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Autor Thema: Warum Freikirchen gefährlich sind (Insider Ansicht)  (Gelesen 536 mal)

Gernot66

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Warum Freikirchen gefährlich sind (Insider Ansicht)
« am: 27. Februar 2018, 17:32:50 »
Vorab.
a) Mir war der existierende Thread "sind Freikirchen gefährlich?" zu alt um noch etwas dazu zu schreiben.
b) Als "Ex" bin ich mit dem "Gummizeugs" was dabei herauskam nicht zufrieden.

Klar ich bin ein "ex" und ähnlich einem ex-Alkoholiker oder ex-Junkie ist es ein rotes Tuch für mich.
Dieses "man kann es nicht Pauschalisieren" passt mir nicht.
Ich pauschalisiere es.

Von aussen betrachtet mag es ja sein dass es "Liberale" freikirchen gibt, dass ist aber nur von aussen betrachtet so.
Die Gesellschaft misst den Grad der Spinnerei an gesellschaftlich auffälligen Merkmalen, welche viele Freikirchen und deren Mitglieder nicht haben.
Sind die deswegen Liberal?
Ich denke nicht, denn bloss weil es jemandem gut geht heisst das noch lange nichts.

Würde einer meinen Werdegang bloss daran Messen müsste er zu dem Schluss kommen mir ging es als Freikirchler besser.
Ich hatte einen guten Job, ich brauchte sehr wenig Geld und war vorbildlicher Steuerzahler, ich lebte gesund.
Heute bin ich Randständiger beziehe meinen Unterhalt vom Sozialamt und lebe total ungesund.

Was hat mich dazu gebracht der Freikirche und Gott den Rücken zuzukehren?
Man verlangt von einem bestimmten Punkt an alles hinter sich zu lassen und das ist bei allen gleich, Verwandschaft falls sie nicht auch mitmachen, Ehepartner sofern man schon verehelicht ist falls dieser nicht mitmacht, man muss sogar seinen Eltern den Rücken zukehren.
Diese Konsequenzen stellt man natürlich nicht von Anfang an und man befiehlt es nicht sondern stellt es als logische Konsequenz des Glaubens dar. Das heisst durch das Brainwashing ist man selbst der Auffassung das es nötig ist, niemand muss einem das befehlen.

Die einzige Familie welche man haben darf ist jene der Glaubensschwestern und Brüder.
Tatsächlich bereitete es mir keinerlei Mühe meinen Eltern vors Schienbein zu treten und ich denke wie gut man es auch immer hatte Zuhause das fällt nur wenigen Jugendlichen wirklich schwer. Jugendliche um die gehts schliesslich.

Der Bruch kam eigentlich erst als man von mir verlangte zu akzeptieren dass die Physik Lüge ist.
Alles was heute von irgendwelchen Idioten verzapft wird was man so kennt, Kreationismus, flache Erde usw.
Plötzlich sollte ich akzeptieren dass die Sonne sich um die Erde dreht, um es auf einen Punkt zu bringen.
Nicht bloss Philosophisch sondern wirklich.

Ich denke anfangs war ich sogar noch bereit dazu (es ist ca. 35 Jahre her), aber je mehr ich davon verleugnen sollte (wie gesagt niemand zwingt dich, du hast das Gefühl du tust es aus freiem Willen) umso mehr ging es für mich nicht mehr auf.
Irgendeine Stimme im Hinterkopf protestierte "das kann nicht sein", unablässig.
Was schlussendlich dazu führte dass es mir sprichwörtlich wie Schuppen von den Augen fiel.
"Ich bin auf dem Holzweg und habe eine Lüge gelebt".
Wenn man einmal damit angefangen hat (egal was) ist es schwierig sich das selbst einzugestehen, ich denke das ist der schwierigste Schritt dabei.

Und ich Wette mit euch um meine plastik Aorta, wie Liberal sie sich nach aussen geben mögen die Methode des Brainwashings ist bei allen gleich.
Ich selbst habe noch nichts anderes erlebt und wo ich zurzeit Wohne hat es "Röcklisekten" en masse.
Ich sehe immer wieder egal von welchem Verein wie ihre Denkensart ist und wie sie es unter das Volk bringen.

Wenn es eine Quelle für den abstrusen Quatsch von flache Erde (usw.) gibt dann sind es die "Röcklisekten".
Einen "ex" muss man da nicht fragen (oder eben doch).

Und jetzt soll einer behaupten man müsse da differenzieren und das sei nicht so schlimm.
Ihr seht ja nicht in die Köpfe hinein.

Was sie mit ihrer "Jugendarbeit" anrichten, sei es von aussen betrachtet noch so gut, ist nichts als einen Dämon (schlechten Gedanken) zu gebären und heranzuziehen.

Besser mitten in der Scheisse leben als ein Freikirchler zu sein.

