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Autor Thema: Aufklärung und Neoliberalismus  (Gelesen 13624 mal)

Ridcully

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #30 am: 17. Juni 2014, 23:44:40 »
Das liegt dann aber daran dass du nicht lesen kannst.

pelacani

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #31 am: 17. Juni 2014, 23:57:02 »
Das liegt dann aber daran dass du nicht lesen kannst.

Darüber kann man angesichts der ganzen Finanzblasen der letzten Jahrzehnte doch durchaus diskutieren.
Mit "man" meinst Du dann also jedenfalls nicht Dich selbst. Mich aber auch nicht, und schon gar nicht Engel. Wen dann?

 :rofl2

PS. Das Wort "dämlich" ist schon verbrannt!
 :rofl

Typee

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #32 am: 18. Juni 2014, 10:36:29 »
obwohl er keine ausgearbeitete bessere Alternative in der Tasche hatte.

Das ist ein beträchtlicher Teil des Problems. Marx wies zwar einen vermeintlichen Weg zur Überwindung des Kapitalismus. Was der Proletarier dann mit der Macht anfangen sollte, sagt er eigentlich nirgendwo.
Wer den Zufall nicht ehrt, ist der Kausalität nicht wert.

pelacani

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #33 am: 20. Juni 2014, 19:03:30 »
Und auch das noch von dem Herrn Wirtschaftsethiker:
http://www.diesseits.de/schwerpunkt/bundestagswahl-2013/1379455200/pseudohumanistische-kampfvokabeln-statt-erkenntnis

Zitat
Pseudohumanistische Kampfvokabeln statt Erkenntnis

Immer noch geht ein Gespenst um in Europa – nämlich das Gespenst des „Neoliberalismus“. [...]

Humanisten halten sich in der Regel viel darauf zugute, dass sie Endzeiterwartungen, religiöse Ideen und Paradiesvorstellungen mit dem Seziermesser der Wissenschaften auseinandergenommen und beseitigt haben. Aber auf wirtschaftspolitischem und sozialwissenschaftlichem Gebiet wuchert kryptoreligiöses Denken wie eh und je.

Kann man ganz lesen, bevor man es ablehnt, aber muss man nicht (ohne fällt das Naserümpfen leichter).

Superkalifragilistisch

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #34 am: 22. Juni 2014, 19:40:03 »
Das Projekt der Aufklärung (Humanismus) ist die Versittlichung des Menschen durch Erziehung („Bildbarkeit”, „Perfektibilität”). Ich verstehe also nicht, wie ausgerechnet die Aufklärungsbewegung sich nun zur Kritikerin der Moral macht?! Nietzsche war „Gegenaufklärer” eben wegen seiner Moralkritik.

Zitat
Humanisten halten sich in der Regel viel darauf zugute, dass sie Endzeiterwartungen, religiöse Ideen und Paradiesvorstellungen mit dem Seziermesser der Wissenschaften auseinandergenommen und beseitigt haben.
Karl Löwith und Jakob Taubes kommen da zu einem anderen Schluss. Die humanistische Geschichtsphilosophie ist säkularisierte Eschatologie.

In Bezug auf die „Gierbanker”-Sündenböcke : http://www.spiegel.de/wirtschaft/finanzkrise-ifo-chef-vergleicht-kritik-an-managern-mit-antisemitismus-a-586614.html

Sinn hat mit seiner Aussage völlig recht.

Zitat
Aber auf wirtschaftspolitischem und sozialwissenschaftlichem Gebiet wuchert kryptoreligiöses Denken wie eh und je.
Dem ist zuzustimmen.
"Umgekehrt mußte die Psychoanalyse manchen enttäuschten Adepten eines vulgarisierten, auf eine ökonomisch-soziale Theorie reduzierten Marxismus als Bereicherung erscheinen."

Jetzt im Trend: »irgendwas mit Gesellschaftskritik«

pelacani

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #35 am: 22. Juni 2014, 20:18:09 »
Zitat
Humanisten halten sich in der Regel viel darauf zugute, dass sie Endzeiterwartungen, religiöse Ideen und Paradiesvorstellungen mit dem Seziermesser der Wissenschaften auseinandergenommen und beseitigt haben.
Karl Löwith und Jakob Taubes kommen da zu einem anderen Schluss. Die humanistische Geschichtsphilosophie ist säkularisierte Eschatologie.

