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psiram-Aderlaß-Artikel = krass irreführend / Desinformation

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Begonnen von EisenKUF, 20. Oktober 2012, 17:18:31

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P.Stibbons

Klar: außerdem ist zunächst immer die nicht invasive Therapie der invasiven vorzuziehen.
Oft geht es außerdem um zu trainierende Veränderungen des Alltagsverhaltens - sprich:mehr Ausdauersport zum Stressabbau.

Die Thrombos und Leukos habe ich nur für EisenKUF erwähnt, der den Aderlass als Ableiten überflüssiger Flüssigkeit betrachtet - mit dem postulierten Zusatz"nutzen", das "schädliche" (!) Fe aus den Speichern zu aktivieren.

Nach dieser EisenKUF-Philosophie sind die zellulären Bestandteile ohnehin ziemlich verzichtbar: sie werden ja ständig nachgebildet.

P.Stibbons

Zitat von: Cosmo Kramer am 30. Oktober 2012, 19:31:15
Warum bekomme ich für die Blutspende eigentlich, im Gegensatz zur Plasmaspende, keine Aufwandsentschädigung?  8)

Bin jetzt nicht drauf angewiesen, aber jede Woche 50€ nehme ich durchaus mit....

Das wird von den Blutbanken wohl individuell gehandhabt.
Ich hab als Student an meiner Uniklinik viel Blut gespendet und dafür auch ganz gut Geld bekommen. Ob das immer noch so ist, weiß ich nicht.

"Jede Woche" ist ein schöner Traum: lies die Texte durch, die ich oben gepostet habe!
Mehr als ca 4 mal im Jahr ist nicht drin, je nach Ferritinbestimmung.

Zitat... durch Entnahme von einem halben Liter Blut wird dem Körper etwa 250 mg Eisen entzogen. Um das Risiko eines Eisenmangels zu reduzieren, darf gemäß dem Transfusionsgesetz die jährlich entnommene Blutmenge bei Frauen 2000 ml und bei Männern 3000 ml nicht überschreiten..

P.Stibbons

Zitat von: The Doctor am 30. Oktober 2012, 19:25:13
Zitat von: P.Stibbons am 30. Oktober 2012, 19:13:12
Man beachte, dass latenter Fe-Mangel als ein immer noch verbreitetes klinisch relevantes Problem geschildert wird.

Da bin ich auch immer wieder überfordert: wann muss tatsächlich eine Eisen-Substitution in Erwägung gezogen werden? Und falls ja: lieber oral oder doch intravenös?

Ich habe oft Patientinnen mit einem niedrigen Ferritin, die aber keinerlei Anämie aufweisen, die nach Infusionen fragen. Und danach geht es ihnen oft besser - zumindest für ein paar Monate. Placebo? Oder doch eine Wirkung der Infusion?

Die Empfehlungen der diversen Fachgesellschaften sind da auch nicht wirklich hilfreich.

In der verlinkten Diss heisst es (Quelle müsste man im Lit.Verz. suchen):
Zitat40 % der menstruierenden Frauen verfügen über keine mobilisierbare Eisenreserve (prälatenter Eisenmangel)

Zitat
Zitat
Bei Nachweis eines Eisenmangels müssen in erster Linie maligne und chronisch entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes ausgeschlossen werden.
Ist das wirklich so? Ich habe das - mit aller Konsequenz (also zur Not auch Magen- und Darmspiegelungen) schon öfters durchgezogen. Bislang immer mit negativem Ergebnis.

Ich vermute, bei den Frauen spielen auch die Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle - dazu ist in meinen Quellen ja einiges aufgelistet.

Maxi

Cosmo meint die Plasmaspende, die ist durchaus 2x die Woche möglich, da werden ja die Blutkörperchen dann wieder zugeführt.
Wenn es nicht Absicht ist, ist es doch System.
Dr. Ici Wenn selig

P.Stibbons

@ Maxi:

Cosmo schrieb:

ZitatZitat von: Cosmo Kramer am Heute um 22:31:15

    Warum bekomme ich für die Blutspende eigentlich, im Gegensatz zur Plasmaspende, keine Aufwandsentschädigung?  8)

P.Stibbons

Hier wird auch die Werbetrommel gerührt:

Zitathttp://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/bluthochdruck/article/816442/blutspende-bluthochdruck.html

...Der Blutdruck war im Mittel um 16 mmHg gesunken

Für die Vorstudie hat eine Arbeitsgruppe um Professor Andreas Michalsen Patienten mit metabolischem Syndrom - Bluthochdruck, Übergewicht, veränderten Blutfettwerten und Insulinresistenz - zweimal im Abstand von vier Wochen je 300 Milliliter Blut abgenommen.

