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Studenten wider den Veggie-Wahn

Begonnen von MrSpock, 12. März 2014, 16:31:01

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sumo

es geht überhaupt nicht darum, was jeder Einzelne so ißt, sondern es wurde sich aufgeregt, weil man den Kantinen vorschreiben wollte, an einem BESTIMMTEN Tage nur vegetarische Gerichte anzubieten. Es reicht aber aus, wenn man an jedem Tage in der Kantine ein bis mehrere vegetarische Gericht findet, mit denen man dann die Möglichkeit hat, sich nach seinem Gusto vegetarisch zu ernähren, und wenn man denn einen Anbieter findet, sogar vegan.
Es ging in der Diskussion nicht um Vegetarismus/Veganismus an sich, sondern darum, daß Politiker mir vorschreiben wollen, wann ich mich wie ernähre.


Wenn es jemandem gut tut, er gesundheitlich profitiert, so soll er seine ihm gemäße Ernährungsform finden, da hat ihm niemand reinzureden.

Ich habe mit Vegetariern persönlich kaum negative Erfahrungen gemacht, die essen eben anders.
Bei Veganern sieht das durchaus anders aus, da gibt es zahlreiche Missionare, die dann anfangen, mit Tierethik zu argumentieren, die keine andere Meinung mehr gelten lassen, da habe ich dann jegliche Diskussion unterlassen, weil man mit Gläubigen/Fundamentalisten nur sehr wenig diskutieren kann.

Zu den Zahlen, daß man laut Deinen Angaben 3-15kg Futter braucht, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, dazu hast Du bestimmt aussagekräftige Belege! Dann her damit.
Weiterhin würde mich interessieren, inwieweit Du die unterschiedliche Energiedichte der für den Menschen verfügbaren Energie bei pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln einordnest.

Robert

...und wozu der Mensch Proteine braucht, nämlich nur sekundär zum Verheizen. Muskeln, Enzyme, Blut, Organe, die Haut usw. bestehen zum überwiegenden Anteil aus Proteinen.

Omikronn

@wurst: du hast m.A. nach zu wenig mit dem Thema beschäftigt. Ansonsten würdest du wohl kaum ein Antibiotikaverbot wollen und von Genfutter schreiben. Ein kleiner Lesezipp bez. Gentechnik:

https://blog.psiram.com/tag/gmo/
https://blog.psiram.com/tag/grune-gentechnik/

Don't try to argue with idiots, first they tear you down to their level, then they beat you with their experience.

wurst

@Robert
Primär verheizt ein Mensch Kohlenhydrate. Aber natürlich kann man auch auf Fettsäuren und Aminosäuren zurückgreifen. Ein normaler Mensch benötigt in etwa 60-80g Eiweiß pro Tag. Macht mindestens 21,9 kg reines Eiweiß pro Jahr, welches wir zu uns nehmen. Bodybuilder nehmen häufig mehr als das Doppelte davon zu sich und trotzdem wird dir jeder Boybuilder sagen, wie schwer es ist mehr als 2 Kg reine Muskelmasse (die auch aus Wasser besteht und Kohlenhydrate zum Aufbau benötigt) innerhalb von einem Jahr zuzulegen. Wie du richtig erwähnt hast, wird Eiweiß auch für Blutkörperchen, Haare und Haut benötigt. Aber wie wir wissen, ist lagert sich ein Kalorienüberschuss, egal ob aus Kohlenhydraten, Fett oder Proteinen, im Körper als Fett ab. Es nützt dir nix, wenn du 2 kg Gluten oder Eiweißpulver hinunterschluckst. Mehr als 80gr Eiweiß sind in der Regel Vergeudung (außer du machst eine Eiweißdiät mit Shakes). Selbst (natural) Bodybuilder versuchen ihre Community so langsam vom übermäßig sinnlosen herunterschaufeln von kiloweise Quark und Shakes aufzuklären.
Ich treibe relativ viel Kraftsport und Cardio. Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen bieten relativ viele Proteine. Bei Soja-Produkten versuche ich den Konsum zu beschränken, außer wenn diese fermentiert sind (Tempeh und Natto). Ich bin definitiv nicht blass oder ein schmalhans, was aber auch nicht so schlimm wäre.

