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Linksammlung ADS/Ritalinkritik

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Begonnen von P.Stibbons, 17. Januar 2010, 14:24:42

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P.Stibbons

Hänschen Schmidt hat die Osterferien genutzt, um sich auf seine Weise mit der Stellungnahme des Zentralen ADHS-Netzes zu beschäftigen:

Zitat
Im Westen nichts Neues
Kölner ADHS-Netzwerk nimmt Stellung

Das Viergestirn Döpfner, Banaschewski, Rösler und Skrodzki vom Zentralen ADHS-Netzwerk in Köln hat eine Stellungnahme zu häufigen angeblichen Fehlinformationen der Presse zu ADHS veröffentlicht (3). Darin heißt es u.a. (Zitat):

ADHS kann ab dem Grundschulalter in der Regel zuverlässig diagnostiziert werden. Die Behauptung, dass ADHS kein spezifisches Störungsbild sei, ist nicht haltbar.

Die Autoren bestätigen indirekt, dass ADHS im Vorschulter nicht zuverlässig diagnostiziert werden kann. Dennoch werden Kinder bereits im Vorschulalter diagnostiziert. Aber was genau ab dem Grundschulalter angeblich in der Regel zuverlässig diagnostiziert werden kann, ist durchaus unklar: Sind es unspezifische, vieldeutige Verhaltensweisen mit und ohne Störungscharakter, hinter denen keine einheitliche Krankheit steht? Oder ist es genau das, nämlich eine spezifische Krankheit?
Wenn es sich um eine spezifische Krankheit handeln soll, so muss sie sich ätiologisch und/oder symptomatologisch von anderen Krankheiten relativ klar abgrenzen lassen. Und genau hier ist die Forschungslage völlig unklar. Es gibt noch fast keine differentialdiagnostische ADHS-Forschung, die wissenschaftlichen Forschungskriterien genügt und die diesbezügliche Spezifität von ADHS belegen könnte. Besonders pikant: Banaschewski selber hat dies, was die Ätiologie anbelangt, andernorts bestätigt, weshalb seine gegenteilige Behauptung hier doch sehr verwundert (Zitat): So far, a specific pathophysiological pathway has not been identified (1). Er stellt fest, dass die bisherige Forschung die Frage, ob es ADHS als von anderen unterscheidbare spezifische Störung überhaupt gibt, im Unklaren lasse. Aus seiner Forschungsübersicht bisheriger Vergleiche von ADHS mit anderen neuropsychologischen, neurobiologischen und genetischen Korrelaten zieht er den Schluss, dass es bisher keine ADHS-Spezifität gibt.
Die hohe Zahl von Falschdiagnosen in der klinischen Praxis zeigt ja auch, dass es praktisch (und wohl auch theoretisch) unmöglich ist, eine ,,reine" bzw. spezifische ADHS zu finden, die sich symptomatologisch nicht erheblich oder gänzlich deckt mit anderen Störungsbildern bzw. Krankheiten. Die Behauptung, dies sei widerlegt, ist falsch.

Weiter heisst es:
Über die Ursachen von ADHS liegen empirisch gut gesicherte Erkenntnisse vor. Die Behauptung, dass die Ursachen gänzlich ungeklärt, vermutlich aber in Reizüber-flutung und mangelnder Erziehungskompetenz zu suchen sind, ist nicht haltbar.

Die Ursachen von ADHS sind in Wahrheit ungeklärt, sowohl was psychosoziale, neurobiologische, hirnmorphologische oder –funktionelle als auch genetische Faktoren betrifft. Bei keinem der bisherigen Befunde ist die Kausalität (Ursache bzw. Folge) geklärt. Ob auch Reizüberflutung und mangelnde Erziehungskompetenz Ursachen sind, ist bisher mangels entsprechender Forschung ebenso wenig geklärt. Daraus ihre ursächliche Bedeutungslosigkeit abzuleiten, ist nicht zulässig. Aus der klinischen Wirklichkeit, dass Ärzte kaum mangelnde Erziehungskompetenz als Ursache feststellen können und lieber an ADHS als körperliche Störung glauben, Fachleute in den deutschen Erziehungsberatungsstellen aber umgekehrt, lässt sich ersehen, dass die Diagnostik einer mangelnden Erziehungskompetenz viel mehr Zeit und viel weniger Profitdenken voraussetzt, als sie ein Arzt aufbringen kann. Die Behauptung, ADHS resultiere nicht aus mangelnder Erziehungskompetenz und psychosozial-familiären Störungen, leugnet einen chronisch blinden Fleck in der Alltagspraxis überlasteter deutscher Ärzte und schließt aus einem Forschungsdefizit auf die Nichtexistenz eines Phänomens.

