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Deutsch => Allgemeine Diskussionen => Thema gestartet von: KranzFonz am 30. April 2013, 14:56:31

Titel: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 30. April 2013, 14:56:31
Hallo zusammen,

was haltet Ihr von veganer Hundeernährung, so wie hier beschrieben? http://www.urkostforum.de/viewtopic.php?f=2&t=13625 (http://www.urkostforum.de/viewtopic.php?f=2&t=13625)

Bei mir hat es nach dem Lesen des Threads eine Weile gedauert, bis ich wieder einen ernsthaften Gedanken fassen konnte. Und ich breche immer noch erneut zusammen, wenn ich solche Sätze lesen muss: "Gibst du deinem Hund auch frisches, vollreifes Bio- bzw. Demeterobst. Bietest du ihm auch Äpfel an?"

Aber lassen wir mal das schmückende Beiwerk weg und übersehen großzügig die schleimige Selbstinszenierung und den platten Humor der Urköstler sowie die absurde Situation an sich. Mich interessiert an der Stelle eher die Argumentationskette.

Aus Sicht des Hardcore-Tierrechtlers ergibt sich folgendes Bild: Man darf einen Hund nicht halten, denn das verstößt gegen das Recht des Hundes (= Sklavenhaltung). Man kann aber einen Hund auch nicht frei laufen lassen, weil dieser dann Opfertiere tötet. Selbst töten darf man den Hund auch nicht. Wenn also kein anderes Tier zu Schaden kommen soll, muss man den Hund einsperren und vegan ernähren. Wie bei einem Straftäter müssen die eigenen Interessen des Hundes hinten angestellt werden.

Ist diese Argumentationskette in sich schlüssig? Wenn ja, würde es bedeuten, dass die meisten Argumente, die gegen vegane Hundeernährung angeführt werden, ins Leere laufen. Ob der Hund eigentlich ein Fleischfresser ist, spielt für die obige Betrachtung keine Rolle. Ob der Hund lieber Fleisch fressen würde oder welche Nahrung für den Hund tatsächlich gesund wäre, ist nachrangig zu beurteilen. Der Hund muss vegan ernährt werden, weil das Recht auf Überleben der Opfertiere höher gewertet wird.

Eine schlüssige Gegenargumentation könnte also nur bei den Grundsätzen der Tierrechtlicher ansetzen. Das erscheint mir nicht unbedingt einfach zu sein, obwohl der Fall doch sehr absurd anmutet. Wie seht Ihr das?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Nogro am 30. April 2013, 15:23:12
Unbedenklich müsste das Verfüttern von Aas natürlich verstorbener Tiere sein:
ZitatIn nahrungsarmen Zeiten frisst der Wolf sowohl Aas als auch Abfälle.
(aus Wikipedia)
Sollen doch die Rohköstler ihren Wauwauchen verwesende Tierkadaver in den Napf legen (ausgenommen natürlich die toten Mäuse aus den vergrabenen Demeter-Kuhhörnern  :grins2: )
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Onkel Heinz am 30. April 2013, 17:01:23
http://rohkost.info/2012/12/10/vegane-rein-pflanzliche-hundeernahrung-frisch-und-fit-fur-ein-gesundes-hundeleben/
(http://rohkost.info/2012/12/10/vegane-rein-pflanzliche-hundeernahrung-frisch-und-fit-fur-ein-gesundes-hundeleben/)
ZitatUnd das Märchen von den tierischen Proteinen, die angeblich "höherwertig" sein sollen, haben wir ja schon bei unserer veganen Menschennahrung als Unfug entlarvt.
:stirn

Das weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Ich denke, am besten gar nicht...
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 30. April 2013, 18:19:25
ZitatWenn also kein anderes Tier zu Schaden kommen soll, muss man den Hund einsperren und vegan ernähren. Wie bei einem Straftäter müssen die eigenen Interessen des Hundes hinten angestellt werden
Und das ist dann keine Tierquälerei, sondern artgerechte Haltung?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 30. April 2013, 18:50:55
Mal von diesem bizarren Auswuchs der Veganerphilosophie ganz abgesehen - das hier löst bei mir auch eine seltsam schmerzhafte Faszination aus:

ZitatVielen Dank liebe Brigitte.
"Warum? Wir essen doch roh hier!

Ernsthaft: Ich bin ein Fan des Selber- und Nachdenkens und freue mich ausdrücklich über eure Stellungnahmen. "

                         Welch unglaublich, kreativer, gelungener Witz, ich lache gerade herzhaft über ihn. Er war echt genial.Du hast wirklich einen ganz feinsinnigen,kreativen,liebenswerten(und keinen hintersinnigen ) Humor, liebe Brigitte. Was ich an deinem Humor sooooo liebe und schätze ist deine Liebenswürdigkeit dabei. Wirklich niemals war dein Humor beleidigent gegen Mensch und/oder Tier. Kann man leider nicht von allen Menschen behaupten, bei vielen anderen Menschen fragt man sich, sollen diese alten, schöpfungsverachtenden,blöden,unkreativen,unverschämten"Witzeleien" Humor sein??

... (http://galacticpillow.files.wordpress.com/2011/12/star-trek_double_facepalm-e1325301368692.jpg%3Fw%3D175%26h%3D150%26crop%3D1)
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 30. April 2013, 19:02:47
Oh ich sehe gerade:

Zitat von: KranzFonz am 30. April 2013, 14:56:31
Aber lassen wir mal das schmückende Beiwerk weg und übersehen großzügig die schleimige Selbstinszenierung und den platten Humor der Urköstler sowie die absurde Situation an sich. Mich interessiert an der Stelle eher die Argumentationskette.

Sorry.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 30. April 2013, 20:13:12
Zitat von: KranzFonz am 30. April 2013, 14:56:31
Eine schlüssige Gegenargumentation könnte also nur bei den Grundsätzen der Tierrechtlicher ansetzen.

Ich denke, das ist so, ja.
Solche absurden Szenarien entstehen eben, wenn man ein von menschlichem Bewusstsein abhängiges Konstrukt auf die gesamte Natur überträgt. So führen sich die Tierrechtler ja eigentlich schön selbst ad absurdum. Das kam in dieser Blogdiskussion (http://blog.psiram.com/2013/04/tierrechts-terroristen-zerstoren-forschungseinrichtung-in-mailand/) auch ganz gut durch: wenn man in der Tierrechtsphilosophie konsequent ist, landet man im Grunde beim Gegenteil von moralischem Verhalten. ,,For the Greater Good", sozusagen.
Man muss schon zu den Grundsätzen kommen, wenn man dagegen argumentieren will. Also hier ein Versuch:

Was ist eigentlich schlimm daran, jemanden zu töten? Die Frage klingt blöd, aber sie ist nicht unwichtig. Ist das Totsein an sich eigentlich das Schlimme? Keiner weiß natürlich, wie es ist, tot zu sein, aber es deutet ja doch alles darauf hin, dass es nicht weh tut. Schmerzen sind natürlich doof, das ist klar, auch für Tiere. Aber Totsein selbst?
Meine Hypothese: Töten ist um so schlimmer je mehr Bewusstsein im Spiel ist. Wenn ich weiß, dass ich sterben werde, habe ich Angst davor. Wenn ich von dem Tod Angehöriger erfahre, bin ich traurig und vermisse. Wenn ich von dem Tod eines Kindes erfahre, denke ich daran, was es noch alles vor sich gehabt hätte, etc.
Das Leid, das durch Töten verursacht wird, ist das Leid derer, die davon wissen. Und man vermisst und trauert natürlich umso mehr, je näher man der toten Person stand. Und wenn mir jemand erzählt, der Tod einer anonymen Laborratte gehe ihm näher als der Tod eines Angehörigen oder das Wissen um den eigenen Tod; oder das Wohlergehen des eigenen Haustieres wäre weniger wichtig als das Leben eines Nutztieres, dann hat das meines Erachtens mit Moral nicht viel zu tun, sondern ist Zynismus pur.
Die Tierrechtsphilosophie funktioniert nur dann, wenn man von menschlichem Empfinden absieht und eine rational nicht begründbare übergeordnete Moral annimmt, die, wenn man konsequent ist, keine Moral mehr ist. Das menschliche Empfinden ist nunmal der beste Hinweisgeber dafür, was richtig und falsch ist, den wir haben.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Landratte am 30. April 2013, 22:19:06
Zitat von: KranzFonz am 30. April 2013, 14:56:31
Eine schlüssige Gegenargumentation könnte also nur bei den Grundsätzen der Tierrechtlicher ansetzen. Das erscheint mir nicht unbedingt einfach zu sein, obwohl der Fall doch sehr absurd anmutet. Wie seht Ihr das?

