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Amerika du hast es besser

Begonnen von Peiresc, 13. November 2016, 20:28:34

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Peiresc

Hier ist sie, die Petition.

https://petitions.whitehouse.gov/petition/immediately-release-donald-trumps-full-tax-returns-all-information-needed-verify-emoluments-clause-compliance

aktuell 388,080 signed.

Edit. Mit dem Löschen der Petition wäre das so eine Sache. Papst Hadrian VI. war sehr genervt von Pasquino, einem antiken Statuentorso in Rom, an den die Römer ihre Spottverse hefteten (wir hatten schon einen, in #139). Er wollte sie in den Tiber werfen lassen. Mit Mühe gelang dem spanischen Gesandten, ihn davon abzubringen: "Heiliger Vater! Es ist besser, diesen Stummen zu begnadigen, als alle Mäuler der Stadt zu öffnen. Wenn Ihr ihn in den Fluss werft, werden die Frösche die Spottlieder quaken, und was die toten Steine nicht mehr sagen, wird von allen Lebenden ausgeplaudert werden!"


Peiresc

Noch eine Eigentümlichkeit.

http://www.politico.com/blogs/donald-trump-administration/2017/01/trump-team-email-practices-234273

Dieser Text sagt, dass die Administration Salz in die Wunden des Clinton-Staffs streue, indem sie völlig unbesorgt unsichere private Mails verwende, noch zu schweigen von dem Galaxy S3 von 1912, Verzeihung, 2012, des Präsidenten, das seit '15 keine Android-Updates mehr erhält.

Das Besondere ist: Man muss diese Meldung, ein dramatischer Skandal, offenbar schon als Sieg des Trump-Haufes verpacken, damit Politico nicht von den Tweets des Präsidenten oder von den alternative facts der Conway oder dem period des Pressesprechers niedergeschossen wird.

Peiresc

Und hier noch:
Zitat
http://www.politico.com/story/2017/01/paul-ryan-trump-border-wall-mexico-234286
And Ryan signaled his approval of the new Republican president, describing him as "a sincere man," and "a very smart, capable guy" who understands the responsibility of the office.

But asked to reconcile that with just some of the disputes to come out of the new White House over its first week, Ryan seemed to prefer to act as if they did not exist.
[...]
As for whether he was alarmed by Trump's recent talk about torture, which has drawn a sharp rebuke from Sen. John McCain and others, Ryan made what's become an evergreen statement.

"The president says things like this. The president says things like this, and I think you and I and everybody else are just going to have to get used to that," he said.

Das ist wirklich der moralische Bankrott der Republikaner. Mit nichts kann Ryan dazu verleitet werden, Kritik am Präsidenten zu äußern. Es ist wirklich wahr. Der könnte im Weißen Haus einen erschießen, und Ryan würde sagen: "The president does things like this, and we have to get used to that."

#) 

Scipio

Zitat von: Peiresc am 27. Januar 2017, 23:25:30

Das ist wirklich der moralische Bankrott der Republikaner. Mit nichts kann Ryan dazu verleitet werden, Kritik am Präsidenten zu äußern. Es ist wirklich wahr. Der könnte im Weißen Haus einen erschießen, und Ryan würde sagen: "The president does things like this, and we have to get used to that."

#)

Ich habe jetzt nicht wirklich etwas anderes von den Republikanern erwartet.

Je nachdem, wie die Wahlen in diesem Jahr hier in Europa ausgehen werden wir uns wohl auf ähnliches einstellen müssen. Ich will etwas tun um dieser Entwicklung etwas entgegensetzen zu können.

Lt.Havoc

Laut dem Twitter Account "RougeWhiteHouseStaff" soll Trump sehr leicht beeinflussbar sein und Rayn würde strippen ziehen im Hintergrund, ist das war, dann ist klar warum Paul Ryan keine Kritik äußert.

Groucho

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/donald-trumps-stab-leckt-offenbar-wie-ein-sieb/story/11005163

ZitatUnter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen entwirft die «Washington Post» ein Szenario einer chaotischen Administration mit einem tief verunsicherten und extrem reizbaren Präsidenten an der Spitze sowie Mitarbeitern, die diesen Präsidenten durch Lecks hintergehen. Und im Zentrum des Aufruhrs, so die «Washington Post», befinde sich «wie immer Trump selber, dessen Aufstieg zum Präsidenten seine akute Empfindlichkeit für Kritik nur noch zu verstärken scheint».

Gestützt auf das Insiderwissen entsteht so nach wenigen Amtstagen das Porträt eines reizbaren und dünnhäutigen Chefs, den seine Untergebenen vor seiner gefährlichen Impulsivität und Verletzlichkeit bewahren müssen. Trump sei wütend auf die Medien, weil sie «die Grösse seines Erfolgs» nicht anerkennen wollten, und es demoralisiere den Präsidenten, «dass die öffentliche Wahrnehmung seiner Präsidentschaft bislang von seinem eigenen Gefühl für seine Leistung abweicht», heisst es in der «Washington Post».

Peiresc

Zitatein erstaunlicher Mangel an Loyalität bei Trumps Untergebenen.