3. Weiter heisst es: ADHS ist keine Erfindung der letzten Jahrzehnte
Dass die Autoren hier wieder mit dem albernen angeblichen ADHS-Prototyp des Hoffmann´schen Zappelphilipps daherkommen, kann man nicht gerade als wissenschaftliche Argumentation betrachten, obwohl sie diesen Begriff der Wissenschaftlichkeit dauernd wie eine Monstranz vor sich hertragen. Dr. Philipp Julius von Fabricius, renommierter Frankfurter Arzt und das reale Vorbild für Hoffmanns Zappelphilipp, litt als Kind keineswegs an einer Krankheit oder Störung ähnlich ,,ADHS". Der bekannte ,,Literaturdetektiv" Prof. Dietmar Grieser sagt hierzu: Dass spätere Forscher...aus dem bloßen ,,Taufpaten" ein hypernervöses Kind, ja sogar einen Epileptiker machen werden, ist ein Fall von Überinterpretation, der dem kerngesunden Philipp Fabricius nur ein müdes Lächeln entlocken kann (2).
Dass es immer schon extrem unruhige und/oder unaufmerksame Kinder gab, ist ohnedies jedermann bekannt. Symptomatologisch gibt es dafür aber viele unterschiedliche Ursachen. Gerade deshalb ist ADHS als codifizierbare und abrechnungsfähige Krankheit durchaus eine Erfindung der letzten Jahrzehnte, in die Welt gesetzt durch einen schlichten Mehrheitsbeschluss –gegen Widerstände- amerikanischer Ärzte im Jahre 1967.
Die begründeten Widerstände der damaligen Ärzte -und nicht nur dieser- gegen das Konstrukt ADHS dauern fort.


1. Banaschewski T, Hollis C, Oosterlaan J, Roeyers H, Rubia K, Willcutt E, Taylor E.
Towards an understanding of unique and shared pathways in the psychopathophysiology of ADHD: Dev Sci. 2005 Mar;8(2):132-40.
2. Dietmar Grieser: Paulinchen war allein zu Haus. Inselverlag 1992 (das obige Bild von Philipp von Fabricius stammt aus diesem Buch).
3. Stellungnahme Zentrales ADHS-Netzwerk

Quelle: Café Holunder, S. 37 (muss nun nicht extra verlinkt werden...)

Für HR Schmidt sollte ein neues Störungsbild in die DSM V aufgenommen werden: Don Quichoteismus !

Hier noch mal zum Vergleich die Stellungnahme des Zentralen ADHS-Netzes:

http://www.zentrales-adhs-netz.de/uploads/media/Fehlinformationen_der_Presse_zur_ADHS_Mrz_01.pdf

Belbo zwei

Bei den Piraten jetzt auch Ritalinpropaganda:

ADHS - Die erfundene Krankheit

Ahoi,
der wissenschaftliche Vater von ADHS bezeichnet es selbst als ,,konstruierte Krankheit", cooles Interview.
http://wissen.dradio.de/adhs-die-erfunde...e_id=15924

LG
Fabian


Hallo Leute,

es wäre ein Thema für unsere Gesundheitsabteilung.
Es wird auf Kosten von Kindern und zukünftig Tabletten Abhängigen die Pharmaindustrie unterstützt.
Einige Kids wissen schon, dass wenn sie die Tablette zu Pulver machen und sich in die Nase ziehen, einen geilen Kick bekommen.
So wie es einige Heroin Abhängige oder Tabletten Freaks mit Subotex machen. Man schaue sich nur an wie der Verkauf von Ritalin in den letzten Jahren explodiert ist und wie viele Milliarden damit verdient werden.
Aber es gibt ein neue Mode Krankheit die heißt Asperger Syndrom.
Gruß
Axel


https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=136272&pid=679537&mode=threaded

P.Stibbons

@ Belbo zwei:

Ja, da lesen wohl ein paar kleine Piraten auf den Seiten von Hans-Reinhard Schmidt

Der ist nämlich spätestens seit seinem Ruhestand endgültig zum Märchenonkel mutiert und erzählt im Café Hollersekt Geschichten vom Struwwelpeter und vom pöhsen pöhsen Dr. Frankenstein Eisenberg, der ADHS mitsamt dem passenden Ritaliiien (!!!!) erfunden hat:

"die drug, sie zu knechten, sie alle zu finden ..."   ::)

P.Stibbons

Sabine Paul mit Nanopartikelanalyse zu ADHS  - siehe unsere Debatte im Blog zur Giordano Bruno Stiftung, wo sie im "wissenschaftlichen" Beirat sitzt..

http://www.xy44.de/indago/paul/nanopartikelanalyse.pdf

ähnlich auch:

http://www.evolution-ernaehrung-medizin.de/resources/ADHS-VonGenenundmehr2007-03-02.pdf

Zitat aus einem Blog-Kommentar:

ZitatHier noch ein Literaturzitat auf einer Webseite der Giordano Bruno Stiftung:

Friederichs, E., S. Paul, L. Gomez, C. Knoche. 2006. AD(H)S: Neue ursachenspezifische Diagnostik und Therapie – und die Bedeutung von Orthomolekular- und Ernährungsmedizin. OM & Ernährung 2006/115: F2-F4

Zu den Personen:
Friedrichs ist Privatdozent in Heidelberg. Er gab Kurse für Ärzte und Heilpraktiker in "Nanopartikelanalyse". Gomez ist einer der beiden Geschäftsführer der Indago. Knoche ist Arzt, der Patienten die Nanopartikelanalyse aufschwatzte.