@sumo
danke für deinen Beitrag.
Wieso benötigst du Zahlen. Ist es nicht logisch, dass wir nach einem Kilo essen nicht auf Dauer 1 Kilo mehr wiegen? Aber es gibt mehrere Quellen. Alle Quellen beziehen sich auf „US Department of Agriculture Economic Research Service“ von 2004

Nochmal, ich will hier niemanden sein Fleisch wegnehmen. :)
Die einseitigen Kommentare haben mich gestört, aber sie regen mich nicht auf. Ich weiß, dass ich früher genauso Anti-Vegan war. Ich suchte nur nach Contra-Argumenten. Was der Extremist da erzählte habe ich ausgeblendet (was bei vielen von euch glücklicherweise nicht der Fall ist). Es geht darum sein Fleisch-Dogma, seine Gewohnheiten zu hinterfragen (das gilt genauso für Rauchen, Fettsucht etc.). Wenn ich euch die Frage stelle: Haltet ihr es für möglich 1 Jahr lang auf Fleisch zu verzichten (ob ihr es wollt, ist eine andere Frage!)? Und ihr antwortet mit ja, dann ist das doch schonmal eine erfreuliche Erkenntnis. Ihr könnt es.
Und es muss nichtmal so drastisch sein, wie bei Veganern. Es geht um Kompromisse. 2-3 mal Fleisch pro Woche ist ein Kompromis. Ein vernünftiger Kompromis zwischen dem Genuss und eurer Gesundheit, der Umwelt, dem Tierleid, den hungernden Menschen, denen das Getreide weggefressen wird. Zum Genuss muss man aber dazu sagen: Roher Tofu ist definitiv genießbarer als rohes ungewürztes Fleisch. Die Gewürze im Zusammenspiel mit der Geschmacksrichtung Umami stillen die "Fleischeslust". Glutamat, Hefeflocken oder einfach angeröstetes Gemüse (+Tofu+Lupinen+Seitan) bieten auch diese Geschmacksrichtung. Auch Falafel sind doch gar nicht so schlecht.

Ich bin relativ frischer Veganer, habe aber schon so gut wie alle Phasen durch, vom gemäßigten Veganer, aus Gesundheitsgründen, der dann zum Hardcoreveganer wurde, weil er sich Earthling und Food Inc angeguckt hat, zum aggressiven Veganer, weil er die Ignoranz (das ist nunmal die Sicht vieler Veganer) nicht mehr erträgt bis zum jetzigen Veganer, der es akzeptiert hat, dass Menschen immer Fleisch essen werden und nicht jeder Veganer werden sollte.
Das Hauptproblem ist das System, wie die Fleischindustrie gerade mit unserer Gesundheit und Lebewesen mit individuellem Bewusstsein umgeht. Dazu noch der unbedachte Konsument, dem das alles egal scheint. Dabei ist es uns doch eigentlich nicht egal, wenn Aspartam und Phosphorsäure in Cola ist, wenn Fleisch mit Ammoniak gewaschen wird (USA), wenn übermäßig viel rotes Fleisch mit Krebserkrankungen korrelieren, wenn Methylquecksilber sich in Meereslebewesen ansammelt, wenn ein Croissant dick macht, wenn Pommes Acrlamit enthalten. Das Problem ist, wir wissen bei all diesen Infos nicht mehr wo, wir anfangen sollen Kompromisse zu machen. Spätestens wenn man den ersten Bissen tätigt, blenden wir unser Wissen aus. Wir wollen kein schlechtes Gewissen haben. Der Mensch mag es nicht unbequem.  Rauchern ist es nicht egal ob sie ne pechschwarze Lunge haben, doch sobald die Fluppe im Mund steckt, verdrängen sie für den Genuss und die Stillung eines Bedürfnis. Ein nicht lebensnotwendiges dazu, sondern eher lebensverkürzend.
Die Menschheit soll also nicht veganisiert werden, sondern Kompromisse machen.

