Psiram Forum

Deutsch => SPAM => Thema gestartet von: Carlsen. am 21. August 2019, 17:58:43

Titel: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Carlsen. am 21. August 2019, 17:58:43

Großartige Seite! Zufällig, bei einer Google-Suche, stoße ich auf Psiram, denke noch - psi - irgendwas Dubioses wahrscheinlich, klicke trotzdem und lande in diesem grandiosen Wiki; und frage mich, wer macht sich diese außerordentliche Mühe, all diese Artikel zu schreiben, zu recherchieren, zu prüfen und nach all den Quellen zu suchen, die einem über Hintergründe und Querverbindungen Auskunft geben? Und, wenn ich nur an die Medienschaffenden bei youtube denke, von Jebsen bis Conrad: Wer schaut sich all dieses Material, Stunden über Stunden, Stichproben werden es nicht sein, fundiert an? Also: Toll gemacht! Danke!

Umso verblüffter war ich, als ich hier in das Forum wechselte und Beiträge las, in denen Schmähungen, Herabwürdigungen und Invektiven in einer mich verwundernden Häufung vorkamen:

‚Verschwörungstrottel‘
‚blasen sich gegenseitig Zucker in den Auspuff‘
‚halte ich für einen total durchgeknallten‘
‚Verschwörungsheini‘
‚Verschwörungsideologe‘
‚windet sich da offenbar wie ein Wurm‘
‚dass der typ ein hinterhältiges Arschloch ist‘
‚Jede Bewegung zieht früher oder später Idioten an.‘
etc. …

Ich hoffe, dass Psiram nicht dem letzteren Diktum zuzuordnen ist, dann wäre ich da nämlich mit einbezogen; aber ich frage mich, ob man manchmal in der eigenen Sprache nicht das, was man dem Gegner vorwirft, selbst vollzieht, legitimiert freilich durch einen Standpunkt höherer Warte, nämlich jenen wissenschaftlicher Weltbetrachtung.
Dann würde sich nämlich paradoxerweise ein esoterischer Grundsatz bestätigen: Man bekämpft im Außen das, was man an sich selbst nicht losgeworden ist.
Anders - schwächer - gesagt: Wenn ich den Gegner mit den selben Mitteln bekämpfe, mittels derer er agiert, was unterscheidet mich dann von ihm?
Der Gegner schreit, ich schreie zurück.
Nun gut, so läuft das. Kreativ aber, ist das nicht.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 21. August 2019, 18:25:17
Ich hoffe, dass Psiram nicht dem letzteren Diktum zuzuordnen ist, dann wäre ich da nämlich mit einbezogen; aber ich frage mich, ob man manchmal in der eigenen Sprache nicht das, was man dem Gegner vorwirft, selbst vollzieht, legitimiert freilich durch einen Standpunkt höherer Warte, nämlich jenen wissenschaftlicher Weltbetrachtung.

Wenn Du etwas weiter liesst, weisst Du, dass das Forum nicht psiram ist, sondern eine Plattform die psiram zur Verfügung stellt.
Zitat
Postings reflect the private opinion of posters and are not official positions of Psiram
Foreneinträge sind private Meinungen der Forenmitglieder und entsprechen nicht unbedingt der Auffassung von Psiram


 Ich weiss nicht inwieweit Du die Klientel die psiram beschreibt kennst, und wie Du deren Gefährlichkeit einschätzt, beim Tode naher Angehöriger z.B. aber auch bei dem allgemeinen Trend durch Lügen und Falschdarstellungen die Gesellschaft in Faschismus und Aberglauben zurückzuführen, denke ich, sollte der ein oder andere aggressive Ausrutscher versteh- und verzeihbar sein.

Ausserdem muss man einfach manchmal, Quacksalber, Bertrüger, Totschläger und Idioten auch als solche benennen dürfen, oder welche "kreativen" "ungroben" Atribute fallen Dir z.B. zu Hamer ein?

https://www.psiram.com/de/index.php/Ryke_Geerd_Hamer

Zitat
Anders - schwächer - gesagt: Wenn ich den Gegner mit den selben Mitteln bekämpfe, mittels derer er agiert, was unterscheidet mich dann von ihm?

Die die Hitler einen Verbrecher und Unmenschen nannten ware so wie Hitler? Ich glaube Du unterliegst da einigen Fehlschlüssen.

https://en.wikipedia.org/wiki/False_balance
https://www.ratioblog.de/archive/Fehlschl%C3%BCsse

Dazu auch interessant.

https://www.diewahrheit.at/video/diskussionszerstorer-teil-4-idioten

Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Peiresc am 21. August 2019, 18:46:01
Hallo Carlsen, Tach erst mal.  :grins2:

Ich habe versucht, die „Zitate“ wiederzufinden, aber z. B.
Zitat
Keine Ergebnisse für "Jede Bewegung zieht früher oder später Idioten an" site:forum.psiram.com gefunden

Sofern man welche findet, dann ist dieser Faden über Ganser die Fundgrube.
https://forum.psiram.com/index.php?topic=13667.0

Nehmen wir mal das hier:
Alles was ihm da zur Last gelegt wird sind  Kontakte in die VT-Szene. Das diskreditiert ihn  aber doch nicht als Wissenschaftler. Wenn die allermeisten Wissenschaftler den Umgang mit verrückten Hypothesen und deren Vertreter wie die Pest meiden, dann kann doch aber der Umkehrschluss nicht heißen, dass wer dies dennoch tut irgendwie ausgeschlossen werden muss.

Ich habe mir gestern mal knapp eine Stunde Talk zwischen Ganser und Jebsen gegeben:
http://www.youtube.com/watch?v=tO8OkrOxNOA

Die beiden blasen sich gegenseitig Zucker in den Auspuff, wie toll doch ihre Aufklärungsarbeit wäre. Sie wären die Rettung für die Menschheit, da die "Systemmedien" ja nur der Verdummung und Ablenkung der Menschen dienten. Meinst du auch, der Jebsen wäre nur ein falsch verstandener Prophet?
Und wenn man das in seinem Kontext sieht, dann, oh Wunder, ist es gleich viel weniger anrüchig … oder, warum soll ich aus mei’m Herzen eine Mördergrube machen, ich finde das völlig ok.

Es ist halt ein Forum. Ich darf mal aus unserer Netikette zitieren:
Zitat
2. Ironie, Satire und sogar Zynismus sind erlaubt. Sobald aber ernst gemeinte Menschenfeindlichkeit, Hetze oder Rassismus auftauchen, verschwinden diese Kommentare im Orkus.
https://blog.psiram.com/nettiquette/

Und falls es Dir wirklich allein um den Umgangston geht, dann merke ich noch an:
Zitat
Gesetzten Sinnes sind wir alle nicht -

-   Ballade, in der Macheath jedermann Abbitte leistet
aber ich wäre bereit, weiter darüber zu diskutieren, denn es gibt noch einen Haufen bisher nicht berührter Aspekte.  ;)
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 21. August 2019, 20:35:39
Umso verblüffter war ich, als ich hier in das Forum wechselte und Beiträge las, in denen Schmähungen, Herabwürdigungen und Invektiven in einer mich verwundernden Häufung vorkamen:

Hast du den Eindruck, dass die Mehrzahl der Beiträge hier unangemessen ist? Oder ein beeindruckend großer Anteil?
Wie kommt es zum Titel des Threads? Wie gelangst du zu der Annahme, dass im Forum Wissenschaftler schreiben?
Welche Gegenmaßnahmen empfiehlst du, um deiner Ansicht nach "grobe" Beiträge in einem offenen Forum zu verhindern?
Oder sollte man vielleicht überhaupt kein Forum betreiben, wenn unter gleicher Domain ein Wiki existiert?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Carlsen. am 21. August 2019, 20:46:21
Ich will hier niemanden diskreditieren, darum geht es mir nicht: Meine Frage ist ja eine andere: Wer soll’s tun? Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?
Wissenschaft ist ja gegenwärtig die höchste Evolutionsstufe des menschlichen Bewußtseins; das meine ich gar nicht ironisch. Ich frage mich also, warum sich Wissenschaft immer wieder dem Geld und der Macht andient, sei es Leonardo da Vinci, einem begnadeten Militärtechniker, sei es das Manhattan-Project mit Oppenheimer, oder all die Chemiker und Biologen bei Monsanto mit ihrem ‚Pflanzenschutzmittel‘ oder die Tellerminenkonstrukteure, die penibel erforschen, wie man einen Menschen maximal zerstört, ohne ihn dabei umzubringen.