Die schlüssige Gegenargumentation kann man sich getrost sparen, denn beim Lesen im Rondholz-Forum wird eines ganz deutlich: Es geht nicht darum, was natürlich ist, sondern was in die eigene Gedanken- und Ideenwelt passt. Da wird mal mit der Natur und mal mit dem Tierschutz und dann wieder mit der Moral und Ethik argumentiert, immer wie es gerade günstig ist und hauptsache vegan.

Insofern: Veganern ist jede vernünftige Argumentation wurscht, die haben sowieso Recht. Und ich brauch auch keine Argumentation, denn ich weiss, dass mein Hund ein überwiegend Fleischfresser ist, steht in jedem Lexikon. Da ist die einzige Entscheidung roh oder gekocht, aber mit Sicherheit zu 60-70% Fleisch beim erwachsenen Hund.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: DönerMitScharf am 01. Mai 2013, 07:02:56
Zitat von: Gefährliche Bohnen am 30. April 2013, 20:13:12
Zitat von: KranzFonz am 30. April 2013, 14:56:31
Eine schlüssige Gegenargumentation könnte also nur bei den Grundsätzen der Tierrechtlicher ansetzen.

Ich denke, das ist so, ja.
Solche absurden Szenarien entstehen eben, wenn man ein von menschlichem Bewusstsein abhängiges Konstrukt auf die gesamte Natur überträgt. So führen sich die Tierrechtler ja eigentlich schön selbst ad absurdum. Das kam in dieser Blogdiskussion (http://blog.psiram.com/2013/04/tierrechts-terroristen-zerstoren-forschungseinrichtung-in-mailand/) auch ganz gut durch: wenn man in der Tierrechtsphilosophie konsequent ist, landet man im Grunde beim Gegenteil von moralischem Verhalten. ,,For the Greater Good", sozusagen.
Man muss schon zu den Grundsätzen kommen, wenn man dagegen argumentieren will. Also hier ein Versuch:

Was ist eigentlich schlimm daran, jemanden zu töten? Die Frage klingt blöd, aber sie ist nicht unwichtig. Ist das Totsein an sich eigentlich das Schlimme? Keiner weiß natürlich, wie es ist, tot zu sein, aber es deutet ja doch alles darauf hin, dass es nicht weh tut. Schmerzen sind natürlich doof, das ist klar, auch für Tiere. Aber Totsein selbst?
Meine Hypothese: Töten ist um so schlimmer je mehr Bewusstsein im Spiel ist. Wenn ich weiß, dass ich sterben werde, habe ich Angst davor. Wenn ich von dem Tod Angehöriger erfahre, bin ich traurig und vermisse. Wenn ich von dem Tod eines Kindes erfahre, denke ich daran, was es noch alles vor sich gehabt hätte, etc.
Das Leid, das durch Töten verursacht wird, ist das Leid derer, die davon wissen. Und man vermisst und trauert natürlich umso mehr, je näher man der toten Person stand. Und wenn mir jemand erzählt, der Tod einer anonymen Laborratte gehe ihm näher als der Tod eines Angehörigen oder das Wissen um den eigenen Tod; oder das Wohlergehen des eigenen Haustieres wäre weniger wichtig als das Leben eines Nutztieres, dann hat das meines Erachtens mit Moral nicht viel zu tun, sondern ist Zynismus pur.
Die Tierrechtsphilosophie funktioniert nur dann, wenn man von menschlichem Empfinden absieht und eine rational nicht begründbare übergeordnete Moral annimmt, die, wenn man konsequent ist, keine Moral mehr ist. Das menschliche Empfinden ist nunmal der beste Hinweisgeber dafür, was richtig und falsch ist, den wir haben.

Sehr schön auf den Punkt gebracht. Ich habe mich früher auch gerne mit theoretischer Philosophie beschäftigt, aber wenn man ganz ehrlich ist und wie man dann auch hier am Beispiel der Tierrechtdiskussion sieht, spielen sich diese ganzen Konstrukte doch irgendwie im luftleeren Raum ab, ohne Bezug zur Realität. Daher, obwohl ich mich eher als rationalen Menschen empfinde, würde ich auch darauf plädieren sich einfach mal auf sein Gefühl zu verlassen, was richtig und was falsch ist.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 09:11:32
Zitat von: Gefährliche BohnenDie Tierrechtsphilosophie funktioniert nur dann, wenn man von menschlichem Empfinden absieht und eine rational nicht begründbare übergeordnete Moral annimmt, die, wenn man konsequent ist, keine Moral mehr ist. Das menschliche Empfinden ist nunmal der beste Hinweisgeber dafür, was richtig und falsch ist, den wir haben.
Zitat von: DönerMitScharf... würde ich auch darauf plädieren sich einfach mal auf sein Gefühl zu verlassen, was richtig und was falsch ist.

Das ist genau das Problem. Eine Argumentation gegen veganer Hundeernährung ist komplex, schwer verständlich und wirkt konstruiert, wenn man sie auf philosophische Gedankengebäude stützt. Wenn es letztendlich darauf hinaus läuft, dass man sich auf sein Gefühl verlassen soll, werden der esoterischen Schindluderei Tür und Tor geöffnet. Denn ein Tier zu ermorden, kann ein denkender Mensch nicht als gut empfinden.

Das Dumme daran ist, dass man es a) als Hundehalter in der Hand hat und b) selbst unter der veganen Nahrung nicht leiden muss. Ich könnte mir also ein Würstchen grillen (was ich heute übrigens bei dem Wetter auf jeden Fall tun werde  8) ) und meinen Hund mit veganem Schappi quälen. Das wäre nach den Tierrechtlern immer noch besser als nichts zu tun.

Zitat von: bayleUnd das ist dann keine Tierquälerei, sondern artgerechte Haltung?
Natürlich ist das nicht argerecht. Aber ein Massenmörder - und ein Hund ist ja ein Massenmörder, zumindest ein potentieller - wird auch nicht artgerecht gehalten.

Zitat von: NogroUnbedenklich müsste das Verfüttern von Aas natürlich verstorbener Tiere sein
Ja, das sieht der Urköstler Horst E genauso: "Wenn ein Hund nach Fleisch verlangt, würde auch ich ihm welches geben, aber nur solches von frisch verstorbenen Gnadenhoftieren". Ich frage mich nur, wie das logistisch funktionieren soll.

Zitat von: Landratte...denn ich weiss, dass mein Hund ein überwiegend Fleischfresser ist
, der sich aber auch von anderer Nahrung ernähren kann. Wenn das Leben der Opfertiere aber höher zu bewerten ist als die Gelüste des Hundes, muss der Hund zurückstecken, sich umgewöhnen und sich mal zusammenreissen.