Die Folgen von GMO sind tatsächlich schwer abschätzbar. Aber reicht nicht schon das Risiko, dass sie schädlich sind, dies zu boykottieren. Zumal dazu eigentlich kein Bedarf ist. Was ist an Mais aus  Deutschland schlechter als Monsanto-Mais aus den USA? Es geht auch darum von einem Konzern abhängig zu werden. Saatgut gehört eigentlich der Erdbevölkerung, in Indien wird er frei an Bauern verteilt. Doch wenn das patentierte (damit sollte man schon ein Problem haben) Saatgut von Monsanto vermischt sich mit Nachbarfeldern. Folge ist, das Monsanto Bauern einfach verklagen kann, weil "ihr" Saatgut auf dem Feld gefunden wurde.

Zr Energiedichte:
Getreide (inklusive Reis und Mais), Hülsenfrüchte, Samen, Nüsse, Quinoa und Amaranth haben alle eine höhere Energiedichte als Fleisch. An einem Hamburger haben die Buns und die Saucen mehr Kalorien als das Fleischpatty.
Du gingst jetzt sicher von Obst und Gemüse aus. Davon esse ich tatsächlich am Meisten. Ich snacke ständig zwischen den relativ kleinen Hauptmahlzeiten. Manchmal sinds 3 Mangos, manchmal 4 Äpfel, manchmal 2 Bananen, dazu ständig Studenfutter. Ich esse wie ein Scheunentor, mehr als früher, wo ich 118kg wog. Warum, weil ich es kann und es schmeckt.
Früher habe ich vom Volumen weniger gegessen, aber deutlich Kalorienreicher. Der Körper hat also noch Platz und verlangt nach mehr. Ich halte mich nicht an der Empfehlung 5 Mal Obst an Tag, als ob es Medizin wäre, die ich schlucken muss. Ich mampfe bis ich gesättig bin.
Wenn du neben Obst  und Gemüse die oben erwähnten Sachen isst, wirst du keinesfalls abnehmen. Außerdem haben Bananen und Kaki relativ viele Kalorien. Das ich jetzt von morgens bis abends exzessiv essen muss ist nicht der Fall (Scheunentor war übertrieben). Morgens vielleicht einen Joghurt, Müsli oder Natto. Mittags Reis, Nudeln oder Quinoapfanne mit viel Gemüse. Abends meistens das selbe, damit ich nur einmal Kochen muss :P. Und wie gesagt zwischendrin immer wieder Snacks. Es ist leichter als ich vorher dachte.

Es wäre ideal, wenn der Mensch das selbst erkennt, dass er 21 Mal Fleisch pro Woche nicht braucht, sondern dieser Übermaß in vielen Belangen schädlich ist. Aber der Mensch braucht lange, um sich gesellschaftlich zu wandeln, niemand will sich reinreden lassen, was er zu essen hat.
Gerade weil der Mensch das nicht erkennt oder anerkennen will, muss man ihn in eine bessere Richtung lenken.

