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#11
SPAM / Re: TGI für @urs
Last post by Urs Reggeli - Heute um 08:12:36
Ich weiß nicht, wo Du lebst, Stefan, aber in Österreich ist Herr Ainedter wirklich sehr bekannt, insbesondere als Anwalt des ehem. Finanzministers Grasser.

Böse Zungen sagen,  den Ainedter als Verteidiger zu beauftragen sei praktisch ein Schuldeingeständnis.

Dass der zu "Normalos", die wahrscheinlich bei Mitteilung seiner Stundensätze zusammenzucken, nicht besonders freundlich ist, kann ich mir irgendwie gut vorstellen. Ich kenne ihn natürlich auch nur aus dem Fernsehen, aber so rein vom Auftreten habe ich mir noch nie gedacht, "ach, das wäre doch mal ein sympathischer Rechtsanwalt, falls ich mal einen brauchen sollte".
#12
Zitat von: eLender am Gestern um 23:24:18https://archive.is/9yEC2 (SZ- Die woke Bewegung ist gescheitert. Daran ist sie auch selbst schuld)

Dieser Kommentar lässt es an Deutlichkeit nicht missen. Obwohl die Autorin auch dem identitätspolitischen Aktivismus anhängt, wie man an den Formulierungen im Text und dem immer noch leicht belehrenden Tonfall erkennt. Sie hat 2021 auch ein entsprechendes Buch über Rassismus in Deutschland veröffentlicht: "Schwarzweißdenken: Was es heißt, ehrlich über Rassismus zu sprechen".

Aber wie heißt es so schön? Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.
#13
Zitat von: Daggi am Gestern um 14:57:45Conclusions: Individuals with long COVID had a higher prevalence of depression, anxiety, fatigue, and headache both before and after being diagnosed with long COVID compared with controls without long COVID.

Und da haben sie vermutlich noch nicht einmal nach den richtigen präexistierenden Beschwerden gefragt. Ich vermute, dass Fragen nach langwierigen Bauchschmerzen, bei denen in der Magenspiegelung nichts rechtes herausgekommen ist, nach monatelangen Perioden von Schmerzen im Thorax-Arm-Bereich ohne überzeugende Befunde und dgl. mehr noch interessanter wären. Solche Patienten müssen keine offensichtlichen psychischen Beeinträchtigungen haben außer vielleicht einer gewissen Missstimmung, die bei allen chronischen Schmerzen nahezu unausweichlich ist.
#14
Zitat von: eLender am 23. November 2025, 00:01:07(nur mal zur Erinnerung: das soll eigentlich bedeuten, dass man nach einer Anstrengung übermäßig starke Erschöpfung zeigt. Also muss/soll es da einen ursächlichen Zusammenhang geben. Eigentlich)

Das ist doch völlig veraltet. Inzwischen ist es buchstäblich jede Art von Eindruck, auch ein positiver, der "crash" machen kann (banale Eindrücke schon lange). Frau Bettina Grande hat auf dem DGPPN-Kongress mit tränenerstickter Stimme gesagt, dass ein Schluck Kaffee am Morgen, die Empfindung die das im Pharynx auslöst, dazu führen kann, dass man es Mittags nicht mehr schafft, in die Küche zu gehen. Eine andere Patientin hat ihr gesagt: wenn ich jetzt das Stäubchen vor dem Fernseher wegmache, werde ich 3 Stunden liegen müssen. Die Belastung, die "Crash"-Gefahr wurde durch den Gedanken ausgelöst, das Stäubchen ertragen zu müssen.

(Den genauen Wortlaut habe ich nicht mehr parat, aber ich verbürge mich dafür, dass ich nicht übertreibe).
#15
Zitat von: Daggi am Gestern um 15:01:41und kurz zurück zur DGPPN: Frau Büchner dazu im Ärzteblatt mit der Kurzmitteilung:

Huch, einmal auf der DGPPN gesprochen und direkt die halbe deutsche Neurologie Prominenz gegen mich aufgebracht.

https://www.aerzteblatt.de/news/long-covid-und-mecfs-diskussion-um-stigmatisierung-und-krankheitsgenese-fcb3c3a4-3b86-41f4-8c37-57a2c7c83703

Wie passt das zusammen?
Zitat,,Die Ablehnung der Psychologisierung und das wahrgenommene Stigma von psychischen Erkrankungen stehen in keinem Zusammenhang", berichtete sie.
Und ein paar Zeilen später:
ZitatDass sich viele ME/CFS- und Long-COVID-Betroffene durch die Psychologisierung tatsächlich stigmatisiert fühlen, konnten Büchner und weitere Fachleute in einer im August veröffentlichte Onlinebefragung zeigen
Ein Zusammenhang, d. i. eine Korrelation, und sei sie negativ, besteht in Satz A nicht und ist in Satz B offensichtlich und veröffentlicht.
 :gruebel

Tatsächlich mag dieser Zusammenhang bestehen, nur sagt er eben absolut nichts über die Pathogenese der Symptomatik aus, sondern nur etwas über das Selbstbild der Betroffenen. Auf dem DGPPN-Kongress hörte man gelegentlich den Terminus ,,Überidentifikation". Vielleicht kann man ihn auch für eine fehlende professionelle Distanz verwenden.

