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Autor Thema: Der Fall Mollath  (Gelesen 219645 mal)

P.G.

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Der Fall Mollath
« am: 07. Dezember 2012, 15:22:42 »
Hallo,

ich finde den Fall Mollath ja sehr interessant im Zusammenhang zur allgemeinen Entstehung von Verschwörungstheorien. Auch hier ist die Rede von übermächtigen Gegnern, die weder Kosten noch Mühe sparen und deren genaue Identität im Dunkeln liegen.
Wer"gegen" Mollath ist, ist Teil der Verschwörer oder gekauft. Wer "für" Mollath kämpft, unter denen sich offensichtlich auch einige Antipsychiatrietypen befinden, ist Kämpfer für die Wahrheit und die Menschenrechte.
Die ganze Berichterstattung erscheint mir voller Vorurteile und Suggestionen. Irgendwelche belastbaren Beweise fehlen, trotzdem scheinen sich alle schon sicher zu sein, dass da die Bankenmafia, die Psychiatriemafia und die Justizmafia eine riesen Verschwörung fahren um jemanden mundtot zu machen, der übrigens bemerkenswerterweise ja alles andere als mundtot zu sein scheint.


Belbo zwei

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #1 am: 07. Dezember 2012, 15:32:18 »
Wenn man sich gegen blinde Verschwörungsgläubigkeit ausspricht heisst das ja nicht das man selber glaubt es gäbe keine Manipulationen auf der Welt......
Wie immer mein Lieblingslink dazu...

http://www.antifaschismus2.de/index.php?option=com_content&view=article&id=245:was-ist-eine-verschwoerungstheorie-und-was-nicht&catid=63:ueber-verschwoerungsideologien&Itemid=99

Hier der aus meiner sicht bisher beste Artikel zu dem Fall (wie immer ist alles nciht so einfach wie es der VTler gern hätte wohl aber schon etwas seltsam gelaufen)
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fall-mollath-gefangen-in-weiss-blauem-filz-a-870264.html

Lustig ist, dass die Dame die ials Mollaths Frau gehandelt wird inzwischen zu unserem Klientel gehört  ;D

Ich kam im Jahr *** in ***** im Sternzeichen der Waage zur Welt. Mein beruflicher Werdegang führte mich zunächst in
eine deutschen Großbank, wo ich zwanzig Jahre lang im Anlagebereich beschäftigt war.
Die Zeit bei der Bank war lehrreich für mich, denn ich machte die Erfahrung, wie wichtig es ist, dass unser Körper, unser Geist und unsere Seele in Harmonie sind, um den Herausforderungen in Beruf, Familie und Partnerschaft gelassen begegnen zu können.
Das führte mich zur Begegnung mit Reiki, und ich begann mit Meditationstrainings. Mein Interesse war geweckt und deshalb absolvierte ich wenig später eine Ausbildung zur Geistheilung.

P.Stibbons

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #2 am: 07. Dezember 2012, 15:39:29 »
Drüben auf Gesundheitscheck läuft eine skurrile Diskussion dazu:

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2012/12/01/gustl-mollath-das-geld-und-die-psychiatrie/

bayle

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #3 am: 07. Dezember 2012, 16:08:42 »
Ich zitiere mal aus dem Belbo-Link:

Zitat
Und er hatte immer wieder behauptet, seine Frau und ihre Kollegen der HypoVereinsbank Nürnberg (HVB) seien in Schwarzgeldschiebereien in die Schweiz verwickelt.

Natürlich schließt das eine das andere nicht aus: er kann paranoid sein und recht haben. Aber die Wahrscheinlichkeit ist schon sehr gering.

Zitat
Gustl Mollath wurde seit 2005 oft untersucht. Von Ärzten der Psychiatrie, darunter durchaus renommierte Vertreter ihres Fachs. Sie kamen nach gründlichen Analysen zu dem Schluss, dass Mollath psychisch krank ist und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Die Gespräche zwischen Arzt und Patient sind außerordentlich genau dokumentiert. Die Gutachten schüren keineswegs den Verdacht, hier hätten Ärzte und Behörden geschlampt, um einen unbequemen Protestler aus dem Weg zu räumen. Immerhin gab es starke Indizien, dass Mollath sowohl für die Verletzungen seiner Frau als auch für die zerstochenen Reifen verantwortlich war. Da den Reifen erst bei der Fahrt langsam Luft entwich, hätte ein Unfall Menschenleben kosten können. Es gab eine Sammlung wirrer Briefe, die Mollath seinen Strafanzeigen an Staatsanwaltschaften und Steuerfahnder wegen der angeblichen Schwarzgelddelikte beigefügt hatte.


