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Autor Thema: Was soll man noch wählen?  (Gelesen 4400 mal)

celsus

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #45 am: 09. August 2019, 21:18:02 »
Wie wäre es mit der Yadgaristischen Partei Bergisch-Afghanistans (YPBA)?

Wo soll ich unterschreiben?
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #46 am: 09. August 2019, 22:11:07 »
Was bitte sind Fickfolien?? :skeptisch:

pauli

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #47 am: 09. August 2019, 22:18:00 »
Hehe, genau das wollte ich auch grad fragen  ;D
If you do, then do while true ..

Schwuppdiwupp

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #48 am: 09. August 2019, 22:20:29 »
Ohne Zigarettenqualm? Nicht mit mir! :schlaeger
Ach, was weiß denn ich ...

Yadgar

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #49 am: 10. August 2019, 14:29:37 »
Hi(gh)!

Was bitte sind Fickfolien?? :skeptisch:

Das sind die dunkel getönten Folien auf den Rück- und Fondscheiben zumeist von tiefergelegten Hassan Sports, also 3er-BMWs, Audis oder AMG-Benzen, dank derer Murat Ischwöroglu ungestört und unerkannt auf dem Rücksitz seine Gang-Groupies durchnaddeln kann... und die Karosserie wippt dazu im Dönerbeat!

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #50 am: 21. August 2019, 12:01:37 »
Achso, und ich dachte schon du hast was gegen Kondome^^

aber mal ehrlich: Klar, PS-Poser nerven, wie vieles andere auch... aber so what, freies Land und so. Ich habe lieber ein paar PS-Prolls (ich kenne übrigens noch sehr gut die indigene Subspezies, die sich diese Träume mit Manta und Golf GTI erfüllte ;) ) anstatt eines autokratischen Landes, wo Minderheiten je nach Tageslaune Dinge verbieten^^ Meiner Meinung nach braucht D nicht mehr Verbote, sondern deutlich mehr Gelassenheit. Das Leben ist zu kurz und schön, um sich ständig über den zu kurzen/zu langen/zu grünen/zu schlechten/viel zu guten Rasen des Nachbarn aufzuregen :D

Fool

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #51 am: 21. August 2019, 20:03:15 »
Meiner Meinung nach braucht D nicht mehr Verbote, sondern deutlich mehr Gelassenheit.

Ja, wenn sie, die immer lauter werdenden "Minderheiten", mich denn lassen würden, könnte ich wohl gelassener bleiben.

Ich sehe ein großes Problem: die schweigende Mehrheit, die wohl wieder mal so lange achselzuckend stillhält, bis sie sich in einem anderen Land wiederfindet. Und dann wird es wieder niemand gewusst haben wollen.

Aber natürlich trotzdem: volle Zustimmung.

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #52 am: 22. August 2019, 13:24:08 »
Gelassenheit heisst nicht schweigen, sondern beobachten und bewerten. PS-Poser werden das Land nicht verändern, der Fascho-Eso-Nachbar schon eher... Nicht alles, was "uns" nicht gefällt hat Auswirkungen auf uns. Was geht mich der Tattoo-Hype an, mich wollte noch niemand zu einem Tattoo bekehren... nur mal als Beispiel. Aus Yadgars Liste sind je nach persönlicher Meinung nur 4-5 Dinge relevant, die eine permanente Veränderung bewirken können. Der Rest ist in meinen Augen Befindlichkeit und ein bisschen künstliche Aufregung.

Schwuppdiwupp

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #53 am: 22. August 2019, 20:04:17 »
PS-Poser werden das Land nicht verändern, der Fascho-Eso-Nachbar schon eher...

Sorry, aber das ist Blödsinn.

Legal können nur demokratisch gewählte Mehrheiten in Deutschland das Land - wie auch immer - verändern. Eine illegale Machtübernahme ist nur hypothetisch durch einen Militärputsch denkbar. Das - wie du es nennst - irgendeine "Facho-Eso-Gruppe" (gemeint sind wahrscheinlich Die Grünen) hier eine Art Ökoterrordiktatur installiert, entspringt typischerweise der Gedankenwelt von Leuten, die die AfD als eine gutbürgerliche Bewegung relativieren.

Und wer ernsthaft glaubt, dass eine umweltfreundliche Gesetzgebung ohne Verbote auskommt, der solle sich doch mal im Geiste vorstellen, was auf unseren Straßen los wäre, wenn es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen samt den dazugehörigen Sanktionen gäbe. Hier auf den vernunftbegabten Homo Sapiens und eine Art freiwilliger Selbstkontrolle zu setzen, dürfte Leben kosten.
Ach, was weiß denn ich ...

