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Transhumanismus

Begonnen von Scharlui, 25. Dezember 2011, 21:46:41

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Scharlui

Ich befasse mich gezwungenermassen seit bald einer Woche mit Transhumanismus und dessen Verästelungen.
Es ist ein intellektuelles Konstrukt hochrangiger Philosophen und anderer eminenter Wissenschaftler. Sie möchten  die Welt auf die transhumane Zukunft mit einer Welt, in der der Mensch tasuend jährig werden können, vorbereiten. Nicht dass diese Gedankengänge an und für sich verboten oder verwerflich wären.
Allerdings formieren sich bereits Organisationen - vorab iniziert durch junge vorwiegend vegan beeinflusste Philosophiestundenten - die dem Transhumanismus bereits heute zum Durchbruch verhelfen sollten. Aggressive Propaganda und scientology-ähnliche Gesllschaftsmodelle sind bereits angesagt. Ich bin, gelinde gesagt, irritiert
Mit freundlichen Grüssen

http://forum.cinefacts.de/179613-transhumanismus-als-neue-religion.html
Erkenne das gute im Menschen, und du weisst, warum wir kriminell sind. (Kalmàn Ketöfi)

rincewind

Ich habe mich damit noch gar nicht beschäftigt, nur eben einige Artikel gerade dazu gelesen, aufgrund dieses Beitrags hier. Ehrlich gesagt, schauderts mich, was da so propagiert wird. Sie distanzieren sich wohlweislich von Worten wie Eugenik. Letztlich läuft es aber darauf hinaus. Menschen, die selber aktiv selektieren, schaffen zwangsläufig, auch wenn sie das gar nicht wollen, Wertekategorien, und dann sind wir tatsächlich trans Humanismus. Also jener Vorstellung, dass es genügt, Mensch zu sein, um menschenwürdig behandelt zu werden und Menschenrechte zu haben, und sich das nicht erst durch bestimmte Werte zu "verdienen". Das Ganze macht einen ziemlich naiven Eindruck auf mich, einer völligen Überschätzung der Ratio. Das sind so die ersten Eindrücke, vielleicht täusche ich mich auch. Ein Thema für EW ist das auf jedenfall. Auch, wenn man natürlich über diese Theman nachdenken soll und darf und das in keinster Weise verwerflich ist, scheint es doch jede Menge Spinner anzuziehen.

Scharlui

"Ein Thema für EW ist das auf jedenfall. Auch, wenn man natürlich über diese Theman nachdenken soll und darf und das in keinster Weise verwerflich ist, scheint es doch jede Menge Spinner anzuziehen."
Wie wahr. Und die Spinner versammeln sich auf höchster intellektueller Ebene.
http://www.youtube.com/watch?v=eX8xtUORDh4 und http://www.youtube.com/watch?v=TuD_Fb-0sJo und http://www.youtube.com/watch?v=HTMNfU7zftQ
Vor allem der Aubrey de Grey setzt erschreckende Marken.
Ich kam über diese "https://www.facebook.com/Scharlui/posts/308304382543220?notif_t=share_comment" und v.a. diese "https://www.facebook.com/adriano.mannino/posts/2708930676143?notif_t=feed_comment" Facebook Polemik auf das Thema. Der Adriano Mannino ist ein eifernder intelligenter Philosophiestudent in Bern.

Erkenne das gute im Menschen, und du weisst, warum wir kriminell sind. (Kalmàn Ketöfi)

Scharlui

Erkenne das gute im Menschen, und du weisst, warum wir kriminell sind. (Kalmàn Ketöfi)

Harlequin

Die Wikipedia Seite zum Transhumanismus muss ich erst lesen, aber auf den ersten Blick gruselig.

Habe mir nur das letzte verlinkte Video (Aubrey du Grey) angesehen. Öde, unerträgliche Schwurbelei, Platitüden, Bla. Dann habe ich noch versucht mir das erste Video in der Liste anzusehen. Ich musste an der Stelle aufgegeben, als die Wörter "Bewusstsein", "mysteriös" und "Quantenphysik" nebeneinander gefallen sind.

Für mich war das jetzt nur pseudointellektuelles Blafasel. Sind das die "Vordenker" dieses Transhumanismus? Dann ist das auf jeden Fall ein EW Thema.
Man braucht vor der Liebe Gottes keine Angst zu haben. Er hat seit 2.000 Jahren niemand mehr geschwängert.

