Neuigkeiten:

Wiki * German blog * Problems? Please contact info at psiram dot com

Main Menu

Tempolimit Schweiz/war: Manchmal fällt es leicht, die Grünen nicht zu mögen

Begonnen von KranzFonz, 09. August 2013, 11:53:47

« vorheriges - nächstes »

MrSpock

Zitat von: grober_unfug am 20. August 2013, 11:03:13
'jour,
Zitat von: MrSpock am 20. August 2013, 09:48:31
Vergesst nicht die Warnwestenpfllicht! Und Helmpflicht! Und Hosenklammernpflicht!
In Frankreich hat man darauf angemessen reagiert und deswegen ist das wieder gekippt. ;)

Das letzte Bild zeigt was dir bei Warnwestenpflicht blüht: http://ukfrancebikers.com/2011/06/18/france-completely-paralysed-by-almost-100000-bikers/

:schreck
Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste. (In Memoriam Groucho)

Zitat aus Star Trek II.

MrSpock

Man ist als beruflicher Vielfahrer aber auch manchmal ein wenig abgelenkt:
Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste. (In Memoriam Groucho)

Zitat aus Star Trek II.

KranzFonz

Zitat von: The Doctor am 20. August 2013, 10:13:42
Zitat von: Nogro am 20. August 2013, 08:31:01
Zitat von: The Doctor am 19. August 2013, 20:22:42
Für den Anfang wären schon einmal Nummernschilder an Velos ganz nett - dann kann man die gröbsten Deppen zumindest mal identifizieren.
Dann aber mit Haftpflichtversicherung und 2x im Jahr zum TÜV sowie einer Fahrradsteuer! (Ironie off)

Eine Velo-Haftpflichtversicherung mit entsprechender Plakette am Fahrrad war in der Tat hier in der Schweiz bis vor wenigen Jahren Pflicht.

Dass spricht ja dann nicht unbedingt für die Einführung von Nummernschilder für Fahrräder. Wen es interessiert: Wikipedia zur Velovignette. Demnach gab es auch Blechschilder für Fahrräder. Die wurden aber aus Kostengründen durch Vignetten ersetzt.

The Doctrix

Zitat von: KranzFonz am 20. August 2013, 08:30:10
Ich würde eher auf ein wenig mehr Polizei setzen. In Berlin habe ich es schon erlebt, wie eine Fahrrad-Polizeistreife einen Rotlichtradler stellte. Wenn man das ein wenig öfter sehen würde, könnte das schon eine gute Wirkung erzielen.

Wie hoch schätzt Du denn die Chance ein, dass ein durchschnittlicher Verkehrspolizist einen Fahrradkurier erwischt, wenn der gerade keine Lust/Zeit hat, sich anhalten zu lassen?

(Und die Fahrradkuriere sind m.E. mittlerweile ein echtes Gefahrenpotential geworden.)
Immer, wenn Du glaubst, dümmer gehts nicht mehr, kommt von irgendwo ein Eso her!

sumo

hier in Berlin sind die Fahrradkuriere diejenigen, denen wenig bis nichts im Straßenverkehr passiert, und die zwar äußerlich wahnwitzig fahren, aber wissen, was sie tun. Die gefährlichsten Radler sind diejenigen, die nachts in schwarzer jacke und Hose unbeleuchtet nebeneinander fahren und diejenigen, die über Bürgersteige brettern.
Ein durchschnittlicher Verkehrspolizist in Berlin kann einem Kurier sicher nicht folgen, aber es gibt einige Radpolizisten in Berlin, die mit recht vernünftiger Bekleidung und durchaus ansprechenden Rädern unterwegs sind, meist fahren die auch noch privat viel rad, und dann denen wegzufahren, das ist nicht mehr so einfach.....

