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Autor Thema: Energiewende - es bleibt schwierig  (Gelesen 148316 mal)

Conina

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #30 am: 17. Oktober 2012, 12:44:39 »
Nicht theoretisch, praktisch.

The Doctor

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #31 am: 17. Oktober 2012, 13:20:35 »
Äh, Doctor, was ein Kernkraftwerk mit dem unsäglichen EEG und der Umlage zu tun hat, erklärste mir mal bei Gelegenheit.

Das Thema kam von PaulPanter. Und ich finde es lächerlich zu fordern, neue AKWs zu bauen, nur weil der Strom wieder einmal teurer wird. Wobei der Strom aus dem Atom effektiv gar nicht so billig ist, wie immer behauptet wurde.
Immer, wenn Du glaubst, dümmer geht's nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!

Conina

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #32 am: 17. Oktober 2012, 13:30:23 »
Vor allem ist er nicht so gefährlich und umweltschädlich, wie immer behauptet wird.  8)

glatzkopf

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #33 am: 17. Oktober 2012, 13:55:22 »
Außerdem sind in Deutschland bestimmt schon mehr Menschen an http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffmonoxidintoxikation gestorben als an diesen pösen Atomen.

The Doctor

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #34 am: 17. Oktober 2012, 16:05:33 »
Okay, und wie steht Ihr zu dem ganzen radioaktiven Müll, dessen Endlagerung bis heute unklar ist? Darf ich den bei Euch in den Keller stellen?
Immer, wenn Du glaubst, dümmer geht's nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!

Conina

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #35 am: 17. Oktober 2012, 16:15:01 »
Darf ich bei Dir in den Keller defäkieren, Altöl reinkippen, Farbreste, Batterien, Leuchtstoffröhren, Küchenabfälle usw. einlagern?  ;)

____________________________________

http://wiki.piratenpartei.de/AG_Nuklearia/Schneller_Reaktor

http://www.kerngedanken.de/category/endlager/

Wirsing

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #36 am: 17. Oktober 2012, 16:23:16 »
Naja Doc,
ich denke daß mittelfristig eigentlich kaum ein Weg an AKW´s vorbeigeht. Ich denke kaum jemand hier hält AKW´s wie sie heute existieren für eine dauerhafte Lösung. Ein Ausstieg aus einer solchen Technologie sollte allerdings "schrittweise" geschehen. Wir hatten in D ja schonmal ein Ausstiegsdatum und zu Beginn der Legeslaturperiode der Parteien, die später dann den Ausstieg beschlossen haben (übrigens über einen Zeitraum von 20 oder 25 Jahren, was durchaus nicht ganz unrealistisch ist) kam ja die Ökosteuer mit welcher Alternativen geschaffen werden sollten. Nur kam eben von der Kohle recht wenig da an wo sie hin sollte. Dann ist halt 8 Jahre nix passiert bis der Ausstieg rückgängig gemacht wurde und dann wieder kurzfristig beschlossen wurde.
Die Endlagerung ist sicher ein Problem, nur gibt es ja dort auch Weiterentwicklungen was z.B. Modifikationen zur Veränderung der Halbwertszeiten der Strahler angeht (Achja ich vergaß.... Neue Technologien sind ja Pfui (s.Kohlendioxidspeicherung im Erdreich gell?)). Auch sollte man sich vor Augen halten, daß man bestimmte Mengen und Isotope an radioaktiven Abfall durchaus wieder in die Natur bringen kann. Hört sich vielleicht übel an, ist aber so. Ich meine... Die radioaktiven Uranisotope kommen ja durchaus nicht aus dem Labor, sondern werden in Uranerzminen in der Natur abgebaut..... Nur kommt dann eben der Schritt der Anreicherung. Den rückgängig zu machen kann man eben z.B. durch das Verdünnen der Isotope in ausreichender Menge anderen Umweltmaterials.
Der Müll bleibt aber sicherlich ein Problem und daher halte ich derartige Energieerzeugung unter den derzeitigen Standards langfristig für nicht zielführend.

Binky

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #37 am: 17. Oktober 2012, 16:27:59 »
Sogar die allergütigste Mutter Gaia spaltet Atome.

Dr. Ici Wenn

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #38 am: 17. Oktober 2012, 16:35:34 »
Okay, und wie steht Ihr zu dem ganzen radioaktiven Müll, dessen Endlagerung bis heute unklar ist? Darf ich den bei Euch in den Keller stellen?

Dat is Quatsch, lieber Doc, aber gut, dass wir mal ein Thema zum Streiten haben. Ich würde mir locker nen Castorbehälter in den Garten stellen, günstige und umweltfreundliche Energie durch die Abwärme. Dürfte aber wohl nicht erlaubt sein. Jedenfalls hätte ich da sicher weniger toxische Belastung als mir jetzt durch den Hausbrand entsteht.

Technisch ist das Endlagerproblem gelöst.
http://www.kerngedanken.de/2011/11/das-endlager-i-betrieb-und-ueberwachung/

Unabhängig davon brauchen wir Endlager für radioaktives Material, selbst wenn es keine AKWs mehr gibt, man denke alleine an den Medizinbetrieb. Der Vorteil radioaktiven "Mülls" von AKWs (Müll in Anführung, weil das in anderen Reaktortypen durchaus wieder als Rohstoff dienen könnte) ist, sehr kompakt zu sein, sprich, ein Endlager, welches man so oder so braucht ist halt dann ein paar tausend Kubikmeter größer - wen juckts?