Sechs Wochen danach haben sie die Blutdruckwerte mit denen einer Kontrollgruppe ohne die Therapie verglichen. Bei den behandelten Patienten war der Blutdruck im Mittel um 16 mmHg systolisch gesunken.

In Medikamentenstudien, zum Beispiel zu ACE-Hemmern oder Betablockern, finde man gewöhnlich geringere Absenkungen, so die Ärzte. Daneben hatten sich die Blutfettwerte der Teilnehmer gebessert.

Warum der blutdrucksenkende Effekt über längere Zeit anhält, wird derzeit diskutiert. Möglicherweise sei relevant, dass durch die Entnahme der Ferritinspiegel des Blutes gesenkt wird.

Michalsen und Professor Abdulgabar Salama, der Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin der Charité, vermuten, dass sich ein hoher Eisengehalt möglicherweise negativ auf das Herz-Kreislauf-, aber auch auf das Immunsystem auswirkt.

Eisen fördert die Oxidation der Gefäße; ein niedriger Ferritinspiegel würde dann dazu beitragen, dass die Gefäßwände elastisch bleiben und den Druck besser ausgleichen...

und

Zitathttp://www.blutspendezentren.de/index.php?idcatside=564

...Warum der blutdrucksenkende Effekt über längere Zeit anhält, wird derzeit diskutiert. Möglicherweise spielt der Eisengehalt (Ferritinspiegel) des Blutes eine Rolle. Dieser wird durch eine Blutentnahme gesenkt. Professor Andreas Michalsen und Professor Abdulgabar Salama, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin der Charité, vermuten, dass ein hoher Eisengehalt möglicherweise einen negativen Effekt auf das Herz-Kreislauf- aber auch auf das Immunsystem haben könnte. Eisen fördert die Oxidation der Gefäße. Ein niedriger Ferritinspiegel könnte dazu beitragen, dass die Gefäßwände elastisch bleiben und den Druck besser ausgleichen. Bisher sei dies aber nur eine Theorie....

Cosmo Kramer

Zitat von: P.Stibbons am 30. Oktober 2012, 19:57:16
@ Maxi:

Cosmo schrieb:

ZitatZitat von: Cosmo Kramer am Heute um 22:31:15

    Warum bekomme ich für die Blutspende eigentlich, im Gegensatz zur Plasmaspende, keine Aufwandsentschädigung?  8)

Das mit dem Geld bezog sich natürlich auf die Plasmaspende.  :D

Kann man auch Plasma und Blut spenden? Ich dachte, wenn ich die 50€ nehme, also Plasma spende, kann ich kein Blut mehr spenden?
Obwohl, eigentlich macht diese Vorstellung, jetzt wo ich nochmal darüber nachdenke, keinen Sinn...

bayle

Zitat von: P.Stibbons am 30. Oktober 2012, 19:21:45
Aha!
Die Idee, Blutspenden gegen Bluthochhdruck zu empfehlen, wird derzeit von der Carstens-Stiftung proklamiert:
http://www.carstens-stiftung.de/artikel/pi-blutspenden-gegen-bluthochdruck.html
http://www.bluthochdruck-blutspende.de/

Die Antwort auf die Frage, warum sich die Carstens-Stiftung dafür stark macht, findet sich im ersten verlinkten Text:

ZitatEine Blutentnahme zu therapeutischen Zwecken hat ihre Tradition im Aderlass. Das Verfahren wird heute nur noch selten angewendet, es gehört zu den ausleitenden Verfahren der Naturheilkunde.

Die Logik scheint mir so etwa zu sein: Aderlass ist gut (und war schon immer gut, so ja auch mehrfach unser Freund EisenKUF), also sind auch die anderen ,,ausleitenden Verfahren" gut.

Wie vermutet: Traditionell Abendländische Medizin
http://www.amazon.de/Traditionelle-Abendl%C3%A4ndische-Medizin/lm/R394QC8A4F2YQ7
Die Rache des Westens an der TCM.

bayle

Interessant ist nicht minder der (vermutliche) Leiter der Studie, Prof. Andreas Michalsen:

http://naturheilkunde.immanuel.de/andreas-michalsen.html
http://www.immanuel.de/einrichtungen/immanuel-diakonie-gmbh/bereiche/unternehmenskommunikation/nachrichten/interview-mit-professor-dr.-michalsen-berliner-stiftungsprofessur-fuer-naturheilkunde