KranzFonz

Zitat von: sumo am 20. August 2013, 19:05:53
hier in Berlin sind die Fahrradkuriere diejenigen, denen wenig bis nichts im Straßenverkehr passiert, und die zwar äußerlich wahnwitzig fahren, aber wissen, was sie tun.
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

Zitat von: sumo am 20. August 2013, 19:05:53
Die gefährlichsten Radler sind diejenigen, die nachts in schwarzer jacke und Hose unbeleuchtet nebeneinander fahren und diejenigen, die über Bürgersteige brettern.
Gefährlich (also zumindest für sich selbst) sind auch die Radler, die unbedingt auf ihr Vorfahrtsrecht pochen und den rechtsabbiegenden LKW nicht vorbei lassen... Ist das was für den Darwin-Award oder zu böse?

Zitat von: The Doctor am 20. August 2013, 17:59:26
Zitat von: KranzFonz am 20. August 2013, 08:30:10
Ich würde eher auf ein wenig mehr Polizei setzen. In Berlin habe ich es schon erlebt, wie eine Fahrrad-Polizeistreife einen Rotlichtradler stellte. Wenn man das ein wenig öfter sehen würde, könnte das schon eine gute Wirkung erzielen.

Wie hoch schätzt Du denn die Chance ein, dass ein durchschnittlicher Verkehrspolizist einen Fahrradkurier erwischt, wenn der gerade keine Lust/Zeit hat, sich anhalten zu lassen?

Es kommt darauf an, wie die Polizisten vorgehen. Ich habe es so erlebt, dass sie plötzlich hinter parkenden Autos hervorkommen und den Überraschungsmoment ausnutzen. Da müsste der Radler schon Gewalt anwenden, um zu entkommen.

Sicher kann die Polizei aber nicht jeden "Kampfradler" schnappen. Das war aber auch nicht meine Intention. Es geht mir um die Abschreckungswirkung. Wenn man weiß, dass die Polizei kontrolliert, werden sich viele Radler wenig rücksichtslos verhalten.

MrSpock

Zitat von: KranzFonz am 21. August 2013, 10:25:57
Zitat von: sumo am 20. August 2013, 19:05:53
hier in Berlin sind die Fahrradkuriere diejenigen, denen wenig bis nichts im Straßenverkehr passiert, und die zwar äußerlich wahnwitzig fahren, aber wissen, was sie tun.
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.


Ah ja, bei meiner Tante mütterlicherseits habe ich beobachtet, dass die vom Heilpraktiker verschriebenen Globuli geholfen haben.

Zitat von: KranzFonz am 19. August 2013, 10:40:49
ZitatÖhm... Wollen wir uns jetzt Anekdoten um die Ohren hauen? 

ZitatEs geht mir um die Abschreckungswirkung. Wenn man weiß, dass die Polizei kontrolliert, werden sich viele Radler wenig rücksichtslos verhalten.


Weiter:

ZitatIch denke, dass es nicht sinnvoll ist, Einzelfälle anzuschauen und daraufhin eine allgemeingültige Lösung umzusetzen. Für mich klingt die Erhöhung der Strafe nach einer Beruhigungspille für das Volk, nach dem Motto: "Wir haben keine Ahnung, was am besten ist oder nicht die Mittel, eine bessere Lösung umzusetzen. Dann erhöhen wir halt die Strafen und der Großteil der Bevölkerung ist beruhigt und glücklich."

Wie passen diese Aussagen in ein- und dem selben Thread von Dir zusammen? Radfahrer werden durch Polizeipräsenz abgeschreckt aber Autofahrer durch höhere Strafen (und Polizeipräsenz - mittelbar oder unmittelbar - mittels Radarfallen) nicht?
Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste. (In Memoriam Groucho)

Zitat aus Star Trek II.

KranzFonz

Zitat von: KranzFonz am 21. August 2013, 10:25:57
Zitat von: sumo am 20. August 2013, 19:05:53
hier in Berlin sind die Fahrradkuriere diejenigen, denen wenig bis nichts im Straßenverkehr passiert, und die zwar äußerlich wahnwitzig fahren, aber wissen, was sie tun.
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.
...sind m.E. adäquate Antworten auf
Zitat von: The Doctor am 20. August 2013, 17:59:26
(Und die Fahrradkuriere sind m.E. mittlerweile ein echtes Gefahrenpotential geworden.)

