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Begonnen von fenkt, 16. Januar 2012, 21:34:03

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Max P

Zitat von: RPGNo1 am 05. März 2025, 11:42:26
Zitat von: Max P am 05. März 2025, 11:25:59Und wer sind jene klischeehaften, den Schuss nicht gehört habenden Lichterketten-Wähler? "Neuwähler" sind alles mögliche und Grünenwähler dürften wohl den klaren Standpunkt der Grünen kennen. Bekanntlich stehen die Grünen ohne Wenn und Aber hinter der Ukraine und hinter einer leider notwendigen Aufrüstung. Auf Linkswähler mag deine Einschätzung in Teilen zutreffen.
Ich haben deutlich von Neuwählern gesprochen, die die "Friedenspartei" "Die Linken" gewählt haben bzw. von der GRÜNEN JUGEND, denen Habeck, Baerbock & Co. zu militaristisch sind.

Es geht NICHT um die Grünen im allgemeinen.
Sorry, das waren deine Worte: "(eben jene Linkspartei, Neuwähler oder Grüne Wähler)"


ZitatEntweder willst du mich veräppeln oder bewusst missverstehen. Und du solltest endlich aufhören, eine Kritik an grüner Politik oder EINZELNEN grünen Politiker als persönlichen Angriff zu deuten. So kommen nämlich deine ständigen absolut unnötigen Rechtfertigungsversuche bei mir an.
Weder noch. Und persönlich angegriffen fühle ich mich in keiner Weise. Ich sehe nur immer wieder (nicht nur bei dir) hartnäckige Uralt-Klischees aufpoppen.


Juliette

Ein interessanter Beitrag zum Phänomen, dass großteils nur die Kriminalität der Armen geahndet und in der Kriminologie erforscht wird:

https://sciencenotes.de/kriminalitaet-der-reichen-vs-armen/

Es sind nicht nur Politiker, die vor allem Sozialschmarotzer als Hauptgegner ausgemacht haben, die da extrem einseitig unterwegs sind:

ZitatDer weiße Kragen steht für Menschen in hohen sozialen und beruflichen Positionen. Es ist eine Abgrenzung zum »blue collar«, dem Kragen an der blauen Kleidung von Arbeiter:innen. Unter White-Collar-Crime versteht man Taten wie Betrug, Steuerhinterziehung oder Korruption. In der Kriminologie gibt es einen ganzen Zweig, der sich mit diesen Vergehen beschäftigt. Doch bis heute konzentriert sich der Großteil kriminologischer Forschung auf Armutsdelikte.

Das mag daran liegen, dass Straßenkriminalität schmerzt – zumindest auf den ersten, oberflächlichen Blick. Wer bestohlen wird oder Gewalt erfährt, spürt das – physisch, mental, emotional. Die Verbrechen der Reichen spüren wir erstmal nicht: Es sind zunächst gewaltlose Delikte. Täter:innen bereichern sich, meistens in Form von Geld. Zwar gibt es Opfer, nur wissen diese oft nicht, dass sie welche sind.
...

Nun kann man natürlich fragen: Warum sind Eliten überhaupt kriminell? Immerhin reden wir über Menschen, die mehr Geld und Möglichkeiten haben als der Großteil der Bevölkerung. Psycholog:innen der Universität in Berkeley, Kalifornien, haben den Zusammenhang zwischen sozialem Status und Verhalten in sieben Versuchen analysiert. Sie beobachteten etwa, ob sich die Fahrer:innen teurer und billiger Autos im Verkehr anders benehmen. In Experimenten ließen sie Teilnehmende in fiktiven Verhandlungen sitzen und Computerspiele mit einem Preisgeld als Gewinn spielen. Dabei stellten sie fest: Menschen mit hohem Sozialstatus schneiden anderen im Verkehr öfter Wege ab, lügen eher in Verhandlungen, haben weniger Skrupel, anderen etwas wegzunehmen und sind eher bereit zu betrügen, um ein Preisgeld zu bekommen. Diese Ergebnisse blieben robust – auch wenn man die Umgebung oder die Methoden änderte. Die Forschenden verallgemeinern ihre Erkenntnisse so: Je höher der soziale Status, desto wahrscheinlicher ist es, dass Menschen sich unethisch verhalten.

Eine Reihe von Gründen liefern sie in der Studie auch: Wer sich in höheren gesellschaftlichen Schichten bewegt, hat meist mehr Ressourcen und Freiheiten. Das Risiko, dass unethisches Handeln bemerkt oder gar geahndet wird, ist gering. Eliten können sich sicher fühlen. Und selbst wenn sie bei einer Straftat erwischt werden, hätten sie die Möglichkeit, eine gute Anwältin zu bezahlen. Wer reich ist, kann sich selbst und seine Verbrechen besser schützen.

In Deutschland können Menschen, die genug Geld haben, sich gar von ihren Straftaten freikaufen.
....
"Die Zukunft war früher auch besser." Karl Valentin

Max P

Karl Popper (linker Gleichmacherei gewiss unverdächtig) schrieb, dass Eliten gewöhnlich nicht von Banden zu unterscheiden wären...