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Autor Thema: Der Fall Mollath  (Gelesen 228625 mal)

Belbo

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #180 am: 03. Juli 2013, 19:32:18 »
Dem Krankenhaus in Bayreuth wird der "shitstorm" auch zuviel......

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/fall_mollath_bezirkskrankenhaus_bayreuth_wehrt_sich_166269

Zitat
Gutachten: Die Klinik nimmt auch ihren Chefarzt der Psychiatrie in Schutz. Sehr wohl habe Dr. Klaus Leipziger den Patienten Mollath untersucht. Es habe nicht nur Gespräche mit diesem gegeben, die auch bei der Gerichtsverhandlung ein Thema waren. Leipziger habe auch das Aktenmaterial für sein Gutachten verwendet. Also die vielen Briefe Mollaths. Außerdem sei Leipzigers Gutachten nicht das einzige gewesen, das für die Unterbringung wichtig war. Es gab noch zwei andere Gutachter, die im Kern auf das gleiche Ergebnis kamen.

Belbo

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #181 am: 03. Juli 2013, 19:38:17 »
Auch noch mal eine Meinung von jemandem der sich sehr intensiv mit dem Fall beschäftigt hat. Vom 24.6. also hoffentlich aktuell genug.

http://ankommen.nordbayerischer-kurier.de/2013/06/24/wie-die-mainstream-medien-im-fall-mollath-manipulieren/

Zitat
Die Berichterstattung der Medien in der Causa Mollath ist ebenfalls Verdachtsberichterstattung. Und noch dazu eine sehr ungenaue und manipulative. Dabei wird vielfach Interpretation als Recherche verkauft. Denn SZ, Nürnberger Nachrichten, einige ARD-Sender und all die anderen haben sich bisher kaum die Mühe gemacht, auch mal die Gegenseite zu hören. Und damit werfe ich den Kollegen nicht vor, dass Mollaths Ex-Frau nicht mit ihnen sprechen wollte. Es gibt genügend andere Quellen, die man hören kann. Aber warum die Mühe? Man will ja nicht das Bild zerstören einer politischen Intrige, in der Staatsmacht und Wirtschaft (HypoVereinsbank) und die Psychiatrie ohne Skrupel einen missliebigen Menschen aus dem Verkehr ziehen. Ken Keseys “Einer flog übers Kuckucksnest” lässt grüßen.

Belbo

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #182 am: 03. Juli 2013, 19:49:28 »
Und vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht mal die Version seiner EXfrau zu lesen (obwohl sie wohl eigentlich zu unsrer Klientel gehört)....

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/warum_mollaths_ex_frau_allen_seinen_behauptungen_widerspricht_159477

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #183 am: 03. Juli 2013, 20:00:43 »
Da die Hype um Herrn Mollath, ja schon fast Trutherausmass annimmt, hier ein schon etwas älterer Versuch mal die fakten zu sammeln, interessant die Kommentare.
Etwas besseres als B. Lakotta hast Du nicht gefunden?
Ich hätte Deine Antwort gern eine Spur ausführlicher: was im Einzelnen ist an dem Beitrag von Frau Lakotta schlecht, über die offensichtlichen Tatsache hinaus, dass er mit Deiner Ansicht nicht übereinstimmt?

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #184 am: 03. Juli 2013, 20:33:06 »
Ist der WA der Staatsanwaltschaft als "notwendig Partei" zu bezeichnen?
Zitat
Natürlich. Unparteiisch ist nur das Gericht
.

Dein Humor ist bewundernswert. Im Falle Mollath das Gericht als unparteiisch zu bezeichnen ist Chuzpe hoch 3.
Die WA der Verteidigung und der StA werfen gerade dem Gericht vor, nicht unparteiisch gewesen zu sein. Es geht um Rechtsbeugung in 5 Fällen, wobei die Staatsanwaltschaft dies ,bis auf einen Fall, genauso sieht. Und um einen fehlenden Eröffnungsbeschluss.
http://blog.beck.de/2013/03/26/fall-mollath-die-wiederaufnahmeantr-ge-unter-der-lupe

