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Autor Thema: Der Fall Mollath  (Gelesen 222213 mal)

gesine2

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #30 am: 07. Dezember 2012, 20:10:21 »
Zitat
Link zum Donaukurier geht ins Leere
Erstaunlich, bayle, hier fluppt er.

Wie wäre es denn zB mit der Legal Tribune? Ist zumindest für die (wie üblich) vielerorts zu lesenden gemutmaßten bis konfabulierten Generalvorwürfe á la 'Unangepaßte werden in die Klapse abgeschoben' imho reichlich peinlich, daß die Staatsanwaltschaft den Wiederaufnahmeantrag stellt.
_____________________
ne schöne jrooß, gesine2

40_Fieber

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #31 am: 07. Dezember 2012, 21:00:53 »
Ich bin kein Rechtsmediziner, aber: mit dem Daumen? „Beim beidhändigem Würgen von vorn liegen die Daumen etwa vorn in Halsmitte …“ (Dürwald W: Gerichtliche Medizin, Leipzig 1981, S. 171)

Deswegen meinte ich: BDSM-Studio. Da klappt das wahrscheinlich. Also Mollath würgte beidhändig die Drosselgrube (da unten würgt es sich furchtbar schlecht und man braucht reichlich Kraft). Die Frau vermöbelt Mollath brutal, weil sich das keiner so leicht gefallen läßt, ihre Unterarme tragen dennoch keinen Verletzungen davon. Mollath kann sich nicht wehren, weil er ja würgt. Der Druck ist gewaltig und nur in der Drosselgrube bleibt eine Spur und der Druck an der Seite hinterläßt nichts?

http://books.google.de/books?id=ptT-p3prax4C&pg=PA780&lpg=PA780&dq=Beim+beidh%C3%A4ndigen+W%C3%BCrgen+von+vorn+liegen+die+Daumen+etwa+vorn+in+Halsmitte&source=bl&ots=CLYKXebqzs&sig=szENACo95B2J7udcXPfvaqOjGgM&hl=de&sa=X&ei=exrCUNOjLsvEtAa5_ICwDg&ved=0CD0Q6AEwAg#v=onepage&q=Beim%20beidh%C3%A4ndigen%20W%C3%BCrgen%20von%20vorn%20liegen%20die%20Daumen%20etwa%20vorn%20in%20Halsmitte&f=false


Wäre Schwenn der Verteidiger gewesen, wäre das anders gelaufen.... Die unbeschädigten Unterarme sind nicht möglich.

Zitat
Und wenn Du recht hättest, was war nochmal mit den Reifen? Im Übrigen finde ich Deine Wortwahl, nun, unglücklich. Man sitzt nicht in der Psychiatrie.

Sowohl Frau als auch Herr Mollath kannten beide die Reifenbesitzer. Beweise gibt es keine - nur Indizien.

Doch Mollath sitzt in der Psychiatrie. Behandlung hat er keine und geschäftsfähig ist er auch nicht. Mal abgesehen davon, daß man einmal erlebt haben muß, was Freiheitsentzug bedeutet. Das ist für die Betroffenen schwer verstörend. Zumal sie - im Gegensatz zu Knast - nicht wissen, ob sie je raus kommen. Der Europäische Gerichtshof findet das auch gar nicht witzig.

Zitat
Ich bin noch nicht in den Fall eingedrungen, aber wenn es „wirre Schriftstücke“ von Mollath gibt, dann haben sie sicher eine hohe Überzeugungskraft als Anscheinsbeweis, für Fachleute wie für Laien. So etwas sieht man in der Praxis öfter mal. Der Kontrast zwischen dem, was der Kranke für wahr hält und dem, was man aus solchen Schriften nun wirklich herauslesen kann, ist oft grotesk. Außerdem lassen sich formale Denkstörungen, die differentialdiagnostisch bedeutsam sind, häufig gut erkennen.

Das ist aber nicht die Frage, denn jeder darf so viel wahnen wie er mag. Wobei es auch genug Leute gibt, die nicht wahnen und trotzdem wirr schreiben, was schlicht an einem schlechten Sprachgefühl liegen kann. Nicht jedem gelingt eine logische Linie in seinen Schriftstücken.

Zitat
Im Übrigen: wäre schön, wenn Du mehr Quellen angeben könntest. Dein Link zum Donaukurier geht ins Leere (zumindest für mich).

