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Autor Thema: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen  (Gelesen 185873 mal)

eLender

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #825 am: 10. Juni 2018, 01:39:12 »
"Der Grünen-Politiker sprach sich deutlich dafür aus, keine gentechnisch veränderten Pflanzen in die Natur auszubringen. "Die kreuzen wild aus", warnte er. Ein Beispiel sei gentechnisch veränderter Raps, der in Kanada in die Natur ausgebracht wurde. "Raps ist sehr nah verwandt mit Wildkräutern und ist dort ausgekreuzt. Und da sind jetzt sogenannte Super-Unkräuter entstanden, die resistent sind gegen eine ganze Reihe von Herbiziden." Das sei völlig außer Kontrolle geraten. "Gentechnik in lebende Pflanzen, die sich vermehren können, […] ist ein Groß-Experiment mit der freien Natur - und das halten wir einfach schlichtweg für unverantwortlich."

Wie immer: ein wenig Wahrheit und gaaanz viel Apokalyptik. Ick zitiere mal aus WP:

Zitat
Eine zwischen Mai 2000 und 2004 im Auftrag des Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA) durchgeführte britische Studie untersuchte, inwiefern transgener Raps seine Resistenzeigenschaft auf die verwandten Arten Gemüsekohl (Brassica oleracea), Rübsen (Brassica rapa), Schwarzer Senf (Brassica nigra), Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum), Raphanus sativus (Garten-Rettich), Acker-Senf (Sinapis arvensis) und Weißer Senf (Sinapis alba) übertragen kann. Bei der seltensten Art im Untersuchungsgebiet, den Rübsen, wurde in zwei von 9547 Fällen Resistenz gegenüber Glufosinat (Liberty) nachgewiesen. Alle anderen untersuchten Arten (85912 Pflanzen) waren nicht betroffen. Da die Autoren der Studie nicht erwarten, dass die Eigenschaft der Herbizidresistenz in der Natur einen Fitnessvorteil darstellt, sehen sie die Übertragung der Resistenzeigenschaft als weniger großes Problem an.[17]
https://de.wikipedia.org/wiki/Transgener_Raps#%C3%9Cbertragung_der_Herbizidresistenz_auf_verwandte_Arten

Dass solche Arten als "Superunkräuter" bekannt wären, wäre mir neu. Die hätten lediglich auf dem Monsantano-Acker einen Überlebensvorteil. Ergo würde das niemals eine Auswirkung auf die freie Natur haben. Es hätte lediglich eine negative Folge für Belzebayer. Die könnten ihre Monstersaat nicht mehr verkaufen.

Hat jemand Anton schon über die Killertomaten (siehe gleichnamigen Dokumentarfilm) unterrichtet?
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Schwuppdiwupp

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #826 am: 10. Juni 2018, 10:56:33 »
Bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Intensität Forum- Mitglieder Quellenstudium betreiben. :grins2:

Wie mir immer deutlicher vor Augen geführt wird, ist dies auch bitter nötig. ::)
Ach, was weiß denn ich ...

Belbo

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #827 am: 17. Juni 2018, 09:39:44 »
Allerdings scheinen die Zeiten so zu werden, dass wir sie noch brauchen.
https://claudia-roth.de/persoenliche-erklaerung-von-claudia-roth-zur-inszenierten-schweigeminute-der-afd-im-deutschen-bundestag/
Ich verlinke das mal obwohl sie ja auch hier eine der Hassfiguren ist.

ZKLP

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #828 am: 17. Juni 2018, 11:38:20 »
Ich verlinke das mal

Dazu gehört auch die Stellungnahme ihres "Chefs" Wolfgang Schäuble, nachzulesen auf Seite 3742 des Plenarprotokolls:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/19/19039.pdf (Suchbegriff "Schweigeminute").


Typee

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #829 am: 17. Juni 2018, 15:51:54 »
obwohl sie ja auch hier eine der Hassfiguren ist.

Tut nichts, in dieser Sache stimme ich ihr zu.
Damals starben die Menschen früher, aber gesünder.

Belbo

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #830 am: 17. Juni 2018, 17:50:00 »
obwohl sie ja auch hier eine der Hassfiguren ist.

Tut nichts, in dieser Sache stimme ich ihr zu.

Die Zeiten scheinen danach näher zusammenzurücken.

ZKLP

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #831 am: 30. Juni 2018, 01:38:32 »
Es steht schlimmer um Renate als gedacht:


https://twitter.com/RenateKuenast/status/1012308404294086656

Man beachte auch den weiteren Verlauf des Tweets:
Zitat
Können Sie nicht im Sinne der Aufklärung auch erwähnen, dass die Grüne Revolution Millionen von Menschen vor dem Hungertod bewahrte? Diesen, mMn, nicht ganz unwichtigen Fakt zu verschweigen, halte ich im besten Fall für naiv, im schlimmsten Fall für böse und menschenverachtend.