Zitat
.... dass die Gutachten, die Fragen also, ob Herr M. 1) psychisch erkrankt und 2) ob er deshalb gefährlich ist, für die „juristisch-politische“ Gesamtbeurteilung des Falles irrelevant sind.
Richtig, für die juristische Gesamtbeurteilung sind (neue) Gutachten relevant. Nur, eine Gesamtbeurteilung findet erst statt, wenn eine Wiederaufnahme des Falles erfolgt. Wir sind doch erst im Stadium, ob das Verfahren  überhaupt wiederaufgenommen wird.
Kommt das Gericht zum Schluss, dass die WA zulässig sind und begründet sind ,dann beginnt die Wiederaufnahme.
Sind die WA nach Auffassung des Gerichts begründet, dann hat es in den Schriftsätzen der Verteidigung und StA keine Sachen gefunden ,die "notwendig Partei" sind und dass relevante Passagen, die gegen die Partei sprechen, unterschlagen wurden.
Zitat
Ich reagiere empfindlich, wenn ich dazu aufgefordert werde, etwas zu verurteilen, ohne dass ich mich voll darüber informieren kann, was ich eigentlich verurteilen soll.
Ich habe Dich zu nichts aufgefordert.

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #185 am: 03. Juli 2013, 20:42:20 »
Na ja relevant sollte es doch sein ob Herr Mollath psychisch so gesund ist, dass er im normalen Leben zurecht kommt, er sitzt ja nicht im Gefängnis sondern in einem Krankenhaus.
ja, aber erst in einer Wiederaufnahme kommt es zu einem neuen Gutachten. Nur im jetzigen Stadium ist dies nicht relevant.
Heißt das, er sitzt nicht im Gefängnis sondern in einem Krankenhaus, er ist krank?
Welche Krankheit hat er denn?
Der Wahn ist ja wohl pulverisiert worden, da der Revisionsbericht der HVB Mollaths Behauptungen als in den überwiegenden Fällen als richtig bestätigt hat. Auch die "Ausweitung des Wahns" auf wahllos andere Personen ist hinfällig, da die Behauptungen Mollaths bezüglich Dr.Worthmüller auch stimmten.



bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #186 am: 03. Juli 2013, 20:59:30 »
Vorab: Könntest Du die Vorschau-Funktion benutzen, um das Layout Deines Beitrags vor der Speicherung nochmal zu überprüfen? Da fehlt mitunter ein schließendes [/quote], was sie schlechter lesbar macht.

Dein Humor ist bewundernswert.
Wir reden aneinander vorbei. Staatsanwaltschaft und Verteidigung sind die Parteien, das ist ihre Funktion. Sonst wären sie sinnlos. Das ist ganz unabhängig davon, ob sie Recht haben oder nicht - das festzustellen, ist Sache des Gerichts.

Ich reagiere empfindlich, wenn ich dazu aufgefordert werde, etwas zu verurteilen, ohne dass ich mich voll darüber informieren kann, was ich eigentlich verurteilen soll.
Ich habe Dich zu nichts aufgefordert.
Doch, hast Du; eben wieder:
Im Falle Mollath das Gericht als unparteiisch zu bezeichnen ist Chuzpe hoch 3.
Was ist das anderes als die Aufforderung, das Gericht als parteiisch zu verurteilen?

Der Wahn ist ja wohl pulverisiert worden, da der Revisionsbericht der HVB Mollaths Behauptungen als in den überwiegenden Fällen als richtig bestätigt hat.
Also erstens kannst Du das nicht wissen, weil Du die Gesamtheit der Behauptungen Mollaths nicht kennst, und zweitens ist es einfach falsch. Der Kern, der Anlass einer paranoiden Entwicklung kann durchaus in einer realen Kränkung bestanden haben.

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #187 am: 03. Juli 2013, 21:35:30 »

Im Falle Mollath das Gericht als unparteiisch zu bezeichnen ist Chuzpe hoch 3.
Was ist das anderes als die Aufforderung, das Gericht als parteiisch zu verurteilen?
Eine reine Feststellung, dass Du das Gericht ,entgegen den Gründen der WA, immer noch für unparteiisch hälst.
Ich finde dies nur lustig, Du kannst die Meinung ja gerne (bis zur Wiederaufnahme) pflegen.
Die WA haben mich überzeugt, dass das Gericht Rechtsbeugung gemacht hat.


