank, Kühltruhenschrank¹) gibt es an elektrischen Geräten nur Cutter/Mixer, Zauberstab, Wasserkocher und den Eierkocher. Und das bleibt wohl auch so.

Was denn, kein Toaster in Deiner Küche?

Und wer braucht schon einen Eierkocher? Eine Hausfrau hat das im Gefühl.
Titel: Re: Flüssig Brot
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 04. Dezember 2012, 14:57:31
¹ gibts da ein Wort für, das nicht so bescheuert klingt?

Ja. Gefrierschrank. Gefriertruhenschrank klingt bescheuert, weil es eben Truhen (Deckel oben) und Schränke (Türe) gibt, aber nicht beides in einem :)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Omikronn am 04. Dezember 2012, 14:59:53
Zitat
Und wer braucht schon einen Eierkocher? Eine Hausfrau hat das im Gefühl.
Ein mittleres Frühstücksei braucht zwischen 6 und 7 minuten in einer Pfanne mit kochendem Wasser wenn das Eiklar fest und der Dotter flüssig sein soll...
Titel: Re: Flüssig Brot
Beitrag von: Belbo zwei am 04. Dezember 2012, 15:04:30
¹ gibts da ein Wort für, das nicht so bescheuert klingt?

Ja. Gefrierschrank. Gefriertruhenschrank klingt bescheuert, weil es eben Truhen (Deckel oben) und Schränke (Türe) gibt, aber nicht beides in einem :)


...ausser Du stellst die Truhe senkrecht  und machst Fachböden rein...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: 40_Fieber am 04. Dezember 2012, 15:08:00
Zitat
Ein mittleres Frühstücksei braucht zwischen 6 und 7 minuten in einer Pfanne mit kochendem Wasser wenn das Eiklar fest und der Dotter flüssig sein soll...

In einer Pfanne? Untergetaucht im Topf dürfen es meiner Meinung nach max. 5:30 Minuten sein, sonst wirds doch viel zu hart innen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 04. Dezember 2012, 15:10:50
In einer Pfanne? Untergetaucht im Topf dürfen es meiner Meinung nach max. 5:30 Minuten sein, sonst wirds doch viel zu hart innen.

Man muss natürlich die Höhe über Meer berücksichtigen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: 40_Fieber am 04. Dezember 2012, 15:17:35
http://www.eirechner.de/
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 04. Dezember 2012, 16:54:12
Zitat
Und wer braucht schon einen Eierkocher? Eine Hausfrau hat das im Gefühl.
Ein mittleres Frühstücksei braucht zwischen 6 und 7 minuten in einer Pfanne mit kochendem Wasser wenn das Eiklar fest und der Dotter flüssig sein soll...

Du kochst Deine Eier in einer Pfanne?!?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 04. Dezember 2012, 16:55:00
Man muss natürlich die Höhe über Meer berücksichtigen.

Und das Alter des Eis.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: bayle am 04. Dezember 2012, 16:59:32
Zitat
Und wer braucht schon einen Eierkocher? Eine Hausfrau hat das im Gefühl.
Ein mittleres Frühstücksei braucht zwischen 6 und 7 minuten in einer Pfanne mit kochendem Wasser wenn das Eiklar fest und der Dotter flüssig sein soll...

Du kochst Deine Eier in einer Pfanne?!?

... Rohe Eier bleiben schön roh, wenn man sie in kaltes Wasser tut (Rainald Grebe)
... Eines Tages bringe ich sie um! (Loriot)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 04. Dezember 2012, 17:07:41
Zitat
Und wer braucht schon einen Eierkocher? Eine Hausfrau hat das im Gefühl.
Ein mittleres Frühstücksei braucht zwischen 6 und 7 minuten in einer Pfanne mit kochendem Wasser wenn das Eiklar fest und der Dotter flüssig sein soll...

Du kochst Deine Eier in einer Pfanne?!?

... Rohe Eier bleiben schön roh, wenn man sie in kaltes Wasser tut (Rainald Grebe)
... Eines Tages bringe ich sie um! (Loriot)

"Politiker muss man behandeln wie rohe Eier. Und was macht man mit rohen Eiern? Man haut sie in die Pfanne." (Dieter Hallervorden in "Der Experte")
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Omikronn am 04. Dezember 2012, 18:23:23
Zitat
Du kochst Deine Eier in einer Pfanne?!?
Ja, ich habe der traditionellen Art, wo die Eier von Hand so schnell um die eigene Achse gedreht werden müssen dass sie durch die Reibungskraft der Rotation genug Hitze abbekommen, abgeschworen.  :grins2:
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Omikronn am 04. Dezember 2012, 18:27:21
Zitat
http://www.eirechner.de/
Wenn die Eier 47 - 51 mm Durchmesser haben, stimmen meine 6 - 7 min.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 04. Dezember 2012, 18:41:24
Zitat
Du kochst Deine Eier in einer Pfanne?!?
Ja, ich habe der traditionellen Art, wo die Eier von Hand so schnell um die eigene Achse gedreht werden müssen dass sie durch die Reibungskraft der Rotation genug Hitze abbekommen, abgeschworen.  :grins2:



Ich dachte immer "brüten" sei die "traditionelle" Art Eier zu erhitzen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 04. Dezember 2012, 19:37:29
Ich dachte immer "brüten" sei die "traditionelle" Art Eier zu erhitzen.

Zumindest die eigenen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: 40_Fieber am 04. Dezember 2012, 21:40:56
Wenn die Eier 47 - 51 mm Durchmesser haben, stimmen meine 6 - 7 min.

Ah, Du hast Gänseeier ;o)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 04. Dezember 2012, 21:56:17
....das niemand meinen Kühltruhenscherz kommentiert nehme ich echt übel :schlaeger
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Wiesodenn1 am 04. Dezember 2012, 22:38:00
....das niemand meinen Kühltruhenscherz kommentiert nehme ich echt übel :schlaeger

Zitat
...ausser Du stellst die Truhe senkrecht  und machst Fachböden rein...
Nicht vergessen:

(http://www.abload.de/img/khlkompressorqhxeo.jpg) Ob der das aushält?

Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 05. Dezember 2012, 00:09:52
Zitat
Was denn, kein Toaster in Deiner Küche?
Nein, The Doctor (http://Gefrierschrank.), hätte ich sonst aufgezählt. Falls (was bisher extrem selten vorkam) tatsächlich mal irgendwer unbedingt Röstbrot haben möchte, wirds mit dem kleinen Backofen schnell übergrillt. Eine etwas dröge Ergänzung zu den ziemlich häufigen hier auftretenden überbackenen Broten.
Zitat
Und wer braucht schon einen Eierkocher? Eine Hausfrau hat das im Gefühl.
Elektrogeräte sind genau dann sinnvoll, wenn sie entweder durch alternative Techniken nur schwerlich ersetzbar sind oder den Stromzähler weniger kreisen lassen als diese. Letzteres gilt insbesondere für den Eierkocher.
Zitat
Gefrierschrank.
Ohje, das Wort gibt es wirklich, Dr. Ici Wenn (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg118834#msg118834)? Peinlich, muß irgendwie an mir vorbeigekommen sein...
Zitat
nehme ich echt übel :schlaeger
Gemach, gemach, Belbo zwei (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg118887#msg118887), die meisten dürften sich noch ärgern, daß sie da nicht selber drauf gekommen sind, sondern beim letzten Wohnungsumgestalten die Truhe entsorgt und sich einen Schrank gekauft haben.

btt: Nach dem letzten Rezept (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg118200#msg118200) mag sich mancher Mensch gefragt haben: Was macht die mit nem Kilo ausgelutschter Nüsse? Nun, abgesehen davon, daß die Dinger sich gut in einem TwistOff-Glas längerfristig im Kühlschrank lagern lassen und einen beschwipsten Knabberspaß abgeben, wird die Sommer'ernte' größtenteils durch die Reibe geschoben und eingefroren zum Mischen in süße Nachtische. Die Winterausgabe dient allerdings einem besonderen Zweck:

Apfelkompott

Ja wattan, sujet Simples? Yo, es scheint sich das in harter Arbeit kulturell erackerte Wissen verflüchtigt zu haben, daß selbst eingemachtes Kompott¹, erst recht aber frisches Kompott in keiner Weise vergleichbar ist mit dem gekauften Driss. Ab Erntezeit, also ab Mitte/Ende Oktober bis zum Wiederverschwinden komme ich auf dem Wochenmarkt einfach nicht an den Boskoops vorbei, schöne alte Apfelsorte eher fester und säuerlicher Natur, nicht dieses pink³-frische Weicheigedöns. Für Kuchen, Rohessen und ua dieses Rezept.

2kg Boskoop (mal grün, mal rot)
500g Schnapsnüsse
1 Schnapsglas Wasser
1 Schnapsglas Zitronensaft
Zucker nach Bedarf
etwas Chilipulver (http://i.imagebanana.com/img/x229amtm/chilipowder.jpg)
(höchstwahrscheinlich) kein Knoblauch

Äpfel spalten, Stiel, Blüte und Gehäuse entfernen und dann das Gute¹² stückeln. Ab in einen ausreichend großen Topf, Wasser, Saft, Nüsse, Chili und Zucker hinzu, ab+zu umrühren, bei eher mäßiger Hitze zu Kompott von gewünschter Konsistenz werden lassen².
Ausreichend TwistOff-Gläser+Deckel spülen.
Kompott so heiß wie möglich mit einer Schöpfkelle und einem passenden Trichter¹¹ bis 2-3cm unter den Rand in die Gläser füllen, bei jedem sofort Deckel aufschrauben und  einmal den Glasinhalt gegen den Deckel klatschen lassen (Desinfektion).


Das Ganze ist extrem variabel und macht auch als Mitbringsel immer etwas her.

___________
¹ Ja, da fehlen absichtlich die Äpfel - das gilt für alle Kompotte.
² Wenn das -in welcher Rezeptur auch immer- als erstes angesetzt wird, kann in Ruhe das eigentliche Menu zusammengestellt werden und spätestens nach dessen Verzehr ist der Nachtisch zum Kredenzen bereit.
³ btw: Die aktuellen Ibuprofen aus NL sind doch tatsächlich pink dragiert^^
¹¹ hab mir irgendwann mal einen recht großen Trichter gekauft und unten auf ~7cm Öffnung aufgesägt.
¹² Richtig gelesen: Geschält werden die Äpfel bei mir nicht!
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Laurence am 05. Dezember 2012, 22:39:05
Boskoops? Bof ...
Ich vorschlage
http://fr.wikipedia.org/wiki/Reine_des_reinettes
http://fr.wikipedia.org/wiki/Reinette_Clochard
sonst
http://fr.wikipedia.org/wiki/Reinette_du_Canada
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 06. Dezember 2012, 09:04:52
moin Laurence (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg119074#msg119074), jeder Mensch nach seinem Geschmack. Mir fehlt bei den Goldparmänen das Säuerliche.

Bei Apfelsorten gibts auf den Märkten ein erfreulich breit gestreutes Angebot, wesentlich schwieriger ists hierzulande, noch ordentliche Kochbirnen zu erhalten...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 13. Dezember 2012, 05:06:31
Mal so ne Frage kurz vor Weihnachten: Hat jemand ein gutes Rezept für Lammkeulen und/oder gute Ideen für Vorschläge für Beilagen?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 13. Dezember 2012, 10:06:05
moin Adromir (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg120022#msg120022), Rezepte sind da wohl Legion, deswegen zu meinen Vorlieben: Da bei der althergebrachten Bratmethode (aufdrehen bis zum Anschlag und gib ihm) fast schon göttliche Eingebung notwendig ist, um den von Gesamtgröße, Wetter und Unterhosenfarbe abhängigen optimalen Garzeitpunkt zu erwischen, ziehe ich seit Jahren die vor allem in Richtung 'Warten auf die Gäste' ungemein flexible Niedertemperatur-Methode vor, deren Technik jenes Beispiel (http://www.chefkoch.de/rezepte/761631178888251/Mediterrane-80-Grad-Lammkeule.html) verdeutlichen sollte. Das dauert zwar insgesamt ungemein lange, bedingt allerdings bis auf zwei nicht furchtbar exakt einzuhaltende Zwischenaktionen keine Arbeits- oder Aufsichtspflichten. Nach den 'offiziellen' 6-7h sollte allerdings schonmal die Soße präpariert und in einem geschlossen Topf wieder in den Ofen, auf daß sie nicht zu sehr eindampfe.

Abweichend von dem dort zu lesenden Gesamtkonzept würde ich die Keule zwischen Einkauf und Start, typischerweise über Nacht mit einem Öl-Kräuter-Gewürz-Gemisch einstreichen und in Klarsichfolie eingewickelt im Kühlschrank vor sich hin marinieren lassen, mehr Zwiebeln und deutlich mehr Knoblauch nehmen (für mehr Soße, also ggfs +Brühe bzw mehr Fonds), ein-zwei fruchtige Chilis mitbacken.
Für die definitiv letzte halbe Stunde vor dem Festmahl: Die (schon vorgepellten) mehligen Kartoffeln kochen, als Gemüse lange grüne Bohnen fast ganz garen (also nicht so schlabberig weich wie üblich) und kurz in gebräunter Butter anschwenken.
Alternativ diesen leckeren Mix aus Brechbohnen und gewürfelten Tomaten, Konserven außerhalb der Erntezeit...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 13. Dezember 2012, 11:03:25
moin Adromir (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg120022#msg120022), Rezepte sind da wohl Legion, deswegen zu meinen Vorlieben: Da bei der althergebrachten Bratmethode (aufdrehen bis zum Anschlag und gib ihm) fast schon göttliche Eingebung notwendig ist, um den von Gesamtgröße, Wetter und Unterhosenfarbe abhängigen optimalen Garzeitpunkt zu erwischen, ziehe ich seit Jahren die vor allem in Richtung 'Warten auf die Gäste' ungemein flexible Niedertemperatur-Methode vor, deren Technik jenes Beispiel (http://www.chefkoch.de/rezepte/761631178888251/Mediterrane-80-Grad-Lammkeule.html) verdeutlichen sollte. Das dauert zwar insgesamt ungemein lange, bedingt allerdings bis auf zwei nicht furchtbar exakt einzuhaltende Zwischenaktionen keine Arbeits- oder Aufsichtspflichten. Nach den 'offiziellen' 6-7h sollte allerdings schonmal die Soße präpariert und in einem geschlossen Topf wieder in den Ofen, auf daß sie nicht zu sehr eindampfe.

Abweichend von dem dort zu lesenden Gesamtkonzept würde ich die Keule zwischen Einkauf und Start, typischerweise über Nacht mit einem Öl-Kräuter-Gewürz-Gemisch einstreichen und in Klarsichfolie eingewickelt im Kühlschrank vor sich hin marinieren lassen, mehr Zwiebeln und deutlich mehr Knoblauch nehmen (für mehr Soße, also ggfs +Brühe bzw mehr Fonds), ein-zwei fruchtige Chilis mitbacken.
Für die definitiv letzte halbe Stunde vor dem Festmahl: Die (schon vorgepellten) mehligen Kartoffeln kochen, als Gemüse lange grüne Bohnen fast ganz garen (also nicht so schlabberig weich wie üblich) und kurz in gebräunter Butter anschwenken.
Alternativ diesen leckeren Mix aus Brechbohnen und gewürfelten Tomaten, Konserven außerhalb der Erntezeit...

....wobei die Bohnen wenn man sie in in Butter geschwenkten und gebackenen Semmmelbröseln schwenkt.....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 13. Dezember 2012, 13:36:36
Zitat
in in Butter geschwenkten und gebackenen Semmmelbröseln schwenkt
Oh ja, Belbo zwei (http://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg120029#msg120029), seit ich das als noch-nicht-ganz-Teenie bei einer Quasitante mal erlebt habe, bin ich ein heimlicher Fan davon. Rosenkohl war glaube ich der damalige Auslöser.

Was mir zwischenzeitlich noch einfiel: Beim Knoblauch zum Braten nehme ich äußerst gerne ganze Knollen, halbiere sie waagerecht (also zwischen 'Stiel' und Wurzel) und setze sie mit der Schnittfläche nach unten mit in den Backofen, ggfs in einer gegen Überflutung schützenden Alufolienwanne¹. Wobei letzteres bei einer nachher pürierten Soße eigentlich unnötig ist... Nach dem Backen jedenfalls lassen sich die weichen Zehenhälften ganz spielerisch aus den Hüllen flitschen und geben dem Ganzen ein nussig-fruchtig-knofeliges Aroma.
Gerne auch genommen als auf den Teller drapierte Beilage zum selber Leerfummeln, zB bei gebackenen Kartoffelspalten etc. Eßbare Deko.