Nun, ich bin ein "ex" und ja es ist ein rotes Tuch für mich, ihr dürft anderer Meinung sein, in dieser Beziehung bin ich ein "Extremist".
"Wer mit Versprechungen nach Authorität verlangt ist sicherlich nicht geeignet dazu. Wie gescheit er auch immer erscheinen mag" Näppis Ueli, "der arme Mann aus dem Tockenburg"

Gernot66

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Re: Warum Freikirchen gefährlich sind (Insider Ansicht)
« Antwort #1 am: 27. Februar 2018, 17:46:43 »
Ach ja, Gespräche habe ich hin und wieder, ich kann ganz moderat sein und einfach zuhören.

"Aber weisst du das spielt doch gar keine Rolle in Gottes Welt ob es eine Scheibe oder Kugel ist, Gott ist trotzdem Allmächtig".

Wenn man wie ein Schafhirt vor 2000 Jahren leben will dann spielt es keine Rolle.
Interessanterweise leben sie aber nicht wie Schafhirten vor 2000 Jahren, sondern profitieren von den selben Annehmlichkeiten wie wir.
Ts, die haben das schönere Haus, das schnellere Automobil (ich hab gar keins), den neueren Computer.
Schafhirten, ts.
"Wer mit Versprechungen nach Authorität verlangt ist sicherlich nicht geeignet dazu. Wie gescheit er auch immer erscheinen mag" Näppis Ueli, "der arme Mann aus dem Tockenburg"

ajki

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Re: Warum Freikirchen gefährlich sind (Insider Ansicht)
« Antwort #2 am: 27. Februar 2018, 21:37:36 »
...bin ich mit dem "Gummizeugs" was dabei herauskam nicht zufrieden...

Weil mal wieder Links fehlen.... :/

Der Bezugsthread war wohl der aus 2015, es gab in den Jahren auch andere mit breiterem/engerem Bezug. Auch der 2015er riss nur an und versandete dann ziemlich.

Es gibt einen Wiki-Eintrag "Evangelikalismus" (was sich mit "Freikirchen" thematisch überschneidet, möglicherweise aber nicht deckt). Eventuell bezieht sich die Kritik bzw. die Positionierung des Postenden auch auf diesen Wiki-Eintrag.

Der Wiki-Artikel gehört zur Kategorie "Religiöser Fundamentalismus", was zwar für Teile der evangelikalen / freikirchlichen Bewegung stimmen mag, für andere Teile (den kleineren? den größeren?) nicht.

Darüberhinaus findet sich freikirchliche Zugehörigkeit (verschiedener Ebenen) bei diversen Einzelartikeln - z.B. Karl Pilsl, Jella Wojacek, Vladimir Muntyan, "Wort und Geist" usw. usf. Die Kategorisierung der Einzel-Artikel ist nicht ganz "einheitlich", meist sind sie als "Sektenführer" oder "Neureligiöse Bewegung/Sekte" gelistet.

Vielleicht sollte man anhand des vorhandenen Materials hier mal prüfen, ob da irgendwas fehlt / nicht stimmig ist / sonstwas nicht in Ordnung ist.
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Rosenzweig

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Re: Warum Freikirchen gefährlich sind (Insider Ansicht)
« Antwort #3 am: 04. April 2018, 19:41:26 »
Für Gernot 66. Schöner Gruß :) von Rosenzweig.

https://www.youtube.com/watch?v=kAIpRRZvnJg

ajki

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Re: Warum Freikirchen gefährlich sind (Insider Ansicht)
« Antwort #4 am: 17. Mai 2018, 12:23:43 »
Zur Ansicht, die sogenannten "Freikirchen" seien eine Gefahr, vor allem eine "ansteigende":

Es gibt einen lokal orientierten neueren Reportage-Artikel in einem Publikumsblatt, der einiges auf diesem Feld etwas ausleuchtet und in etwa auch eine anwachsende Gefährdungsmöglichkeit konstatiert. Dabei wird vor allem unter dem Aspekt der Beeinflussung von eher jungen, "modisch" orientierten Menschen beschrieben, wie man sich eine "hippe" moderne "Freikirche" vorzustellen hat - was sich anscheinend durchaus massiv von dem unterscheidet, was etliche Leute vielleicht mal in den USA der 70er oder 80er selber erlebt haben (mit Grausen). Der Artikel strotzt nur so von zitierbaren interessanten Nebendetails - deshalb bringt es nichts, wenn man hier einzelne teaser-Zitate anbringt. Zum Verständnis und Nachvollzug, warum man das anscheinend in der Mitte Europas wohl doch im Auge behalten sollte, ist der Artikel auf jeden Fall sehr gut geeignet.

Was steckt hinter dem Hype um Evangelikale Freikirchen?
Zitat
Immer mehr junge Menschen fühlen sich dort wohl. Zu Besuch bei einer „Celebration“ in München.
Von Tami Holderried, 15.5.2018, jetzt.de (sz-Verlag)
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