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Autor Thema: Die PM2,5-Feinstaubtoten der Max-Planck-Gesellschaft  (Gelesen 4157 mal)

Sauropode

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Re: Die PM2,5-Feinstaubtoten der Max-Planck-Gesellschaft
« Antwort #30 am: 19. Februar 2019, 11:18:22 »
Ohje, wir werden alle sterben....

Zitat
Einen Sonntagsbraten zuzubereiten kann mehr Luftverschmutzung in Innenräumen verursachen, als dichter Verkehr in Großstädten. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der University of Colorado in Boulder. Wer Fleisch und Gemüse brät oder einen Gasherd verwendet, atmet demnach möglicherweise mehr gesundheitsschädigenden Feinstaub ein als an einer Hauptverkehrsstraße vorherrscht.

http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Luftverschmutzung-Sonntagsbraten-ist-schlimmer-als-Verkehr-in-Delhi
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

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alliance1979

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Re: Die PM2,5-Feinstaubtoten der Max-Planck-Gesellschaft
« Antwort #31 am: 19. Februar 2019, 11:31:42 »
@ Peiresc

Ich versuche meine Sichtweise mal etwas auszuformulieren. Ich bin bezüglich Naturwissenschaften ein mäßig gut belesener und informierter Laie.
Die Welt komplex, es gibt viele Forschungsgebiete und meine Zeit ist begrenzt.
Deshalb setze ich mich bei bestimmten Themen schlicht ins Fahrwasser der führenden Experten und belasse es auch dabei. Alles was ich dann noch mache, ist ein paar Studien & Metaanalyse zu überfliegen, nach den Experten zu googeln wie oft sie zitiert werden und ob ich peer reviewed Fachartikel finden, die Studien, Metaanalysen und Experten kritisieren.

Eigentlich ist das schon mit relativ viel Aufwand verbunden.

Bei diesem Thema kommt noch der sozioökonomische Aspekt zum Tragen.

Die Grenzwerte wurden vor sehr vielen Jahren festgesetzt, haben sehr großzügige Ausnahmeregelungen, die eigentliche Roadmap der Grenzwerte wurde immer wieder verschoben und es existiert eine sehr große Lobby, die ein sehr großes Interesse an hohen Grenzwerten hat.

Historisch betrachtet hatten wir schon häufig eine solche Konstellation. Clair Cameron Patterson kontra Blei, die globale Erwärmung oder der Themenkomplex Asbest wären dafür schöne Beispiele.

Ist es aber möglich, das die Wissenschaft einen oder mehrere Fehler begangen hat? Klar.
Ist es möglich, dass eine eigentlich schwächere Lobby ihre Agenda durchdrückt, weil das Thema emotional aufgeladen ist? Klar.

Am Ende ist es also durchaus möglich, das meine Position beim Thema Feinstaub Fehlerhaft ist, weil sie auf falschen Daten oder Annahmen beruhen.
Ich halte das aber für wahrscheinlicher als die Gegenmeinung.

Das Journalisten hier für Aufklärung sorgen, sehe ich persönlich noch nicht. Die Journalisten sind meist auch nur Laien auf den jeweiligen Gebieten. Und die wenigen Wissenschaftsjournalisten, denen ich genug Expertise unterstelle, haben sich relativ klar positioniert.

Ich möchte betonen, das ich eure Fragen aber durchaus nachvollziehen kann und als berechtigt empfinde und ich muss deutlich einräumen, das ich mich in diesem Punkt auch irren kann.

@ Sauropode

Soweit ich weiß gibt es auch toxikologische Studien zu dem Thema. Und Kausalität/Korrelation ist immer ein Thema. Mit dem entsprechenden Studiendesign kann man das Problem aber auch umschiffen.
Ob dies aber wirklich gelungen ist, dazu fehlt mir einfach die Expertise. Ich habe es wirklich versucht mich da einzulesen und das ganze zu bewerten. Ich bin damit schlicht gescheitert.

MfG
"Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren."

Luther Burbank

Sauropode

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Re: Die PM2,5-Feinstaubtoten der Max-Planck-Gesellschaft
« Antwort #32 am: 19. Februar 2019, 16:03:12 »
@Alliance,

auf rein epidemiologischer Ebene ist manches schwierig zu beurteilen. Sieht man auch an der Debatten um gesunde Ernährung. Cholesterin wird zB auch nicht mehr als DER Auslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesehen, aber vielleicht ist er es doch? Früher war Fleisch ein Stück Lebenskraft, heute verursachte es Darmkrebs, usw.

Es ist nunmal so, dass das Leben lebensgefährlich ist und die Menschheit kann nicht emissionsfrei leben. Man kann vieles vermeiden oder mindern, ein Rest bleibt aber immer. Die Frage ist letztendlich, wie man damit umgeht.
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

alliance1979

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Re: Die PM2,5-Feinstaubtoten der Max-Planck-Gesellschaft
« Antwort #33 am: 20. Februar 2019, 00:37:40 »
Ich würde das sofort Unterschreiben. Ich bin im übrigen auch gegen die Fahrverbote :). Glaube nämlich nicht, das diese etwas bringen werden.

MfF
"Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren."

Luther Burbank