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Autor Thema: Der Fall Mollath  (Gelesen 228626 mal)

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #210 am: 04. Juli 2013, 14:26:29 »
[Frage] Letztlich bleibt doch stehen: Sie halten ihn jetzt für ungefährlich.
Hans-Ludwig Kröber:  Nein, das weiß ich nicht.
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39441/1.html
und genau deswegen sollte Herr Mollath sich in einem Wiederaufnahmeverfahren erneut einer forensisch-psychiatrischen Untersuchung nicht verweigern.
Bleibt nur die Frage, ob Herr Mollath hier mitliest und diesen gutgemeinten Ratschlag nunmehr beherzigen wird.

Zitat
Dass er gegenüber deutschen Psychiatern skeptisch eingestellt ist, ist aus seiner Sicht verständlich.
Der Satz ist auch dann richtig, wenn man das Wort „deutschen“ weglässt.

Belbo

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #211 am: 04. Juli 2013, 14:37:22 »
Zitat
Bleibt nur die Frage, ob Herr Mollath hier mitliest und diesen gutgemeinten Ratschlag nunmehr beherzigen wird.

Ob die Gustl for Help- Fraktion herrn Mollath mehr hilft wenn sie die Verschwörungstheorien weiter befeuert oder wenn sei dahingehend auf ihn einwirkt bei seiner Beurteilung mitzuwirken sei mal dahingestellt.

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #212 am: 04. Juli 2013, 14:37:56 »
Herr Kröber steht aber über dem Richter, sobald jemand verurteilt wurde. Er bestimmt wo und wie lange jemand eingesperrt bleibt. Da kann er sich nicht mehr hinter Richtern verstecken, den Büttel spielen und so tun als ginge ihn die Tat nichts an, deren Hergang er zwingend zur Beurteilung einer Gefährlichkeit benötigt.
Was genau empfiehlst Du denn Herrn Kröber? Sich über die rechtskräftige Entscheidung des Gerichts hinwegzusetzen?

Tut mir Leid. Mit der Nummer kann man sich nicht aus der ärztlichen Verantwortung stehlen: "Nein, die Gutachter haben bescheinigt, dass Mollath krank ist." Krank können Menschen sein so lange sie wollen, nur gefährlich sein dürfen sie nicht.
Herr Kröber weicht nicht der Verantwortung aus, sondern er nimmt sie wahr, wenn er sagt, er wisse nicht, ob Herr M. gefährlich ist. Jede andere Aussage wäre unverantwortlich, meine ich.

P.G.

  • Forum Member
  • Beiträge: 152
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #213 am: 04. Juli 2013, 14:44:00 »
Wenn es der Familie bei 180 Sachen auf der Autobahn den Reifen zerreisst wird es wahrscheinlich egal sein ob das wegen jemandem passiert der 2 oder 7 jahre in der Psychatrie sass. Es gibt also eine Art Quotienten Gefährlichkeit/Aufenthalt und wenn der einen gewissen Wert unterschreitet muss freigelassen werden? Seltsam, andrerseits wie soll es anders gehen...., das ist wirklich kein einfaches Feld.
Genau deshalb sind die Hürden bei Eingriffen in den Straßenverkehr allgemein auch sehr hoch. Das macht den Mollath Fall also keinesfalls ungewöhnlich. Mir sind ähnliche Fälle bekannt.
Im Falle von Brandstiftung wird ähnlich gehandelt. Und auch hier kommt einem die Unterbringung als Aussenstehender häufig zu heftig vor.

40_Fieber

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  • Beiträge: 647
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #214 am: 04. Juli 2013, 14:58:53 »
Was genau empfiehlst Du denn Herrn Kröber? Sich über die rechtskräftige Entscheidung des Gerichts hinwegzusetzen?

Wieso sollte er sich über ein rechtskräftiges Urteil hinwegsetzen, wenn er eine Gefährlichkeitsprognose abgibt? Das ist doch Humbug. Um festzustellen, dass jemand nicht ganz dicht ist, braucht man keinen Professor. Das merken die meisten Menschen von selbst. Richter auch. Deshalb bestellen sie ja die Psychiater ein.
Aber ob die Krankheit überhaupt was mit den Taten zu tun hat sollte der Psychiater feststellen. Und genau davor will er sich drücken wenn er sich darauf beschränkt Krankheiten zu diagnostizieren.
Wahn... ja und weiter? Das ist wie "Carcinom" ohne Staging.

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #215 am: 04. Juli 2013, 15:27:27 »
Wieso sollte er sich über ein rechtskräftiges Urteil hinwegsetzen, wenn er eine Gefährlichkeitsprognose abgibt? Das ist doch Humbug.
Ich verstehe Dein Problem nicht. Die Gefährlichkeitsprognose leitet sich aus dem bisherigen Geschehnissen ab. Was ist daran Humbug?

Zitat
Um festzustellen, dass jemand nicht ganz dicht ist, braucht man keinen Professor. Das merken die meisten Menschen von selbst. Richter auch.
Dann braucht man ja keinen forensisch-psychiatrischen Gutachter.

