Zitat von: RPGNo1 am 13. Juni 2026, 14:26:09Wer tut denn das? Im Gegenteil, ich höre und lese ständig, man müsse die Sorgen der AfD-Wähler ernst nehmen etc.pp. Das Wahlrecht soll ihnen auch nicht entzogen werden.ZitatDer Kampf gegen illiberalen Rechtsextremismus wird nicht gewonnen, indem man Menschen aus dem Kreis legitimer Zugehörigkeit hinausdefiniert
ZitatStattdessen erzählte Magyar, was er in Ungarn getan hat. Er sei durchs Land gereist, habe Hunderte Orte besucht, jeden Tag mehrere Reden gehalten, Menschen getroffen, ihnen in die Augen geschaut, ihnen zugehört. Das Geheimnis seiner Partei Tisza laute: Arbeit und Ehrlichkeit. Politik müsse von den Menschen und der Behebung ihrer Sorgen handeln, von Wirtschaft, Gesundheit, Infrastruktur, Umwelt, vom Alltag, sagte Magyar.Das hat Habeck auch ständig gemacht...
ZitatDer Wahlsieg Magyars in Ungarn stellt damit eine vertraute liberale Erzählung infrage, die lautet: Gegen den Vormarsch des Rechtspopulismus hilft vor allem eine möglichst klare moralische Abgrenzung von links und aus der Mitte. Diese Abgrenzung ist fraglos richtig, wo es um Rassismus, Autoritarismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit oder die Aushöhlung des Rechtsstaats geht, um eine Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Aber sie ist keine Strategie, wenn sie sich in ein Milieuurteil verwandelt. Wer Wählerinnen und Wählern das Recht auf Zugehörigkeit abspricht, gewinnt sie nicht zurück. Er macht es ihnen nur schwerer, die Seite zu wechseln.https://archive.is/hElNg
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Das ist vielleicht die nüchternste Lehre aus dem ungarischen Frühling. Der Kampf gegen illiberalen Rechtsextremismus wird nicht gewonnen, indem man Menschen aus dem Kreis legitimer Zugehörigkeit hinausdefiniert – und auch nicht, indem man rechte Ressentiments übernimmt. Er wird gewonnen, wenn demokratische Politik beweist oder jedenfalls glaubhaft versprechen kann, dass sie Schutz, Ordnung und Gerechtigkeit besser organisieren kann als die autoritäre Versuchung. Und wenn es ihr gelingt, dies in eine bündige Erzählung zu übersetzen.
ZitatDozens of children put at risk after gender care failures at GP clinic, inquiry findshttps://www.bbc.com/news/articles/c932y3q09qro
Zitat von: RPGNo1 am 12. Juni 2026, 06:57:15Ein vorgeblich humanistisches Ethos überlagert den (natur)wissenschaftlichen (Sach)verstandIn dem man so tut, als wäre das eine in sich plausible und stimmige Herleitung. Das passt vom Ende her nicht zum Anfang. Am Ende will man sich "human" und tolerant geben - aber nur unter gewissen Voraussetzungen. Man "rationalisiert" sich etwas zusammen, um seinen moralisch selbst hoch eingeschätzten Standard plausibel verkaufen zu können. Die Sache mit dem "Phänotyp" (sorry, da bleibe ich hängen) ist so ein missglückter Versuch. Den Fehlschluss haben die bestimmt bei Butler abgeschaut, die macht ja ähnliche Gedankengymnastik.
ZitatFrom Austin, Butler takes the "performative": an utterance that brings something into being rather than merely describing it. Gender, she argues, is performative in just this sense – not the expression of an underlying reality but an identity produced through repeated acts and assertions.https://archive.md/7Kp4w (The Australian: Self-defined gender fantasy is flawed theory and law)
But Austin's whole point was that a "performative" is not magic. "I now pronounce you man and wife" can effect a marriage; it only works, however, because an institutional reality stands behind the words: an authorised celebrant, a legal framework, two eligible parties. Remove those conditions, Austin said, and the utterance "misfires".
That word is the crucial bit. For Austin a performative can fail, and it fails when the world declines to co-operate. The misfire is reality's veto: the mechanism by which the world says "no" to impostures. And that is precisely the part Butler cannot afford to keep: her project requires performatives that work miracles, altering reality rather than accepting its dictates.
Zitat von: RPGNo1 am 12. Juni 2026, 06:57:15Auch in Deutschland hat die Akzeptanz queerer Personen in den letzten Jahren wieder abgenommen, wie Till Amelung auf Queernations bereits feststellte.
ZitatWachsende Skepsis gegenüber queerer Sichtbarkeit und Repräsentationhttps://www.ipsos.com/de-de/lgbt-deutschland
Pride weltweit: Queeres Leben unter Druck
Trans* im Brennpunkt: Beim Geld und im Sport hört die Toleranz schnell auf