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Chiemgau Impakt

Begonnen von BrezelSalzer, 28. September 2021, 10:16:51

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bluemoon

Schon passiert - und auch schon überarbeitet. Danke an wen auch immer ...  :2thumbs:

BrezelSalzer

Ich schlage vor, unter Weblinks zu ergänzen

Weblinks
* https://www.chiemgau-impakt.de/
* https://verein.chiemgau-impakt.de/
* https://de.wikipedia.org/wiki/Chiemgau-Einschlag
darunter zur Abgrenzung eine waagrechte Linie

als Vorbild mag der Artikel https://www.psiram.com/de/index.php/Lisa_Fitz dienen
dort findet sich....
Weblinks
https://www.lisa-fitz.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_Fitz
darunter zur Abgrenzung, eine waagrechte Linie

Grüße BrezelSalzer

bluemoon

Zitat von: BrezelSalzer am 28. September 2021, 10:16:51
Im Artikel Chiemgau Impakt befindet sich unter Weblinks ein toter Link. Der Verein für Höhlenkunde in München e.V. ist offensichtlich von www.vhm-muenchen.de umgezogen nach www.tagfern.de.
Deshalb ist der gültige Link zum Artikel: Der Chiemgau-Komet und die Höhlen: https://tagfern.de/index.php/beitraege/428-der-chiemgau-komet-und-die-hoehlen
Grüße vom BrezelSalzer

Die Homepage des VHM ist seit dem Zusammenschluss des Vereins mit den südostbayerischen HöFos im Umbau; die Inhalte sind noch nicht komplett umgezogen. Ich schlage vor, noch etwas abzuwarten, bis alles geregelt ist. Ich werde das im Auge behalten, versprochen!

Gruß
bluemoon

BrezelSalzer

Der im Artikel unter Wissenschaftlicher Beirat genannte

Prof. Dr. Arne Friedmann vom Institut für Geographie, Universität Augsburg

findet sich auch heute, am 15.01.2022 gegen 17:30 noch, auf der Vereinsseite des Chiemgau Impakt e.V.

https://verein.chiemgau-impakt.de/der-verein/

wenn jedoch CIRT das folgende Paper gelesen und kapiert hat, werden sie ihm wohl kündigen müssen, denn sein Ergebnis passt so garnicht in die Kometen-Landschaft!

Rösch, M., Friedmann, A., Rieckhoff, S., Stojakowits, Ph. & Sudhaus, D. (2021): A late Würmian and Holocene pollen profile from Tüttensee, Upper Bavaria, evidence of 15 millennia of vegetation history in the Chiemsee glacier region.- Acta Palaeobotanica 61(2): 136-147, 3 Abb., 2 Tab.; https://doi.org/10.35535/acpa-2021-0008

Grüße vom BrezelSalzer

eLender

Zitat von: BrezelSalzer am 15. Januar 2022, 17:34:03
...wenn jedoch CIRT das folgende Paper gelesen und kapiert hat, werden sie ihm wohl kündigen müssen, denn sein Ergebnis passt so garnicht in die Kometen-Landschaft!

Ist natürlich auch die Frage, ob er von seiner Position dort weiß. Der andere Beirat ist ja schon verstorben und wird immer noch genannt. Wenn sie den verbliebenen Beirat ernst nehmen, müssten sie den Laden schließen. Aber Widersprüche und Täuschungen gehören da zum Geschäft.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Bachblüte

Zitat von: eLender am 15. Januar 2022, 18:56:02
Der andere Beirat ist ja schon verstorben und wird immer noch genannt. Wenn sie den verbliebenen Beirat ernst nehmen, müssten sie den Laden schließen. Aber Widersprüche und Täuschungen gehören da zum Geschäft.

Das muss ja kein Widerspruch sein, wie wir jetzt von Herrn Lazar gelernt haben.

Der Beirat wäre demnach also ein "Beirat a. D." ("außer Diesseits").  ::)

BrezelSalzer

ist dieser Vorschlag nicht verständlich?

