Neuigkeiten:

Wiki * German blog * Problems? Please contact info at psiram dot com

Main Menu

Greenpeace fordert höhere Fleischpreise

Begonnen von Belbo zwei, 05. Juni 2013, 08:10:03

« vorheriges - nächstes »

Conina

+1

Die meisten anderen Pseudoskandale sind Verarsche pur gewesen und haben sicher mehr Schaden angerichtet als abgewendet.

zwingenberger

Zitat von: Groucho am 05. Juni 2013, 13:14:24
Zitat von: MrSpock am 05. Juni 2013, 12:34:27
Das Blöde daran ist, dass der nächste Lebensmittelskandal dann von den Ökoromantikern dazu genutzt wird, um die "Fleischmafia" weiter zu verteufeln. Somit erreichen die dann auch ihr Ziel: Es wird weniger Fleisch gegessen! Allerdings nur aus Angst vor den Lebensmittelskandalen, welche aber in Wahrheit durch die Ökoromantiker mit verursacht sind.

Der einzig wirkliche und größte Skandal seit Jahrzehnten, bei dem real massig Menschen gestorben und viele mit lebenslangem Handicap rauskamen, war durch BIO-Sprossen verursacht - nur mal am Rande daran erinnert zum Thema verzerrte Wahrnehmung.
Zitat von: Groucho am 05. Juni 2013, 13:14:24
Der einzig wirkliche und größte Skandal seit Jahrzehnten, bei dem real massig Menschen gestorben und viele mit lebenslangem Handicap rauskamen, war durch BIO-Sprossen verursacht - nur mal am Rande daran erinnert zum Thema verzerrte Wahrnehmung.

Stimmt. Die chinesischen Tiefkühlhimbeeren mit Noroviren sind auch noch nicht so lange her. Übrigens rührt selbst die Mehrzahl der jährlichen Salmonellosefälle nicht etwa, wie man auf Anhieb vermuten würde, von irgendwelchem Geflügel her, sondern von kontaminierten pflanzlichen Lebensmitteln. Die gute alte organische Düngung lässt grüßen.

KranzFonz

Zitat von: Groucho am 05. Juni 2013, 13:14:24
Der einzig wirkliche und größte Skandal seit Jahrzehnten, bei dem real massig Menschen gestorben und viele mit lebenslangem Handicap rauskamen, war durch BIO-Sprossen verursacht - nur mal am Rande daran erinnert zum Thema verzerrte Wahrnehmung.

Bitte nicht an der Wahrnehmung zerren.  :police: Schuld ist natürlich die Massentierhaltung: http://rohkost.info/2011/06/03/ehec-tollhaus-ubergewichtiger-experte-udo-pollmer-auser-rand-und-band/

Omikronn

Don't try to argue with idiots, first they tear you down to their level, then they beat you with their experience.

MrSpock

Zitat von: Groucho am 05. Juni 2013, 13:14:24
Zitat von: MrSpock am 05. Juni 2013, 12:34:27
Das Blöde daran ist, dass der nächste Lebensmittelskandal dann von den Ökoromantikern dazu genutzt wird, um die "Fleischmafia" weiter zu verteufeln. Somit erreichen die dann auch ihr Ziel: Es wird weniger Fleisch gegessen! Allerdings nur aus Angst vor den Lebensmittelskandalen, welche aber in Wahrheit durch die Ökoromantiker mit verursacht sind.

Der einzig wirkliche und größte Skandal seit Jahrzehnten, bei dem real massig Menschen gestorben und viele mit lebenslangem Handicap rauskamen, war durch BIO-Sprossen verursacht - nur mal am Rande daran erinnert zum Thema verzerrte Wahrnehmung.

Wie sagte dazu Dieter Nuhr: "Mit einer Bratwurst wäre das nicht passiert" (Gedächtniszitat)
Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste. (In Memoriam Groucho)

Zitat aus Star Trek II.

mossmann

Zitat von: Conina am 05. Juni 2013, 08:32:35
Na ja, wir sind nicht der Nabel der Welt:
http://www.zeit.de/video/2013-04/2285200062001/ernaehrung-fleischessen-wird-in-indien-zum-statussymbol#autoplay

Die vielen indischen Zwangsvegetarier werden weniger.

