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Hofberichterstattung bei der Süddeutschen

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Begonnen von Belbo, 30. Dezember 2013, 15:30:06

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sweeper

Jetzt greift der Beck-Blog die Veröffentlichung auf:

http://blog.beck.de/2014/02/09/wie-objektiv-unabh-ngig-und-neutral-sind-medizinische-psychologische-und-psychiatrische-gerichtsgutachter#comment-56487
Zitat... Wenn Richtern die medizinische, psychologische oder psychiatrische Sachkunde fehlt, sind sie gezwungen, einen Gutachter beauftragen, dessen Ergebnisse sie sich mangels eigener Sachkunde überwiegend anschließen – wenn das Gericht dabei aber die Tendenz vorgibt und vielleicht sogar noch eine wirtschaftliche Abhängigkeit des Sachverständigen von Gutachteraufträgen besteht, dann stehen wir vor dem Scherbenhaufen einer fatalen Entwicklung.

Unter dem Titel ,,Die Befangenen" auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung vom 7.2.2014 hat bereits die Journalistin Annette Ramelsberger das Thema aufgegriffen und berichtet von einem der wissenschaftlich renommiertesten deutschen Psychiater, der deshalb nicht mehr beauftragt wird, weil er dem Münchner Schwurgericht zu häufig Gutachten vorlegte, in denen er statt zu Haft zur Psychiatrie riet.

Die Studie löst hoffentlich eine breite Diskussion zwischen Juristen und Gutachtern darüber aus, wie künftig in die Neutralität der Gutachter gewahrt bleiben kann.
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pelacani

Ich habe da eilfertig gleich mal mein Dufthäufchen hinterlassen...  8)

pelacani

Im Wolff-Blog ist man bestürzt:
ZitatFotobiene
sagte am 13. Februar 2014 um 02:16 : 

@ Rudolf Winzen
ZitatÜbrigens weiß ich von Erika Lorenz-Löblein, dass Sie vor der Übernahme des Mandats Mollath KEINE AHNUNG von Psychiatrie hatte, geschweige denn von Forensischer Psychiatrie.
Mir wird hier etwas seltsam... Muß ein Verteidiger vor Übernahme eines solchen Mandats davon Ahnung davon haben?
Hatte RA Strate davon Ahnung? Falls nein: Diskreditiert ihn das??

Hier ist eine klare Antwort möglich: Ja, natürlich. Verzeihung. Im Wolff-Blog ist man natürlich nicht über die Ahnungslosigkeit bestürzt, sondern darüber, dass die Anwältin ein  "PR-Mandat für die Forensik in Taufkirchen" angenommen habe, obwohl sie doch ausdrücklich von Herrn M. davor gewarnt worden war.


sweeper

Ein offener Brief des zbb in Sachen Spendengelder und Betrugsvorwürfe, der inhaltlich eigentlich auch auf die gustl-for-help-Seite gehört, aber dort offenbar nicht aufgenommen wurde - der Inhalt lässt ahnen, was da zwischen
G. Mollath und einigen Ehrenamtlichen abgelaufen ist:

http://opablog.net/2014/02/17/dokumentiert-brief-des-zbb-e-v-vom-2-2-2014/

ZitatZusammenschluss Bayerischer Bildungsinitiativen ZBB e.V.

c/o Heinz Schulze
Margaretenplatz 2
81373 München


München, 2.2.2014

Herrn Gustl Mollath

c/o. Herrn RA Dr. Gerhard Strate
Holstenwall 7
20355 Hamburg

cc an Herrn RA Dr. Strate und Unterstützerkreis (mit der Bitte, diesen Brief auf die Unterstützer-Seite zu stellen
)

Sehr geehrter Herr Mollath,

hiermit teilen wir allen Beteiligten mit, dass Herr Mollath inzwischen 20.000,- € in bar durch uns vom Spendenkonto erhalten hat.

