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Autor Thema: Was soll man noch wählen?  (Gelesen 4396 mal)

Belbo

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #15 am: 16. Mai 2019, 13:05:36 »
Tötet mich, aber wenn ich alle meine Ausschlusskriterien anwende, zum Schluss bleibt die "gute alte Tante" SPD, als kleinstes Übel, aber immerhin.

Scipio

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #16 am: 16. Mai 2019, 21:51:18 »
https://www.ruhrbarone.de/humanisten-gegen-antifa-jungle-world/166728

Diese seltsame Liste ist in der Tat sehr suspekt.

Fun Fact: ich kenne jemanden, der Mitglied Bei den Humanisten ist aber per Briefwahl eine andere Partei gewählt hat. Das sagt auch nix gutes über den Laden aus.

Allgemein: Ich habe derzeit kein großes Vertrauen in die Problemlösungkompetenz der Politik.

Fool

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #17 am: 16. Mai 2019, 23:28:55 »
Die PARTEI führt aber auch eine solche Unvereinbarkeitsliste.

...

Die da lautet:

Unvereinbarkeitsliste (nicht abschließend):
- die Humanisten.

 :teufel

Belbo

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #18 am: 16. Mai 2019, 23:58:43 »
naja der Gedanke einer solchen Liste ist ja nicht dumm.... wohl eher die Umsetzung...

celsus

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #19 am: 17. Mai 2019, 01:12:30 »
Die Violetten

Inzwischen gibt es ja auch Violett ohne Eso: https://de.wikipedia.org/wiki/Volt_Europa
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Belbo

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #20 am: 17. Mai 2019, 13:00:32 »
Derweil bei der kleinen Horrorshow der Piraten...... :deppenalarm:  Man weiss gar nicht wo man anfangen möchte. Wird aber wahrscheinlich nichts an dem einen Mandat ändern, dass sie aus was für Gründen auch immer erreichen werden, das ihre finanzielle Existenz dann wieder weitere fünf Jahre sichert.


Zitat
Die Piratenpartei ist das organisierte, demokratische Chaos, das zeichnet sie aus.

Kritik am Auftreten der Piratenpartei ist Kritik an der Demokratie, der Vielfalt der Meinungen, der Vielfalt der Lebenskonzepte, der Normabweichung.

Was ist denn die Aufgabe von Moderatoren?
Sie definieren, wann die rote Linie überschritten wurde

Die deutschen Kleingartenvereine definieren ganz genau, welche Pflanzen akzeptiert werden, wie hoch sie sein dürfen, welche Farbe das Gartenhaus haben darf, wann das Radio wie laut aufgedrefht werden darf, etc.
Hinzu kommen Rahmenbedingungen für Anstand und Moral, also wer mit wem Kaffee trinken darf und wer wen nicht gegrüßt hat.
Das sind alles Rahmenbedingungen, mit denen die Menschen vertraut sind und einmal gelernt, gelten die Regeln bis ans Lebenende, unumstößlich.

Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die finden einen solchen Rahmen nicht so gut und wie in einer Demokratie üblich, auf Gleichberechtigung und Minderheitenschutz pochen, das organisierte Chaos also, mit blauen, grünen, roten und gelben Haaren.

Es würden alle der Piratenpartei beitreten, wenn es dort keine blauen, grünen … Haare geben würde.
Soviel zum Begriff Freiheit, Vielfalt der Meinungen, Liberalität.
Natürlich ist so ein demokratisches Chaos eine Zumutung für alle.

Die Kehrseite der Kleingartenmoral ist aber in der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zutage getreten. Homoge Vorstände haben alles an die Wand und in den Abgrund gefahren, da für alle unvorstellbar ein schwarzer Schwan erschienen ist.

Man kann die Demokratie durchaus für ihre langen Entscheidungswege kritisieren und des besser finden, wenn der Familienvorstand autoritär entscheidet. Dann gibt es überhaupt keine Probleme, früher gab es dann auch noch Watschen.

