Postings reflect the private opinion of posters and are not official positions of Psiram
Foreneinträge sind private Meinungen der Forenmitglieder und entsprechen nicht unbedingt der Auffassung von Psiram

Autor Thema: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift  (Gelesen 14231 mal)

MrBaracuda

  • Gast
Wovon ich spreche ist hier in diesem amüsanten Forum zu sehen:

Zitat
Das ist doch wie bei dem Unterschied zwischen Wissenschaft und Populärwissenschaft, es gibt sowas wie Populäresoterik die mit der echten Esoterik nicht wirklich was zu tun hat und eher sowas wie eine Karrikatur der Esoterik ist. [...] Die Seite Esowatch wird in meinen Augen von Menschen betrieben die sich nichts sensüchtiger Wünschen als endlich Wissen über die geistige Welt zu erlangen es aber nicht können weil sie die falsche Methodik anwenden. Aus ihrer Verbitterung heraus verspotten sie die sogenannte Populäresoterikszene die mit der echten Esoterik so wenig zu tun hat wie Gott mit Deathmetal. Daß es Leute gibt die unter dem Deckmäntelchen der Esoterik andere Menschen betrügen um ihnen Geld aus der Tasche zu leiern stet fest und das ist eine böse Sache, wahrscheinlich muß man das auch offen anprangern aber es ist falsch alle und alles über einen Kamm zu scheren.

http://www.weltverschwoerung.de/schulmedizin-homoeopathie/21785-haltet-ihr-esowatch.html#post524991
Meinungen dazu?

rincewind

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #1 am: 27. September 2010, 15:58:06 »
Oh, da sind ja einige vernünftige Stimmen dort zu hören, habe mich auf Schlimmeres eingestellt :)

"Esoterik" ist leider inzwischen ein völlig schwammiger Begriff geworden, von der ursprünglich geheimen Lehre des Hermes Trismegistos ist da nicht mehr viel übrig. Eine genaue Definition ist aber eher müßig.

Einigermaßen Konsens bei EsoWatch ist, dass es kein weltanschauliches, sondern eher ein Verbraucherschutz Projekt ist. Unter Esoterik verstehen wir (ich hoffe, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich hier von "wir" spreche) eher das, was, was man z.B. auf einer Esoterikmesse so angeboten bekommt. Also meist Dinge, die dazu noch mit pseudowissenschaftlichem Geschwurbel an den Mann gebracht werden sollen. Ebenso sektiode Methoden, die nicht nur teuer, sondern auch richtig gefährlich für manche Menschen sein können.

Jemand, der seinen Meister Eckhart (Nein, nicht den aus dem Werner-Film) im Kämmerlein liest und versucht, mystische Erfahrungen zu machen oder die auch meint, gemacht zu haben, ist uns relativ egal, obwohl man das auch unter Esoterik subsummieren kann. Aber sowas geht dann wieder in den persönlichen, weltanschaulichen Teil rein, da soll jeder machen, was er will, solange er damit andere nicht gefährdet, ist das für EW nicht relevant. Wir scheren eben exakt nicht alles über einen Kamm. Und: Warum soll Gott nicht auch Deathmetall sein?

 

celsus

  • Administrator
  • Forum Member
  • Beiträge: 8878
  • Friedensforscher
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #2 am: 27. September 2010, 17:33:25 »
Wohl gesprochen, rincewind. Das trifft es sehr gut finde ich.

In der Praxis lässt sich das wohl schwerer trennen.
Das, was dort als "echte Esoterik" oder "geistige Welt" beschrieben wird, habe ich durchaus kennen gelernt. Heute würde ich das als eine Mischung aus Verzweiflung und Paranoia beschreiben. Nicht weiter schlimm, schadet ja niemandem, und wenn man in der Lage ist, sein Gehirn wieder einzuschalten, kommt man da ganz gut wieder raus.

Aber bei vielen Leuten wird durch diese Störung die Bereitschaft geweckt, ständig Geld für sinnlose Betrügereien aller Art auszugeben und sich dabei noch gut zu fühlen. Aber nicht lange. Dann muss das nächste Eso-Gadget her, die nächste spirituelle Therapie, Scharlamanenbehandlung, Glücksratgeber usw. Diese "echte Esoterik" öffnet die Leute erst für diese Betrügereien. Also setzt die Aufklärungspflicht meiner Meinung nach schon vorher an, nicht erst beim Verbraucherschutz.

Die Sektenberatungen versuchen ja auch, die Leute aufzuklären, bevor sie in die Hände des geldgierigen Gurus fallen.
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Graf Zahl

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #3 am: 27. September 2010, 18:11:57 »
...
Und: Warum soll Gott nicht auch Deathmetall sein?