Noch ein paar Fakten zu den Subventionen
Es wird in Europa ein Überschuss an Fleisch produziert. 60 Millionen Schwein werden jährlich in Deutschland produziert. 20 Millionen davon landen einfach auf dem Müll (es gibt Bilder davon, die liegen einfach in Container) und werden vermutlich zu Tierfutter verarbeitet. Schweinefleisch wird nach China exportiert, aufgrund des Überschusses, wegen Subventionen so günstig. Ein Bauer kriegt von der Schlachterei in etwa 5 Euro pro Schwein. (Quelle: ZDF -Schweine für den Müll) Das Futter für die die ganze Aufzucht und Personalkosten sind höher. Ohne Subventionen würde es sch gar nicht lohnen.
Wir Deutschen essen komischweise realtiv wenig Hühnerflügel (meiner Meinung nach das Beste dran), sondern picken uns nur das "Beste" heraus, die Brust. Der Rest vom Huhn muss irgendwie verwertet, da wegwerfen Kosten verursachen würde. Die Abfälle verschiffen wir nach Afrika, wo die in hygienisch katastrphalen Zustand verkauft werden. ( http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2102202/ZDFzoom-Haehnchenreste-auf-Reisen#/beitrag/video/2102202/ZDFzoom-Haehnchenreste-auf-Reisen )
Nett, wird ja immerhin verwertet und jeder hat was von, meint ihr?
Die Bauern (hier ghana), züchten selbst Hühner und verlangen für dortige Verhältnisse relativ faire 5 USD pro Huhn. Diese werden sie aber nicht mehr los, weil subventionierte Gelügelteile ihnen den Markt streitig machen.  Sie haben gegen diese Dumpingpreise keine Chance.
Nicht zu vergessen, dass Wasser komplett subventioniert wird (natürlich auch Pflanzen). 15000 Liter pro Kg Rind werden benötig. http://www.focus.de/wissen/mensch/umwelt-weltwassertag-wassersparen-bei-nahrungsproduktion_aid_726582.html
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/welthunger-entwicklungspolitik-fleischfrage

Egal wie man es dreht oder wendet, auch ich musste mir irgendwann eingestehen, dass es unter dem Strich deutlich mehr Gründe gibt wenig  bis gar kein Fleisch zu essen als dagegen. Mal ehrlich, nennt mir bitte außer dem Geschmack noch einen Grund Pro Fleisch. Egal ob ihr handelt oder nicht, wenn ihr euch etwas eingelesen habt, seht ihr es nicht auch so, dass es durchaus Sinn ergibt, wenn die Gesellschaft ihren Fleischgenuss deutlich zügelt? Das ist doch die Erkenntnis!
danke für die Mühe inklusive Wiki:)

F. A. Mesmer

Deine Textwand ist zu kurz. Ernstgenommen wirst du hier nur, wenn du das mindestens dreimal so lang machst, auch inhaltliche Exkurse, die vom Thema wegführen, aber deine beachtliche Bildung belegen, und umständliche Argumentationsketten, die Konzentrationsfähigkeiten trainieren, sind beliebt. Zum Unterstreichen und Betonen von dem, worauf es dir ankommt kannst du fröhlich die Textgröße, Format, Schriftart und -farbe variieren.
Ebenso hilfreich sind Gedichte zu dem, was dich so umtreibt und motiviert - so lernen wir dich besser kennen und verstehen. Nur Mut junger Freund, du kannst das - deine Arbeitsproben berechtigen schon jetzt zu den höchsten Erwartungen.

Belbo

Was mich immer irritiert, dass komplett ausgeblendet wird, das für das Kalorienaquivalent von einem Kilo Schweinefleich, die drei bis viermal so grosse Anbaufläche für Spargel oder Erdbeeren verbraucht wird, wer also die Erde retten möchte verzichte auf den Erdbeerkuchen und haue sich ne schöne Schweinshaxe rein.

Nogro

Hallo Wurst, vielleicht ist es besser, hier zu missionieren:
https://www.antiveganforum.com/forum/
Der Erfolg dürfte immens sein!   :grins2:
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

Belbo

Apropos die Berechnungsgrundlagen für den Flächenverbrauch von Spargel und Schnitzel.....

https://www.antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=4&t=5397&p=124282&hilit=Erdbeeren#p120811

ZitatDa fehlt zwar noch das Futter für die Sau während der Schwangerschaft.....
Seiten 25, 34, 35
....mal grob überschlägig würd ich sagen zwischen 3 und 4kg Futter pro Kilogramm Fleisch/Fett
http://www.definitiv-ba.de/pdf_files/ak ... ba2010.pdf

