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Christ sein ist praktisch

Begonnen von Wazir, 24. Februar 2010, 11:50:30

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Wazir

Zitat von: Oberst Klein..Als Mensch und Christ habe er sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht.
Nach dem Angriff sei er erst einmal in die Kapelle des Lagers gegangen und habe gebetet...
Das finde ich sehr praktisch, besonders am Hindukusch.
Vielleicht sollte die ach so süüße Labertasche aus Hannover das auch machen, oder ist Klein von der anderen Fraktion?
http://www.sueddeutsche.de/politik/905/504121/text/5/

Roland K.

Es wird in der Debatte stets behauptet, dass "unschuldige Zivilisten" getötet worden sind. Dies muss man meiner Ansicht nach relativieren.

Die Taliban sind Teilzeitsoldaten. Mal ziehen die Patriarchen der Familien, unterstützt von männl. Kämpfern ab ca. 13, für einige Monate in den Krieg, mal sind sie wieder Bauern. Bekanntlich haben die Eroberer der Lastwagen und Mörder der Fahrer, als sie im Sand stecken geblieben waren, befreundeten Familien erlaubt, den Kraftstoff zu entnehmen. Die "unschuldigen Zivilisten" waren also zumindest mit den Taliban befreundet, einige unter den Zivilisten hatten sich sicherlich auch schon als Soldat betätigt und machten zur Zeit nur ein kleines Päuschen.

Wazir

Zitat von: Roland K. am 24. Februar 2010, 12:15:25...Es wird in der Debatte stets behauptet, dass "unschuldige Zivilisten" getötet worden sind. Dies muss man meiner Ansicht nach relativieren...
Für einen echten Christen ist das doch egal, Roland.
Immerhin verteidigt er doch irgend etwas Strucksches am Hindukusch.
Erst bombt er, dann erschrickt er, dann betet er.

Und gut isss.

Und die süüße Labertasche kann nichts dafür, wie der Spiegel heute beweist:
http://www.spiegel.de/spam/
Woher sollte sie wissen, dass das sooo schnell passiert?
Halt zu effektiv gebetet?

Roland K.

Ich verstehe im Moment nicht, worauf Du hinauswillst. Willst Du Dich wirklich für die Taliban einsetzen?

http://www.rawa.org/rules_de.htm

Für mich sind bei diesem Angriff aktive Taliban, pausierende Taliban und Freunde der Taliban in einem erbittert geführten Bürgerkrieg während einer Kampfhandlung ums Leben gekommen. Was hättest Du denn in der Position von Oberst Klein unternommen?

Wazir

Zitat von: Roland K. am 24. Februar 2010, 12:58:02Was hättest Du denn in der Position von Oberst Klein unternommen?
Gemordet, danach gebetet.  
Danach hätte ich mir vielleicht die üblichen christlichen 1,54 Promille reingedrückt.
Das macht, folgt man der christlichen Presse, das Christsein in hoher Position so süüß und so menschlich.
Auch  -und gerade-  im Phaeton.

Ich bin aus gutem Grund nicht in der Position von Oberst Klein.
Ich nehme mir sogar heraus, sein Verhalten falsch zu finden.

Roland K.

"Gemordet, danach gebetet."

Das hat der Klein doch nur so gesagt, weil seine Kritiker aus den USA überzeugte Christen sind, die USA nunmal der Chef von Deutschland sind und die USA zuvor von Deutschland auf den moralischen Anspruch hingewiesen worden sind. Nun meinen die Amis, nachdem die ach so "kampfschwachen, kampfunerprobten und moralisierenden" Deutschen solch einen militärischen Erfolg feiern konnten, dass den Deutschen zumindet auf der moralischen Schiene der Heldennimbus streitig gemacht werden muss. Das ist nichts anderes als internes NATO-Gezicke, wer die schöneren Soldaten hat. Und Du lieber Wazir, fällst drauf rein und unterstützt auch noch die Taliban. 

"Ich bin aus gutem Grund nicht in der Position von Oberst Klein."

Meinst Du, alle fremden Truppen sollten Afghanistan verlassen und es sich selbst, bzw. den Taliban überlassen?

"Ich nehme mir sogar heraus, sein Verhalten falsch zu finden."