Ich habe glücklicherweise nicht vor, mit einem Hardcore-Veganer darüber zu diskutieren. Spannender und erfolgversprechender wäre auch eher die große Masse der Unschlüssigen. Hier halte ich es für die beste Argumentationskette, die Tierrechtlergedanken bis zur letzten Konsequenz durchzuspinnen. Die Frage ist nämlich, an welcher Stelle man die Grenze zieht. Nimmt man Tierrechtler Ernst und zieht keine Grenze, kommt das absurde Gedankengut allein zum Vorschein.

Nichtsdestotrotz bietet vegane Hundeernährung ein hervorragendes Tätigkeitsfeld, um das Gewissen anderer Menschen zu Geld zu machen. So werden Tierliebhaber zu Tierquälern, zu Lasten der Tierwelt, aber mit gutem Gewissen. Krank... ...aber vielleicht sollte ich diese Marktnische ausfüllen.  :o  ;D
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Groucho am 01. Mai 2013, 10:50:38
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 09:11:32
Denn ein Tier zu ermorden, kann ein denkender Mensch nicht als gut empfinden.

Ein Tier zu töten, um sich davon zu ernähren, ist kein Mord, Mord ist eine rein menschliche Kategorie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mord (https://de.wikipedia.org/wiki/Mord)

Zitat
Das Dumme daran ist, dass man es a) als Hundehalter in der Hand hat und b) selbst unter der veganen Nahrung nicht leiden muss. Ich könnte mir also ein Würstchen grillen (was ich heute übrigens bei dem Wetter auf jeden Fall tun werde  8) ) und meinen Hund mit veganem Schappi quälen. Das wäre nach den Tierrechtlern immer noch besser als nichts zu tun.

Bevor man es kompliziert macht, kann man doch mal einfach anfangen. Ohne es gerade genau belegen zu können würde ich mal behaupten, dass wegen Hundefutter mit Fleisch gar keine Tiere zusätzlich sterben. Kann mir nicht vorstellen, dass z.B. ein Rinderfilet im Hundefutter landet - sondern halt die Dinge, die ein "üblicher" westlicher Mensch eher nicht mehr essen will. Man kann da auch ethisch argumentieren: Wenn wir schon Tiere zum Essen Töten, sollten wir auch möglichst viel von ihm verwenden. Was ja auch gemacht wird.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 01. Mai 2013, 10:58:40
Wie wäre es denn einfach, die vegane Ehik so weit zu betrieben und sich erst gar kein Raubtier zu halten, sondern, sagen wir, Meerschweinchen, die sich artgerecht vegan ernähren lassen?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Landratte am 01. Mai 2013, 11:01:49
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 09:11:32
der sich aber auch von anderer Nahrung ernähren kann.

Genau, auch. Aber nicht nur. Vegane Ernährung muss früher oder später zu Mangelerscheinungen führen, weil die hohe Proteinzufuhr mit einen bisschen geraspelter Kokosnuss und ein paar Möhrchen nicht gewährleistet ist, auch wenn das ein hübscher Gedanke ist, und selbst wenn die Energiebilanz der Nahrungsmittel stimmt - der Hund muss sie auch verwerten können.

Zitat von: Groucho am 01. Mai 2013, 10:50:38
Bevor man es kompliziert macht, kann man doch mal einfach anfangen. Ohne es gerade genau belegen zu können würde ich mal behaupten, dass wegen Hundefutter mit Fleisch gar keine Tiere zusätzlich sterben. Kann mir nicht vorstellen, dass z.B. ein Rinderfilet im Hundefutter landet - sondern halt die Dinge, die ein "üblicher" westlicher Mensch eher nicht mehr essen will. Man kann da auch ethisch argumentieren: Wenn wir schon Tiere zum Essen Töten, sollten wir auch möglichst viel von ihm verwenden. Was ja auch gemacht wird.

Das ist richtig, in der Regel werden Schlachtabfälle zu Tierfutter verarbeitet, die der Mensch nicht essen möchte. Ich kaufe Dosen mit reinem Fleisch und mixe selbst Gemüse und Getreide dazu. In den Dosen ist z.B.: Pansen, Maulfleisch, Kehlkopf, Euter, Herz, usw.

Und wenn ein Veganer unbedingt auf konventionelles Fleisch verzichten möchte, dann kann er ja Bio-Dosen kaufen...wenns dem Gewissen denn hilft.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Landratte am 01. Mai 2013, 11:05:28
Zitat von: Robert am 01. Mai 2013, 10:58:40
Wie wäre es denn einfach, die vegane Ehik so weit zu betrieben und sich erst gar kein Raubtier zu halten, sondern, sagen wir, Meerschweinchen, die sich artgerecht vegan ernähren lassen?

Der Hund ist kein Raubtier, sondern ein domestiziertes Haus- und Nutztier. Nur halt eines, was Fleisch futtert. Ohne den Menschen würde es den Hund nicht geben, dann gäbe es nur Wölfe. Wildhunde entstammen auch dieser Domestikation.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 01. Mai 2013, 11:06:28
Dann ist es ein domestiziertes Raubtier, mit allen Anpassungen daran, wie Gebiss, Verdauungstrakt, Verhalten usw.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 01. Mai 2013, 11:45:19
Zitatund ein Hund ist ja ein Massenmörder
Seit ich die Tiere kenne, liebe ich die Pflanzen.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 01. Mai 2013, 11:50:20
Zitat von: bayle am 01. Mai 2013, 11:45:19
Zitatund ein Hund ist ja ein Massenmörder
Seit ich die Tiere kenne, liebe ich die Pflanzen.

Auch diese hier?

(http://flora.startbilder.de/bilder/sonnentaugewaechse-4814.jpg)
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 01. Mai 2013, 12:35:35
Auch diese!
Zitat
Ja, ja, ja, verschiedenes passiert so! Da ist einmal eine Kuh bei uns in den Propeller gekommen! Ritsch, ratsch, weg war sie! Auch Hunde!"
"Und Pferde?" fragten ängstlich die Bauern. "Auch Pferde, Väterchen?"
"Auch Pferde!" sagte stolz im Brustton der Überzeugung der Redner. "Das kommt oft vor!"
http://www.bruhaha.de/kuh_im_propeller.html
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 12:46:14
Zitat von: RobertWie wäre es denn einfach, die vegane Ehik so weit zu betrieben und sich erst gar kein Raubtier zu halten, sondern, sagen wir, Meerschweinchen, die sich artgerecht vegan ernähren lassen?

Richtig. Für Hunde aus dem Tierheim würde dies aber nicht gelten.

Folgendes Argument ist aber genau das wonach ich gesucht habe. Danke dafür!

Zitat von: Groucho...dass wegen Hundefutter mit Fleisch gar keine Tiere zusätzlich sterben. Kann mir nicht vorstellen, dass z.B. ein Rinderfilet im Hundefutter landet - sondern halt die Dinge, die ein "üblicher" westlicher Mensch eher nicht mehr essen will. Man kann da auch ethisch argumentieren: Wenn wir schon Tiere zum Essen Töten, sollten wir auch möglichst viel von ihm verwenden. Was ja auch gemacht wird.