Wir nehmen diese Mitteilung zum Anlass, auf einige Dinge (nochmals) einzugehen, da immer noch Unrichtiges in dieser Sache kommuniziert wird. Wir nehmen Bezug auf den uns zugestellten Brief von Ihnen, Herr Mollath (Einschreiben gegen Rückschein vom 6.1.2014 und auf das Protokoll inkl. Beschlüssen des ,,Bamberger-Treffens" vom Unterstützerkreis ( 2.11.2013), an dem Sie und auch RA Dr. Strate teilgenommen haben.

Zu Ihrem Brief vom 6.1 .2014. Sie bemängeln

1.Sie wurden nicht gefragt, dass der ZBB e.V. als gemeinnütziger Verein ein Konto für Ihre Spendensammlung zur Verfügung stellt.

Die Anfrage dazu kam aus Ihrem Unterstützerkreis. Näheres dazu siehe ,,Bamberger Protokoll". Zu diesem Zeitpunkt war natürlich klar, dass wir nicht nur in der ,,Causa Mollath", sondern gegen Missstände speziell in der Forensischen Psychiatrie engagiert sind. Im Nachhinein ist es tatsächlich so, dass wir uns viel Ärger und Stress gespart hätten, wenn wir diesen solidarischen Akt (Bereitstellung des Kontos) nicht gemacht hätten.

2.Sie schreiben in Ihrem Brief vom 6.1.2014, dass Sie mit dem ZBB e.V. nichts mehr zu tun haben wollen.

Das lässt sich doch wohl nicht ganz vermeiden, weil Sie ja auf eine Barauszahlung durch uns bestanden haben und Sie sicherlich auch auf eine transparente und genaue Abrechnung durch uns Wert legen.

3.Sie bestehen auf die vollumfängliche Auszahlung aller eingegangenen Spenden.

Hier sollten wir doch einmal daran erinnern, dass es nur günstig für Sie war, nicht dem Vorschlag von RA Strate zu folgen, (u.a. auch an zwei Stellen im Bamberger Protokoll nochmals geäußert) und alle Spenden an die SpenderInnen zurück zu überweisen. Einfach gesprochen, dann hätten Sie gar keine Spenden erhalten.Aufgrund der Erklärungen Ihres Rechtsanwalts mit den ungerechtfertigten Betrugsvorwürfen wurden Spenden in Höhe von 1.400,-€ zurückgefordert und entsprechend von uns an diese Personen überwiesen. Diese Summe ist Ihnen, Herr Mollath ,,entgangen".

Wir konnten einen Beschluss vom Bamberger Treffen nicht erfüllen. Dort wurde beschlossen: Der ZBB soll die Gelder auf ein neues Konto des Unterstützerkreises überweisen. Demgegenüber bestanden Sie, Herr Mollath, dringend darauf, dass das Geld an Sie persönlich und bar ausbezahlt wurde, (u.a. mit Ankündigung einer Öffentlichkeitsaktion gegenüber dem ZBB, wenn das nicht stattfinden würde). Vorher – und deshalb hat die Auszahlung auch gedauert – sind wir auch Ihrem Wunsch und dem des Unterstützerkreises und Ihres Rechtsanwalts nachgekommen und haben uns beim Finanzamt für Körperschaften um eine verbindliche Auskunft bemüht, wie wir mit den Spenden umzugehen haben.

Damit es ganz klar ist: Bis zu Ihrer Freilassung waren Auszahlungen im Sinne unserer Satzung vollkommen konform – im Sinne des Satzungszwecks ,,Bildungsarbeit". Nach Ihrer Freilassung war die Situation anders: Vom Unterstützerkreis wurde kommuniziert, dass die Spenden direkt nun direkt für Sie privat gedacht sind. Beim Bamberger Treffen wurde aber auch betont, dass die Spenden vorwiegend der Unterstützerarbeit dienen sollten. Kurz und gut: Das für uns zuständige Finanzamt für Körperschaften erklärte, dass die Spenden an Sie ausbezahlt werden können, dass aber die SpenderInnen dann dafür keine Spendenquittung bekommen. Das ist eine neue Situation und wir müssen zumindest diejenigen SpenderInnen mit einem Betrag von über 200,- € anfragen, ob sie ihre Spende unter diesen Umständen zurück erhalten wollen oder welchen Vorschlag sie machen.