Seite 21
10 KG Futter/Ferkel während der Säugezeit

https://www.antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=4&t=5397&p=124282&hilit=Erdbeeren#p124282

ZitatZumal bei dieser Argumentation Erdbeeren auch vom Speiseplan verschwinden müssten, die liefern bei einem Hektarertrag von 7t nur 32/134 kcal/KJ pro 100g, Weizen hingegen bei 6,4t 331/1383 kcal/KJ pro 100g. Damit "verbrauchen" Erdbeeren mehr als doppelt soviel Weizen wie Schweine. Ganz schlecht ist z.B. Spargel mit 18/76 kcal/KJ pro 100g bei einem Ertrag von ca 6t/ha.
Für ein Kilo Schweinefleisch brauche ich wiederum 4 Kilo Futter s.o.

Und wem Antivegan zu krass ist:
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001109

ZitatWelternährung: Fleisch essen? Zum Nutzen der Menschheit!


Hier etwas andere Zahlen es wird aber auch allgemein von Gemüse gesprochen (S.179), interessant auch:
http://www.bfeoe.de/publikationen/Globale%20Nahrungssicherung-JVL.pdf

ZitatVon einer bestimmten Landfläche ausgehend (begrenztes
Ackerland, viel Weideland), kann eine Ernährungsweise mit
einem gemäßigten Anteil von Fleisch und Fett unter Umstän-
den einige Menschen mehr ernähren als eine vegane Ernäh-
rungsweise (ohne tierische Lebensmittel) mit einem hohen
Fettanteil. Hauptgrund dafür ist, dass Wiederkäuer auch
Weideland als Nahrungsquelle nutzen können, während Ve-
ganer mehr vom begrenzten Ackerland für ihre ausschließlich
pflanzlichen Erzeugnisse benötigen. Das gilt natürlich nur in
dem Maße, wie Weideflächen reichlich vorhanden sind (Peters
et al., 2007).

S. 188

ZitatBei einer Kostform ohne Fleisch und Milch-
produkte (vegane Ernährung) benötigen die stattdessen ver-
zehrten Nahrungspflanzen zu ihrem Anbau Ackerland, wobei
die vorhandenen Weideflächen (70% der weltweiten land-
wirtschaftlichen Fläche!) nicht genutzt würden. Eine solche
Kostform erscheint daher für die gesamte Weltbevölkerung
nicht vorstellbar – und ist auch gesundheitlich nicht zu emp-
fehlen.

Groucho

Zitat von: wurst am 17. März 2014, 16:23:33
Mal ehrlich, nennt mir bitte außer dem Geschmack noch einen Grund Pro Fleisch.

Mir reicht das als Grund völlig. Die Erde rette ich dann im nächsten Leben als Regenwurm.

wurst

Die reflexartige Ablehnung ist leider nicht überraschend. Es ist wie einem Muslim zu sagen, das Mohammed nicht heiliger ist, als du und ich.
@Nogro, missionieren. Ich bin kein Zeuge Jehovas, der an deine Tür klopft und dir was esotherisches und spirituelles erzählt. Ich habe doch fast nur Fakten aufgeschrieben. Fakten, von denen wir alle wissen, wofür wir aber kein Bewusstsein geschaffen haben.

Merkt ihr es, Spargel und Erdbeeren? Das hat euch doch vorher nie gekümmert, warum ist es jetzt aufeinmal wichtig. Auf der Suche nach nach Rechtfertigung des jetzigen Fleischkonsums (das sind keine Gegenargumente zu meiner Forderung nach weniger Fleischkonsum, ihr werdet kaum welche finden) werdet ihr auf einmal zu Erbsenzählern und kommt mit weit hergeholten Argumenten. Genauso wie "Pflanzen haben auch Gefühle". Diese Argumente verlaufen oft ins lächerliche. Das Grundproblem ist und bleibt, das für das Allgemeinohl weniger Fleischkonsum besser wäre. Kaum einer wird Fleisch vollständig durch Erdbeeren substituieren.