Denn als Tierrechtler darf ich das Recht des Tieres nur einschränken, wenn dadurch ein höherwertiges Recht anderer Tiere nicht verletzt wird. Also: Ich darf einen Hund einsperren und ihm gewisse Nahrungsmittel verwehren, damit andere Tiere nicht getötet werden. Aber: Ich darf ihm nicht grundsätzlich Nahrungsmittel verwehren, die er fressen möchte. Denn das Recht des Tieres auf Selbstbestimmung ist höher zu bewerten als unsere Vorstellung von einer gesunden Lebensweise. Wir kommen hier auch nicht in eine Diskussion über gesunde Hundeernährung. Denn egal welche Nahrung gesünder ist: Es ist das Recht des Hundes, seine Nahrung selbst zu wählen. Als Tierrechtler darf man ihm das nicht ausschlagen.

Konsequenz: Ich muss meinem Hund mehrere Nahrungsmittel anbieten, beispielsweise einen Napf mit Kokos und Möhre, einen Napf mit frischem Obst und einen Napf mit Tierabfällen. Nur frisches Fleisch, für das ein Tier sterben musste, darf ich ihm nicht anbieten. Falls sich der Hund dann für die Tierabfälle entscheidet, müsste der Tierhalter und -rechtler das Tier in der Folge mit Tierabfällen ernähren. Das wäre dann genau die Kost, die Urköstler so verabscheuen. Herrlich.

Weiterhin müsste der Tierrechtler, wenn er es wirklich ernst meinte, so viele Hunde wie möglich aus dem Tierheim aufnehmen und mit der Kost ernähren, die sich die Hunde wünschen. Denn möglicherweise werden Hunde im Tierheim mit Frischfleisch gefüttert und das müsste der Tierrechtler selbstverständlich verhindern.

Absurderweise würde dies in letzter Konsequenz dazu führen, dass ein Markt für Tierheim-Hunde und Tierabfälle entstünde. Denn wie könnte ein echter Tierrechtler noch ernst genommen werden, wenn er nicht eins, zwei oder noch mehr Hunde aus dem Tierheim halten würde und diese nachweislich mit Tierabfällen ernährte?

So bricht das Gedankengerüst mit einfachen Argumenten in sich zusammen und das ist genau das, was ich erreichen wollte.  8) Ich würde diese Gedankengänge gerne validieren lassen. Ist jemand in der Lage, sie zu falsifizieren?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Groucho am 01. Mai 2013, 12:51:53
@bayle: Eine nette Seite! Sogar von Gernhardt gibt es dort passendes zum Topic hier!
-------------------------------------
Mann, dein Pferd
ist nichts wert.
Hier: das Bein
ist zu klein.
Dort: das Ohr
steht nicht vor.
Da: der Gaul
hat kein Maul.
Schau: der Schwanz
fehlt ihm ganz.
Und es trabt
nicht so recht,
denn das Pferd
ist ein - Specht!
Du viel dumm,
ich viel klug.
Hugh!
(Robert "Winnetou" Gernhardt)
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Groucho am 01. Mai 2013, 12:57:30
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 12:46:14
Ist jemand in der Lage, sie zu falsifizieren?

Um Himmels Willen! Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern. Was soll man da groß rumfalsifizieren. Ich würde die Frage mal im Brights-Forum stellen, falls es das noch gibt.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 01. Mai 2013, 13:13:14
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 12:46:14
Folgendes Argument ist aber genau das wonach ich gesucht habe
Aber die Ausdauer, die Du hier aufbringst, ist wahrscheinlich vergebens. Für komplexe Gedankengänge sind die meisten Ideologen nicht zu haben, zumindest dann nicht, wenn sie vom eigenen Weltbild wegführen. Einen Zeugen Jehovas wirst Du auch nicht überzeugen, wenn Du ihm Widersprüche in der Bibel nachweist. Die Kraft des Arguments wird gern überschätzt; ich würde mir davon nicht zu viel versprechen.

Aber es ist menschlich:
ZitatUnd ich dachte immer: die allereinfachsten Worte
Müssen genügen. Wenn ich sage, was ist
Muss jedem das Herz zerfleischt sein.
(Brecht)
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Ladislav Pelc am 01. Mai 2013, 13:39:20
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 12:46:14
Ich würde diese Gedankengänge gerne validieren lassen. Ist jemand in der Lage, sie zu falsifizieren?

Ich fürchte nur, der Aufwand ist vergebens. Wozu regelgerecht falsifizieren, wenn man die Prämissen, von denen man ausgeht, so lange schieben kann, bis das gewünschte Ergebnis rausbekommt? Wenn man Widersprüche im eigenen Gedankengebäude einfach nicht erkennt (oder erkennen will)?

Vielleicht hat ein Hund das Recht drauf, dass wir ihn dazu zwingen, sich gesund zu ernähren, wo er doch offensichtlich von selbst nicht dazu in der Lage ist (sonst würde er sich doch streng nach Rohkost oder Konzens ekliger Urkost ernähren)?

Vielleicht ist es falsch, Schlachtabfälle zu kaufen, weil man damit, selbst wenn sie billig sind, die Fleischmafia und damit das endlose Abschlachten kleiner süßer Tierchen unterstützt? Vielleicht ist das Argument, die Tiere würden ohnehin getötet, ohnehin nicht zulässig, sonst könnte man ja Fleisch essen mit dem Argument, dass das Tier ohnehin geschlachtet wird und es doch besser ist, wenn ich das Fleisch esse, als wenn es nachher entsorgt wird.

Vielleicht ist es den Vorreitern der Tierrechtebewegung nicht zuzumuten, sich selbst die Hände schmutzig zu machen mehr als ihren persönlichen Vorlieben entspricht, um arme kleine Tierheimhunde zu kümmern, weil sie ihre Zeit viel besser damit verbringen können zu missionieren Werbung für die Tierrechtebewegung zu machen, auf dass bald alle Leute verstanden haben, dass Tiere wichtiger sind als Menschen, was den süßen kleinen Hunden auf Dauer viel besser hilft.

Und immer so weiter.

Es bringt fürchte ich nichts, dagegen an zu argumentieren, da mögen die eigenen Argumente logisch noch so wasserdicht sein: Wer überzeugt ist, hat seine eigene "Logik", in der die Gültigkeit von Argumenten danach bestimmt wird, wie sehr sie der eigenen Überzeugung entsprechen.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 01. Mai 2013, 18:37:06
Bevor es untergeht - Robert hat da eine interessante Frage aufgeworfen: dürfen sich Veganer fleischfressende Pflanzen halten?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Ladislav Pelc am 01. Mai 2013, 19:02:11
Zitat von: The Doctor am 01. Mai 2013, 18:37:06
Bevor es untergeht - Robert hat da eine interessante Frage aufgeworfen: dürfen sich Veganer fleischfressende Pflanzen halten?

Hm, Frage an die Biologen hier: Fressen die Pflanzen auch Tofu? ;D
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 20:13:03
ZitatIch fürchte nur, der Aufwand ist vergebens.

Stimmt bei Ideologen, nicht aber unbedingt bei der breiten Masse, die sich nicht sicher ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es Tierhalter mit schlechtem Gewissen gibt. Die würden sich vielleicht besser fühlen, wenn sie wüssten, dass sie nichts "falsch" machen und "ethisch korrekt handeln" (was immer das sein mag).

Zitat...dürfen sich Veganer fleischfressende Pflanzen halten?

Ist doch ganz einfach:

Nein. Tiere haben dieselben Rechte wie Menschen. Pflanzen nicht. Demzufolge müssen fleischfressende Pflanzen umgewöhnt oder ausgerottet werden.