Zitat von: BrezelSalzer am 15. Januar 2022, 07:26:06
Ich schlage vor, unter Weblinks zu ergänzen

Weblinks
* https://www.chiemgau-impakt.de/
* https://verein.chiemgau-impakt.de/
* https://de.wikipedia.org/wiki/Chiemgau-Einschlag
darunter zur Abgrenzung eine waagrechte Linie

als Vorbild mag der Artikel https://www.psiram.com/de/index.php/Lisa_Fitz (https://www.psiram.com/de/index.php/Lisa_Fitz) dienen
dort findet sich....
Weblinks
*  https://www.lisa-fitz.de
*  https://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_Fitz
darunter zur Abgrenzung, eine waagrechte Linie

Grüße BrezelSalzer

eLender

Das Museum als Hort der Verklärung Aufklärung:

ZitatModell und Realität: Das Modell der Toteis-Genese für die bayerischen Voralpenseen ist eine ,,Erfindung" von Geographen um die Wende 19./20. Jh. Seitdem ist dieses Modell von Generation zu Generation von Geographen und Geologen im wahrsten Sinne des Wortes fortgeschrieben worden, ohne dass diese Hypothese jemals durch Untersuchungen im Gelände belegt worden ist. Für keines der heute so genannten Toteis-Löcher/Wannen im Alpenvorland gibt es einen geologischen oder anderen geowissenschaftlichen Beweis für eine solche Entstehung. Typisches Beispiel für eine mögliche Fehldeutung das Toteisloch Wolfsgrube bei Dachau/Fürstenfeldbruck, das vom LfU zu Bayerns schönsten Geotopen gezählt wird, möglicherweise aber eine völlig andere Entstehung hat. Kritischere Eiszeit-Forscher ziehen das Alleinstellungsmerkmal der Toteislöcher ohnehin in Zweifel und können eine ganze Reihe anderer Entstehungsmöglichkeiten anführen
https://museum.chiemgau-impakt.de/umdenken-angesagt-irrtuemer-der-eiszeitforschung

Museumsdirektor Ernstson und seine Jünger bedienen sich postmoderner Methoden, das wird ihnen der Edgar Wunder eingeflößt haben. Postmodern / konstruktivistisch ist alles nur "Erfindung" interessierter Kreise. Komischerweise ist der Konstruktivismus selbst dann aber keine Erfindung, sondern Tatsache (obwohl es hier - zumindest bei gewissen Strömungen - keine objektive Wahrheit geben kann). Wenn sie allerdings konsequent wären (was sie nicht sind und auch nicht sein können), dann müssten sie natürlich auch den Impakt als Erfindung einordnen. Das ist nämlich ein sehr gutes Beispiel einer sozialen Konstruktion interessierter Kreise.

Ich bin darauf gestoßen, als ich nach einer anschaulichen Grafik zur Toteisgenese gesucht habe. Die stammt von deren Seite (ist aber wahrscheinlich geklaut, weil sie fachlich richtig* ist ;D)


ZitatModell: Entstehung von Toteislöchern. (A) Einzelne solierte Eisblöcke (,,Toteis") bleiben beim Rückzug des Gletschers liegen. (B) Durch nachströmende Flüsse werden sie mit Gesteinsschutt bedeckt und so vor Wärme und Sonnenstrahlung geschützt. (C) Nach verzögertem Abschmelzen der Blöcke entstehen Hohlformen, so genannte Toteislöcher oder -wannen. Wenn die Toteis-Wannen ins Grundwasser hinabreichen und am Boden mit abdichtenden Schichten ausgekleidet sind, können sich dann Seen bilden.

Der Pfeil deutet den Rückzug ::) der Gletscherfront an.