Ich muss mich nicht ins Anti-Vegan-Forum flüchten, wo Messages erst recht auf Widerstand stoßen. Das ist ein Grabenkampf da, den andere schon ausdiskutieren. Immerhin ist das hier doch ein Thread mit Bezug zum Thema Veganismus. Von daher ist es doch richtig, wenn man sich hier ausstauschen kann. :) Ich gehöre plötzlich zu Minderheit, zu einer Randgruppe. Niemand will mit seiner Meinung so relativ einsam dastehen. Aber es ist eine Überzeugung. Nicht im Sinne das "richtig"ist im Sinne des Glaubens und der Ethik bzw. nicht nur. Sondern beruhend auf Fakten.
Also es tut einem Forum doch ganz gut, wenn man diskutieren kann. Dazu gehören viele Meinungen, um sich dann sein endgültiges/vorläufiges Gesamtbild zu bilden, in dem man die Aussagen vieler reflektiert.

Warum ich soviel schreibe?
Das Thema ist unglaublich Komplex, es hat mit unserer Psyche zu tun, mit unserer Gesellschaft, mit Selbstreflexion. Außerdem die ganzen Gründe warum man Veganer werden sollte. Dies dürften euch wohl aus den Ohren rausquellen, weil es die Veganer-Community jedem schon unter die Nase gerieben hat. Was ich schreibe ist noch relativ kurz zusammengfasst.
Wenn ich einen 3 Zeiler hier hinkritzle, könnte ich kaum etwas vermitteln.


Server war down :/
Zitateine Ernährungsweise mit
einem gemäßigten Anteil von Fleisch und Fett unter Umstän-
den
einige Menschen mehr ernähren als eine vegane Ernäh-
rungsweise (ohne tierische Lebensmittel) mit einem hohen
Fettanteil.

ZitatEine solche
Kostform erscheint daher für die gesamte Weltbevölkerung
nicht vorstellbar – und ist auch gesundheitlich nicht zu emp-
fehlen.

1. widerspricht das nicht meiner Aussage, dass wir weniger Fleisch essen sollten.
2. die Formulierung ist schon nicht mehr wert als unwissenschaftliche Annahmen, die du oder ich tätigen würden. Die letzten beiden Zitate sind fast vollständig im Konjunktiv.
3. man geht davon aus, das die komplette Spezies Kuh ausgerottet sei, doch existieren sie weiterhin und könnten auf der Weide leben. Der Großteil lebt heute in Viehzuchtbetrieben in einem Gehäge und nicht auf Weiden (zumindest in Industrienationen)
4. Ich glaubte auch es sei unvorstellbar sich ohne Fleisch zu ernähren.  Noch mal sei erwähnt, es geht nicht um den vollständigen Verzicht, sondern einer Einschränkungen dieses selbstzerstörerischen Konsums. Wie vorher erwähnt, halte ich 1-2 mal Fleisch pro Woche auf zur Abwechslung und der guten Nährstoffdichte für sinnvoll.
Und trotzdem kann man sich Gesund ohne Fleisch ernähren, dazu sind nicht mal extreme Beispiele wie Patrik Babouman oder Brendon Brazier notwendig. Der Durchschnittveganer hat einen BMI  von 24 während der Durchschnittsdeutsche übergewichtig ist. Der Durchschnittsvegetarier hat auch weniger mit Herzkreislaufproblemen zu kämpfen.

An Appell an deine Einsicht mit dieser simplen Frage: Was ist gesünder? Kein Fleisch, wenig Fleisch oder jeden Tag Fleisch?

An letzter Stelle steht doch wohl "jeden tag Flesch". Wie auch Studien beweisen, dass Vegetarier und Flexitarier (wenig Fleisch) eine höhere Lebenserwartung als Menschen mit hohem (bzw für uns normalen) Fleischkonsum haben.
Im übrigen kann man auch als Veganer beim Essen über die Strenge schlagen und sündigen. Es gibt genug dicke Veganer/Vegetarier. Siehe Pudding-Vegetarier. Aber im Durchschnitt neigen sie weniger zu Übergewicht.