ZitatIn den 90er Jahren eröffneten sich in der Naturheilkunde neue Möglichkeiten. Zwei tolle Herausforderungen waren der gemeinsame Aufbau der Modellfachklinik für Naturheilverfahren in Bad Elster sowie der Abteilung für Innere Medizin, Naturheilkunde und integrative Medizin Kliniken Essen. Insbesondere in Essen führte ich dann verschiedene Studien über die Wirksamkeit von Naturheilverfahren durch, beispielsweiswe die weltweit erste Studie über die Wirkung von Blutegeln, aber auch zu Verfahren wie Schröpfen, Aderlass, Heilfasten, Akupunktur und Massagen. Dies sind oft Verfahren, die sich über Jahrhunderte bewährt haben. Da jetzt einen Gegensatz zur Schulmedizin und Hochleistungsmedizin aufmachen zu wollen, halte ich nicht für sinnvoll. Ich spreche lieber von ,,Traditionellen Europäischen Verfahren", ähnlich wie auch von der ,,Traditionell Chinesischen Medizin" – TCM – gesprochen wird.

In den letzten zwei Jahren ist für mich die Frage der Spiritualität dazugekommen. Viele Krankheitsbilder entstehen mittlerweile in unserer Gesellschaft durch Stress und psychische Belastungen. Denken Sie nur an die Schmerzerkrankungen oder Rückenschmerzen und Herz-Kreislauferkrankungen. Wie können wir Verfahren wie Yoga oder Meditation einsetzen, wie können wir die Menschen befähigen, ihr Verhalten zu ändern? Legen Sie sich mal eine ,,dickere Haut" zu, wie geht das? Wie schaffe ich es, mir nicht mehr alles so ,,zu Herzen zu nehmen"? Der Volksmund ist dabei voller Hinweise auf die Verbindung von Psyche und Physis.

Kein Wunder, dass sich EisenKUF quasi bestohlen fühlt. Dessen Esoterik ist von ganz anderer Art, und die Carstens-Leute laufen ihm jetzt den Rang ab. 

The Doctrix

Zitat von: P.Stibbons am 30. Oktober 2012, 19:33:15
Oft geht es außerdem um zu trainierende Veränderungen des Alltagsverhaltens - sprich:mehr Ausdauersport zum Stressabbau.

Eben genau gemäss der Guidelines: Versuch des "Life-Style-Change" für 3 Monate. Falls dann Blutdruck noch nicht besser: Reevaluation und Klärung, warum diese Massnahme nicht erfolgreich war. Dann nochmal 3 Monate "Life-Style-Change". Falls dann immer noch keine befriedigenden RR-Werte: Medikation (First-Line mit ACE-Hemmer oder Sartan).
Immer, wenn Du glaubst, dümmer gehts nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!

The Doctrix

Zitat von: P.Stibbons am 30. Oktober 2012, 19:43:21
"Jede Woche" ist ein schöner Traum: lies die Texte durch, die ich oben gepostet habe!
Mehr als ca 4 mal im Jahr ist nicht drin, je nach Ferritinbestimmung.

Aha! Also lag ich mit meinen Frequenzen (3x/Jahr für Frauen, 4x/Jahr für Männer) doch nicht so falsch.

Ich fürchte allmählich, dass der "Eisendoc" mit seinen Spenden 6x/Jahr sich selber ein gewisses Problem geschaffen hat.
Immer, wenn Du glaubst, dümmer gehts nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!

The Doctrix

Zitat von: Cosmo Kramer am 30. Oktober 2012, 20:28:53
Das mit dem Geld bezog sich natürlich auf die Plasmaspende.  :D

Kann man auch Plasma und Blut spenden? Ich dachte, wenn ich die 50€ nehme, also Plasma spende, kann ich kein Blut mehr spenden?

Besser nicht!
Immer, wenn Du glaubst, dümmer gehts nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!

Cosmo Kramer

Zitat von: The Doctor am 30. Oktober 2012, 21:42:57
Zitat von: Cosmo Kramer am 30. Oktober 2012, 20:28:53
Das mit dem Geld bezog sich natürlich auf die Plasmaspende.  :D

Kann man auch Plasma und Blut spenden? Ich dachte, wenn ich die 50€ nehme, also Plasma spende, kann ich kein Blut mehr spenden?

Besser nicht!

Ich mag das Risiko.  8)

Nein, ich meine natürlich nicht zeitgleich. Wenn ich nur in der Woche, in der ich Blut spende, kein Plasma spende, sollte das doch ausreichen. Ich werde dort mal nachfragen...


Belbo zwei


Zitat
Ich mag das Risiko.  8)

....dann probiers doch mal mit einer Vierliterspende.....

The Doctrix

Zitat von: Cosmo Kramer am 31. Oktober 2012, 16:55:59
Ich mag das Risiko.  8)

Wie wäre es dann, Du schneidest Dir die Pulsadern auf? Da kannst Du genau den Moment abpassen, wo Du zuviel Blut "gespendet" hast.    :P
Immer, wenn Du glaubst, dümmer gehts nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!