Wenn Pflanzen allerdings Menschenrechte erhalten, dürfen Veganer auch fleischfressende Pflanzen halten. Sie dürfen sie dann aber nur mit Tierabfällen füttern.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 01. Mai 2013, 20:19:33
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 20:13:03
ZitatIch fürchte nur, der Aufwand ist vergebens.
Stimmt bei Ideologen, nicht aber unbedingt bei der breiten Masse, die sich nicht sicher ist.
Was, die breite Masse der Hundebesitzer sei verunsichert und frage sich, ob Waldi vegan zu füttern sei?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 20:42:43
Zitat von: bayle am 01. Mai 2013, 20:19:33
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 20:13:03
ZitatIch fürchte nur, der Aufwand ist vergebens.
Stimmt bei Ideologen, nicht aber unbedingt bei der breiten Masse, die sich nicht sicher ist.
Was, die breite Masse der Hundebesitzer sei verunsichert und frage sich, ob Waldi vegan zu füttern sei?

Ich bezog mich auf die breite Masse der Verunsicherten, also die Nicht-Ideologen, die ständig Bilder von Tierrechtlern um die Ohren geworfen bekommen. Wie viele das sind, weiß ich auch nicht. Aber wenn ich auf Facebook sehe, wie viele - vorzugsweise von jüngeren Frauen/Mädchen - Bildchen mit süssen Tierchen herumgeschickt werden und wie oft sich gegen Tierquälerei mokiert wird, würde es mich nicht wundern, wenn dort auch einige Verwirrte darunter sind.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 02. Mai 2013, 07:14:38
Zitat von: KranzFonz am 01. Mai 2013, 20:13:03
Wenn Pflanzen allerdings Menschenrechte erhalten, dürfen Veganer auch fleischfressende Pflanzen halten. Sie dürfen sie dann aber nur mit Tierabfällen füttern.

Wenn Pflanzen Menschenrechte erhalten, müssen Veganer auf Steinelutschen umsteigen.

Aber mal im Ernst: darf ein Veganer eine fleischfressende Pflanze essen? Ist sie für ihn also koscher...  oder halal...   oder - Mist, wie sagt man eigentlich bei Veganern?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: general winter am 02. Mai 2013, 08:22:50
Meiner Kinder haben letztens das Thema "Was darf ein Veganer essen?" durchgespielt. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Veganer gar nichts essen darf weil selbst in einem vom Baum gefallenen Apfel Bakterien drin sind.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 02. Mai 2013, 08:40:12
Da Bakterien keine Tiere sind, kann man selbige durchaus verspeisen. Pilze und selbst Pflanzen stehen systematisch den Tieren viel näher, also dürften Veganer zunächst diese nicht essen, was am Ende doch auf Steinelutschen herauskommt, aber bitte nur biologisch unbesiedelte, denn es könnten ja Flechten dran sein.

Dieser Spiezieszismus der Veganer, der nur Wirbeltiere vor menschlichen kulinarischen Gelüsten schützt, verkennt, dass die Mehrheit aller Tiere wirbellos ist und im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten, vergiftet oder anderweitig massengemordet wird. Schande über Veganer!
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 02. Mai 2013, 08:44:54
Also dürften sich Veganer von Insekten ernähren?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 08:58:31
ZitatAber mal im Ernst: darf ein Veganer eine fleischfressende Pflanze essen?

Na klar, denn damit rettet man unzählige Fliegen.

In bestimmten Situationen darf man töten. Hier könnten die §§ 34 (http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__34.html) und 35 (http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__35.html) StGB greifen (s. auch Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigender_Notstand)).

Wenn also ein Urköstler durch die Wälder streift und zusammen mit seinen Kräutern ein paar Läuse verspeist, sollte das aus Sicht von Konz ein rechtfertigender Notstand sein, weil die Läuse zur notwendigen Lebensgrundlage gehören. Das soll zumindest in seinem fetten Idealisten-Schmöker stehen, den ich selbstverständlich nicht in meinem Haushalt habe.

Insofern dürfte ein Tierrechtler auch Tiere verspeisen, wenn diese für die Ernährung lebensnotwendig wären. Ich stelle mir die Frage, ob es denn statt der Läuse nicht auch ein saftiges Steak sein darf? Ich finde, das Recht der Laus ist genauso zu bewerten wie das des Rinds.

In letzter Konsequenz müsste man zum Schluß kommen, dass Tierrechtler alles verspeisen dürfen. Sogar Menschen. Denn wenn zwischen Tier und Mensch rechtlich kein Unterschied besteht: Warum nicht mal einen Menschen schlachten?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 02. Mai 2013, 09:11:09
Das ist dieses ewig dehnbare Unvermeidlichkeitsargument - Insekten dürfen Veganer zwar nicht ABSICHTLICH essen, jedoch als Nahrungskonkurrenz ermorden, denn wenn eine ganze Ernte Soja von irgendwelchen Schädlingen zerschrotet wird, sieht es duster mit Tofu aus. Ein friedlich mit allem Getier lebender Veganer verhungert am Ende selbt, Tiere darf er nicht essen, und von den Pflanzen bleibt nichts mehr übrig, wenn die ganzen tierlichen MitgeschwisterINNEN sich an den Äckern und Gärten vergreifen dürfen, denn Tierrechte schließen ja das Recht des Tieres auf frei Nahrungsauswahl mit ein!!!111 ..... oder so ähnlich.....
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 02. Mai 2013, 09:26:29
Zitat von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 08:58:31
Ich finde, das Recht der Laus ist genauso zu bewerten wie das des Rinds.

Genau! Und deshalb ist es auch die Pflicht jedes strenggläubigen Veganers, die pöhsen Ameisen davon abzubringen, sich Blattläuse zu halten wie Menschen Kühe, um ihnen dann ihren süssen Saft zu stehlen. Geht ja wohl so gar nicht!
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 02. Mai 2013, 09:32:01
Zitat von: Robert am 02. Mai 2013, 09:11:09
Tierrechte schließen ja das Recht des Tieres auf frei Nahrungsauswahl mit ein

Womit das Startthema dieses Threads widerlegt wäre. Sehr schön!

Eine Frage hätte ich noch: wenn ein veganer Tierrechtler seine Wuffis und Fifis nicht mehr versorgen kann, muss er sich dann, bevor die armen Viecher am Hunger krepieren, konsequenterweise nicht selber als Nahrungsquelle zur Verfügung stellen?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 02. Mai 2013, 09:37:39
Ja, und da der Mensch dem Tier gleichgestellt ist, darf der Mensch wiederum auch essen, was er will.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Ladislav Pelc am 02. Mai 2013, 09:46:52
Zitat von: Robert am 02. Mai 2013, 09:37:39
Ja, und da der Mensch dem Tier gleichgestellt ist, darf der Mensch wiederum auch essen, was er will.

Nein nein nein! Das Tier ist dem Menschen gleich gestellt, nicht andersherum! Das heißt, dass das Tier gleicher behandelt werden muss, und daher Vorrechte hat, weil es zur jahrelang unterdrückten Minderheit gehört.

(Man mag sagen, dass es sich angesichts der Zahlenverhältnisse wohl kaum um eine Minderheit handelt, aber es geht hier doch nicht um Mathematik, sondern darum, das böse Menschen böse zu süßen kleinen Hundis sind!)
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 09:50:05
Richtig, das gilt besonders für die weiblichen Geschöpfe.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 09:55:54
Zitat von: The DoctorEine Frage hätte ich noch: wenn ein veganer Tierrechtler seine Wuffis und Fifis nicht mehr versorgen kann, muss er sich dann, bevor die armen Viecher am Hunger krepieren, konsequenterweise nicht selber als Nahrungsquelle zur Verfügung stellen?

Dann würde der Veganer sein Menschenrecht quasi aufgeben. Rechtlich gesehen wäre er also nicht dazu verpflichtet, er kann es aber gerne tun.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 02. Mai 2013, 10:02:40
Zitat von: Ladislav Pelc am 02. Mai 2013, 09:46:52
Das Tier ist dem Menschen gleich gestellt, nicht andersherum!

