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"Welterschöpfungstag"

Begonnen von RächerDerVerderbten, 08. August 2016, 16:12:18

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Belbo

....sind denn nun im Umkehrschluss, die Ressourcen unendlich und das Ökosystem (mit Menschen) unzerstörbar?

Groucho

Zitat von: Belbo am 09. August 2016, 10:41:58
....sind denn nun im Umkehrschluss, die Ressourcen unendlich und das Ökosystem (mit Menschen) unzerstörbar?

Ressourcen sind im Prinzip unendlich, da die "Chefressource" der menschliche Erfindergeist ist. Gibt ja den schönen Spruch "Die Steinzeit ging nicht durch Mangel an Steinen zu Ende." Und Ökosysteme sind zerstörbar, freilich. Bilden sich dann halt andere aus. Ob man das will, in kauf nimmt oder nicht, ist eine gesellschaftliche Entscheidung.

Belbo

Zitat von: Groucho am 09. August 2016, 10:49:55
Zitat von: Belbo am 09. August 2016, 10:41:58
....sind denn nun im Umkehrschluss, die Ressourcen unendlich und das Ökosystem (mit Menschen) unzerstörbar?

Ressourcen sind im Prinzip unendlich, da die "Chefressource" der menschliche Erfindergeist ist. Gibt ja den schönen Spruch "Die Steinzeit ging nicht durch Mangel an Steinen zu Ende." Und Ökosysteme sind zerstörbar, freilich. Bilden sich dann halt andere aus. Ob man das will, in kauf nimmt oder nicht, ist eine gesellschaftliche Entscheidung.

Zitat von: Groucho am 09. August 2016, 10:49:55
Zitat von: Belbo am 09. August 2016, 10:41:58
....sind denn nun im Umkehrschluss, die Ressourcen unendlich und das Ökosystem (mit Menschen) unzerstörbar?

Ressourcen sind im Prinzip unendlich, da die "Chefressource" der menschliche Erfindergeist ist. Gibt ja den schönen Spruch "Die Steinzeit ging nicht durch Mangel an Steinen zu Ende." Und Ökosysteme sind zerstörbar, freilich. Bilden sich dann halt andere aus. Ob man das will, in kauf nimmt oder nicht, ist eine gesellschaftliche Entscheidung.

Vorallem wenn es darum geht ob die neuen Ökosysteme eine menschliche Gesellschaft überhaupt noch ermöglichen? "Andere" Ökosysteme wird es immer geben, das ist ja auch irgendwie Binse, die Frage nach der Qualität dieser Systeme und deren Möglichkeit wie viele Menschen am Leben zu erhalten ist aber eben eine, andere.
Die Antwort, der menschliche Erfindergeist, würde das, auf schon fast mystische Art und Weise, irgendwie richten, finde ich fahrlässig.
Genau weil es eine gesellschaftliche Entscheidung ist gibt es ja politische Forderungen, das bestehende System möglichst zu erhalten, weil kein Mensch weiß was passiert wenn es kollabiert und ob das neue Gleichgewicht, das sich einstellen wird, dem Menschen genauso zuträglich ist.
Mal von dem Schmerz und Leid abgesehen dass, in der Chaotischen Phase, zwischen diesen beiden Zuständen ausgelöst werden kann.

lanzelot

ZitatIch teile deine (eure) Skepsis. Doch findest du wirklich, dass Öko-Faschist und Selbstgerechtigkeits-Nazis eine geeignete Wortwahl ist?
Man könnte evtl. kritisieren, dass es eine zu starke Verallgemeinerung wäre. Und nicht allen Menschen aus dieser Ecke gerecht wird

Wer allerdings wie ich, seit über 35 Jahren  immer wieder mit Menschen aus der Weltverbesserer-Ecke zu tun hat, bis auf den kleinsten Raum im lokalen Sektor gewöhnt sich mit der Zeit auch eine andere Rhetorik an.
Wer so oft und ungefiltert die Arroganz, Selbstherrlichkeit, den polemischen Zynismus, die pauschalisierende Verunglimpfung anderer erlebt hat, das legitimieren von Intoleranz und Gewalt, wenn es den eigenen ideologischen Zielen dient, fängt irgendwann an sich zu ekeln, wenn er nur die Gesichter der Strategen sieht 

Ich habe viel zu lange versucht mit  Vernunft, Logik, Ratio zu agieren.
Versucht im Umgang mit Menschen und Institutionen, die befreit von jeder Kompetenz und Sachverstand ,die Hüter all dessen sein wollen, zu bestehen

Die Weltverbesserer, die am Ende immer nur die Deutungshoheit über das Leben anderer wollen, nehme ich als zutiefst diktatorisch und herrisch wahr
Diese Sammelsurien diverser Vorschläge von Verboten, Vorschriften, Quoten, Einschränkungen jedweder Art
Ideologische Propaganda pur. Und immer mit markigen Slogans und Phrasen, die richtig reinhauen sollen, Panik und Angst

Der Versuch alles was ihnen nicht gefällt, was sie nicht verstehen, wovor sie sich fürchten, notfalls mit legislativer, judikativer und exekutiver Gewalt zu regeln.
Gegenkompensatorische Maßnahmen halt
Natürlich nur zu unserem Besten
Den die Moralapostel haben ja immer Recht.
Kackfarbener geht es bisweilen gar nicht mehr, wird nur anders und auf einer breiteren Basis verkauft.

Außerdem habe ich schon an anderer Stelle geschrieben, dass ich gerade dabei bin, den angemessenen Umgang mit den entsprechenden Strategen zu üben
Habe es jahrelang falsch gemacht und oft schlecht ausgesehen: zu kompetent, zu ruhig, zu sachlich...... alles Blödsinn
Also......ich lerne noch



Sauropode

Lancelot, dem kann ich nichts hinzufügen.

