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#1
Zitat von: HAL9000 am Gestern um 23:54:11Gebt es Spahn.

Den Scherz hast du bei Mai geklaut, aus der obigen Sendung ::)
#2
Zitat von: eLender am Gestern um 23:44:44Was macht man bloß mit so viel Geld?
Gebt es Spahn.
Der hat vermutlich sinnvollere Ideen zur Verschwendung, als es in der Scheibenbogen-Blase zu versenken.
#3
Politik und Gesellschaft / Re: Legalisierung von Cannabis
Last post by HAL9000 - Gestern um 23:45:33
Zitat von: Max P am Gestern um 19:22:03verlangt man ja auch keinen Nachweis eines psychotherapeutischen Nutzens
Wieder mal zielsicher vorbeigeschossen.
Es geht nicht um die Legalisierung (die ich strikt ablehne, wie schon mehrfach erwähnt) der Droge.
Die von mir verlinkten Studien zeigen, dass der angepriesene therapeutische Nutzen praktisch null ist.
Von Alkohol und Tabak behauptet niemand ernsthaft, dass es einen therapeutischen Nutzen gäbe.
#4
Ein paar Merkwürdigkeiten zur "Dekade". Das "Sondervermögen" soll ja nicht unbedingt zweckgerichtet eingesetzt worden sein. Jeder hat wohl seine Chance gewittert, der Karli hat das wahrscheinlich so geregelt.

ZitatMit einer halben Milliarde Euro sagen wir postinfektiösen Erkrankungen den Kampf an", erklärte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) am 30. Januar auf Instagram. Vor der Bundespressekonferenz am selben Tag bemühte sie sich um den Eindruck, dass sie persönlich die Forschung mit dem Förderprogramm voranbringen möchte. Long Covid, ME/CFS und andere Syndrome könnten Lebenspläne zerstören, betonte sie. Forschungslücken müssten geschlossen, die Erkrankungen besser verstanden werden: ,,Um dieses Ziel zu erreichen, rufe ich heute eine Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen aus." Auch international fand die deutsche ,,Forschungsdekade" viel Beachtung. Nun jedoch legen bisher unbekannte Dokumente nahe: Bärs Ministerium, das BMFTR, wollte eine derart große Initiative gar nicht.

Mithilfe des Informationsfreiheitsgesetzes ist die Patientengruppe ,,Nicht Genesen" an die interne Korrespondenz des Ministeriums gelangt. Die Unterlagen liegen der F.A.Z. vor. Darunter befinden sich E-Mails anlässlich der Beratungen zum Bundeshaushalt 2025 und 2026, die sich bis in den Sommer vergangenen Jahres zogen. Im Juli und August erreichte Bärs Fachleute eine Anfrage aus der eigenen Fraktion der Ministerin. Dort kursierte die Information, dass das BMFTR einen ,,Bedarf von rd. 100 Mio. Euro für die nächsten 5 Jahre" für die Forschungsförderung bei postinfektiösen Erkrankungen sehe. Ein Haushaltspolitiker der CDU, sein Name ist in den Unterlagen geschwärzt, fragte, warum die im Haushaltsentwurf der Regierung vorgesehen Mittel ,,deutlich niedriger" lägen.
https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/wie-ernst-war-es-forschungsministerin-baer-mit-der-forschungsdekad-110854950.html

Was macht man bloß mit so viel Geld?
#5
Zitat von: RPGNo1 am Gestern um 07:43:56von denen sie wenig bis keine Ahnung
Sie hat ja ein "Rechercheteam", das wohl aus echten Studierten besteht (womögl. hoher Anteil an Critical ... Fächern). Aber ihr Gebiet sind die Wissenschaften, egal ob Natur- oder Sozial. Es geht um Wissenschaftlichkeit, und darum, wie man an gesichertes Wissen gelangen kann. Sie pustet immer jede Menge Hinweise auf Studien heraus, um die "Richtigkeit" ihres Geplappers zu belegen. Das ist oberflächlich überzeugend, das machen auch die Pseudos so. Es kommt aber darauf an, wie man solche Studien einordnen, wie man sie bewerten sollte. Ich hatte das schonmal bemerkt: das kann sie nicht (tut aber so). Ist auch keine leichte Übung dafür braucht es schon mehr, als ein paar Jahre uff Uni. Die Sciencecops können das schon besser, aber auch die verdursten gelegentlich auf halber Strecke.

