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Neues zu Mollath

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Begonnen von Typee, 06. August 2013, 11:26:07

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bayle

Zu diesem Punkt
Zitat von: bayle am 09. August 2013, 07:25:48
Zitat von: ErpelderNacht am 09. August 2013, 06:50:35
Ich finde in dieser Episode nichts, was Mollath in irgendeiner Weise belastet.
Ich finde ohnehin, dass der Ausdruck ,,belastet" hier die Realität nicht gut beschreibt. Das ist die gleiche Frage wie die, ob Mollath bei seiner ,,Dokumentensicherung bei Klarsfeld" ,,bewusst gelogen" hat.
möchte ich noch eine Spur ausführlicher werden.

Ein Wahnkranker ist durchaus in der Lage, Dir ein Sammelsurium von irrelevanten Zeitungsausrissen, vermischt mit Fetzen von unausgefüllten Formularvordrucken, anklagend entgegenzuhalten als Beweis dafür, dass er benachteiligt und verfolgt wird (Querulantenwahn). Andere präsentieren Dir eine Schachtel mit abgekratzten Hautschuppen, vermischt mit Hausstaub, die den Parasitenbefall beweisen (Dermatozoenwahn).

Mit der Hypothese, dass Herr M. wahnkrank war (oder vielleicht: ist), wäre es also gut vereinbar, wenn er irgendwelche Schriftstücke, deren Bedeutung sich nur ihm selber erschlossen hat, an das Büro Klarsfeld geschickt hat, und dass man das dort nicht als ,,Enthüllung" registriert hat. Insofern wäre der Begriff ,,Lüge" nicht treffend.  Könnte übrigens sein, dass der ,,Duraplex-Ordner", der von Sponsel wohlweislich nicht faksimiliert worden ist, von ähnlicher Qualität gewesen ist. Wenn Richter B. so etwas nur überflogen und nicht gelesen hat, dann lässt sich daraus kein Strick für ihn drehen. 

sweeper

ZitatKönnte übrigens sein, dass der ,,Duraplex-Ordner", der von Sponsel wohlweislich nicht faksimiliert worden ist, von ähnlicher Qualität gewesen ist. Wenn Richter B. so etwas nur überflogen und nicht gelesen hat, dann lässt sich daraus kein Strick für ihn drehen. 

Zumal sich mir bis heute nicht erschließt, was diese 106 xy Seiten Autobiografie mit dem angeklagten Delikt der gefährlichen Körperverletzung zu tun haben sollen. Da geht es doch nur um die Frage:

"Haben Sie es getan, ja oder nein?"

und nicht:   "Wie war Ihr Werdegang, dass Sie nur so und nicht anders konnten?"
oder gar noch :    "Schon klar - der Pazifismus hat Sie geprägt. Es blieb Ihnen auch wirklich nichts anderes übrig als Ihre Frau mit gewalttätigen Mitteln von ihrem schiefen Weg abzuhalten!"
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Terry Pratchett

sweeper

Unser Mitforist "gelegentlich" wird allmählich auf dem mühsamen Weg der Erfahrung klug.

Es gibt einen völlig abgedrehten Blogpost im Opablog - ein neues übles Netzwerk neben den Rotariern wurde nämlich soeben enttarnt:
http://opablog.net/2013/08/09/vernetzt-in-nurnberg/#comment-5802

(Der Autor Klaus G. Stölzel schreibt auch am tendenziösen Nürnberg-Wiki mit)

Zitatgelegentlich schreibt:   
9. August 2013 um 09:34   

Hier hat Sie der Verstand verlassen. Das muss man leider so sagen.
Sie lsiten auf welche Menschen in welcher Gruppe sich befinden. Ja und? Was soll das belegen? Und in diesem Fall ist es ja grotesk: Dr. Wankel hat doch gerade das Urteil gesprochen dass Mollath frei ließ. Wollen Sie uns auffordern nach Blutergüssen in seinem Gesicht zu suchen? Herrührend von den Schlägen, die ihm die Mitverschwörer wegen seines devianten Verhaltens verpaßt haben?