________
¹ Oh ja - da lassen sich nicht nur Hüte draus falten...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 13. Dezember 2012, 14:35:27
Sosse kriege ich inzwischen auch ganz gut beim Niedrigtemperaturgaren hin, zur Lammkeule vielleicht etwas auf Rotweinbasis?
Mehr oder weniger auf dieser Basis, man kann aber auch noch Suppenknochen oder eine Beinscheibe mit in die Sossenbasis geben bzw. Petersilienwurzeln, Sellerie, Karotte, Knoblauch

http://www.tim-maelzer.info/rezepte/hauptgerichte/2009/05/boeuf-bourgignon-mit-kartoffelpurree/

....achsi noch besser wird es  wenn man vorher noch ein bisschen Zucker karamelisieren lässt bevor man das Tomatenmark röstet, mit einem sehr dunklen Bier anstatt des Rotweines wird es eine perfekte Schweinebratensosse.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 13. Dezember 2012, 14:44:32
Mal so ne Frage kurz vor Weihnachten: Hat jemand ein gutes Rezept für Lammkeulen und/oder gute Ideen für Vorschläge für Beilagen?

Niedrigtemp. Garen ist bei Lammkeule ideal. Und lies nochmal die Empfehlung in Beitrag Nr 94. Als Alternative zu normalen Bohnen empfehle ich Dörrbohnen
http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6rrbohnen (http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6rrbohnen), weiß aber nicht, ob man die in D. einfach bekommt.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 13. Dezember 2012, 15:11:51
Wobei ich das hier noch immer mal ausprobieren wollte, in Milch gegart.....
http://www.daserste.de/unterhaltung/koch-show/tim-maelzer-kocht/sendung/2011/lamm-in-milch-100~_show-overviewBroadcasts.html
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 13. Dezember 2012, 15:59:01
Mal so ne Frage kurz vor Weihnachten: Hat jemand ein gutes Rezept für Lammkeulen und/oder gute Ideen für Vorschläge für Beilagen?

Niedrigtemp. Garen ist bei Lammkeule ideal. Und lies nochmal die Empfehlung in Beitrag Nr 94. Als Alternative zu normalen Bohnen empfehle ich Dörrbohnen
http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6rrbohnen (http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6rrbohnen), weiß aber nicht, ob man die in D. einfach bekommt.

Ich gare Lamm fast nur noch im Niedrigtemperaturbereich. Dazu eine schöne Glasur aus Honig, Rosmarin, Thymian, Muskatnuss, Cumin, Anis und einem kleinen Schuss Röteli. Und als Beilage passt derzeit perfekt ein Kürbisrisotto.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 15. Dezember 2012, 13:56:27
Danke für eure Anregungen. Es wird wohl ne klassische Lammkeule in Thymian- Rotweinmarinade, dazu Frischkäseknödel und Bohnen im Speckmantel. Jetzt fehlt nur noch der Nachtisch
Titel: Grow Your Own Drugs For Christmas
Beitrag von: gesine2 am 17. Dezember 2012, 14:35:38
(und bevor irgendwer auf falsche Gedanken kommt: Es geht um die drugs vom drugstore)

Ist eine seit längerem bei der BBC ausgestrahlte lose Serie aus der Küche James Wongs, diverse Partikel in Tuben abgefüllt (https://www.youtube.com/results?search_query=wong+grow+drugs+christmas&page=&utm_source=opensearch)¹, meiner einer kam via VeeHD (http://veehd.com/) zur 2009er Sendung (http://veehd.com/video/2574209)¹. Typisch britische Machart mit schier unaushaltbar dauerfröhlichem Moderator, reichlich nette Ideen zum Verschenken und Selberbehalten.

Falls sich jemand fragt, wie es denn zu schaffen sei, mit 'grow your own' in einer Woche fertig zu werden, es ist eher 'let it grow (https://www.youtube.com/watch?v=SzruX276yF8)' gemeint. Zur Anwendung kommen:
Die gegen Ende angegebene url (http://bbc.co.uk/growyourowndrugs) ist über die Jahre invalide geworden, take Wong's very own site (http://www.jameswong.co.uk/), pls.

Ein kleiner Nachschlag aus dem heimischen Labor: Da die Großbäcker immer noch völlig verblendet von der Acrylamid-Phobie sind, gibt es kaum mehr richtige Lebkuchen, da das dazu notwendige Hirschhornsalz höhere Temperaturen benötigt. Da ich abgesehen vom Verhalten an einigen Tagen nichts von einer Ratte an mir habe, setze ich weiterhin auf die höchst angenehm anregende Wirkung (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1623711/) vun ächte Läbkuche.

_____
¹ Wir wissen nicht, was jener Herr empfahl, doch wir bevorzugen JDL (http://jdownloader.org/).
² ^^upskirt
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: zwingenberger am 21. Dezember 2012, 21:25:45
Höchste Zeit, sich über das Weihnachtsmenü Gedanken zu machen. Mal was augefallenes:

http://it.wikipedia.org/wiki/File:Peru_Guinea_Pig.jpg

Barbecued Guinea Pig. Es ist erstaunlich, wie viele Zubereitungen für dieses Tier im Netz zu finden sind.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 22. Dezember 2012, 01:31:26
Noch ne schnelle dringliche Frage zu meinem Lammrezept:

Ich hab mich ein wenig über das Niedrigtemperaturgaren schlau gemacht und gelesen, daß man die Sauce mit einem Fond ansetzen muss, da bei dieser Garmethode nur wenig Saft austritt. Jetzt haben die ganzen Läden in meiner Gegend aber keinen Lammfond, das einzige, was in meine gewünschte Richtung geht ist ein Rinderfond mit Rotwein in Charlotten. Kann ich den auch nehmen? Die meisten Rezepte verweisen halt auf einen Lammfond, aber ein paar meinen auch, daß man einen Rinderfond nehmen kann, bin mir aber trotzdem nicht so sicher..

Mein genauer Plan sieht halt aus, ne schöne Sauce zu machen, das Lammfleisch darin zu "marinieren" (ca. 24 Stunden), es dann anzubraten und dann in der Sauce zu garen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 22. Dezember 2012, 01:56:38
Mein genauer Plan sieht halt aus, ne schöne Sauce zu machen, das Lammfleisch darin zu "marinieren" (ca. 24 Stunden), es dann anzubraten und dann in der Sauce zu garen.

Ähm, nee, nicht in der fertigen Sauce garen, die kommt wirklich erst zum Schluss. Lamkeule mit allem Möglichen garen, wenn fertig, die Flüssigkeit zur Saucengrundlage nehmen.

Vielleicht auch ein Verständnisproblem, Sauce ist das, was am Schluss auf dem Teller landet. Davor ist es Sud, Saft, Marinade etc.

Man kann das ndann nur am Schluss zu einer Sauce verarbeiten, abschmecken (Salzgehalt), ev. eindicken. Da kann man dann auch Rinderfond verwenden.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 22. Dezember 2012, 08:45:59
Als minimale Ergänzumg zu des Dr. umfassender Behandlung möchte ich noch darauf hinweisen, daß der während des Bratens nicht ausgetretene Saft noch in der Keule ist. Lecker :-)

Adromirs Kurzbeschreibung (anbraten und im Fonds garen) klingt ja auch mehr nach Schmorbraten, mit dem Marinieren zusammen nach Sauerbraten - alles durchaus interessant, doch für edle Teile wie die Lammkeule imho nicht angemessen. Eher ein Weichmacher für zähere oder unhandliche (zB Lammhals) Teile.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 22. Dezember 2012, 14:01:02
Ich hoffe doch, Adromir wird uns berichten!

Hier noch was zum Saucen binden:

http://www.kochatelier.de/kochschule/saucen_binden.htm (http://www.kochatelier.de/kochschule/saucen_binden.htm)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 22. Dezember 2012, 16:16:16
Also es war etwas verkürzt dargestellt, deswegen mein Plan etwas ausführlicher:

Als erstes wird eine Marinade aus karamelisierten, roten Zwiebeln, Rotwein, ein paar Pfefferkörner, Thymian, Lorbeerblättern und 1-2 fein gehackten Knoblauchzehen gemacht. Darin wird die Lammkeule 24 Stunden ziehen gelassen (manche Rezepte, die ich gefunden habe, empfehlen bis zu 72 Stunden).

Die Lammkeule wird dann kurz in der Pfanne angebraten (heute noch extra ne Schmorpfanne von WMF geholt.. OK, die wollte ich eh schon immer haben ;))

Die Lammkeule kommt dann auf einen Bett aus roten Zwiebeln, Knoblauchzehen, ein paar Karotten in den Bräter und wird dann halt 6 Stunden bei  80°C gegaart.
Als Flüssigkeit kommt in den Bräter der Rest der Marinade, und noch ein ordentlicher Schuss Rotwein (die oben genannten Gewürze nicht vergessen). Der Sud wird dann mit Fond, und Rotwein weiter gestreckt und passiert. Meiner Erfahrung nach braucht man dann auch nix zum anbinden, beim letzten Braten (ein Schweinebraten mit einer Honig-Senfkruste mit einer Schwarzbiersauce), war diese für sich schon fest genug.

Als Beilage gibt es dann Prinzessbohnen im Speckmantel und Ziegenfrischkäseklöße (nach einem Rezept von Tim Mälzer).

Mit dem marinieren bin ich mir auch an sich nicht sooo sicher, mache das hauptsächlich um das Fleisch noch etwas zarter zu kriegen, da ich Fleischqualität nicht 100% kenne und lieber mit einer Marinade arbeiten, als sich dann über das trockene Fleisch ärgern..
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 22. Dezember 2012, 16:51:31
@Adromir: Sind noch Essplätze frei?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 22. Dezember 2012, 17:37:26
Leider nicht ;) Müssen uns schon mit Gartenstühlen aushelfen. Wobei von der Essensmenge wird es wohl reichen ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 23. Dezember 2012, 20:16:45
Heute hat mein Rezept ein kleines Update erfahren. Anstatt den Klossteig mit Ziegenkäse anzufertigen, werde ich die Klösse mit einer Pflaumen/Ziegenkäsefüllung versehen :)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 26. Dezember 2012, 01:39:24
So, die Lammkeulen waren ein großer Erfolg und das obwohl mir ein großer Fehler unterlaufen ist :(
Die Lammkeulen kamen schön zart Rosa und saftig aus dem Bräter, leider hab ich in meinem jugendlichen Leichtsinn, und der Überforderung mit den Beilagen, das Fleisch noch mal in den Ofen zum warmhalten gestellt habe. Ich hatte ihn schon 10 minuten mit offener Tür auskühlen lassen (die Zeit halt, die es gebraucht hat, die Keulen zu entbeinen), trotzdem ist das Fleisch leider noch etwas durchgegart :( Naja, trotzdem war die Keule Butterzart und saftig und von den 3 Kilo sind nur noch 3 Scheiben übrig geblieben (und das bei 7 Personen, von denen 3 Leute eher zaghafte Esser sind).

Wenn interesse besteht, schreib ich das ganze Menu mit Rezept noch mal ausführlich hier hinein.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 00:48:39
Hach, ich gehe ja gerade mal wieder meiner Freitag-Abend-Lieblings-Beschäftigung nach: Brühe kochen!

Heute wird es eine Rinderbrühe, die dauert 4-5 Stunden. Nachdem man die ersten eineinhalb betreuungsintensiven Stunden (vor allem wegen der Notwendigkeit des regelmässigen Abschöpfens des Schaumes) überstanden hat, ist das eine sehr entspannende Tätigkeit, neben der man problemlos ein paar andere Arbeiten erledigen kann.

Diesmal sind dies aber keine Arbeiten für die Praxis oder für den Haushalt, sondern Vorbereitungen fürs Fondue Bourgignon morgen Abend (als Abschiedsessen, wenn meine Mutter uns am Sonntag nach 10 Tagen Aufenthalt wieder gen Heimat verlässt). Also vor allem: Saucen anrühren, Eiersalat ansetzen, zum Schluss: Fleisch würfeln.

Gegen Mitternacht wird dann die Brühe durch ein Küchenhandtuch passiert, ein Teil des Suppengemüses sowie das Suppenfleisch finden unmittelbare Verwendung für eine Nudelsuppe morgen Mittag, der Rest der Brühe geht dann morgen früh in unterschiedlich grossen Portionen in den Gefrierschrank.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 00:52:46
Und nebenbei läuft der Fernseher - 96 schafft das Comeback gegen Schalke. Da geht das Kochen doch gleich doppelt so gut von der Hand.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 19. Januar 2013, 00:55:01
Das klingt äusserst lecker, Doc. Aber ich muss mal wieder Haare spalten, was Du machst, ist ein Chinoise. Also mit Brühe. Fondue bourguignonne ist mit Fett.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Wiesodenn1 am 19. Januar 2013, 00:58:35
Und im Chinoise Fleisch nicht würfeln sondern in Streifen schneiden. Und nicht so dünne Streifen wie im Restaurant.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Monteverdi am 19. Januar 2013, 01:08:20
Und nebenbei läuft der Fernseher - 96 schafft das Comeback gegen Schalke.

 :rofl
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 01:11:48
Das klingt äusserst lecker, Doc. Aber ich muss mal wieder Haare spalten, was Du machst, ist ein Chinoise. Also mit Brühe. Fondue bourguignonne ist mit Fett.

O contraire, werter Meister! Die Brühe habe ich nicht fürs Fondue angesetzt, sondern für spätere Verwendung. Das Fondue findet selbstverständlich mit gutem Pflanzenöl statt.

In meiner Küche laufen gerade mehrere Prozesse gleichzeitig ab.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 01:12:02
Und im Chinoise Fleisch nicht würfeln sondern in Streifen schneiden. Und nicht so dünne Streifen wie im Restaurant.

s.o.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 01:12:52
Und nebenbei läuft der Fernseher - 96 schafft das Comeback gegen Schalke.

 :rofl

Ja, da war ich vielleicht etwas voreilig. Während des Eierschneidens fielen 3 weitere Tore - leider nur 1 für 96.

Aber das wird noch!
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 01:15:19
Das klingt äusserst lecker, Doc. Aber ich muss mal wieder Haare spalten, was Du machst, ist ein Chinoise. Also mit Brühe. Fondue bourguignonne ist mit Fett.

O contraire, werter Meister! Die Brühe habe ich nicht fürs Fondue angesetzt, sondern für spätere Verwendung. Das Fondue findet selbstverständlich mit gutem Pflanzenöl statt.

In meiner Küche laufen gerade mehrere Prozesse gleichzeitig ab.

Ach, und wo wir gerade beim Haarespalten sind: seit wann macht man denn Fondue Chinoise mit Rinderbrühe? Nach meinem Kenntnisstand verwendet man dafür doch Gemüsebrühe.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 01:24:18
Und nebenbei läuft der Fernseher - 96 schafft das Comeback gegen Schalke.

 :rofl

Ja, da war ich vielleicht etwas voreilig. Während des Eierschneidens fielen 3 weitere Tore - leider nur 1 für 96.

Aber das wird noch!

Oder auch doch nicht. Sh*t! Aber es war ein munteres Scheibenschiessen mit hohem Unterhaltungswert.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Monteverdi am 19. Januar 2013, 01:28:57
Und nebenbei läuft der Fernseher - 96 schafft das Comeback gegen Schalke.

 :rofl

Ja, da war ich vielleicht etwas voreilig. Während des Eierschneidens fielen 3 weitere Tore - leider nur 1 für 96.

Aber das wird noch!

Oder auch doch nicht. Sh*t! Aber es war ein munteres Scheibenschiessen mit hohem Unterhaltungswert.

Das war es. Und wer weiß, wie es bei ein paar Minuten Nachspielzeit ausgesehen hätte. Da kann man sich nicht so auf S04 verlassen...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Wiesodenn1 am 19. Januar 2013, 01:32:58
Und im Chinoise Fleisch nicht würfeln sondern in Streifen schneiden. Und nicht so dünne Streifen wie im Restaurant.

s.o.

Capito. Nur ein bourguignionesques Missverständniss. ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 19. Januar 2013, 01:34:09
Das klingt äusserst lecker, Doc. Aber ich muss mal wieder Haare spalten, was Du machst, ist ein Chinoise. Also mit Brühe. Fondue bourguignonne ist mit Fett.

O contraire, werter Meister! Die Brühe habe ich nicht fürs Fondue angesetzt, sondern für spätere Verwendung. Das Fondue findet selbstverständlich mit gutem Pflanzenöl statt.

In meiner Küche laufen gerade mehrere Prozesse gleichzeitig ab.

Dann bitte ich untertänigst um Verzeihung, werter maître!
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 19. Januar 2013, 01:36:18
Ach, und wo wir gerade beim Haarespalten sind: seit wann macht man denn Fondue Chinoise mit Rinderbrühe? Nach meinem Kenntnisstand verwendet man dafür doch Gemüsebrühe.

Haare spalten? Hast Du zufällig einen Geigerzähler im Haushalt?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 01:36:41
Ach ja, da wir hier ja im Rezepte-Faden sind, hier die Anleitungen für das, was ich heute so zaubere.

Zunächst fürs Fondue:

Basisrezept für Fonduesaucen und Eiersalat:

400g Creme Fraiche
150ml Sahne
3 EL low-fat-Mayonnaise
1 TL Salz
2 TL Zucker
1/2 TL schwarzer Pfeffer
1 EL Senf (mittelscharf)
1/2 TL Meerettich (bzw. 2 TL Sahne-Meerettich)
Saft von 1 Zitrone

Alle Zutaten in einer Rührschüssel miteinander vermengen. Dann:

Senfsauce:
Von der Basissauce 2-3 Suppenkellen in eine eigene Schüssel geben, mit 1-2 EL mittelscharfem Senf (je nach Geschmack) verrühren, fertig!