Renate Künast
Da ich davon nicht überzeugt bin, schreibe ich es auch nicht.
  :facepalm


Am Rande:
Zur These "Aus neun Kilo Sojaeiweiß wird am Ende nur ein Kilo Fleisch":
Die Tonne Sojaextrakionsschrot (44% Protein) kostet hierzulande aktuell rund 350 €.
Für das kg Schwein (Schlachtkörper) bekommt der Bauer aktuell rund 1,50 €, bei Rind rund 3,50 €. Davon sind rund 60% (Schwein) bzw. 70% (Rind) Muskelfleisch.
Wie sich das ausgeht, insbesondere da ja auch noch ein paar andere Kosten anfallen, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Taniquel

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #832 am: 30. Juni 2018, 09:13:31 »
Es gibt eine verbreitete Behauptung, dass Kleinbauern 70% der Nahrungsmittel der Welt produzieren.
Sie könnten - Wenn man sie (Wenn ich mich richtig erinnere) mit modernen Geräten im Gesamtwert von ca. 10 Mrd Euronen ausstatten würde...
Die Quelle für diese Behauptung dürfte irgendeine ARTE/3Sat-Doku gewesen sein.

Sauropode

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #833 am: 30. Juni 2018, 11:15:04 »
Kleinbauern lieb, große Agrarbetriebe böse? Oder früher war alles besser? Eine Landwirtschaft aus kleinen bäuerlichen Betrieben hätte zur Folge dass hier wieder ein höherer Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft arbeiten müsste. Angesichts dessen, dass viele solcher Betriebe keinen Nachwuchs mehr finden, müsste Renatchen mal eine Offensive „Jugend aufs Land“ oder sowas ähnliches starten.  ;D
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Lachen tötet die Furcht. Und ohne Furcht kann es keinen Glauben mehr geben. Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, der braucht keinen Gott mehr.

PeterPancake

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #834 am: 30. Juni 2018, 19:39:04 »
Kleinbauern lieb, große Agrarbetriebe böse? Oder früher war alles besser? Eine Landwirtschaft aus kleinen bäuerlichen Betrieben hätte zur Folge dass hier wieder ein höherer Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft arbeiten müsste. Angesichts dessen, dass viele solcher Betriebe keinen Nachwuchs mehr finden, müsste Renatchen mal eine Offensive „Jugend aufs Land“ oder sowas ähnliches starten.  ;D

Vollends dafür. Ich habe sogar schon knackige Werbeslogans dafür. Rentnerbespaßung, Kinder-Urlaubs-Camp, Frondienst für Gott und Vaterland. Es würden nicht nur mehr Menschen in der Landwirtschaft arbeiten, auch müsste es staatlicherseits ein Reglementierung von Agrargütern aus dem Ausland geben, wenn die nicht ähnlich wirtschaften. Ansonsten könnte man versucht sein Druck auf die Beschäftigten im Agrarsektor auszubauen. Arbeitshäuser werden wieder en vogue und eine neue prekäre Schicht aus dem Mittelalter entsteht wieder.  :police:

celsus

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #835 am: 24. November 2018, 21:50:35 »
Zitat
Hofreiter empfiehlt deshalb die Nutzung von elektrischen Adventskränzen die mit Ökostrom betrieben werden und energiesparende LED-Lampen verwenden. „Zudem muss es ein umfassendes Verbot von brennenden Kerzen in geschlossenen Räumen geben“, fordert er.

http://berliner-express.com/2018/11/gruene-kerzenverbot-in-innenraeumen/

Man macht sich halt beliebt wo man kann.

Das erinnert mich an einen ehemaligen Chef, der als Reaktion auf einen geringeren Umsatz (3-stelliger Mio-Bereich) der Firma die Angestellten mahnte, das Licht seltener einzuschalten.

Ach ja, Holzverbrennungsanlagen werden weiterhin gefördert.
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Sauropode

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #836 am: 24. November 2018, 22:35:57 »
Naja, um Umweltschutz geht es denen schon lange nicht mehr. Man kann wohl nicht anders. Die Grenzwerte draußen sind so niedrig, dass selbst in Innenräumen mehr Schadstoffe sind. Aber man hinterfragt eben nicht die Grenzwerte, sondern will noch jede Privatnische regulieren.
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ZKLP

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #837 am: 24. November 2018, 23:07:16 »
Beim Kerzenverbot gehe ich voll mit. Diese flackernden LED-Teelichtimitate vom Chinaschrott-Wühltisch des 1-€-Ladens sind doch mindestens genauso gemütlich.
Aber dass die Grüninnen jetzt auch schon ein komplettes Dieselverbot wollen, und das schon in zwei Jahren...

http://berliner-express.com/2018/11/gruene-diesel-verbot-bis-2020-benziner-ab-2025/

...halte ich dann doch für ein wenig überambitioniert. Wie soll ich ohne meinen SUV zum Bioladen um der Ecke kommen?
 :protest:

kosh

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Re: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen
« Antwort #838 am: 25. November 2018, 00:09:42 »
Die Grenzwerte draußen sind so niedrig, dass selbst in Innenräumen mehr Schadstoffe sind. ..

Vielleicht ne doofe Frage, aber: Muss das nicht so sein? Wenn ich mein Fenster aufmache, habe ich die Luft mit der Belastung von draussen, ne? Dh diese Belastung muss für alle akzeptabel sein.
Anderfalls könnte ich nie meine Fenster aufmachen und bräuchte spezielle Luftreiniger in meiner Wohnung?

Schwuppdiwupp

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