Ja, so sind sie eben, die Verschwörungstheoretiker im Opa-Blog und parallel bei Krimi-Gabi: grotesk.
Hier bei Psiram weiß man das schon etwas länger...
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Terry Pratchett

ErpelderNacht

Zitat von: bayle am 09. August 2013, 09:46:56
Zu diesem Punkt
Zitat von: bayle am 09. August 2013, 07:25:48
Zitat von: ErpelderNacht am 09. August 2013, 06:50:35
Ich finde in dieser Episode nichts, was Mollath in irgendeiner Weise belastet.
Ich finde ohnehin, dass der Ausdruck ,,belastet" hier die Realität nicht gut beschreibt. Das ist die gleiche Frage wie die, ob Mollath bei seiner ,,Dokumentensicherung bei Klarsfeld" ,,bewusst gelogen" hat.
möchte ich noch eine Spur ausführlicher werden.

Ein Wahnkranker ist durchaus in der Lage, Dir ein Sammelsurium von irrelevanten Zeitungsausrissen, vermischt mit Fetzen von unausgefüllten Formularvordrucken, anklagend entgegenzuhalten als Beweis dafür, dass er benachteiligt und verfolgt wird (Querulantenwahn). Andere präsentieren Dir eine Schachtel mit abgekratzten Hautschuppen, vermischt mit Hausstaub, die den Parasitenbefall beweisen (Dermatozoenwahn).

Mit der Hypothese, dass Herr M. wahnkrank war (oder vielleicht: ist), wäre es also gut vereinbar, wenn er irgendwelche Schriftstücke, deren Bedeutung sich nur ihm selber erschlossen hat, an das Büro Klarsfeld geschickt hat, und dass man das dort nicht als ,,Enthüllung" registriert hat. Insofern wäre der Begriff ,,Lüge" nicht treffend.  Könnte übrigens sein, dass der ,,Duraplex-Ordner", der von Sponsel wohlweislich nicht faksimiliert worden ist, von ähnlicher Qualität gewesen ist. Wenn Richter B. so etwas nur überflogen und nicht gelesen hat, dann lässt sich daraus kein Strick für ihn drehen.

Das sind alles Mutmaßungen. Eine Wahnkrankheit Mollaths ist nicht bewiesen. All die bisherigen belastenden Gutachten durch Leipziger, Pfäffling und Kröber sind mit der Anordnung des Wiederaufnahmeverfahrens hinfällig.

Und jetzt eine Wahnkrankheit von vor sieben bis zehn Jahren diagnostizieren, geht nicht. Das ist nicht möglich.

Und das stört mich am Diskussionsstil von @sweeper. Sweeper stellt diese Sachen als Fakten dar, nicht als Meinung.

sweeper

ZitatUnd das stört mich am Diskussionsstil von @sweeper. Sweeper stellt diese Sachen als Fakten dar, nicht als Meinung.
1. Strate stellt letztlich auch als Fakten dar, dass Petra M. gelogen haben muss, oder täusche ich mich da?
2. Wo genau spreche ich von Fakten?

Für den von mir dargestellten Besuch Mollaths bei Roggenhofer z.B. gibt es keine Motivation, außer dass Mollath sich aktiv in Dinge einmischte, die ihn nun mal nichts angingen. Ein aktives Aufsuchen von Menschen in deren privatem Umfeld, weil man sie in Verbindung mit unbelegten Vorwürfen bringt, ist für mich kein harmloser Besuch mehr. Dieses Verhalten hat Mollath offenbar öfter an den Tag gelegt; das geht aus mehreren Unterlagen hervor.
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Terry Pratchett

bayle

Zitat von: ErpelderNacht am 09. August 2013, 18:09:11
Das sind alles Mutmaßungen. Eine Wahnkrankheit Mollaths ist nicht bewiesen. All die bisherigen belastenden Gutachten durch Leipziger, Pfäffling und Kröber sind mit der Anordnung des Wiederaufnahmeverfahrens hinfällig.
Das ist jetzt eine Frage von sehr theoretischer Natur, aber: was wäre denn ein Beweis für eine Wahnkrankheit Mollaths?