Zur Auszahlung von Spenden an Sie: Die erste Auszahlung in Höhe von 5.000,-€ fiel deshalb so gering aus, weil Sie Ihre Anforderung kurzfristig mitteilten und Beträge über 5.000,- € einige Tage vorher bei der auszahlenden Bank angemeldet werden müssen.

Die zweite Auszahlung in Höhe von 15.000,- € am 23.1.14 war dann möglich wegen vorheriger Anmeldung. (Wir beschreiben diesen Sachverhalt so ausführlich, weil es für Außenstehende ungewöhnlich aussieht, dass ein Verein Gelder in bar auszahlt und nicht überweist.

4.Sie beanstanden die Auszahlung eines Honorars an ihre ehemalige Rechtsanwältin Frau Lorenz-Löblein, fordern die Rechnungskopie und die Rückgabe vom ZBB dieses Betrages an Sie.

Zu Ihrer Information: Herr Robert L. hat mit Ihnen darüber gesprochen, Sie haben zugestimmt und deshalb wurde der ZBB gebeten, dieses Geld (es sind 4.998,- € per 21.6.2013) an Ihre Rechtsanwältin auszubezahlen.

Nochmals: Zunächst ging es allen darum, alles zu tun, um Sie frei zu bekommen. Es kann sein, dass Sie nicht alles mitbekommen haben, was durch Ihre Rechtsanwältin (weil Sie sich ja in der Psychiatrie befanden) angeschoben wurde. Wir haben auch als ZBB e.V. starke rechtliche Unterstützung durch Ihre damalige Rechtsanwältin bekommen, und sie war u.a. sehr engagiert bei der Vorbereitung einer geplanten Großveranstaltung für Sie (die dann wegen Ihrer Freilassung nicht mehr stattfand). Sie waren doch Ziel und Anlass der ganzen Kampagne, um Sie frei zu bekommen.Natürlich liegt eine Quittung von Frau Lorenz-Löblein über den Empfang dieser Summe bei unseren Unterlagen. Wir können in dieser Angelegenheit Ihnen nur raten, wenn Sie eine genauere Information diesbezüglich von Ihrer damaligen Rechtsanwältin bekommen wollen, Sie das mit ihr zu klären. Sie kann uns – aus Gründen der anwaltschaftlichen Schweigepflicht Ihnen gegenüber –keine Informationen geben.

Nochmals: Die Öffentlichkeitsarbeit von RÄ Löblein-Lorenz diente zum Gesamtengagement Ihrer Freilassung und das mit Informationen uns auch gegenüber zur Forensik, Unterbringung, Entlassmanagement etc.. Herr Dr. Schlötterer schrieb sinngemäß in seinem bekannten Buch, dass die Münchener Anwältin (Frau Löblein-Lorenz) ein Glücksfall für G. Mollath war... Sie kramte in den Akten und fand Rechtswidrigkeit um Rechtswidrigkeit... Ohne dieses große Engagement, wie das Ihrer weiteren UnterstützerInnen, so die allgemeine Einschätzung, wäre eine Freilassung von Ihnen nicht so schnell geschehen, und so war die Tätigkeit natürlich Bestandteil des Kampfes für Ihre Freilassung, und das war natürlich ganz im Sinne der SpenderInnen.

Wir werden dieses Geld nicht an Sie überweisen, da es mit Ihrer Zustimmung und zu Recht überwiesen wurde. Ob eine Klage gut für Ihr Image ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Sie sollten uns glauben, dass auch wir, genau so wie Sie, alles uns als Bildungseinrichtung Mögliche tun, um öffentlich zu machen, was sich hinter den Mauern der forensischen ,,Krankenhäuser" täglich abspielt. Es wäre ein Jammer, wenn der Aspekt ,,Spenden-Konto" das eigentliche Thema weiter in den Hintergrund rückte.