Peiresc

Dann fällt mir noch auf, dass sich niemand die Mühe macht, sich diese "Berechnung" mal auf Stichhaltigkeit hin anzusehen. WP hat dazu:
ZitatDer Earth Overshoot Day ist eine vage Annahme unter Berücksichtigung zeitlicher und ressourcenabhängiger Trends.[1] Das jeweilige Datum des Jahres wird berechnet, indem man den globalen ökologischen Fußabdruck (die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) zur gesamten globalen Biokapazität (die Anzahl global generierter natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) in ein rechnerisches Verhältnis setzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Earth_Overshoot_Day

Groucho


Peiresc

Ich hab's gefunden. Ist total simpel:
Zitat
Klicken sie hier um mehr über den Earth Overshoot Day zu erfahren und wie er sich über die Zeit verändert hat.
Und da findet man dann:
Zitat(World Biocapacity / World Ecological Footprint) x 365 = Earth Overshoot Day
http://www.footprintnetwork.org/images/article_uploads/EarthOvershootDay_2013_Media_Backgrounder.pdf

Groucho

Zitat von: Peiresc am 09. August 2016, 14:47:36
Dann fällt mir noch auf, dass sich niemand die Mühe macht, sich diese "Berechnung" mal auf Stichhaltigkeit hin anzusehen. WP hat dazu:

LOL:

ZitatKritik äußert Jürgen Knirsch von Greenpeace: ,,Die Methode hat Schwächen, und das Netzwerk arbeitet teilweise mit Daten, deren Herkunft unklar und auch nicht durch Rundungsfehler erklärbar ist."

Wenn sowas sogar von Greenpeace kommt, braucht man wirklich nicht länger über die Methodik nachdenken. Wie soll das auch gehen. Alleine Klimamodelle sind hochkomplex, da noch das ganze Gesellschaftliche, Soziale reinzuwursteln, da kann nur Müll rauskommen.

lanzelot

ZitatDann fällt mir noch auf, dass sich niemand die Mühe macht, sich diese "Berechnung" mal auf Stichhaltigkeit hin anzusehen.
Genau darauf wollte ich in meinem ersten Posting auch hinaus
All dieses Zahlen, Werte und Aussagen sind nicht valide, reliabel, objektiv  alles schwammig und konstruiert
Zahlenspiele und Annahmen, die als Quasi-Fakten verkauft werden um Druck zu erzeugen
Eigentlich hochgradig unseriös

Wer jemals in seinem Leben Studien, Tests oder Statistiken verbrechen musste, dreht sich bei solchen Methoden der Magen um
Man sollte eher die Ambitionen derjenigen überprüfen die diese Kampagne durchziehen

Und der Kommentar von Greenpeace kommt deshalb, weil  er immerhin und offensichtlich clever genug ist, zu wissen, dass so etwas nach Strich und Faden
auseinander genommen werden kann
War wohl schlechte Beratung für die (Un)professionellen-Betroffenheitsblicker und Propaganda-Trommler
PR-Agentur wechseln, aber flott

Ein Nachtrag noch, bevor ich es vergesse:
Gestern Abend lief bei ARTE, der Film "Lautlos im Weltall"
wie der Hauptdarsteller agiert ,ist ein exemplarisches Beispiel wie Öko-Aktivisten vorgehen können
Wird heute als beispielhaft  und Kult gefeiert
.......äääähh

Peiresc

Zitat von: lanzelot am 09. August 2016, 15:14:54
Und der Kommentar von Greenpeace kommt deshalb, weil  er immerhin und offensichtlich clever genug ist, zu wissen, dass so etwas nach Strich und Faden
auseinander genommen werden kann

Vielleicht sind sie auch nur neidisch, dass nicht ihnen das eingefallen ist.

Groucho

Zitat von: lanzelot am 09. August 2016, 15:14:54
Eigentlich hochgradig unseriös

Halt Modell Texanischer Scharfschütze.

Groucho

Zitat von: Peiresc am 09. August 2016, 15:24:55
Zitat von: lanzelot am 09. August 2016, 15:14:54
Und der Kommentar von Greenpeace kommt deshalb, weil  er immerhin und offensichtlich clever genug ist, zu wissen, dass so etwas nach Strich und Faden
auseinander genommen werden kann

Vielleicht sind sie auch nur neidisch, dass nicht ihnen das eingefallen ist.

Nachdem, was GP sonst so veröffentlicht, scheint mir diese Annahme fast plausibler.

lanzelot

ZitatVielleicht sind sie auch nur neidisch, dass nicht ihnen das eingefallen ist.
Stimmt, diesen Aspekt hatte ich übersehen und nicht bedacht
Eitelkeiten spielen überall eine Rolle
Da hackt die eine Krähe doch der anderen aufs Auge, es menschelt

PeterPan

lanzelot vergiss nie Doppelmoral hält besser  ;)

https://www.youtube.com/watch?v=aibXTtdO274

Kennt zufällig jemand  Artikel wo sich Think-Tanks, Vereine oder NGOs im Bereich Umwelt, Klima gegenseitig ankeifen? Mir fallen spontan nur ein paar Kommentare bei Novo ein. Selbstreflektion scheint vorhanden zu sein nur nicht gemocht zu werden.

Eins der Probleme die ich bei sowas oft sehe ist immer wieder der Unterschied zwischen Sach- und Fachartikeln. Ich erinnere mich bis jetzt nicht, dass Umweltschutzverbände erfolgreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht haben. Die Aufarbeitung von halbgaren Daten dient immer eher dem Marketing und einem höheren Spendenaufkommen.