Weil das natürlich überheblich und ggf. zu stark generalisiert klingt, mal ein Beispiel aus der Sendung. Sie spricht von Biomarkern, die aber nicht so eindeutig sind, um als diagnostisches Kriterium zu gelten. Und sie verdeutlicht das an dieser Studie zu den Muskelfasern bei Geplagten. Die würden nicht einfach Muskelmasse abbauen, weil sie nur in der Gruft abhängen (der übliche Muskelschwund halt, hier aber nicht beobachtet?), sondern sie würden bestimmte Fasertypen (die langsamen, ausdauernden) überproportional abbauen (im Verhältnis zu den schnellen, aber wenig ausdauernden). Sie meint, man könne dieses Verhältnis nur deshalb nicht als Marker benutzen, weil es da Überlappungen auch mit "gesunden" Probanden gibt.

Wenn man sich die Studie mal genauer ansieht, dann bleibt auch davon nichts übrig. Es ist übrigens ein Preprint, das seit einem Jahr in der Schleife hängt (also nicht Peer-reviewed veröffentlicht wurde). Alleine das sollte schon mal Zweifel wecken. Solche Studien (und die Designs) sind prototypisch für die Blaserforschung (es stammt aus der Blase, das sehe ich an den Autoren, wurde auch von den entsprechenden Organisationen gefördert). Man kann sich das mal selbst ansehen, es ist eher ein Sammelsurium an Untersuchungen, die nicht so recht zusammenpassen. Ich puste nur mal eine Grafik raus:


https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2025.05.02.25326885v1.full-text

Man hat also eine Gruppe gesunder Probanden für 60 Tage ans Bett gefesselt und geschaut, was sich da im Muskel tut. Und dann hat man das damit verglichen, wie es bei den Geplagten aussieht. Nuja, aber wie kann man dann zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Geplagten einen anderen Muskelabbau (der hier natürlich als etwas Pathologisches gedeutet wird) haben, der sich spezifisch durch die Geisterkrankheit erklärt? Das kann man eigentlich nicht aus dem Design ableiten. Die freiwillig Matrazierenden sind eine ganz andere Kohorte (in beinahe allen relevanten Merkmalen, wie Alter, Geschlecht und Gewicht). Dann hat man noch eine "Kontrolle" mit Gesunden, die zwar halbwegs zu den Ermüdeten passt, aber die eben "gesund" ist. Das ist einer der weiteren Merkmalen solcher Studien.

Man kann das dann eben nicht als Spezifikum deuten, da man zur Kontrolle Personen hernehmen müsste, die auch nicht gesund sind (man könnte ja Geplagte nehmen, die kein PEM aufweisen, also kein ME haben können). Ist eh alles Quatsch, keine eindeutigen Ergebnisse, nicht veröffentlicht und keine Reproduktion zu erwarten. Für Mai aber echte Wissenschaft.
#6
Zitat von: RPGNo1 am Gestern um 17:48:31Endlich lässt der brandstiftende Biedermann Müller seine Maske fallen
Wieso endlich? Ich dachte, Müller gälte schon länger als "gesichert rechtsextrem".
Bzw. zumindest gesichert stark rechtsdrehend.
#7
Politik und Gesellschaft / Re: Legalisierung von Cannabis
Last post by eLender - Gestern um 22:21:55
Aus SPON:

ZitatDen Plänen des Kabinetts zufolge soll künftig eine Verschreibung nur in einer Videosprechstunde gesetzlich ausgeschlossen werden. Der Onlineversand von Cannabisblüten soll ebenfalls unterbunden werden, stattdessen sollen sie in Apotheken zu bekommen sein – auch dort mit Aufklärung und Beratung.