Ich weiß nicht recht, ob man das so global gelten lassen kann. Bertrand Russell (ich bin bereit, ihn als Humanisten zu bezeichnen) sagt:
Zitat
Hand in Hand mit dieser Beschränkung auf irdische Angelegenheiten geht die Neigung, an den Fortschritt als an ein universales Gesetz zu glauben. Diese Neigung war für das neunzehnte Jahrhundert charakteristisch; wir finden sie bald bei Marx ebenso stark wie bei vielen seiner Zeitgenossen. Nur der Glaube an den unvermeidlichen Fortschritt ermöglichte Marx die Überzeugung, auf ethische Erwägungen verzichten zu können. Wenn der Sozialismus das Kommende war, mußte er eine Verbesserung bedeuten. Marx hätte bereitwillig zugegeben, daß der Sozialismus für Grundbesitzer oder Kapitalisten wahrscheinlich keine Verbesserung bringen würde, doch war das für ihn nur der Beweis, daß sie außerhalb der dialektischen Bewegung der Zeit standen. Marx bezeichnete sich zwar selbst als Atheisten, bewahrte sich aber einen kosmischen Optimismus, den nur der Theismus rechtfertigen konnte.

Philosophie des Abendlandes, S. 795 (Original 1945)

Ridcully

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #36 am: 23. Juni 2014, 14:58:28 »
Ohje, sie treiben die Banker schon wieder ins KZ! Wo bleibt der Bundeswehreinsatz um ein neues Ausschwitz zu verhindern? Dem Sinn haben sie doch ins Hirn geschissen.

Für die Vertreter der neoklassischen Orthodoxie in den Wirtschaftswissenschaften ist jeder ein Ideologe der eine abweichende Ansicht vertritt. Denn sie haben schliesslich die Wahrheit gepachtet, als wären ihre Zukunftsprognosen je irgendwie zuverlässiger gewesen. Wenn ich jemanden zum Sündebock machen müsste dann eher diese Priester des reinen Marktes, aber das hiesse ihren realen Einfluss massiv zu überschätzen.





F. A. Mesmer

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #37 am: 23. Juni 2014, 15:30:11 »
Ohje, sie treiben die Banker schon wieder ins KZ! Wo bleibt der Bundeswehreinsatz um ein neues Ausschwitz zu verhindern? Dem Sinn haben sie doch ins Hirn geschissen.(Zensiert wegen Ketzerei. Deutschlands, laut Bild, klügster Professor, ist über jeden Zweifel erhaben.)

Für die Vertreterkünder der neoklassischen Orthodoxie in den Wirtschaftswissenschaften ist jeder ein IdeologeKetzer, der eine abweichende Ansicht vertritt. Denn sie haben schliesslich die WahrheitTM gepachtet verkündet bekommen, als wären ihre Zukunftsprognosen je irgendwie zuverlässiger gewesen. Wenn ich jemanden zum Sündebock machen müsste dann eher diese Priester des reinen Marktes, aber das hiesse ihren realen Einfluss massiv zu überschätzen. (Zensiert wegen Ketzerei.)
fixed.

pelacani

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #38 am: 23. Juni 2014, 18:07:30 »
Ohje, sie treiben die Banker schon wieder ins KZ! Wo bleibt der Bundeswehreinsatz um ein neues Ausschwitz zu verhindern? Dem Sinn haben sie doch ins Hirn geschissen.

Das ist die Antwort auf Geheul - mit Geheul.

Ridcully

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #39 am: 23. Juni 2014, 18:53:49 »
Sinn heult über die neue Judenverfolgung, ich hingegen stelle nur erneut fest dass sein Kopf mit Unrat gefüllt ist. Warum sollte ich darüber Tränen vergiessen?

pelacani

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #40 am: 23. Juni 2014, 18:55:53 »
Sinn heult über die neue Judenverfolgung, ich hingegen stelle nur erneut fest dass sein Kopf mit Unrat gefüllt ist. Warum sollte ich darüber Tränen vergiessen?
Ja, das frage ich mich auch, warum Du da Tränen der Wut vergießt, wo ihn eine ironische Bemerkung hätte abbürsten können.

F. A. Mesmer

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Re: Aufklärung und Neoliberalismus
« Antwort #41 am: 24. Juni 2014, 17:26:38 »
Sinn heult über die neue Judenverfolgung, ich hingegen stelle nur erneut fest dass sein Kopf mit Unrat gefüllt ist. Warum sollte ich darüber Tränen vergiessen?
Ja, das frage ich mich auch, warum Du da Tränen der Wut vergießt, wo ihn eine ironische Bemerkung hätte abbürsten können.
ich ich ich.  8)