4.Sie fordern von uns alle Kontoauszüge der Bank und eine Bestätigung der Bank, dass die Auszüge vollständig und richtig sind.

Sie haben, bzw. Rechtsanwalt Dr. Strate eine Auflistung der eingegangenen Spenden, anonymisiert. Natürlich geben wir keine Kontoauszüge heraus, weil darauf auch Ein- und Auszahlungen von und für andere Projekte, die nichts mit Ihnen zu tun haben, nachzulesen sind.

5.Sie haben uns aufgefordert, nicht mehr zu Spenden für Sie aufzurufen. Nochmals: wir haben nie zu Spenden für Ihre Person aufgerufen. Aufgerufen hatte der Unterstützerkreis.

Wir erinnern Sie daran, dass die Münchener Staatsanwaltschaft den von Herrn Dr. Strate in Ihrem Namen eingebrachte Vorwurf des Betrugs und Aufforderung zur Steuerhinterziehung als unberechtigt zurückgewiesen hat. Unseres Wissens hat Ihr Anwalt gegen diesen Einstellungsbeschluss keinen Widerspruch eingelegt und sehen somit diese Angelegenheit als juristisch beendet..

Wir erwarten nunmehr dringend, dass der gegen uns als Verein erhobene Vorwurf des Betrugs und Anleitung zur Steuerhinterziehung nicht nur nicht weiter erhoben wird und, sofern Sie Zugang zu entsprechenden web-sites haben, wo dies noch behauptet wird, Sie Ihren Einfluss geltend machen, dass diese unrichtigen Behauptungen auch dort entfernt werden.

Das Verhalten und Vorgehen des ZBB e.V. war vollkommen korrekt!

Zum endgültigen Vorgehen unsererseits:

Die Aufstellung der eingegangenen Mittel sind durch uns öffentlich und transparent publiziert. Siehe http://psychiatrie-politik.wikispaces.com/buchhaltung

Wir warten die ausstehenden Antworten von denjenigen SpenderInnen ab, wie sie den Umgang mit ihrer Spende wünschen, ob sie mit der Regelung durch das Finanzamt für Körperschaften in München einverstanden sind und Ihnen auch ohne Spendenquittung die Spenden belassen, oder ob sie ihre Spende zurück bekommen wollen, oder was damit geschehen soll.

Danach werden wir eine transparente Endabrechnung machen und diese Summe dann auf das Anderkonto von Herrn RA Dr. Strate überweisen.

In der Hoffnung, Ihre Fragen abschließend beantwortet zu haben und auf Ihr Verständnis, grüßen wir Sie hochachtungsvoll und wünschen Ihnen Kraft und guten anwaltlichen Beistand für Ihr Wiederaufnahmeverfahren.

(Heinz Schulze)
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Terry Pratchett

F. A. Mesmer

Zitat von: sweeper am 17. Februar 2014, 21:37:35
Ein offener Brief des zbb in Sachen Spendengelder und Betrugsvorwürfe, der inhaltlich eigentlich auch auf die gustl-for-help-Seite gehört, aber dort offenbar nicht aufgenommen wurde - der Inhalt lässt ahnen, was da zwischen
G. Mollath und einigen Ehrenamtlichen abgelaufen ist:

http://opablog.net/2014/02/17/dokumentiert-brief-des-zbb-e-v-vom-2-2-2014/

ZitatZusammenschluss Bayerischer Bildungsinitiativen ZBB e.V.
[...]

In der Hoffnung, Ihre Fragen abschließend beantwortet zu haben und auf Ihr Verständnis, grüßen wir Sie hochachtungsvoll und wünschen Ihnen Kraft und guten anwaltlichen Beistand für Ihr Wiederaufnahmeverfahren.