Inwiefern sind die Gutachten ,,belastend"? Sie werden irrelevant, aber sie sind nicht ,,widerlegt", wenn keine Straftaten passiert sein sollten – oder wenn niemand mehr Interesse daran hat, mutmaßliche Straftaten von vor 7-10 Jahren erneut zu verfolgen (zumindest, was die Diagnosen angeht, und die Diskussion um die Anlasstaten sollten wir jetzt nicht wieder aufwärmen).
Das mit den Mutmaßungen gilt dann aber offenbar auch für sämtliche anderen Annahmen für die Zeit von vor 7-10 Jahren, z. B. für eine ,,Rechtsbeugung", genauso für eine psychische Gesundheit.

Conina

Ich finde die Mollathdiskussionen ekelhaft und kenne mich in Psychiatrie und Rechtskunde sowieso nicht aus. Ich werde also an der Diskussion nicht teilnehmen, habe aber über Twitter einen interessanten Link gefunden:
http://www.infranken.de/regional/bayreuth/Richterverein-zu-Fall-Mollath-Politik-hat-sich-zu-sehr-eingemischt;art213,497628?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

ZitatDas Landgericht Regensburg hat nach einer mehrmonatigen Aktenprüfung keinen Grund für eine Wiederaufnahme des Verfahrens gesehen. Das OLG Nürnberg kippte die Entscheidung nur zwei Wochen später. Hat der politische Druck das OLG Nürnberg doch beeinflusst?
Walter Groß:Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Das wäre den Richtern, so wie ich sie kenne, völlig wesensfremd. Inhaltlich wollen wir uns als Berufsverband zum Fall Gustl M. allerdings nicht äußern. Denn dann würden wir ja genau das tun, was wir anderen auch vorwerfen - nämlich ohne Aktenkenntnis und aus der Ferne gerichtliche Entscheidungen bewerten. Dies ist auch nicht unsere Aufgabe.

Anders gefragt: Mischt sich die Politik zu viel in die Justiz ein?

Walter Groß:Ich würde mir eine sachlichere Diskussion wünschen. Im Abschlussbericht der Minderheit zum Untersuchungsausschuss Mollath ist beispielsweise von naiven und ahnungslosen Staatsanwältinnen die Rede. Das ist nicht der Stil, mit dem Abgeordnete als Vertreter der Legislative auf der einen Seite mit Vertretern der Justiz auf der anderen Seite umgehen sollten. Die Staatsregierung, die Exekutive, trifft unter anderem Beförderungsentscheidungen bei den Gerichten und vergibt dort auch die Spitzenämter. Das macht erst recht deutlich, wie wichtig es wäre, dass sich Ministerpräsident und Justizministerin bei Einzelfällen mit einer Bewertung zurückhalten - um auch nur den Anschein zu vermeiden, es solle in der Sache Einfluss genommen werden. Das Gewaltenteilungsprinzip ist eine der wichtigsten Lehren aus der jüngeren Geschichte Deutschlands und sollte deshalb außer Frage stehen und beachtet werden.


sweeper

@Conina:

Das ist wirklich eine sehr bedachte Stellungnahme, die mir aus der Seele spricht.
Zitat
Im Namen des Volkes bedeutet nicht, dass statt Recht und Gesetz Volkes Meinung Maßstab für eine Entscheidung sein darf. Allerdings ist dieser fatale Eindruck gerade im Fall Gustl M. entstanden. Daran hat sicherlich auch die Politik ihren Anteil: Wenn von einem Ministerpräsidenten kolportiert wird, er sei verärgert, weil er auf die Justiz keinen Einfluss habe. Oder wenn ein Kandidat, der Ministerpräsident werden will, zu einer Gerichts-Entscheidung sagt, sie würde das Rechtsempfinden der Bürger zu tiefst verletzten - ja, was halten dann diese Politiker von der Gewaltenteilung?