80,5 Prozent der indischen Bevölkerung sind übrigens Hindus, nur so nebenbei.
Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend

Landratte

Ich finde unsere Lebensmittelpreise insgesamt eh zu niedrig und würde mich freuen wenn auch die Fleischpreise anziehen würden. Allerdings nicht aufgrund von Steuererhöhungen, sondern damit dort, wo die Sachen produziert werden vernünftige Löhne gezahlt werden können und, besonders im Ausland, auch in Sachen Arbeitsschutz etwas getan werden kann.
Mir ist nicht klar, wie man 1 Kilo mageres Rindfleisch für deutlich unter 10,-€ verkaufen kann (aktuell REAL: Rinderrouladen kg 7,99; Aldi: Rindergoulasch kg 8,59) ohne dass das auf längere Sicht zu Lasten von Mensch und Tier geht.

1980 wurden noch 20% der gesamten Konsumausgaben für Lebensmittel ausgegeben, heute sind es knapp 15%.
Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/75719/umfrage/ausgaben-fuer-nahrungsmittel-in-deutschland-seit-1900/

Conina

Ich überlege gerade:

Die Greenpeacer sind doch technisch ganz gut ausgerüstet (Schlauchboote, wasserdichte Klamotten etc.).
Helfen die gerade irgendwo am Damm mit oder geben die nur Interviews und machen irgendwelche Kampagnen?

Conina

Weiter nachgedacht:

Die können gar nicht helfen, weil sie zu Hause sitzen:




Mutter Natur rächt sich ja gerade am bösen Homo sapiens und das macht einen Aktivisten natürlich geil!

KranzFonz

Zitat von: Landratte am 06. Juni 2013, 10:28:55
...
Mir ist nicht klar, wie man 1 Kilo mageres Rindfleisch für deutlich unter 10,-€ verkaufen kann (aktuell REAL: Rinderrouladen kg 7,99; Aldi: Rindergoulasch kg 8,59) ohne dass das auf längere Sicht zu Lasten von Mensch und Tier geht.

Das macht mich richtig hungrig. Mir ist nicht klar, wieso das auf längere Sicht zu Lasten des Menschen gehen sollte.

Zitat von: Landratte am 06. Juni 2013, 10:28:55
1980 wurden noch 20% der gesamten Konsumausgaben für Lebensmittel ausgegeben, heute sind es knapp 15%.
Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/75719/umfrage/ausgaben-fuer-nahrungsmittel-in-deutschland-seit-1900/

Daraus könnte man auch schließen, dass die Bevölkerung immer reicher wird.

sweeper

ZitatDaraus könnte man auch schließen, dass die Bevölkerung immer reicher wird.

:gruebel

"S'ils n'ont pas de pain, qu'ils mangent de la brioche!"
With magic, you start with a frog and end up with a prince.
With science, you start with a frog, get a PhD and are still left with the frog you started with...


Terry Pratchett

Conina

Denk nochmal  drüber nach, Sweeper.

KranzFonz hat durchaus recht.

In wohlhabenden Gesellschaften sinkt der Anteil der Lebensmittelkosten an den Lebenshaltungskosten.

Die Schlussfolgerung ist legitim.

sweeper

ZitatDie Schlussfolgerung ist legitim.
Selbstverfreilich ist sie legitim.

Jeder so, wie er sich aus seiner subjektiven Lebensrealität heraus die Welt deutet.
Ich fand die Bemerkung mehr als unpassend - sieh den Kommentar einfach als Ausdruck meiner persönlichen Meinung an.
With magic, you start with a frog and end up with a prince.
With science, you start with a frog, get a PhD and are still left with the frog you started with...


Terry Pratchett

Landratte

Zitat von: KranzFonz am 06. Juni 2013, 11:42:32
Mir ist nicht klar, wieso das auf längere Sicht zu Lasten des Menschen gehen sollte.