(Heinz Schulze)
es ist alles gesagt. ein echter sympathieträger. herzerwärmend und idealistisch, durch und durch.

nicht auszudenken, wenn es sich um einen geldgeilen egomanen mit drohgebärdenhabitus handeln würde, dem die, die ihn kennenlernen dürfen, bereits nach kurzer zeit nur noch verachtung entgegenbringen und/oder für verrückt halten.

da hat der verein noch einmal glück gehabt, das hätte teuer werden können, auch menschlich. da hätten noch menschen verletzt oder desillusioniert werden können. alles glimpflich abgelaufen, glück gehabt, gemeinsam abenteuer erlebt und neue freunde gewonnen, was will man mehr.

sweeper

Zitatein echter sympathieträger. herzerwärmend und idealistisch, durch und durch.
Wie wahr!

http://www.zeit.de/2013/35/gerhard-strate-gustl-mollath/seite-4
Zitat... Längerfristig ist es aber schon so, dass Herr Mollath an seine Existenz denken muss, auch müssen gewaltige Kosten beglichen werden, die bisher unbezahlt geblieben sind. Natürlich für die Verteidigung, aber auch für Unterstützer, die unter großem zeitlichem Einsatz gearbeitet haben. Sie alle will Mollath entschädigen. Da denken wir an Buch- oder Filmrechte.

"Was schert mich mein törichtes Geschwätz von gestern?!"

  :facepalm
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F. A. Mesmer

...die filmrechte...
da sollten sich die herren aber beeilen die filmrechte möglichst schon gestern gewinnbringend abzustoßen.
wenn die chose nach hinten los geht, gibts nichts mehr, was sich verkaufen lässt.
was ein blenderpack, da braucht es schon sehr naive trottel um da drauf reinzufallen - man muss auch schon wollen.

beim gegenwärtigen faktenstand kann ich mir den faktentreuen film nur als spektakel aus zynismus, bosheit, irrsinn, gier, eitelheit und heuchelei vorstellen. bei allen protagonisten sind helle seiten quasi mit der lupe zu suchen, abgründe und verderbtheit der akteure wetteifern miteinander und am ende sieht keiner die sonne und keiner hat was draus gelernt. "gut" gemacht treibt der film dann massig zuschauer in den suizid.

das buch wäre unverdaulich und noch viel suizidaler als der film, man denke nur an den werther und seine folgen.

sweeper

ZitatEin offener Brief des zbb in Sachen Spendengelder und Betrugsvorwürfe, der inhaltlich eigentlich auch auf die gustl-for-help-Seite gehört, aber dort offenbar nicht aufgenommen wurde ...
Der Vollständigkeit halber ein Kommentar im Wolff-Blog vom Webmaster der gustl-for-help-Seite:
Zitathttp://gabrielewolff.wordpress.com/2013/12/28/der-fall-mollath-die-irrwege-der-psychiatrie-3/comment-page-3/#comment-32899

Georg S. sagte am 18. Februar 2014 um 08:57 :

Dieser Brief ist an den UK-Kreis vor einem Tag (genau am 17.2.2014 7:25 Uhr) angekommen. Wann dieser zu Herrn Mollath (c/ Herrn Strate) gesendet wurde, weiß ich nicht. Es gibt eine Aufforderung den Brief zu veröffentlichen. Da ich aber noch keine Meldung von Herrn Mollath als eigentlichem Empfänger des Briefes habe, werde ich einen an Herrn Mollath pers..adressierten Brief nicht veröffentlichen. Erst recht nicht, ohne das (falls gewünscht) eine entsp. Stellungsname dazu erfolgt ist.

Das Andere mit den Rechten von Herrn Mollath anders umgehen, bzw. ihm ihre pers. Erwartungen aufprojizieren ist allein deren Problem!