Dieser eine Satz sagt es eigentlich.
Hätte Gott (ersatzweise auch das Universum) nicht gewollt, gäbe es kein Esowatch.

T-M

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #4 am: 27. September 2010, 20:23:34 »
Ich bin zwar kein Fachmann für Esoterologie, aber ich stimme rincewind zu, dass Esoterik ein sehr schwammiger Begriff ist. Es gibt sicherlich himmelweite Unterschiede zwischen reinen Weltanschauungen, die man als esoterisch bezeichnen kann, und solchen "esoterischen" Produkten wie Heilsteine, Rechts-links-kreuzweise-gedrehtes Wasser und dergleichen mehr. Eine reine Weltanschauung ist (ebenso wie eine Religion, wobei man ohnehin beides schlecht voneinander abgrenzen kann), solange sie nicht sektenartige Züge annimmt, meiner Meinung nach nichts, was bekämpft werden müsste. Allerdings gibt es auch keine klare Grenze zwischen "Weltanschauungsesoterik" und "Abzockesoterik", sondern es geht vermutlich mehr oder weniger schwammig ineinander über, was die Bewertung natürlich erschwert.

Außerdem sollte man auch bedenken, dass es ganz "normal" ist, die eigene Ansicht für die richtige zu halten (logisch, sonst hätte man sie ja nicht), und alle, die davon abweichen, somit als "Verfälschung" der einzig wahren Wahrheit zu betrachten. das wird in Esoterikerkreisen nicht anders sein.

BTW: Wie ist eigentlich dieses Weltverschwörungs-Forum zu bewerten? Die scheinen sich da teilweise selbst nicht ganz ernst zu nehmen, nicht so wie im Freigeistforum. ::)

71hAhmed

  • Staff
  • Forum Member
  • Beiträge: 1636
  • Extrempragmatischer RealEsoteriker
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #5 am: 27. September 2010, 23:14:37 »
Ich versuche jetzt mal, ein wenig zwischen "klassischer" Esoterik und dem zu unterscheiden, was heute alles unter dem Begriff verkauft wird.

Der klassische Bereich, z.B. Alchimie oder Astrologie war  und ist ein Versuch, mehr über die uns umgebende Welt und uns selber herauszufinden und die Erkenntnisse nutzbringend anzuwenden. Ein Teil der Erkenntnisse kommt uns heute noch zugute, (Alchimie als Vorarbeiter der Chemie und Pharmazie->Paracelsus, Astrologen haben Sternkarten erstellt und Himmelsbeobachtungen festgehalten, die heute noch ausgewertet werden können-> Novae,Kometen), andere sind wiederlegt oder in die Abteilung "Nicht zu klären" gewandert. Dazu kommt, dass es lange keine weitgehend anerkanntes wissenschaftliches Bennenungssystem gab (wie z.B. das Chemische Periodensystem), so dass die Versuchsanordnungen und Rezepturen in uns nicht vertrauten Symbolen beschrieben werden und möglicherweise als Schutz vor Spionage verschlüsselt sind (gibts auch bei da Vinci, kleine absichtliche Fehler in Zeichnungen). Die Erkenntnisse wurden aber nicht unbedingt als Heilslehre verkauft (der ernsthafte Alchimist ist Einzelkämpfer)und das gesamte Gedankengebäude besteht nicht aus mehr oder weniger wahllos zusammengesuchten Bruchstücken aller möglichen Bereiche.
Ausserdem, welcher medizinische Laie, auch wenn er hochqualifizierter Physiker ist, kommt mit medizinischen Studien zu einembestimmten Fachgebiet ohne grössere Schwierigkeiten klar? Oder umgekehrt?

Im Gegensatz dazu suchen sich die modernen Esohäuplinge ihre Leere in allen Bereichen zusammen, von denen sie meinen, bei ihrer Zielgruppe landen zu können, egal ob sie dafür Religionen, Wissenschaft oder antike Mythen plündern und sie versprechen häufig Erfolg ohne grössere Anstrengungen (abgesehen von finanziellen, aber irgendein Opfer muss sein  ;D). Ausserdem geht es meistens nicht um wirkliche Erkenntnis, sondern um Macht und Geld.

Das Leben ist hart,grausam und ungerecht!--Wenn du Glück hast

Zyniker,der: Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)

Dlugacz

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #6 am: 27. September 2010, 23:20:25 »
Weltverschörungs-Forum: ein bunter Haufen, alles ist vertreten von Eso-Schwurblern bis zu Esoterik-Kritikern. In einem anderen Thread geht man der Frage nach, wie die Hölle wohl aussieht.