Ich glaube zu verstehen, warum man all diesen Hasadeuren der Wahrheitsverdrehung einen Spiegel vorhalten sollte; einfacher gesagt: Lügen sollten als Lügen kenntlich gemacht werden. Aber, was verteidigt man damit? Welcher Wahrheit soll hier zur Marktfähigkeit verholfen werden?

Mir ist einfach die Diskrepanz aufgefallen zwischen der Qualität mancher Wiki-Artikel, die ich gelesen habe und dem Sprechen in manchen Themen in diesem Forum. Ich dachte, das ist doch dasselbe Publikum. Ich dachte, wie kann das sein? Wie kann man so lästerlich über Menschen herziehen? Die Forenten sind doch alles, wenn nicht Wissenschaftler, so doch studierte Leute? Menschen mit Bildung:
Wenn ich einen Menschen in seiner Ganzheit auf einen ‚Verschwörungstrottel‘ reduziere, auf was auch immer, sozusagen einen einzigen Parameter zur Meßlatte des Gesamtobjekts erhebe, ist das dann ‚wissenschaftlich‘?
Ich mache damit genau das, was ich den anderen von der anderen Seite vorwerfe: Ich generiere selektive ‚Wahrheit‘.
Solch ein Sprechen ist vollkommen wertlos. Es mag psychischer Entlastung dienen, aber welche Erkenntnis wird darin gewonnen? Die Gegenseite spaltet, also spalte ich auch. Trennungen, Separationen, wohin man schaut.

Das fehlende Zitat findet sich übrigens im Vandana Shiva - Thema; der vorvorletzte Beitrag.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 21. August 2019, 20:52:22
Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?

 :skeptisch: Bitte?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 21. August 2019, 21:09:28
Mir ist einfach die Diskrepanz aufgefallen zwischen der Qualität mancher Wiki-Artikel, die ich gelesen habe und dem Sprechen in manchen Themen in diesem Forum. Ich dachte, das ist doch dasselbe Publikum.

Ich sachma so: Im Lehrerzimmer herrscht auch ein anderer Ton als auf dem Schulhof, obwohl sich beide Orte in der selben Einrichtung befinden.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Peiresc am 21. August 2019, 21:21:40
Ich will noch gar nichts zu den Folgerungen sagen, sondern erstmal die Voraussetzungen sortieren.
Meine Frage ist ja eine andere: Wer soll’s tun? Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?
Das verstehe ich nicht, inhaltlich. Was ist hier mit „es“ gemeint, das getan oder nicht getan werden sollte?

Wissenschaft ist ja gegenwärtig die höchste Evolutionsstufe des menschlichen Bewußtseins; das meine ich gar nicht ironisch. Ich frage mich also, warum sich Wissenschaft immer wieder dem Geld und der Macht andient, sei es Leonardo da Vinci, einem begnadeten Militärtechniker, sei es das Manhattan-Project mit Oppenheimer, oder all die Chemiker und Biologen bei Monsanto mit ihrem ‚Pflanzenschutzmittel‘ oder die Tellerminenkonstrukteure, die penibel erforschen, wie man einen Menschen maximal zerstört, ohne ihn dabei umzubringen.
Hier geht doch einiges durcheinander. Die Militärmaschinen Leonardos hatten alle einen heftigen Stich ins Fantastische. Keine davon hätte funktioniert. „Begnadet“ sieht anders aus.

Oppenheimer kenn‘ ich nicht so, aber mag sein. Die Tellerminenkonstrukteure (genommen als Metapher): Wissenschaftler sind, denke ich mir, Menschen wie Du und ich. Alle unsere Fehler und Schwächen sind auch ihre Fehler und Schwächen. Es wird Zyniker, kaltschnäuzig Raffgierige, Ruhmsüchtige und Psychopathen unter ihnen geben. Nur dass ihre Verantwortung größer ist - und damit die Verachtung, die sie ggf. treffen sollte.

Chemiker und Biologen bei Monsanto: ich sehe nichts, was ich ihnen vorwerfen würde.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Peiresc am 21. August 2019, 21:32:20
Das fehlende Zitat findet sich übrigens im Vandana Shiva - Thema; der vorvorletzte Beitrag.
:gruebel
Vielleicht bin ich auch nur zu blöde. Einfach mal einen Link angeben (die Adresse eines Posts lässt sich aus dem blau unterlegten Link in der Titelzeile kopieren).
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: drpsy am 21. August 2019, 21:41:35
Wilkomen im Forum Carlsen.

Prinzipiell hat Belbo in seinem 1. Post schon alles gesagt, dass ich auch sagen wollte. Ansonsten solltest Du dir bewusst sein, dass die meisten Personen, die im Forum schreiben, nicht auf dem Wiki aktiv sind. Wäre zeitlich wohl auch schwer vereinbar. Ansonsten finde ich Deine Kritik unangebracht, auf jeder Seite des Forums steht der Hinweis in 2 Sprachen:

"Postings reflect the private opinion of posters and are not official positions of Psiram
Foreneinträge sind private Meinungen der Forenmitglieder und entsprechen nicht unbedingt der Auffassung von Psiram"

überhaupt ist es mir neu, dass jemand der Inhalt eines komplett offenen Forum kritisiert.

Zudem mag halt nicht jeder so kryptisch schreiben wie Du, die sogenannten "Verschwörungstrottel" und "hinterhältigen Arschlöcher" sind schlussendlich ja genau das. Auch wenn man es wohl netter ausdrücken könnte. Wir reden hier aber immerhin über Menschen, die die Gesundheit anderen gefährden, sie tlw. töten, sie mit Müll vernebeln, der komplett gegen den aktuellen Stand der Wissenschaft geht, oder wie Ganser hoch manipulativ unter wissenschaftlichem Schein die eigene Sicht aufzwingen.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Sauropode am 21. August 2019, 22:01:51
Hi Carlsen,

Willkommen hier. IHMO geben sich hier die meisten Mühe, sich korrekt auszudrücken. Naja, manchmal werden halt die Deppen auch als das bezeichnet, was sie sind, als Deppen.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Typee am 21. August 2019, 22:55:04
Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?

 :skeptisch: Bitte?

Vielleicht meint er, man solle Wissenschaft lieber lassen. Anders ergibt das semantisch jedenfalls keinen, gar keinen, Sinn.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 21. August 2019, 23:23:30
Hallo @Carlsen.,
ich denke, ich verstehe zum Teil was du meinst
Zitat
Wenn ich den Gegner mit den selben Mitteln bekämpfe, mittels derer er agiert, was unterscheidet mich dann von ihm?