Ich hätte nicht gewagt, so etwas vorherzusagen, aber andererseits finde ich es nicht überraschend. In Treue fest zum ... Präsidenten stehen könnten wohl nur die paar wirklichen Fanatiker, da muss man Leidensfähigkeit mitbringen. Immerhin müssen sie täglich die hässliche Gestalt des Präsidenten erleben (vgl. seine erste Pressekonferenz). Alle müssen ihn ständig auf Zehenspitzen umschleichen. Er ist völlig ausrechenbar, aber es dauert seine Zeit, bis man das drauf hat, und auch dann wird es nicht bequem sein. So bleibt nichts anderes, als sich mal eben hintenrum Rache zu verschaffen.

Für die Nicht-Fanatiker gilt vermutlich: wer Loyalität und Wahrheitsliebe als Wert verinnerlicht hat, wird sich kaum in die Trump-Administration gezogen fühlen.



Lt.Havoc

Je mehr ich über all das lese, je mehr bekomme ich den Eindruck, das Trump eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung haben könnte, von seiner Überzeugung der größte und beste zu sein, über seine dünnhäutigkeit, seine Verunsicherung, seine ausraster, die Art wie er bestimmte Wörter wiederholt weil sie ihm gefallen und es seine Lieblingswörter sind etc. 

Gut, kann auch was anderes sein, aber gefährlich ist das dennoch........

Peiresc

https://twitter.com/RoguePOTUSStaff

Es gibt vielleicht eine Möglichkeit herauszufinden, ob die echt sind. Wenn sie etwas vorhersagen, was außerhalb des Erwartungshorizonts liegt, aber dann eintritt.

Das hier z. B.
ZitatRogue POTUS Staff ‏@RoguePOTUSStaff 26. Jan.

Word is Mexican Pres. cancelling upcoming meeting.  POTUS plans twitter announcement to make it sound like his idea.

Wenn die Zeiten stimmen, wäre das schon mal brauchbar; genau das hat er ja getan. Auch wenn es noch nicht ganz außerhalb des Erwartungshorizonts liegt.

Auch das hier klingt durchaus vernünftig, äh, plausibel:
ZitatRogue POTUS Staff @RoguePOTUSStaff

POTUS strategy on wall tax is to hurt Mexican economy, force them to surrender and foot bill. He knows the tax will never pay for the wall.
2:34 AM - 27 Jan 2017

Peiresc

Das ist wirklich eine Fundgrube. Einiges in schöner Twitter-Klarheit.




Peiresc

Und je länger ich darüber nachdenke: das ist die bisher überzeugendste Prognose. Auf diese Weise gewinnt alles einen Sinn.

Es wird gar keinen demokratischen Sieg bei den nächsten Wahlen geben müssen. Um ein impeachment zu verhindern, müssten Trump/Bannon eine paramilitärische Hausmacht aufbauen, nicht bloß eine freidrehende Kampfbarbie und einen verstreuten, unorganisierten Breitbart-Anhang. Dazu ist aber Bannon zu benebelt von seinen Visionen und Trump zu dämlich, das zu erfassen. Meingott, ich würde einen viel besseren Trump abgeben ...  :crazy

Scipio

Zitat von: Peiresc am 28. Januar 2017, 16:10:03
Das ist wirklich eine Fundgrube. Einiges in schöner Twitter-Klarheit.



Wenn das mal nicht nach hinten los geht.... er (Trump) wäre nicht der erste "nützliche Idiot" der über seine Meister hinaus gewachsen ist.

Typee

Zitat von: Peiresc am 28. Januar 2017, 14:20:55
Zitatein erstaunlicher Mangel an Loyalität bei Trumps Untergebenen.


Offene Rechnungen sind eine naheliegende Erklärung.
Wer den Zufall nicht ehrt, ist der Kausalität nicht wert.

Typee

Zitat von: Peiresc am 27. Januar 2017, 23:25:30
Und hier noch:
Zitat
http://www.politico.com/story/2017/01/paul-ryan-trump-border-wall-mexico-234286
And Ryan signaled his approval of the new Republican president, describing him as "a sincere man," and "a very smart, capable guy" who understands the responsibility of the office.

But asked to reconcile that with just some of the disputes to come out of the new White House over its first week, Ryan seemed to prefer to act as if they did not exist.
[...]
As for whether he was alarmed by Trump's recent talk about torture, which has drawn a sharp rebuke from Sen. John McCain and others, Ryan made what's become an evergreen statement.

"The president says things like this. The president says things like this, and I think you and I and everybody else are just going to have to get used to that," he said.

Das ist wirklich der moralische Bankrott der Republikaner. Mit nichts kann Ryan dazu verleitet werden, Kritik am Präsidenten zu äußern. Es ist wirklich wahr. Der könnte im Weißen Haus einen erschießen, und Ryan würde sagen: "The president does things like this, and we have to get used to that."

#)

Na mal im Ernst: das besagt gar nichts über die Länge des Dolches, den er womöglich im Gewande trägt. Er wäre schön blöd, wenn er sich jetzt, in einem unopportunen Zeitpunkt, einen Kopf kürzer machen ließe - falls er denn noch einmal etwas erreichen will.
Wer den Zufall nicht ehrt, ist der Kausalität nicht wert.

Belbo

Zitat von: Scipio am 28. Januar 2017, 16:29:39
Zitat von: Peiresc am 28. Januar 2017, 16:10:03
Das ist wirklich eine Fundgrube. Einiges in schöner Twitter-Klarheit.



Wenn das mal nicht nach hinten los geht.... er (Trump) wäre nicht der erste "nützliche Idiot" der über seine Meister hinaus gewachsen ist.


8 "von" auf der nach oben offenen Papenskala?