Für mich klingt das schon deutlich nach Nicht-Verschwörung, auch wenn es natürlich Verfahrensfehler gegeben haben kann.

Belbo zwei

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #4 am: 07. Dezember 2012, 16:28:03 »
Ja irgendwie klingt das nach einem Sonderling der zwar in einem Punkt recht hat aber dem nach der alten Methode "wer einmal spinnt dem glaubt man nicht" in die Mühlen der Justiz und der Psychatrie gekommen ist. Ob nun zu Recht oder nicht, wird man wahrscheinlich 100%ig gar nicht mehr rausbekommen können. Das es in so einer Situation besser ist mit den "Grosskopferten" vernetzt zu sein als sie vorher bekämpft zu haben ist wohl klar. Da hat natürlich keiner einen Finger gerührt.
In den ganzen Foren entwickelt sich das Ganze  in dem Augenblick zur Verschwörungstheorie indem wild spekuliert wird wer da alles wen bestochen und Gutachten gefälscht hat um den guten Gustl aus dem Verkehr zu ziehen. Wie meistens ist die Wahrheit viel banaler.

Scheinbar brauchen wir allerdings noch mindestens eine Kontrollebene (In Österreich gibt es z.B. den s.g. Bürgeranwalt) um so was verhindern zu können. Hoffentlich bleibt uns da als Instanz eine freihe unabhängige Presse möglichst lang erhalten....

P.G.

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #5 am: 07. Dezember 2012, 16:35:23 »

Hier der aus meiner sicht bisher beste Artikel zu dem Fall (wie immer ist alles nciht so einfach wie es der VTler gern hätte wohl aber schon etwas seltsam gelaufen)
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fall-mollath-gefangen-in-weiss-blauem-filz-a-870264.html

Lustig ist, dass die Dame die ials Mollaths Frau gehandelt wird inzwischen zu unserem Klientel gehört  ;D

Ich kam im Jahr *** in ***** im Sternzeichen der Waage zur Welt. Mein beruflicher Werdegang führte mich zunächst in
eine deutschen Großbank, wo ich zwanzig Jahre lang im Anlagebereich beschäftigt war.
Die Zeit bei der Bank war lehrreich für mich, denn ich machte die Erfahrung, wie wichtig es ist, dass unser Körper, unser Geist und unsere Seele in Harmonie sind, um den Herausforderungen in Beruf, Familie und Partnerschaft gelassen begegnen zu können.
Das führte mich zur Begegnung mit Reiki, und ich begann mit Meditationstrainings. Mein Interesse war geweckt und deshalb absolvierte ich wenig später eine Ausbildung zur Geistheilung.

Was meinst du denn mit "seltsam". Ich vermute du meinst "unüblich". Und genau das ist der Punkt. Hier wird ständig suggeriert in dem Fall wäre etwas "unüblich", ohne das klar ist was den nun eigentlich "üblich" ist.
Zum Beispiel der Richter. Ganz klar ein narzisstisches A., aber ist jeder Richter verdächtig, der in seinem Gerichtsaal rumschreit, nachdem der Angeklagte immer wieder von Dingen erzählt, von denen der Richter annimmt, dass diese mit dem derzeitig verhandelten Fall nichts zu tun haben?  Ich bin mir ziemlich sicher, das passiert jeden Tag in Deutschland.

Darüber hinaus müsste man wohl hunderte Stellen schaffen, um alle Hinweise zu überprüfen, die täglich an Behörden gesandt werden und die gleichen wirren und unübersichtlichen Gedanken, wie die von Mollath aufweisen. Und ich kenne solche Pamphlete aus meinem Job...

Onkel Heinz

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #6 am: 07. Dezember 2012, 16:35:50 »
Was den Fall möglicherweise bei P.G. in VT-Nähe rückt, mag an der Ministerin liegen, die sich augenscheinlich – vorsichtig ausgedrückt – schwierig verhält.
Für mich sieht das aber eher nach dem Schema aus, das wir in den letzten Jahren öfters in der politischen Riege bewundern durften.