Siehe dazu auch:

http://forum.psiram.com/index.php?topic=8502.msg95802#msg95802

Chris224


Hallo Axel, ehrlich gesagt, wünsch ich dir, dass du die Erfahrung mal machst, an der Nadel zu hängen, und dann keinen Arzt zu finden, der dir helfen kann, weil die Bestimmungen und die Bürokratie in dem Bereich für etliche Substitutionsärzte solch einen Aufwand darstellen, dass sehr viele die Behandlung Suchtkranker einstellen.
Die wenigen die es noch gibt, im ländlichen Raum, sind so dünn gestreut, dass es für viele Menschen einfacher ist, sich das Zeugs auf der Szene zu besorgen.
Die paar, die es geregelt kriegen, trotz ihrer Erkrankung jeden Tag 50 km zu fahren, um sich dann wie ein kleines, entmündigtes Kind verhalten zu müssen, um die Auflagen zu erfüllen um die Tabletten jeden Morgen in der Praxis in den Mund  zu bekommen, sind zwar für diesen Tag auf der sicheren Seite, aber das ganze Geschwafel von "Integration in die Gesellschaft" kannst du vergessen.

Keine Chance auf Arbeit, keine Chance auf Ausbildung, Keine Zukunft, und dann viel Spass , mit deiner Suchterkrankung, meine Freundin ist drann verreckt.

Meinst du so was, Axel?
Dann wünsch ich dir von ganzem Herzen mal eine solche Erfahrung, tut mir leid, mir reißt grad der Faden.

Graf Zahl


Chris224

@Graf Zahl:
Zitat
Axel?

Zitat
Hallo Leute,

es wäre ein Thema für unsere Gesundheitsabteilung.
Es wird auf Kosten von Kindern und zukünftig Tabletten Abhängigen die Pharmaindustrie unterstützt.
Einige Kids wissen schon, dass wenn sie die Tablette zu Pulver machen und sich in die Nase ziehen, einen geilen Kick bekommen.
So wie es einige Heroin Abhängige oder Tabletten Freaks mit Subotex machen. Man schaue sich nur an wie der Verkauf von Ritalin in den letzten Jahren explodiert ist und wie viele Milliarden damit verdient werden.
Aber es gibt ein neue Mode Krankheit die heißt Asperger Syndrom.
Gruß
Axel

Read more: http://forum.psiram.com/index.php?topic=2830.0;topicseen#ixzz1sQizmZy4

Ich hab so viele Leute aus`m Bahnhofsklo gezogen, stunden lang mit denen rum gelaufen, Kaffe eingeflöß, in die Klinik gebracht, ich hab so viele Leut in Scheibchen verrecken sehen, ich hab so viele Leut gesehen, die alles versucht haben, da rauszukommen und aus diesen Programmen wegen Nichtigkeiten rausgeflogen sind, und dann hör ich so einen Quatsch von wegen "zu humane Drogenpolitik in DE" oder alles Mißbrauch, da geht mein Puls auf 180, echt ich geh besser weg von dem Thema, dafür hab ich zuviel gesehen wo genau das hinten und vorne  nicht stimmt.

Die meisten die es  schaffen, machen das in der Regel ohne Hilfe von "gesetzlichen Stellen", über gute Freunde, Bekannte, Eltern oder Verwandte die helfen. Die tauchen in keiner Statistik auf.

Net böse sein, ist kein thema für mich.

Graf Zahl

Ach, das stand beim Belbo, deshalb konnte ich das nicht sehen ;D ;D ;D

Bobbele

Zitat von: Belbo zwei am 17. April 2012, 13:40:08
Bei den Piraten jetzt auch Ritalinpropaganda:


Einer der Piraten im Berliner Senat bekennt sich sehr offen zu ADHS:
http://www.christopherlauer.de/2012/01/24/adhs/
Ich hoffe er kann so lange wie möglich in dieser Deppentruppe bestehen. In einer anderen Partei hätte er mit diesem Outing wahrscheinlich auf Dauer wenig Chancen, leider.

P.Stibbons

Mal keine Ritalinkritik, sondern ADHSler (Lauer u.a.) live:

http://www.youtube.com/watch?v=3qzVobiIdfw

;D

Belbo zwei

Zitat von: Graf Zahl am 18. April 2012, 22:43:55
Ach, das stand beim Belbo, deshalb konnte ich das nicht sehen ;D ;D ;D

...neh bei Axel, steht ja da. ;D


P.Stibbons

Scheint seriös zu sein:

http://thomas-stuppy./



Link zu unseriöser Seite entfernt.

Binky

Ja, und interessant. Das kann der Herr Buchstabensalat ev. in die Linksammlung aufnehmen.

Chris224

Zitat von: P.Stibbons am 27. April 2012, 10:11:40
Scheint seriös zu sein:

http://thomas-stuppy.suite101.de/

Gibt es auch eine Art von "Sozialen Token", beispielsweise Annerkennung i.d. Gruppe, oder Steigerung des Selbstwertgeühls aufgrund durchgeführter Projekte, etc. oder beziehen sie sich immer auf einen direkten Zusammenhang zu einer verwendeten Lernmethode?