Sicher ist es besser bei Argumenten zu bleiben oder sehr kreative Entgegnungen zu entwerfen. Eine Lieblingsgeschichte von mir ist:


Leider ist pointiertes antworten nicht jedem gegeben, mir auch oft nicht. Meistens fällt mir erst hinterher ein, was ich nicht alles kluges, passendes und spitzes hätte sagen können. Außerdem befassen sich viele Leute schon jahrelang mit solchen Themen und diskutieren in Foren. Und hört man dann immer und immer wieder die gleichen "Argumente" und wird zum X-ten Mal beschimpft, dann tut es auch mal gut sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zu lesen, dass man nicht der einzige ist, der bestimmtes Gedankengut unfassbar findet. Und dazu sind solche Foren auch da. Niemand muss hier mitlesen und die Benennungen von Verschwörungstheoretikern & Co ist hier noch sehr zahm, wenn man sich die Beschimpfungen und Drohungen anhört die Skeptikern und Atheisten an den Kopf geschmissen werden. (https://www.youtube.com/watch?v=qhYT4vE1gvM)

Und was die "Grobiane" anbetrifft... Wissenschaftler sind doch keine besseren Menschen, nur weil sie ein paar Jahre an einer Uni rumgehangen haben! Und mit einer "Evolutionsstufe des menschlichen Bewußtseins" hat das auch nichts zu tun. Außer du meinst das vielleicht metaphorisch?
Biologisch ist es zumindest falsch - da stehen wir alle - ob Wissenschaftler oder nicht, auch wenn's hart ist, auf einer Stufe. :grins2:
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 21. August 2019, 23:30:20
Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?

 :skeptisch: Bitte?

Vielleicht meint er, man solle Wissenschaft lieber lassen. Anders ergibt das semantisch jedenfalls keinen, gar keinen, Sinn.
Ich hab's so verstanden, dass er/sie im Prinzip fragt, ob es überhaupt Sinn macht auf solche Leute z.B. Verschwörungstheoretiker, einzugehen. Überzeugen wird man da ja kaum jemand. Also einfach lassen - nichts tun. Ins Leere laufen lassen.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 21. August 2019, 23:47:26
Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?

 :skeptisch: Bitte?

Vielleicht meint er, man solle Wissenschaft lieber lassen. Anders ergibt das semantisch jedenfalls keinen, gar keinen, Sinn.
Ich hab's so verstanden, dass er/sie im Prinzip fragt, ob es überhaupt Sinn macht auf solche Leute z.B. Verschwörungstheoretiker, einzugehen. Überzeugen wird man da ja kaum jemand. Also einfach lassen - nichts tun. Ins Leere laufen lassen.

Da bin ich wieder bei Godwin, das ins Leere laufen lassen ist ja schon öfter schief gegangen, zuletzt bei Trump. Wenn deine Mama Dir gerade Globuli ins Ohr, oder Chlorbleiche in den Popo träufelt ist es eben relativ wurscht ob Deine Antwort pointiert oder kreativ ist, es ist meist eben kein intellektuelles Spielchen indem es Punkte für die meisten verteilten Streicheleinheiten gibt-
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Carlsen. am 22. August 2019, 01:44:55
1. https://forum.psiram.com/index.php?topic=16178.msg232494#msg232494

2. Warum handelt der Mensch? Wozu diese ungeheure Betriebsamkeit mit dieser beispiellosen Anhäufung von Reichtum bei gleichzeitiger Erschöpfung derjenigen, die diesen erarbeiten? Ich möchte beliebt sein, Erfolg bei Frauen haben und Karriere machen. Also lerne ich, ich buche Kurse: Flirt-Schule, Kontakt-Schule, Business-School, usw, kurzum, ich handle. Dieses Handeln tangiert den Mangel in mir nie. Es füttert ihn nur immer wieder an und ich bin nun nicht nur in der Not, überhaupt zu handeln, sondern ich muss auch noch ‚richtig‘ handeln. Schließlich wünsche ich Erfolg und kein Versagen. Also begebe ich mich in die Hände von Autoritäten, die mir sagen, was ich tun soll. Das mache ich lebenslang und bin über meine Einsamkeit, mein Verlorensein, über diese entsetzliche Leere in mir nie hinausgekommen. All mein Handeln war immer nur Betäubung. Wenn ein Handeln aus dem Mangel entsteht, werden alle Resultate weiter in den Grenzen des Mangels bleiben und ich werde Sklave meiner selbst sein und in ewiger Wiederholung. Der kommende Tag wird wie der gestrige sein und ich frage mich: Wozu soll ich den leben?

3. Zu Oppenheimer und dem Dilemma des Wissenschaftlers gibt es ein Theaterstück von Heiner Kipphardt. Ich finde: Gute Lektüre.

4. Psiram untersucht Aussagen auf Stichhaltigkeit und trennt nach ‚wahr‘ und ‚falsch‘. Dazu braucht man zunächst keine Wissenschaft; das leistet die Prädikatenlogik. Inhaltlich freilich kommt man um geprüfte Ergebnisse nicht herum. Wissenschaft selbst aber ist immer in der Vorläufigkeit. Sie ist der Prozess, der Wissen schafft. Deren Bereitstellung ist immer kontingent, bedingt und auch nicht an ‚Wahrheit‘ interessiert, sondern an Funktionalität. Wenn ich also ‚Verschwörungstrottel‘ vor dem Hintergrund all meines Wissens und meiner Erfahrungen betrachte, die, wie umfangreich sie auch sein mögen, immer begrenzt sind, kann meine Wahrnehmung nur verzerrt sein. Möchte ich diesem Menschen, den ich als ‚Trottel‘ ansehe, gerecht werden, muss ich mich selbst gänzlich beiseite lassen; ich brauche eine völlig ungetrübte Wahrnehmung. Dann ist das, was ich tue, nicht ein Suchen nach Defiziten, nach Bestätigung dessen, was ich gar nicht mehr in Frage stelle, sondern ein Wahrnehmen in anderer Qualität. Die Lüge ist damit nicht aufgehoben, sondern sie wird damit erst offenbar als das, was sie ist: Ein Lüge. Mehr nicht.

5. Dank Psiram konnte ich mir selbst aufzeigen, dass ich kein rechter Rechtsideologe bin: Von den meisten Protagonisten alternativer Wahrheiten habe ich noch nie gehört. Umgekehrt: Wäre ich Sympathisant rechter Gesinnung, wäre Psiram wie ein kaltes Büffet für mich: Ich bekäme übersichtlich all maßgebenden Stimmen präsentiert, bequem verlinkt dazu und müsste mich nicht zufällig durch die Weiten des www klicken. Insofern finde ich Psiram kontraproduktiv.

6. Ich selbst lebe aus zweiter, dritter Hand. Praktisch alles, was ich weiß, hat man mir beigebracht. Von Beginn an, von der Hebamme, über die Eltern, Kindergarten und Schule: Immer war jemand da, der mir gesagt hat, wie sich die Dinge verhalten und was ich zu lernen und zu tun habe. Irgendwann habe ich mich gefragt: Dein Blick in die Welt, ist das der deinige oder der der anderen? Mit Erschrecken stellte ich fest: Ich bin so entmündigt, ich kann das gar nicht beantworten. Ich bin dann zum Kiosk und habe mir ‚Beef‘ gekauft. ‚Beef‘ ist fantastisch: Diese Leute haben mit nichts ein Problem. Das ganze Leben ein einziger Genuß! Ich war hin und weg. Genau da wollte ich auch hin: Bloß weg mit diesem ganzen psychischen Inventar, den Zweifeln, der Ratlosigkeit, der Eifersucht, von Zurücksetzung und Isolation. ‚Beef‘ war für mich das erste ‚Verschwörungs-Kompendium‘. Natürlich bin ich dann kein Steak-Esser geworden, sondern habe mich gefragt: Wer ist der Träger dieser Verlorenheit? Na, ganz einfach: Ich bin’s! Ich bin meine eigene Verschwörung!