Nogro

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #54 am: 22. August 2019, 21:54:14 »
Legal können nur demokratisch gewählte Mehrheiten in Deutschland das Land - wie auch immer - verändern. Eine illegale Machtübernahme ist nur hypothetisch durch einen Militärputsch denkbar.
Ganz schön optimistisch, ich denke da nur an Polen, Ungarn und ggf. auch an Italien (obwohl sich da eine positive Wendung anbahnt). Polen und Ungarn haben sich schon verändert.
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #55 am: 22. August 2019, 22:12:03 »
Dann habe ich das zu stark verkürzt: Der PS-Poser wird nur sehr begrenzt danach streben, politische/systemische Veränderungen über Mehrheiten zu erreichen. Die Eso-Rechten organisieren sich seit Jahren und bringen es bereits jetzt zu erklecklichen Ergebnissen. Dabei spielt eine dezidierte Doktrin bei den AfDern keine Rolle, es reicht eine diffuse Unzufriedenheit (und Unsicherheit). Die hat der PS-Poser oder die tätowierte Kassiererin (wenn man diese Menschen auf diese Äusserlichkeiten reduziert ;) ) nicht, weshalb es keine PS-Partei tättowierter Taugenichtse gibt.

Schwuppdiwupp

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #56 am: 23. August 2019, 00:29:54 »
Die Rechten - namentlich einflussreiche Gruppen innerhalb der AfD - wollen Deutschland umbauen. Aber Die Grünen knabbern nicht wirklich am Fundament der freiheitlichen Demokratie.

Das Problem in weiten Teilen der Bevölkerung ist ein merkwürdiges Demokratie- und Freiheitsverständnis. Das heißt nämlich nicht, dass man alles tun und lassen kann, wie es einem beliebt.
Aber da "wir" Dank eines überzogenen (und möglichweise sogar falsch verstandenen) Neoliberalismus gelernt haben, dass Egoismus Trumpf ist, müssen wir uns nicht wundern, dass immer mehr nur nach rein egoistischen Motiven Parteien wählen. Hauptsache ich und nach mir die Sintflut.

Ganz schön optimistisch, ich denke da nur an Polen, Ungarn und ggf. auch an Italien (obwohl sich da eine positive Wendung anbahnt). Polen und Ungarn haben sich schon verändert.

Das Dumme ist, dass die Mehrheit der Polen und Ungarn das so gewollt hat. Das war - leider - ein ganz normaler demokratischer Vorgang, den ich persönlich auch mit großer Sorge beobachte. Insbesondere  im Fall von Ungarn ist mir mehr als einmal das Wort "Gleichschaltung" durch den Kopf gesaust. In Polen ist die PiS nicht viel besser (wenn überhaupt).

Ich hoffe auch hier auf die Einflussnahme der EU und den sich regenden Widerstand im eigenen Land, weil die Leute dann doch mal kapieren, wen sie da eigentlich gewählt haben.
Ach, was weiß denn ich ...

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #57 am: 23. August 2019, 13:19:45 »
Warum wird der Neoliberalismus immer für alles Übel der Welt herangezogen? Gerade für den Egoismus kann man ihn nur schwer verantwortlich machen, Egoismus gewinnt ggü. Solidarität, wenn die Solidarität zum (Über-)Leben nicht mehr notwendig ist. Dies ist in unserer Gesellschaft der Fall, einerseits können alle Grundbedürfnisse über freien Konsum gestillt werden (und einige Luxusbedürfnisse dazu), andererseits hat der Staat Aufgaben der früheren Solidargemeinschaften (Familie, Dorfgemeinschaft, Stamm) auf bürokratische Weise übernommen. Der "Werteverfall" aufgrund gesicherter Lebensumstände ist altbekannt, schon die alten Griechen und Römer klagten darüber (Tacitus in seiner Gegenüberstellung von Römern und Germanen als Polemik bspw.).

Die Grünen sind mir in manchen Sachen nicht weniger schlimm als die Rechten. Klar, sie meinen es sicherlich wirklich nur gut (im Gegensatz zu den Rechten, die ihren Hass ausleben wollen), aber die derzeitige autoritäre Verbotslust in weiten Teilen der Bevölkerung erschreckt mich doch sehr... nicht nur wegen der Sache an sich, sondern auch, weil es durch alle Schichten und politische Lager geht, insbesondere auch Grün. Allein die Tatsache, dass man erstmal über Verbote statt über positive Anreize oder indirekte Einschränkungen sprich, ist ein Negativtrend.