Mittlerweile könnte man meinen, die Kampfparole in manchen Blogs (Wolff; Opablog; ...) lautet : "Wir sind das Volk! - Wir sind Gustl!"
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Terry Pratchett

gesine2

<OT>
"zu tiefst" da war ich ja ganz schön geschockt. Dachte schon, dies gruselig wirkende Konstrukt wäre jetzt die offizielle Schreibweise. Ist es glücklicherweise nicht.
</OT>
_____________________
ne schöne jrooß, gesine2

sweeper

@gesine:

<OT> Die Rächzschreibung spielt für die Verteidigung im Fall Mollath aber schon eine bedeutende Rolle. RA Strate hat es sich nicht nehmen lassen, alle falschen Sie und Ihr - Schreibweisen im unechten Attest sowie im Schreiben von Frau P.M. an ihre Scheidungsanwältin für die Wiederaufnahme zu markieren:

http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-06-20.pdf

Leider vergaß er, dasselbe bei Gustls eigenen Schriftsätzen zu tun (S.2, 7 und 9):

http://www.gustl-for-help.de/download/2002-Mollath-Briefverkehr-Bank.pdf

oder die einschlägigen Kommentarspalten der Gustl-Artikel  zu prüfen:
Zitat
Kirsch    09.08.2013 - 11:03 Uhr
      
Ne durfte er nicht, aber Persönlichkeitsrechte gibt es nicht für Entmündigte ...
Aber interessanter ist eigentlich die Frage, warum hat Fr. Maske eigentlich diese Dokumente unberechtigterweise? Wurde Sie kurzerhand ohne Betreuungsbeschluss zum selbtsernannten Betreuer mit Besitzrecht - sozusagen aus sozialen Engagement? Wahrscheinlich, auch deswegen hat Sie wohl damals Mollaths Eleternhaus in Begleitungen betreten betreten und entsprechend entsorgt und durchsucht? Ist das nicht Aufgabe eines gerichtlich bestellten Betreuers und unterliegt dies nicht der Überwachung der Gerichte und der Darlegung von sog. Rechenschaftsberichten? Oder wurde sie kurzerhand zum ehrenamtlichen Betreuer bestellt, so vollkommen befangenheitslos ... . Aber o.k., wir haben ja keine Ahnung als Laien

Jedenfalls scheint die Petra M. (nimmt man die ubiquitär falsche Rächzschreibung zum Maßstab) allgegenwärtig zu sein, Herr RA Strate - und die wahren Mollathisten wissen schon, worauf sie achten müssen:

Zitat
Robbe    09.08.2013 - 11:16 Uhr
      
Fakt ist dass Frau Maske dass Attest gefaelscht und selbst geschrieben hat zu erkennen an den typischen Rechtschreibfehlern!!!sie ihn ihm groß geschrieben obwohl keine Anrede gemeint ist in dem Attest und den anderen Schreiben an ihre Anwältin und in der Anzeige an die Polizei gegen Mollath!!!Und falsche Zeichensetungen wie Komma etc!!!Deutsch Note 6 Frau Maske

                                                                   :Popcorn:
                                                                   </OT>
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Terry Pratchett

sweeper

Alexander Dill (der Prof. Kröber interviewt hat - Telepolis) hat heute bei Sascha Pommrenke im Blog einen Kommentar hinterlassen:
Zitathttp://www.humana-conditio.de/?p=341#comment-2177

Alexander Dill
14. August 2013 at 21:28

Danke für die Synopse Bild/NK. Orchestriert wurde in der Sache nichts, da es keine Partitur und keinen Komponisten gab. Vielmehr haben sich verschiedene Solisten an dem Thema erprobt. Das Hauptmotiv war und ist "Justizskandal", was aber nicht unbedingt das Wesentliche am Fall Mollath sein muss.
Für Dummheit und kollektive Übernahme von Vorurteilen braucht es übrigens in der Regel keine Verschwörung.
Ich wollte mir mein eigenes Bild machen und habe deshalb nicht nur Kröber und Leipziger gesprochen, sondern auch Gustl Mollath am 31.7. selbst in Bayreuth besucht und mit ihm eineinhalb Stunden verbracht.
Dass mein Bericht über diesen Besuch nur relativ wenig wahrgenommen wurde, zeigt, dass sich selbst kreierende und stützende Nachrichten für das Publikum weitaus interessanter sind – zumindest, wenn sie das jeweils herrschende Vorurteil stützen.
So ging es auch bei Wulff. Am Ende blieben 719 Euro Vorteilsnahme als einzig anklagewürdiges Delikt übrig. Das Publikum glaubt noch immer, Wulff sei korrupt gewesen und würde mich und jeden lynchen, wenn ich dessen m.E. erwiesene Unschuld verteidigen würde.
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sweeper

