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Legalisierung von Cannabis

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Begonnen von Peiresc, 15. Dezember 2021, 21:43:30

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HAL9000

Zitat von: Max P am 17. März 2026, 19:22:03verlangt man ja auch keinen Nachweis eines psychotherapeutischen Nutzens
Wieder mal zielsicher vorbeigeschossen.
Es geht nicht um die Legalisierung (die ich strikt ablehne, wie schon mehrfach erwähnt) der Droge.
Die von mir verlinkten Studien zeigen, dass der angepriesene therapeutische Nutzen praktisch null ist.
Von Alkohol und Tabak behauptet niemand ernsthaft, dass es einen therapeutischen Nutzen gäbe.
"It has yet to be proven that intelligence has any survival value."
― Arthur C. Clarke

Max P

Zitat von: HAL9000 am 17. März 2026, 23:45:33
Zitat von: Max P am 17. März 2026, 19:22:03verlangt man ja auch keinen Nachweis eines psychotherapeutischen Nutzens
Wieder mal zielsicher vorbeigeschossen.
Es geht nicht um die Legalisierung (die ich strikt ablehne, wie schon mehrfach erwähnt) der Droge.
Die von mir verlinkten Studien zeigen, dass der angepriesene therapeutische Nutzen praktisch null ist.
Von Alkohol und Tabak behauptet niemand ernsthaft, dass es einen therapeutischen Nutzen gäbe.
Ironiesensor klemmt. 
Adolf Hitler war der zutreffenden Ansicht, er habe die Demokratie mit ihren eigenen Regeln zur Strecke gebracht.

HAL9000

Zitat von: Max P am 18. März 2026, 07:39:22Ironiesensor klemmt. 
Ich habe mal mit dem Schraubenschlüssel draufgeklopft.

Dann hatte ich fälschlicherweise noch im Hinterkopf, dass du für die (vollständige) Legalisierung
von Cannabis bist. Sorry.
"It has yet to be proven that intelligence has any survival value."
― Arthur C. Clarke

Max P

Zitat von: HAL9000 am 18. März 2026, 10:07:58
Zitat von: Max P am 18. März 2026, 07:39:22Ironiesensor klemmt.
Ich habe mal mit dem Schraubenschlüssel draufgeklopft.

Dann hatte ich fälschlicherweise noch im Hinterkopf, dass du für die (vollständige) Legalisierung
von Cannabis bist. Sorry.
Schon richtig, ich bin grundsätzlich für die weitgehende Legalisierung von Cannabis. Meine Ironie bezog sich darauf, dass konservative Politik einerseits einen erbitterten Kulturkampf gegen Cannabis führt, andererseits Alkoholexzesse nahezu unwidersprochen zur Leitkultur gehören. Das bekannte Schnapslied des (hochgeschätzten) Heinz Erhardt sollte das symbolisieren.
Adolf Hitler war der zutreffenden Ansicht, er habe die Demokratie mit ihren eigenen Regeln zur Strecke gebracht.

HAL9000

Zitat von: Max P am 18. März 2026, 20:30:34... andererseits Alkoholexzesse nahezu unwidersprochen zur Leitkultur gehören.
Das mag vielleicht etwas übertrieben sein. Besäufnisse habe ich noch von niemandem als "Leitkultur"
verteidigen gehört. Gehört habe ich schon die Schönfärberei des Nikotinkonsums als "Kulturtechnik".
Das "gepflegt Glas Wein" wird aber meinem Empfinden nach tatsächlich vehement verteidigt. Da fehlt
es noch bis "weit hinauf" an Bewusstseinsbildung. Dazu eine Anekdote von meinem Vater, die er bei
einer Vorsorgeuntersuchung erlebte: Der Arzt fragte ihn, ob er regelmäßig Alkohol konsumiere,
worauf mein Vater antwortete, dass er ab und zu ein Bier trinke und selten mal ein Glas Wein.
Daraufhin lachte der Arzt und sagte: "Nein, nein, ich meine richtigen Alkohol."
"It has yet to be proven that intelligence has any survival value."
― Arthur C. Clarke

eLender

Zitat von: Max P am 18. März 2026, 20:30:34Meine Ironie bezog sich darauf, dass konservative Politik einerseits einen erbitterten Kulturkampf gegen Cannabis führt, andererseits Alkoholexzesse nahezu unwidersprochen zur Leitkultur gehören.
Ich verstehe die Ironie. Ich würde sogar noch ein Wörtchen zwischenschieben: irrational. Und der Vergleich mit Alk ist kein Whataboutismus.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Max P