Currysauce:
1 Zwiebel fein würfeln, 2-3 Suppenkellen der Basissauce hinzugeben, 1-2 EL Currypulver (mild) hinzugeben, verrühren, fertig.

Eiersalat:
Den Rest der Basissauce mit weiteren 150ml Sahne und einem weiteren TL Salz verrühren. Ca. 20 Stengel Schnittlauch fein hacken und dazugeben. Je 1 Glas grüne und weisse Spargelspitzen abtropfen lassen, fein schneiden und dazugeben. 8 Eier hart kochen, würfeln und dazugeben. Alles gut verrühren. Wieder fertig.

Als weitere Saucen haben wir beim Fondue: "HP traditional Barbecue Sauce" und "Heinz Sauce 77".

Als Fleisch verwenden wir beim Fondue Bourgignon traditionell: Schweinefilet, Rinderfilet und Kassler (!). (Mir ist durchaus bewusst, dass beim Frittieren von Kassler so gewisse nicht ganz gesunde Nebenprodukte entstehen. Man sollte dies halt nicht häufiger als 2x im Jahr essen, dann geht das schon.)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 01:37:37
Ach, und wo wir gerade beim Haarespalten sind: seit wann macht man denn Fondue Chinoise mit Rinderbrühe? Nach meinem Kenntnisstand verwendet man dafür doch Gemüsebrühe.

Haare spalten? Hast Du zufällig einen Geigerzähler im Haushalt?

Was denn? Enthalten Deine Haare am Ende etwa "Atom"?!?    :rofl
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 19. Januar 2013, 01:46:46
Was denn? Enthalten Deine Haare am Ende etwa "Atom"?!?    :rofl

Ich fand nur Haare inzwischen etwas grob zum spalten.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 02:13:41
Und nun noch mein Rezept für die Rinderbrühe:

Zutaten:
- 2kg Rinder-Markknochen
- 750g mageres Rinder-Suppenfleisch
- 2 Karotten
- 1/2 Sellerie-Knolle
- 1 Lauchstange
- 3 mittelgrosse Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 3-4 Wirsing-Blätter
- 1 Lorbeerblatt

(Die Angaben für die Kochstufen basieren auf einem System von 0-9 auf einem Ceran-Herd.)

Die Zwiebeln schälen und halbieren, gleiches für die Knoblauchzehen. Die Karotten schälen und in grobe Stücke schneiden. Das Gleiche gilt für den Sellerie. Die Lauchstange putzen und halbieren. Das Suppenfleisch parieren und in grobe Stücke schneiden. Sich unbedingt merken, wieviele Stücke man geschnitten hat!

In einem grossen Topf (mind. 8l Fassungsvermögen) 150g Butter schmelzen, dann Zwiebeln und Knoblauch, jeweils mit den Schnittflächen nach unten, in den Topf geben. Etwa 2 Minuten bei max. Kochstufe (9) anbraten.

Das Suppenfleisch, den Sellerie,die Karotten, das Lorbeerblatt sowie 1 TL Salz, hinzugeben. 10 Minuten auf Stufe 7 unter regelmässigem Wenden anrösten. Dann mit zunächst 3l Wasser aufgiessen. Die Suppenknochen kurz unter kaltem Wasser abspülen und dem Brühe-Ansatz hinzugeben. Dann den Topf mit Wasser auffüllen, bis der Pegelstand ca. 10cm unter dem Topfrand ist. Nochmal 1 TL Salz und eine Prise Pfeffer hinzugeben. Gut durchrühren.

Jetzt beginnt der arbeitsintensive Teil: der Ansatz muss alle 3-5 Minuten umgerührt werden. Dabei muss jedoch vor jedem Umrühren der sich an der Oberfläche absetzende Schaum mit einem engmaschigen Sieb abgeschöpft werden (ein gewöhnlicher Schaumlöffel taugt hier leider nicht, man braucht schon ein recht feines Sieb!). Dieser Prozess wird für ca. 60 Minuten fortgeführt (bzw. bis sich keine weiteren Schaumkronen mehr bilden).

Danach werden die restlichen Zutaten hinzugefügt. Nach einer weiteren halben Stunde kann man probehalber das Suppenfleisch mit einer Gabel anstechen. Sobald sich dieses innerhalb des Ansatzes problemlos durchstechen lässt, wird es systematisch abgefischt (und genau deshalb sollte man wissen, wieviele Fleischstücke so im Topf herumschwimmen - das erspart einem nämlich sehr viel frustrierendes Herumgestochere!), auf einem gesonderten Teller beiseite gelegt und in ein feuchtes Küchentuch gewickelt (damit es nicht austrocknet).

Nach einer weiteren halben Stunde werden nun Karotten und Sellerie sowie 2 der Zwiebelhälften abgeschöpft und ebenfalls zur Seite gelegt. Unbedingt zu diesem Zeitpunkt auch das Lorbeerblatt entfernen (sonst wird die Brühe bitter!). Weitere 1-1.5l Wasser zum Ansatz hinzugeben. Die Brühe muss nun noch 1.5-2 Stunden auf Stufe 5 weiter köcheln. Sobald Karotten, Sellerie, Zwiebeln und Suppenfleisch abgekühlt sind, kann man diese in kleine Stücke schneiden.

Nachdem nun die Brühe fertig gegart ist, wird sie durch ein sauberes Küchen-Handtuch in einen gesonderten Topf gefiltert (dieser sollte ebenfalls mind. 5l fassen!). Die Brühe ist nun im Prinzip fertig, sollte aber noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Nach ein paar Stunden des Abkühlens kann das Koch-Ergebnis in entsprechende Töpfe zum Einfrieren portioniert werden.

Etwa 1l der Brühe werden allerdings sofort in einen weiteren Topf gegeben. Das geschnittene Suppenfleisch wird zusammen mit den ebenfalls geschnittenen Karotten, Sellerie und Zwiebeln hinzugegeben, dazu ausserdem 2-3 Handvoll Muschel-Nudeln. Nach 10 Minuten Aufkochen ist hieraus eine leckere Rindfleischsuppe für das nächste Mittagessen geworden.

Das Ergebnis:
- 1.5l Rindfleischsuppe
- 3-4l Rinderbrühe zur weiteren Verwendung (je nachdem, wie sehr eingekocht)

Bon Appétit!
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 05:08:27
Noch ein kleiner Nachtrag:

Wenn das Ergebnis volumenmässig abweicht, sollte mit entsprechend Wasser und Salz aufgefüllt werden. Sonst arbeitet man mit einem Konzentrat weiter, welches nicht wirklich schmackhaft ist.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 19. Januar 2013, 05:25:32
Wichtig ist, dass das alles sehr langsam erhitzt wird. Dann kann man sich das Abschöpfen sparen.
Alternativ: Die Fleischstücke kurz in kochendes Wasser schmeißen, abgießen, Eiweiß abspülen. Dann ist der ganze Eiweiß-Abschöpfkram überflüssig. Und im feinen Sieb bleibt der Rest eh hängen.

Die Dramaturgie des Lobeerblattes würde ich jetzt nicht so unterstreichen, das kann doch ziehen, solange es mag, die relevanten Stoffe sind da eh schon draußen.

Ich vermisse Pfefferkörner.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 19. Januar 2013, 15:56:48
Currysauce braucht m.E. einen geringen Anteil Banane, reduzierten Apfelsaft und etwas Cayennepfeffer.......
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 19. Januar 2013, 16:13:07
Mein Lieblingssaucenkochbuch ist (bzw. war  :'( ) übrigens von ihm hier........
http://www.odeds-kitchen.co.za/recipes.html
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Dr. Ici Wenn am 19. Januar 2013, 22:12:22
So. Labskaus gemacht.

Kam sehr gut an, sah auch so aus wie auf Celsus' Fotos. Ich hab zur Abrundung noch einen Schlag Erdbeer-Rhabarbermarmelade und Kapern rein. Für Kinder ist es sinnvoll, den Rollmops in kleine Scheiben vorzuschneiden.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: celsus am 19. Januar 2013, 22:27:59
So. Labskaus gemacht.

Kam sehr gut an, sah auch so aus wie auf Celsus' Fotos. Ich hab zur Abrundung noch einen Schlag Erdbeer-Rhabarbermarmelade und Kapern rein. Für Kinder ist es sinnvoll, den Rollmops in kleine Scheiben vorzuschneiden.

Hey, super. Irgendwas leicht süßliches hatte ich ich auch drin, macht das so schön muckelig.
Und Küstensushi aus Rollmopsscheiben klingt auch gut.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 19. Januar 2013, 22:38:46
Fondue ist gerade fertig, bewege mich mit zunehmender Geschwindigkeit aufs Fresskoma zu.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Binky am 19. Januar 2013, 22:39:02
@Celsus, wo war nochmal Dein Labskausrezept? Das könnte jemand hierher verschieben.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Binky am 19. Januar 2013, 22:48:12
Ich habe es gefunden: http://forum.psiram.com/index.php?topic=8987.msg124198#msg124198
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: celsus am 19. Januar 2013, 23:23:46
Ich habe es gefunden: http://forum.psiram.com/index.php?topic=8987.msg124198#msg124198

Ja, schiebe mal jemand bitte.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: The Doctor am 20. Januar 2013, 21:49:08
Fondue ist gerade fertig, bewege mich mit zunehmender Geschwindigkeit aufs Fresskoma zu.

Wünsche guten Appetit  :grins2:

Sorry für das Missverständnis: ich meinte "fertig" im schwyyzerdüütschen Sinne als "vorbei".

Aber trotzdem Danke. Die Reste haben wir heute zum Mittagessen vernichtet.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 29. Januar 2013, 23:28:15
Heute hörte ich im Radio von einer schicken Rezeptsammlung: Kochen wie bei Star Trek (http://www.radioerft.de/erft/re/848881/programm). Menufolge:
Nett gemacht...
Titel: Schnitzelgulasch
Beitrag von: gesine2 am 01. Februar 2013, 15:03:55
Klingt merkwürdig, nicht wahr? Ist allerdings eine Beschreibung der Zubereitung, nicht des Ergebnisses.

Letzte Woche war bei einem der bisher sich gut geschlagen habenden Lieferanten mal wieder Schweinenacken¹ im Angebot, 3€/kg. Und da die geschrumpften Vorräte in der Truhe so erschreckend viel Platz ließen, wurde heftig eingekauft, ausgelöst, geschnetzelt, portionsweise eingefroren, Knochen-Brühe gekocht, eingefroren.

Irgendwann letztens kam mir noch eine Idee der Klasse 'erst jetzt?', die ich unbedingt ausprobieren mußte: Als Soßenfetischist gehört Gulasch zu meinen Lieblingen, jedoch nicht in der leider üblichen 'Fleischbrocken in wenig Sud'-Variante, mehr gemüsig dicklich reichlich. Im Zuge der normalen Zubereitung werden dazu kurz vor Schluß die (typischerweise eher riesigen) Fleischstücke ausgestochen, also vermittels einer Gabel aus dem Topf gehievt, das Verbleibende durchgeseiht bzw püriert & abgeschmeckt, Fleisch wieder rein und fertig.
So ging das bei mir allerdings nicht, da mir kleine Fleischstückchen lieber sind - also ward immer so lange gekocht, bis die Zwiebeln von selbst zur Bindung zerfielen. Äußerst unzufriedenstellend.


Pfanne anwerfen, Butterschmalz, richtig Schmackes. Nacken in Schnitzel schneiden, Dicke nach gewünschter Fleischwürfel-Kantenlänge. Pott mit Bier anwerfen.
Dann mehrfach (Pfanne belegen, während des beidseitig schärfst-Anbratens Möhren und Zwiebeln zu einer Gemüselage in den Pott schnipseln, dadrauf dann die Schnitzel), während des letzten Anbratens schon mal Wasser heißlaufen lassen.
Gewürze in extragroßen Teebeutel (der für die 1.7L-Kanne) füllen, mit Clip verschlossen einhängen, Brühwürfel und PapPaste dazu, restliche Zwiebeln rein und mit heißem Wasser auffüllen, wobei die ersten Wasserportiönchen den Umweg über Ablöschen und Lösen des Pfannensatzes gehen. Die angegebene Menge füllte -wie erhofft- den Pott völlig aus. Zum Blubbern bringen und vor sich hin köcheln lassen.
Nach ca 1.5-2 Stunden Pott-Platte aus, Gewürzbeutel vorsichtig rauszupfen, Schnitzel ausstechen, Bananen, Sahne und Käse zur Soße geben und mit dem Zauberstab zu etwas Einheitlichem zerschreddern.
In der Zeit ist das Fleisch a weng abgekühlt und kann lässig gewürfelt werden. Wieder rein in den Pott. Und ja, wenn es einfach obendrauf liegen bleibt statt abzutauchen, dann hat die Sauce die richtige Konsistenz ;-) Über Nacht ziehenlassen.

Eintüten, portionsweise wegfrieren. Später dann mit Nudeln (während des auftaumikrowellens kochen) oder klassisch, also einem Kanten Brot.

Nebenwirkungen: Es tippt sich schwer am Computer, wenn Du wg 'boah, wat lecker' zufrieden buddhamäßig feixend unter der Zimmerdecke schwebst.


_____
¹ Ist der Klassiker bekannt? In Dortmund kommt eine Frau in die Metzgerei:² a) das alte Pfund-Zeichen scheints nicht zu geben b) Wg Gesamtmenge grad nachgemessen: Der olle Pott hat 25Ø und ist 17 hoch, faßt also gut 8 Liter.
Titel: Re: Schnitzelgulasch
Beitrag von: Belbo zwei am 01. Februar 2013, 16:09:31
Klingt merkwürdig, nicht wahr? Ist allerdings eine Beschreibung der Zubereitung, nicht des Ergebnisses.

Letzte Woche war bei einem der bisher sich gut geschlagen habenden Lieferanten mal wieder Schweinenacken¹ im Angebot, 3€/kg. Und da die geschrumpften Vorräte in der Truhe so erschreckend viel Platz ließen, wurde heftig eingekauft, ausgelöst, geschnetzelt, portionsweise eingefroren, Knochen-Brühe gekocht, eingefroren.

Irgendwann letztens kam mir noch eine Idee der Klasse 'erst jetzt?', die ich unbedingt ausprobieren mußte: Als Soßenfetischist gehört Gulasch zu meinen Lieblingen, jedoch nicht in der leider üblichen 'Fleischbrocken in wenig Sud'-Variante, mehr gemüsig dicklich reichlich. Im Zuge der normalen Zubereitung werden dazu kurz vor Schluß die (typischerweise eher riesigen) Fleischstücke ausgestochen, also vermittels einer Gabel aus dem Topf gehievt, das Verbleibende durchgeseiht bzw püriert & abgeschmeckt, Fleisch wieder rein und fertig.
So ging das bei mir allerdings nicht, da mir kleine Fleischstückchen lieber sind - also ward immer so lange gekocht, bis die Zwiebeln von selbst zur Bindung zerfielen. Äußerst unzufriedenstellend.

  • 1 Fl Bier (war Öttinger Export)
  • Butterschmalz
  • 3₤² ausgelöster Nacken
  • 3₤ gepellte Zwiebeln
  • 1₤ Möhren
  • 3 geh EL Paprika-Paste (http://i.imagebanana.com/img/uhmgs1zd/papriPaste.jpg)
  • 4 Gemüsebrühwurfel
  • 3 geh EL gemörserte Chilies (http://i.imagebanana.com/img/inimmarr/chiliTrKlein.jpg)
  • Nelken, Piment, Lorbeer nach Geschmack
  • 2 Bananen
  • Saure Sahne(~150g), Kräuter-Frischkäse(~150g) (beides Reste)

Pfanne anwerfen, Butterschmalz, richtig Schmackes. Nacken in Schnitzel schneiden, Dicke nach gewünschter Fleischwürfel-Kantenlänge. Pott mit Bier anwerfen.
Dann mehrfach (Pfanne belegen, während des beidseitig schärfst-Anbratens Möhren und Zwiebeln zu einer Gemüselage in den Pott schnipseln, dadrauf dann die Schnitzel), während des letzten Anbratens schon mal Wasser heißlaufen lassen.
Gewürze in extragroßen Teebeutel (der für die 1.7L-Kanne) füllen, mit Clip verschlossen einhängen, Brühwürfel und PapPaste dazu, restliche Zwiebeln rein und mit heißem Wasser auffüllen, wobei die ersten Wasserportiönchen den Umweg über Ablöschen und Lösen des Pfannensatzes gehen. Die angegebene Menge füllte -wie erhofft- den Pott völlig aus. Zum Blubbern bringen und vor sich hin köcheln lassen.
Nach ca 1.5-2 Stunden Pott-Platte aus, Gewürzbeutel vorsichtig rauszupfen, Schnitzel ausstechen, Bananen, Sahne und Käse zur Soße geben und mit dem Zauberstab zu etwas Einheitlichem zerschreddern.
In der Zeit ist das Fleisch a weng abgekühlt und kann lässig gewürfelt werden. Wieder rein in den Pott. Und ja, wenn es einfach obendrauf liegen bleibt statt abzutauchen, dann hat die Sauce die richtige Konsistenz ;-) Über Nacht ziehenlassen.