Ich habe mich erstmal genug geäußert zu vielen Posts. Fallst noch ein wichtiges Argument (leider waren viele Troll-Posts dabei, aber c'est l'internet) gegen meine Aussagen gibt, werde ich  auch das versuchen zu beantworten. Groucho, ich sehe dir gern beim stänkern zu :)
danke für die Mühe inklusive Wiki:)

Groucho

Zitat von: wurst am 17. März 2014, 16:23:33
Wenn ich euch die Frage stelle: Haltet ihr es für möglich 1 Jahr lang auf Fleisch zu verzichten (ob ihr es wollt, ist eine andere Frage!)? Und ihr antwortet mit ja, dann ist das doch schonmal eine erfreuliche Erkenntnis. Ihr könnt es.

Ja, es ist möglich. Und Du könntest Dich 1 Jahr lang ausschließlich von Fleisch ernähren. Ist doch schon mal eine erfreuliche Erkenntnis.

Robert

ZitatWie vorher erwähnt, halte ich 1-2 mal Fleisch pro Woche auf zur Abwechslung und der guten Nährstoffdichte für sinnvoll.

Und das hältst Du auch für alle anderen sinnvoll? Also doch Missionierung? Esse doch, was Du willst und lass mich damit in Ruhe. Übrigens habe ich heute noch kein Fleisch gegessen, aber nicht aus Überzeugung, sondern weil es halt etwas anderes Leckere gab.

Robert

ZitatWie auch Studien beweisen, dass Vegetarier und Flexitarier (wenig Fleisch) eine höhere Lebenserwartung als Menschen mit hohem (bzw für uns normalen) Fleischkonsum haben.

Welche Studien? Quellen?

Ich kenne auch gegenteilige Ergebnisse:

ZitatEine aktuelle Studie der Medizinischen Universität Graz hat ergeben (1): Vegetarier haben häufiger Krebs und mehr Herzinfarkte, leiden wesentlich öfter an Allergien und zeigen mehr psychische Störungen als Viel-Fleischesser. Darüber hinaus ist die Lebensqualität der Vegetarier niedriger und sie benötigen mehr Leistungen des Gesundheitssystems. De Studie der Grazer Wissenschaftler basiert auf der Auswertung von Daten des Austrian Health Interview Survey (AT-HIS), einer repräsentativen Stichprobe der erwachsenen österreichischen Bevölkerung. AT-HIS wiederum ist Teil einer wichtigen und hochwertigen EU-Umfrage (European Health Interview Survey).

http://www.food-monitor.de/2014/02/med-uni-graz-vegetarier-mehr-krankheiten-weniger-lebensqualitaet-als-fleischesser-neue-studie/produkte-und-promotions/hunger-lust/

Groucho

Zitat von: wurst am 17. März 2014, 18:23:55
Die reflexartige Ablehnung ist leider nicht überraschend.

Ich befasse mich seit mehr als 20 Jahren immer wieder mit dem Thema. Das Einzige, was hier reflexhaft ist, sind Deine abgedroschenen Argumente, die (auch hier) seit Jahr und Tag in Endlosschleife vorkommen, egal wie falsch sie auch sind.

Der ganze missionierende Veganismus ist ein Wohlstandsphänomen und ein Hohn für alle, die auf dieser Welt nicht genug oder viel zu einseitig zu futtern haben. Für eure Exklusivernährung braucht ihr eine weltweit agierende Zulieferindustrie, ich kenne jedenfalls keinen Veganer, der sich jahrein jahraus von dem ernährt, was in Mitteleuropa so wächst. Wenn man schon der absurden Idee anhängt, durch das, was man in seinen Mund chiebt, die Welt retten zu können, wäre das wenigstens konsequent.

Conina

Ich kann kein Veganer werden, ich bin allergisch, allergisch auf Ideologien.  ;)