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Russland: Wirtschaft

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Begonnen von Peiresc, 16. Mai 2022, 19:48:57

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Peiresc

ZitatPräsident Wladimir Putin hat in Frage gestellt, ob Politikwissenschaft als Wissenschaft betrachtet werden kann. Es sei schwierig, darin eine eigene Forschungsmethode zu finden, so das Staatsoberhaupt.

Bei einem Treffen mit den Gewinnern des Wettbewerbs ,,Leaders of Russia" sagte eine der Teilnehmerinnen, dass sie ihre Doktorarbeit auf dem Gebiet der Politikwissenschaft verteidigen werde. im Bereich Politikwissenschaft. Gibt es eine solche Wissenschaft wie die Politikwissenschaft? ... Ein strittiger Punkt. Es wurde immer geglaubt, dass ein bestimmtes Wissensgebiet, um den Anspruch erheben zu können, als Wissenschaft bezeichnet zu werden, ein eigenes Studienfach und eine eigene Studienmethode haben muss. In der Politikwissenschaft ist es schwierig, eine einzigartige Forschungsmethode zu finden", sagte Putin.

Politikwissenschaft ist eine Wissenschaft, die Politik, politische Beziehungen und politische Systeme untersucht. Es wird angenommen, dass es aus dem antiken Griechenland stammt. Der Begriff Politikwissenschaft wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts verwendet.
https://www.kommersant.ru/doc/5448694

Die Personaldecke bei den ,,Experten aus Sicherheitsstrukturen" (Sacharowa, #48) scheint noch zu dünn zu sein.

Bachblüte

Zitat von: Peiresc am 08. Juli 2022, 18:10:27
ZitatIn der Politikwissenschaft ist es schwierig, eine einzigartige Forschungsmethode zu finden", sagte Putin.

Meint der denn wirklich, dass es überhaupt irgendeine Wissenschaft gibt, für die das möglich wäre? Diese Aussage klingt genauso sinnlos wie alles andere, was der Hintergartenzwerg von sich gibt und tut.  ::)

Peiresc

Das kann auch ein Übersetzungsproblem sein. Fakt scheint aber zu sein, dass er den Politikwissenschaften die Wissenschaftlichkeit abspricht, m. a. W. die Existenzberechtigung. Das ist weniger theatralisch, dafür berechnender als Trumps Empfehlung, sich Chlorbleiche zu spritzen.

sailor

Wissenschaft analysiert Daten. Sie kann nach der Analyse zum Schluss kommen, dass dort etwas nicht optimal gelaufen ist, mit anderen Worten, Wissenschaft kann aufgrund von Daten Verhalten/Maßnahmen sachlich hinterfragen und kritisieren. Jetzt dürft ihr selbst weiter überlegen, warum in Russland keine Wissenschaft zu Politik gewollt ist ;)

eLender

ZitatDer Blogger Alexander Gorbunow alias Stalingulag notierte, nach dem Weggang von McDonald's habe es keine drei Wochen gedauert, bis die Burger-Qualität in die russische Normalität abgestürzt sei. Stalingulag schlug vor, das russische Neusprech, wonach der Ukrainekrieg unter Haftandrohung nicht als solcher bezeichnet werden darf, auch auf den Schimmel bei ,,souveränen" Brötchen anzuwenden und ihn in ,,bioaktive Ökozutat" umzutaufen. Der Satiriker Vadim Dabuschski schrieb auf Facebook, in Frankreich finde man auf jedem Käse Schimmel, russische Brötchen brauchten da nicht nachstehen.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/russischer-nachfolger-von-mcdonald-s-schimmel-und-klagen-18162989.html

Wenn Blutin befiehlt, dass das zu schmecken hat, dann ist das so. Schmeckt - sonst Gulag!
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Bratmaxe

Es muss gar nicht mal schmecken. Wenn Alle schlechtes Zeug essen müssen, wird das zu Patriotismus. Schuld sind ja eh die illegalen und bösartigen Sanktionen - das russische Volk erträgt sie einmütig und mannhaft, wie es das immer getan hat, wenn Nazis, Juden und Angelsachsen sich wieder mal vergeblich aufmachten, das Heilige Russland zu zerstören. Und überhaupt: Im Großen Vaterländischen Krieg wuchs der Schimmel nicht luxuriös auf Mehl, sondern auf Sägespänen im Brot. Also bitte!


RPGNo1

Zitat von: eLender am 11. Juli 2022, 21:36:46
ZitatDer Blogger Alexander Gorbunow alias Stalingulag notierte, nach dem Weggang von McDonald's habe es keine drei Wochen gedauert, bis die Burger-Qualität in die russische Normalität abgestürzt sei. Stalingulag schlug vor, das russische Neusprech, wonach der Ukrainekrieg unter Haftandrohung nicht als solcher bezeichnet werden darf, auch auf den Schimmel bei ,,souveränen" Brötchen anzuwenden und ihn in ,,bioaktive Ökozutat" umzutaufen. Der Satiriker Vadim Dabuschski schrieb auf Facebook, in Frankreich finde man auf jedem Käse Schimmel, russische Brötchen brauchten da nicht nachstehen.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/russischer-nachfolger-von-mcdonald-s-schimmel-und-klagen-18162989.html

Wenn Blutin befiehlt, dass das zu schmecken hat, dann ist das so. Schmeckt - sonst Gulag!