Tatsächlich bestätigt die am Schluss erwähnte Büchner-Studie (Ko-Autoren: Schomerus, Scheibenbogen, bei uns z. B. in #533, auch in #541, kurzkommentiert in #556, weiter in #561, #562) etwas ganz anderes:
ZitatN = 655 (32%) reported that their symptoms had developed after a COVID-19 vaccination (PCVS subsample).
Sie ist die völlig unkritische Übernahme und Bekräftigung unplausibler Hypothesen zur Krankheitsentstehung.

 

#16
Zitat von: RPGNo1 am 23. November 2025, 09:58:34Ich reibe verdutzt meine Augen.
Die SZ ist scheinbar aus dem Dornröschenschlaf erwacht, man erkennt Zeichen von Realitätswahrnehmung. Gut, noch ist der Wahn zu tief verankert, aber das ist bei Ideologieaussteigern ja immer ein langer und zäher Prozess.

ZitatNach gut zehn Jahren, in denen versucht wurde, die im Grunde richtigen Ansätze und Grundhaltungen anderen aufzudrücken, sind die woke Bewegung und die linke Identitätspolitik gescheitert. Eine Bewegung ist nur so stark wie ihre Kraft, die Menschen zu überzeugen. Doch statt die Mitte der Gesellschaft einzubinden, ja in Schutz zu nehmen, haben die Aktivisten diese Mitte immer wieder unter Feuer genommen. Im Angesicht der Bedrohung durch die Rechtsextremen hat das etwas Selbstzerstörerisches.
https://archive.is/9yEC2 (SZ- Die woke Bewegung ist gescheitert. Daran ist sie auch selbst schuld)

Klar, sie wollten immer nur eine bessere Welt und sind den anderen damit zu sehr auf die Nerven gegangen.
Ich glaube eher, es ist die wirre Ideologie dahinter und die aggressive Art, die einem auf die Nerven gegangen ist.
#17
Zitat von: Daggi am Gestern um 14:57:45Conclusions
Das haben schon viele Studien gezeigt. Wird aber in der Blase aufs Äußerste bestritten (man war immer super topfit und hatte nie auch nur irgendwelche Zipperlein - wer's glaubt...). Passt gut zu der Lektüre, aus der ich ein paar Häppchen zitieren möchte.

ZitatIgnoring the role of psychosocial factors in persistent physical symptoms can lead to harm from unnecessary testing and treatment, and explicitly or implicitly attributing symptoms to a purely psychogenic cause leads to denial of the reality of the patient's experience and stigmatisation.
...

The division into somatic diseases, functional somatic disorders, and mental disorders is artificial, given the many overlaps between diseases, and promotes a misleading mind–body dualism; however, as this division is the basis for current diagnostic systems in medicine (eg, ICD-11), it is used here.
...

Importantly, the term psychosomatic is often misunderstood to mean psychogenic or imaginary, whereas the overall aim of psychosomatic medicine is to integrate psychological and somatic aspects of illness, focusing on the interactions between somatic and psychological processes.
...

Current evidence on the development of persistent physical symptoms is best represented by biopsychosocial vulnerability–stress models, which distinguish between predisposing, triggering, and maintaining or aggravating factors
...

 Cognitive–perceptual and emotional processes considered to be maintaining and aggravating factors in the development of persistent physical symptoms across diseases include selective attention to and heightened perception of bodily sensations, catastrophising interpretations, dysfunctional health behaviours, and somatosensory amplification.
...
At the cognitive–behavioural level, learning processes and avoidance behaviours such as physical inactivity and subsequent deconditioning also play a role in maintaining and amplifying somatic symptoms
...

Evidence increasingly suggests that symptoms are imprecise representations of body states. This inaccuracy can lead to overestimation or underestimation of the activity of disease processes. Central to a contemporary neuroscientific account of symptoms is the process of predictive coding,24,59 a computationally efficient process by which the brain integrates complex information, including information about body states.
...

In the case of persistent physical symptoms, evidence suggests that priors, which are based on implicit learned experiences of symptoms or explicit beliefs, have a dominant effect, and the effect of ascending signals is diminished.
...

Placebo and nocebo responses provide a good example of the importance of patients' beliefs and expectations in the perception and management of their symptoms.
...