*obwohl der Begriff "Gletscherschutt" falsch ist. Es sind tatsächlich Ablagerungen des abfließenden Schmelzwassers (daher auch die Deltaschüttungen bei der Studie zur Genese von Huber et al.)
Wollte ich nur mal gesagt haben!

sailor

Komisch, dass es gerade zu glazialen Phänomenen eine Masse Forschungsliteratur gibt... nicht nur aus dem vorletzten Jahrhundert. Und ebenfalls komisch, dass gerade die Eisgrenzen der letzten Eiszeiten in Deutschland verdammt gut erforscht sind (Die Geologen haben hier halt keine Vulkane zum Spielen :D).

https://e-docs.geo-leo.de/bitstream/handle/11858/00-1735-0000-0001-B91A-0/vol42_no1_a04.pdf;jsessionid=D1B5F6E819E13FC5151DDBB3E230AAD1?sequence=1 (https://e-docs.geo-leo.de/bitstream/handle/11858/00-1735-0000-0001-B91A-0/vol42_no1_a04.pdf;jsessionid=D1B5F6E819E13FC5151DDBB3E230AAD1?sequence=1) Hier auf Seite 57 wird einiges an Literatur zur Erforschung von Toteis genannt... inklusive der wahrscheinlichen Abtauzeitpunkte.


eLender

Zitat von: sailor am 22. Januar 2022, 19:17:12Komisch, dass es gerade zu glazialen Phänomenen eine Masse Forschungsliteratur gibt... nicht nur aus dem vorletzten Jahrhundert. Und ebenfalls komisch, dass gerade die Eisgrenzen der letzten Eiszeiten in Deutschland verdammt gut erforscht sind (Die Geologen haben hier halt keine Vulkane zum Spielen :D)

In D wurde seinerzeit viel Pionierforschung dazu gemacht, die auch heute noch großteils gültig ist (s. auch die hier verlinkten Studien). Erst durch die Deutung der Oberflächenformen (Endmoränenwälle und andere glaziale Formen) konnte man erkennen bzw. nachweisen, dass und wie das Eiszeitalter (die jüngste Phase) gegliedert war. Das konnte man im Alpenraum besonders gut, weil sich hier ausgeprägte Formen gebildet und erhalten haben (in nordeuropäischen Gegenstück, dem skandinavischen Eissschild, ist das nicht so gut erkennbar). Da wurde natürlich publiziert, was die Schreibmaschine hergeben konnte. Und es waren gar nicht so sehr die Geologen, es war eine Hochzeit der Geographie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeitalter#Historischer_%C3%9Cberblick
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Bachblüte

Zitat von: sailor am 22. Januar 2022, 19:17:12
Komisch, dass es gerade zu glazialen Phänomenen eine Masse Forschungsliteratur gibt... nicht nur aus dem vorletzten Jahrhundert. Und ebenfalls komisch, dass gerade die Eisgrenzen der letzten Eiszeiten in Deutschland verdammt gut erforscht sind

Ich glaube, das liegt daran, dass vor dem letzten Jahrhundert Deutschland öfters mit einer Menge Eis bedeckt war. Was soll man schließlich sonst tun, außer im Schnee stapfen, Mammuts jagen und Bücher darüber schreiben?  :laugh:

Zitat von: sailor am 22. Januar 2022, 19:17:12
Die Geologen haben hier halt keine Vulkane zum Spielen :D

Hmm, man könnte aber doch eines der schlafenden Vulkänchen ein klitzeklein wenig anbohren, vielleicht geht es dann wieder los?

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Vulkanen_in_Deutschland (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Vulkanen_in_Deutschland)

Das würde den Meteoritenimpaktforschern ein ganz neues Kraterfeld eröffnen!  :laugh:

BrezelSalzer

Zitat
*obwohl der Begriff "Gletscherschutt" falsch ist. Es sind tatsächlich Ablagerungen des abfließenden Schmelzwassers (daher auch die Deltaschüttungen bei der Studie zur Genese von Huber et al.)
@ elender, danke für dein Interesse, zum tieferen Verständnis:

In der Arbeit von Huber et al wird über Sedimentanalyse nachgewiesen, daß die drei Tüttenseeterrassen als Deltaschüttungen anzusehen sind. Es dürften zu entsprechenden Zeitpunkten, Gletscherrandseen auf Terrassenniveau bestanden haben. Über die Analyse des DGM wurden die dazugehörenden Abflussrinnen auf demselben Niveau gefunden.
Siehe dazu die Tabelle 1 in der Arbeit.