Dann ist es auch russische Normalität, dass den McD-Klonen die Pommes fehlen.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mcdonald-s-russland-1.5619197

eLender

ZitatFast über Nacht, als westliche Investoren aus Russland flüchteten und harte Wirtschaftssanktionen verhängt wurden, fiel der Wert des Unternehmens auf weniger als 7 Milliarden Dollar. Die Nasdaq in New York setzte den Handel mit den Aktien des Unternehmens aus. Und weil kaum noch jemand Geschäfte mit dem Konzern machen wollte, musste Yandex diverse Auslandsaktivitäten beenden - darunter die Zustelldienste in London, Paris und Columbus. Tausende von Mitarbeitern, fast ein Sechstel der Gesamtbelegschaft, flohen außerdem aus Russland, was es auch vor Ort schwierig macht, die Arbeit ohne nennenswerte Einschränkungen weiterzuführen. Die Gründer haben sich inzwischen auch aus dem Management zurückgezogen, da sie persönlich mit Sanktionen durch die EU belegt wurden.
https://winfuture.de/news,130657.html

Keine Pommes und schimmlige Burger. Da braucht es eh keinen Lieferdienst mehr. Obwohl: man könnte damit doch die Feinde beliefern. Egal, Yandex braucht in Russland bald keiner mehr. Man hört, moderne Webanwendungen laufen schlecht auf Elbrus-Prozessoren. Und Lieferroboter kann man durch Menschen ersetzen. Die müssen nur zeitweisenüchtern sein. Es geht voran.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Peiresc

Wussten Sie, dass ungebleichtes Papier gut für die Augen ist? Zumindest, für russische Augen:



ZitatMax Fras:
Russia is suffering acute paper shortages due to sanctions - import has practically stopped, while local manufacturers lack the technology to bleach paper

Bachblüte

Zitat von: Peiresc am 14. Juli 2022, 12:45:16
ZitatMax Fras:
Russia is suffering acute paper shortages due to sanctions - import has practically stopped, while local manufacturers lack the technology to bleach paper

Recycling-Papier also, hergestellt aus dem Allerlei das halt eben immer wieder in Papiercontainern landet (Papier, Pappe, aber auch viel Plastik, verdreckte Konservendosen, diverser Haus- und Sondermüll), welches wiederum aufgrund der durch die Sanktionen ausgelösten Knappheit an Industriechemikalien bestimmt nicht ordentlich desinfiziert wird. 

Gut für die Augen, phantastisch für die Nase, und bestimmt noch viel besser für die Gesundheit! 

RPGNo1

Die russische Wirtschaft will doch autark werden. Dann können sie auch anfangen, Papier aus Lumpen herzustellen. Das Verfahren kannte man ja schon im Mittelalter und sollte somit nicht schwer zu rekonstruieren sein.  ;)

Bratmaxe

Zitat von: RPGNo1 am 14. Juli 2022, 13:19:23Die russische Wirtschaft will doch autark werden. Dann können sie auch anfangen, Papier aus Lumpen herzustellen. Das Verfahren kannte man ja schon im Mittelalter und sollte somit nicht schwer zu rekonstruieren sein.  ;)
Ach was, die immerwährenden chinesischen Freunde werden mit Reispapier und feinsten Bambusfasern aushelfen.

RPGNo1

Zitat von: Max P am 14. Juli 2022, 13:26:14
Zitat von: RPGNo1 am 14. Juli 2022, 13:19:23Die russische Wirtschaft will doch autark werden. Dann können sie auch anfangen, Papier aus Lumpen herzustellen. Das Verfahren kannte man ja schon im Mittelalter und sollte somit nicht schwer zu rekonstruieren sein.  ;)
Ach was, die immerwährenden chinesischen Freunde werden mit Reispapier und feinsten Bambusfasern aushelfen.

Aber nur zu wahnsinnig überteuerten Preisen. Vladolf Putler hat doch genug Rubel in seinem Geldspeicher, davon kann er ruhig ein wenig an die chinesische Staatskasse abgeben.

Peiresc

Twitterfaden von Kamil Galeev
https://twitter.com/kamilkazani/status/1547598065585991693
Der Grundwiderspruch Russlands ist der zwischen Korruption und langfristiger Planung.

sailor

Es ist kein Widerspruch. Man muss dabei bedenken, dass GOSPLAN (die Behörde für die Planwirtschaft der UdSSR) das Denken nachhaltig geprägt hat. Selbst auf Oblastebene gab es keinerlei Anreiz in der SU, selbstständig zu planen; das wirtschaftliche Leben der Sowjetbürger spielte sich in der Kurzfristebene ab. Alles über 1-2 Jahren war Sache des Staates und das zog sich auch durch die wilen 90iger: Die Oligarchen waren möglich, weil den Eigentümern der neuen Anteilsscheine an den ehem. Staatsunternehmen jede Vorstellung abging, die Dinger sind irgendwann mehr wert als heute ein paar Rubel. Auch gespart wurde zu Sowjetzeiten nicht, wozu auch, wenn man jetzt grade ein Kosumgut bekommen konnte, was morgen schon wieder knapp sein konnte. Der kurzfristige Gewinn ist bei den Russen so drin, dass diejenigen, die das erkennen und den Atem haben, es auszunutzen, massiv gewinnen... aber auch diese sind nicht gefeit gegen plötzliche Änderungen.

Diese Kurzfristige Denkweise sieht man auch im Militär: Krim war ssmash n grab, hat geklappt. Donbass der nächste Versuch, der beinahe gescheitert wäre, wo man reinpumpen Truppen reinpumpen musste und eigentlich nicht mehr wusste, was man damit will. Ukraine jetzt... nichts hinzuzufügen.