Da es aber ein kultureller Fortschritt ist, diese Umgangsformen zu beenden, müssen die Patriarchen nun mit ihren Kindern nicht nur überdas Essen und die Autofarbe diskutieren, sondern auch noch darüber, ob sie am Wochende einen Kurztripp nach Istanbul machen, 200 km zum Skifahren mit dem Auto zurücklegen oder gar ein oder 2 (geht gar nicht) Bier bestellen dürfen.

Muß halt jeder früher oder später lernen, daß es etwas anstrengend ist und Toleranz erfordert, den bisherigen Murks der undemokratischen und Mindermeinungen nicht beachtenden Entscheidungen zu minimieren.

Am Ende muß stets eine gute Entscheidung getroffen werden und deren Qualität steigt mit dem Ausmaß der Beschäftigung und der Vielfalt der Meinungen.
Ist komplizierter aber besser, als die Münze zu werfen, um sich für oder gegen Sozialismus oder Kapitalismus auszusprechen.

Es ist für viele ein schwieriger Lernprozeß zu verstehen, daß man glücklich und zufrieden leben kann, wenn man Wünsche und Abweichungen anderer toleriert oder diese bei Entscheidungen berücksichtigt.
Wir müssen lernen, miteinander zu leben und Freiheiten anderer zu tolerieren.
Ein europäischer Freiheitskämpfer, Mitglied der Piratenpartei,



PeterPancake

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #21 am: 17. Mai 2019, 22:32:17 »
Inzwischen gibt es ja auch Violett ohne Eso: https://de.wikipedia.org/wiki/Volt_Europa

Mit Volt habe ich beim Wahlomat die größte Übereinstimmung. Ich werde sehr wahrscheinlich eine der kleinen Parteien wählen um das Gefühl für Checks & Balances zu haben. Die Partei hat mir mit Sonneborn gefallen, aber ich muss mich noch schlau machen über Volt und die Neue Liberale/Sozial Liberale bei denen habe ich auch über 70%(https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Liberale).

Ist eigentlich über 70% viel als Übereinstimmung?

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #22 am: 17. Mai 2019, 23:50:40 »
Zitat
Die Piratenpartei ist das organisierte, demokratische Chaos, das zeichnet sie aus.

Kritik am Auftreten der Piratenpartei ist Kritik an der Demokratie, der Vielfalt der Meinungen, der Vielfalt der Lebenskonzepte, der Normabweichung.

Die Partei Piraten, die Piraten haben immer recht....

Zitat
den bisherigen Murks der undemokratischen und Mindermeinungen nicht beachtenden Entscheidungen zu minimieren.


Ähm, vieleicht ist mein Demokratieverständnis undemokratisch, aber heisst Demokratie nicht, dass die Mehrheit ausschlaggebend ist?

Zitat
wenn man Wünsche und Abweichungen anderer toleriert oder diese bei Entscheidungen berücksichtigt.

Und "berücksichtigen" ist so butterweich, das kann man mit "Jo, hab mir den Bullsh*t angehört und herzhaft gelacht" bereits umschreiben.

celsus

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #23 am: 24. Mai 2019, 00:47:54 »
Die Sache mit dem CDU-Video von Rezo dürfte sich herumgesprochen haben. https://www.tagesschau.de/inland/rezo-youtube-jugendprotest-101.html

Was ich daran interessant finde: Die Sache läuft exakt so wie bei dem Heilpraktiker-Memorandum letztens. Rezo hat sich echt Mühe gegeben, Quellen gesucht, ordentlich argumentiert, jede Aussage belegt - und von der Gegenseite kommt nur das übliche ad hominem, aber kein einziges brauchbares Gegenargument.

Die CDU ist offenbar die Kurpfuscherszene der Politik.

OK, bei den meisten anderen Parteien wäre es nicht besser ausgegangen, schätze ich.
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Scipio

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #24 am: 24. Mai 2019, 06:21:37 »
Die Reaktion der CDU ist ein Absolutes Armutszeugnis unabhängig davon was im Video zu sehen ist (Ich hab es nicht gesehen) es wäre angebracht, wenn die Partei bei der nächsten Wahl eine angemessene Quittung dafür bekommen würde. Dafür wird aber wohl der Impact nicht reichen.