40_Fieber

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  • Beiträge: 647
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #7 am: 07. Dezember 2012, 16:40:49 »
Zumindest kann man eines schonmal ziemlich sicher sagen. Mollath hat seine Frau wahrscheinlich nicht gewürgt und verprügelt.

Warum nicht? Bitte genau hinsehen:

Zitat
Am 12.08.2001 schlug der Angeklagte in der gemeinsamen Wohnung, Volbehrstaße 4 in 90491 Nürnberg seiner Ehefrau ohne Grund mindestens 20 Mal mit beiden Fäusten auf den gesamten Körper. Außerdem biss er sie derart kräftig in den Arm, dass von der blutenden Bisswunde noch heute eine Narbe zu sehen ist. Zudem brachte der Angeklagte seine Frau zu Boden, setzte sich auf sie und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Als seine Ehefrau wehrlos am Boden lag, trat er ihr mindestens dreimal mit den Füßen, an denen er kein festes Schuhwerk, sondern Hausschuhe oder Mokassins trug, gegen die untere Körperhälfte. Erst dann ließ er ab von ihr. Diese kam in der Folgezeit auf dem Boden liegend wieder zu sich. Petra Müller erlitt durch die Misshandlungen des Angeklagten eine Prellmarke und ein Hämatom an der rechten Schläfe von 3x5 cm Durchmesser, großflächige, zirkuläre handbreite Hämatome an beiden Oberarmen, großflächig konfluierende Hämatome , zirkulär an beiden Unterschenkeln, fleckförmige Hämatome am linken Oberschenkel (etwa 5x5 cm) und im Bereich des Beckenkamms. Würgemale am Hals unterhalb des Kehlkopfs zentral-medial, Bisswunde am rechten Ellenbogen mit Abdruck von Ober- und Unterkiefer sowie Kopfschmerzen und Druckschmerzen über den beschriebenen Hämatomen.

P.Stibbons

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #8 am: 07. Dezember 2012, 16:43:23 »
Hier sind die Umstände ausführlich amtlich protokolliert:

http://www.gustl-for-help.de/download/2006-08-08-Mollath-Urteil-Landgericht.pdf

Das haben wir aber drüben auf Gesundheitscheck alles schon mal durch - vielleicht daher besser erst mal die Blogkommentare lesen.

Wikipedia hat auch sehr viele Quellen dazu.

Belbo zwei

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #9 am: 07. Dezember 2012, 16:45:17 »

Hier der aus meiner sicht bisher beste Artikel zu dem Fall (wie immer ist alles nciht so einfach wie es der VTler gern hätte wohl aber schon etwas seltsam gelaufen)
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fall-mollath-gefangen-in-weiss-blauem-filz-a-870264.html

Lustig ist, dass die Dame die ials Mollaths Frau gehandelt wird inzwischen zu unserem Klientel gehört  ;D

Ich kam im Jahr *** in ***** im Sternzeichen der Waage zur Welt. Mein beruflicher Werdegang führte mich zunächst in
eine deutschen Großbank, wo ich zwanzig Jahre lang im Anlagebereich beschäftigt war.
Die Zeit bei der Bank war lehrreich für mich, denn ich machte die Erfahrung, wie wichtig es ist, dass unser Körper, unser Geist und unsere Seele in Harmonie sind, um den Herausforderungen in Beruf, Familie und Partnerschaft gelassen begegnen zu können.
Das führte mich zur Begegnung mit Reiki, und ich begann mit Meditationstrainings. Mein Interesse war geweckt und deshalb absolvierte ich wenig später eine Ausbildung zur Geistheilung.

Was meinst du denn mit "seltsam". Ich vermute du meinst "unüblich". Und genau das ist der Punkt. Hier wird ständig suggeriert in dem Fall wäre etwas "unüblich", ohne das klar ist was den nun eigentlich "üblich" ist.
Zum Beispiel der Richter. Ganz klar ein narzisstisches A., aber ist jeder Richter verdächtig, der in seinem Gerichtsaal rumschreit, nachdem der Angeklagte immer wieder von Dingen erzählt, von denen der Richter annimmt, dass diese mit dem derzeitig verhandelten Fall nichts zu tun haben?  Ich bin mir ziemlich sicher, das passiert jeden Tag in Deutschland.