Dann müssen Kühe also auch eine Steuererklärung ausfüllen?     :gruebel
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 02. Mai 2013, 10:16:05
Zitat von: The Doctor am 02. Mai 2013, 10:02:40
Zitat von: Ladislav Pelc am 02. Mai 2013, 09:46:52
Das Tier ist dem Menschen gleich gestellt, nicht andersherum!

Dann müssen Kühe also auch eine Steuererklärung ausfüllen?     :gruebel

Das bedingt aber zunächst eine entsprechende EU-Verordnung (gilt dann natürlich nicht für schweizer Kühe). Aber ich bin mir sicher, dass diese Verordnung kommt.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 02. Mai 2013, 10:28:10
Zitat von: MrSpock am 02. Mai 2013, 10:16:05
gilt dann natürlich nicht für schweizer Kühe

Hast Du 'ne Ahnung - wozu gibt's schliesslich die "bilateralen Verträge"?


P.S.:
Was mir schon eine ganze Zeitlang auffällt (aber OT ist): In Deiner Signatur fehlt ein "h" (in "which").
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 02. Mai 2013, 11:10:47
Zitat von: The Doctor am 02. Mai 2013, 10:28:10

Hast Du 'ne Ahnung - wozu gibt's schliesslich die "bilateralen Verträge"?



Zitat Wikipedia: "Forderung der EU nach automatischer Rechtsangleichung [Bearbeiten]

Im Juli 2010 erhob der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, in einem Gespräch mit der Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard die Forderung, dass die Schweiz künftig Weiterentwicklungen des Europarechts automatisch nachvollziehen solle. Dadurch sollen umständliche Neuverhandlungen der Bilateralen Verträge unnötig gemacht und die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU vereinfacht werden.[36] Ein solcher automatischer Nachvollzug des Europarechts entspräche der Funktionsweise des Europäischen Wirtschaftsraums. Der Beitritt zu diesem, der in einem Referendum 1992 abgelehnt worden war, wurde daher wieder vermehrt diskutiert.[36] Die Kritik an den ,,statischen Verträgen, die ein Auslaufmodell darstellten", wurde Ende 2010 durch das Kommissionsmitglied Viviane Reding erneuert.[37] Im Dezember 2012 bekräftigte der Rat der Europäischen Union diese Sichtweise und entschied, dass es keine neuen bilateralen Abkommen nach dem Modell der bisherigen Verträge mit der Schweiz mehr geben wird.[38][39] EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso schloss sich wenig später der Position des Rates an.[40]" Zitat Ende.

Wo ist da noch der Unterschied? Warum muss ich immer mit einem unguten Gefühl über die Grenze fahren, wenn ich mir eine schöne Uhr gekauft habe?

PS: Ist korrigiert  :prosit
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: mossmann am 02. Mai 2013, 11:20:28
Zitat von: Gefährliche Bohnen am 30. April 2013, 20:13:12
Solche absurden Szenarien entstehen eben, wenn man ein von menschlichem Bewusstsein abhängiges Konstrukt auf die gesamte Natur überträgt.

eventuell leicht off-topic, aber solche Auswüchse sind bezogen auf Deine Aussage und das gesamte Weltgeschehen ja noch relativ harmlos.

Ich denke, da gibt es auf unserem Planeten weitaus schlimmere Szenarien, die entstanden sind, weil ein von menschlichem Bewusstsein abhängiges Konstrukt auf die gesamte Natur übertragen wurde ...

;)



Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 02. Mai 2013, 11:24:47
Zitat von: mossmann am 02. Mai 2013, 11:20:28
Zitat von: Gefährliche Bohnen am 30. April 2013, 20:13:12
Solche absurden Szenarien entstehen eben, wenn man ein von menschlichem Bewusstsein abhängiges Konstrukt auf die gesamte Natur überträgt.

eventuell leicht off-topic, aber solche Auswüchse sind bezogen auf Deine Aussage und das gesamte Weltgeschehen ja noch relativ harmlos.

Ich denke, da gibt es auf unserem Planeten weitaus schlimmere Szenarien, die entstanden sind, weil ein von menschlichem Bewusstsein abhängiges Konstrukt auf die gesamte Natur übertragen wurde ...

;)





Ja, die EU-Verordunung zum Krümmungsgrad der Salatgurke....

http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_(EWG)_Nr._1677/88_(Gurkenverordnung)

Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: mossmann am 02. Mai 2013, 11:27:28
Zitat von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 08:58:31
Ich finde, das Recht der Laus ist genauso zu bewerten wie das des Rinds.

manchmal wundert es mich, dass in einer (ohnehin sinnlosen) Veganer-Diskussion manche Menschen es immer noch wahnsinnig lustig finden, immer dieselben wahnsinnig lustigen Kalauer zu reißen ...
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: mossmann am 02. Mai 2013, 11:28:39
Zitat von: MrSpock am 02. Mai 2013, 11:24:47

Ja, die EU-Verordunung zum Krümmungsgrad der Salatgurke....

http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_(EWG)_Nr._1677/88_(Gurkenverordnung)

hey, ich meinte schlimmere Szenarien, nicht noch sinnlosere

:police:
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 02. Mai 2013, 11:56:58
Zitat von: mossmann am 02. Mai 2013, 11:28:39
Zitat von: MrSpock am 02. Mai 2013, 11:24:47

Ja, die EU-Verordunung zum Krümmungsgrad der Salatgurke....

http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_(EWG)_Nr._1677/88_(Gurkenverordnung)

hey, ich meinte schlimmere Szenarien, nicht noch sinnlosere

:police:

Was erwartest Du auf so ein inhaltsloses Posting wie Deins?

ZitatIch denke, da gibt es auf unserem Planeten weitaus schlimmere Szenarien, die entstanden sind, weil ein von menschlichem Bewusstsein abhängiges Konstrukt auf die gesamte Natur übertragen wurde ...

Dann nenne doch mal selber Beispiele.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 11:58:22
Zitat von: mossmann am 02. Mai 2013, 11:27:28
Zitat von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 08:58:31
Ich finde, das Recht der Laus ist genauso zu bewerten wie das des Rinds.

manchmal wundert es mich, dass in einer (ohnehin sinnlosen) Veganer-Diskussion manche Menschen es immer noch wahnsinnig lustig finden, immer dieselben wahnsinnig lustigen Kalauer zu reißen ...

Wieso sinnlos? Mein Ziel sind ja nicht die Veganer selbst, sondern die unaufgeklärten Menschen mit schlechtem Gewissen, die sich von Veganern und Tierrechtlern einschüchtern lassen. Da kann man dieses Thema nicht oft genug anschneiden.

Und wieso lustig? Ich habe das durchaus ernst gemeint.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Onkel Heinz am 02. Mai 2013, 16:48:41
Du meinst das echt ernst...  :gruebel
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 23:17:27
Zitat von: Noddy am 02. Mai 2013, 16:48:41
Du meinst das echt ernst...  :gruebel

Ja sicher. Allerdings ist das nicht meine Auffassung, sondern lediglich die logische Folgerung aus der Tierrechtsbewegung. Man muss meine Aussage natürlich im Zusammenhang des gesamten Posts sehen.

