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Intelligenz vererbbar?

Begonnen von Belbo zwei, 13. Mai 2011, 15:04:28

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General Stumm v. Bordwehr

Zitat von: Chili am 13. Mai 2011, 16:30:09
Ich werde mich an dieser Diskussion nicht beteiligen,sondern erst einmal dieses Buch lesen.Ihr habt mich richtig neugierig gemacht. ;D

Bei Buchempfehlungen weiß ich schon,wem ich vertrauen kann.Und Blbo erklärt mir,wie das denn ist mit der Intelligenz,ob die vererbbar ist oder nicht.Er ist Experte,nehme ich an.

Wenn du es in der Biblio nicht bekommst, schick ich dir es. Deine Meinung wäre - allein aufgrund deiner Vorbildung - interessant.

Chili

Zitat von: General Stumm v.  Bordwehr am 13. Mai 2011, 16:47:56
Zitat von: Chili am 13. Mai 2011, 16:30:09
Ich werde mich an dieser Diskussion nicht beteiligen,sondern erst einmal dieses Buch lesen.Ihr habt mich richtig neugierig gemacht. ;D

Bei Buchempfehlungen weiß ich schon,wem ich vertrauen kann.Und Blbo erklärt mir,wie das denn ist mit der Intelligenz,ob die vererbbar ist oder nicht.Er ist Experte,nehme ich an.

Wenn du es in der Biblio nicht bekommst, schick ich dir es. Deine Meinung wäre - allein aufgrund deiner Vorbildung - interessant.

Ich schau mal,ob die das Buch auch haben.Bei Anthropologen kann man schon einmal eine Formulierung in den falschen Hals bekommen,wenn Laie auf dem Gebiet ist.

General Stumm v. Bordwehr

Ja, die haben sich in einer unseligen Zeit auch grässlich missbrauchen lassen. Der Autor verweist an manchen Stellen auf Eibl-Eibesfeldt.  ;)

Chili

Zitat von: General Stumm v.  Bordwehr am 13. Mai 2011, 17:00:11
Ja, die haben sich in einer unseligen Zeit auch grässlich missbrauchen lassen. Der Autor verweist an manchen Stellen auf Eibl-Eibesfeldt.  ;)

Ah,daher...


P.Stibbons

Ich halte es mit Chili
ZitatZitat von: Chili am Heute um 18:30:09
Ich werde mich an dieser Diskussion nicht beteiligen,sondern erst einmal dieses Buch lesen.Ihr habt mich richtig neugierig gemacht. Grinsend

finde aber dennoch - ohne speziell Ahnung zum Thema zu haben - dieses bedenkenswert:

nach welchen Kriterien und ausgehend von welchen Grundannahmen kommen denn solche oben zitierten Aussagen und Messungen zum IQ de facto zustande?

http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_am_Intelligenzbegriff#Ideologische_Motivation_von_Intelligenzforschern

Dazu z.B. auch:    http://www.theafrican.com/Magazine/IQ.htm

und                      http://wilderdom.com/personality/intelligenceCulturalBias.html

rincewind

Zitat von: P.Stibbons am 13. Mai 2011, 17:50:50
finde aber dennoch - ohne speziell Ahnung zum Thema zu haben

Das macht nix. Wir haben jetzt eine bunte Melange.
- keine Ahnung von Intelligenztests
- die ideologische Annahme, dass Intelligenz niemals erblich sein kann (wo bleibt da die Gleichheit?)
- die Fakten, dass es wohl tatsächlich nach bestimmten Tests Länder/kontinentalbedingte Unterschiede gibt
- das Faktum, dass Intelligenz auch mikro und makrosozial bedingt ist (sprach bisher keiner an)
- Intelligenz als klassenherrschaftliches Instrument, andere als dumm zu bezeichnen und damit der Rechtfertigung der Unterdrückung
- ...

Alles zusammen gibt eine bunte Schlachtschüssel, die vermutlich solange gerührt wird, bis sie sauer ist.
Jeder aus seinem Blickwinkel, mit seiner eigenen Definition.
Wir bestimmt lustig. Aber ich entsorge den Kessel danach nicht.

edit: und ajcha, das Buch, worum es wohl grad geht, hat m.W. gerade mal einer hier gelesen.

General Stumm v. Bordwehr

In dem von mir erwähnten Buch steht zu diesem Thema nichts, zumindest habe ich nichts darüber gelesen.