Darüber hinaus müsste man wohl hunderte Stellen schaffen, um alle Hinweise zu überprüfen, die täglich an Behörden gesandt werden und die gleichen wirren und unübersichtlichen Gedanken, wie die von Mollath aufweisen. Und ich kenne solche Pamphlete aus meinem Job...

Wie im nächsten Beitrag geschrieben, ganz banal es kommt eins zum anderen........

Ratiomania

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #10 am: 07. Dezember 2012, 16:47:52 »
Zumindest kann man eines schonmal ziemlich sicher sagen. Mollath hat seine Frau wahrscheinlich nicht gewürgt und verprügelt.

Warum nicht? Bitte genau hinsehen:

Zitat
Am 12.08.2001 schlug der Angeklagte in der gemeinsamen Wohnung, Volbehrstaße 4 in 90491 Nürnberg seiner Ehefrau ohne Grund mindestens 20 Mal mit beiden Fäusten auf den gesamten Körper. Außerdem biss er sie derart kräftig in den Arm, dass von der blutenden Bisswunde noch heute eine Narbe zu sehen ist. Zudem brachte der Angeklagte seine Frau zu Boden, setzte sich auf sie und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Als seine Ehefrau wehrlos am Boden lag, trat er ihr mindestens dreimal mit den Füßen, an denen er kein festes Schuhwerk, sondern Hausschuhe oder Mokassins trug, gegen die untere Körperhälfte. Erst dann ließ er ab von ihr. Diese kam in der Folgezeit auf dem Boden liegend wieder zu sich. Petra Müller erlitt durch die Misshandlungen des Angeklagten eine Prellmarke und ein Hämatom an der rechten Schläfe von 3x5 cm Durchmesser, großflächige, zirkuläre handbreite Hämatome an beiden Oberarmen, großflächig konfluierende Hämatome , zirkulär an beiden Unterschenkeln, fleckförmige Hämatome am linken Oberschenkel (etwa 5x5 cm) und im Bereich des Beckenkamms. Würgemale am Hals unterhalb des Kehlkopfs zentral-medial, Bisswunde am rechten Ellenbogen mit Abdruck von Ober- und Unterkiefer sowie Kopfschmerzen und Druckschmerzen über den beschriebenen Hämatomen.

Ein "Finde-den-Fehler"? SOrry ich konnte ihn nicht finden =(

Onkel Heinz

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #11 am: 07. Dezember 2012, 16:48:52 »
Zumindest kann man eines schonmal ziemlich sicher sagen. Mollath hat seine Frau wahrscheinlich nicht gewürgt und verprügelt.

Warum nicht? Bitte genau hinsehen:

Zitat
Am 12.08.2001 schlug der Angeklagte in der gemeinsamen Wohnung, Volbehrstaße 4 in 90491 Nürnberg seiner Ehefrau ohne Grund mindestens 20 Mal mit beiden Fäusten auf den gesamten Körper. Außerdem biss er sie derart kräftig in den Arm, dass von der blutenden Bisswunde noch heute eine Narbe zu sehen ist. Zudem brachte der Angeklagte seine Frau zu Boden, setzte sich auf sie und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Als seine Ehefrau wehrlos am Boden lag, trat er ihr mindestens dreimal mit den Füßen, an denen er kein festes Schuhwerk, sondern Hausschuhe oder Mokassins trug, gegen die untere Körperhälfte. Erst dann ließ er ab von ihr. Diese kam in der Folgezeit auf dem Boden liegend wieder zu sich. Petra Müller erlitt durch die Misshandlungen des Angeklagten eine Prellmarke und ein Hämatom an der rechten Schläfe von 3x5 cm Durchmesser, großflächige, zirkuläre handbreite Hämatome an beiden Oberarmen, großflächig konfluierende Hämatome , zirkulär an beiden Unterschenkeln, fleckförmige Hämatome am linken Oberschenkel (etwa 5x5 cm) und im Bereich des Beckenkamms. Würgemale am Hals unterhalb des Kehlkopfs zentral-medial, Bisswunde am rechten Ellenbogen mit Abdruck von Ober- und Unterkiefer sowie Kopfschmerzen und Druckschmerzen über den beschriebenen Hämatomen.