Ohne dass ich zu dieser These jetzt irgendeinen Nachweis hätte, habe ich die Erfahrung (auch aus der eigenen Berufstätigkeit im Handwerk) gemacht, dass eine Verbilligung von Produkten zu einer Verschlechterung der Qualität führt. In vielen Bereichen ist das irrelevant (egal, ob der Briefkasten 1 mm Edelstahl oder 1,2 mm dick ist; egal ob die Nutzschicht beim Parkett 1 oder 2 cm hat, weil kaum noch jemand in 100 Jahres-Dimensionen plant) in anderen (z.B. Blechdicke bei Regalen; Haltbarkeit von Möbeln aus Pressspan mit dünnem Furnier) nicht.

Wenn ich nun Fleisch immer billiger produziere, dann muss ich entweder an den Produktionskosten (zu Lasten des Tieres) sparen oder am Personal (zu Lasten des Menschen). Und inwieweit sich dann auch die Qualität des Produktes in der Frischeabteilung im Diskounter auswirkt, kann ich nicht qualifiziert beurteilen, aber mein (ganz subjektiver) Eindruck verheißt da nix Gutes (zu Lasten des Menschen).

Zitat von: Conina am 06. Juni 2013, 12:21:58
In wohlhabenden Gesellschaften sinkt der Anteil der Lebensmittelkosten an den Lebenshaltungskosten.
In der von mir zitierten Quelle geht es um den Anteil der Lebensmittelkosten im Verhältnis zu Konsumgütern. Nicht im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten insgesamt.

Und Edit findet: Ein Sinken der Lebensmittelkosten im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten könnte ebensogut bedeuten, dass sich andere Kosten (Miete, Strom, Heizkosten, Versicherungen usw.) entsprechend verteuern. Daraus einen Rückschluss auf den Reichtum in einer Gesellschaft zu ziehen finde ich sehr gewagt.

KranzFonz

Zitat von: sweeper am 06. Juni 2013, 12:27:34
Jeder so, wie er sich aus seiner subjektiven Lebensrealität heraus die Welt deutet.

Ich habe den Konjunktiv absichtlich verwendet und somit auch nichts gedeutet.

Zitat von: Landratte am 06. Juni 2013, 12:41:53
Zitat von: KranzFonz am 06. Juni 2013, 11:42:32
Mir ist nicht klar, wieso das auf längere Sicht zu Lasten des Menschen gehen sollte.

Ohne dass ich zu dieser These jetzt irgendeinen Nachweis hätte, habe ich die Erfahrung (auch aus der eigenen Berufstätigkeit im Handwerk) gemacht, dass eine Verbilligung von Produkten zu einer Verschlechterung der Qualität führt. In vielen Bereichen ist das irrelevant (egal, ob der Briefkasten 1 mm Edelstahl oder 1,2 mm dick ist; egal ob die Nutzschicht beim Parkett 1 oder 2 cm hat, weil kaum noch jemand in 100 Jahres-Dimensionen plant) in anderen (z.B. Blechdicke bei Regalen; Haltbarkeit von Möbeln aus Pressspan mit dünnem Furnier) nicht.

Wenn ich nun Fleisch immer billiger produziere, dann muss ich entweder an den Produktionskosten (zu Lasten des Tieres) sparen oder am Personal (zu Lasten des Menschen). Und inwieweit sich dann auch die Qualität des Produktes in der Frischeabteilung im Diskounter auswirkt, kann ich nicht qualifiziert beurteilen, aber mein (ganz subjektiver) Eindruck verheißt da nix Gutes (zu Lasten des Menschen).


Möbel und Nahrung kann man aber schlecht vergleichen. Möglicherweise ist es modern, seine Möbel öfter zu wechseln. Man könnte jetzt die Gegenthese vertreten, dass die Menschen in Zeiten des Kobe-Rinds und der von Medien angestachelten Nahrungsmittelskandale genauer auf die Fleisch-Qualität achten. Aber ich mag das garnicht beurteilen.

Ich vermute, dass eine Preissenkung sehr wahrscheinlich zu Lasten der Tiere gehen wird. Aber: Selbst das muss nicht zwingend so sein.

Zitat von: Landratte am 06. Juni 2013, 12:41:53
Daraus einen Rückschluss auf den Reichtum in einer Gesellschaft zu ziehen finde ich sehr gewagt.

Habe ich weder getan noch war es beabsichtigt. Da ist er wieder, der Konjunktiv.  ;)