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Neueste Beiträge

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Politik und Gesellschaft / Re: Amerika du hast es besser
« Letzter Beitrag von Peiresc am Heute um 16:52:12 »
Nochmal Jack Shafer. Er bringt die Paradoxien der menschlichen Existenz auf den Punkt:

Zitat
The Kavanaugh accusations mean he'll never be confirmed to the Supreme Court, but should prove no hindrance to achieving the presidency.
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Allgemeine Diskussionen / Re: es darf gelacht werden
« Letzter Beitrag von Nogro am Heute um 15:27:51 »
Tenor: Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich niemand mehr beeindrucken. Wir brauchen mehr Bauchgefühl für politische Entscheidungen.
Und ein religiöses Weltbild (haben wir schon längst, z.B §219a) und ein ideologisches (hatten wir auch schon, s. 33-45 oder Lyssenko u.A.). So fängt es an.
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Allgemeine Diskussionen / Re: es darf gelacht werden
« Letzter Beitrag von celsus am Heute um 14:59:25 »
Ja. Ich merke, dass es mir etwas schwer fällt, darüber zu lachen. Es erinnert doch sehr an diverse Diskussionen mit Esoten und Aluhüten. Soll es wohl auch.

Aber es ist inzwischen zu nah an der Realität. Auch bei uns.

Die Grünen Braunschweig:
Zitat
Die Akzeptanz kann nur erhöht werden, wenn andere Weltbilder als das naturwissenschaftliche anerkannt und bei Entscheidungsfindungen berücksichtigt werden.

https://twitter.com/GrueneBS/status/1043441433200545793

(Tweet inzwischen gelöscht)

Aus der Diskussion nehmen sie diese brillante Erkenntnis mit:

Zitat
Wissenschaftliche Erkenntnisse geben wichtige Impulse und bedürfen immer einer gesellschaftlichen und polit. Diskussion und Einordnung. Es ist dann Aufgabe der Politik, daraus die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Wir Grüne treten deshalb z. B. für ein Glyphosatverbot ein

Ich habe die Diskussion vorgestern verfolgt. Tenor: Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich niemand mehr beeindrucken. Wir brauchen mehr Bauchgefühl für politische Entscheidungen.
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Andere Webseiten oder Medien / Re: täglich uninteressante Links
« Letzter Beitrag von MrSpock am Heute um 11:41:57 »
Dank des Föderalismus ist es nicht überall so. An "unserer" Grundschule wird zum Glück sehr auf die korrekte Rechtschreibung geachtet. Jetzt weiss ich nicht, ob es im gesamten Bundesland so ist oder nur unsere Kommune oder nur unsere Schule betrifft. War mir auch egal. Hauptsache, meine Kinder lernen es von Anfang an richtig. Alles andere ist Quatsch. Schreiben nach Gehör hat in der Lehrer- und Elternschaft zum Glück keine Mehrheit bei uns.
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Allgemeine Diskussionen / Re: es darf gelacht werden
« Letzter Beitrag von Peiresc am Heute um 09:05:13 »
 :rofl2

Das wäre was fürs nächste Psirama.
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Allgemeine Diskussionen / Re: es darf gelacht werden
« Letzter Beitrag von Schwuppdiwupp am Heute um 08:57:37 »
 :2thumbs:
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Allgemeine Diskussionen / Re: es darf gelacht werden
« Letzter Beitrag von Daggi am Heute um 01:43:03 »
Alternative Mathematik in Zeiten von Donald Trump:

https://www.youtube.com/watch?v=Zh3Yz3PiXZw

(unbedingt bis zum Ende gucken - die Pointe kommt am Ende)
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Hinweise und Vorschläge für Psiram-Artikel / Re: Ken Jebsen
« Letzter Beitrag von celsus am Heute um 00:57:02 »
Zitat
Denn naturgemäß und im ganz direkten Wortsinn ist jede Ermittlungshypothese von Polizei und Staatsanwaltschaft, die von einer geheimen Absprache mehrerer Täter ausgeht, eine Verschwörungstheorie.

Was für ein entsetzlicher Unsinn (der Rest auch, das nur als Beispiel). Eine Ermittlungshypothese beruht gewöhnlich auf mehr oder weniger handfesten Indizien. Verschwörungstheorien sind unbelegte und unbegründete Behauptungen.

Schreyer verspinnt sich selbst in seiner vorher festgelegten Einzelmeinung und unterstellt Butter "dogmatische" und "idiologische" Argumentation.
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Hinweise und Vorschläge für Psiram-Artikel / Re: Ken Jebsen
« Letzter Beitrag von Daggi am Heute um 00:20:52 »
Über diesen Unsinn hat Paul Schreyer alles gesagt. Was eigentlich?
Hier:

Alles ist wie es scheint
VonPaul Schreyer am 18. März 2018
Format: Broschiert
Der Tübinger Kulturgeschichtsprofessor Michael Butter hat ein - vielleicht gut gemeintes - Aufklärungsbuch über Verschwörungstheorien geschrieben, verfängt sich dabei aber in Widersprüchen. Das Buch zeigt exemplarisch die logischen Brüche und Grauzonen, denen man bei diesem Thema immer wieder begegnet. So vermeidet es der Autor, zunächst einmal seine Definitionskriterien für den Begriff Verschwörungstheorie offenzulegen: Was genau macht eine Sichtweise, die der herrschenden Meinung zuwiderläuft, eigentlich zu einer Verschwörungstheorie? Woher soll ein Beobachter von vornherein, also ohne Detailprüfung der Fakten, wissen, ob eine Theorie wahr ist oder falsch?