Der geht doch.

bayle

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #32 am: 07. Dezember 2012, 22:03:33 »
Ich bin kein Rechtsmediziner, aber: mit dem Daumen? „Beim beidhändigem Würgen von vorn liegen die Daumen etwa vorn in Halsmitte …“ (Dürwald W: Gerichtliche Medizin, Leipzig 1981, S. 171)

Deswegen meinte ich: BDSM-Studio. Da klappt das wahrscheinlich. Also Mollath würgte beidhändig die Drosselgrube (da unten würgt es sich furchtbar schlecht und man braucht reichlich Kraft). Die Frau vermöbelt Mollath brutal, weil sich das keiner so leicht gefallen läßt, ihre Unterarme tragen dennoch keinen Verletzungen davon. Mollath kann sich nicht wehren, weil er ja würgt. Der Druck ist gewaltig und nur in der Drosselgrube bleibt eine Spur und der Druck an der Seite hinterläßt nichts?
Entschuldige: von Deiner Erwiderung wird nichts, aber auch gar nichts klarer. Was heißt „da unten“ (vgl. Abb. 12-46 aus Deiner Quelle)? „Die Frau vermöbelt Mollath brutal“ - Wessen Unterarme müssen Abwehrverletzungen aufweisen? Übrigens soll Mollath gesagt haben, er habe sich wehren müssen – m. a. W. tätliche Auseinandersetzungen werden auch von ihm selbst nicht bestritten. Wie sie nun im Einzelnen abgelaufen sind: ich verstehe es nicht, aber Du auch nicht. Es wäre müßig, wenn wir uns bei unserem geringen Sachverstand weiter über diese Frage stritten (ich unterstelle einfach mal, dass auch Du kein Rechtsmediziner bist).

Zitat
Wobei es auch genug Leute gibt, die nicht wahnen und trotzdem wirr schreiben, was schlicht an einem schlechten Sprachgefühl liegen kann. Nicht jedem gelingt eine logische Linie in seinen Schriftstücken.

Eine formale Denkstörung ist etwas anderes als eine fehlende Logik.
http://de.wikipedia.org/wiki/Denkst%C3%B6rung


OT: der Link führt bei mir zu folgender Meldung:
Zitat
Es ist ein Fehler aufgetreten
 
Sehr geehrter Nutzer, sehr geehrte Nutzerin,

Die angegebene Seite konnte nicht dargestellt werden. Kontrollieren Sie bitte die angegebene URL auf eventuelle Schreibfehler. Wenn Sie direkt auf ein bestimmtes Ressort zugreifen möchten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

P.G.

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #33 am: 07. Dezember 2012, 22:05:05 »
Ich bin kein Rechtsmediziner, aber: mit dem Daumen? „Beim beidhändigem Würgen von vorn liegen die Daumen etwa vorn in Halsmitte …“ (Dürwald W: Gerichtliche Medizin, Leipzig 1981, S. 171)

Deswegen meinte ich: BDSM-Studio. Da klappt das wahrscheinlich. Also Mollath würgte beidhändig die Drosselgrube (da unten würgt es sich furchtbar schlecht und man braucht reichlich Kraft). Die Frau vermöbelt Mollath brutal, weil sich das keiner so leicht gefallen läßt, ihre Unterarme tragen dennoch keinen Verletzungen davon. Mollath kann sich nicht wehren, weil er ja würgt. Der Druck ist gewaltig und nur in der Drosselgrube bleibt eine Spur und der Druck an der Seite hinterläßt nichts?

http://books.google.de/books?id=ptT-p3prax4C&pg=PA780&lpg=PA780&dq=Beim+beidh%C3%A4ndigen+W%C3%BCrgen+von+vorn+liegen+die+Daumen+etwa+vorn+in+Halsmitte&source=bl&ots=CLYKXebqzs&sig=szENACo95B2J7udcXPfvaqOjGgM&hl=de&sa=X&ei=exrCUNOjLsvEtAa5_ICwDg&ved=0CD0Q6AEwAg#v=onepage&q=Beim%20beidh%C3%A4ndigen%20W%C3%BCrgen%20von%20vorn%20liegen%20die%20Daumen%20etwa%20vorn%20in%20Halsmitte&f=false


Wäre Schwenn der Verteidiger gewesen, wäre das anders gelaufen.... Die unbeschädigten Unterarme sind nicht möglich.

Zitat
Und wenn Du recht hättest, was war nochmal mit den Reifen? Im Übrigen finde ich Deine Wortwahl, nun, unglücklich. Man sitzt nicht in der Psychiatrie.