7. Wursthersteller haben über Jahrzehnte Preisabsprachen untereinander vereinbart. Ist das eine Verschwörung? Kartelle in der Industrie kungeln seit Jahren in allen Branchen die Preise zum Nachteil von Konsumenten aus: Wie sind diese ‚Verschwörungen‘ zu beurteilen gegenüber etwa einer ‚gefakten Mondlandung‘? Setzt Psiram hier nicht völlig falsche Prioritäten? Agiert man nicht nach: ‚Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen‘? Könnte dieses Schweigen nicht Ansporn sein für all die echten, wahren und unermüdlichen ‚Verschwörungstheoretiker‘, die man hier so gerne der Lächerlichkeit preis gibt? Kann man die Wahrheit in der Lüge sehen?
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/kartelle-deutschland-ist-ein-paradies-fuer-preisabsprachen-a-1196831.html
   
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 22. August 2019, 01:56:41
Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?

 :skeptisch: Bitte?

Vielleicht meint er, man solle Wissenschaft lieber lassen. Anders ergibt das semantisch jedenfalls keinen, gar keinen, Sinn.
Ich hab's so verstanden, dass er/sie im Prinzip fragt, ob es überhaupt Sinn macht auf solche Leute z.B. Verschwörungstheoretiker, einzugehen. Überzeugen wird man da ja kaum jemand. Also einfach lassen - nichts tun. Ins Leere laufen lassen.

Da bin ich wieder bei Godwin, das ins Leere laufen lassen ist ja schon öfter schief gegangen, zuletzt bei Trump. Wenn deine Mama Dir gerade Globuli ins Ohr, oder Chlorbleiche in den Popo träufelt ist es eben relativ wurscht ob Deine Antwort pointiert oder kreativ ist, es ist meist eben kein intellektuelles Spielchen indem es Punkte für die meisten verteilten Streicheleinheiten gibt-
Na ja, hier gings jetzt ja nicht um Trump oder Mamas die scheiß bauen. Sondern um Diskussionen hier. Gegen Trump koennen wir aus Europa heraus kaum was machen und wenn ich mit bekomme, dass eine Mutter ihre Kinder misshandelt werde ich aktiv - erst versuch ichs mit einer Diskussion, wenn das nicht hilft geh ich zum Kinderschutzbund, zum Jugendamt, was auch immer.
Also passen die angeführten Beispiele nicht.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 22. August 2019, 02:05:10
1. ...
2. ...
3. ...
4. ...
5. ...
6. ...
7. ...
Verschwörungstheoretiker brauchen Psiram nicht, da brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Die kommen höchstens zum aufregen.
Und was wolltest du konkret jetzt mit deinem Text sagen?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Typee am 22. August 2019, 02:26:31
Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?

 :skeptisch: Bitte?

Vielleicht meint er, man solle Wissenschaft lieber lassen. Anders ergibt das semantisch jedenfalls keinen, gar keinen, Sinn.
Ich hab's so verstanden, dass er/sie im Prinzip fragt, ob es überhaupt Sinn macht auf solche Leute z.B. Verschwörungstheoretiker, einzugehen. Überzeugen wird man da ja kaum jemand. Also einfach lassen - nichts tun. Ins Leere laufen lassen.

Da bin ich wieder bei Godwin, das ins Leere laufen lassen ist ja schon öfter schief gegangen, zuletzt bei Trump. Wenn deine Mama Dir gerade Globuli ins Ohr, oder Chlorbleiche in den Popo träufelt ist es eben relativ wurscht ob Deine Antwort pointiert oder kreativ ist, es ist meist eben kein intellektuelles Spielchen indem es Punkte für die meisten verteilten Streicheleinheiten gibt-

Es gibt keine Leere, in die man die solche Leutchen laufen lassen könnte. Wo die "Leere" behauptet wird, ist eine Gesellschaft, die Orientierung sucht. Für die wird hier argumentiert, nicht für die Verschwörungstheoretiker, Schamanen, Hellseher, Heilfuzzis und ähnlich gestrickte selbst. Die überzeugen wir niemals. Selbst wenn wir uns mit solchen Leuten auf Diskussionen einlassen, muss ganz klar sein, dass das alles für die "Galerie" geschieht, auf der noch viele Unentschlossene und Schwankende sitzen und mitlesen. Das sind die Adressaten, bei denen noch etwas zu bewirken ist. Warum man das "einfach lassen" sollte, verstehe ich nicht.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 22. August 2019, 08:00:59
Und kann mit Tun überhaupt etwas getan werden? Sollte man’s nicht lieber lassen?

 :skeptisch: Bitte?

Vielleicht meint er, man solle Wissenschaft lieber lassen. Anders ergibt das semantisch jedenfalls keinen, gar keinen, Sinn.
Ich hab's so verstanden, dass er/sie im Prinzip fragt, ob es überhaupt Sinn macht auf solche Leute z.B. Verschwörungstheoretiker, einzugehen. Überzeugen wird man da ja kaum jemand. Also einfach lassen - nichts tun. Ins Leere laufen lassen.

Da bin ich wieder bei Godwin, das ins Leere laufen lassen ist ja schon öfter schief gegangen, zuletzt bei Trump. Wenn deine Mama Dir gerade Globuli ins Ohr, oder Chlorbleiche in den Popo träufelt ist es eben relativ wurscht ob Deine Antwort pointiert oder kreativ ist, es ist meist eben kein intellektuelles Spielchen indem es Punkte für die meisten verteilten Streicheleinheiten gibt-
Na ja, hier gings jetzt ja nicht um Trump oder Mamas die scheiß bauen. Sondern um Diskussionen hier. Gegen Trump koennen wir aus Europa heraus kaum was machen und wenn ich mit bekomme, dass eine Mutter ihre Kinder misshandelt werde ich aktiv - erst versuch ichs mit einer Diskussion, wenn das nicht hilft geh ich zum Kinderschutzbund, zum Jugendamt, was auch immer.
Also passen die angeführten Beispiele nicht.

Sehe ich anders, m.E. Geht es um den Tonfall und darum wie man über u.A. Leute aus diesen Beispielen bezeichnet, sie passen also wunderbar.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Peiresc am 22. August 2019, 08:33:18
Zu #15 (https://forum.psiram.com/index.php?topic=16972.msg235586#msg235586)

1.
Du kannst ja nachfragen, wenn Dir was unklar ist.

2.
Was hat Deine Orientierungslosigkeit mit uns zu tun?

3.
Danke für den Tipp. Die Zahl der Bücher, die ich nicht gelesen habe, ist beinah unendlich. Jetzt ist sie beinah unendlich +1.

4.
Worin besteht die Funktionalität der Astronomie oder überhaupt der Grundlagenwissenschaften?

5.
Dieser Topos hat es bis in unser Bingo (https://blog.psiram.com/2017/06/psiram-bullshit-bingo/) geschafft.

6.
Auch hier wieder: die Zahl der Skandale in der Welt ist unendlich, und zahlreiche sind noch viel bedeutender, folgenreicher als die Preisabsprachen der Wursthersteller. Würde Psiram nicht die völlig falschen Prioritäten setzen, wenn es sich um derartige Lappalien kümmern würde?

Ich hatte doch gleich so was im Urin: der Umgangston ist Dir eigentlich schnuppe. Dir geht es um was anderes, und die bunten Seifenblasen Deiner einleitenden Sätze sollen comfortably numb machen.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: MrSpock am 22. August 2019, 10:48:33
...
Ich hatte doch gleich so was im Urin: der Umgangston ist Dir eigentlich schnuppe. Dir geht es um was anderes, und die bunten Seifenblasen Deiner einleitenden Sätze sollen comfortably numb machen.

There's someone in my head, but it's not me!
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 22. August 2019, 13:54:56
1. https://forum.psiram.com/index.php?topic=16178.msg232494#msg232494

Oh, das ist ja mein Beitrag.

Jede Bewegung zieht früher oder später Idioten an.

Kontext: Die notorische Lügnerin, Populistin und Scharlatanin Vandana Shiva kuschelt mit Fridays for Future.
https://www.psiram.com/de/index.php/Vandana_Shiva

Da kann ich meinen Kommentar nur wiederholen:

Jede Bewegung zieht früher oder später Idioten an.