Zitat
Deshalb bestellen sie ja die Psychiater ein.
Mir bleibt der Sinn dieses Satzes verschlossen, vor allem, wenn ich ihn in Beziehung zu dem vorangehenden setze.

Zitat
Aber ob die Krankheit überhaupt was mit den Taten zu tun hat sollte der Psychiater feststellen.

Dafür muss man halt ein Gutachten erstellen, und im Moment ist wohl gerade keins in Auftrag gegeben.

Zitat
Und genau davor will er sich drücken wenn er sich darauf beschränkt Krankheiten zu diagnostizieren.
Die Diagnose leitet sich aus den bisherigen Gutachten ab, aber nicht die aktuelle Gefährlichkeit. Noch einmal: Was macht Herr Kröber falsch?

segeln141

  • Gast

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #217 am: 04. Juli 2013, 15:53:41 »
Noch einmal: Was macht Herr Kröber falsch?
Die Frage ging zwar nicht an mich, aber meine Antwort lautet: nichts macht er falsch.
Das Interview bei Heise ist ok.
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39441/1.html

Belbo

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #218 am: 04. Juli 2013, 16:05:30 »


Zitat
Das Blog der Oberstaatsanwältin a.D. Gabriele Wolff ist sehr lesenswert. Aber Achtung: zeitintensiv!!

...wohl mehr Fiktion als Fakten, man merkt das sie nebenberuflich Kriminalromane schreibt, die Zeichnung der Charaktäre gerät ihr allerdings etwas Schwarz/ Weiss.

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #219 am: 04. Juli 2013, 16:07:56 »
Zitat
Das Blog der Oberstaatsanwältin a.D. Gabriele Wolff ist sehr lesenswert. Aber Achtung: zeitintensiv!!

...wohl mehr Fiktion als Fakten,
Die "Fiktion[en]" sind aber gut belegt durch entsprechende Verlinkungen.


Belbo

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #221 am: 04. Juli 2013, 16:11:32 »
Zitat
Das Blog der Oberstaatsanwältin a.D. Gabriele Wolff ist sehr lesenswert. Aber Achtung: zeitintensiv!!

...wohl mehr Fiktion als Fakten,
Die "Fiktion[en]" sind aber gut belegt durch entsprechende Verlinkungen.

Ja aber ich kann dir mit Zitaten aus den gleichen Quellen aus mollath zu einem  psychopathischen Massenmörder machen, rein inhaltlich bringt sowas überhaupt nichts...

Belbo

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #222 am: 04. Juli 2013, 16:14:07 »
@bayle:
hier einiges zu Beate Lakotta:
http://blog.beck.de/2012/11/29/fall-mollath-wie-geht-es-weiter
http://blog.delegibus.com/2012/12/14/fall-mollath-wenn-die-welle-des-journalismus-bricht/
http://www.internet-law.de/2012/12/fall-mollath-alles-nur-heise-luft.html
http://www.carta.info/51989/gustl-for-help-darf-man-den-fall-mollath-allein-der-justiz-uberlassen/

Na jetzt werden die Verschwörungsmachwerke aber immer kruder.....

Zitat
Da die Ministerin bis heute keinen Zusammenhang erkennen kann zwischen der Einweisung Gustl Mollaths in die Psychiatrie und seinem lästigen Dauergenerve wegen organisierter Steuerhinterziehung zugunsten vermögender Kreise, darf man davon ausgehen, dass ein Wiederaufnahmeverfahren den politisch-ökonomischen Hintergrund der Affäre völlig unberücksichtigt lassen wird.

Darf man das?

P.G.

  • Forum Member
  • Beiträge: 152
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #223 am: 04. Juli 2013, 17:04:27 »


Zitat
Das Blog der Oberstaatsanwältin a.D. Gabriele Wolff ist sehr lesenswert. Aber Achtung: zeitintensiv!!

...wohl mehr Fiktion als Fakten, man merkt das sie nebenberuflich Kriminalromane schreibt, die Zeichnung der Charaktäre gerät ihr allerdings etwas Schwarz/ Weiss.
:grins2: Genau das gleiche habe ich auch gedacht.

@bayle:
hier einiges zu Beate Lakotta:
http://blog.beck.de/2012/11/29/fall-mollath-wie-geht-es-weiter
http://blog.delegibus.com/2012/12/14/fall-mollath-wenn-die-welle-des-journalismus-bricht/
http://www.internet-law.de/2012/12/fall-mollath-alles-nur-heise-luft.html
http://www.carta.info/51989/gustl-for-help-darf-man-den-fall-mollath-allein-der-justiz-uberlassen/

Ist dir eigentlich bewusst, wie wenig der durchschnittliche Jurist über Psychiatrie weiß? Wenn die nicht gerade ständig mit Psychiatrie zu tun haben, ist denen noch nicht mal "PsychKG" ein Begriff.
Am krassesten fällt das bei Stadler auf. Das ist teilweise echt zum fremdschämen.

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #224 am: 04. Juli 2013, 17:06:33 »

Ja aber ich kann dir mit Zitaten aus den gleichen Quellen aus mollath zu einem  psychopathischen Massenmörder machen,
Bitte mach das doch mal .Ich bin gespannt.