Und die "millionen Jahre lange Strahlung", die immer als Argument gebracht wird, ist nicht wirklich eines. Was Millionen Jahre strahlt, hat eine entsprechende Halbwertszeit, ist also relativ harmlos. Die Anteile an schnellen Strahlern, die gefährlich sind, zerfallen auch entsprechend schnell.

Es ist ziemlich pervers: Radioaktive Materialien verlieren immerhin ihre Gefährlichkeit. Im Gegensatz zu hochtoxischen chemischen Substanzen:

Zitat
Im Gegensatz dazu stehen die chemischen Abfälle. Diese zerfallen nämlich nicht, sind also bis in alle Ewigkeiten (oder zumindest bis zum Ende der Erde) genauso gefährlich wie am Tag ihrer Einlagerung. Und an dieser Stelle muss man sich ernsthaft fragen, ob die Forderung, die im Anhang 2 der Deponieverordnung steht, wirklich Sinn gibt. Dort wird nämlich gefordert, “dass die Abfälle dauerhaft von der Biosphäre ferngehalten werden und die Ablagerung so erfolgen kann, dass keine Nachsorgemaßnahmen erforderlich sind.”

http://www.kerngedanken.de/2011/01/funktionierende-endlagerung/

Darüber regt sich aber kein Schwein auf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Untertagedeponie_Herfa-Neurode



Dr. Ici Wenn

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #39 am: 17. Oktober 2012, 16:48:20 »
Naja Doc,
ich denke daß mittelfristig eigentlich kaum ein Weg an AKW´s vorbeigeht. Ich denke kaum jemand hier hält AKW´s wie sie heute existieren für eine dauerhafte Lösung.

Es wurde damals der Fehler gemacht, zu große Reaktortypen zu bauen. Der Grund war, dass das kommerziell verlockend war, man hat dies mit dem Nachteil erkauft, dass diese Typen ein aktives Sicherheitssystem brauchen. Dabei gab es schon damals alternative Entwicklungen. Die werden heute wieder vorangetrieben, z.B. Thorium-Reaktoren, die ein passives System haben. Sprich, wenn man den größten Idioten in die Steuerzentrale setzt und der alles falsch macht, was nur geht, geht der Reaktor nicht durch, sondern aus.

Allerdings findet diese Forschung kaum mehr in D. statt. Gibt eh schon einen Mangel an Kernphysikern, wer will sich das noch antun, bei den Aussichten, und dann noch gerne als unverantwortliches AL beschimpft zu werden.

Binky

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #40 am: 17. Oktober 2012, 17:09:33 »
Wie auch die Genetiker.

The Doctor

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #41 am: 17. Oktober 2012, 17:19:57 »
Darf ich bei Dir in den Keller defäkieren, Altöl reinkippen, Farbreste, Batterien, Leuchtstoffröhren, Küchenabfälle usw. einlagern?  ;)

Natürlich nicht, aber was wäre denn Deine präferiert Lösung für das Problem des radioaktiven Mülls?
Immer, wenn Du glaubst, dümmer geht's nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!

Dr. Ici Wenn

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #42 am: 17. Oktober 2012, 17:28:21 »
Darf ich bei Dir in den Keller defäkieren, Altöl reinkippen, Farbreste, Batterien, Leuchtstoffröhren, Küchenabfälle usw. einlagern?  ;)

Natürlich nicht, aber was wäre denn Deine präferiert Lösung für das Problem des radioaktiven Mülls?

Bin zwar nicht Conina, aber: Ein Endlager? Das es das noch nicht gibt, hat zwei Gründe: Erstens politische (von beiden Seiten, die eine hat es verbockt, das transparent zu machen, die anderen wissen, dass Ketten an Gleisen billig, und Polizeieinsätze teuer sind),
Zweitens reißen sich die Betreiber auch nicht darum, was heute als Müll gilt, ist ev. morgen ein wertvoller Rohstoff. Warum also unwiederbringlich versenken?

Conina

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #43 am: 17. Oktober 2012, 17:47:50 »
Endlager sind ein politisches, kein technisches Problem.

Außerdem gibt es Reaktortypen, in denen man den Müll in kurzlebige Isotope umwandeln kann. Dann hat sich die Endlagerproblematik vollkommen erledigt.

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Und jetzt setz ich mich auf meine Hände und klink mich aus dem Thema aus.  ;D ;D ;D

Das ist schlimmer als Fahrradhelme usw.

Belbo zwei

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Re: Energiewende - es bleibt schwierig
« Antwort #44 am: 17. Oktober 2012, 17:55:30 »
Endlager sind ein politisches, kein technisches Problem.

Außerdem gibt es Reaktortypen, in denen man den Müll in kurzlebige Isotope umwandeln kann. Dann hat sich die Endlagerproblematik vollkommen erledigt.

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Und jetzt setz ich mich auf meine Hände und klink mich aus dem Thema aus.  ;D ;D ;D

Das ist schlimmer als Fahrradhelme usw.



Wie ja in der Asse zu sehen ist  :teufel  bin dann auch mal weg aus dem Thema....