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Man hat wieder was gefunden

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Begonnen von Typee, 26. Juni 2015, 08:08:08

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Typee

We are doomed...

ZitatDer Fipronil-Skandal ist noch nicht vorbei: Zum zweiten Mal ist in Hessen ein verseuchtes Ei entdeckt worden. Und diesmal war auch noch Eierlikör belastet.

http://www.hessenschau.de/panorama/fipronil-auch-in-eierlikoer-nachgewiesen,fipronil-fund-hessen-100.html

:ohnmacht:

Übrigens: Eierlikör enthält für gewöhnlich 20 % (Prozent !!einself!!!) Ethanol.
Wer den Zufall nicht ehrt, ist der Kausalität nicht wert.

ZKLP

Vor dem Likörchen wird aber erstmal sauber gemacht, klar?!

http://www.deutschlandfunkkultur.de/belgische-studie-wer-viel-putzt-stirbt-frueher.2165.de.html?dram:article_id=394859

ZitatDiese Studie rüttelt das Reinigungsgewerbe in ganz Europa auf: Bei männlichen Reinigungskräften steige das Sterberisiko um 45 Prozent im Vergleich zu Büroangestellten. Bei Frauen wurde ein um 16 Prozent höheres Sterberisiko festgestellt. Die Erklärung für diese deutlichen Unterschiede: Frauen achteten offenbar besser auf Schutzmaßnahmen.

Die Brüsseler Forscherin Laura van den Borre vermutet: Im Privathaushalt sind die Risiken noch größer, weil dort Reinigungsmittel oft bedenkenlos eingesetzt werden. Die größten Gefahren: Lungen, Herz- und Kreislaufkrankheiten bis hin zu Krebs.

eLender

Zitat von: ZKLP am 01. September 2017, 21:00:28
Vor dem Likörchen wird aber erstmal sauber gemacht, klar?!

Das liegt doch bestimmt an AMPA. Die Männer triffts noch härter, weil die zusätzlich noch Glühfosat-belastetes Bier in der Mittagspause trinken (heimlich natürlich). Monsanto ist überall :Aluhut:
Wollte ich nur mal gesagt haben!

ZKLP

Zitat von: eLender am 01. September 2017, 21:12:32AMPA

Oh, es ist schon wieder fast ein Jahr her, dass irgend ein völlig Unbekannter den Wikipedia-Artikel ein wenig ergänzt hat?!
Hat sich gelohnt, seitdem ist es recht ruhig geworden um AMPA.  :2thumbs:

(*pfeifend davonschlendernd*)

eLender

Zitat von: ZKLP am 01. September 2017, 21:26:45
...ein völlig Unbekannter...

Jaja, die NWO wird dich finden. Obwohl, es werden wohl eher die Bambisten sein, die dich suchen, foltern und dreiteilen werden. Trotzdem gut gemacht :2thumbs:
Wollte ich nur mal gesagt haben!

ZKLP

Ökotest hat für die aktuelle Ausgabe mal wieder Biere auf Glyphosat getestet.
Das enttäuschende Ergebnis: Das Thema taugt nicht mal mehr für die Titelseite...

https://www.oekotest.de/essen-trinken/Interview-Das-Beste-waere-Glyphosat-ganz-zu-verbieten-Bier-Test-Die-Autorin-zu-den-Risiken-der-Glyphosatbelastung_10680_1.html

ZitatIm aktuellen Bier-Test sind 13 [Anm.: von 43] Pils, darunter Radeberger und Jever, mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat belastet. In zwei weiteren finden sich noch Spuren. Im Interview erklärt unsere Redakteurin Birgit Hinsch das Risiko für Mensch und Umwelt – und fordert ein Verbot.

Frau Hinsch, kann man die glyphosathaltigen Pils noch trinken?

Ja, grundsätzlich schon. Man muss die Kirche im Dorf lassen. Die Glyphosatmengen, die wir darin gefunden haben, sind wirklich sehr gering. Sie betragen wenige Mikrogramm pro Liter. Ausreißer nach oben haben wir nicht gefunden.




ZKLP

*Schäufelchen beiseite leg*

https://www.mdr.de/wissen/schwanger-kaffee-koffein-gesundheit-baby-100.html
ZitatKAFFEE IN DER SCHWANGERSCHAFT HEMMT BABYWACHSTUM

Trinken Schwangere regelmäßig Koffein-Getränke, kommen ihre Kinder kleiner zur Welt, als wenn sie auf Kaffee und Co. verzichtet hätten. Eine neue Studie zeigt: Der Effekt tritt schon ab einer halben Tasse Kaffee täglich ein.

Die Erstmeldung aus den USA:
https://www.nih.gov/news-events/news-releases/moderate-daily-caffeine-intake-during-pregnancy-may-lead-smaller-birth-size
Zitatwomen who consumed about 50 milligrams of caffeine a day (equivalent to a half cup of coffee) had infants 66 grams (about 2.3 ounces) lighter than infants born to non-caffeine consumers. Similarly, infants born to the caffeine consumers also had thigh circumferences .32 centimeters smaller (about .13 inches).