Eintüten, portionsweise wegfrieren. Später dann mit Nudeln (während des auftaumikrowellens kochen) oder klassisch, also einem Kanten Brot.

Nebenwirkungen: Es tippt sich schwer am Computer, wenn Du wg 'boah, wat lecker' zufrieden buddhamäßig feixend unter der Zimmerdecke schwebst.


_____
¹ Ist der Klassiker bekannt? In Dortmund kommt eine Frau in die Metzgerei:
  • Ein Kilo Nackend.
  • Wie bitte?
  • *Ein* *Kilo* *Nackend*.
  • Ach, Sie meinen 'Nacken'!
  • Ebend.
² a) das alte Pfund-Zeichen scheints nicht zu geben b) Wg Gesamtmenge grad nachgemessen: Der olle Pott hat 25Ø und ist 17 hoch, faßt also gut 8 Liter.


Also mal von dem Kräuterfrischkäse (igitt) abgesehen, klingt das sehr lecker, wobei ich wenn ich Sosse will Zucker karamelisieren lasse Tomtenmark darin anröste und erst mal  die erste Flasche möglicht dunkles Bier einkochen lasse inzwischen das Gemüse anröste (Maillardreaktion und so) Zwiebeln dünste zum Bier gebe mit bier und brühe aufgiesse,  und das mit den gewürzen roh marinierte Fleisch einlege und gaaaaanz langsam schmoren lasse.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 01. Februar 2013, 18:41:15
Zitat
Kräuterfrischkäse (igitt)
Tja, verloren, Belbo zwei (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg126071#msg126071), nach dem gestern durchgepaukten 'alle so wie ich'-Gesetz wirst Du da aber nie und nimmermehr drumherumkommen :-p
Ist¹
Zitat
Maillard
Ja, ein durchaus wesentlicher Aspekt, bei dem hier gezeigten V0.01-Rezept jedoch nur beim Fleisch genutzt, da ich typischerweise erst einmal die ganz einfachen Varianten mit eher zufällig vorhandenen Zutaten anteste, um beim Aufwärmen bzw bei späteren Abwandlungen zu probieren, welche der bekannten Herstellungsraffinessen das Geschmackserlebnis in angemessener Relation zum Mehraufwand steigert.

btw: TUFO (http://www.catb.org/jargon/html/T/TOFU.html) wäre nicht nötig (http://www.catb.org/jargon/html/B/bottom-post.html) gewesen.

_____
¹ wollte nur schnell nachsehen, wie (http://wiki.simplemachines.org/smf/List) mit Kleinbuchstaben gelistet wird - und bekam einfach nicht mehr die Erinnerung an das kollektive Aufstöhnen (fast) des gesamten Hörsaalinhaltes aus dem Kopf, als im Zuge der 'diskrete Mathematik'-Vorlesung der Prof salbungsvoll ankündigte, analog zu den Physikern mit ihren griechisch benamten Variablen zu klassischen Problemen der Mechanik heute zur Abwechslung die Beweisführung des chinesischen Restwertesatzes vermittels chinesisch benamter Variablen durchzuziehren.
Meiner einer warf einen abgebrühten Blick ins Skript, ahja: 'normal' und lehnte sich zurück, um das Schauspiel seinen Gang gehen zu lassen ;-) ..und wählte [!]hir 'hiragana'.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 04. Februar 2013, 01:21:07
Maillard-Reaktion:

Ich brate das Fleisch (Rind + Schwein) erst ringsherum braun (in Einzelportionen, damit der Topf schön heiß bleibt), dann kommt alles Fleisch in den Topf und die Zwiebelstücke dazu sowie getrocknetes Suppengemüse (Möhren usw.). Das wird dann nochmal geschmort. Hinzu kommen dann noch zahlreiche Dinge wie Kümmel, Paprikapulver (Edelsüß in Mengen, Rosenpaprika sparsamer), Lorbeerblätter, gemahlener Pfeffer, Knoblauch, Tomatenmark, Fleischbrühe (äh, heißes Wasser + Brühwürfel) und was mir sonst noch gerade einfällt (außer Bananen oder Käse).
Und dann möglichst langsam windelweich schmoren lassen.
Das Ganze ist dann ziemlich rot, soll aber so sein.

Scharf gewürzt wird erst bei Tisch, dafür stehen entsprechende Fläschchen bereit, für die, die es mögen.
Titel: Quarkkrapfen
Beitrag von: gesine2 am 09. Februar 2013, 18:54:22
Nicht nur in dieser fünften Jahreszeit beliebt, sondern immer und überall.

(http://i.imagebanana.com/img/3p2rexqx/QuarkMuzen.JPG)

trocken verrühren
untermischen, sollte gerade eben vom Rührlöffel tropfen, nicht reißen/bröckeln, nicht fließen (vielleicht noch'n Ei, die scheinen früher größer gewesen zu sein...). Ein halbes Stündchen ziehen lassen, evtl etwas Sahne unterrühren für die Konsistenz. Darf gerne noch etwas weiter ziehen, kann am Abend vorher vorbereitet werden.
Fett/Öl auf 180° erhitzen (==Blasen steigen von eingetunktem Holzlöffelstiel auf). Mit zwei (Teelöffeln kleinere | Eßlöffeln größere) Portionen¹ abstechen, formen und möglichst kugelig kompakt in das Fett geben, ca 5-8 min fritieren (wenden, falls zu einseitig), bis sie außen dunkelgoldbraun und innen gar sind (ein oder zwei Tests...).

Mit dem Schaumlöffel auf Küchenpapier zum Abtropfen legen, nach dem Einlegen der nächsten Runde mit Puderzucker übersieben. Der soll anschmelzen.

Die Menge ergibt ca. 4 Dutzend größere Krapfen, wer unbedingt will, kann ja oben nachzählen :-p
¹ nicht zu viele in den Topf, die brauchen Auslauf, bei meinem bisherigen Versuchen ergab sich: Mittlerer Topf, kleine Platte 2½, Wecker auf 8min stellen, 6 Stück einlegen.
Am allerallerbesten sind die Teile just in dem Moment, da ihre Temperatur auf 'gefahrlos genießbar' gesunken ist: Knackig-zarte Kruste, locker-flockiges Innere. Im Zuge der Zeit wird das Äußere eher samtig-fest, die Füllung etwas kompakter.

Und falls sich tatsächlich jemand fragen sollte, was zum Henker denn der Mörser auf dem Bild zu suchen hat: Puderzucker ist ziemlich hygroskopisch und verwandelt sich in hastdunichtgesehn zu einem Andenken aus Dover.
Titel: QBS und Co
Beitrag von: gesine2 am 12. April 2013, 21:16:13
Seit ich meine Fütterungszeiten umgestellt habe (von morgen nix, nachmittags Hauptmahlzeit, danach je nach Hunger/Appetit auf morgens Hauptkalorienmenge, nachmittags Kleinkalorisches) mache ich nachmittags des öfteren Salate. Was mich auf eine der mir am besten gefallenden convenience-Idee der letzten Jahre bringt: Vorgekochte Rote Beete. Gestern gabs daher statt eines bunten Salates einen quietschbunten Salat:

(http://i.imagebanana.com/img/5am7ecw6/Clipboard01.jpg)

Eine Beete-Knolle, eine drittel Fenchelknolle, eine drittel Zuchini, ne Paprika, ne Zwiebel, ne Tomate, Dressing aus Joghurt+Salz+Chili+Senf+Beetebrühe. Bummelig ne Viertelstunde hats benötigt, deutlich schneller gemacht als nachher in Ruhe verzehrt.

Morgen früh gibts - dank WE-typisch nicht baldig dräuender Abfahrt zur Arbeit - frei nach historischem Rezept Kakalinski. Kennt ihr nicht? Sowas aber auch^^

(http://i.imagebanana.com/img/15g2ttfo/Clipboard01.jpg)

Wie gesagt: Historisch, noch aus der pre-DigiKnips-Zeit, Kopie und (nur befristet eigenverwendbarer) Anmerkung der Spenderin.
Mit fertigem Reibekuchenteig aus dem Eimerchen (die Dinger sind so angenehm weiterverwendbar) plus vorher halbgar angelassenen groben Zwiebelwürfeln und Speck+Mettenden-Stückchen. Beim morgendlichen Reiben hätte ich ein wenig Angst um die lieben Fingerlein...
Titel: Re: QBS und Co
Beitrag von: Tezcatlipoca am 12. April 2013, 21:25:05
Beim morgendlichen Reiben hätte ich ein wenig Angst um die lieben Fingerlein...
Bringt aber zusätzlich Farbe rein.  ;)
Liest sich schmackhaft und kalorienreich, würde ich aber frühmorgens (Halbschlaf) nicht runterkriegen.
Ein wenig Süßes + heißes Coffeingetränk, damit die Maschine in Gang kommt.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 12. April 2013, 22:33:18
Zitat
würde ich aber frühmorgens (Halbschlaf) nicht runterkriegen
Nu wie gesagt, WE und mehr Zeit, das dauert ja ein Stündchen bis zur Tellerreife, Tezcatlipoca (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg134661#msg134661). Die arbeitstäglichen Frühstücke sind nicht so schwer im Magen liegend, doch bei geplanter Session am Computer erhöht das die Bodenhaftung ;-)
Zitat
Ein wenig Süßes + heißes Coffeingetränk
Klar, das gibts als Kickstart in Form eines nach aktueller Lust und Laune gesüßten Kaffees vorneweg.
Titel: Produktwarnung
Beitrag von: gesine2 am 27. April 2013, 14:29:38
Netto/Plus:
(http://i.imagebanana.com/img/z5ultwon/Clipboard01.jpg)

Ich will wirklich nicht wissen, wie die nicht-scharfe Variante schmeckt, der abgebildeten fehlt jedenfalls nicht nur jedwege Schärfe, sondern auch ein Großteil Geschmack. Um das Testergebnis möglichst freundlich zu beschreiben: Labberig, wässerig, salzig.

Oder klären wir es kontextuell: Falls Wasser dazu getrunken wird, ist ganz dringend eine Sorte mit möglichst wenig Eigengeschmack zu empfehlen, um das Erleben der sich Ajvar nennenden Pampe überhaupt zu ermöglichen (https://www.youtube.com/watch?v=1BjahCczkFM%23t=8).
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 27. April 2013, 14:36:28
Ist aber ganz typisch, Gesine. Da wird vei der Herstellung einfach berechnet, wieviel Wasser man reintun muss, um noch einen Deckungsbeitrag zu erzielen. Sambal olek ist auch sowas, gibts beim Discounter für wenig Geld, dafür kann man es löffelweise essen und man bekommt eine Vorstellung, wie Sambal ev. schmecken könnte.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 27. April 2013, 15:20:46
Zitat
noch einen Deckungsbeitrag
Mal abgesehen davon, daß dieser 'Genuß' jegliche Lust auf Lust verdirbt: Die gute Paste (http://i.imagebanana.com/img/uhmgs1zd/papriPaste.jpg) vom Türken ist günstiger, geschmackvoller, ein Vergleich eigentlich prinzipiell unangemessen.

Was mach' ich bloß mit dem Rest? Ist das balkoneske Freigeben zur Fremdverspeisung nur Umweltverschmutzung oder schon Tierquälerei?

Da war letzte Woche der Senftest (http://i.imagebanana.com/img/0yvjdsgz/HaendlmaiersErreichtnichtmalLoewense.jpg) ja noch richtiggehend erfolgreich. Der war immerhin scharf. Ok, erreichte nicht einmal Löwensenf-Niveau, aber immerhin ein anerkennenswerter Fehlversuch. Wenn hier zur Party ein, zwei kleingemixte Habis aus eigener Ernte unter eine Tube Löwensenf gerührt werden, bleibt aber kein Auge trocken...
Ok, auch bei Senf gibt es Totalausfälle: Der da (http://i.imagebanana.com/img/9bfdaaf9/HugoReitzelSenfistnichtmalscharf.jpg) wird zB vom Bautz'ner Mittelscharf (https://de.wikipedia.org/wiki/Bautz%E2%80%99ner) (immer gut für Super-Senfgeschmack ohne allzuviel Wumms) lässig an Schärfe übertroffen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 27. April 2013, 15:33:01
gute Paste[/URL] vom Türken ist günstiger, geschmackvoller, ein Vergleich eigentlich prinzipiell unangemessen.

Ein türkischer Händler traut sich so Schweinereien nicht. Selbst wenn er völlig verkommen wäre.

Zitat
Was mach' ich bloß mit dem Rest? Ist das balkoneske Freigeben zur Fremdverspeisung nur Umweltverschmutzung oder schon Tierquälerei?

Tu halt unseren Mitgeschöpfen in der Kläranlage was Gutes und schütte es ins Klo.

Zitat
Ok, erreichte nicht einmal Löwensenf-Niveau, aber immerhin ein anerkennenswerter Fehlversuch. Wenn hier zur Party ein, zwei kleingemixte Habis aus eigener Ernte unter eine Tube Löwensenf gerührt werden, bleibt aber kein Auge trocken...

Das ist ja ziemlich fies, Angriff auf zwei Schärfefronten.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Adromir am 28. April 2013, 00:05:10
Jaja, was hier in Deutschland so als scharf angesehen wird.. Ich hab mir letztens eine Habanerosauce gekauft, die als unglaublich scharf vermarktet wurde. Mit Warnhinweis (nicht Leuten unbemerkt ins Essen mischen, fern von Kindern halten) und Haftungsausschluss auf der Rückseite und inklusive Sicherheitsverschluss. Bei ca. 2cl auf ein 400ml Glas Tomatensaft würde ich das Ergebnis als "mildwürzig" bezeichnen.

Am besten in der Küche finde ich da noch die Srirachasauce (http://theoatmeal.com/comics/sriracha) um eine gute dezente Schärfe ans Essen zu bekommen, ohne das der Eigengeschmack der Sauce den Geschmack beeinträchtigt (wie z.B. beim Tabasco).

Letztens hab ich aber dann doch meine Grenze erlebt und hab mir in meinem Lieblingspub das Chili "from Hell" bestellt. Laut Aussage des Kochs war diese Sauce (http://www.pfefferhaus.de/de/CHILI-NEWS/ONLINE-SHOP/Hot-Sauce/Hottest-Fuckin-Sauce.html) drin. Ich hab den Teller erst nach abkühlen und der zuhilfenahme eines Pitchers Newcastles runter gekriegt...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 28. April 2013, 00:21:56
Jaja, was hier in Deutschland so als scharf angesehen wird..
Nun, die Empfindsamkeit für "scharf" variiert um Zehnerpotenzen, je nach Gewöhnung (oder Erbmasse?).

In einem Lokal, in dem ich öfter mal esse, gibts als Beilage eine Schale voll hausgemachter scharfer "Sauce" (eine Paste ähnlich Ajvar).
Da waren Leute am Nachbartisch, die eine Messerspitze davon gekostet hatten. Ich hörte sie stöhnen "Ahhrgg, ist das scharf..."
Ich fragte sie, ob sie die Paste noch bräuchten. "Nee, auf keinen Fall."
Ich nahm einen gehäuften Teelöffel davon und zerkaute sie genüsslich.
Denen fielen die Augen aus dem Kopf.  :laugh:
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 28. April 2013, 07:22:12
Zitat
ziemlich fies
Nu ja, https://forum.psiram.com/index.php?action=profile;u=10805 (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg136014#msg136014), der Dip ist selbstverständlich mit einem Hinweis- bzw Inhaltsschildchen versehen, Tezcatlipoca (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg136049#msg136049)s Einschätzung mit der Größenordnung der Empfindungsunterschiede ist auch bei mir schon vor längerem angekommen.
Und die Zeiten mit ein, zwei undercover Vogelaugen¹ im Faschings-Brechbohnensalat sind vorbei.
Zitat
schütte es ins Klo
Erinnert mich an eine Vorratssichtung in Zell ad Mosel - holzkistenweise wurden irgendwelche irgendwann übriggebliebenen Weinflaschen aus den Ecken eines weitläufigen Kellergewölbes zusammengesammelt und eine nach der anderen geköpft und ganz, ganz vorsichtig probiert, falls nicht schon die erste Geruchsprobe zu gekräuselter Pupille führte. Alles beim besten Willen nicht konsumierbare (öm!) wurde dezent entsorgt. Das hatte schon etwas hochspannend Rituelles, so ein verschworenes um einen Gulli herum sortiertes, immer inspirierter werdendes Grüppchen, mit einer Hand trinkend, mit der anderen leerend. So nach der zweiten, dritten Kiste kamen schon Unkenrufe: "Pass op, gleich ruft dä Zippo² vun dä Kläranlaach durch, de Mossel kippt öm'. Ein paar Kisten später klingelt im Haus das Teflon, der Hausherr eiert los und kommt grinsend zurück: 'War Zippo.' -- 'Wollt aber nur wissen, ob er vorbeikommen könnte, hat uns gröhlen gehört.'.