Scharlui

Ja - das  sind die aktuellsten und aggressivsten Vertreter. Sie sind auch die, die bereits gezielt auf praktische Einbringunmg in Politik und Gesellschaft hinarbeiten.
Wie gesagt gibt es auch bereits Verästelungen - die bedeklichste dünkt mich der Singularitarianismus aber auch der Extropianismuis ist nicht ohne.
Gruss
***

Edit: Name entfernt - YorkTown
Erkenne das gute im Menschen, und du weisst, warum wir kriminell sind. (Kalmàn Ketöfi)

Scharlui

Erkenne das gute im Menschen, und du weisst, warum wir kriminell sind. (Kalmàn Ketöfi)

Averell

Kann es sein, daß Transhumanismus und regelmäßige Besuche beim Friseur sich gegenseitig komplett ausschließen?

Scharlui

Erkenne das gute im Menschen, und du weisst, warum wir kriminell sind. (Kalmàn Ketöfi)

Adriano_Mannino

[Ich beziehe mich u.a. auf http://forum.psiram.com/index.php?topic=7686.0, aber es geht um mehr.]

Hallo allerseits,
was hier abgeht, ist ziemlich traurig, darum melde ich mich zu Wort.
Wie sich jeder leicht überzeugen kann, der den Facebook-Link liest, ist Scharlui ein Schwätzer, der in Diskussionen gerne verbal ausfällig wird, wenn ihm die Argumente ausgehen. Er diskreditiert sich damit selbst. Man kann ihn leider nicht ernst nehmen.

Der Transhumanismus hat mit "Esoterik" nicht das Geringste zu tun, ganz im Gegenteil. Ich will im Folgenden auf einige krasse Missverständnisse hinweisen, die hier aufgetaucht sind.

Der Transhumanismus anerkennt die ethisch-politischen Werte des Humanismus vollständig (s. z.B. http://www.nickbostrom.com/ethics/values.html, verfasst vom Gründer der World Transhumanist Association, heute Humanity+, er ist Professor in Oxford und leitet das Future of Humanity Institute: http://www.fhi.ox.ac.uk/). Der Transhumanismus erweitert diese Werte sogar. In der transhumanistischen Deklaration heisst es, man setze sich "for the well-being of all sentience" ein, d.h. für das Wohl aller empfindungsfähigen Wesen, ob sie nun Menschen seien, nicht-menschliche Tiere, allfällige ausserirdische Lebewesen oder bewusste Roboter, die wir vielleicht dereinst erzeugen werden. Jedes empfindungsfähige Wesen hat gemäss transhumanistischen Werten Schutz verdient. Insofern wird die gute Ethik des traditionellen Humanismus erweitert. Man muss sich gemäss dem Transhumanismus also rein gar nichts "verdienen". Es genügt, ein empfindungs- und insbesondere leidensfähiges Wesen zu sein, um ethisch voll berücksichtigt zu werden. Jede Diskriminierungsform (Rassismus, Sexismus, Speziesismus, Nationalismus, Ableismus etc.) wird abgelehnt.

Es geht dem Transhumanismus auch nicht um irgendwelche staatlichen Zwangsprogramme, ganz und gar nicht. Zentral ist der Individualrecht auf körperliche und reproduktive Selbstbestimmung. Die Individuen sollten die Wahl haben, neue Biotechnologien anzuwenden, wenn sie wollen. Ihnen das zu verbieten, wäre totalitär.

Was an Aubrey de Grey (http://www.youtube.com/watch?v=8iYpxRXlboQ - wenn neuartige Ansätze in der regenerativen Medizin für dich "Plattitüden" sind, solltest du dich um den Nobelpreis in Medizin bewerben!) "erschreckend" sein soll, ist mir völlig schleierhaft. Er macht einfach das, was unter dem Titel "regenerative Medizin" schon lange gemacht wird, einfach konsequenter. Wir haben unsere Lebenserwartung medizinisch schon mehr als verdoppelt. Was sollte dagegen sprechen, sie erneut zu erweitern? Wir haben schon viele Krankheiten ausgerottet. Jede weitere Krankheiten, die wir ausrotten (v.a. wenn sie altersdegenerativ auftritt) bedeutet eine Verlangsamung des Alterungsprozesses. Sollte dieses Unterfangen dereinst vollständig erfolgreich sein, werden wir faktisch nicht mehr altern (obwohl wir prinzipiell natürlich weiterhin sterblich wären). De Grey befasst sich auch mit den sozialen und ökonomischen Implikationen und zeigt, dass die Probleme gemeinhin masslos überschätzt werden.