Sowohl Frau als auch Herr Mollath kannten beide die Reifenbesitzer. Beweise gibt es keine - nur Indizien.

Doch Mollath sitzt in der Psychiatrie. Behandlung hat er keine und geschäftsfähig ist er auch nicht. Mal abgesehen davon, daß man einmal erlebt haben muß, was Freiheitsentzug bedeutet. Das ist für die Betroffenen schwer verstörend. Zumal sie - im Gegensatz zu Knast - nicht wissen, ob sie je raus kommen. Der Europäische Gerichtshof findet das auch gar nicht witzig.

Zitat
Ich bin noch nicht in den Fall eingedrungen, aber wenn es „wirre Schriftstücke“ von Mollath gibt, dann haben sie sicher eine hohe Überzeugungskraft als Anscheinsbeweis, für Fachleute wie für Laien. So etwas sieht man in der Praxis öfter mal. Der Kontrast zwischen dem, was der Kranke für wahr hält und dem, was man aus solchen Schriften nun wirklich herauslesen kann, ist oft grotesk. Außerdem lassen sich formale Denkstörungen, die differentialdiagnostisch bedeutsam sind, häufig gut erkennen.

Das ist aber nicht die Frage, denn jeder darf so viel wahnen wie er mag. Wobei es auch genug Leute gibt, die nicht wahnen und trotzdem wirr schreiben, was schlicht an einem schlechten Sprachgefühl liegen kann. Nicht jedem gelingt eine logische Linie in seinen Schriftstücken.

Zitat
Im Übrigen: wäre schön, wenn Du mehr Quellen angeben könntest. Dein Link zum Donaukurier geht ins Leere (zumindest für mich).

Der geht doch.

Du implizierst, dass praktisch alle Opfer häuslicher Gewalt  Verletzungen an den Unterarmen aufweisen müssen. Ist das nicht der Fall wurde zwangsläufig in bösartiger Absicht über die Tat gelogen. Ist das realistisch?
Im weiteren sind im Attest Verletzungen dokumentiert. Der Umkehrschluss, dass die Unterarme deshalb vollkommen unverletzt sind, ist unzulässig.


40_Fieber

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #34 am: 07. Dezember 2012, 23:46:39 »
Du implizierst, dass praktisch alle Opfer häuslicher Gewalt  Verletzungen an den Unterarmen aufweisen müssen.

Wo steht das? Ich sage: Diese Verletzungen passen nicht zum Hergang der Tat. Es gibt keinen Gesunden, der sich nicht heftig wehrt, wenn man ihn würgt. Luftnot ist der schlimmste Reiz. Die Kriterien, wann eine Selbstverletzung in Frage kommt, lauten: Vorwiegend oberflächliche Verletzungen; symmetrische Verteilung oder eine Verteilung, die mit der eigenen Hand erreichbar ist; multiple Verletzungen an der selben Stelle; Aussparung sensibler Körperteile; das Fehlen von Abwehrverletzungen. Dieses Zeug hab ich nicht gemacht, sondern Rechtsmediziner.

Zitat
Ist das nicht der Fall wurde zwangsläufig in bösartiger Absicht über die Tat gelogen. Ist das realistisch?
Im weiteren sind im Attest Verletzungen dokumentiert. Der Umkehrschluss, dass die Unterarme deshalb vollkommen unverletzt sind, ist unzulässig.

Du verstehst das nicht. Komm mal auf die andere Seite: Richter und Verteidiger.

Der Richter sollte zunächst mal annehmen, daß der Angeklagte unschuldig ist.

Der Verteidiger hat üblicherweise die Aufgabe den Angeklagten da heraus zu holen. Psychiatrie will ein Verteidiger gleich gar nicht. Dann schon lieber kurzer Knastaufenthalt + Bewährung.

Jetzt sieht der Verteidiger dieses schlampige/unschlüssige Attest, das schon deshalb auffällt, weil es fast ein Jahr später ausgestellt wurde und keine Abwehrverletzungen enthält. Der Angeklagte bestreitet seine Frau geschlagen zu haben. Was wird der Verteidiger wohl erst mal tun? Dieser Verteidiger tat gar nichts.

Was macht ein schlauer Verteidiger, wie Schwenn? Er nimmt das seltsame Ding auseinander. Folge ist: Kachelmann kommt frei, Mollath sitzt.

Die Frau sagt im Prozess, der Zahnabdruck sei noch sichtbar. Der Verteidiger tut wieder nichts. Warum nicht?