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #25 am: 24. Mai 2019, 11:23:23 »
Egal was Rezo da labert und wie gut er es angeblich mit Fakten hinterlegt: Mit seiner reinen Problembeschreibung, mehr oder weniger ungeschminkten Adaption links-grüner Utopien und seiner (hinterher) geäusserten Ablehnung einer politischen Mitwirkung oder auch nur einer Live-Diskussion hat er sich in meinen Augen keinerlei Relevanz verdient. Online mobilisieren kann auch die AfD, kann auch Grün, kann auch F4F. Mobilisierung allein ist keine politische Relevanz für die Zukunft. Wo man allerdings den f4f Kids zugute halten kann (und muss), dass sie aufgrund des Lebensalters überhaupt noch gar nicht einen (Lebens-)Erfahrungsschatz wie ein 70jähriger Politprofi haben können, kein tieferes verinnerlichtes Verständnis (aus Lebenserfahrung resultierendes) für Realpolitik und ihren Konflikt mit der Vision gilt das für Rezo nicht. Denn wenn er sich mit anderen auf dieses Video vorbereitet hat, wenn er Fakten recherchiert und (angeblich) bewertet hat kann so ein Rant nicht entstehen. Die deutsche Politik der letzten Jahrzehnte hat bestimmt nicht alles richtig und toll gemacht, aber "Versagen" sieht anders aus (Türkei, Russland zB). Wenn man mal rauskommt aus der deutschen Mittelklassekomfortzone (und damit meine ich weder Voluntourism in Afrika oder Backpacking in Australien), wenn man wirklich erlebt, was Sozialstaat bedeutet, dann weiss man, was man an diesem Staat und seiner Politik hat.

Ich bin nun wahrlich kein Fan der CDU (CSU erst recht nicht), weder ihres Programms noch ihres Personals... Trotzdem nötigt mir die Regierungsführung einer Frau Merkel Respekt ab, ich wüsste genau, ich könnte es nicht besser. Im Grunde ist Rezo mit diesem Video nur ein weiterer "Hobbybundestrainer" wie sie alle Jahre zur Fussi-WM auftauchen, alles besser wissen, aber niemals nicht auf dem Posten stehen wollen würden...

Belbo

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #26 am: 24. Mai 2019, 11:40:52 »
Egal was Rezo da labert und wie gut er es angeblich mit Fakten hinterlegt: Mit seiner reinen Problembeschreibung, mehr oder weniger ungeschminkten Adaption links-grüner Utopien und seiner (hinterher) geäusserten Ablehnung einer politischen Mitwirkung oder auch nur einer Live-Diskussion hat er sich in meinen Augen keinerlei Relevanz verdient. Online mobilisieren kann auch die AfD, kann auch Grün, kann auch F4F. Mobilisierung allein ist keine politische Relevanz für die Zukunft. Wo man allerdings den f4f Kids zugute halten kann (und muss), dass sie aufgrund des Lebensalters überhaupt noch gar nicht einen (Lebens-)Erfahrungsschatz wie ein 70jähriger Politprofi haben können, kein tieferes verinnerlichtes Verständnis (aus Lebenserfahrung resultierendes) für Realpolitik und ihren Konflikt mit der Vision gilt das für Rezo nicht. Denn wenn er sich mit anderen auf dieses Video vorbereitet hat, wenn er Fakten recherchiert und (angeblich) bewertet hat kann so ein Rant nicht entstehen. Die deutsche Politik der letzten Jahrzehnte hat bestimmt nicht alles richtig und toll gemacht, aber "Versagen" sieht anders aus (Türkei, Russland zB). Wenn man mal rauskommt aus der deutschen Mittelklassekomfortzone (und damit meine ich weder Voluntourism in Afrika oder Backpacking in Australien), wenn man wirklich erlebt, was Sozialstaat bedeutet, dann weiss man, was man an diesem Staat und seiner Politik hat.