David Chalmers ist ein wissenschaftlich absolut anerkannter Bewusstseinstheoretiker: http://en.wikipedia.org/wiki/David_Chalmers Wer sich akademisch-wissenschaftlich mit dem Bewusstsein befasst (ob philosophisch oder neurobiologisch), kommt an seinen einschlägigen Werken nicht vorbei. Das Bewusstsein ist in der Tat ein mysteriöses Phänomen (http://en.wikipedia.org/wiki/Hard_problem_of_consciousness). Wenn du glaubst, es erklären zu können, solltest du sofort publizieren und den Nobelpreis abholen. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, die Quantenphysik könnte zur Erklärung relevant sein (http://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose#Physik_und_Bewusstsein), aber das ist umstritten. Gerade Chalmers gehört - wie er im Video ausführt! - zu jenen, die nicht glauben, dass die Quantenphysik das "Hard Problem of Consciousness" besser lösen kann als die klassische Physik. Aber wir wissen schlicht noch viel zu wenig (was er auch betont), wir brauchen wohl noch einige Forschungsjahrzehnte. "Blafasel"? :D Sorry, du hast gar nichts verstanden. Das ist einfach nur tragisch.

"Überschätzung der Ratio"? Wie ironisch ist das denn: Esowatcher (!) kritisieren die "Überschätzung der Ratio"! Tja, das hört man sonst von Homöopathen, Ökoball-Verkäufern oder religiösen Trotteln. Es ist überhaupt nicht einzusehen, was am konsequenten Gebrauch unserer philosophisch-wissenschaftlich-ethisch-politischen Vernunft falsch sein könnte. Im Gegenteil: Wo die Vernunft schwindet, regiert die Dummheit. Und die Gefahr ist dann auch nicht weit.

Noch was: Vielleicht sind euch die Freidenker und die Giordano Bruno Stiftung bekannt. Ich bin dort Aktivmitglied, habe in Zürich die Hochschulgruppe "frei denken" mitgegründet und präsidiert (man findet sie auf Facebook). Ein wichtiges Anliegen der Freidenker ist es, sich nicht nur gegen religiösen, sondern ebenso gegen pseudowissenschaftlichen und esoterischen Bullshit auszusprechen. Ich fühle mich also nicht weniger als Esowatcher als ihr. Und gerade darum finde ich das hier so tragisch.