Der Wahn ist ja wohl pulverisiert worden, da der Revisionsbericht der HVB Mollaths Behauptungen als in den überwiegenden Fällen als richtig bestätigt hat.
Zitat von: bayle
Also erstens kannst Du das nicht wissen, weil Du die Gesamtheit der Behauptungen Mollaths nicht kennst, und zweitens ist es einfach falsch. Der Kern, der Anlass einer paranoiden Entwicklung kann durchaus in einer realen Kränkung bestanden haben.
siehe dazu :
http://www.gustl-for-help.de/download/2006-08-08-Mollath-Urteil-Landgericht.pdf
Als Kern der paranoiden Wahnvorstellungen wird immer wieder auf die  Schwarzgeldaffäre hingewiesen.

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #188 am: 03. Juli 2013, 21:44:42 »
Auch noch mal eine Meinung von jemandem der sich sehr intensiv mit dem Fall beschäftigt hat. Vom 24.6. also hoffentlich aktuell genug.

http://ankommen.nordbayerischer-kurier.de/2013/06/24/wie-die-mainstream-medien-im-fall-mollath-manipulieren/
Das ist eine reine Verteidigungsschrift vom Chefredakteur des NB-Kuriers für seinen Redakteur Otto Lapp.
Es bringt nichts, jetzt die diversen pro- und kontra -Artikel zu posten.
Nur die weitere juristische Abfolge und Aufarbeitung bringt uns weiter. Hoffentlich kommt es zu einer Wiederaufnahme, dann wird ja vieles geklärt werden.

Ein Gnadenerlass wäre für Mollath nicht erstrebenswert, da dann eine Klärung nicht mehr folgen kann.
Abgesehen davon, sagt die bayerische Gnadenordnung im  §5:


§ 5

Vorrang der gerichtlichen Entscheidung

(1) 1 Der Gnadenweg darf nicht dazu dienen, die nach gesetzlichen Bestimmungen mögliche Anrufung des Gerichts zu ersetzen.
http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?nid=8&showdoccase=1&doc.id=jlr-GnOBY2006pP5&st=null

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #189 am: 03. Juli 2013, 21:51:42 »
......und zweitens ist es einfach falsch. Der Kern, der Anlass einer paranoiden Entwicklung kann durchaus in einer realen Kränkung bestanden haben.
Wenn der Kern, der Anlass einer paranoiden Entwicklung in dem Nichtbeachten (Kränkung) seiner Anschuldigungen in der Schwarzgeldsache liegt, dann müsste doch die Entwicklung weitere paranoide Wahnvorstellungen gezeitigt haben.
Nur ,welche?
Da ist nirgendwo etwas zu lesen. Immerhin erfolgt jährlich eine Überprüfung der Unterbringung.

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #190 am: 03. Juli 2013, 22:03:32 »
Es bringt nichts, jetzt die diversen pro- und kontra -Artikel zu posten.
Wir sollen uns also mit den Pro-Artikeln begnügen? :teufel.

Also erstens kannst Du das nicht wissen, weil Du die Gesamtheit der Behauptungen Mollaths nicht kennst, und zweitens ist es einfach falsch. Der Kern, der Anlass einer paranoiden Entwicklung kann durchaus in einer realen Kränkung bestanden haben.
Wenn der Kern, der Anlass einer paranoiden Entwicklung in dem Nichtbeachten (Kränkung) seiner Anschuldigungen in der Schwarzgeldsache liegt, dann müsste doch die Entwicklung weitere paranoide Wahnvorstellungen gezeitigt haben.
Nein, auch das ist falsch, natürlich gibt es auch den (mehr oder weniger) monothematischen Wahn, der um eine erlittene oder eingebildete Kränkung kreist. Ich kann jetzt nicht den Inhalt der psychiatrischen Standard-Lehrbücher posten, deshalb muss hier ein Verweis auf die Wikipedia genügen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Querulantenwahn
z. B.:
Zitat
Auffälligkeiten bei schriftlichen Äußerungen
In der Darstellung ihrer Forderungen fertigen Rechtsquerulanten durchschnittlich häufigere und längere Schriftsätze an, denen sie mitunter ungewöhnliche, nicht einschlägige Anlagen beträchtlichen Umfangs beifügen. Auch Ausdruck, Formatierung, Fußnoten, vielfältige Hervorhebungen durch Farbe, Großschrift, multiple Unterstreichungen oder Textmarker, auffällige Wiederholungen von Zeichen ("? ? ?") oder die eigentümliche Anwendung von Fachbegriffen nehmen oft sonderbare Züge an.[8]
https://de.wikipedia.org/wiki/Querulantenwahn#Auff.C3.A4lligkeiten_bei_schriftlichen_.C3.84u.C3.9Ferungen

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #191 am: 03. Juli 2013, 22:19:01 »

Wir sollen uns also mit den Pro-Artikeln begnügen? :teufel.