Wenn ich Tiere dieselben Rechte wie Menschen zuschreibe, gibt es keinen Grund bestimmte Tiere davon auszunehmen. Warum sollte man Läuse essen, Bienen aber nicht ausnutzen dürfen? Das ist vollkommen sinnfrei. Die Unterscheidung zwischen Tieren mit und ohne Rechte wäre willkürlich und subjektiv. Warum sollte ein Tier, das niedlich in die Kamera schaut oder gemütlich brummt mehr Rechte haben als eine eklige Laus? Folglich müsste die Laus dieselben Rechte wie ein Rind und sogar dieselben Rechte wie ein Mensch erhalten. Und folglich wäre es besser, ein saftiges Steak zu essen, weil dann nur das Recht eines Tieres gebrochen werden müsste und nicht das Recht unzähliger gleichberechtiger Läuse.

Zitat von: The DoctorDann müssen Kühe also auch eine Steuererklärung ausfüllen?

Ja natürlich. Denn dann könnte der Dackel Waldi Eigentum besitzen, Unternehmensanteile halten und Einkünfte erzielen. Dieses Steuerschlupfloch würde der Staat natürlich nicht offen lassen.

Im Übrigen wäre die Anpassung absolut simpel: Man müsste nur ein Wort im § 1 BGB ändern und schon wird die Kuh mit der Geburt und Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 03. Mai 2013, 07:22:23
Zitat von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 23:17:27
Im Übrigen wäre die Anpassung absolut simpel: Man müsste nur ein Wort im § 1 BGB ändern und schon wird die Kuh mit der Geburt und Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Lass das bloss nicht den Bundesfinanzminister hören - Du bringst Herrn Schäuble womöglich noch auf neue Ideen zur Haushaltskonsolidierung.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 03. Mai 2013, 07:33:42
Zitat von: The Doctor am 03. Mai 2013, 07:22:23
Zitat von: KranzFonz am 02. Mai 2013, 23:17:27
Im Übrigen wäre die Anpassung absolut simpel: Man müsste nur ein Wort im § 1 BGB ändern und schon wird die Kuh mit der Geburt und Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Lass das bloss nicht den Bundesfinanzminister hören - Du bringst Herrn Schäuble womöglich noch auf neue Ideen zur Haushaltskonsolidierung.

Wie sieht es dann mit Kühen mit Migrationshintergrund aus? Müssen die einen Einbürgerungstest machen?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 03. Mai 2013, 08:57:59
Zitat von: MrSpock am 03. Mai 2013, 07:33:42
Wie sieht es dann mit Kühen mit Migrationshintergrund aus? Müssen die einen Einbürgerungstest machen?

Die Einbürgerung passiert automatisch durch Umgebung und Futter. Eine holländische Kuh im Appenzell gibt ja auch keine Milch für Gouda mehr. (Was eine ganz andere Frage aufwirft - ist die besagte Kuh nun eigentlich ein Steuerflüchtling?)
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 03. Mai 2013, 09:16:43
Zitat von: The Doctor am 03. Mai 2013, 08:57:59

Die Einbürgerung passiert automatisch durch Umgebung und Futter. Eine holländische Kuh im Appenzell gibt ja auch keine Milch für Gouda mehr. (Was eine ganz andere Frage aufwirft - ist die besagte Kuh nun eigentlich ein Steuerflüchtling?)

Das erfahren wir mit dem Kauf der nächsten Steuersünder CD.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Ratiomania am 04. Mai 2013, 11:54:35
Ernährt C. Golnder nicht seine Hunde vegan?

Wie schauts bei der Forschung der Theamtik aus?

Habe nur

http://www.une.edu.au/ers/staff-profile-doc-folders/wendy-brown/brown-raan-2009-vegetarian-dog.pdf

/

http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&aid=6488296

gefunden.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 06. Mai 2013, 09:09:29
Hier ist was:

http://www.peta.de/web/home.cfm?p=158 (http://www.peta.de/web/home.cfm?p=158)

Allerdings heißt es im fünften Absatz:

ZitatRückblickend lässt sich feststellen, dass man besser daran getan hätte, parallel zu dieser Studie auch Daten einer Kontrollgruppe von fleischessenden Hunden zu erfassen, um Vergleiche anstellen zu können. Da dies jedoch nicht geschehen ist und die bereits vorhandene Statistik über den Gesundheitszustand nordamerikanischer Hunde sich als nicht sehr hilfreich erwies, kann man die Daten dieser Studie in Hinblick auf die vegetarische Ernährung von Hunden eher als beschreibend denn als konklusiv bezeichnen. Immerhin gewinnt man diverse Einsichten und erhält allgemeine Informationen wie z.B. die, dass 82% der über 5 Jahre lang vegan ernährten Hunde bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit waren.

Also ein Bericht für die Tonne.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Ratiomania am 06. Mai 2013, 09:40:23
6/6 ist jetzt auch nicht die großangelegte Studie...
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Landratte am 06. Mai 2013, 12:35:43
Zitat von: Ratiomania am 06. Mai 2013, 09:40:23
6/6 ist jetzt auch nicht die großangelegte Studie...

Die Frage ist ja auch: Wen soll so eine Studie eigentlich so interessieren, dass er eine finanziert?

- Die Veganer interessiert es nicht, die sind eh überzeugt
- den Barfer interessiert es nicht, der ist eh überzeugt
- den Trockenfutter Fütterer interessiert es nicht, der hat eh keine Zeit
- die Futtermittelindustrie interessiert es nicht, die möchten ihre Fleisch- und Getreidereste loswerden
- die Tierärzte interessiert es nicht, die wollen eh lieber ihr sauteures Spezialfutter verkaufen
....

Bleiben eigentlich als Interessengruppe nur die Skeptiker, die den Veganern gern argumentativ den Nährboden entziehen möchten, also Psiram und Co. ...
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: AlGla am 08. Mai 2013, 13:44:07
Als HuHa kann ich die Ausgangsüberlegungen nicht nachvollziehen.

Einfaches Beispiel:
I.) mein Labbi frisst keine Karotten roh. Damit ist der Fall erledigt.
..., es sei denn, ich denke so quer, dass ich die Karotten matschig koche und dann ins Futter raspelnd untermische. Ja, in dem Fall würde Hund das wohl Fressen.
II.) mein Labbi frisst Fleisch roh. Damit ist der Fall erledigt.

Wobei die Essensfrage das Kraut nicht Fett macht, wenn man bedenkt was Mensch mit Hund schon alles angestellt hat.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: KranzFonz am 02. Juni 2013, 10:00:04
Unser überaus beliebter Horst E aus Brigittes Urkostforum feuert in letzter Zeit aus allen Rohren und postet mal wieder alle möglichen Links zum Thema Tierschutz/-recht, z.B. hier: http://www.urkostforum.de/viewtopic.php?f=15&t=12736&start=350 (http://www.urkostforum.de/viewtopic.php?f=15&t=12736&start=350)

Einer seiner Klassiker, den er schon zig-mal gepostet hat:

Zitat von: Horst EBeste Forderung überhaupt: https://www.dialog-ueber-deutschland.de ... Idea=14825 (https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=14825)

Dumm nur, dass er sich das nicht jedes Mal durchzulesen scheint. Man beachte die Kommentare.  ;D

Wer macht mit und wird zu Horst H, I, J, ...?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: berndp am 11. Juni 2013, 15:08:08
Schon die alten Römer fütterten die Löwen in den letzten 3 Tagen vor ihrem Auftritt im Zirkus Maximum mit Yoghurt. Diese vegane Ernährung war dann nicht zum Vorteil der Gladiatoren.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 11. Juni 2013, 15:11:12
Zitat von: berndp am 11. Juni 2013, 15:08:08
Schon die alten Römer fütterten die Löwen in den letzten 3 Tagen vor ihrem Auftritt im Zirkus Maximum mit Yoghurt. Diese vegane Ernährung war dann nicht zum Vorteil der Gladiatoren.