Wieviel Leute kennst Du in Deinem Umkreis, die eine totale Gurke im Job sind? Und wen suchst Du aus, wenn Du eine totale Gurke brauchst? Zugewiesen wurde diese Gurke vom Richter. Wieviele Gurken kennt erst so ein alter Richter, der sie täglich sieht? Der Richter ist nun wegen Befangenheit ins Visier der Verfolgung geraten. Er hat auf dem kleinen Dienstweg die Steuerfahndung aufgehalten:

http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/bayern/art11994,2383458


Nichts desto trotz (und egal wer Schuld ist) kann man daran erkennen, daß ein Attest in so einem Fall so genau wie möglich sein muß, denn dieses Attest wäre bei keinem halbwegs gewieften Strafverteidiger so einfach durchgerutscht, wenn der Angeklagte die Tat leugnet und von der Frau eine entsprechend verdächtige Drohung ausgestoßen wurde.

Ich glaube übrigens nicht an eine Verschwörung. Aber ich glaube, daß der Richter nicht nur ein Schreihals ist, sondern womöglich Interessen hatte. Und dann ist man schon sehr nahe am Fall, der in Frankfurt abgelaufen ist:

http://www.stern.de/politik/deutschland/steuerfahndung-frankfurt-eiskalt-abserviert-649420.html

Und wenn die Frau tatsächlich Schwarzgeld verschoben hat - was sie wohl laut Hypovereinsbank hat - dann hat auch sie handfeste Interessen komische Dinge zu tun. Oder etwa nicht?


Belbo zwei

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #35 am: 08. Dezember 2012, 00:43:53 »
Du implizierst, dass praktisch alle Opfer häuslicher Gewalt  Verletzungen an den Unterarmen aufweisen müssen.

Wo steht das? Ich sage: Diese Verletzungen passen nicht zum Hergang der Tat. Es gibt keinen Gesunden, der sich nicht heftig wehrt, wenn man ihn würgt. Luftnot ist der schlimmste Reiz. Die Kriterien, wann eine Selbstverletzung in Frage kommt, lauten: Vorwiegend oberflächliche Verletzungen; symmetrische Verteilung oder eine Verteilung, die mit der eigenen Hand erreichbar ist; multiple Verletzungen an der selben Stelle; Aussparung sensibler Körperteile; das Fehlen von Abwehrverletzungen. Dieses Zeug hab ich nicht gemacht, sondern Rechtsmediziner.

Zitat
Ist das nicht der Fall wurde zwangsläufig in bösartiger Absicht über die Tat gelogen. Ist das realistisch?
Im weiteren sind im Attest Verletzungen dokumentiert. Der Umkehrschluss, dass die Unterarme deshalb vollkommen unverletzt sind, ist unzulässig.

Du verstehst das nicht. Komm mal auf die andere Seite: Richter und Verteidiger.

Der Richter sollte zunächst mal annehmen, daß der Angeklagte unschuldig ist.

Der Verteidiger hat üblicherweise die Aufgabe den Angeklagten da heraus zu holen. Psychiatrie will ein Verteidiger gleich gar nicht. Dann schon lieber kurzer Knastaufenthalt + Bewährung.

Jetzt sieht der Verteidiger dieses schlampige/unschlüssige Attest, das schon deshalb auffällt, weil es fast ein Jahr später ausgestellt wurde und keine Abwehrverletzungen enthält. Der Angeklagte bestreitet seine Frau geschlagen zu haben. Was wird der Verteidiger wohl erst mal tun? Dieser Verteidiger tat gar nichts.

Was macht ein schlauer Verteidiger, wie Schwenn? Er nimmt das seltsame Ding auseinander. Folge ist: Kachelmann kommt frei, Mollath sitzt.

Die Frau sagt im Prozess, der Zahnabdruck sei noch sichtbar. Der Verteidiger tut wieder nichts. Warum nicht?

Wieviel Leute kennst Du in Deinem Umkreis, die eine totale Gurke im Job sind? Und wen suchst Du aus, wenn Du eine totale Gurke brauchst? Zugewiesen wurde diese Gurke vom Richter. Wieviele Gurken kennt erst so ein alter Richter, der sie täglich sieht? Der Richter ist nun wegen Befangenheit ins Visier der Verfolgung geraten. Er hat auf dem kleinen Dienstweg die Steuerfahndung aufgehalten:

http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/bayern/art11994,2383458


Nichts desto trotz (und egal wer Schuld ist) kann man daran erkennen, daß ein Attest in so einem Fall so genau wie möglich sein muß, denn dieses Attest wäre bei keinem halbwegs gewieften Strafverteidiger so einfach durchgerutscht, wenn der Angeklagte die Tat leugnet und von der Frau eine entsprechend verdächtige Drohung ausgestoßen wurde.