Nein ,nur mit dem aktuellen juristischen procedere können/sollten wir uns im Moment begnügen.

Zitat
...natürlich gibt es auch den (mehr oder weniger) monothematischen Wahn, der um eine erlittene oder eingebildete Kränkung kreist. .... deshalb muss hier ein Verweis auf die Wikipedia genügen.
Monothematisch wäre der Schwarzgeld"Wahn".
Mit dem Wikipedia-Artikel  über den Querulantenwahn führst Du eine neue Diagnose ein.
Wie kommst Du darauf und nicht die bisherigen Gutachter?
Kennst Du Mollath oder entspringt die Diagnose Deiner Analyse der Medienberichterstattung?

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #192 am: 03. Juli 2013, 22:53:20 »
Es bringt nichts, jetzt die diversen pro- und kontra -Artikel zu posten.
Wir sollen uns also mit den Pro-Artikeln begnügen? :teufel.
Nein ,nur mit dem aktuellen juristischen procedere können/sollten wir uns im Moment begnügen.
Dann können wir die Diskussion an dieser Stelle beenden (zumindest, was mich angeht). Ich bin nicht berufen, dazu etwas zu sagen.

Zitat
Mit dem Wikipedia-Artikel  über den Querulantenwahn führst Du eine neue Diagnose ein.
Ich führe keine Diagnose ein, wie sollte ich? Du hast bestritten, dass es einen dauerhaft monothematischen Wahn gibt, und ich habe das anhand eines Beleges nachgewiesen. Es ist Standardwissen.

Wie kommst Du darauf und nicht die bisherigen Gutachter?
Noch einmal: ich stelle keinen Bezug zum aktuellen Fall her. Bitte lass uns an Deinem Geheimwissen teilhaben und sage uns, worauf die bisherigen Gutachter gekommen sind.

Zitat
Kennst Du Mollath oder entspringt die Diagnose Deiner Analyse der Medienberichterstattung?
Welche Diagnose?

segeln141

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #193 am: 03. Juli 2013, 23:20:14 »

Du hast bestritten, dass es einen dauerhaft monothematischen Wahn gibt, und ich habe das anhand eines Beleges nachgewiesen.
Nein, ich gehe sogar davon aus ,dass der dauerhafte monothematische Wahn überwiegt.
Da habe ich Dich oder wir uns missverstanden.
Bei dem Satz
Zitat
Der Kern, der Anlass einer paranoiden Entwicklung kann durchaus in einer realen Kränkung bestanden haben.
habe ich vermutet, Du würdest meinen, die "Entwicklung" führt zu weiteren Wahnideen als dem monothematischen Schwarzgeldwahn.
Da der Wikipedia-Artikel mit diesem monothematischen Wahn nicht zu tun hat, sondern den Querulantenwahn beschreibt, habe ich das als neue Diagnose Deinerseits aufgefasst.
Zitat
sage uns, worauf die bisherigen Gutachter gekommen sind.
habe ich bereits verlinkt:
http://www.gustl-for-help.de/download/2006-08-08-Mollath-Urteil-Landgericht.pdf
Zitat von: bayle
Wir sollen uns also mit den Pro-Artikeln begnügen? :teufel.
nein ,könnt ihr ja gerne machen, die pro- und kontra-Artikel euch zu posten. Ist eine Sisyphos-Arbeit.
Für mich ist das uninteressant, da andere Sachen aktueller sind.
Eine evtl. Wiederaufnahme führt uns dann wieder zu den Gutachten.

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #194 am: 03. Juli 2013, 23:31:23 »
Zitat
sage uns, worauf die bisherigen Gutachter gekommen sind.
habe ich bereits verlinkt:
http://www.gustl-for-help.de/download/2006-08-08-Mollath-Urteil-Landgericht.pdf
Ah, ja. Aber dann wird Deine Frage
Wie kommst Du darauf und nicht die bisherigen Gutachter?
vollends unverständlich, denn im Urteil wird die F22 als Diagnose genannt.