Das im Brief angegebene Datum ist jedenfalls der 02.02.2014.
In der Tat interessiert natürlich alle Bürger, wie die Stellungnahme von Herrn Mollath zu diesem Brief ausfällt!
Transparenz ist doch das A und O in der Causa Mollath.
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Belbo

Zitat von: sweeper am 09. Februar 2014, 18:16:26
Zitat von: Pelacani am 09. Februar 2014, 16:46:41
Aber ich finde, das lohnt sich gar nicht. Mit großer Sicherheit sind die ,,auffälligsten" Befunde schon im Dt. Ärzteblatt mitgeteilt; alles andere wird noch schwächer sein.
Dann könnte man mal exemplarisch öffentlich vorführen, wie man aus schwachen Daten sensationelle Ergebnisse publiziert...
ZitatIn der Rubrik ,,Politik" ist das schon ganz richtig. Ich frage mich, warum sich in der Redaktion niemand die Mühe gemacht hat, auch nur mal einen Blick auf die Daten zu werfen, ob die die Schlussfolgerungen rechtfertigen – oder warum sich Der-/Diejenige, der/die es vielleicht getan hat, sich nicht durchsetzen konnte.
Da habe ich mich schon öfter gewundert - z.B. das Hüther-Editorial mit den Zitronenbäumchen ...  :facepalm

Außerdem interessiert mich wirklich, welche Position die Frau Gresser an der LMU tatsächlich hat und wer sonst noch verantwortlich als Gutachter drauf steht.
Die Verbandelung mit den NEM-Kapseln macht mir die Dame schon verdächtig und nicht wirklich sympathisch...

ZitatProf. Dr. Ursula Gresser
Ludwig-Maximilians-Universität München
Medizinische Fakultät
Außerplanmäßige Professorin - Innere Medizin

Über die Suchfunktion der LMU kriege ich keine Prof. Ursula Gresser.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath#Vor_der_Entscheidung_.C3.BCber_den_Wiederaufnahmeantrag

ZitatUrsula Gresser bekam am Mittag des 10. Juni 2013 Besuch von zwei Polizeibeamten in Zivil, die nach ihrer Darstellung Bedenken wegen der Sicherheit einer Veranstaltung von Justizministerin Merk im Zusammenhang mit einem Tweet äußerten. Sie hatte dort zuvor geschrieben ,,Wann Mollath freikommt? Diese Frage könnte man Frau Merk am Mo. 10.06.13 um 19 Uhr im Landgasthof Hofolding stellen". Gresser wertete den Polizeibesuch als Einschüchterungsversuch.[112][113][114] Justizministerium und Polizei dementierten und behaupteten, es sei um andere, frühere Tweets zu Familienstreitigkeiten in Gressers eigener Sache gegangen und eine damit zusammenhängende, geplante Störung des Auftritts der Justizministerin

http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Gresser

ZitatUrsula Gresser (* 5. Oktober 1957[1]) ist eine deutsche Internistin und Rheumatologin. Seit 1997 ist sie außerplanmäßige Professorin[2] für Innere Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

ZitatSie ist zudem wissenschaftliche Leiterin des von Martin Heidingsfelder geleiteten kommerziellen Projekts PolitPlag.[8]

sweeper

ZitatSie ist zudem wissenschaftliche Leiterin des von Martin Heidingsfelder geleiteten kommerziellen Projekts PolitPlag.[8]
Das ist sowieso der größte Brüller!  :rofl2
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Benutzer_Blog:Marcusb/Unwissenschaftlichkeit_von_Politplag.de
ZitatWissenschaftlichkeit bei PolitPlag unter der Leitung von Prof. Dr. Gresser

Frau Dr. Gresser ist jedenfalls eine neue Person auf der Plagiats-Bühne. Ihre Hauptfunktion zur Zeit ist es, als "Wissenschaftliche Leiterin" dem neuesten Projekt von Heidingsfelder, "politplag.de", einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.  Wie dieser aussieht, bleibt allerdings völlig unklar. Auf politplag.de selbst findet man viel zur Finanzierung des Projekts durch nicht-absetzfähige Zuwendungen, aber gar nichts zur wissenschaftlichen Vorgehensweise.  Die dort dokumentierten Aufgaben des wissenschaftlichen Beirats scheinen sich auf die Mittelvergabe zu beschränken. In der Spreezeitung deutet Frau Dr. Gresser zusätzlich noch an, dass sie "plagiierte Stellen" auf "inhaltliche Konsequenzen" untersucht und diese "entsprechend bewertet". Offen bleibt, nach welchen Kriterien dies geschieht, und ob sie dies nur im Einzelfall macht, oder für politplag.de verbindliche Maßstäbe entwickeln will.