Es wird dort teilweise die Meinung vertreten, EsoWatch sei wohl mehr für die weniger gebildeten Leute gedacht, die auf jeden Humbug hereinfallen und daher aufgeklärt werden müssen. Die weiter oben geäußerte Auffassung, EsoWatch verstehe sich mehr als Verbraucherschutzverein, könnte in diese Richtung weisen. Nun glaube ich nicht, dass Leute auf EsoWatch klicken, bevor sie eine Kaffeefahrt antreten und sich dort eine Magnetdecke oder eine Anlage zur Belebung von Wasser andrehen lassen (genauer: ich weiß, dass sie sich eben nicht vorher informieren, weil ich viele Jahre in einer Verbraucherorganisation gearbeitet habe (ich weiß nicht, ob es damals schon EsoWatch gab) und es immer darum ging, wie man aus den Verträgen herauskommt und ob man mit Aussicht auf Erfolg Betrugsanzeige erstatten kann).

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man auf der Ebene der Betrugsbekämpfung bleiben kann, ohne die dahinter liegenden "Theorien" wie die von Beneviste, Madelaine Ennis, Louis Rey, Masuru Emoto, Bernd Kröplin usw. genauer zu untersuchen. Die kommerzielle Verwertung dieses Ideengebräus ist ja (nur) der "Spin-Off" dieser "Wissenschaft". Es gibt im Internet auffallend wenige Orte, an denen man sich kritisch mit diesen (eigentlich etwas "heruntergebrochenen") Formen von Esoterik befasst. Anstatt sich selbst zu engagieren, kommen dann die Kritiker von EsoWatch und rümpfen die Nase: "unseriös". Ich glaube schon, dass das für die geistige Situation zumindest in deutschsprachigen Ländern bezeichnend ist.

cohen

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #7 am: 27. September 2010, 23:28:17 »
Ich glaube, unsere Seite ist was für Angehörige von Opfern.

Wenn plötzlich jemand im persönlichen Umfeld auf irgendwelchen Spinnerkram abfährt, können wir ordentlich Argumentation und einen schnellen Überblick liefern.


Wolleren

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #8 am: 27. September 2010, 23:40:23 »
"Echte" Esoterik ist eine Erfindung der schlimmsten Schwurbler, denn diese Unterscheidung hilft nur Tätern, nie den Opfern. "Meine Esoterik ist echt" - ist denn ein Esoterikpropagandist denkbar, der behaupten würde, seine Esoterik sei unecht? Nein, unecht ist immer die der anderen!

Jede Beschäftigung damit, ob eine esoterische Spielart "echt" ist, ist pure Zeitverschwendung. Es gilt:
"Echte" Esoterik verhält sich zu "falscher" Esoterik wie Kacke zu Scheiße.

NuEM

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #9 am: 28. September 2010, 01:02:53 »
Sehe ich genauso. Wenn Esoterik "echt" wäre, hieße sie "Wissenschaft".

Suricata

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #10 am: 28. September 2010, 18:11:37 »
"Echte" Esoterik verhält sich zu "falscher" Esoterik wie Kacke zu Scheiße.

Danke! Das muss ich mir unbedingt merken!  ;D

Kombe

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #11 am: 30. September 2010, 11:14:32 »
Guten Morgen Zusammen,

Esoterik ist etwas für (Sinn-)Suchende, die sich nicht mit der Wissenschaft auseinandersetzen möchten.
Vielleicht auch Verletzungen mit sich herumtragen. In Gott keinen Halt finden? Suchende eben.

Im Gegensatz dazu steht die Wissenschaft.
Die forscht, sich mit Realitäten auseinandersetzt und nicht träumt, fühlt.
Das liest sich jetzt kalt, ich empfinde das aber als viel tröstlicher als diese esoterische Traumwelt.
Und viel intelligenter!

Mir geht auch dieses Schuldprinzip, welches so viele Esoschwätzer vertreten, dermaßen auf den Senkel.

Lebt doch einfach einmal in der Realität. Haltet diese aus. Wir leben alle nur einmal, im Hier und Jetzt.
Und später sind wir tot. Wir tragen keine Schuld aus einem früheren Leben mit uns herum und und nehmen keine in ein späteres Dasein mit. So ein Quatsch. Wir sind nur für dieses eine Leben verantwortlich und sollten danach handeln.

Liebe Esos, sucht euch eine sinnvolle Arbeit, übernehmt Verantwortung, kümmert euch um Familie, Freunde, Tiere, Umwelt whatever und falls ihr krank werdet, dann sucht euch einen vernünftigen Arzt, und wenn es der Erste nicht ist, dann ist es vielleicht der Siebte, aber bitte sucht keinen Heilpraktiker oder sonst einen Heiler auf.

