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Autor Thema: Psychoanalyse  (Gelesen 326 mal)

drpsy

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Psychoanalyse
« am: 07. August 2019, 01:35:02 »
In der Einleitung sollte stehen, dass die PA in der modernen empirischen Psychologie keine Rolle mehr spielt.

In 5 Jahren Studium wurde die PA ein einziges Mal erwähnt in der Geschichte der Motivationsforschung. That's it. Dieser Artikel liest sich wie wenn sie bei seriösen Wissenschaftlern noch eine Rolle spielen würde oder akzeptiert wäre. Bitte als das würdigen was sie ist, eine nicht mehr zeitgemässe - aber ihren Platz in der Geschichte durchaus verdiente - Urform der Psychotherapie, die heute bestenfalls noch ein Schattendasein bei Ewiggestrigen empirie- und evidenzresistenten Pseudopsychologen - weit entfernt von Universitäten - fröhnt.

Daggi

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #1 am: 07. August 2019, 12:43:20 »
Hey, jemand vom Fach. Das liest sich schon fast wie eine neue Einleitung. Magst du das vielleicht noch etwas fortsetzen, und vor allem Quellen nennen? Dann können das die Wikiautoren einbauen.
For Hinweiße that lead to the identification of the operators of Esowatch.com, a reward is offered

Ein Impfgegner, ein Reichsbürger und ein Chemtrailanhänger kommen in eine Kneipe. Er bestellt ein Bier.

Peiresc

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #2 am: 07. August 2019, 13:26:43 »
Inhaltlich ist das sicherlich korrekt, aber die Psychoanalyse hat, sozusagen noch immer, die Weihen einer Zulassung durch den G-BA.
https://www.g-ba.de/themen/psychotherapie/
Zitat
Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie umfasst jene Therapieformen, die zusammen mit der neurotischen Symptomatik den neurotischen Konfliktstoff und die zugrundeliegende neurotische Struktur der Patientin oder des Patienten behandeln und dabei das therapeutische Geschehen mit Hilfe der Übertragungs-?, Gegenübertragungs-? und Widerstandsanalyse unter Nutzung regressiver Prozesse in Gang setzen und fördern.

drpsy

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #3 am: 07. August 2019, 18:58:19 »
Auch spannend ist wie auf Wiki vehement von Freud-Jüngern gebockt wird: Wiki Dis. Link.

Das ganze hat imo sehr sektenartige Züge, was ich früher nie so warhhaben wollte, bis ich selbst mal mit Analytikern "diskutiert" habe. Was die Anerkennung angeht muss man sagen, dass zumindest in der Schweiz z.B. auch Homöopathie und anderer Humbug von der Krankenkasse bezahlt werden muss. Also das als Gütesigel zu sehen klappt leider nicht. #beschämt
Ist allerdings mMn ein weiterer Hinweis auf ihre sektenartigkeit oder wie viele pseudowissenschaftlichen, empirie-freien und nicht-falsifizierbaren "medizinischen" Methoden werden bei euch in Deutschland sonst noch so bezahlt?

Peiresc

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #4 am: 07. August 2019, 22:59:54 »
Auch spannend ist wie auf Wiki vehement von Freud-Jüngern gebockt wird: Wiki Dis. Link.
:teufel
Hob ist übrigens mein Lieblins-WP-Admin.

Aber zur Sache noch: die Situation in der Schweiz ist nicht ganz vergleichbar. Dort gibt es Quackerei auf Kassenkosten, weil das Volk will es so. Dagegen ist die Erstattungsfähigkeit der Analyse eher so etwas wie eine Altlast, die schwer zu entsorgen ist. Auch scheint mir, dass die Denkweise der Analytiker einigemaßen in der abendländischen Tradition der hermeneutischen Philosophie  :crazy verankert ist.

Sauropode

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #5 am: 08. August 2019, 00:37:24 »
Mal ganz profan gefragt, drpsy, was würdest Du an Änderungen konkret vorschlagen? Es gab zu diesem Thema schon einige, die was geändert haben wollten, aber auf Nachfrage, was und die Bitte um konkrete Textvorschläge kam dann nix.
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

drpsy

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #6 am: 09. August 2019, 23:10:42 »
Auch spannend ist wie auf Wiki vehement von Freud-Jüngern gebockt wird: Wiki Dis. Link.
:teufel
Hob ist übrigens mein Lieblins-WP-Admin.

Aber zur Sache noch: die Situation in der Schweiz ist nicht ganz vergleichbar. Dort gibt es Quackerei auf Kassenkosten, weil das Volk will es so. Dagegen ist die Erstattungsfähigkeit der Analyse eher so etwas wie eine Altlast, die schwer zu entsorgen ist. Auch scheint mir, dass die Denkweise der Analytiker einigemaßen in der abendländischen Tradition der hermeneutischen Philosophie  :crazy verankert ist.

Hob ist kein Admin, so weit ich sehe; nur Sichter.

Allerdings scheinst Du mir der richtige zu sein, mal über den Analyse Artikel zu gehen. Gemäss https://forum.psiram.com/index.php?topic=16154.0 scheinst Dich ja sehr gut auszukennen ;) (und im Gegensatz zu mir) die aktuelle Studienlage präsent zu haben. Da ich gerade nicht so Bock hab mich da stundenlang Einzulesen, oder wie der "Kollege" im vorher erwähnten Post es gemacht hat, einfach die zur Ideologie passenden raus zu suchen und den Rest professionell zu ignorieren.

Zum 2. Teil:
"Deutschland ist das einzige Land auf der Welt, in dem die Psychoanalyse eine Regelleistung der Krankenkassen ist. Seit 1967 ist das so. Der Grund war eine Untersuchung der AOK zwei Jahre zuvor. Patienten mit psychischen Problemen, die sich einer Psychoanalyse unterzogen hatten, wurden jeweils fünf Jahre vor und fünf Jahre nach der Behandlung untersucht."
und
"Von den über 40 Lehrstühlen für klinische Psychologie an staatlichen Universitäten sind nur zwei von Psychoanalytikern besetzt: Tilmann Habermas in Frankfurt und Cord Benecke in Kassel. Noch bis in die 70er-Jahre seien viele klinische Lehrstühle an den Universitäten von Psychoanalytikern besetzt gewesen, sagt Thilo Eith von der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft."
 :o
https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article152795956/Warum-die-Psychoanalyse-ein-Comeback-feiert.html

drpsy

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #7 am: 09. August 2019, 23:17:46 »
Mal ganz profan gefragt, drpsy, was würdest Du an Änderungen konkret vorschlagen? Es gab zu diesem Thema schon einige, die was geändert haben wollten, aber auf Nachfrage, was und die Bitte um konkrete Textvorschläge kam dann nix.
Keine konkreten Vorschläge, da nicht Eingelesen, bzw. konkreter Vorschlag an @Peiresc weiterzugeben :laugh:

Peiresc

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Re: Psychoanalyse
« Antwort #8 am: 09. August 2019, 23:47:22 »
scheinst Dich ja sehr gut auszukennen

Mein Problem ist: ich könnte keinen Artikel schreiben, über den ich nichts mehr zu meckern hätte.  :crazy