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Terry Pratchett

mossmann

taugt der Fall Mollath jetzt schon, Wulff und Guttenberg zu rehabilitieren ? ;-) wow ...
Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend

sweeper

Vor kurzem machte ein gefälschter Entlassungsbescheid im Fall Mollath Schlagzeilen.
Die Spur führt in eine Wiesbadener Anwaltskanzlei:

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/wiesbaden/meldungen/13355653.htm
Zitat
Eine Wiesbadener Anwaltskanzlei ist im Fall Gustl Mollath in den Mittelpunkt von Ermittlungen gerückt – ermittelt wird wegen des Verdachts der Gefangenenbefreiung, der Amtsanmaßung und der Urkundenfälschung. Nach Informationen dieser Zeitung wurde der gefälschte Gerichtsbeschluss, mit dem die Entlassung Mollaths aus der Psychiatrie in Bayreuth erreicht werden sollte, am 14. Juni aus der Wiesbadener Kanzlei gefaxt. Das steht zweifelsfrei fest. Im Zuge der Ermittlungen hatte es auch eine Durchsuchung bei dem Anwalt gegeben. ...

... Eine Rückfrage beim Gericht stoppte die ,,unverzügliche" Entlassung. Briefkopf, Siegel und Unterschrift der zuständigen Richterin – alles hatte echt gewirkt. Als seltsam empfunden wurde unter anderem der Umstand, dass der ,,Beschluss" um 22.20 Uhr gefaxt worden war. Aus der Wiesbadener Kanzlei wurde um 22.43 Uhr ein zweites Fax verschickt, der ,,Gerichtsbeschluss" ging noch an die Nachrichtenagentur dpa.

Nach Informationen dieser Zeitung schließt sich der Anwalt als Urheber der Fälschung aus. Es soll das Werk eines ihm persönlich vertrauten Mandanten sein. Der Mandant, vom Schicksal Mollaths emotional aufgewühlt, soll spätabends bei einem Beratungsgespräch gefragt haben, ob er das Faxgerät nutzen dürfe. Er wolle im Fall Mollath Leserbriefe faxen. Da müssten Zeichen gesetzt werden, so die Begründung. Der Anwalt will die Leserbriefe gesehen und das Faxen gestattet haben. Mit Bekanntwerden der Fälschung, die für großes mediales Aufsehen sorgte, will ihm der Verdacht gekommen sein, dass die Spur in seine Kanzlei führen könne, weil die Leserbriefe ohne sein Wissen vielleicht gegen den ,,Gerichtsbeschluss" ausgetauscht worden sein könnten.

Faxkennung manipuliert

Unbemerkt müsse der Mandant die Faxkennung so manipuliert haben, dass als Absender die Nummer des Landgerichts Regensburg angezeigt war...

Ein Thriller jagt den nächsten im Fall Mollath - das gibt bestimmt mal einen Mehrteiler fürs ZDF, falls es mit der Cloak & Dagger-Version, dem "Grafen von Monte Gustl", doch nichts werden sollte.
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Terry Pratchett

71hAhmed

Zitat von: sweeper am 15. August 2013, 17:34:53
Ein Thriller jagt den nächsten im Fall Mollath - das gibt bestimmt mal einen Mehrteiler fürs ZDF, falls es mit der Cloak & Dagger-Version, dem "Grafen von Monte Gustl", doch nichts werden sollte.
Was hindert denn, den Stoff mehrfach unter verschiedenen künstlerischen Aspekten zu verfilmen? Fürs Kino die "cloak & dagger" Version, die ARD macht einen oder mehrere "Tatort"-Folgen draus;das ZDF arbeitet das ganze in einer mehrteiligen Doku auf und RTLII verwurstet dann die Reste im beliebten Scripted-Reality Format.