Freundlicher kann ich das nicht formulieren.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: drpsy am 22. August 2019, 17:01:24
Ich hab's so verstanden, dass er/sie im Prinzip fragt, ob es überhaupt Sinn macht auf solche Leute z.B. Verschwörungstheoretiker, einzugehen. Überzeugen wird man da ja kaum jemand. Also einfach lassen - nichts tun. Ins Leere laufen lassen.
Klar, alle anderen Präventionsangebote am besten gleich mit einstellen. #Ironie

@carlsen.
"Großartige Seite! " ... "Insofern finde ich Psiram kontraproduktiv."
Was denn jetzt? :skeptisch:
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Carlsen. am 23. August 2019, 13:50:17
Wenn man in den Boxring steigt, wird es schwierig, den Kampf abzubrechen. Millionen sehen zu, Blut wird gewünscht, viel Geld rotiert. Viele auch brauchen einen Gegner, den Wettkampf, ein Ziel, irgendein Gegenüber, gegen das man opponieren kann. Man sucht wunde Punkte, seien es Nasen oder Lücken im Text.

Dagegensein ist simpel. Sofort weiß ich, wer ich bin. Sofort habe ich Halt, Aufgabe und Inhalt: Ich bin von mir erlöst. Viele Sportler fallen nach ihrer Karriere, wenn die Gegner fehlen, die Erregung der Wettbewerbe und das Fieber des Siegens, in Depression und Desorientierung und stürzen sich in Liebschaften und Schulden und verkaufen am Ende ihre Trophäen.

Man bekommt ständig einen Boxring angeboten und man muss wach genug sein, diese Falle zu vermeiden. Wir empfinden diesen Lebenskampf als normal, das Ringen um Ämter, Stellen und Praktika, um Wohnung, Beziehung und Anerkennung, das ständige Vergleichen und Streben, sich über den anderen zu erheben. Wir buhlen um die Liebe der Eltern, die Gunst der Lehrer, die Gehaltserhöhung des Arbeitgebers und fürchten den Neid des Konkurrenten: Wir kennen nichts anderes.
Warum nehmen wir das alles hin? Warum akzeptieren wir dieses Elend?

Manche sehen das ja gar nicht. Manche, so wie ich, kaufen sich ‚Beef’ und sagen sich: Ist doch alles prima! Her mit dem Steak!
Nie untersuchen wir unser Denken, diesen Apparat, für den wir uns halten. Manchmal sorgt Krankheit für ein Innehalten und in unseren Fieberträumen überfällt uns ein Grauen, der Abgrund des Haltlosen; und auch dem flüchten wir, weil wir uns darin nicht mehr wiedererkennen.

Es gibt ein Sehen, ein Erkennen, das ist jenseits aller ‚Idiotie‘ und bar aller Feindseligkeit. Dieses Sehen ist völlig nutzlos, es bringt weder Vorteil noch Überlegenheit. Dieses Sehen ist der Beginn von Mitgefühl.
Das ist alles.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 23. August 2019, 14:18:32
Amen.

Nie untersuchen wir unser Denken, diesen Apparat, für den wir uns halten.

Einige der hier schreibenden Foristen und Autoren erfreuen sich am schönen Hobby "kritisches Denken", welches genau den Zweck hat, das eigene Denken zu untersuchen.

Mehr dazu hier: https://www.gwup.org/
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Peiresc am 23. August 2019, 14:20:05
Dieses Sehen ist der Beginn von Mitgefühl.
Das ist alles.
Wie jetzt, einen Scharlaten/Betrüger machen zu lassen ist der Beginn von Mitgefühl mit seinem Opfer?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: sailor am 23. August 2019, 14:41:49
Wie kann ich vermeiden, jemals solche Nebelkerzen nicht nur von mir zu geben sondern auch noch zu glauben @carlsen  :skeptisch:

Das ist pures Labern ohne sachliche Argumentation, eine Zusammenfassung von "feel good" Sätzen ohne auf das Thema zu kommen. Was hat das Buhlen um Liebe mit dem Debunken von Betrug und Scharlatanerie zu tun? Was ein Boxring mit dem Widerlegen von Lügen?

Der ganze Kommentar geht in Richtung "akzeptiere, dass du betrogen, belogen und ausgenutzt wirst, das ist ein Zeichen von Mitgefühl". Super Sache für den Scharlatan und eine massive emotionale Falle: akzeptierst du es nicht und gehst du gegen den Betrug an hast du kein Mitgefühl, bist du ein schlechter Mensch...
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 23. August 2019, 15:24:14
Ich denk hier ist ein Pseudoerleuchteter am Werk  :skeptisch:
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Typee am 23. August 2019, 20:05:01
Ich denk hier ist ein Pseudoerleuchteter am Werk  :skeptisch:

Ja, die ziehen ihre Textwände immer in dieser Pennälerpoesie hoch.

Zitat
Manchmal sorgt Krankheit für ein Innehalten und in unseren Fieberträumen überfällt uns ein Grauen, der Abgrund des Haltlosen; und auch dem flüchten wir, weil wir uns darin nicht mehr wiedererkennen.

Wenn ich sowas schon lese.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 23. August 2019, 20:47:29
Ja, die ziehen ihre Textwände immer in dieser Pennälerpoesie hoch.

Du bist einfach noch nicht so weit, um das verstehen zu können. Eine junge Seele eben.  8)
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Schwuppdiwupp am 24. August 2019, 00:25:39
Die Geschichte wird ihm Recht geben. :Opa:
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Carlsen. am 25. August 2019, 13:17:09
Ein Mathematiker, ein Dichter und ein Betrüger treten vor das Himmelstor.
Petrus öffnet, lächelt und sagt: ‚Zuvor noch ein kleiner Test: Wieviel ist eins und eins?‘

‚2‘ ruft der Mathematiker. ‚Die Liebe‘, der Dichter und ‚11‘ der Betrüger.

‚Du liegst völlig richtig‘, meint Petrus zum Mathematiker, öffnet ihm das Tor der Gerechten und lässt ihn ein.
Der Mathematiker erschrickt: ‚Da sind ja endlose Zweien! Wie soll ich mich da jemals wieder finden?‘
‚Gar nicht‘, antwortet Petrus und gibt ihm einen Schupps zwischen die Rippen.
Der Mathematiker verschwindet in der Unendlichkeit aller Zweien und Petrus schließt das Tor.

Der Betrüger hat den Vorgang genau beobachtet und will sich heimlich aus dem Staub machen.
Petrus aber packt ihn am Krawattl und befördert ihn kurzerhand durch die Pforte der Erfolgreichen zu all den anderen Elfen.
Schmunzelnd ruft er ihm nach: ‚Gratuliere! Du hast das Maximum herausgeholt!‘

‚Oh mein Gott‘, stöhnt der Dichter nun auf, ‚habe ich jetzt ein Date mit 22 Jungfrauen? Ich bin nicht mehr der Jüngste!‘
‚Iwo‘, schmunzelt Petrus, ‚nur mit Gott‘ und schiebt ihn durch den Schlitz.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Peiresc am 25. August 2019, 14:00:54
Die Geschichte wird ihm Recht geben. :Opa:
Zumindest gibt er sich selber schon mal recht, womit auch immer.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 25. August 2019, 14:26:19
Die Geschichte wird ihm Recht geben. :Opa:
Zumindest gibt er sich selber schon mal recht, womit auch immer.

Irgendwie ein wandelnder bullshitgenerator......,nun solange er sich selber für originell hält, wer weiß was er in der Zeit täte in der er nicht hier schreibt....