Auf Nachfragen zu den wissenschaftlichen Belegen für die obigen Thesen und zu der Zusammensetzung und den Aufgaben des wissenschaftlichen Beirats reagiert Frau Dr. Gresser deutlich gereizt. Meine e-mail wird offensichtlich an Martin Heidingsfelder weitergegeben, der darauf hin auf meinen privaten Webseiten nach Fehlern sucht.  Dieser vermeintliche Fehler - ich hätte meine Diplomarbeit fälschlicherweise mit "thesis" betitelt, wird auf twitter von Frau Dr. Gresser selber postwendend bestätigt und dann mir in ihrer Antwort an mich oberlehrerhaft vorgehalten. Ein kindisches Spiel, welches zudem die Bildungslücken der habilitierten Medizinerin offenbart, denn Thesis ist der korrekte englische Titel für jede akademische Abschlussarbeit, ob Diplomarbeit oder Dissertation spielt keine Rolle.

Wenig passt dazu ihr Angebot am Ende der e-mail, dass ich für politplag.de die Dissertation von Bundesministerin Dr. Wanka untersuchen könne - eine zweifelhafte Ehre, ist mir doch dieses primitive Rekrutierungsgebaren von meiner Zusammenarbeit mit Martin Heidingsfelder noch unangenehm in Erinnerung.

Auch eine zweite sachliche Nachfrage führt zu keinem Erfolg. Als Antwort erfahre ich, dass es in der Wissenschaft, laut Frau Dr. Gresser, nicht darum ginge, sich zu erklären, sondern allein darum, zu forschen und zu publizieren.

Die Frau scheint ja recht pingelig zu sein, wenn es um mutmaßliche akademische "Verfehlungen" anderer geht - dabei übersieht sie den Balken im eigenen Auge:
es ist zumindest unüblich, sich offiziell im Briefkopf als "Professor" zu bezeichnen ohne Verweis auf die akademische Einrichtung, an der man diese Funktion ausübt:

http://www.kraftfelder.madmindworx.com/VatersachenGleichmass/SuchenachBetroffenen.pdf

Um so mehr interessiert Gressers Verbindung zur LMU - vermutlich liegt sie in der Vergangenheit.
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sweeper

Noch schöner:

http://www.doktorandenboerse.info/suchen/angebot_ausgabe.php?Angebot_id=8513&Uni=28&Fach=,1,
Zitat
Universität: Universität - München    
   
Fach / Institut: Innere Medizin    
   
Abteilung: Praxis für Innere Medizin und Medizinische Sachverständigengutachten    
   
Gesucht werden: Doktoranden    
   
aus dem Bereich: Medizin
   
Art der Arbeit: klinisch-statistisch

Alles doch recht vage.
Die LMU wird nicht expressis verbis erwähnt.
Selbige verfügt übrigens im Fach Innere Medizin über 5 Abteilungen, wobei die in Frage kommende Allgemeinmedizin (evtl ist Gressers Praxis assoziierte Ausbildungspraxis? - Das sollte aber aus ihrem Briefkopf hervorgehen..) der Abteilung IV zugeordnet wird:

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Medizinische-Klinik-und-Poliklinik-IV/de/index.html

Dass Gresser über ihre universitäre Anbindung so gar nichts schreibt, ist schon sehr verdächtig.

Ihre angebotenen Themen:
ZitatNeue Themen ab März 2014
   
Vielen Dank für die vielen vertrauensvollen Anfragen. Könnte Sie eines der folgenden Themen interessieren:

Einfluss von Ernährung auf Häufigkeit und Intensität von Heuschnupfen
Kann man Depressionen durch Ernährungsumstellung bessern?