The assumption that multifactorial biopsychosocial processes contribute to symptom persistence offers a potential opportunity to overcome the artificial separation between somatic and mental illness in the diagnosis and treatment of persistent physical symptoms and between pain medicine and psychosomatic medicine.
...

Focusing on persuading the patient that they do not have a disease and making presumptions about psychogenic factors47 are usually not helpful to the treatment process. Counselling should avoid inappropriate pessimism about outcomes and overemphasis on rare treatment side-effects, as this type of counselling can have nocebo effects.
...
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(24)00623-8/fulltext

Bildchen:


Aber klar, ist alles nur Stigmatisierung.

Zitat von: Daggi am Gestern um 15:01:41Frau Büchner dazu im Ärzteblatt mit der Kurzmitteilung

ZitatLaut Büchner steckt dahinter die Annahme, dass man durch die Entstigmatisierung psychischer Krankheiten erreichen könne, dass die Psychologisierung von Long COVID und ME/CFS von Betroffenen nicht mehr abgelehnt werde. Büchner hält diese Annahme allerdings für falsch. Sie verwies auf noch unveröffentlichte Daten aus einer Befragung von knapp 1.400 Menschen mit Long COVID. ,,Die Ablehnung der Psychologisierung und das wahrgenommene Stigma von psychischen Erkrankungen stehen in keinem Zusammenhang", berichtete sie.

Klar, das kommt halt raus, wenn man exklusiv die Blase befragt. Das ist ein Strohmann, es geht in der Psychosomatik nicht um die Reduktion auf die "Psyche", wie man obigem Artikel entnehmen kann. Es ist ein Faktor von vielen (was man eben schon alleine daran erkennt, dass eine psychische Vorerkrankung zu einem höheren Riskiko für LC führt).

Aber das Huhn muss erst mal da sein, um ein Ei zu legen. Das Ei ist dann nur die Folge dessen.

Zitat,,Unsere wichtigste Aufgabe ist die Zurückweisung von Stigmatisierung", so die Psychologin. Daneben sei die Erkennung und Therapie sekundärer Folgen sowie die Abklärung von Differentialdiagnosen eine wichtige Aufgabe für Fachleute aus Psychiatrie und Psychotherapie. Denn bei der Symptomatik von Long COVID und ME/CFS gibt es viele Überschneidungen mit psychiatrischen Diagnosen.

Habe den Artikel mal angehängt, da man sich zur Lektüre anmelden muss (edit: klappt leider nicht, muss erst mal sehen, was schon wieder futsch ist...)
#18
Politik und Gesellschaft / Re: Krise in der Ukraine
Last post by Max P - Gestern um 19:38:06
ZitatDem WSJ sagte Witkoff auf Anfrage, Russland verfüge »über immense Ressourcen und riesige Landflächen«. Er habe Hoffnung, dass Russland, die Ukraine und die USA zu Geschäftspartnern werden würden. »Wenn wir das erreichen und alle davon profitieren und daran teilhaben, wird das ganz natürlich ein Bollwerk gegen künftige Konflikte bilden. Denn alle profitieren davon.«
Einbindung durch Handel und Wandel und gemeinsame Wirtschaftsinteressen... Eine großartige Idee, die sich ja auch in den letzten 35 Jahren ganz offensichtlich hervorragend bewährt hat! Wenn nicht, wäre Russland heute womöglich eine Diktatur unter einem "durchgeknallten Nationalisten, der sich daran berauscht, Grenzen mit Gewalt zu verschieben" (Sahra Wagenknecht). Nicht auszudenken, was dann wäre!

Warum bietet man eigentlich Putin nicht die Rückgabe Alaskas gegen den Rückzug aus der Ukraine an? Gemeinsame Geschäfte kann man in Alaska genauso gut machen wie in Sibirien. Der große Dealmaker in Washington sollte diesen Vorschlag doch zumindest in Erwägung ziehen. Zumal man dann gemeinsam auch noch Kanada und Grönland unter sich aufteilen könnte.


#19
SPAM / Re: TGI für @urs
Last post by Stefan312 - Gestern um 19:35:29
Zitat von: Stefan312 am Gestern um 19:00:24Die Bewertungen auf google vom Herrn Ainedter lassen auch zu wünschen übrig.
"In meinem kurzen Kontakt selten so einen überheblichen, respektlosen und unfreundlichen Menschen erlebt"
"Ich wünsche Ihnen, dass sie auf menschlichere Anwälte treffen"

Aja es gibt noch mehr...
https://www.vienna.at/wiener-promi-anwalt-manfred-ainedter-verurteilt/9613397
Aber das sind ja 2 und nicht nur einer.
#20
SPAM / Re: TGI für @urs
Last post by Stefan312 - Gestern um 19:35:07
Aber das sind ja 2 und nicht nur einer.