Das hast Du doch aus Asterix!
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 11. Juni 2013, 16:18:10
Zitat von: MrSpock am 11. Juni 2013, 15:11:12
Zitat von: berndp am 11. Juni 2013, 15:08:08
Schon die alten Römer fütterten die Löwen in den letzten 3 Tagen vor ihrem Auftritt im Zirkus Maximum mit Yoghurt. Diese vegane Ernährung war dann nicht zum Vorteil der Gladiatoren.

Das hast Du doch aus Asterix!

Eben. Und eine Fortführung der Joghurt-Diät wird selbst für den hartgesottensten Löwen wieder attraktiv, wenn ein gallischer Barde im Circus Maximus zu singen anfängt.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 11. Juni 2013, 16:27:15
Ähm, der Circus maximus war die Pferderennbahn, nicht der Ort für Gladiatorenspiele. Das war das Colosseum. Da war sicher auch die Akustik besser :police:.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 12. Juni 2013, 07:22:22
Zitat von: bayle am 11. Juni 2013, 16:27:15
Ähm, der Circus maximus war die Pferderennbahn, nicht der Ort für Gladiatorenspiele. Das war das Colosseum. Da war sicher auch die Akustik besser :police:.

Jetzt schmeißt mir bloß nicht Asterix mit Ben Hur durcheinander! Sonste hetze ich den Guido Knopp auf Euch! :teufel
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Robert am 12. Juni 2013, 07:49:02
Genau!
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: berndp am 12. Juni 2013, 11:07:01
Der Circus Maximus war nicht das Colosseum, der C.M. war eine Kampfbahn im alten Rom. Dort fanden unter anderem auch Gladiatorenkämpfe statt. Lernt(e) man früher auf dem Gymnasium.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: MrSpock am 12. Juni 2013, 11:13:34
Ich bin dann mal auf dem Klo - Korinthen kacken! :schleim:
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 12. Juni 2013, 11:18:25
Zitat von: berndp am 12. Juni 2013, 11:07:01
der C.M. war eine Kampfbahn im alten Rom. Dort fanden unter anderem auch Gladiatorenkämpfe statt.
Ok; gilt für die republikanische Zeit.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: The Doctrix am 12. Juni 2013, 11:43:12
Jaaa, ist ja schon gut, ich habs verwexelt. Gemeint war natürlich das Colosseum (welches übrigens nur wegen Troubadix' hohem Fis heute in so eingestürztem Zustand ist).
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: berndp am 12. Juni 2013, 19:34:54
geht doch!!!
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: bayle am 12. Juni 2013, 20:55:35
Hier geht gar nichts. Du glaubst doch wohl selber nicht, dass Du auf diese Weise mit dem Thread
http://forum.psiram.com/index.php?topic=11378.0
fertig geworden bist.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: berndp am 12. Juni 2013, 21:07:10
Muss ich das? Soll ich das? Will ich das?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: misfit am 17. Juni 2013, 08:41:49
Joghurt ist nicht vegan.  :police:

Beim Thema Hundeernährung regt mich zunehmend auch eine andere Sichtweise auf. Ich habe auch beruflich mit Tieren zu tun und darum treffe ich öfters auf Personen, die sich - oft angeheizt durch einige bekannte reisseriche Bücher zu dem Thema - bitter darüber beschweren, dass im fertigen Hunde- und Katzenfutter Schlachtabfälle enthalten wären, also z.B. Hühnerfüsse, Rinderhoden usw...

Zunächst einmal muss man Schlachtabfälle von Schlachtresten unterscheiden. Abfälle wandern in den Müll und das war es. Alles was noch weiter verwertet wird, ist eben kein Abfall. In Deutschland handelt es sich dabei i.A. um unbedenkliches Material, das aber für den Menschlichen Verzehr HIER unüblich ist, z.B. eben Hühnerfüße oder Pansen. In einer idealen ökologischen Welt, gäbe es gar keine Schlachtabfälle, außer vielleicht dem Darminhalt. Alles würde verwertet werden. Aber der kritische Hundebesitzer möchte möglichst reines Fleisch in seiner Futterdose finden. Den Rest vom Rind können wir ja entsorgen, die nächste Kuh wartet ja schon in der Schlange vorm Schlachthof.

Und ganz irritierend wird es dann, wenn die Leute noch kritischer werden und anfangen zu barfen, was eigentlich toll ist, aber dann werden ganze Eintagsküken u.a. verfüttert, eben auch mit Füßen und genau dem Kram, der vorher eben nicht verwendet werden sollte..... Wirft man denen eigentlich auch vor, dass sie Abfälle verfüttern?
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Landratte am 21. Juni 2013, 14:05:46
Zitat von: misfit am 17. Juni 2013, 08:41:49
Joghurt ist nicht vegan.  :police:

Beim Thema Hundeernährung regt mich zunehmend auch eine andere Sichtweise auf. Ich habe auch beruflich mit Tieren zu tun und darum treffe ich öfters auf Personen, die sich - oft angeheizt durch einige bekannte reisseriche Bücher zu dem Thema - bitter darüber beschweren, dass im fertigen Hunde- und Katzenfutter Schlachtabfälle enthalten wären, also z.B. Hühnerfüsse, Rinderhoden usw...

In vielen Fertigfuttern befindet sich ja eben oft recht wenig von den genannten Schlachtresten und irgendetwas, was man als Fleisch bezeichnen könnte muss man suchen. Das finde ich problematisch, weil ich mich schon frage, woraus das Zeug dann eigentlich besteht.
Aber es gibt auch z.B. Dosen mit 100% Fleisch, eben das Zeug, was wir im Supermarkt nicht kaufen würden: Herz, Euter, Wangen, Kehlkopf, Pansen... die sind prima und man weiss genau was drin ist. Mit Reis, Gemüse und so lässt sich das nach eigenem Gusto ergänzen.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: misfit am 24. Juni 2013, 10:56:37
Genau... aber Fertigfutter - egal ob für Mensch oder Tier - ist immer für Leute, die kein eigenes Gusto haben.....

Wobei das Defizit wahlweise auch in anderen Bereichen liegen kann, z.B. Zeit, Wissen, Interesse
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Groucho am 24. Juni 2013, 11:04:51
Zitat von: misfit am 24. Juni 2013, 10:56:37
Genau... aber Fertigfutter - egal ob für Mensch oder Tier - ist immer für Leute, die kein eigenes Gusto haben.....

Wobei das Defizit wahlweise auch in anderen Bereichen liegen kann, z.B. Zeit, Wissen, Interesse

Karl Popper war auch so einer. Am Besten eine Tafel Schokolade zum Abendbrot, geht schnell, hohe Energiedichte und dann kann man gleich weiter schreiben ohne Koch- und Abwaschgedöhns.
Titel: Re: Vegane Hundeernährung
Beitrag von: Bloedmann am 27. Juni 2013, 11:02:47
Zitat von: misfit am 17. Juni 2013, 08:41:49
Zunächst einmal muss man Schlachtabfälle von Schlachtresten unterscheiden. Abfälle wandern in den Müll und das war es. Alles was noch weiter verwertet wird, ist eben kein Abfall. In Deutschland handelt es sich dabei i.A. um unbedenkliches Material, das aber für den Menschlichen Verzehr HIER unüblich ist, z.B. eben Hühnerfüße oder Pansen. In einer idealen ökologischen Welt, gäbe es gar keine Schlachtabfälle, außer vielleicht dem Darminhalt. Alles würde verwertet werden.

Also in Sachen Verwertung sind wir doch schon ziemlich weit.
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/tierische-zusatzstoffe-das-schweinesystem-a-711042.html (http://www.spiegel.de/kultur/literatur/tierische-zusatzstoffe-das-schweinesystem-a-711042.html)