Zitat
Schärfe .. ohne .. Eigengeschmack der Sauce
moin Adromir, für diesen Effekt sollten Capsaicin-Lösungen das Beste sein, die leider waffenscheinpflichtig und strunzteuer (http://www.carlroth.com//catalogue/catalogue.do?favOid=00000000000260c700030023&act=showBookmark&lang=de-de&catId=DE&market=DE) sind. Mit käuflichen Chili-Saucen habe ich bisher eher unbefriedigende Erlebnisse erzielt, die von Dir verlinkte höllische hat ja -trotz der poetischen oatmeal-Beschreibung "the incandescent glow of a thousand dying suns"- auch 'nur' 90K Scoville, also deutlich unter Habanero, daher bietet sich eher so etwas (http://www.mopeppers.at/Blairs-3-am-Reserve) an. Stärkere Konzentrationen finden sich in einem eher unerwarteten Marktsegment (https://de.wikipedia.org/wiki/Pfefferspray), eine akribische Kontrolle der Zutatenliste ist allerdings angeraten.
Und ganz am Rande: Es bietet sich eine hübsche Möglichkeit für Doktorspiele am Küchentisch (http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/262950.html), nein, nicht die Nicholson-Nummer (https://de.wikipedia.org/wiki/Wenn_der_Postmann_zweimal_klingelt_%28Film%29).
_____
¹ schon ein Tierverzärtler mit Schnappatmung? Gaaaanz ruhig: Jene Vogelaugen (https://encrypted.google.com/search?q=green+birds+eye+chili&lr=lang_de&tbs=lr:lang_1de&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=44d8UZfgNoq60QXeqYHABA&ved=0CFUQsAQ&biw=1229&bih=921).
² Name von der Redaktion kontextsensitiv geändert.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: sumo am 28. April 2013, 15:56:23
ich stehe ja nicht ganz so auf die extreme Schärfe. Bei Sushi gehört aber eine ordentliche Portion Wasabi dazu, vermutlich gilt das hier aber als mild.
Das bringt mich zur Erinnerung an ein Erlebnis in einer Sushibar in Berlin. Ich saß dort und verzehrt all diese kleinen Köstlichkeiten, als neben mir ein Pärchen sich setzte, die vermutlich erstmalig in solch einer Gaststätte waren. Man stellte ihnen ein Schälchen mit Ingwer und einer Portion Wasabi hin und erklärte, daß man dann die Teller vom Band nimmt. Die junge Dame verzehrte dann-unwissend- diese grüne Past in einem Ruck. Was dann passierte, war schon eindrucksvoll: Die Dame errötete zusehends und war unfähig, auch nur ein Wort zu sagen, sie war voll außer Gefecht gesetzt.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 28. April 2013, 17:28:59
Ajvar kauft man auch beim Türken um die Ecke und nicht beim "Netto"

http://www.gutefrage.net/frage/saegespaene-in-lebensmitteln-ajvar-von-beste-ernte--aus-dem-netto
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 28. April 2013, 17:56:43
Zitat
nicht beim "Netto"
Tja Belbo (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg136090#msg136090), einer auszuprobierenden Neugeschmacksmöglichkeit kann ich kaum widerstehen, da müssten zB schon groteske Preisvorstellungen dazukommen. Deswegen habe ich ja auch eine Bildersammlung mit 'again' und 'nevermore', das entlastet so angenehm das Gedächtnis, sogar in Fällen, in denen das Merken aus technischen Gründen (unlesbar, sehen sich alle hyperähnlich etc pp) kaum möglich ist..
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 29. April 2013, 13:45:01
Mal eine Seite die einem Klassiker gewidmet ist.
http://www.butterbrot.de/
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 29. April 2013, 21:16:53
Zitat
Klassiker
Da fehlt noch ein emotional hochkochendes Plädoyer, Belbo (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg136158#msg136158): Das Wurstbrot (https://www.youtube.com/watch?v=1iciN5y6nF0). Die 2:50 Intro gehören einfach dazu...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Robert am 29. April 2013, 21:27:42
Zitat
Tu halt unseren Mitgeschöpfen in der Kläranlage was Gutes und schütte es ins Klo.

Ehe die in den Genuss kommen, wird es von den Kanal-Nagetieren  verkostet und ich bin mir nicht sicher, ob die dann freiwillig die feuchten Gefilde verlassen und ein paar Etage höher ziehen.


Zitat
Das hatte schon etwas hochspannend Rituelles, so ein verschworenes um einen Gulli herum sortiertes, immer inspirierter werdendes Grüppchen, mit einer Hand trinkend, mit der anderen leerend

Gesine, ich habe jetzt so ein Bild im Kopf, wo, ähm, sagen wir, die leerende Tätigkeit lediglich per Hand unterstützt wird....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 29. April 2013, 21:54:14
Zitat
Klassiker
Da fehlt noch ein emotional hochkochendes Plädoyer, Belbo (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg136158#msg136158): Das Wurstbrot (https://www.youtube.com/watch?v=1iciN5y6nF0). Die 2:50 Intro gehören einfach dazu...

Graubrot ?

http://www.hofpfisterei.de/

Das Spezial gibts auch im Versand...... ein Gedicht
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 29. April 2013, 22:02:03
....und dann gibts da noch im Stuttgarter Hauptbahnhof einen Stand mit Holzofenbrot aus dem Spessart...... *grunz*
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo zwei am 29. April 2013, 22:06:49
....und dann gibts da noch im Stuttgarter Hauptbahnhof einen Stand mit Holzofenbrot aus dem Spessart...... *grunz*



....jetzt hab ich grad meine Milz erbrochen..... #), aber ich schwöre ich wusste es nicht.....

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sektenanhaenger-eroeffnen-neuen-laden.c8069bfb-0ceb-4538-866e-79a1f630691f.html
http://www.lebegesund.de/in-den-spuren-der-natur-oqfkillkhnm/steinmuehlen-brote-ix5auedigwi/
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 29. April 2013, 22:44:46
Zitat
leerende Tätigkeit lediglich per Hand unterstützt
Nu ja, so weit war es ja schon richtig, Robert (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg136185#msg136185)  - doch die von Dir wohl vermutete Durchlauferhitzer-Nummer war es nicht, wäre auch für ca die Hälfte von uns nix gewesen. Nee, die leerende Hand trug ne Flasche.
Titel: Ist es nicht schön, wenn der Salat so entgegenkommend ist?
Beitrag von: gesine2 am 05. Mai 2013, 21:18:20
Das kommt davon, daß ich den Chinakohl in portionsgerechten Scheiben von der Spitze aus nach 'unten' hin verbrauche:

(http://i.imagebanana.com/img/ybsczzu3/Clipboard01.jpg)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 27. September 2013, 23:28:14
Was Neues gefunden - aus lauter Neugier (und einem ganz leisen 'doch wohl ohne Stacheln?) habe ich letztens beim Asiaten mir bis dato völlig unbekanntes Produkt mitnehmen müssen: Kaktus-Blätter in Streifen, in Würzlake (http://shop.strato.de/epages/15231982.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15231982/Products/2006okt19281). Sowas gibts auch 'in Salzlake', doch hinter 'Würz' versteckt sich diesmal für einfach so im Laden Erstandenes erstaunlich viel Chiliöses. Sehr angenehm beim herzhaften Knabbern oder wie eben, gewürfelt im Salat.
Und nein, es schmeckt nicht wie Hühnchen.

btw: Schräge Meldung, mir völlig neu
Zitat
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Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 27. September 2013, 23:32:27
Ah, mexikanische Kakteen sind sowieso seit altersher beliebt.
Da kann der Genuss zu einem richtigen Abenteuer werden. 8)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 28. September 2013, 01:21:51
Zitat
seit altersher beliebt
jjjaa, Tezcatlipoca (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg150809#msg150809), stilecht nur im bequemen Schwiegermuttersitz (https://de.wikipedia.org/wiki/Echinocactus_grusonii). Doch aufgrund der urlangen Anreise ins Land hinter dem Golf seines Namens nehmen wir Wichtelchen mit den Männlein im Grase mit dem lustigen Namen (http://de.wikipedia.org/wiki/Spitzkegeliger_Kahlkopf) vorlieb.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 28. September 2013, 11:54:47
Für den aktuellen ALDI-Newsletter wurden die Kategorien offensichtlich ausgewürfelt, finden sich doch unter den Rouladen-Spezialitäten (https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-mittwoch-2-oktober/detailseite-kw40-mi/ps/p/traditionelle-genuesse-rouladen-spezialitaet/) Königsberger Klopse, während die ebenfalls angebotenen Rindsrouladen unter Fleischgericht (https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-mittwoch-2-oktober/detailseite-kw40-mi/ps/p/traditionelle-genuesse-fleischgericht/) auftauchen.

Bis auf eventuell noch ne Zwieback-Dose (https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-mittwoch-2-oktober/detailseite-kw40-mi/ps/p/brandt-zwieback-dose/) (gut für Weihnachts- und anderes Gebäck) ist allerdings nichts für mich Interessantes dabei.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: NvRBlF am 28. September 2013, 17:23:13
Für den aktuellen ALDI-Newsletter wurden die Kategorien offensichtlich ausgewürfelt, finden sich doch unter den Rouladen-Spezialitäten (https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-mittwoch-2-oktober/detailseite-kw40-mi/ps/p/traditionelle-genuesse-rouladen-spezialitaet/) Königsberger Klopse, während die ebenfalls angebotenen Rindsrouladen unter Fleischgericht (https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-mittwoch-2-oktober/detailseite-kw40-mi/ps/p/traditionelle-genuesse-fleischgericht/) auftauchen.

Bis auf eventuell noch ne Zwieback-Dose (https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-mittwoch-2-oktober/detailseite-kw40-mi/ps/p/brandt-zwieback-dose/) (gut für Weihnachts- und anderes Gebäck) ist allerdings nichts für mich Interessantes dabei.

Vielleicht hätte Aldi das unter "Gerolltes" anstatt Roulade anpreisen sollen... :grins2:

...und da dieser Thread so lange ruhte:

Soeben habe ich meine vor den ersten Nachtfrösten gesicherten Tomaten zu Chutney verarbeitet:

Tomaten kleinschneiden - inzwischen je nach Belieben Zwiebel, Chili und Knoblauch andünsten - Tomaten darüber.
Das Ganze dann mit Essig (6EL/1kg To), Zucker(200g/1kg To), Salz und Gewürzen (heute waren es süßer Paprika, Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer und Pfeffer) sachte einköcheln lassen, bis es dickflüssig wird (kann locker eine Stunde dauern - öfteres Rühren inkl.)

Den "Brei" dann in Schraubgläser einfüllen - hält sich ein halbes Jahr! (saubere Gläser versteht sich - Schraubdeckel auskochen!)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 21. Oktober 2013, 00:01:15
Zitat
Chutney
Klingt lecker, NvRBlF (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg150834#msg150834) und ist wahrlich nicht weit von dem entfernt, was hier dem 'zu viel'-Gemüse und -Obst typischerweise widerfährt. Der am WE abgestaubte erschütternd große Karton Berlepsch (http://de.wikipedia.org/wiki/Berlepsch) wird allerdings ordinäres, wenn auch nicht pures Kompott. Fast kein Zusatzzucker, mit Schale, Chili, grob gehackte Nüsse, Zimt - geht ja immerhin auf Weihnachten zu, die gesammelten Klein-TwistOffs stehen zur Mitbringsel-Produktion bereit.

Ulkigerweise ist im durch die automagische Sammlung Angefallenen (http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/kochen-mit-martina-und-moritz/kochen-mit-martina-und-moritz-aepfel-mal-suess-mal?documentId=17675452) eine kleine Lobrede just auf die erhaltene Sorte enthalten. Die Sendereihe gefällt mir ausnehmend gut - bis auf die ständigen Wein- und Biertipps, während NonAlc so gut wie gar nicht erwähnt wird - Ausnahmen wie heute bestätigen die Regel.
Ruckzuck ausprobiert habe ich mit etwas aus dem Karton und einem Rest Flönz (http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%B6nz) das Folgende (die frittierte Variante), weil alles andere Benötigte zum Dauervorrat gehört (src (http://www.wdr.de/tv/martina_moritz//sendungsbeitraege/2013/1019/pdf/1019pdf.pdf;jsessionid=F8A0A9305DD04EBA77B8ED822D7E73FA), ©WDR, MHD 3 Monate, mir reicht der Mitschnitt völlig aus):

[snip]
Kräuter-Apfel-Täschchen mit Salbei-Mohn-Butter

Zutaten für vier Personen:
Zuerst die Füllung zubereiten: Die Äpfel schälen, entkernen, vierteln und in Würfel schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und so am Verfärben hindern. In einer Schüssel mit fein geschnittener Minze, Pfeffer, Cayenne oder winzig gewürfeltem Chili sowie einer Prise Salz würzen. Den Speck in feine Würfel schneiden und in einer Pfanne auslassen, dabei nur sanft bräunen. Speck sowie Blutwurst oder gekochten Schinken kann man roh gewürfelt unter die Äpfel mischen.
Die Teigblätter nebeneinander ausbreiten, rundum mit Wasser oder Eiweiß einpinseln. Auf eine Ecke jeweils einen Löffel Füllung platzieren, die andere darüber klappen, sodass ein Dreieck entsteht. Rundum gut zusammendrücken. Die Täschchen in siedendem Salzwasser pochieren, bis sie oben schwimmen.
In der Zwischenzeit die Butter in einem Pfännchen aufschäumen lassen, die in Streifen geschnittenen Salbeiblätter sowie die Mohnsamen darin rösten. Die Täschchen mit einer Schaumkelle herausheben und auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit Salbei-Mohn-Butter begießen und sofort servieren.

Tipp: Man kann die Täschchen auch in heißem Öl oder Schmalz schwimmend im Wok knusprig frittieren. Dann allerdings gibt es statt der flüssigen Butter einen Joghurt-Dip dazu: Joghurt mit Zitronensaft, klein geschnittenen Basilikumblättern, einem Löffelchen Zucker und einer Prise Salz glatt rühren. Falls er zu dünnflüssig ist, etwas Quark oder Frischkäse unterrühren.
[/snip]

(Aber bitte nicht auf die Idee kommen, es wäre hier irgendetwas abgewogen worden - und das eiskalte Händchen ist auf Urlaub. Schon aus technischen Gründen würde ich auch nie 'Täschchen' sagen, 'Tasche' ist hinreichend genau beschreibend)
Titel: Nervenkekse *nicht* nach Hildegard von Bingen
Beitrag von: gesine2 am 24. Oktober 2013, 21:18:10
Bevor es losgeht noch schnell drei+1 Randbemerkungen:
Man nehme:
Trockenware trocken mischen, alles á la Mürbeteig verarbeiten, Plätzchen (40-50) ausstechen und bei 180° 5-10 Minuten backen.

"In einer kühl aufbewahrten Blechdose sind diese Plätzchen einige Wochen haltbar" sagt eines der vielen Rezepte. Kurz vor letzte Weihnachten fand ich im Keller eine schicke Blechdose, die sofort für noch zu backende Kekse requiriert wurde. Sie offenbarte beim Öffnen ne Handvoll dunkelbrauner Kekse und ein Zettelchen 'MZ2006', was in diesem Falle kein neues Moped, sondern das Kürzel für Muskat/Zimt und der Jahrgang war. Nu, selbstverfreilich wurde vorsichtig probiert: A weng zäh, a weng geschmacksreduziert, aber alles in allem noch ok.

Die Dinger wurden zum ersten Mal für eine Großmutter von mir aufgelegt, bei ihr, bei mir und anderen ausgewählten Testpersonen erzeugen 4-6 Kekse (die schmecken, ehrlich!) im Laufe eines gemütlichen Winterabend-Abschnittes ein extrem entspannt-schweres Körpergefühl und leichte Gedanken, in etwa wie mildly stoned and euphorized.
Titel: Re: Nervenkekse *nicht* nach Hildegard von Bingen
Beitrag von: Hildegard am 24. Oktober 2013, 21:57:35
Bevor es losgeht noch schnell drei+1 Randbemerkungen:
  • Hildegard (nicht jene (https://forum.psiram.com/index.php?topic=12047.msg151999#msg151999)) starb 1179,
    ...

    Man nehme:
    • 1 kg Dinkelmehl
    • 250 g Butter
    • 4 Eier
    • 250 g Rohrzucker
    • 1 Prise Salz
    • 45 g Muskatnusspulver
    • 45 g gemahlener Zimt
    • 15 g Nelkenpulver
    • 200 g gemahlene Mandeln
    • e bitzeli Wasser
Auch, wenn ich vor der Erfindung der Muskatnuss verstorben bin, das klingt sehr lecker. Aber vielleicht spare ich mir auch das Backen und esse einfach eine rohe Nuss. Da passiert ungefähr der beschriebene Effekt, hab ich schon probiert.
Titel: Re: Nervenkekse *nicht* nach Hildegard von Bingen
Beitrag von: gesine2 am 24. Oktober 2013, 23:14:30
Zitat
ungefähr der beschriebene Effekt, hab ich schon probiert
dito, Hildegard (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg152068#msg152068), inkl sporadischen Auflösens des Blickfeldes in grelles Weiß, was dann nicht mehr so besonders war.