Ich bin nun wahrlich kein Fan der CDU (CSU erst recht nicht), weder ihres Programms noch ihres Personals... Trotzdem nötigt mir die Regierungsführung einer Frau Merkel Respekt ab, ich wüsste genau, ich könnte es nicht besser. Im Grunde ist Rezo mit diesem Video nur ein weiterer "Hobbybundestrainer" wie sie alle Jahre zur Fussi-WM auftauchen, alles besser wissen, aber niemals nicht auf dem Posten stehen wollen würden...

Darum geht es aber doch nicht, natürlich kann man da gegenargumentieren, wenn man dann könnte.
Er bringt aber doch genau diese Gegenargumentation, die Suche nach dem dauerndem, neoliberalen, Sachzwang auf den Punkt

celsus

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #27 am: 24. Mai 2019, 13:31:21 »
Egal was Rezo da labert und wie gut er es angeblich mit Fakten hinterlegt: Mit seiner reinen Problembeschreibung, mehr oder weniger ungeschminkten Adaption links-grüner Utopien und seiner (hinterher) geäusserten Ablehnung einer politischen Mitwirkung oder auch nur einer Live-Diskussion hat er sich in meinen Augen keinerlei Relevanz verdient. Online mobilisieren kann auch die AfD, kann auch Grün, kann auch F4F. Mobilisierung allein ist keine politische Relevanz für die Zukunft. Wo man allerdings den f4f Kids zugute halten kann (und muss), dass sie aufgrund des Lebensalters überhaupt noch gar nicht einen (Lebens-)Erfahrungsschatz wie ein 70jähriger Politprofi haben können, kein tieferes verinnerlichtes Verständnis (aus Lebenserfahrung resultierendes) für Realpolitik und ihren Konflikt mit der Vision gilt das für Rezo nicht. Denn wenn er sich mit anderen auf dieses Video vorbereitet hat, wenn er Fakten recherchiert und (angeblich) bewertet hat kann so ein Rant nicht entstehen. Die deutsche Politik der letzten Jahrzehnte hat bestimmt nicht alles richtig und toll gemacht, aber "Versagen" sieht anders aus (Türkei, Russland zB). Wenn man mal rauskommt aus der deutschen Mittelklassekomfortzone (und damit meine ich weder Voluntourism in Afrika oder Backpacking in Australien), wenn man wirklich erlebt, was Sozialstaat bedeutet, dann weiss man, was man an diesem Staat und seiner Politik hat.

Ich bin nun wahrlich kein Fan der CDU (CSU erst recht nicht), weder ihres Programms noch ihres Personals... Trotzdem nötigt mir die Regierungsführung einer Frau Merkel Respekt ab, ich wüsste genau, ich könnte es nicht besser. Im Grunde ist Rezo mit diesem Video nur ein weiterer "Hobbybundestrainer" wie sie alle Jahre zur Fussi-WM auftauchen, alles besser wissen, aber niemals nicht auf dem Posten stehen wollen würden...

Jo, warum aber kommen die Gegenargumente nicht von der CDU?

Da sehe ich eben die Parallele zur Heilpraktikergeschichte. Die HP-Verbände hätten damals antworten können, dass HP eine wichtige Lücke im Gesundheitssystem füllen, sie sich an die bestehenden Gesetze halten, Dinge können und tun, die nur sie können (wenn es denn so wäre) usw.

Aber was kam da? "Die Kritiker sind alle doof und stinken nach Pups. Und bezahlt sind sie auch!"

Und exakt das kam jetzt auch eine Woche lang von CDU-Leuten.

Wieso kann die größte Partei Deutschlands, welche die meiste Zeit seit dem Krieg an der Regierung verbracht hat, ihr eigenes Handeln nicht rechtfertigen?