Aber es gibt ein Kapitel das nennt sich "Temperamentsunterschiede in Europa". Das machte mich hellhörig und Eibel-Eibesfeld klingelte im Cortex. Es war dann aber eigentlich positiv-amüsant zu lesen, rassistisch war da nichts.

Er findet etwa, dass es einen markanten Unterschied zwischen den Skandinaviern und den Südeuropäern gäbe, während die Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropa geringer ausfallen.

Ich bin sicher nicht darin ausgebildet, Temperamente qualitativ zu beurteilen, aber im Wesentlichen bestätigt er damit das, was ohnehin jeder weiß oder zu wissen meint. Die Deutschen würden eine Mittelstellung zwischen West und Ost einnehmen. Weiters meint er, dass den Deutschen von ihren Nachbarvölkern ein Mangel an Impulsivität ... bescheinigt würden. Das ist sicher korrekt.  Euer Wesen ist vergleichsweise introvertiert (wie das der Engländer und Skandinavier auch). Die Introvertiertheit begünstigt auch unter historischen Bedingungen die Wendung nach Innen (Romantik) usw.
Das sind also Passagen, die ich für sehr schwammig halte und mit denen ich wenig anfangen kann. Aber mit Rassismus und rechtem Gedankengut hat das nichts, gar nichts zu tun.

Chili

Auch da gibt es nicht DIE Deutschen.Die Temperamentsunterschiede allein in Deutschland hat man schon zwischen Flensburg und München.Und die Nordlichter schätze ich nicht besonders temperamentvoll ein  ;D Aber auch das ist eine grobe Zusammenfassung.

General Stumm v. Bordwehr

Zitat von: Chili am 13. Mai 2011, 18:32:34
Auch da gibt es nicht DIE Deutschen.Die Temperamentsunterschiede allein in Deutschland hat man schon zwischen Flensburg und München.Und die Nordlichter schätze ich nicht besonders temperamentvoll ein  ;D Aber auch das ist eine grobe Zusammenfassung.

Weiters meint er, dass den Deutschen von ihren Nachbarvölkern ein Mangel an Impulsivität ... bescheinigt würden

Er selbst stellt die These ja nicht auf, sondern spiegelt nur. Und damit hat er Recht, die Deutschen haben diesen Ruf. Und einen anderen auch noch. Da wird nicht lang differenziert, selbst im wesentlich kleineren Österreich gibt es Verhaltensunterschiede. Die Westler haben aus der Sicht vieler Deutschen Handschlagqualität, während die Wiener eher als schlüpfrig angesehen werden. Das ist aber Unsinn und erklärt sich aus sprachlichen Missverständnissen seitens der deutschen Nachbarn.




Chili

Ok,diese Feinheiten werden gerne übersehen.Aber solche Verallgemeinerungen haben auch ihren Sinn in der Mustererkennung,wobei sie nicht überall und immer sinnvoll sind.Fehlgeschlagene Musterkennungen werden gemeinhin als Vorurteil bezeichnet.

cohen

...und richtige als Menschenkenntnis.

General Stumm v. Bordwehr

LOL. Gut gemacht, ihr 2.

Chili

ZitatWeiters meint er, dass den Deutschen von ihren Nachbarvölkern ein Mangel an Impulsivität ... bescheinigt würden

Er selbst stellt die These ja nicht auf, sondern spiegelt nur.

Hihi,die Kommunikation ist voller fieser Fallstricke.Da drückt man einen Sachverhalt in hundert verschiedenen Formen des Konjunktivs aus,betont,dass jemand anderes dieses oder jenes meinte (als Reflexion),verwendet das Wort "manche" tun dies oder das,aber promt bekommt man zurück,man würde verallgemeinern,unzulässige Tatsachen aufstellen usw.

Ich gebe zu,auch ich tapse ab und zu in diese Falle.

General Stumm v. Bordwehr

Ja, schon. Wichtig sind aber Verweise (Fußnoten). Es wird immer schön brav zitiert.

heterodyne

Bin ja gespannt, ob und was ihr da noch zu dem Buch sagt, ein wirklich interessantes Thema.
Aber zu der Karte kann ich mir einen launigen Spruch einer Anverwandten nicht verkneifen: "Ein Intelligenztest misst die Intelligenz dessen, der ihn erstellt hat!" - sprich, die Dinger sind selber uU sehr kulturell oder sonstwie gefärbt - so eine Karte würde ich mit ganz, ganz viel Salz nehmen...