Doch ein anderer Effekt ist anders: Der auf ziemlich kurze Dauer unglaublich penetrante Geschmack der Nuss verschwindet durch einen mysteriösen Effekt in dieser absurd aussehenden Mischung bzw transzendiert zu etwas Neuem. Göttliche Fügung, höchstwahrscheinlich.
Downside: Die eingebaute Hochdosierungsbremse wirkt nicht mehr so gut. Wie bei Space-Cakes auch.

btw: Eigentlich immer, speziell aber für den Zimt bei solchen und anderen (http://de.wikipedia.org/wiki/Zimtschnecke) Gebäckstücken nehme ich Ceylon-Zimt (http://de.wikipedia.org/wiki/Ceylon-Zimt).
Titel: Kürbiszeit, o geliebte Kürbiszeit
Beitrag von: gesine2 am 26. Oktober 2013, 19:37:00
Aus der Klasse 'You never can stop eating it' ein - da frei Schnauze komponiert - immer wieder neuer Klassiker:

Kürbis-Sate¹

Butter schmelzen, grob gewürfelte Zwiebeln anziehen lassen, derweil Kürbis(se) entkernen und kleinwürfeln. Auf die Zwiebeln, Curry-Paste drüberquetschen, SatayGedöns drüberstreuen, Kokosmilch dazu, mit Brühe angießen, nicht bedecken.
Auf kleiner Flamme ziehen lassen.

Falls die Readymades aus dem Asiashop umme Ecke durch Eigenzusammengestelltes ersetzt werden, geht das sogar als vegan durch... Aber hier in der Walachei sind Mitbringvorräte ungemein praktisch.

_____
¹ auch wenn es so klingt, es ist keine wehmütige Schau aufs Ende der Saison
Titel: Re: Kochrezepte (zum heutigen Themenabend auf ARTE)
Beitrag von: Habra am 27. Oktober 2013, 22:40:57
Passend zum ARTE-Themenabend (Vampire) von heute:

Bratkartoffeln

Zutaten:

Bamberger Hörnchen
Höribülle (Zwiebeln)
Speck
Knoblauch (ausreichend)
Paprika, Lauch, Tomaten und anderes Gemüse
Entenfett
Liebstöckl, Rosmarin, Thymian, Pfeffer, Salz

Bamberger Hörnchen schälen (ist saumäßig schwierig, weil diese Kartoffeln eine nicht verbrauchergerechte äußere Form haben und dazu noch relativ klein sind) und in leicht gesalzenem Wasser gar kochen.
Zwiebeln würfeln oder in Ringe schneiden und in viel Entenfett glasig werden lassen.
Die Bamberger Hörnchen in Scheiben schneiden, zu den Zwiebeln dazugeben und goldbraun anbraten.
Dazu kommen ca. 6 - 12 (lediglich geschälte) Knoblauchzehen, etwas gewürfelter Speck und diverse Gemüsesorten (Tomaten, Paprika, Lauch etc) aus dem Gemüsefach (Gemüsefach aufräumen!).

Dazu passen mehrere Gläser eines guten Rotweins.

Sämtliche Vampire in der Umgebung machen zumindest in der Nacht einen großen Bogen um einen. (Wenn man nicht gerade in südlichen Ländern lebt, sollte man das eventuell am Samstag Abend essen, damit man am Montag wieder ins Büro kann)

 :teufel
Titel: Politik und Homöopathie in der Küche
Beitrag von: gesine2 am 02. Dezember 2013, 08:57:00
Zitat
Bamberger Hörnchen schälen
..geht wesentlich einfacher, wenn sie wie Pellkartoffeln angesetzt und in Eiswasser abgeschreckt werden - dann kannst Du sie aus der Schale schnippen wie Mandeln, Habra (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg152242#msg152242) und hast auch kaum Verschnitt. Wenn Salzkartoffel-Zubereitung gewünscht ist nach ca einem Drittel der Gesamtkochzeit enthüllen, doch bei Bratkartoffeln könnten sie eigentlich auch komplett in der Pelle gegart werden.

Zur Politik: PKK.
Nach einer Woche Kürbis (da warten noch einige eingelagerte) und einer Woche Möhren (3kg/€, ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte) wurde zur Abwechslung ein dicker Kappes eingekauft. Schnell zuzubereiten.
Wie aktuell zum Frühstück: Paprika-Kohl-Kartoffeln. Zwei frische Bratwürste in die Pfanne zum Anbraten, in der Zeit Kartoffeln schälen, würfeln und dazu, dann dasselbe mit einer Scheibe Kappes und zwei Paprika, würzen nach Geschmack, Brühe drüber und mit Deckel und bei mittlerer Hitze so ca 20 Minuten fertig werden lassen. Läßt reichlich ZeitRaum für die Morgentoilette und passt perfekt zum halbwinterlichen Wetter.

Zur Homöopathie:
Am Schreibtisch steht üblicherweise so eine große PET-Flasche mit Wasser, die immer wieder nachgefüllt wird, aktuell mit dem guten 2013er Kranenberger, Hanglage. Zur Zeit ist das eine 1.5L-Apfelschorle-Flasche vom einem der Festivals dieses Jahr. Und da immer ein unvermeidbares Tröpfchen vom Vorgängerinhalt übrigbleibt, allein durch den Nachfüllvorgang eine Verschüttelung stattfindet  und somit eine Füllung D3 entspricht, trinke ich mittlerweile ApfelDxxx, wozu auch immer das gut sein mag ;-)
Titel: Unmoralische EMail
Beitrag von: gesine2 am 08. Dezember 2013, 10:53:36
Gestern Abend erreichte mich eine auf webFail (http://de.webfail.com/06c279d8c1e) verweisende Mail letztlich folgenden Inhaltes:

(http://cdn.webfail.com/upl/img/06c279d8c1e/post2.jpg)

Diese mail löste gestern Abend sofort einen mittelschweren Aufstand in der Magengegend aus, Sabbern setzte ein. Und wann kam sie? Selbstverständlich 10 nach 10, alle Läden geschlossen. Alle? Nein! Ein von geknechteten Angestellten betriebener REWE-Laden hört nicht auf, dagegen Widerstand zu leisten... Wollte ich eh mal antesten, wie es in der neugeschaffenen Spätschicht 2200-2400 so im Laden aussieht. Ziemlich leer.
Doch die Blätterteig-Variante dieses optisch so ansprechenden Gerichtes hält die gemachten Versprechen nicht. Sie übertrifft sie. Variiert wurde mittels einer quer zur Rollrichtung verlaufenden Prozessionsspinner-artigen Sardellen-Reihe (ua zum Salzen), mit zwei frisch gehackten Habaneros umstreuselt. Das Ganze auf der Grundlage Paprikapaste (http://i.imagebanana.com/img/uhmgs1zd/papriPaste.jpg) mit ein wenig Tomatenpatsche.

*Sa*gen*haft*
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 08. Dezember 2013, 14:49:49
@Gesine: Ja diese Blätterteigschnecken sind äußerst vielseitig. Geht simpel, und man kann die Rollen vorbereiten und im Kühlschrank lagern. Mach ich gerne mit Bratwurstgehäck und Käse.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Homeboy am 19. Dezember 2013, 23:01:21
Duftwässersche für den Herrn für gesine

Zutaten und Herrstellung:

1.    1 Flasche, zur Hälfte gefüllt mit Wodka (klassisch), Küstennebel, gerne mit Regionalbezug bzw. was man so hat [40% Alkohol, kein Eigengeruch, keine Farbstoffe]

2.   Kaffeebohnen - hab sie nicht gezählt, aber einige, gehen nun in die Schnapspulle.

3.    zum Abschluss mit 1 bis 2 Gläser Schaumwein der Hausmarke auffüllen.

4.    Flasche lichtgeschützt für 3 bis 6 Wochen (geht auch 2 Monate, aber irgendwann ist der Schaumwein ausgeblubbert und dann bringt das nichts mehr) lagern.

5.    Anschließend die Flüssigkeit mittels Kaffeefilter (gerne mehrfach) und Trichter abseien und wieder in die Produktionsflasche füllen.

6.    je nach Gusto und Produktintensität (soll ja nicht braun schmieren) mit 1/3 bis 1/2 purer Flüssigkeit (wahrscheinlich Hausmarke) aus Punkt 1. strecken und Portionsgemäß abfüllen.

Allgemeine Hinweise:
Die Produktflasche mit Inhalt lässt sich sehr gut im Tiefkühler lagern. Ich strecke erst im abgabefähigen Portionsgefäß.
Habe das auch schon mit Rum gemacht, auch nett, das Strecken sollte dennoch mit Klarem (Wodka, Küstennebel, etc) stattfinden, dann schmiert das auch nicht.
Für mehr Frischegefühl kann man beim Strecken nochmal Schaumwein reinkippen, aber damit man auch noch am übernächsten Tag etwas davon hat empfiehlt sich ein sehr fester Verschluss.
Beliebt ist noch Alaun, Vitamin E etc. beizumengen. Ich finde: weniger ist mehr.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 20. Dezember 2013, 09:02:56
Ok, Homeboy (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg156963#msg156963), kann ich mir zwar nicht so recht vorstellen, wird aber für einen Bekannten getestet werden, der derart allergisch auf derart vieles reagiert, daß seine mitgeführte Allergieliste nur die lebensbedrohlichen Fälle umfaßt, da er sonst nicht ohne Sackkarre unterwegs wäre. Weder mit Alkoholika noch mit Kaffee traten allerdings bisher Probleme auf - wenn auch hauptsächlich 'Daten' bzgl innerer Anwendung vorliegen.
Nachher mal nen Piccolo holen...

Aber ganz am Rande: "40% Alkohol, kein Eigengeruch, keine Farbstoffe" - wie verträgt sich das mit Küstennebel (http://www.behn.de/kom_kuestennebel.php)?

Davon unabhängig schönen Dank für eine neue Idee!
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Homeboy am 20. Dezember 2013, 14:35:55
wenn es rein darf, darfs auch an die haut
mit der Alkoholauswahl, ich finde auch Anis-Schnäpse sehr nett. Das eine ist nämlich die Idealvorstellung, das andere ist das, was sich eben im Haushalt findet, zumindest an der Küste. Mir gings eher um die Bandbreite (jetzt inkl. Anis-Produkte).
Viel Spass damit, hat ne marktant männliche Duftnote, die überraschend nicht nach Säufer riecht, sondern angenehm frisch.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 20. Dezember 2013, 16:20:31
Nu dann könnten ja auch Anis-Samen zum Auszugs-Ansatz, sozusagen in die Lücken zwischen die Kaffeebohnen.
Zitat
wenn es rein darf
War auch als scherzige Formulierung gedacht, Homeboy (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg157005#msg157005), der Markt zulässiger Produkte ist in seinem Falle allerdings äußerst eingeschränkt und unverschämt hochpreisig, das meiste andere zu kompliziert oder nur minimal haltbar. Doch diese Variante wäre (wenn ihm das Aroma gefällt) die eierlegende Wollmilchsau, zumal ohne Umstellung neben der hiesigen Schnapsologie zu erledigen.

Wat bin ich froh, daß bei mir diverse 08/15-billig-Produkte sehr gut funktionieren, da ist selbst der mögliche Wegfall einer speziellen Produktlinie kein Damoklesschwert...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Homeboy am 20. Dezember 2013, 16:38:22
also von diversen dieser super-coolen produkte bekomme ich jedenfalls auch ausschlag, weil nach nassrasur ist das halt so ne sach mit zeug ins gesicht schmieren. ich würde es erstmal mit weniger, also kaffee, schnaps, sekt versuchen, ist mein liebstes. anis oder rum ist eher was für den sommer.

was ich an diesen Omas-Rezepte sachen schön finde ist, dass sie leicht reproduzierbar und tatsächlich vergleichsweise unallergen sind.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 20. Dezember 2013, 21:20:34
Zitat
nach nassrasur
Eigentlich einleuchtend, Homeboy (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg157015#msg157015), Reizung+Reizung=ZiemlichGenervt ;-)

Zitat
Omas Rezepte
Bei vielen der alten Crème-Rezepturen wird afaik mit Fett- und Alkohol/Wasser-Phase herumgepanscht, sehr komplex, und das sind jedesmal meine ersten Gedanken bei der Vorstellung, dergleichen selber zu machen. Doch höchstwahrscheinlich gibt es auf dem Markt der Emulgatoren mittlerweile auch Verträgliches zum simplen Verschütteln.
Gibt es eigentlich noch eine der Hobbythek entsprechende Sendung (ja, der Pütz war partiell panne, aber die Sendungsinhalte zumeist ok)?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 20. Dezember 2013, 21:34:18
Viel Spass damit, hat ne marktant männliche Duftnote, die überraschend nicht nach Säufer riecht, sondern angenehm frisch.
Und wer erklärt das meiner Frau?

Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 20. Dezember 2013, 21:54:55
Zitat
wer erklärt das meiner Frau?
Was denn bitte, Tezcatlipoca (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg157061#msg157061)? Daß Du damit nicht nach Säufer riechst?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 20. Dezember 2013, 22:03:36
Zitat
wer erklärt das meiner Frau?
Was denn bitte, Tezcatlipoca (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg157061#msg157061)? Daß Du damit nicht nach Säufer riechst?
Dass ich den Alkohol, nach dem ich rieche, nicht getrunken habe.
Ich sehe schon folgenden Dialog vor meinen geistigen Augen (2 Stück) sich entwickeln:

"Das ist mein neues selbstgemachtes Haarwasser!"
"Und für welche Haare?"
"Äh..."
"Zeig mal die Flasche her!"
(Probeschluck)
"Bäähh, das Zeug kannste Dir echt in die Haare schmieren!"
Titel: Nr 97: Geheimnis rheinisch-asiatische Küche
Beitrag von: gesine2 am 02. Februar 2014, 12:10:22
Gestern hatte sich äußerst lieber Besuch angekündigt - und somit ergab sich die Gelegenheit, für zwischenzeitlich Entwickeltes eine Zweitmeinung einzuholen und Neues an zwei lebenden und willigen Subjekten auszuprobieren:

So ca vier Stunden vor dem Event mit der Zubereitung starten (keine Angst, es gibt große Pausen.

Die eine Zwiebel feinst würfeln (<2mm Kante), die eine Paprika nur fein (<5mm Kante), Zitronengras (aus der Truhe, mittlerweile fast gefriergetrocknet) längs in Streifen und dann in kaum noch optisch auflösbare feinste Schnippelchen schneiden. Öl, Senfklacks und Balsamico zu einer Vinaigrette emulgieren, Gemüse rein, das Rübenkraut mit etwas Geduld und Rühren auf- und damit auch vom Löffel lösen. Mit Folie abdichten.

Die Zwiebeln grob würfeln und mit Kümmel und Hack in etwas Olivenöl anbraten (alle naslang Rühren nicht vergessen). Mettenden längs vierteln und dann in möglichst schmale Scheiben schneiden, dazu. Schon mal den vollen Wasserkocher starten. Kartoffeln pellen, waschen, mundgerecht würfeln, beim Einrühren der ersten Portion (Schneidbretter haben eine ziemlich endliche Größe) die Hitze von startk auf mittel runterdrehen. Paprika ebenfalls mundgerecht zerkleinern, Chicoree komplett längs vierteln, entstrunken (einen bzw 4 Viertel aufheben) und fein schneiden, Strünke sehr fein schneiden.
Zerbröselte Brühwürfel, Gewürze, Kokosmilch und Erdnußbutter drüber. Die Dosen mit heiß Wasser füllen und so vom Rest der Pulpe befreien, Reinigungsflüssigkeit in den Topf und den dann mit Wasser auffüllen, ca 20min kochen lassen und dann den Riesenpott entweder in die Kochkiste oder auf der kleinsten Platte bei der kleinsten Stufe 2-3 Stunden langsam ziehen lassen. Bei diesem äußerst wichtigen Schritt geschieht die bekannte Eintopf-Transsubstantiation normal→super.
Das war selbstverständlich nicht alles für das frühnachmittägliche Dinner gedacht, sondern stellte eine der üblichen Mehrportionen-Vorbereitungen dar, die nach Erkalten portionsweise (~4 Kellen) in diese 1L-(Joghurt, Senf, Pudding, Reibekuchenteig, ..)-Eimerchen abgefüllt und im Kühlschrank gelagert wird. Morgens dann evtl mit etwas Frischem versehen (Habanero, Paprika, Zucchini, Lauch, Frühlingszwiebel etc pp, jeweils angemessen fein geschnippelt) in die Mikrowelle kommt und selbst im Zustand 'richtig heiß' fingerschonend am Henkelchen zu Tische befördert werden kann. Bzw, wie hier üblich, zum Rechnerplatz, zu den aktuell geschauten bewegten Bildern, da Essen nicht gut mit Lesen/Tippen zusammengeht.