Ich auch nicht… bringst du Licht ins Dunkel?

Belbo zwei

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #12 am: 07. Dezember 2012, 16:50:48 »
Zumindest kann man eines schonmal ziemlich sicher sagen. Mollath hat seine Frau wahrscheinlich nicht gewürgt und verprügelt.

Warum nicht? Bitte genau hinsehen:

Zitat
Am 12.08.2001 schlug der Angeklagte in der gemeinsamen Wohnung, Volbehrstaße 4 in 90491 Nürnberg seiner Ehefrau ohne Grund mindestens 20 Mal mit beiden Fäusten auf den gesamten Körper. Außerdem biss er sie derart kräftig in den Arm, dass von der blutenden Bisswunde noch heute eine Narbe zu sehen ist. Zudem brachte der Angeklagte seine Frau zu Boden, setzte sich auf sie und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Als seine Ehefrau wehrlos am Boden lag, trat er ihr mindestens dreimal mit den Füßen, an denen er kein festes Schuhwerk, sondern Hausschuhe oder Mokassins trug, gegen die untere Körperhälfte. Erst dann ließ er ab von ihr. Diese kam in der Folgezeit auf dem Boden liegend wieder zu sich. Petra Müller erlitt durch die Misshandlungen des Angeklagten eine Prellmarke und ein Hämatom an der rechten Schläfe von 3x5 cm Durchmesser, großflächige, zirkuläre handbreite Hämatome an beiden Oberarmen, großflächig konfluierende Hämatome , zirkulär an beiden Unterschenkeln, fleckförmige Hämatome am linken Oberschenkel (etwa 5x5 cm) und im Bereich des Beckenkamms. Würgemale am Hals unterhalb des Kehlkopfs zentral-medial, Bisswunde am rechten Ellenbogen mit Abdruck von Ober- und Unterkiefer sowie Kopfschmerzen und Druckschmerzen über den beschriebenen Hämatomen.

Ich auch nicht… bringst du Licht ins Dunkel?

Ist das ein Zitat aus einem Krankenhausbericht oder die Aufnahme einer anzeige Monate nach dem Vorfall?

Ratiomania

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #13 am: 07. Dezember 2012, 16:51:53 »
[...]

Ich auch nicht… bringst du Licht ins Dunkel?

Vielleicht sind es ja Details die nicht passen.

Ich rate jetz einfach mal:

Würgemale am Hals unterhalb des Kehlkopfs zentral-medial
passen nicht zur Bewusstlosigkeit, da man woanders würgen muss um die Blutzufuhr zum Kopf zu verhindern?

Bzw sowa sein atypische Schadensaufkommen für Bewusstlosigkeit wäre?

40_Fieber

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  • Beiträge: 647
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #14 am: 07. Dezember 2012, 16:58:25 »
Das ist aus dem Gerichtsurteil und angeblich das Attest der Ärztin,

Gerne: Die Verletzungen sagen, daß die Frau sich nicht gewehrt haben kann, oder das Ding gefälscht ist.

Blaue Flecken an den Oberarmen? Was hält man vor das Gesicht, wenn einen jemand schlagen will? Nicht die Oberarme sondern zuallererst die Unterarme.

Ein medial-zentrales Würgemal? Wie macht man das? Mit einem Finger im BDSM-Studio?

Keine Verletzungen am Körper? Der hat mit ihr gekämpft um sie zu Boden zu würgen.

Die Ärztin gibt im Stern an, sie könne sich an keine Frau Mollath mit Ehestreitigkeiten erinnern. Sie wurde auch nicht als Zeugin vernommen.

Ein Rechtsmediziner kommt im ganzen Verfahren nicht vor. Nicht mal der Biß - der angeblich noch zu sehen gewesen ist - wurde mit den Zähnen des Angeklagten verglichen. Das ist schon außerordentlich ungewöhnlich...
Sein Pflichtverteidiger hat nichts unternommen, daß sich das ändert.

Und wenn Mollath keine Körperverletzung begangen hat, sitzt er zu Unrecht in der Psychiatrie - egal ob er einen Wahn hat oder nicht. In Deutschland darf man einen Wahn haben.