Was auffällt ist das geringe Interesse der Medien an diesem Ergebnis:
Auch an Tag 4 nach Erstmeldung ist bei Google News außer dem MDR kein weiteres Leitmedium vertreten. Auch nicht die einschlägigen Gesundheits- und Familien(planunngs)portale.
Passt wohl nicht ins Weltbild?!

Scipio 2.0

Müsste das dann nicht auch analog für jede Art von Koffeinhaltigen getränken gelten? Ist doch immer wieder der selbe Stoff drin.


eLender

Damits nicht langweilig wird: ich lese neuerdings immer öfter, dass Süßstoffe (alle, auch das natürliche Stevia) hochproblematisch seien, da sie das Darmmikrobiom schädigen. Es war ja lange still geworden um die tödliche Wirkung von dem Zeugs, aber es muss einfach gesundheitsschädlich sein. Wollte das mal genauer wissen und finde überwiegend diese Warnung (das ist aber die milde Variante):

ZitatUm die Konzentration der Darmbakterien zu verändern, reichten in dem Modellversuch schon kleine Mengen der untersuchten Süßungsmittel. So konnten diese nach Aussage der Forschenden schon bei einer physiologischen Konzentration von 100 Mikrogramm die Darmflora verändern und Infektionen wahrscheinlicher werden lassen - eine Menge, die in der täglichen Ernährung leicht erreicht werden könne.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Zuckerersatz-So-wirken-Aspartam-und-Sucralose-auf-die-Darmflora,suessstoffe102.html

Beim BR sieht man das etwas nüchterner, aber man hebt trotzdem den Zeigefinger:
ZitatEine andere Erklärung könnte die durch Süßstoffe bedingte Veränderung des Mikrobioms, der Zusammensetzung der Darmbakterien, sein. Professor Herzig meint dazu, es gebe eine ganze Reihe von Studien, die zeigen würden, dass die Aufnahme von Süßstoffen mit einer Veränderung der Darmflora einhergehe. Das würde sowohl für Mäuse als auch für Menschen gelten. "Infolgedessen – also nach Aufnahme von Süßstoffen – kommt es dann zu einer Veränderung der Darmflora. Und das korreliert dann auch mit Störungen im Zuckerstoffwechsel", so Herzig.
https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/gesundheit/suessstoffe-zucker-gesundheit-100.html

Man beruft sich meist auf Beobachtungsstudien, die keinen Kausalzusammenhang aufdecken können. Aber es gibt auch experimentelle Studien (wie oben genannt), die aber auch nicht ohne weiteres Schlussfolgerungen erlauben.

Ich schaue mir immer an, was das BfR und die Efsa zum Thema sagen, da die den besten Überblick haben. Da ließt sich das alles nicht mehr sonderlich dramatisch, wie bei vielen anderen Themen auch (weshalb der geneigte Apokalyptiker die auch als Zweigstelle des Bösen schlechthin ansieht). Ganz aktuell:

ZitatStudien zum Einfluss dieser Stoffe auf das Körpergewicht zeigen, dass deren Aufnahme an-
stelle von Zucker, im Rahmen eines Gewichtsreduktionsprogramms mit unterkalorischer Er-
nährung und Maßnahmen einer Verhaltensintervention, zu einer Gewichtsabnahme führen
bzw. diese unterstützen kann. Die vorliegenden Daten lassen aber keine Aussage darüber
zu, ob sich die Aufnahme von Süßstoffen bzw. der Verzehr von Diätgetränken auf das Kör-
pergewicht auswirkt, wenn kein begleitendes Programm zur Gewichtsreduktion eingehalten
wird.
Aus Sicht des BfR kann nach Auswertung der vorliegenden Studien keine eindeutige Aus-
sage darüber getroffen werden, ob der Verzehr von süßungsmittelhaltigen Getränken das Ri-
siko für bestimmte neurodegenerative Krankheiten erhöht oder die Darmflora in klinisch be-
deutsamem Maße beeinflusst. In der Mehrheit der Studien wurde kein negativer Effekt der
betrachteten Süßstoffe auf den Stoffwechsel (Blutzucker, Insulinsekretion, Insulinsensitivität)
beobachtet.
https://www.bfr.bund.de/cm/343/suessungsmittel-mehrheit-der-studien-bestaetigt-keine-gesundheitsbeeintraechtigung-allerdings-ist-die-studienlage-unzureichend.pdf

Gut, man weiß nichts genaues, weil die Studien dazu einfach keine genauen Aussagen dazu erlauben. Hindert die Presselandschaft aber nicht daran, immer neue Zusammenhänge zu konstruieren (und nur am Rande darauf hinzuweisen, dass man eigentlich nichts genaues weiß).