[ganz große Pause]

Halbe Stunde vor Start: Backofen auf 50°, Butterschmalz in maximal heiße Pfanne, Rumpsteak beidseitig anbraten (jeweils bis es sich freiwillig wieder vom Boden löst), dabei die Pilze halbieren und dann in mindestens halbzentimeter-dicke Scheiben schneiden, Pfanne aus, Steak in Alufolie einpacken und in den Ofen, Pilze in Pfanne und Deckel drauf.

[kleine Pause]

Wenn die Begrüßung erledigt ist und ganz ganz dringende Neuigkeiten ausgetauscht sind, Rotwein (war gestern ein angenehm kräftiger Merlot) kredenzen, damit die Gäste 'was zu tun' haben und den ersten Gang am Tisch wachsen lassen: Die Pfanne kurz auf MaxTemp,  den verbliebenen Chicoree rasch in feine Streifen schneiden, auf die Teller verteilen. Champignos dazu verteilen. Die marinierten Paprika drüber, nicht zuviel von der Flüssigkeit (verbliebene Reste in die nächste Salatsoße), Steak aus dem Ofen holen, in 3-4mm breite Streifen schneiden und dazulegen.

Danach eine kleine cask-strength-Single-Malt-Verkostung  8)

In eher niedlichen Suppentäßchen (~1.5 Kellen) den zweiten Gang auftischen. Nachschlag ist ja jederzeit möglich...

Zum Nachtisch gabs JumpingNetto-Jack's-Macadamia-Nut (http://static.barcoo.com/essen/jack-s-ice-cream-4316268374835-1-high.jpg) an mit hauseigenem Nußlikör präparierten Muzenmandeln (nach Art des bekannten Römerlagers Babaorum (https://www.youtube.com/watch?v=aWcoKyjxyDU)).
Titel: Zimtschnecken
Beitrag von: gesine2 am 02. März 2014, 13:07:44
Weiter oben (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg156268#msg156268) erzählte ich von dieser Rollpizza-Infektion - die mittlerweile über sich hinaus gewachsen ist. Ins Süße.

Teig mit gaaanz weicher Butter bepinseln, bis auf einen Klebestreifen an einem kurzen Ende satt mit Zucker-Zimt-Mischung bestreuen, eine Handvoll Haselnüsse rasch drüberreiben (http://s1.directupload.net/images/140302/w928mfop.jpg), Klebestreifen anfeuchten, zur kurzen Rolle aufwickeln, möglichst ohne Druck (ja, hier sind wieder gute Messer gefragt, Wellenschliff geht gut) in 9-12 Scheiben schneiden, auf Backpapier legen und bei ca 200° bis zur leichten Bräune abbacken.

Hmmmm, lecker zweites Frühstück im Bett, obgleich schon bekannt ist, wie Krümel pieksen.
Geht übrigens auch mit Fertig-Pizzateig, dann eher lange Rolle, 20-25 Scheiben, nach Ablegen mit Eßlöffel 'plätten' und noch etwas ZuckerZimt drüber. Die neigen dazu, eingeblechdost nach ein, zwei Tagen noch besser zu werden.
Titel: Re: Zimtschnecken
Beitrag von: Belbo am 02. März 2014, 13:30:24
Weiter oben (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg156268#msg156268) erzählte ich von dieser Rollpizza-Infektion - die mittlerweile über sich hinaus gewachsen ist. Ins Süße.

Teig mit gaaanz weicher Butter bepinseln, bis auf einen Klebestreifen an einem kurzen Ende satt mit Zucker-Zimt-Mischung bestreuen, eine Handvoll Haselnüsse rasch drüberreiben (http://s1.directupload.net/images/140302/w928mfop.jpg), Klebestreifen anfeuchten, zur kurzen Rolle aufwickeln, möglichst ohne Druck (ja, hier sind wieder gute Messer gefragt, Wellenschliff geht gut) in 9-12 Scheiben schneiden, auf Backpapier legen und bei ca 200° bis zur leichten Bräune abbacken.

Hmmmm, lecker zweites Frühstück im Bett, obgleich schon bekannt ist, wie Krümel pieksen.
Geht übrigens auch mit Fertig-Pizzateig, dann eher lange Rolle, 20-25 Scheiben, nach Ablegen mit Eßlöffel 'plätten' und noch etwas ZuckerZimt drüber. Die neigen dazu, eingeblechdost nach ein, zwei Tagen noch besser zu werden.


Klingt köstlich, könnte man mit einigen zusätzlichen butterungen und Faltungen nicht den Plunderteigeffekt erhöhen?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 02. März 2014, 15:46:18
Zitat
effekt erhöhen?
Kann durchaus sein, Belbo (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg160529#msg160529), doch einerseits ist das eine Zusatzarbeit (dies Fertigteig-Rezept ist ja die Hau-Ruck-Variante eines so richtig flauschig fluffig gegangenen frischen Hefeteigs) und andrerseits scheint zu gelten 'je außen desto plunder', dh in der Mitte nehmen sich die Lagen beim Auseinandergehen (jaja, der Teig, der darf das...) gegenseitig den Platz weg, während die letzte halbe Runde außen sich 2cm breit ausgebreitet hatte (#Neuland, die ersten Testläufe waren mit Pizzateig) als wäre sie unter die Dampfwalze gekommen.

Intensive Fachdiskussion und Endverbrauchergefragung haben eben ergeben, daß noch Grundlagenforschung betrieben werden sollte - Nutella oder dergleichen statt Butter, gehackte Rosinen oder sonstige Trockenfrüchte, Würzungen wie Minze oder gewisse beim Backen automagisch decarboxylierende Blüten¹. Das läßt noch einige interessante Frühstücke erwarten...
Kann auch einen vorher völlig unbedachten Weg gehen in die Grobrichtungen Stollen oder Früchtebrot, wird wohl nie eine Sammlung von Rezepten, eher eine Kollektion interessanter Landmarken in einem weiten Feld von Möglichkeiten.

_______________
¹ das limitiert allerdings die Haltbarkeit wg zwangsläufiger Oxydation zu CBN.
Titel: Einszweidrei, im Sauseschritt
Beitrag von: gesine2 am 19. April 2014, 22:21:38
läuft die Zeit, wir laufen mit (http://www.zeno.org/Literatur/M/Busch,+Wilhelm/Bildergeschichten/Julchen/Eine+unruhige+Nacht)

..und zwar Richtung Genuß. Jetzt, da der Besuch wieder Richtung Familie unterwegs ist, ist Zeit für den Rollen-Report. Fürs Frühstück hatte ich neue Schnecken gebacken, als Grundbelag eine 1:1 Mischung aus Erdnußbutter und Rübenkraut (die durch kurzes Mikrowellieren misch- und verarbeitbar gemacht wurde) auf den Hefeteig gepinselt, darüber reichlich Rosinen verteilt. Einen Querstreifen spezielle Küchenkräuter, in diesem Fall ganz speziell, da gesammelter 'Trester' vom Verdampfer.
Obendrauf eine dicke Schicht geraspelte Haselnüsse, das Ganze locker zur kurzen Rolle wickeln, zehn bis ein Dutzend Scheiben jeweils abschneiden (bis auf die letzte) und auf Backpapier setzen. Daß bei dieser Prozedur einiges von der Füllung auf das Schneidbrett bröselt ist völlig egal, kann nämlich abschließend auf sämtliche Scheiben verteilt werden. Blöderweise war ich dann etwas abgelenkt, so daß die Teile 5-10min zu lange im Ofen und damit, na ich sag mal ziemlich stabil waren. Egal, Zucker/Zimt drüber, flambieren (kleiner Lötbrenner..) wie bei einer Crème brûlée (https://de.wikipedia.org/wiki/Creme_brulee). Nee, die sind zu hart und trocken,da muß sich was tun, also auf dem Backpapier schön dicht nebeneinander gepackt, Ränder hochgeschlagen und den Rest (vier, vielleicht fünf Pinnekes) 54%igen Rum drüber verteilt, zugefaltet und das verbleibende Stündchen lang so richtig einziehen lassen.

Hammer. Das debile Grinsen war für längere Zeit einfach nicht wegzubekommen... Bettfaule Kinostimmung (https://forum.psiram.com/index.php?topic=222.msg162777#msg162777) kam auf
Titel: Re: Einszweidrei, im Sauseschritt
Beitrag von: Groucho am 19. April 2014, 22:29:05
54%igen Rum drüber verteilt,

[...]

Hammer. Das debile Grinsen [...]

Könnte da ein kausaler Zusammenhang sein, Gesine?
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 20. April 2014, 07:18:14
Zitat
Könnte da ein kausaler Zusammenhang sein?
In gewissen Fällen, Groucho (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg162779#msg162779), halte ich die Verwendung des Konjunktivs für übertriebenen Manierismus. Allerdings steht der Rum nicht allzu alleine auf der Ursachen-Seite rum.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 20. April 2014, 19:04:11
In gewissen Fällen, Groucho, halte ich die Verwendung des Konjunktivs für übertriebenen Manierismus.

Nun,gesine2, ich will doch einer altgedienten Foristin nichts unterstellen.

Apropos Rezepte:
Getestet und für außerordentlich gut befunden, ein richtig experimentelles Chili con Carne (mit Bier, Kaffee, Kakao)

http://www.usa-kulinarisch.de/rezept/coffee-chili-chili-mit-kaffee/ (http://www.usa-kulinarisch.de/rezept/coffee-chili-chili-mit-kaffee/)

(Die angegebene Anröstzeit für das Fleisch (1kg / 10 min) ist natürlich ein Witz, so man nicht mit Sauerstofflanzen arbeitet, da lässt sich Herr Maillard noch lange nicht blicken)

Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: sumo am 20. April 2014, 20:03:20
Chili con carne ist ein sehr schönes Gericht, und es schmeckt jedesmal anders, weil ich mich da nie an ein Rezept halte.
Und wenn es zu scharf sein sollte, einfach eine Dose Ananas in den Topf schütten......
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 20. April 2014, 21:07:40
Zitat
nichts unterstellen
Ach was, Groucho (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg162805#msg162805), einerseits liegt doch schon deswegen nahe, weil bei Alkohol bei einem 'untrainierten' Menschen die Wirkung stärker ist (zumindest scheint es mir bei mir in der vergleichenden Rückschau so) andrerseits ist Kausalität nicht so einfach von der Hand zu weisen. Denn die Schnecken wirkten für ein Frühstück schon 'ziemlich anders als sonst', jedoch überhaupt nicht nicht anders als sonst die beiden Haupt-Inhalts-Gruppen in Kombination.
Zitat
chili con café
Na der Wirkstoff war nicht an den Schnecken (Coffein meine ich, ein Hauch von Chili gehört in alles Süße, genau wie das Priselchen Salz), das Rezept liest sich wie aus der kreolischen Küche - in diesem Fall ziehe ich Trennkost vor, wie bei den ganzen ccc (http://www.rezeptewiki.org/wiki/Chili_con_Carne)s. Also einmal Gemüse und Bohnen (gerne auch mit Chili, was dann ein csc wäre) und andermal Fleisch + Chili (http://www.rezeptewiki.org/wiki/Texas_Chili), wenn auch nicht unbedingt mit "eingelegte[n] Jalapeños", diesem gesäuerten Grünzeug mit der Brisanz einer Essiggurke (teilweise nicht einmal das, die Gurken-Tradition ist vielerorts ziemlich würzig). Nee, da werden schon eklatante Habaneros so vorsichtig mitgeköchelt, daß auch das letzte Femtogramm Capsaicin für die Nozizeptoren aufgeschlossen wird und sich das volle Aroma entfaltet.
Und auch lieber nur mit gewürfeltem Schmor-Rindfleisch statt Hack.
Dafür mit deutlich mehr Zeit.

Möglicher ideologischer Punktabzug bei der V-Note: Im Gegensatz zu dem von Dir Verlinkten wird es von dieser Variante sicherlich nie eine vegane Version geben.
Zitat
zu scharf
Willst Du etwa behaupten, diese Wortkombination sei im Deutschen valide, sumo (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg162811#msg162811)?
Aber Chili mit Süß, das erwähnte ich ja bereits...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: sumo am 21. April 2014, 12:38:33
ja, tatsächlich, es gibt in meiner kleinen Familie Menschen, denen mein Chili zu scharf war/ist.
Deswegen trenne ich kleinere Portionen für mich ab und mildere die Variante für den Rest ab. Manchmal klappt das sogar....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Typee am 18. Juni 2014, 13:54:18
Für Freunde kräftiger Aromen: zwei Sughi aus meinem Versuchslabor.

Sugo allo Spagnolo:

Scharfe Chorizowurst würfeln, in etwas Olivenöl angehen lassen, Zwiebel, in Streifen geschnitten, und Knoblauch zugeben, glasig werden lassen. Paprikastreifen gelb und grün zugeben, andünsten, gekochte dicke weiße Bohnenkerne und einige Löffel Tomatenstücke dazu, salzen und zugedeckt garen, bis die Paprika weichgekocht ist.  Nudeln untermischen, grob gehackte glatte Petersilie drauf, fertig.

Sugo Mare:

Reichlich Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl andünsten, evtl. eine entkernte Chilischote und Tomatenstücke dazu, ca. 5 Minuten zusammen garen; dann Ölsardinen aus der Dose (ohne Gräten), mit der Gabel zerdrückt oder in größere Teile gezupft, dazugeben, nochmals 5 Minuten zusammen garen. Abschmecken, Peterli drauf, fertig. Schmeckt, wie's im Hafen riecht, not for Sissies!

Mittelmeerdiät  :grins
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Habra am 18. Juni 2014, 23:05:09
Für Freunde kräftiger Aromen: zwei Sughi aus meinem Versuchslabor.

Sugo allo Spagnolo

Sugo Mare

Besten Dank für die Rezepte, die werden getestet. Das klingt appetitlich. :prosit
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 18. Juni 2014, 23:16:40
Mittelmeerdiät  :grins

Solche Diäten liebe ich  ;D

Beim Sugo Porto Mare würd ich mit Sardellen abschmecken. Was mal wieder zu der Frage führt, welche in Dose/Glas konservierte Lebensmittel nicht als Ersatz, sondern originär zu verwenden sind. Ölsardinen gehören jedenfalls dazu, Sardellen auch. Dosentomaten? Finde ja. Corned Beef fällt mir noch ein.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Robert am 18. Juni 2014, 23:36:26
Ravioli  ;D
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 18. Juni 2014, 23:47:52
Ravioli  ;D

Stimmt. Dosenravioli haben nur den Namen gemein mit selbergemachten, schmecken völlig anders. Dosenspaghetti sind auch äh, eigen, schmecken kalt aber ganz gut, wenn man 3-4 Tage nichts gegessen hat.  :grins2:
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Habra am 18. Juni 2014, 23:52:56
Mittelmeerdiät  :grins
Dosentomaten? Finde ja. Corned Beef fällt mir noch ein.
Dosentomaten sind fast immer o.K., die wurden zu spät geerntet und landeten daher nicht im Supermarkt, haben aber noch den vollen Geschmack. Gut sind aber auch "Kochtomaten" auf dem Markt, ebenfalls zu spät geerntet, vollreif, nur wenige Tage haltbar, hervorragend für Soßen und manchmal sogar für Salate (und ganz billig).

Da bestimmte Produkte in D unter dem Bann des "Tierschutzes" liegen, kann ich folgende eingedoste Sachen empfehlen (in der Hoffnung nicht verbal gesteinigt zu werden):
http://www.valette.fr/16-foies-gras-de-canard

und für den Winter (der kommt ja schon in 6 Monaten):

http://www.valette.fr/30-cassoulet
(geeignet für kleine Haushalte, normalerweise frisch gekocht werden wesentlich größere Mengen verarbeitet. Aber wer mag 3 Wochen lang jeden Tag Cassoulet essen.

Ich werde mich nächste Woche vor Ort damit eindecken können.   :Popcorn:

Vielleicht bekomme ich noch einige Rezepte, um gegen Gesine mit ihren verführerischen Rezepten etwas entgegenzusetzen.
 :grins
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 19. Juni 2014, 06:39:52
Zitat
etwas entgegenzusetzen
Die beiden von Typee (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg166625#msg166625) waren ja schon ziemlich gut, Habra (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg166652#msg166652), allerdings konnte ich es mir gerade noch so verkneifen³, eins (an die Aktualbestände angepasst) sofort nachzuprobieren.

Lag aber auch daran, daß die Hühnerschenkel schon rund ne halbe Stunde dabei waren, fertig zu werrden. Ganz unspektakulär, Boden einer Auflaufform mir längs halbierten¹ Kartoffeln ausgelegt, Salz Chili, Curry, ein kleines Täßchen Wasser. Auf die Kartoffeln die Schenkel ausbreiten, Deckel drauf und bei 200+° vor sich hin schmoren lassen, Salat dazu.