Das gilt auch für die Tatsache, dass eure Page Artikel zu "Peter Singer", "Tierrechte" und "Veganismus" enthalten. Zur Info bezüglich meiner Position: http://www.tier-im-fokus.ch/mensch_und_tier/veganismus_linke/ Wie ihr vielleicht wisst, hat die Giordano Bruno Stiftung Peter Singer unlängst ausgezeichnet. Und sie hat die Kritik des Speziesismus (d.h. der Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit) aufgenommen und stellt erste tierrechtliche Forderungen (s. "Great Ape Project"). Mit "Esoterik" hat das nicht das Geringste zu tun, ganz im Gegenteil. Es ist absolut peinlich, dass "Esowatcher" - bei denen man Rationalität erwarten würde - allen Ernstes Artikel über Peter Singer, Veganismus und Tierrechte produzieren und sich darin argumentativ absolut lächerlich machen. Zum Beispiel wird einfach mal behauptet, der Utilitarismus sei "widersprüchlich" obwohl die Argumente das keineswegs beweisen. Überhaupt ist es der Gipfel der Lächerlichkeit, eine unter vielen wissenschaftlichen Ethikern anerkannte Theorie (wie eben den Utilitarismus) in einen "esoterischen" Zusammenhang zu stellen. Weiter wird z.B. behauptet, Glück und Leid seien nicht messbar. Sonderbar, dass sie in der Psychologie und Neurobiologie bereits gemessen werden. Aber selbst wenn man das nicht könnte, wäre eine grobe Abschätzung immer noch möglich. Wenn z.B. Tiere bei lebendigem Leibe aufgeschlitzt werden (was immer wieder vorkommt, weil die Betäubungen nicht richtig sitzen, das betrifft jährlich angesichts der quantitativen Dimensionen hunderttausende Tiere, selbst wenn die Fehlerquote nur minimal ist), dann ist dieses Leid sicher viel grösser als das "Leid", das wir durch Fleischverzicht haben (ich kenne allerdings keine Vegetarier und Veganer, die die Umstellung als "leidvoll" erlebt hätten, ganz im Gegenteil). Oder wenn wir Küken in der Eierwirtschaft millionenfach vergasen und qualvoll ersticken lassen (http://www.youtube.com/watch?v=lGpJ7J8ReJ4), dann ist dieses Leid sicher viel massiver als das "Leid", das wir haben, wenn wir Eier einfach weglassen (und durch die guten Alternativen ersetzen). Weiter wird unter "Tierrechte" behauptet, wenn Tiere Rechte hätten, müssten sie auch rechtliche Pflichten haben. Aber das ist offensichtlich Bullshit: (Klein-)Kinder oder geistig Behinderte haben auch keine rechtlichen Pflichten, sind auch nicht schuldfähig, und haben natürlich trotzdem eine ganze Reihe von Rechten. Weiter wird behauptet, Tierrechte würden es nicht zulassen, Ackerbau zu betreiben oder Schädlinge zu bekämpfen, weil dabei ja auch Tiere zu Schaden kommen. Nun, wenn uns Menschen angreifen und unsere Lebensgrundlagen zu zerstören versuchen, haben wir auch ein Recht, uns zu wehren. Weiter haben auch wir selbstverständlich ein Lebensrecht. Veganismus ist die Vermeidung des Vermeidbaren. Bei den Menschenrechten ist das auch so. Wenn sich z.B. herausstellte, dass viele unserer Lebensmittel mit Kindersklaverei hergestellt werden (das ist bei einigen der Fall: http://www.youtube.com/watch?v=ZNpwIzeyjKQ), dann hätten wir auch nicht die Pflicht, zu verhungern, wenn keine anderen Lebensmittel verfügbar wären. Aber wir hätten die Pflicht, uns für eine Verbesserung der Zustände einzusetzen und, wenn möglich, Lebensmittel zu kaufen, die einwandfrei (oder so einwandfrei und unschädlich wie möglich) hergestellt wurden.

Nicht zuletzt: Nur weil einige Veganer oder Tierrechtler zweifelhafte Dinge sagen oder gewalttätige Aktionen durchführen (das betrifft eine verschwindende Minderheit, die von der übergrossen Mehrheit dafür auch kritisiert wird!), folgt daraus noch lange nicht, dass an den allgemeinen Konzepten des Veganismus bzw. der Tierrechte etwas falsch wäre.

Kurzum: Ihr verspielt euch mit euren teilweise völlig irrationalen "Argumenten" als "Esowatcher" die Glaubwürdigkeit. Das wünsche ich euch nicht, ich engagiere mich ja selbst gegen Esoterik, Hokuspokus und Pseudowissenschaft. Darum wünsche ich euch mehr Ratio.

uther


Adriano_Mannino

Wenn das alles ist, was du zu "entgegnen" vermagst, dann danke ich dir für deine Zustimmung.
Es geht um die Sache, um die Fakten und die rationalen Argumente und sonst gar nichts.

P.Stibbons

Nu schdelln mr uns mal janz dumm:

Zitat. Jede weitere Krankheiten, die wir ausrotten (v.a. wenn sie altersdegenerativ auftritt) bedeutet eine Verlangsamung des Alterungsprozesses. Sollte dieses Unterfangen dereinst vollständig erfolgreich sein, werden wir faktisch nicht mehr altern (obwohl wir prinzipiell natürlich weiterhin sterblich wären)

Diese Schlussfolgerung ...erschließt sich mir nicht unmittelbar...


ZitatWeiter wird z.B. behauptet, Glück und Leid seien nicht messbar. Sonderbar, dass sie in der Psychologie und Neurobiologie bereits gemessen werden.

Wird das so pauschal im Wiki behauptet?
Und was genau wird denn von wem wo wie gemessen ?

Dazu bitte Quellen - damit meine ich nicht populärwissenschaftliche Sekundärliteratur von "Glücksforschern"


Binky

Zitat von: Adriano_Mannino am 17. Januar 2012, 16:49:05
[Ich beziehe mich u.a. auf http://forum.psiram.com/index.php?topic=7686.0, aber es geht um mehr.]