Beide Themen wären auch für Kollegen in der Niederlassung geeignet.
Nun ja... Da kommen wir dann wohl wieder zu Juice Plus...
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Belbo

Auf jeden Fall schliesst sich wieder ein Kreis, Frau Gresser twittert den Beitrag bei OrangeTV in dem Frau Heiderose Manthey, Herrn Christidis den Lebengefährten von Frau (Psychatrist(MA)) Andrea Jacob interviewt............, die den "Mollathkongress" in Giessen organisiert hat und Herrn Dennis Stephan "betreut"  :o

https://twitter.com/UrsulaGresser2
http://tv-orange.de/2014/02/der-justiz-zum-frass-diesen-preis-trag-ich-nicht/

Hintergrund scheinen auch bei ihr Familienstreitigkeiten zu sein.....

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Polizei-Einsatz-nach-Mollath-Tweet-Aerztin-ist-fassungslos-id25616836.html

ZitatGresser sagt, sie führe einen juristischen Streit mit ihrem Ex-Mann. Der wolle sie fertig machen und habe sämtliche Register gezogen. "So ähnlich wie im Fall Gustl Mollath", sagt sie. Nur, dass ihr Ex-Mann damit keinen Erfolg gehabt habe. Aber ihr privater Streit habe nichts mit der CSU-Veranstaltung zu tun gehabt

sweeper

In diesem pdf vom Juli 2013 bezeichnet sich Ursula Gresser auf S.10 als
ZitatSachverständige für Verfahren an AG, LG, OLG, SG einschl. Arzthaftung
apl. Professorin für Innere Medizin an der LMU München
Mitglied des Lehrkörpers der Medizinischen Fakultät der Universität München

http://www.petite-marlen.de/Dokumente/DG_050_130725_UG-DG_Gutachten-und-Auswertung.pdf

@Belbo:
ZitatAuf jeden Fall schliesst sich wieder ein Kreis, ... Andrea Jacob interviewt...
In der Tat. Und in diesem eben von mir verlinkten Gutachten-pdf stellt Frau Gresser die Qualifikation einer psychologischen Gutachterin in Frage (S. 8 ) ...
ZitatDesweiteren empfiehlt die Sachverständige dem Hohen Gericht, die Qualifikation von Frau XX YYY-ZZZ zu überprüfen.
Es gibt Hinweise auf ungerechtfertigte Führung der Berufsbezeichnung gem. I 132a StGB ,,Dipl.-Psych"(Diplompsychologin), da Frau YYY-ZZZ die zwingend zugrundeliegende Hochschulausbildung zur Psychologin nach ihren eigenen Angaben auf ihrer eigenen Homepage wohl nicht besitzt.
Sie bezeichnet sich dort lediglich als ,,Pädagogin" und selbst dies nicht mit Diplom.

Das hatten ja alles bei Frau Andrea Jacob schon mal durch, und auch Frau Gressers derzeitige akademische Verortung wirft nun einige Fragen auf - wie gesagt, über die Suchfunktion der LMU konnte ich sie bislang nicht finden.

http://www.med.uni-muenchen.de/
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/de/index.html


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Belbo

http://www.ursula-gresser.de/lebenslauf.html

Zitat1997
Ernennung zur apl. Professorin für Innere Medizin an der Universität München

Aber auch bei den Publikatinen landen wir wieder schnell bei JuicePlus:

http://www.ursula-gresser.de/publikationen.html

ZitatIn conclusion: The nutrition supplement JuicePlus+® by NSA is one of the best investigated food concentrates worldwide, no other preparation is able to show these number of Pubmed listed publications. There are reports about beneficial effects and potential side- effects. There is a risk of overdosage of some ingredients like Vitamin E, β- carotin, Vitamin C and folic acid in order to guidelines of the German Society of Nutrition. Our aim is not to present new studies but to present the actual data basis of JuicePlus+®. There is a need for proper scientific research of JuicePlus+® and similar preparations, because the substances are highly effective.