Also @carlson wie war das nochmal mit dem total lustigen Mathematikerwitz?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 25. August 2019, 14:34:07
Ich bin ja mehr für Informatikerwitze:

Wieviele Programmierer braucht man, um eine Glühbirne auszuwechseln?
Gar keine, das ist ein reines Hardware-Problem.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 25. August 2019, 14:39:49
Obwohl ...

Kommt ein Vektor zum Arzt und sagt: "Herr Doktor, ich bin linear abhängig."




Auch nicht? OK, ich gehe dann mal wieder.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Dunkelzahn am 25. August 2019, 15:06:45
Der kürzeste Mathematikerwitz:
Sei Epsilon < 0.
[Leider lässt das Forum das Epsilon-Zeichen nicht zu https://de.wikipedia.org/wiki/Epsilon ]
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: MrSpock am 26. August 2019, 12:24:22
Sagt eine Frau zu Ihrem Mann (Programmierer): "Geh bitte Brot kaufen, und wenn sie Eier haben, bringst Du ein Dutzend mit". Der Programmierer kommt mit 12 Broten nach Hause.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 26. August 2019, 13:11:51
Sagt eine Frau zu Ihrem Mann (Programmierer): "Geh bitte Brot kaufen, und wenn sie Eier haben, bringst Du ein Dutzend mit". Der Programmierer kommt mit 12 Broten nach Hause.

Ja, und?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 26. August 2019, 13:33:34
Sagt eine Frau zu Ihrem Mann (Programmierer): "Geh bitte Brot kaufen, und wenn sie Eier haben, bringst Du ein Dutzend mit". Der Programmierer kommt mit 12 Broten nach Hause.

Ja, und?

Der Programmierer hat Brote aber keine Eier.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 26. August 2019, 14:52:31
Der Programmierer hat Brote aber keine Eier.

Als Programmierer kann ich da keinen Fehler entdecken  ;D
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Peiresc am 26. August 2019, 15:04:46
 :rofl
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: MrSpock am 26. August 2019, 15:18:07
Der Programmierer hat Brote aber keine Eier.

Als Programmierer kann ich da keinen Fehler entdecken  ;D

Und als Frau?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 26. August 2019, 15:30:55
Und als Frau?

Da fehlt mir der Zugang zu den Daten und die API ist so kompliziert.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: sailor am 28. August 2019, 11:16:33
Oh man, das Niwo von die Programmierers war schon nie die Beste sein tun, aber das Witz ist grausam^^
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 28. August 2019, 13:24:48
Sind hier Hotlinewitze OT? Seis drum.

Mein Bldschirm ist kaputt.
Ist er denn eingeschaltet?
Ich bin doch kein Idiot!
Dann schalten Sie ihn mal aus.
Jetzt geht er.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Carlsen. am 18. September 2019, 21:51:28
Oppenheimer, Teller und Fermi, die drei führenden Physiker des Manhattan-Projekts zur Entwicklung der Atombombe, schlurfen zerknirscht und reuig vor das Himmelstor. Petrus empfängt sie grimmigen und gestrengen Blickes.
Sofort beteuert Oppenheimer: ‚Ich habe sie nicht zusammengeschraubt!‘
Darauf Teller: ‚Ich habe ihren Einsatz nicht angeordnet!‘
Und Fermi: ‚Ich habe sie nicht abgeworfen!‘

‚Ihr habt Glück‘, blafft Petrus die drei Gestalten an, ‚heute ist SuperBowl.‘
‚Was?‘, stößt Oppenheimer erleichtert hervor, ‚Gott ist Yankee? Ich dachte immer, er wäre unparteiisch?‘
‚Ist er auch‘, erwidert Petrus, ‚ich aber bin’s nicht! Ich erlasse Euch das Inferno, wenn Ihr mir das Ergebnis richtig vorhersagt!‘

Sofort stürzen sich die Drei in umfangreichste und komplizierteste Berechnungen, und egal nach welchem mathematischen Kalkül, nach welcher Wahrscheinlichkeitsverteilung, das Ergebnis ist immer dasselbe: Tom Brady.
Petrus also setzt das gesamte Kapital der Banco di Vaticano auf die Patriots.

Wie prognostiziert, gewinnen tatsächlich die New England Patriots den SuperBowl.
Petrus jedoch verfrachtet die Drei kaltblütig und rabiat in den Höllenschlund.
Lautstark protestieren diese: ‚Wir haben das Resultat korrekt vorhergesagt! Das ist gegen die Abmachung!‘
Meint Petrus trocken: ‚Ich habe den Orkus nicht gebaut. Ich habe Euch nicht gerichtet. Ich habe Euer Schicksal nicht entschieden. Ich öffne nur eine Tür.‘

Fermi, der bereits einen Blick in den Abgrund geworfen hat, weigert sich, sein Los auf sich zu nehmen: ‚Ich gehe da nicht rein. Ich bin unschuldig. Ich habe nur meine Pflicht als Wissenschaftler getan.‘

‚Bitte‘, sagt Petrus, ‚Du kannst gerne in den Himmel. Es wird Dir dort aber nicht gefallen.‘
‚Warum nicht?‘, fragt Fermi.
‚Alles Japaner; kleine Buben und fette Männer, kein einziger Yankee.‘
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 18. September 2019, 21:56:57
    1 kg geschupptes Karpfenfilet
    Zitronensaft
    2 Eier
    80 g Mehl
    200 g Semmelbrösel
    Öl
    dazu nach Belieben: Erdäpfelsalat gemischt mit Vogerlsalat

Fischhaut von 1 kg geschupptem Karpfenfilet in kurzen Abständen leicht einschneiden und Fisch in 4 gleich große Stücke teilen. Mit Zitronensaft einreiben. Beidseitig, auch in den Schnittstellen, salzen.

2 Eier verschlagen, Filets nacheinander in 80 g Mehl, Eiern und 200 g Semmelbröseln panieren, abschütteln. Öl stark erhitzen, Filets einlegen. Nur einmal wenden. In etwa 10 bis 13 Minuten knusprig backen.

Mit einer Backschaufel aus dem Öl heben, abtropfen lassen und mit Küchenkrepp Fett abtupfen. Sofort servieren. Paniertes soll niemals übereinander gelegt werden. Dazu: Erdäpfelsalat gemischt mit Vogerlsalat
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 18. September 2019, 22:34:45
HEUTE GIBT’S SCHWÄBISCHES SOULFOOD – EINEN GAISBURGER MARSCH

Und woher kommt der Name Gaisburger Marsch?
Angeblich durften Frauen im Stuttgarter Stadtteil Gaisburg ihren gefangenen Männern jeden Tag genau einen Teller Essen bringen. Und in diesen einen Teller haben sie dann alles reingepackt, was kräftigt und so richtig satt macht: Kartoffelschnitz mit Spätzle.

Und es stimmt – besonders im Winter gibt’s kaum was besseres als dieses schwäbische Lieblingsgericht.