ZitatDie Autoren schließen aus ihren Ergebnissen, dass die Darmflora zur Entwicklung der Anorexia Nervosa beitragen könnte: ,,Unsere Ergebnisse stützen die Hypothese, dass ein stark gestörtes Darmmikrobiom zu einigen Phasen der Pathogenese von AN beiträgt." Hier steht man aber weiterhin vor der üblichen Henne-Ei-Problematik: Ist die AN nun Folge des zuerst veränderten Mikrobioms oder ist das veränderte Mikrobiom eine Folge der AN, die den weiteren Verlauf beeinflusst? Die Frage lässt sich durch die Studien nicht sicher beantworten.
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/42836-magersucht-mikrobiom-macht-mit

Das kann man derzeit häufig lesen. Das Mikrobiom würde uns quasi steuern, wir sind nur Sklaven unserer Arschmikroben. Wenn es denen schlecht geht, dann machen die uns halt schlechte Laune. Dass es eher anders herum sein könnte, ist viel zu langweilig.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Peiresc

Also meine Arbeitshypothese wäre: jede einzelne Mahlzeit verändert das Mikrobiom, und warum auch nicht. Und wenn man länger nichts isst, verändert sich das Mikrobiom auch.

eLender

Zitat von: Peiresc am 23. April 2023, 22:47:50Also meine Arbeitshypothese wäre: jede einzelne Mahlzeit verändert das Mikrobiom
Du bist also nach jeder Mahlzeit ein anderer Mensch; du bist, was du isst ;D
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Schwuppdiwupp

Das fand Hannibal Lector auch. :teufel
Ach, was weiß denn ich ...

Nogro

Zitat von: eLender am 23. April 2023, 22:44:15... wir sind nur Sklaven unserer Arschmikroben. Wenn es denen schlecht geht, dann machen die uns halt schlechte Laune.
Womit sich die alte Volksweisheit "Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz" bestätigt.
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

eLender

Weiter geht der Wahnsinn. Die Meldung tickert in mehreren Medien auf die Pupille, das muss was ganz Großes sein.

ZitatBei den Tests stellte sich heraus, dass durch Sucralose in den Zellen vor allem die Gene weitergegeben werden, die mit Entzündungen, oxidativem Stress und Krebs in Verbindung gebracht werden. Ebenso wurde auch die Darmschleimhaut geschädigt. ,,Wir haben festgestellt, dass der Süßstoff einen ,undichten Darm' verursachen kann", sagt Schiffman in einer Pressemitteilung der Universität.

Durch einen undichten Darm kann es passieren, dass nur teilweise verdaute Nahrung sowie Giftstoffe in den Blutkreislauf gelangen können. Das wiederum kann sich auf viele verschiedene Bereiche des Körpers auswirken.
https://www.welt.de/kmpkt/article245735886/Sucralose-Darum-solltest-du-auf-den-Suessstoff-verzichten.html

Das kam mir irgendwie schon bekannt vor. Ich konsumiere das zwar nicht, aber es ist nicht so, dass das erst seit ein paar Jahren auf dem Markt ist (2013 gab es schon mal ähnliche Berichte). Habe dann mal WP nachgeschaut, das müßte ja dringend erwähnt werden (was die Efsa oder das BfR oder sonstige Zulassungsbehörden dazu meinen, ist meist zu langweilig um dort erwähnt zu werden). Man findet im Artikel nichts, aber auf der Diskseite:

ZitatIm Darm werden genotoxische Metaboliten gebildet siehe Untersuchung von im Darm gebildeten Metaboliten. Auch das im Körper gebildete Abbauprodukt 1,6-Dichlorfructose ist sehr verdächtig. --FK1954 (Diskussion) 15:37, 9. Jun. 2023 (CEST)

    Diese in-vitro-Studie hat mehrere Probleme:
    Es handelt sich seltsamerweise nicht um Sucralose, sondern Sucralose-6-acetat - seltsam deswegen, da man ja eh in-vitro hantiert hatte.
    Die Dosis: Wenn man 250 mg Sucrolose konsumiert, steigt die Spiegel im Blut auf etwa 365 ng/ml (Quelle). Im Paper wurden erste potentiell genotoxische Effekte bei etwa 500 µg/ml detektiert, aber mit Sucralose-6-acetat. Laut Paper sollen 10 % der Suralose in Sucralose-6-acetat überführt werden, wodurch man also etwa 5 kg Sucrolose fressen müsste (innerhalb etwa 2 h, damit der Plasmaspiegel nicht zu schnell abfällt). Das schafft keiner.
    WP:RMLL - eine in-vitro-Einzelstudie steht der etablierten Lehrmeinung entgegen, die Sucrolose für nicht kanzerogen einstuft. --Julius Senegal (Diskussion) 16:06, 9. Jun. 2023 (CEST)
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Sucralose#genotoxische_Metaboliten_im_Darm

Habe die Studie jetzt nicht gelesen, aber wenn man schon solche Panikmeldungen raushaut, dann sollte man wenigstens auf die Schwachpunkte hinweisen. Die Studie wird wahrscheinlich noch nicht mal vom BfR kommentiert werden, da sie wissenschaftlich kaum haltbar sein wird. Für die Welt und andere Gazetten aber auf jeden Fall eine wissenschaftliche Wahrheit.
Wollte ich nur mal gesagt haben!