Das habe nun auch ich mal so langsam mitbekommen.  ;D
Aber was war falsch? Dass "unschuldige Zivilisten" ermordet worden sind (siehe oben)? Oder sollten die Taliban grundsätzlich nur als Krimminelle behandelt werden, die nur gefangen genommen werden dürfen und vor ein deutsches Gericht gehören?

Wazir

Zitat von: Roland K. am 24. Februar 2010, 15:19:451. Das hat der Klein doch nur so gesagt
2. Das ist nichts anderes als internes NATO-Gezicke, wer die schöneren Soldaten hat.
3. Und Du lieber Wazir, fällst drauf rein und
4. ...unterstützt auch noch die Taliban.  
5. Meinst Du, alle fremden Truppen sollten Afghanistan verlassen und es sich selbst, bzw. den Taliban überlassen?
6. Das habe nun auch ich mal so langsam mitbekommen.  
1. Aha
2. Zwei mal Aha
3. Nö
4. Gar nicht
5. Ja
6. Ich glaube nicht, dass Rolands Aussage stimmt. Roland zickt ganz gern mal, wenn er etwas nicht recht verstanden hat.
Wie in diesem Fall.
___________
Es geht um Eso-Watschen. Dazu gehören die Religioten.
Wie schön und logisch ist es doch, wenn man nach dem Mord auch mal schön beten und saufen kann.
Christentum at its best.

WikiSysop

Was ist praktischer, lieber Wazir: Christ sein und nach dem Morden beten oder Afghanistan sich selber überlassen?

amphibol

Vor allem hört damit das Morden dort ja auch nicht auf.

Shrike

30 Jahre Krieg in Afghanistan. Eine ganze Generation von Menschen wächst auf ohne Frieden überhaupt erlebt zu haben. Die Taliban existieren mittlerweile nur in den Köpfen einiger spinnerter Politiker des Westens. Denn mittlerweile kämpft alles und jeder, ab einem bestimmten Alter, rennen, schießen und vor allem töten kann gegen die Fremdlinge.
Die USA haben in ihrem antikommunistischen Blindheitswahn religiös-fundamentalistische Kräfte mit Kapital und Waffen unterstützt, klar, gegen die Russen. Säkulare, fortschrittliche Kräfte wurden dagegen unterdrückt und eliminiert.
Bis jetzt kennt die Geschichte noch kein Beispiel wo ein Volk gegen seinen Willen demokratisiert wurde.

Und ein deutscher Oberst versucht mit ein paar hundert Pfund Bomben einen Brunnen zu bohren, sein Gewissen betet er sich rein. Klasse. Solange der Westen mehr Geld für die Vernichtung von Menschenleben ausgibt, als für den Wiederaufbau des Landes, wird sich nichts ändern, mit dem Westen nicht, ohne ihn nicht und mit beten schon gar nicht.

Conni

Das Morden hört auch so nicht auf. Wieso ausgrechnet Afghanistan? Wieso nicht z.B. Somalia?

Wazir

Zitat von: WikiSysop am 24. Februar 2010, 15:51:56
Was ist praktischer, lieber Wazir: Christ sein und nach dem Morden beten oder Afghanistan sich selber überlassen?
Lieber WikiSysop.

Was ist praktischer, EsoSchreck zu sein oder Afghanistan sich selber zu überlassen?

WikSysop, die Art Deiner Fragestellung verträgt m.E. sich nicht mit dem Amt eines guten Sysop.

WikiSysop

Ich bin ein ganz böser Sysop. Siehst Du doch an meinem Ava :-). Und ich habe zuerst gefragt!

Shrike

@Conni, weil Afghanistan strategisch günstig liegt. Im Norden kann man ganz schnell an Russland heran und im Osten ist es nicht weit bis nach China, China wird eh der neue Feind werden.
Zum anderen sind in Afghanistan ein paar wichtige Piplines geplant.

Wazir

Zitat von: WikiSysop am 24. Februar 2010, 16:50:44
Ich bin ein ganz böser Sysop. Siehst Du doch an meinem Ava :-). Und ich habe zuerst gefragt!
Die Frage, böser Avatar-Sysop, ist so Scheisse, dass sie nicht einmal bei doofen Foristen als fair (geschweige denn logisch) durchgeht.
Sollte man als schlauer Forist auf so bescheuerte unlogische Fragen antworten?
Oder sollte man nicht ganz offen  -verzeih, Sysop-  das als einen Akt öffentlichen Anpissens verstehen?