Rezept Gaisburger Marsch
für 4 Personen

Zutaten:

2 Beinscheiben oder ca. 600 g Suppenfleisch vom Rind
750 ml Wasser
1 Zwiebel
3 Karotten + 1
1/2 Sellerieknolle
1 Stange Lauch
1 Petersilienwurzel
500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
Spätzle – selbst gemacht nach diesem Rezept (oder gute gekaufte, z.B. von Albgold)
2 EL Butter
2 Zwiebeln
Zubereitung:

1 Zwiebel halbieren und beide Hälften in einer Pfanne anrösten, bis die Flächen braun sind
Suppenfleisch mit Wasser aufsetzen – es sollte leicht köcheln
Gut salzen (mind. 1 TL) und 5 Pfefferkörner dazu geben
Das Suppengemüse waschen, putzen und ggf. schälen – in kleine Stücke schneiden und zur Brühe geben – Zwiebelhälften ebenfalls dazu geben
Jetzt Deckel drauf geben und mindestens 2 Stunden auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist
Ich seihe die Brühe jetzt in einen anderen Topf ab und gebe das Rindfleisch auf einen extra Teller
In den „neuen“ Topf mit der Brühe kommen jetzt die vorbereiteten Kartoffeln (geschält und in Schnitze geschnitten), eine zerkleinerte Möhre und das Suppenfleisch (ohne Knochen)
Bis die Kartoffeln gar sind, dauert das ca. 20 Minuten
In der Zwischenzeit kann man die Spätzle und die geschmälzten Zwiebeln machen
Für diese erhitze ich in einer kleinen  Pfanne 2 EL Butter und gebe die in Zwiebeln geschnittenen Ringe dazu – diese werden ganz langsam und auf mittlerer Stufe goldbraun gebraten – zum Schluss gebe ich etwas Puderzucker dazu, das gibt einen tollen Geschmack


Schade, dass bei dem total lustigen Witz weder Hitler, der Tenno oder Stalin vorkommen.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: sailor am 18. September 2019, 22:47:57
Anfrage an Radio Jerewan: Können Flöhe Mitglied in der KPdSU werden?

Antwort: Im Prinzip ja, in ihnen fliesst Arbeiter- und Bauernblut.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 18. September 2019, 23:01:34
Gaisburger Marsch

Yummi. Habe ich in meiner Schwabenzeit sehr genossen. Inzwischen bin ich aber auf Labskaus (https://forum.psiram.com/index.php?topic=8987.msg124198#msg124198) umgestiegen.
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 18. September 2019, 23:04:59
Gaisburger Marsch

Yummi. Habe ich in meiner Schwabenzeit sehr genossen. Inzwischen bin ich aber auf Labskaus (https://forum.psiram.com/index.php?topic=8987.msg124198#msg124198) umgestiegen.

Was soll man da sagen? Einen schnellen Tod wünschen?  :grins

Achso, ohne Grützwurst! Du darfst weiterleben!
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 19. September 2019, 01:58:08
ich mag Maultaschen  :grins2:
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Carlsen. am 20. September 2019, 11:47:22
Albert Einstein steht vor dem Himmelstor, aber das Tor ist zu.
Kurz zögert er, dann ruft er: ‚Ich bin Einstein, der berühmte Physiker!‘
Nichts rührt sich.
Zuerst klopft er, dann pocht er, endlich hämmert er gegen die Himmelspforte: ‚Ich bin Nobelpreisträger! Ich habe einen Namen in der Branche!‘

Schließlich dröhnt von innen eine Stimme heraus, die man so richtig weder Petrus noch Gott zuordnen kann: ‚Du bist grob zu denen gewesen, die Dir anvertraut waren.‘
‚Was zählen schon Frau und Kinder gegen die Segnungen, die ich der modernen Physik gebracht habe!‘, entgegnet Einstein, ‚man muss das relativ sehen.‘
Die Himmelstür öffnet sich einen Spalt weit, ein lichtumrandetes Antlitz - Lieserl? - lugt hervor: ‚Hier ist nichts relativ, alles ist absolut.‘
Einstein versucht sich zu retten: ‚Ich bin ein spezieller Fall! Meine Verdienste um das theoretische Weltverständnis können nicht in Abrede gestellt werden. Das ist ein Beitrag, der zählt.‘

Der Lichtgestalt gesellt sich eine zweite - Eduard? - hinzu: ‚Du bist doch jetzt ein Pop-Star! Deine Fans werden sich um Dich kümmern.‘
‚Ihr habt ja keine Ahnung‘, jammert Einstein, ‚meine Kollegen neiden und hassen mich und alle anderen suhlen sich in meinem Erfolg. Ich bin ganz allein.‘

Ein drittes Licht - Hans? - nähert sich: ‚Wir wollten nichts Unmenschliches von Dir. Nur einen Vater.‘
‚Ihr wart der Preis, den ich der Physik wegen zahlen musste!‘, wiederholt Einstein, ‚ich musste die Enge der Familie überwinden um die unermeßlichen Weiten eines wandernden Universums zu gewinnen. Kein Genie lähmt sich je mit häuslichen Bindungen.‘

Leise und schweigend schließt sich die Tür. Unendliche Stille erfüllt die Sphäre wechselwirkender Unentschlossenheit und unentschlossener Wechselwirkung, einer ewigen, zeitlosen Verdammnis gleich.

Verzweifelt brüllt Einstein: ‚Ich bin nicht schuld, dass aus Euch nichts geworden ist! Hättet Ihr die Raum-Zeit-Konstante begriffen, dann hättet Ihr verstanden, dass das Leben stets neu beginnt. Es gibt keine Vergangenheit, der man irgendeine Schuld zuschreiben könnte. Ich habe Euch das größte Geschenk gegeben, Ihr aber habt es nicht angenommen!‘

Von innen schallt es ein letztes Mal verstummend heraus: ‚So viel der Gabe hätten wir gar nicht gebraucht.‘

Später, beim quälenden Umherstreichen in den schaurigen Gefilden der Trostlosigkeit, fällt Einstein auf, dass er vergessen hat zu fragen, wie es kommt, dass die Seinigen drinnen sind, er aber draußen: ‚Was eigentlich war Euer Verdienst, um den Ihr Aufnahme fandet, wenn der meine vor den Augen des Allmächtigen nichts gilt?‘
Er frägt sich: Was ist die wesentliche, hinreichende und notwendige Bedingung? Was ist die Konstante einer jeden Himmelsmechanik? Welcher Faktor muss in die Himmelsgleichung eingefügt werden? Wie lautet die Formel hierzu? Und wie rechne ich den Beobachter heraus?

Ewigkeiten büßt Einstein im Ringen um diese Fragen.

Endlich öffnen sich die Pforten des Paradieses. Petrus lässt ihn ein und meint: ‚Das hast Du ihm, der einzigen kosmologischen Konstanten zu verdanken.‘
‚Aber die ist ein reiner Rechenwert!‘, wundert sich Einstein, ‚Im Grunde eine Notlösung, bloßer Behelf, eine Uneleganz des Systems! Eine Schwäche der Formel!‘

Von hinten bereits erschallt das himmlische Hosianna, Schalmeienklang und brummiges OM.
Petrus schmunzelt nur: ‚Das Irreguläre ist die schmale Pforte derer, denen die Lücke alles offenbart. Auch Gott ist Vater. Auch Gott kennt die Last der Familie. Auch Gott hat mit seinem Sohn gelitten. Auch Genies können irren.‘
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: celsus am 20. September 2019, 12:11:54
In Gedenken an Groucho, der gar nicht so gerne Karpfen mochte ...


Speck-Karpfen

Zubereitungszeit: 10 Min.
Koch- bzw. Backzeit: 25 Min.
Gesamtzubereitungszeit: 35 Min.

Man braucht:
Karpfen (je nachdem, wieviele Gäste man bewirten will)
Salz
Pfeffer
Speckscheiben (Bacon), ungefähr 300 g pro Fisch

Zubereitung
Der Karpfen wird innen gesalzen und gepeffert, auf eine breite Auflaufform oder auf ein Backblech gelegt. Backpapier als Unterlage empiehlt sich, da spart man sich hinterher Ärger bei der Reinigung. Den Karpfen mit Speckscheiben belegen und das Ganze etwa bei 180 - 200 Grad etwa 25 Minuten in den Ofen schieben. Der Fisch sollte schön braun sein und die Rückenflosse sollte sich leicht lösen lassen. Je nachdem, wie ausgebacken man den Speck mag, kann man ihn auch später auf den Fisch legen. Besonders die Kinder lieben den krossen Speck. Man kann auch Speck in das Innere des Fisches legen, dann sollte man aber etwas vorsichtiger salzen.

Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 20. September 2019, 12:34:10
ich mag Maultaschen  :grins2:

Lieber in der Brühe mit Kartoffelsalat oder mit Zwiebeln und Ei in der Pfanne überschmelzt?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: sumo am 21. September 2019, 17:29:43
ich plane, wenn es etwas kühler wird, das obige Rezept vom Gaisburger Marsch.


Im übrigen hat Thaddäus Troll eine andere Erklärung für den Namen:

In einer Kaserne hatten die Einjährig-Freiwilligen das Recht, außerhalb der Kaserne zu Mittag zu speisen, und diese formierten sich zu einem Block, der gemeinsam in eine bestimmte Wirtschaft marschierten, im "Gaisburger Marsch"

Was da nun stimmt, sei mir egal, solange es schmeckt
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 21. September 2019, 23:42:26
ich mag Maultaschen  :grins2:

Lieber in der Brühe mit Kartoffelsalat oder mit Zwiebeln und Ei in der Pfanne überschmelzt?
Erst eine Suppe mit einer Maultasche, während die restlichen im Ofen mit braunen Zwiebeln warm gehalten werden. Und bien sûr mit Kartoffelsalat - schwäbischen versteht sich  (https://www.cosgan.de/images/smilie/nahrung/e065.gif)

Am nächsten Tag dann die übriggebliebenen (da werden dann so viel gemacht, dass sicher was übrig bleibt :D) mit Ei überbacken und grünem Salat.

(Morgen gibts Zwiebelkuchen und Federweise)
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Belbo am 22. September 2019, 01:34:09
ich mag Maultaschen  :grins2:

Lieber in der Brühe mit Kartoffelsalat oder mit Zwiebeln und Ei in der Pfanne überschmelzt?
Erst eine Suppe mit einer Maultasche, während die restlichen im Ofen mit braunen Zwiebeln warm gehalten werden. Und bien sûr mit Kartoffelsalat - schwäbischen versteht sich  (https://www.cosgan.de/images/smilie/nahrung/e065.gif)

Am nächsten Tag dann die übriggebliebenen (da werden dann so viel gemacht, dass sicher was übrig bleibt :D) mit Ei überbacken und grünem Salat.

(Morgen gibts Zwiebelkuchen und Federweise)

Die selber gemachten, mit einer eher lockeren Fülle die seitlich offen sind oder eher die eher brätlastigen vom Metzger, mit einer homogenen Fülle?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: sailor am 22. September 2019, 13:57:15
Albert Einstein steht vor dem Himmelstor, aber das Tor ist zu.
Kurz zögert er, dann ruft er: ‚Ich bin Einstein, der berühmte Physiker!‘
Nichts rührt sich.
Zuerst klopft er, dann pocht er, endlich hämmert er gegen die Himmelspforte: ‚Ich bin Nobelpreisträger! Ich habe einen Namen in der Branche!‘

Schließlich dröhnt von innen eine Stimme heraus, die man so richtig weder Petrus noch Gott zuordnen kann: ‚Du bist grob zu denen gewesen, die Dir anvertraut waren.‘
‚Was zählen schon Frau und Kinder gegen die Segnungen, die ich der modernen Physik gebracht habe!‘, entgegnet Einstein, ‚man muss das relativ sehen.‘
Die Himmelstür öffnet sich einen Spalt weit, ein lichtumrandetes Antlitz - Lieserl? - lugt hervor: ‚Hier ist nichts relativ, alles ist absolut.‘
Einstein versucht sich zu retten: ‚Ich bin ein spezieller Fall! Meine Verdienste um das theoretische Weltverständnis können nicht in Abrede gestellt werden. Das ist ein Beitrag, der zählt.‘

Der Lichtgestalt gesellt sich eine zweite - Eduard? - hinzu: ‚Du bist doch jetzt ein Pop-Star! Deine Fans werden sich um Dich kümmern.‘
‚Ihr habt ja keine Ahnung‘, jammert Einstein, ‚meine Kollegen neiden und hassen mich und alle anderen suhlen sich in meinem Erfolg. Ich bin ganz allein.‘

Ein drittes Licht - Hans? - nähert sich: ‚Wir wollten nichts Unmenschliches von Dir. Nur einen Vater.‘
‚Ihr wart der Preis, den ich der Physik wegen zahlen musste!‘, wiederholt Einstein, ‚ich musste die Enge der Familie überwinden um die unermeßlichen Weiten eines wandernden Universums zu gewinnen. Kein Genie lähmt sich je mit häuslichen Bindungen.‘

Leise und schweigend schließt sich die Tür. Unendliche Stille erfüllt die Sphäre wechselwirkender Unentschlossenheit und unentschlossener Wechselwirkung, einer ewigen, zeitlosen Verdammnis gleich.

Verzweifelt brüllt Einstein: ‚Ich bin nicht schuld, dass aus Euch nichts geworden ist! Hättet Ihr die Raum-Zeit-Konstante begriffen, dann hättet Ihr verstanden, dass das Leben stets neu beginnt. Es gibt keine Vergangenheit, der man irgendeine Schuld zuschreiben könnte. Ich habe Euch das größte Geschenk gegeben, Ihr aber habt es nicht angenommen!‘

Von innen schallt es ein letztes Mal verstummend heraus: ‚So viel der Gabe hätten wir gar nicht gebraucht.‘

Später, beim quälenden Umherstreichen in den schaurigen Gefilden der Trostlosigkeit, fällt Einstein auf, dass er vergessen hat zu fragen, wie es kommt, dass die Seinigen drinnen sind, er aber draußen: ‚Was eigentlich war Euer Verdienst, um den Ihr Aufnahme fandet, wenn der meine vor den Augen des Allmächtigen nichts gilt?‘
Er frägt sich: Was ist die wesentliche, hinreichende und notwendige Bedingung? Was ist die Konstante einer jeden Himmelsmechanik? Welcher Faktor muss in die Himmelsgleichung eingefügt werden? Wie lautet die Formel hierzu? Und wie rechne ich den Beobachter heraus?

Ewigkeiten büßt Einstein im Ringen um diese Fragen.

Endlich öffnen sich die Pforten des Paradieses. Petrus lässt ihn ein und meint: ‚Das hast Du ihm, der einzigen kosmologischen Konstanten zu verdanken.‘
‚Aber die ist ein reiner Rechenwert!‘, wundert sich Einstein, ‚Im Grunde eine Notlösung, bloßer Behelf, eine Uneleganz des Systems! Eine Schwäche der Formel!‘

Von hinten bereits erschallt das himmlische Hosianna, Schalmeienklang und brummiges OM.
Petrus schmunzelt nur: ‚Das Irreguläre ist die schmale Pforte derer, denen die Lücke alles offenbart. Auch Gott ist Vater. Auch Gott kennt die Last der Familie. Auch Gott hat mit seinem Sohn gelitten. Auch Genies können irren.‘

Dann kommen jetzt alle Nazi-Kriegsverbrecher in den Himmel, wenn sie gute Familienväter waren?
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: simpel am 23. September 2019, 22:09:15
Die selber gemachten, mit einer eher lockeren Fülle die seitlich offen sind oder eher die eher brätlastigen vom Metzger, mit einer homogenen Fülle?
nie fertig gekaufte, wäre imo Frevel. Wenn ich was esse, dann was gutes  ;)
Ich benutze auch kein Brät, sondern gerauchte Wurst. In meiner Familie war's Schinkenwurst, gibt es hier aber nicht, daher geräucherte Rindswurst. Wird hier eigentlich in den Eintöpfen gegessen, ein vertretbarer Ersatz.

Albert Einstein steht vor dem Himmelstor, ....
:stirn
Titel: Re: Der Wissenschaftler als Grobian
Beitrag von: Typee am 23. September 2019, 23:27:50
Albert Einstein steht vor dem Himmelstor, ....
:stirn

... und schaut dem Alten beim Würfeln zu  ;D