Hallo allerseits,
was hier abgeht, ist ziemlich traurig, darum melde ich mich zu Wort.
Wie sich jeder leicht überzeugen kann, der den Facebook-Link liest, ist Scharlui ein Schwätzer, der in Diskussionen gerne verbal ausfällig wird, wenn ihm die Argumente ausgehen. Er diskreditiert sich damit selbst. Man kann ihn leider nicht ernst nehmen

Dann antworte ihm bitte selber und gehe sachlich auf seine Argumente ein, anstatt ihn hier für irgend etwas zu beschuldigen und anzuschwärzen. Das ist unseriös. Und das erweckt gleich am Anfang einen gewissen Eindruck von Dir.

ZitatDer Transhumanismus hat mit "Esoterik" nicht das Geringste zu tun, ganz im Gegenteil. Ich will im Folgenden auf einige krasse Missverständnisse hinweisen, die hier aufgetaucht sind.Der Transhumanismus....

Jaja.....Transhumanisten sind alle hilfreich, edel und gut.

Zitat
"Überschätzung der Ratio"? Wie ironisch ist das denn: Esowatcher (!) kritisieren die "Überschätzung der Ratio"! Tja, das hört man sonst von Homöopathen, Ökoball-Verkäufern oder religiösen Trotteln. Es ist überhaupt nicht einzusehen, was am konsequenten Gebrauch unserer philosophisch-wissenschaftlich-ethisch-politischen Vernunft falsch sein könnte. Im Gegenteil: Wo die Vernunft schwindet, regiert die Dummheit. Und die Gefahr ist dann auch nicht weit.

Ja

ZitatNoch was: Vielleicht sind euch die Freidenker und die Giordano Bruno Stiftung bekannt. Ich bin dort Aktivmitglied, habe in Zürich die Hochschulgruppe "frei denken" mitgegründet und präsidiert (man findet sie auf Facebook). Ein wichtiges Anliegen der Freidenker ist es, sich nicht nur gegen religiösen, sondern ebenso gegen pseudowissenschaftlichen und esoterischen Bullshit auszusprechen. Ich fühle mich also nicht weniger als Esowatcher als ihr. Und gerade darum finde ich das hier so tragisch.

Was ist tragisch? Daß keiner: "Hurra, es lebe der Transhumanismus gerufen hat?" 


ZitatDas gilt auch für die Tatsache, dass eure Page Artikel zu "Peter Singer", "Tierrechte" und "Veganismus" enthalten.

Esowatch hält solche Positionen für irrational. Du nicht. Und nun?

ZitatNicht zuletzt: Nur weil einige Veganer oder Tierrechtler zweifelhafte Dinge sagen oder gewalttätige Aktionen durchführen (das betrifft eine verschwindende Minderheit, die von der übergrossen Mehrheit dafür auch kritisiert wird!), folgt daraus noch lange nicht, dass an den allgemeinen Konzepten des Veganismus bzw. der Tierrechte etwas falsch wäre.

Dies besagt auch nicht, daß sie richtig sind. Esowatch hält die Anschauungen dahinter für irrational. Du nicht. Na und?

ZitatKurzum: Ihr verspielt euch mit euren teilweise völlig irrationalen "Argumenten" als "Esowatcher" die Glaubwürdigkeit. Das wünsche ich euch nicht, ich engagiere mich ja selbst gegen Esoterik, Hokuspokus und Pseudowissenschaft. Darum wünsche ich euch mehr Ratio.


Dr. Ici Wenn

Zitat von: Adriano_Mannino am 17. Januar 2012, 16:49:05
[Ich beziehe mich u.a. auf http://forum.psiram.com/index.php?topic=7686.0, aber es geht um mehr.]

Hallo allerseits,
was hier abgeht, ist ziemlich traurig, darum melde ich mich zu Wort.
Wie sich jeder leicht überzeugen kann, der den Facebook-Link liest, ist Scharlui ein Schwätzer, der in Diskussionen gerne verbal ausfällig wird, wenn ihm die Argumente ausgehen. Er diskreditiert sich damit selbst. Man kann ihn leider nicht ernst nehmen.

Bei einem solchen Vorspann lese ich eigentlich nicht weiter. Kämpft eure Feidseligkeiten wo ander aus. Wirft ja ein bezeichnendes Licht auf "Transhumanismus", wenn deren Vertreter gleich mal mit einem persönlichen Eiertritt anfangen.