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Autor Thema: telepolis  (Gelesen 363 mal)

drpsy

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telepolis
« am: 07. August 2019, 23:13:22 »
Die einzige Seite der böhsen Nato-Medien die von den Truthern noch als seriös angeschaut wird.

celsus

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The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Daggi

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Re: telepolis
« Antwort #2 am: 08. August 2019, 01:11:53 »
Ähnlich wie bei Freitag auch. Im Prinzip kann ja jeder schreiben was er will, es gibt ja die freie Meinungsäußerung. Und das ist auch gut so. Und mir selbst ist oft ein Streitgespräch mit einer intelligent und sachlich argumentierenden Person auch dann lieber als ein Schwätzer, wenn der Argumentierende überhaupt nicht meine Meinung vertritt oder sich ganz klar irrt. (aber andererseits bin ich leidenschaftlich überzeugt vom Recht einer Nachzensur. Nämlich immer da wo zu Gewalt aufgerufen wird, die Demokratie abgeschafft werden soll und bei Volksverhetzung. Bei Fake News haben aber die zahlreichen Empfänger der Botschaften auch das Recht, entsprechende Fakten zum Thema zu erhalten, die auf seriösen Belegen beruhen. Dazu sollte Psiram auch ein bisschen beitragen.)

Was mir bei telepolis aber fehlt ist eine faire Gegenüberstellung mit Fakten, mit Konsens der Experten zu einem Thema, mit der aktuellen Evidenzlage.

Das erinnert mich immer an Diskussionen in den Medien, wenn zu einem Kolibrithema wie "flache Erde" oder "hat AIDS was mit HIV zu tun" zwei Leute zum Streigespräch erscheinen, oder meinetwegen vier. Und einer ist pro und der andere kontra. Als ob es unter Experten eine 50% Aufteilung bei den Meinungen gebe. Wenn man sich anguckt wie wenige Ärzte oder Virologen leugnen daß das HIV AIDS auslöst, müssten fairerweise 9999 Experten im Studio sein und ein AIDS-Leugner. Oder er bekäme 2 Sekunden Sprechzeit und sein Partner 1 Std. Aber Außenseiter und Wunderbehaupter hatten immer schon die Aufmerksamkeit auf ihrer Seite und werden sie immer haben.

Zum Glück gibt es neben telepolis aber auch andere Medien. Wenn jeder das Recht hat und die Möglichkeit hat seriös recherchierte Informationen zu erhalten, muss man damit leben daß Blödsinn und Glaubensinhalte als scheinbare Fakten verbreitet werden.
For Hinweiße that lead to the identification of the operators of Esowatch.com, a reward is offered

Ein Impfgegner, ein Reichsbürger und ein Chemtrailanhänger kommen in eine Kneipe. Er bestellt ein Bier.

drpsy

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Re: telepolis
« Antwort #3 am: 08. August 2019, 01:45:30 »
Als ob es unter Experten eine 50% Aufteilung bei den Meinungen gebe. Wenn man sich anguckt wie wenige Ärzte oder Virologen leugnen daß das HIV AIDS auslöst, müssten fairerweise 9999 Experten im Studio sein und ein AIDS-Leugner. Oder er bekäme 2 Sekunden Sprechzeit und sein Partner 1 Std. Aber Außenseiter und Wunderbehaupter hatten immer schon die Aufmerksamkeit auf ihrer Seite und werden sie immer haben.
Hab ich mir noch nie so überlegt,  das wärs noch :2thumbs:
Ist dem Durchschnittsleser bewusst ob telepolis eine Redaktion hat und eingermassen sachlich und evidenzbasierend arbeitet und/oder welche Beiträge blogartige Beiträge von solchen Leuten wie oben verlinkt sind?

Ich frage, weil ich in Psiram nach telepolis gesucht habe um mich schlau zu machen und enttäuscht wurde. Wie seriös kann man telepolis einschätzen?

simpel

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Re: telepolis
« Antwort #4 am: 08. August 2019, 02:16:39 »
Telepolis finde ich als eine Infoquelle ok. Imo sollte man nie nur eine Zeitung oder Internetseite zur Information nutzen.
Und warum sollte Telepolis bei Psiram auftauchen? Dann müsste man erstmal alle Artikel von suspekten Journalisten prüfen und schauen welche Art von Artikeln sie bei Telepolis geschrieben haben. Erst, wenn deutlich wird, dass sie wissend und evt. sogar solche Leute fördernd, handeln wären sie imo psiramwürdig.

Schwuppdiwupp

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Re: telepolis
« Antwort #5 am: 08. August 2019, 10:28:24 »
Meines Erachtens gehört zu gutem Journalismus auch, dass man als Redakteur zumindest bemüht ist, Fakt von Fake zu unterscheiden und dies dem Leser auch deutlich zu machen. Wenn man telepolis etwas vorwerfen kann, dann dass sie - zumindest in Einzelfällen - nicht im genügenden Umfang dieser Recherchearbeit nachkommen. Das gilt aber für alle anderen, seriös-etabierten Magazine ebenso. Genauso gut könnte man also auch einen Eintrag über SPON im PSIRAM-Wiki fordern.
Ach, was weiß denn ich ...