Da gäbe es ja durchaus Ansätze, etwa zu erklären, warum Lobby-, Partei- und Proporz-Zwänge wichtiger sind als Evidenz und Menschenverstand. Oder warum alle anderen schuld sind, dass es nicht so geklappt hat wie geplant. Oder dass so wie es ist alles viel besser ist als wenn es so wäre wie die Wähler und Nichtwähler es lieber hätten.

Aber nichts davon kam. Wir haben stattdessen gehört, dass Rezo eh keine Ahnung hat, dass er blaue Haare hat, Youtuber sowieso nichts zu sagen hätten und dass das ganze Video "Fake News" sei. Es wurde auf keinen Kritikpunkt eingegangen. Eine. Woche. Lang.

Warum wird Argumentation eigentlich nicht in der Schule unterrichtet? OK, im Gymnasium kommt das dran. Warum nicht in der Grundschule?

Nachtrag:

Das hier kam gerade von der Bildungsministerin Schleswig-Holsteins (CDU):

The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #28 am: 24. Mai 2019, 16:10:36 »
@belbo: Der "Sachzwang" existiert also nur in der neoliberalen Fantasie? Für mich persönlich ist das Leben ein dauerhaftes Auseinandersetzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Und das Gleiche gilt für die Politik. Die letzten, die zunächst halbwegs erfolgreich (wenn man vom "Preis" des Erfolges mal absieht) ihre Fantasie in die Wirklichkeit umgesetzt haben sind so um 1990 baden gegangen... und warum? Wegen der "Sachzwänge". Die Fundamentalutopie ist geil, daran hab ich auch mal geglaubt, aber sie ist demokratisch und menschenwürdig nicht einführbar. Nicht umsonst geht das Gespenst Revolution in interessierten Kreisen immer noch um... Und hier ist auch der Punkt: Die Kritik von Rezo ist erstens zu einseitig und verwirft jeglichen Abgleich mit den positiven Dingen bzw. ein Messen am Zeitgeschehen und den damaligen politischen "Mainstreamthemen". Sehr wahrscheinlich standen die Antworten bei der Faktensuche schon fest. Zweitens ignoriert die Fundamentalkritik die Tatsache, dass Regierung (und Politik) eben nicht NUR singuläre Tagesaufreger bearbeitet, sondern eine hochkomplexe Gesellschaft aufrechterhält, in der es zahllose Zielkonflikte auf und zwischen allen Ebenen gibt. Man kann öfters nicht, wie man will, weil man sich aufgrund anderer Themen regelbezogen "gefesselt" hat. Ich sage nur Videoüberwachung; Öffentliche Sicherheit vs. Persönlichkeitsrechte. Drittens, und das ist der "weicheste" Vorwurf, ist das singuläre Posten eines Videos nun wirklich kein integraler Teil des politischen Diskurses, zumal Rezo selbst sagt, dass er weder in die Politik gehen möchte, noch sich an Live-Diskussionen beteiligen will (weil er Probleme mit Stottern hätte)... wtf? Wenn ich Menschen überzeugen will, muss ich mich Menschen stellen, vor allem auch solchen, die nicht meiner Meinung sind. Da hat die CDU-Politikerin Merkel deutlich mehr cochones , wenn sie sich nach Chemnitz begibt. Das gebiert mehr Respekt als youtuben^^

Edit: Zu den Reaktionen der CDUler muss man nix sagen... #neuland halt :D Aber die erste Trauerphase ist ja immer das Nicht-Wahr-Haben-Wollen, die zweite dann die Emotionalität. Richtig wäre gewesen, das Video öffentlich zu ignorieren, intern zu analysieren und mit thematischen Einzelvideos der jeweiligen Fachpolitiker aus CDU-Sicht zu widerlegen.

Scipio

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #29 am: 24. Mai 2019, 19:33:20 »
Ich stelle fest, dass es für mich keinen Sinn macht mich mit gesellschaftlich relevanten Themen zu beschäftigen, da ich viel zu wenig Ahnung um etwas sinnvolles beitragen zu können.

Damit erübrigt sich auch die Mitgliedschaft in diesem Forum.

Ciao!