Ob die Verschärfungen in dieser Form tatsächlich durchgesetzt werden, scheint allerdings ungewiss. Die SPD-Bundestagsfraktion will dem Entwurf von Gesundheitsministerin Warken in seiner aktuellen Form nicht zustimmen .

Da hat der Streek doch letztens auch gemeckert, dass man sich das per Rezept besorgen kann (aber auf eigenen Kosten). Das ist natürlich ein Workaround für die Cannabinesen, die nicht in dunklen Ecken an das Zeugs kommen wollen. Trocknet zumind. der Schwarzmarkt aus. Passt den Biertrinkern natürlich nicht, die halten ja generell nichts von Drogen ::)  Ist natürlich ein Eiertanz, medizinisch scheint das Zeugs eher Placebo (aber bei SPON wird ja von echten Wirkungen bei bestimmten Plagen geschrieben). Dann müßte man das nach Indikation einschränken, aber es gilt ja die Behandlungsfreiheit. Nuja, die SPD wird da das Rad der Zeit wohl kaum zurückschrauben, muss die CDU auf ein Bündnis mit der AfD warten...
#8
Politik und Gesellschaft / Re: Legalisierung von Cannabis
Last post by Max P - Gestern um 19:22:03
Zitat von: eLender am 13. April 2024, 22:09:16Drogen sollen bei schweren Depris helfen? Die machen doch erst die Depris, oder? Die Datenlage scheint uneindeutig.
Was für ein lächerlicher Eiertanz! Man sollte Cannabis endlich WIRKLICH als Genussdroge legalisieren und gut is. Bei anderen, bei uns mehr traditionellen Applikationen verlangt man ja auch keinen Nachweis eines psychotherapeutischen Nutzens.  ::)
#9
Zitat von: RPGNo1 am Gestern um 17:48:31
ZitatTheo Müller rät CDU in Baden-Württemberg zu Koalition mit rechtsextremer AfD

Vor Kurzem ging der Unternehmer noch gegen die Behauptung vor, er unterstütze die AfD. Nun mischt sich Theo Müller in die Debatte zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg ein. Für AfD-Mann Frohnmaier findet er warme Worte.
...

Endlich lässt der brandstiftende Biedermann Müller seine Maske fallen.  #)

Schon seit seinem Theater um mögliche Erbschaftsteuern und seine geplante "Auswanderung" in die Schweiz sind Produkte, die von von Müllermilch übernommenen Betrieben, stammen, für mich tabu und von meinen Einkaufszetteln verschwunden. (Müllermilch, Weihenstephan, Sachsenmilch, Landliebe, Homann und viele Andere.) Da verpackte tierische Produkte ein Hygienekennzeichen (z.B. DE-BW-12345-EG in einem Oval) aufweisen müssen, läßt sich die Herkunft aus dem Betrieb des letztmaligen Behandlers leicht auffinden, z.B. in der Liste der EU-zugelassenen Betriebe. (Interessant für Eigenmarken von Discauntern etc,)
#10
SPAM / Re: Die Kalteneggers -TGI im G...
Last post by Eratosthenes - Gestern um 18:39:55
Zitat von: Eratosthenes am Gestern um 18:38:00Weiss man schon was Bernd Seligmann der Finanexperte mit dreissigjähriger Erfahrung zur Warnung der BAFIN und zur Prospektpflicht sagt? Immerhin behauptet er ja in einem Werbevideo er würde 100.000 im Monat mit der TGI machen.

War es denn gestern, im Montags Zoomcall der TGI Academy Thema? Welch blumigen Ausreden hatte der Jürgen Rehbein denn mal wieder auf Lager?