Grüße BrezelSalzer

Bachblüte

Zitat von: eLender am 22. Januar 2022, 17:55:18

Zitat(A) Einzelne solierte Eisblöcke (,,Toteis") bleiben beim Rückzug des Gletschers liegen. (B) Durch nachströmende Flüsse werden sie mit Gesteinsschutt bedeckt und so vor Wärme und Sonnenstrahlung geschützt.

Wieso schützt der Gesteinsschutt eigentlich? Der hat doch eine viel geringere Albedo als Eis selber, also müsste es doch darunter deutlich wärmer werden, wenn die Sonne draufstrahlt?

Ich habe früher immer auf diese Weise im Frühling den Garten ein paar Wochen eher schneefrei bekommen als den Nachbargarten: Einfach gut verteilt Dreck auf den Schnee streuen.

Liegt das hier daran, dass die Schichten so dick sind?

Typee

Zitat von: Bachblüte am 24. Januar 2022, 01:43:49
Zitat von: eLender am 22. Januar 2022, 17:55:18

Zitat(A) Einzelne solierte Eisblöcke (,,Toteis") bleiben beim Rückzug des Gletschers liegen. (B) Durch nachströmende Flüsse werden sie mit Gesteinsschutt bedeckt und so vor Wärme und Sonnenstrahlung geschützt.

Wieso schützt der Gesteinsschutt eigentlich? Der hat doch eine viel geringere Albedo als Eis selber, also müsste es doch darunter deutlich wärmer werden, wenn die Sonne draufstrahlt?

Ich habe früher immer auf diese Weise im Frühling den Garten ein paar Wochen eher schneefrei bekommen als den Nachbargarten: Einfach gut verteilt Dreck auf den Schnee streuen.

Liegt das hier daran, dass die Schichten so dick sind?

Würde ich auch tippen - in Verbindung mit dem Unterbinden der Konvektion in die Atmosphäre. Und Gestein ist auch kein wirklich guter Wärmeleiter. Die niedrigere Albedo sollte sich hauptsächlich an der Oberfläche bemerkbar machen. Das ist dann etwas anderes als ein Zentimeter Gartenerde. Und nachts kühlt diese Oberfläche wieder runter.
Wer den Zufall nicht ehrt, ist der Kausalität nicht wert.

eLender

Zitat von: Bachblüte am 24. Januar 2022, 01:43:49
Wieso schützt der Gesteinsschutt eigentlich? Der hat doch eine viel geringere Albedo als Eis selber, also müsste es doch darunter deutlich wärmer werden, wenn die Sonne draufstrahlt?

Ich zitiere mal aus WP:
ZitatDa die Sandüberdeckung als Isolation gegen die Sonneneinstrahlung wirkt, schmilzt Toteis im Regelfall nur sehr langsam ab. Darüber hinaus kann durch das Ausbilden eines Dauerfrostbodens das Toteis mehrere Jahrtausende im Boden konserviert werden. Extremfälle mit etwa 70.000 Jahre altem Toteis sind aus Nordwestsibirien dokumentiert. Erst mit weiterer Erwärmung löst sich der Dauerfrostboden auf und das Toteis schmilzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Toteis

Das Eis reicht ja - wegen der Einbettung - tief in den Boden, zusätzlich ist es durch sehr helles Material (Sande) gegen Strahlungswärme gut geschützt. Ist so wie in einem Eiskeller.

Zitat von: BrezelSalzer am 23. Januar 2022, 21:37:59
In der Arbeit von Huber et al wird über Sedimentanalyse nachgewiesen, daß die drei Tüttenseeterrassen als Deltaschüttungen anzusehen sind. Es dürften zu entsprechenden Zeitpunkten, Gletscherrandseen auf Terrassenniveau bestanden haben.

Danke für die Karte. Man muss es sich am besten vor Ort ansehen. Vll. mache ich da mal einen Abstecher hin. Es soll dort auch einen interessanten Rundweg um einen Einschlagkrater geben :grins
Wollte ich nur mal gesagt haben!