Zitat von: MrSpock am 21. August 2013, 11:11:15
Zitat von: KranzFonzEs geht mir um die Abschreckungswirkung. Wenn man weiß, dass die Polizei kontrolliert, werden sich viele Radler wenig rücksichtslos verhalten.

Weiter:
Zitat von: KranzFonzIch denke, dass es nicht sinnvoll ist, Einzelfälle anzuschauen und daraufhin eine allgemeingültige Lösung umzusetzen. Für mich klingt die Erhöhung der Strafe nach einer Beruhigungspille für das Volk, nach dem Motto: "Wir haben keine Ahnung, was am besten ist oder nicht die Mittel, eine bessere Lösung umzusetzen. Dann erhöhen wir halt die Strafen und der Großteil der Bevölkerung ist beruhigt und glücklich."

Wie passen diese Aussagen in ein- und dem selben Thread von Dir zusammen? Radfahrer werden durch Polizeipräsenz abgeschreckt aber Autofahrer durch höhere Strafen (und Polizeipräsenz - mittelbar oder unmittelbar - mittels Radarfallen) nicht?

Ich sehe darin keinen Widerspruch. Wenn das Strafmass schon recht hoch ist und sich trotzdem bestimmte Raser davon nicht abschrecken lassen, darf man hinterfragen, ob eine weitere Erhöhung des Strafmasses sinnvoll ist. Denn wenn man denkt, dass man sowieso nicht erwischt wird, kann die Strafe noch so hoch sein. Stattdessen könnte die Abschreckungswirkung durch Kontrollen erheblich sein, insbesondere dann, wenn zuvor sehr wenig kontrolliert wird. Siehst Du da keinen Unterschied?


sumo

klingt vielversprechend.

In Berlin gibt es immer wieder tödliche Unfälle zwischen Radler und LKW beim Rechtsabbiegen. Auffallend ist hierbei, daß es sich bei den Opfern selten um "Kampfradler" handelt (also um die Raser mit Fixies oder MTBs, die sich ohne Regeln durch die Stadt bewegen), sondern um ältere Menschen jenseits des 60-65en Lebensjahres, die wohl die Fahrweise eines LKW oder Sattelaufliegers unterschätzen.
Es ist ein Problem, daß LKW oft keine besonderen Spiegel nachgerüstet haben, die den Toten Winkel verkleinern oder gänzlich ausschalten.

MrSpock

Zitat von: KranzFonz am 21. August 2013, 11:53:28

Ich sehe darin keinen Widerspruch. Wenn das Strafmass schon recht hoch ist und sich trotzdem bestimmte Raser davon nicht abschrecken lassen, darf man hinterfragen, ob eine weitere Erhöhung des Strafmasses sinnvoll ist. Denn wenn man denkt, dass man sowieso nicht erwischt wird, kann die Strafe noch so hoch sein. Stattdessen könnte die Abschreckungswirkung durch Kontrollen erheblich sein, insbesondere dann, wenn zuvor sehr wenig kontrolliert wird. Siehst Du da keinen Unterschied?

Ich denke, die Kombination aus beidem macht es aus. Was nutzen viele Kontrollen, wenn die Strafen zu niedrig sind? Wenn jemand fleissig Tickets sammelt, welche sich alle im 20,00 € Bereich bewegen, macht dem das relativ wenig aus. Sind jedes Mal statt der 20,00 € bei gleichem Vergehen 100,00 € fällig, überlegt er es sich das nächste Mal.

Reicht die Geldstrafe, weil sie schon recht hoch ist, nicht aus, dann folgt der Führerscheinentzug. Danach die Haftstrafe.
Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste. (In Memoriam Groucho)

Zitat aus Star Trek II.