Butter begnügt sich hier mit Zirkelschlüssen. So schreibt er, dass er es, genau „wie die große Mehrheit der Wissenschaftler“, für ein wichtiges Kriterium von Verschwörungstheorien halte, „dass diese falsch sind“ (S. 37). Das ist einigermaßen albern. Wer das, was er beweisen möchte, bereits als Prämisse setzt, betreibt keine Wissenschaft, sondern eher Wortklauberei.

Auf diesem „Fundament“ baut der Autor sodann ein Gedankengebäude auf, das immer wieder durch radikal-dogmatische Behauptungen irritiert: Verschwörungstheorien seien „immer falsch“, „noch nie“ habe sich eine Verschwörungstheorie als wahr herausgestellt. Große Worte – und offenkundiger Unsinn. Denn naturgemäß und im ganz direkten Wortsinn ist jede Ermittlungshypothese von Polizei und Staatsanwaltschaft, die von einer geheimen Absprache mehrerer Täter ausgeht, eine Verschwörungstheorie. Mit jedem abgeschlossenen Fall, in dem die Ermittler ihre These belegen können, hat sich eine weitere Verschwörungstheorie als wahr herausgestellt. Das passiert jeden Tag. Ein bekanntes Beispiel sind etwa die regelmäßig aufgedeckten Preisabsprachen großer Konzerne.

An dieser Stelle, wo Butter offenkundig leicht zu widerlegen ist, rettet er sich ins Halbdunkel einer argumentativen Unschärfe. Er führt eine künstliche Trennung ein zwischen großen „Superverschwörungstheorien“ („immer falsch“) und begrenzten „Ereignisverschwörungstheorien“, etwa zu Attentaten und Staatsstreichen, bei denen es „noch eher vorstellbar“ sei, „dass sie sich einmal als wahr erweisen“. (S. 38) Hier wird es nun vage und beliebig. Denn wo sollen Ereignisse wie etwa der Reichstagsbrand, Pearl Harbor oder 9/11 eingeordnet werden? Wo genau liegt die Grenze zwischen „absurden Superverschwörungen“ und „vorstellbaren Ereignisverschwörungen“? Butter nennt sie nicht und kann sie auch nicht nennen, da eine solche Abgrenzung spekulativ und willkürlich wäre. Die Einteilung ist zumeist politisch motiviert und eben nicht wissenschaftlich.

Sein „vielleicht stärkstes Argument gegen Verschwörungstheorien“ beschreibt der Autor schließlich so: „Vor allem gehen Verschwörungstheorien von einem falschen Menschen- und Geschichtsbild aus, wenn sie behaupten, dass Geschichte über einen längeren Zeitraum plan- und kontrollierbar ist.“ Dies ist Butters Hauptgedanke, der mehrfach von ihm geäußert wird und seinem Buch ideologisch zugrunde liegt. Dass Menschen „den Verlauf der Geschichte ihren Intentionen entsprechend lenken können“, werde, so der Autor, von „den modernen Sozialwissenschaften“ mittlerweile infrage gestellt.

Nun ist es sicher zutreffend, dass keine Gruppe von Menschen über so absolute Macht verfügt, dass sie detailliert die Zukunft aller anderen lenken kann. Theorien, wonach eine kleine homogene Gruppe alles steuert („die Juden“, „die Illuminaten“) werden der Komplexität der Welt nicht gerecht. Aber auch die Gegenannahme, eine längerfristige Planbarkeit von Politik generell als „falsches Geschichtsbild“ abzulehnen, ist in dieser Pauschalität eine steile These.

Butter argumentiert im Kern undifferenziert: Da komplexe und langfristige Geheimplanungen in der Politik oft nicht zum beabsichtigten Ergebnis führten, sei davon auszugehen, dass es solche Planungen gar nicht gäbe, oder es zumindest nie versucht würde, sie in die Tat umzusetzen. Das aber wirkt wie naiver Kinderglauben. Im Hintergrund steht die simple Moral „unsere Eliten sind nicht böse“, eine Überzeugung, die unvermeidlich schon bei der Definition des „wir“ ins Straucheln gerät. Denn „den anderen“, also Putin, Al Qaida etc., sind selbstverständlich fast alle finsteren Pläne bis hin zur Weltherrschaft zuzutrauen. Was aber unterscheidet „sie“ von „uns“?

Den „Prinzipien der Aufklärung“, die der Autor zu verteidigen vorgibt, wird das Buch somit am Ende leider nicht gerecht - eher im Gegenteil.
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Hinweise und Vorschläge für Psiram-Artikel / Re: Ken Jebsen
« Letzter Beitrag von celsus am Gestern um 23:31:10 »
Warum das Wort "Verschwörungstheorie" falsche Behauptungen über angebliche Verschwörungen bezeichnet, darüber haben auch schon einige Leute etwas gesagt, zuletzt habe ich es im aktuellen Buch von Bernd Harder gelesen und fand dort schlüssig dargelegt, warum dieser Begriff für eine Diskussion über selbigen ausreicht.

Ich habe ja schon lange drauf gewartet, dass Michael Butter die Aufmerksamkeit der Aluhüte auf sich zieht.
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