Das ist viel spannender und auch befreiender, als ständig diesem Esoquatsch hinterher zu rennen!
(Ich spreche aus Erfahrung/en) ;)

Mir geht es heute besser und ich fühle mich befreit.
Ein schönes Gefühl! ;)

Gandalf

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #12 am: 30. September 2010, 12:53:22 »
Ein Streber ist der, der bessere Noten als ich schreibt. Und falsche Esoterik ist, was die anderen machen.

Toiletman

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #13 am: 30. September 2010, 18:20:46 »
Guten Morgen Zusammen,

Esoterik ist etwas für (Sinn-)Suchende, die sich nicht mit der Wissenschaft auseinandersetzen möchten.
Vielleicht auch Verletzungen mit sich herumtragen. In Gott keinen Halt finden? Suchende eben.

Im Gegensatz dazu steht die Wissenschaft.
Die forscht, sich mit Realitäten auseinandersetzt und nicht träumt, fühlt.
Das liest sich jetzt kalt, ich empfinde das aber als viel tröstlicher als diese esoterische Traumwelt.
Und viel intelligenter!

Mir geht auch dieses Schuldprinzip, welches so viele Esoschwätzer vertreten, dermaßen auf den Senkel.

Lebt doch einfach einmal in der Realität. Haltet diese aus. Wir leben alle nur einmal, im Hier und Jetzt.
Und später sind wir tot. Wir tragen keine Schuld aus einem früheren Leben mit uns herum und und nehmen keine in ein späteres Dasein mit. So ein Quatsch. Wir sind nur für dieses eine Leben verantwortlich und sollten danach handeln.

Liebe Esos, sucht euch eine sinnvolle Arbeit, übernehmt Verantwortung, kümmert euch um Familie, Freunde, Tiere, Umwelt whatever und falls ihr krank werdet, dann sucht euch einen vernünftigen Arzt, und wenn es der Erste nicht ist, dann ist es vielleicht der Siebte, aber bitte sucht keinen Heilpraktiker oder sonst einen Heiler auf.

Das ist viel spannender und auch befreiender, als ständig diesem Esoquatsch hinterher zu rennen!
(Ich spreche aus Erfahrung/en) ;)

Mir geht es heute besser und ich fühle mich befreit.
Ein schönes Gefühl! ;)


Das ist aber gerade das Problem für viele, mich eingeschlossen. Die wissenschaftliche Realität bietet keinerlei Sinn oder Ethik. Letztlich ist alles gleichgültig. Es gibt kein gut, kein böse. Dies ist aber etwas, was selbst die meisten Atheisten verdrängen weil es nicht mit den gesellschaftlichen Normen, die letztlich ebenfalls vollkommen irrelevant sind, vereinbaren lässt. Ich finde es immer witzig, wenn Leute wie Dawkins über den Menschen inherenten Ethiksinn reden. Diese ist in vielen Gesellschaften eben vollkommen anders. Ein sehr gutes Beispiel ist die Rolle von Sexualität und die Rolle der Todesstrafe. Wertesysteme sind letztlich nicht viel anders als Esoterik bzw. setzen sie implizit vorraus. Diese Gleichgültigkeit der Natur treibt eben sehr viele Menschen in die Esoterik.

rincewind

  • Gast
Re: "Echte Esoterik" vs. das, was esowatch kritisiert und aufgreift
« Antwort #14 am: 30. September 2010, 19:13:36 »

Das ist aber gerade das Problem für viele, mich eingeschlossen. Die wissenschaftliche Realität bietet keinerlei Sinn oder Ethik.

Natürlich nicht. Wissenschaft ist wie ein Strommessgerät. Ein Instrument, die Realität zu erkennen. Messe ich 240 Volt, ist das in einer Steckdose gut, am Gehäuse einer Waschmaschine eher schlecht. Dieses Instrument kann nicht über Gut und Böse, sinnvoll oder nicht entscheiden. Ein Sinn kann immer nur persönlich geschaffen werden.


Zitat
Ich finde es immer witzig, wenn Leute wie Dawkins über den Menschen inherenten Ethiksinn reden. Diese ist in vielen Gesellschaften eben vollkommen anders. Ein sehr gutes Beispiel ist die Rolle von Sexualität und die Rolle der Todesstrafe.

Muss ich widersprechen. Du hängst Dich da an den verschiedenen Sanktionen auf. Die sind aber nicht die Grundlage. In den Grundlagen sind sich eigentlich alle Menschen ziemlich einig, und zwar schon lange vor der Kirche.

Zitat
Wertesysteme sind letztlich nicht viel anders als Esoterik bzw. setzen sie implizit vorraus. Diese Gleichgültigkeit der Natur treibt eben sehr viele Menschen in die Esoterik.

Hm. Wertesysteme haben eine reale Grundlage, sie ermöglichen ein Zusammenleben. Genau das tun esoterische Systeme nicht, bzw. beschränken sich auf eine kleine Gruppe.