KranzFonz

Berlin will wohl eine E-Bike-Truppe einrichten:

ZitatAls Konsequenz aus den stark gestiegenen Zahlen der Radunfälle kündigte Kandt die Schaffung einer eigenen Fahrradstaffel an. Diese solle für mehr Sicherheit im Radverkehr sorgen. "Damit wird ein Einsatz auf Augenhöhe ermöglicht", sagte der Polizeipräsident. Geplant sei, die Staffel ab Sommer 2014 in der Innenstadt einzusetzen, um Verkehrsvergehen zu ahnden und das Verletzungsrisiko zu minimieren. "Damit sich die Beamten nicht abstrampeln müssen, sondern sich voll auf den Verkehr konzentrieren können, werden wir voraussichtlich Elektroräder einsetzen", sagte Kandt. Berlins Polizeipräsident verwies auf die guten Erfahrungen der Polizei in Hamburg. Dort gebe es die Fahrradstaffel bereits.
Link

Falls noch jemand Statistiken sehen möchte. Hier steht so ziemlich alles drin:
Link

Demnach sind Radfahrer mit 49 Prozent die größten Unfallverursacher bei Unfällen mit Radlern. Und Radler zwischen 25-45 fahren am sichersten (dazu gehöre ich  ;D ).

Ach ja, für Dich DOCTOR noch ein Zitat aus dem oben genannten Morgenpost-Artikel:
ZitatMit Tempo 159 – 109 Stundenkilometer schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer – war ein Autofahrer auf der Straße des 17.Juni geblitzt worden.

Jetzt muss man dazu sagen: Auf der Straße des 17. Juni kann man durchaus schneller als 100 fahren, ohne jemanden vorsätzlich gefährden zu wollen...  :teufel

sumo

Stadtautobahn okay, aber Straße des 17.Juni?? Einspruch, Euer Ehren, dort ist es zwar möglich, mal 70-80 zu fahren, aber 159 OHNE Gefährdung? Da kommen wir wieder ins Rechtstheoretische, denn wer dort, in dem Gebiet eines größeren Parkes, so schnell rast, der hat zumindest die billigende Inkaufnahme im Hinterkopf. Er hat den Vorsatz, so schnell zu fahren, denn dort geht es nicht, mal eben irgendein Schild zu übersehen, in der Stadt gilt 50. In solch einem Falle würde ich dem Fahrer unterstellen, billigend einen Schaden inkaufzunehmen.

Onkel Heinz

Grundsatz im Straßenverkehr ist doch das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.
Ich sage mal, wer mit 160 Sachen durch eine mit Ampeln, Kreuzungen und Fußgängerüberwegen versehene Straße saust, kann wohl schwerlich glaubhaft machen, dieses Gebot zu beachten – es in Anspruch nehmen ist er aber quasi gezwungen. Bisschen egoistisch...
Aber wichtiger ist: es ist schlicht eine Frage der Reaktionszeiten und Bremswege... Es muss ja nur einer aus dem Parkplatz in der Mitte rausgeschossen kommen, ohne zu gucken. Da würde ich sumo Recht geben.

Ich sehe da einen großen Unterschied zur Autobahn.

Obwohl ich im Prinzip gegen ein Tempolimit bin, muss ich aber auch die Vorzüge des Reisens im Rest Europas immer wieder feststellen. Außer, dass es entspannter ist, komme ich auch auf fast 2 l/100km weniger Spritverbrauch (gut, da sind auch weit weniger Stadtfahrten in der Rechnung).
Allerdings fehlt mir dann wirklich ein Tempomat...

KranzFonz

Zitat von: sumo am 21. August 2013, 17:36:26
Stadtautobahn okay, aber Straße des 17.Juni?? Einspruch, Euer Ehren, dort ist es zwar möglich, mal 70-80 zu fahren, aber 159 OHNE Gefährdung?

Ich schrieb "schneller als 100" und bezog mich auf das Ursprungsthema. Aber der:  :teufel sollte eigentlich deutlich machen, dass ich das nicht ganz ernst meine...  ;)  ...aber wir können es ja gerne mal ausprobieren. Treffen wir uns heute Nacht um 3 am Stern? Bring Deinen Porsche mit.  ;D

Zitat von: Noddy am 21. August 2013, 19:51:03
Ich sehe da einen großen Unterschied zur Autobahn.

Jein. Es gibt Stellen auf der Stadtautobahn, da würde ich Rasen für gefährlicher halten, einfach deswegen, weil man die Strecke weniger einsehen kann.