Ich glaube übrigens nicht an eine Verschwörung. Aber ich glaube, daß der Richter nicht nur ein Schreihals ist, sondern womöglich Interessen hatte. Und dann ist man schon sehr nahe am Fall, der in Frankfurt abgelaufen ist:

http://www.stern.de/politik/deutschland/steuerfahndung-frankfurt-eiskalt-abserviert-649420.html

Und wenn die Frau tatsächlich Schwarzgeld verschoben hat - was sie wohl laut Hypovereinsbank hat - dann hat auch sie handfeste Interessen komische Dinge zu tun. Oder etwa nicht?

Tu Dir doch mal einen Gefallen und beantworte mal Deine ganzen rhetorischen Fragen mit den Aussagen die dahinter steckten.

40_Fieber

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #36 am: 08. Dezember 2012, 01:33:06 »
Wenn man sich gegen blinde Verschwörungsgläubigkeit ausspricht heisst das ja nicht das man selber glaubt es gäbe keine Manipulationen auf der Welt......

Wen interessiert überhaupt, was die Scientologen machen? Es stellt ja auch niemand die Prüfung oder Kritik einzelner Medikamente ein, weil Scientology Medikamente pauschal ablehnt. Gehts noch? Dann tanzt man ja nach der Nase von Scientology.
Das muß man schon alles selbst machen. Eine Gratismeinung, die sich nur daraus generiert was Scientology nicht tut gibt es nicht. Man muß das selbst ansehen, bewerten und dann mag man eine Meinung haben. Die wird sich sicher auch daraus speisen, was man persönlich für Erfahrungen mit Psychiatern gemacht hat und in wiefern man sich sowas vorstellen kann. Ich kann mir das vorstellen. Aber diese Meinung ist ja legitim. Psychiater sind genauso gut oder schlecht wie andere Ärzte auch.

Ich kenne eine recht gute Psychiaterin, die debattiert das Thema Psychiatrie und Zwang sehr genau. Und sie hat Recht. Freiheitsentzug ist was sehr Ernstes. Es ist traumatisch für diejenigen, denen es passiert und es ist allermeist sehr viel schwerer einen Erfolg zu erzielen. Andererseits kann er lebensrettend sein. Wenn aber der Patient nur die Wahl hat mit Gespräch eingebuchtet zu werden und ohne Gespräch auch, wird es eher dubios. Dann muß man sich nämlich überlegen, was ein Arzt mit dem Patienten überhaupt will. Für den kann er nämlich nichts tun, außer dem Staat einen Ersatzknast zu liefern, den der Staat selbst aus juristischen Gründen nicht betreiben darf. Ist das wirklich eine ärztliche Aufgabe?
Diese Überlegung ist jetzt nicht gut für die Restwelt. Man sollte dennoch mal mit der ärztlichen Ethik abgleichen, ob das denn so sein darf.

Belbo zwei

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #37 am: 08. Dezember 2012, 01:37:58 »
...tut  mir leid ich versteheden Zusammenhang nicht.

bayle

  • Gast
Re: Der Fall Mollath
« Antwort #38 am: 08. Dezember 2012, 01:41:51 »
Tut mir leid, 40_Fieber, aber ich habe nicht das Gefühl, dass Du eine genaue Vorstellung von dem Thema hast, welches Du anschneidest, und welches mit dem Ausgangspunkt nur noch eine sehr lockere Verbindung hat.

40_Fieber

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #39 am: 08. Dezember 2012, 02:00:17 »
Tu Dir doch mal einen Gefallen und beantworte mal Deine ganzen rhetorischen Fragen mit den Aussagen die dahinter steckten.

Nein, dann bringt das ja nichts mehr. Ich stelle genauso Fragen bei Mollath. Die sind hier allerdings schon alle gebracht worden, standen aber so etwas einsam und sehr überzeugt.

Faktisch kann aber keiner überzeugt sein.

Das Attest überzeugt mich jedoch wirklich nicht.



Belbo zwei

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #40 am: 08. Dezember 2012, 02:03:24 »
Tu Dir doch mal einen Gefallen und beantworte mal Deine ganzen rhetorischen Fragen mit den Aussagen die dahinter steckten.