Cassoulet-Varianten sind hier in der kühleren Jahreszeit auch sehr beliebt - und kann nach der Zubereitung pflegeleicht portionsweise in diesen Liter-Eimerchen² eingefroren werden. Oder nur kühlgestellt wie aktuell jeweils einer der Schenkel mit anteilig Kartoffeln und Jus.

_____
¹ oder so, der Untergrund sollte so dick sein, daß der Deckel nur noch knapp berührungsfrei drüberpasst.
² von Joghurt, Reibekuchenteig etc pp
³ ganz hartnäckiger Typo, bis kurz vorm Abschicken stand da noch 'verkeifen' :-)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Belbo am 19. Juni 2014, 10:37:45
Mittelmeerdiät  :grins

Solche Diäten liebe ich  ;D

Beim Sugo Porto Mare würd ich mit Sardellen abschmecken. Was mal wieder zu der Frage führt, welche in Dose/Glas konservierte Lebensmittel nicht als Ersatz, sondern originär zu verwenden sind. Ölsardinen gehören jedenfalls dazu, Sardellen auch. Dosentomaten? Finde ja. Corned Beef fällt mir noch ein.


Hawaiitoast schmeckt nur original mit Annanas aus der Dose.

@gesine sehr lecker das Huhn auch mit Scheiben einiger ungespritzter Zitronen auf den Beinen.....
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 19. Juni 2014, 16:42:12
Zitat
mit Scheiben einiger ungespritzter Zitronen
Bestätigt, Belbo (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg166657#msg166657), allerdings war ich zu faul um nochmal loszulatschen...
Zitat
nur original .. aus der Dose
Da gibt es einiges, bei dem dieser Effekt zu beobachten ist. Der klassische Spargelsalat (Spargel, Tomaten, HartEier, Vinaigrette) funktioniert zB ebenfalls nur mit Dosenware (ok, eingemacht im Glas geht auch, ist allerdings nur ein Verpackungswechsel).
Aber generell sind Fleisch-Ananas-Kombis fast nur im privaten Bereich machbar, da sie, wie mir mal nähergebracht wurde, in der Gastronomie wohl untersagt sind wg der vorverdauenden Wirkung der A-Enzyme. Unverdauliches verkäuflich machen und so. Weiche Eier gibts ja auch nurmehr daheim, wenn auch aus anderen Gründen.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 19. Juni 2014, 17:06:20
in der Gastronomie wohl untersagt sind wg der vorverdauenden Wirkung der A-Enzyme. Unverdauliches verkäuflich machen und so.

Klingt komisch. Weißt Du Näheres? Papain bzw. Bromelain und weitere, natürlich vorkommende Enzyme spalten halt Proteine auf und machen dadurch zart. Denaturierung geschieht letztlich bei jedem Kochvorgang, ist ja auch Sinn und Zweck der Übung: Eher Unverdauliches verdaulicher zu machen. 
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 19. Juni 2014, 17:23:04
Zitat
Näheres?
Nö, Groucho (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg166675#msg166675), das ist schon länger her und war eher en passant bei einem Küchenarbeits-Schnack (ich Hiwi, er SouChef). Kann auch sein, daß es eher um die Fleischtheke im Handel ging, hab ich mir mangels Bedarf nicht so genau gemerkt...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 19. Juni 2014, 18:22:55
Das mit der vorverdauenden Wirkung funktioniert nur solange, wie die Ananas nicht gekocht wurde. Dann sind die Enzyme platt.

Es gibt noch einen weiteren Effekt (geht auch mit Kiwis): Milchprodukte werden teilweise zu bitteren Stoffen gespalten. Sollte man nicht roh kombinieren.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 19. Juni 2014, 18:28:57
Das mit der vorverdauenden Wirkung funktioniert nur solange, wie die Ananas nicht gekocht wurde. Dann sind die Enzyme platt.

Es gibt noch einen weiteren Effekt (geht auch mit Kiwis): Milchprodukte werden teilweise zu bitteren Stoffen gespalten. Sollte man nicht roh kombinieren.

Eh alles Pipifax. So machen das richtige Männer:

http://www.youtube.com/watch?v=qPt4PKcuEhc (http://www.youtube.com/watch?v=qPt4PKcuEhc)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 22. Juni 2014, 14:52:36

Eh alles Pipifax. So machen das richtige Männer:

http://www.youtube.com/watch?v=qPt4PKcuEhc (http://www.youtube.com/watch?v=qPt4PKcuEhc)
DER KNALLER für die nächste Grillparty!

Besser als jeder Fleischklopfer. Und lauter.  8)
Titel: Roll Roll Roll
Beitrag von: gesine2 am 12. Juli 2014, 14:19:10
Zitat
nur solange .. nicht gekocht
Klar, Tezcatlipoca (https://forum.psiram.com/index.php?topic=4764.msg166680#msg166680), es ging damals um die Zeit der 'Lagerung' bis zum Kochen.

(zum Ttitel (https://www.youtube.com/watch?v=lO-u-efN_9k))

Doch nun zu etwas völlig anderem: Rouladen. Nich Rolladen, Rouladen.
Und zwar Rind. Kohl wurde 13 Jahre lang als eher stiller Teil des Protestes in die Pfanne gehauen (vulgo angebraten, kurz gegart), bei den entsprechenden Rouladen tendiert die ummantelte Bulette dazu, sich in einen Flummi zu verwandeln. Deswegen wird hier mittlerweile Linsenpüree, Reis oder dergleichen untergemischt - doch ich schweife ab...

Es gibt ja höchstens sieben Millionen Rindsrouladen-Varianten, doch es geht auch darum, wie auch in kleinem Rahmen eine Komplettverwertung der Zutaten machbar ist. Das Rezept ist für 6 Rouladen und einen Eimer Soße.
Fertigbrühe oder Fond ist diesmal nicht. Also das ganze Suppengemüse wg Versandungsgefahr kurz abwaschen, die Selleriestücke ggfs abschrubben. Es folgt das Aschenputtel-Prinzip, die Guten auf Seite als Röstgemüse für später in den Rouladentopf (R), die Schlechten grob zerteilt in den Brühetopf (B):
Zum Brühgemüse die Würzung, mit viel Rühren trocken anrösten, das längs halbierte Mettende und die Rinderbrust drauf, mit heißem Wasser² knapp bedecken, ziehen lassen. 12 (oder zur Sicherheit 15) Zahnstocher in einem Schälchen mit (gut erhitzbarem) Olivenöl bedecken.
Buch lesen, Doku gucken oder so. Nach ner guten Stunde geht die Arbeit weiter: Gurken in 1-2mm dicke Längsscheiben und eine Zwiebel in 1-2mm Halbringe schnibbeln, das schicke Suppengemüse und die Zwiebeln würfeln³. Dann sechsmal hinterinander dasselbe: Rouladenscheiben einzeln aufs Werkelbrett, anklopfen, in Form plattieren und sich einen off-Limits-Rand denken, rechts/links/unten je 2cm, oben 5cm. Nun das verbleibende Mittelstück belegen: Mit einem Eßlöffel Senf gleichmäßig bestreichen, 2-3 Speckscheiben längs ausbreiten, Gurkenscheiben 'im Abstand ihrer selbst' quer drüber, in die Zwischenräume Zwiebeln. Längsränder umfalten (nicht über den Belag, nur über sich selber, als Auslaufschutz), von unten nach oben ähnlich wie ne Geldrolle aufwickeln: Daumen bis Mittelfinger rollen, Mittel- bis kleiner Finger deuen unten das Aufzuwickelnde passend. Zum Schluß mit zwei der eingelegten Zahnstocher fixieren. Richtig - kein Salz, kein Pfeffer, die Füllung an sich reicht.
Das Einlegeöl und ein guter EL Butterschmalz in den Schmortopf, vorglühen und alle Rouladen knallscharf anbraten, zuerst so, daß das Ende des Wickels unten liegt (wird Eiweiß-verschweißt, die Zahnstocher sind eher failsafe), doch insgesamt rundherum.
Dem Brühentopf den Saft abdrehen, die Rouladen im Schmortopfdeckel zwischenlagern, Röstgemüse ins Anbrat-Szenario und seinem Namen gerecht werden lassen, kann also gerne Farbe bekommen. Danach Rouladen darauflegen, mit einem sehr kräftigen Rotspon ablöschen (hier wars eine halbe Flasche Barolo). Mettende und Rindsbrust aus dem Brühtopf fischen, auf Seite legen, Rest durch ein Spitzsieb in den Schmortopf, und zwar so richtig durchgequetscht.¹² Zwei Stunden schmoren (das ist dann schon wieder ein Simmern, also nicht kochend), danach Platte abdrehen und so wie es ist über Nacht ziehen lassen.

Vor dem eigentlichen Essen die Rouladen wieder aus dem Topf, Soße aufwärmen und danach abbinden
Klassische Beilagen sind Knödel und Rotkohl oder ganze grüne Bohnen und Salzkartoffeln. Im Rheinland tendieren wir zu letzterem, schon wegen dem Kartoffelmatschen. Die Bohnen waren in der letzten Saison eingefroren worden, Kartoffeln waren so herrlich unkonventionell (https://de.wikipedia.org/wiki/Annabelle_%28Kartoffel%29)¹³ - die schmecken (beim Bauern geholt) aus letztjähriger Ernte um Klassen besser als die komischen Frühen, die es ja schon gibt.
Von der Soße wird typischerweise trotz des Geschmacks einiges übrigbleiben, das ist aber Absicht, denn der Rest kann kaltgestellt oder in Portionen eingefroren werden, paßt eigentlich zu fast allem...

Kling und liest sich sicherlich kompliziert, doch es ist kaum Arbeitsaufwand, geht alles logisch ineinander über, kurze Arbeitsphasen, lange Pausen - so ein richtig gemütlicher Kochnachmittag. Ach ja: Warum die Zahnstocher eingelegt werden, merkt jeder Betroffene beim Rausziehen. Das geht dann nämlich ganz leicht.


_____
¹ ja, der so aktuell gewordene Bacon geht auch, ist aber imho nicht nur für diesen Zweck zu wenig geraucht, sondern auch typischerweise in grotesk winzigen Packungen eingeschweißt, letztens waren es 9 schmale Streifen, das reicht ja nicht mal für eine Frühstücksportion...
² Diese kalt/heiß-aufsetzen-Debatte ist was für Voodoo, ausschlaggebend ist das Nicht-Kochen. Und mit heißem Start gehts einfach flotter und der Übergang in die 1-2h Simmerzeit ist (wenn die eigenen Töpfe bekannt sind) obersimpel: Gerade-nicht-koch-Temperatur einstellen und das wars.
³ Je nach Soßenvariante grob oder schicklich fein
¹² Es sollte nicht unerwähnt bleiben: Ab diesem Zeitpunkt steht eine halbe Flasche guten Weines zur Verköstigung bereit ;-) Vielleicht zu G'selchtem, also der warmen Mettwurst & Rindsbrust mit Kren.
¹³ Kontext (https://www.youtube.com/watch?v=029RscqsNLk)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: sumo am 12. Juli 2014, 15:01:10
wird nachgekocht, aber nicht so bald, das ist ja eigentlich ein Gericht für die eher kälteren Tage.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 12. Juli 2014, 18:20:07
Zitat
für die eher kälteren Tage
Zum Glück war es letzten Sonntag nicht allzu warm, nur Samstags, beim Vorbereiten, wars ganz-unten rum immer etwas feucht ;-) Wattwillze machen, spezieller Wunsch des Bekochten...
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: gesine2 am 12. Juli 2014, 20:42:36
ooooops, oben vergessen: Zum Abbinden gehört selbstverständlich auch ein Abschmecken, letztes WE wars mit ein wenig Salz erledigt.
Titel: Große Melonen
Beitrag von: gesine2 am 31. Juli 2014, 20:09:53
Und ja, es geht um mehr oder weniger feste Nahrung.

Wassermelonen gibts hier relativ selten (nicht so richtig mein Geschmack), doch schon vor rund 40 Jahren fand ich es zu blöde, daß bei den üblichen Riesen-Apfelsinenstücken beim Essen in der Mitte die Ende in den Ohren steckten und teilte eines Sommertages eiskalt die zweite Hälfte auf eine Weise, die allgemein als barbarisch, nachher allerdings als ungemein praktisch bezeichnet wurde. Hat sich aber aus irgendeinem Grunde trotz mehrfacher Wiederholung überhaupt nicht verbreitet.

Jetzt kommt die Variante aus dem englischsprachigen Ausland, mit Erklärbär-Video (https://www.youtube.com/watch?v=eaVNMfS9sgI) - gipp ihm eine Schankze!
Titel: Re: Große Melonen
Beitrag von: Omikronn am 02. August 2014, 05:13:42
mit Erklärbär-Video (https://www.youtube.com/watch?v=eaVNMfS9sgI)!
Guter Tipp, ich hab einen für Maiskolben (https://www.youtube.com/results?search_query=cornpower)  ;)
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: celsus am 10. Oktober 2015, 11:37:14
Spitzenköche sind dir zu anstrengend? Kochshows zu langweilig? Mit komplizierten Kochvideos kannst du auch nichts anfangen? Macht nichts, denn es gibt jetzt das hier:

15 Minuten Spaß, Dramatik, Spannung, eine kulinarische Entdeckungsreise, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt, ein Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus der Extraklasse mit klarem Kultpotential.

https://www.youtube.com/watch?t=5&v=HpbXSiBlJ_8

und als Zugabe

https://www.youtube.com/watch?v=oVOM4EAGK84
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Groucho am 10. Oktober 2015, 12:18:03
Spitzenköche sind dir zu anstrengend? Kochshows zu langweilig? Mit komplizierten Kochvideos kannst du auch nichts anfangen? Macht nichts, denn es gibt jetzt das hier:

15 Minuten Spaß, Dramatik, Spannung, eine kulinarische Entdeckungsreise, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt, ein Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus der Extraklasse mit klarem Kultpotential.

https://www.youtube.com/watch?t=5&v=HpbXSiBlJ_8

Danke. Danke! Es hat mein Weltbild verändert.

Der erste Kommentar:
"Mois kann man auch Kartoffelbrei auf die Pizzer draufmachen bitte schnelle Antwort es ist dringend."

Glücklicherweise gab es sofort Antwort:
"JA! du kannst auf jeden fall! du musst nur auf deinen bauch hören – er wird dir sagen was du tun sollst (always)"

Es  kann so einfach sein.
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: celsus am 21. September 2017, 23:10:24
Überhaupt haben wir hier in letzter Zeit viel zu wenige Kochrezepte.

https://www.youtube.com/watch?v=4kpCL7Y_3MQ

ORF Fernsehküche 1963 mit Helmut Misak

Wiener Schnitzel
Titel: Re: Kochrezepte
Beitrag von: Tezcatlipoca am 05. Oktober 2017, 16:16:30
ooooops, oben vergessen: Zum Abbinden gehört selbstverständlich auch ein Abschmecken, letztes WE wars mit ein wenig Salz erledigt.
Ein bisschen Zeit ist vergangen, aber Rezepte währen sowieso ewig...
Abschmecken: statt Salz ein wenig gekörnte Brühe/Brühwürfel  oder Sojasoße?
Ich fülle die Rouladen mit Bauchspeck (gepökelt + geräuchert), Zwiebelstreifen, Streifen von Gewürzgurken und Senf. Dazu noch Pfeffer. Binde sie dann mit einem Baumwollfaden zusammen.
Nachdem ich sie gründlich angebraten habe (Olivenöl), kommen noch in den Topf:
einige Gurken, in Stücken
Zwiebeln, dito
restlicher Bauchspeck mitsamt Schwarte (inkl. Füllung nehme ich für 6 Rouladen 400 g Bauchspeck)
Gewürze (Lorbeerblätter, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, einige Wacholderbeeren, 1 Nelke, Sojasoße) KEIN Salz!
Erstmal schmoren. Wenn die Schwarte weich ist, Rouladen, Speck und Lorbeerblätter entnehmen. Vom Speck alles Nicht-Fleischige abschneiden und zerkleinern; ab in den Topf damit. Ggf. kochendes Wasser dazu, um Verdampftes zu ergänzen. 1 - 2 Löffel Delikatess-Soßenpulver (rundet den Geschmack ab, stabilisiert die Soße) und ein Glas Rotwein rein. Alles kurz und klein pürieren. Rouladen, Fleisch vom Speck und Lorbeerblätter wieder rein und weich schmoren. Wenn fertig, Kostprobe. Manchmal ist die Soße ein bisschen zu sauer; dann rühre ich ein paar Messerspitzen Natron rein. Obacht hierbei! Die Soße MUSS am Ende noch sauer schmecken!
Das mit dem Suppengemüse werde ich mal probieren. Habe immer welches in Trockenform da. Vielleicht nicht so gut wie Frisches, aber praktisch.
Beilagen: die Üblichen. Rotkohl mit 1-2 Nelken und einem Schuss Rotwein.

Zitat
Zahnstocher in einem Schälchen mit (gut erhitzbarem) Olivenöl bedecken
Pfiffig!