Zitat von: HAL9000 am 18. März 2026, 21:34:35
Zitat von: Max P am 18. März 2026, 20:30:34... andererseits Alkoholexzesse nahezu unwidersprochen zur Leitkultur gehören.
Das mag vielleicht etwas übertrieben sein. Besäufnisse habe ich noch von niemandem als "Leitkultur" verteidigen gehört.
Na ja, ich hatte, sozusagen als Zuspitzung, einerseits die CSU und Söder als letzte Verteidigungslinie des Abendlandes und seiner Jugend gegen das morgenländische Rauschkraut im Kopf und andererseits die hochtraditionelle Sauferei und Kotzerei z.B. auf der Wies'n. 
Adolf Hitler war der zutreffenden Ansicht, er habe die Demokratie mit ihren eigenen Regeln zur Strecke gebracht.

RPGNo1

ZitatTodt ist Initiator einer Petition, die sich gegen geplante Einschränkungen bei der Verordnung von medizinischem Cannabis richtet. Sie wurde mittlerweile von 58.462 Menschen unterzeichnet, weshalb es zu einer Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Bundestags kam.

Die Bundesregierung solle Telemedizinanbieter nicht benachteiligen, forderte Todt weiter und verwies auf die Folgen vor allem für chronisch kranke Patienten.

Was Todt dabei allerdings verschwieg: Er arbeitet für ein Unternehmen, das unmittelbar von dem Gesetz profitiert, das er mithilfe der Petition verteidigt. Todt ist Werbetexter für das israelische Unternehmen Helfy. Helfy wiederum ist der Mutterkonzern des Telemedizinanbieters DoktorABC – einer Plattform, die Cannabispatienten in Deutschland mit verschreibungswilligen Ärzten und Apotheken zusammenbringt.

Sollte die von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplante Neuregelung des Medizinal-Cannabisgesetzes in Kraft treten, wäre genau dieses Geschäftsmodell bedroht: Künftig müssten Patienten demnach mindestens einmal im Jahr einen persönlichen Kontakt zu einem Arzt haben. Auch der Onlineversand von Medizinalcannabis soll untersagt werden.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/cannabislobby-kapert-bundestag-als-patientenvertreter-getarnt-a-a520daaa-4e41-42b2-8147-35572756cbc2
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

eLender

Man kann das alles ja ungut finden, aber man sollte sich die Fakten unvoreingenommen anhören. V.a., wenn man diese selbst bestellt hat.

ZitatNoch zwei Jahre wird der Forschungsverbund die Auswirkungen der Teillegalisierung untersuchen. Im April 2028 soll dann ein Abschlussbericht folgen. Wie sehr ärgert es Sie, wenn auf Ihre wissenschaftliche Arbeit so reagiert wird, wie es Herr Dobrindt getan hat?

Das ist vor allem enttäuschend. Und übrigens auch für die engagierte Arbeit meiner Kollegen an den Unikliniken in Hamburg und Düsseldorf.

Für eine immer wieder eingeforderte evidenzbasierte Gesetzgebung ist es doch ein Glücksfall, dass das KCanG eine unabhängige wissenschaftliche Evaluation vorsieht. Aber diese hat nur dann einen kriminalpolitischen Wert, wenn sich die verantwortlichen Politiker unvoreingenommen mit den Forschungsergebnissen auseinandersetzen und nicht rücksichtslos ihre eigene politische Agenda verfolgen.

Selbstverständlich kann man zum KCanG verschiedene Auffassungen vertreten oder referierte Daten unterschiedlich interpretieren; der Forschungsbericht ist dafür eine Fundgrube. Dass ein Bundesminister aber versucht, einen ganzen multidisziplinär zusammengesetzten Forschungsverbund von immerhin drei Universitäten zu diskreditieren, ist nicht akzeptabel.
Wohin eine derartige Abwertung wissenschaftlicher Arbeit führen kann, lässt sich derzeit auf der anderen Seite des Atlantiks beobachten.
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/cannabis-evaluierung-dobrindt-kritik-ekocan-kinzig-weedmob

Wahrscheinlich hat Dobrindt (heimlich) selbst zu viel Rauschkraut inhaliert. Es vernebelt die Sinne.
Wollte ich nur mal gesagt haben!