Nein, dann bringt das ja nichts mehr. Ich stelle genauso Fragen bei Mollath. Die sind hier allerdings schon alle gebracht worden, standen aber so etwas einsam und sehr überzeugt.

Faktisch kann aber keiner überzeugt sein.

Das Attest überzeugt mich jedoch wirklich nicht.


....ich kann da nur noch mal auf meinen VT-link verweisen (das antifaschismusteil) wenn Du Fakten hast und Dir daraus eine Meinung bildest benenne sie halt, diese Frage Nummer führt zu einer "wem nutzt es" Diskussion...

40_Fieber

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #41 am: 08. Dezember 2012, 02:51:54 »
....ich kann da nur noch mal auf meinen VT-link verweisen (das antifaschismusteil) wenn Du Fakten hast und Dir daraus eine Meinung bildest benenne sie halt, diese Frage Nummer führt zu einer "wem nutzt es" Diskussion...

Belbo, das mißverstehst Du. Ich kann keine Fragen beantworten, die in diesem Vorgang nicht gestellt wurden. Ich erwähne sie WEIL sie nicht gestellt wurden. Und weil sie wichtig sind, habe ich sie eingereicht, aber beantworten kann ich sie nicht. Wem die letztlich nutzen, weiß ich nicht.

Was mir bei Mollath auffällt ist, daß er schwierige Dinge sehr kurz und wenig genau beschreibt. Z.B. den Besuch seiner Frau bei der Ärztin. Das kann aber nun auch alle möglichen Gründe haben: Von Verdrängung unangenehmer Tage, dem Rat eines Anwalts, bis hin zur Schuld.

Ansonsten bin ich der Meinung, daß man einen psychisch abweichenden Intensivtäter, der sich nicht therapieren läßt, nicht anders behandeln sollte als einen anderen Intensivtäter. Wozu? Ich erinnere mich da an einen U-Bahnschläger, der mehrfach wegen  Körperverletzung  vor Gericht stand, milde Strafen bekam und zum Schluß jemanden tot schlug. Gerecht ist das nicht unbedingt. Das ist aber lediglich meine allgemeine Meinung zu diesem Themenkomplex. Mir gefällt es einfach nicht, wenn Ärzte mit einem Gutachten längere Strafen verhängen können als ein Richter es je könnte.

40_Fieber

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #42 am: 08. Dezember 2012, 04:22:24 »
http://www.spiegel.de/spiegel/a-597554.html

Mit dem habe ich mich vor Jahren sehr lange beschäftigt und hatte auch Kontakt zum Psychiater. Der hat mich rundheraus angelogen, als ich ihn engagiert mit Klauen und Zähnen gegen die KVPM verteidigt habe und mich benutzt. Wie sag ich jetzt nicht, sonst gehen womöglich Steuergelder verloren.

Tut mir leid. So kann man nichts für die Leute tun. Sie möchten bitte ihr Fach gewissenhaft machen, sonst wird es eventuell sehr teuer und die Antipsychiatrie klatscht begeistert Beifall:

http://www.focus.de/panorama/reportage/profile-14-millionen-vom-staat_aid_666388.html

Das war echt übel. Man kann niemand verknacken nur weil er nicht nachvollziehbare Dinge sagt und ein bißchen chichi ist.

Mich dann noch zu verarschen ist die Krönung.


bayle

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #43 am: 08. Dezember 2012, 11:13:43 »
Wenn ich Dich recht verstehe, dann bist Du derjenige, der die Psychiatrie vor der Antipsychiatrie retten könnte?

Belbo zwei

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Re: Der Fall Mollath
« Antwort #44 am: 08. Dezember 2012, 15:37:27 »
Sind wir jetzt von Mollath zu einer allgemeinen Psychatriediskussion gewechselt?

Wie schon erwähnt diese rhetorische Fragerei bringt nichts, das läuft für mich auf der Ebene: "ich beantrage eine neue Untersuchung des 9.September weil noch so viele Fragen offen sind oder kannst Du mir sagen warum die New Yorker Mafia den Stahlschrott zu einem Spottpreis bekommen hat?" Anstatt zu sagen ich glaube die Mafia wurde beauftragt den Stahlschrott wegzuschaffen um die Spuren der Sprengungen/ des Thermits zu beseitigen. Das eine ist eine These die man untersuchen kann das andere Ist Verschwörungtheoreterei.

Zu Mollath hier noch ein recht ausgewogener Beitrag:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/leser-fragen-zum-fall-mollath-ist-er-am-ende-doch-verrueckt-1.1544801