Polen/Ungarn und andere: Der autoritäre Trend ist eine Reaktion auf Verunsicherung. Gerade Polen und Ungarn haben einen starken Nationalstolz, welcher durch die supranationalen Werte der EU teilweise ergänzt, teilweise in der Wahrnehmung der Bürger dort aber auch angegriffen wird. Der Konflikt zwischen Nation und EU wird durch bestimmte politische Kreise befeuert und erzeugt zusammen mit wirtschaftlichen Ängsten die derzeitige Situation... das Flüchtlingsthema ist für diese Nationen überhaupt keine Problematik, sie wird dazu gemacht. Darüber hinaus ist diese ganze Schei+e extrem bigott, weil gerade Polen und Ungarn eine Menge "Wirtschaftsmigranten" in die EU gespült haben, man profitiert dort massiv von Freizügigkeit (einem genuinen EU-Wert).

Schwuppdiwupp

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #58 am: 23. August 2019, 16:04:49 »
Wir sind nicht so weit auseinander, wie es vielleicht den Anschein hat.

Aber das hier finde ich schon ... stark.
Die Grünen sind mir in manchen Sachen nicht weniger schlimm als die Rechten. Klar, sie meinen es sicherlich wirklich nur gut (im Gegensatz zu den Rechten, die ihren Hass ausleben wollen), aber die derzeitige autoritäre Verbotslust in weiten Teilen der Bevölkerung erschreckt mich doch sehr... nicht nur wegen der Sache an sich, sondern auch, weil es durch alle Schichten und politische Lager geht, insbesondere auch Grün. Allein die Tatsache, dass man erstmal über Verbote statt über positive Anreize oder indirekte Einschränkungen sprich, ist ein Negativtrend.
Auch wenn du deinen Vergleich im Nachsatz relativierst, die Grünen in einen Topf mit den Rechten (AfD oder schlimmer) ist schon arg daneben.

Das hat meines Erachtens nichts mit einer Lust an Verboten zu tun - wenn mal von Einzelfällen absieht, die nur zu gerne selbst Bestimmer wären und sich in öffentlichen Diskussionen wie Möchtegerntyrannen gebärden.

Auf eine freiwillige Selbstverpflichtung zu hoffen, gerade dann, wenn es um heiße Eisen wie freie Fahrt für freie Bürger mit hubraumstarken Autos geht, wäre doch arg illusorisch.
Ach, was weiß denn ich ...

sailor

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Re: Was soll man noch wählen?
« Antwort #59 am: 23. August 2019, 16:42:55 »
Natürlich ist es stark, das ist mir bewusst und es ist mit voller Absicht so geschrieben. In meiner Wahrnehmung haben nicht wenige Grüne (und darüber hinaus etliche Personen aus dem weiteren Spektrum) eine Affinität zu "Verbots- oder auch Zwangsthemen". Ich werfe sie jedoch nicht pauschal in einen Topf, sondern picke mir nur diese Neigung heraus... weil sie eben sehr ähnlich ist. Was nicht passt soll verboten, was genehm ist soll erzwungen werden. Teilweise eben auch gegen den Willen einer Mehrheit... und das sehe ich problematisch.

Eine freiwillige Selbstverpflichtung ohne akzeptable Alternativen ist in der Tat hirnrissig, nur sehr selten wird jemand eine "schlechtere" alternative freiwillig annehmen, wenn die "bessere" noch existiert. Im Bereich hubraumstarker Autos, bzw. deren Ablösung müsste erstmal eine akzeptable (also etwa genauso bequeme Form der Mobilität) Alternative stehen: besseres/dichteres ÖNV-Netz, Ladestationen für E/H2 autos, Anschaffungssubventionen, allg. steuerliche Vorteile eines CO2-neutralen Verhaltens. Mit Speck fängt man Mäuse und den "mindset" zu ändern sollte für die "linksgrün versiffte Mainstreampresse" kein Problem sein, da muss "Grün" nur mal richtig als Status/Prestigeverhalten gehypt werden... Wenns drauf an kommt, schielt nämlich gerade auch der gehobene Mittelstand wieder nach Kreuzfahrten, SUV und Flugreisen.

In der Alternativlosigkeit liegt mein Riesenproblem mit CO2neutralem Verhalten... ich will kein 2tWagen, ich brauche ihn aber, weil die Alternative ÖNV mit 50% mehr Lebenszeit kostet (3 Stunden statt 2 Stunden täglich). Ich würde auch E-Mobil fahren, aber eine Anschaffung wäre für mich doppelter Verlust (Wertverlust Wagen jetzt plus deutlich teurere Anschaffung E-Mobil). Ich müsste also auf andere Investitionen verzichten, ohne dass ich wirklich einen persönlichen Mehrwert habe (Autofahren bleibt auch im Emobil gleich scheisse). Umzug wäre auch Verlustgeschäft im Metropolbereich, zumal ich gerade erst glücklicherweise diese Wohnung (die je qm billiger und auch co2 effizienter ist als die alte, weil neuer) gefunden habe... Deswegen bin ich not amused über jede Form des Zwanges zu mehr Grün, weil mir nicht mal der anreiz zur Selbstverpflichtung gegeben wird.