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Mixa knallt vollends durch.

Begonnen von Roadrunner, 12. April 2009, 10:44:37

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GeMa

Guter Beitrag. 
Ob ich gegen UN-Konvention verstoße, wenn ich laut denke, dass sich der Vertreter der größten Raubmörderorganisation agitatorisch hinter den anderen großen Raubmördern zu verstecken sucht.  ::)



hic fuit

Zitat
[Bischof Mixa]
Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen.

[ zitiert nach http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618676,00.html ]
Anhänger totalitärer Ideologien mit Atheisten gleichsetzen, das kann ein gebildeter Mann wie Mixa nur aus schierer Bösartigkeit tun. Weil Mixas Botschaft offensichtlich polarisieren soll, bleibt insgesamt nur die Schlussfolgerung übrig:

Mixa ist ein Hassprediger.

Hema

Ich weiß nicht, ob man ihn als Hassprediger im engeren Sinne bezeichnen sollte, auch wenn er es hasst, wenn andere seine Phantasmen nicht teilen, und er eben diesen Hass und vor allem Angst zu schüren versucht bei seinen Zuhörern. Er ist schlau genug, zu erkennen, dass er Atheisten nicht mehr mit dem Höllenfeuer drohen kann und es auch nicht gut ankäme, würde er das öffentlich sagen. Er ruft ja auch nicht dazu auf, Atheisten zu töten. Er geht subtiler vor: Er versucht, den Atheisten pauschal als kaltblütigen und im Grunde asozialen Menschen darzustellen, den man fürchten muss, als den personifizierten Antichristen im alten Sinne.

Er verkennt allerdings, dass immer mehr Menschen keine bunten Geschichterln und institutionalisierte Wahnsysteme brauchen, um menschlich zu denken und zu handeln.

Vielleicht ist das bei Herrn Mixa so, dass er ohne seinen Glauben ein noch schlechterer Mensch wäre. Ein schlechter Christ ist er schon. Man sollte aber nicht von sich auf andere schließen.

Aus kathnews:

ZitatIn diesem Zusammenhang zitierte Mixa den russischen Dichter Dostojewski, der sagte: ,,Ohne Gott ist alles erlaubt".

http://www.kathnews.de/content/index.php/2009/04/13/gesellschaft-ohne-gott-ist-holle-auf-erden/

DAS ist es, was er fürchtet: dass Menschen nicht mehr Figuren wie ihn fragen, was erlaubt ist und was nicht, selber entscheiden und nicht mehr IHN entscheiden lassen. Er fürchtet die Bedeutungslosigkeit seines Wahnsystems und dass das, was er sich verkniffen hat (?), ein sinnloses Opfer war. Wenn er der Meinung war, dass bestimmte schöne Dinge verboten sind, müssen das auch andere glauben, weil es sonst seine Privatsache wird. Nun kann die Menschheit natürlich nichts dafür, dass Herr Mixa diesen Dingen anhängt und Sex gegen Macht über andere Menschen eintauschen wollte. Das war sein psychisch nicht sehr gesunder "Deal". Das ist für ihn zwar menschlich traurig, aber u. a. aus dieser persönlichen (Fehl-)Entscheidung resultiert eine Bösartigkeit, die vielleicht kirchlich im Sinne von Interessenvertretung ist, aber kaum christlich zu nennen ist. Mixa zeigt sehr deutlich, dass es um Macht geht, nicht um Nächstenliebe.

Man kann nur immer wieder auch mit Katholiken über solche Dinge reden und fragen: was ist Realität? Ist alles real, was sich einer ausdenkt? Schafft u. a. der Katholizismus nicht erst Ängste, die er dann - gegen Unterwerfung versteht sich - zu heilen vorgibt? Das ist alles sehr krank.

hic fuit

Hema, natürlich hast Du mit Deiner differenzierten Sichtweise recht. Doch das hier:
Zitat von: Hema am 13. April 2009, 17:55:12
...Er ruft ja auch nicht dazu auf, Atheisten zu töten. Er geht subtiler vor: Er versucht, den Atheisten pauschal als kaltblütigen und im Grunde asozialen Menschen darzustellen, den man fürchten muss, als den personifizierten Antichristen im alten Sinne.
...
reicht mir schon, aus um diese Person gesellschaftlich ächten lassen zu wollen und um sie als Hassprediger (im weiteren Sinne) bezeichnen zu wollen. Das bedeutet:

Gesellschaftlich sollte Mixa genauso wie seine islamischen Gegenstücke behandelt werden. Es sollte z.B. als moralisch verwerflich erkannt werden, solchen Personen in Talkshows eine Plattform für ihr unethisches Gefasel zu geben.

Hema

Zitat von: hic fuit am 13. April 2009, 20:21:00
Hema, natürlich hast Du mit Deiner differenzierten Sichtweise recht. Doch das hier:
Zitat von: Hema am 13. April 2009, 17:55:12
...Er ruft ja auch nicht dazu auf, Atheisten zu töten. Er geht subtiler vor: Er versucht, den Atheisten pauschal als kaltblütigen und im Grunde asozialen Menschen darzustellen, den man fürchten muss, als den personifizierten Antichristen im alten Sinne.
...
reicht mir schon, aus um diese Person gesellschaftlich ächten lassen zu wollen und um sie als Hassprediger (im weiteren Sinne) bezeichnen zu wollen. Das bedeutet:

Gesellschaftlich sollte Mixa genauso wie seine islamischen Gegenstücke behandelt werden. Es sollte z.B. als moralisch verwerflich erkannt werden, solchen Personen in Talkshows eine Plattform für ihr unethisches Gefasel zu geben.

Ganz klar: gleiche Behandlung für alle.

Hinsichtlich der Talkshow würde ich mich freuen, ihn mal öffentlich argumentativ zerlegen zu dürfen (eine neutrale Moderation vorausgesetzt). Aber der alleine ohne ausreichenden Gegenpart, da gebe ich Dir recht. Diese Hetze muss nicht unters Volk und hoffentlich erkennen viele Christen, was für eine Art Mensch das ist.

cohen

Schaut mal hier:
Atheismus und Massenmord

Pfaffen und Nazis friedlich vereint.

GeMa

Hübsche Bilder und da gäbe es bestimmt noch mehr. Einer wie der Bonhöffer war doch eine Ausnahmeerscheinung.
Ohne katholische Zentrumspartei kein Ermächtigungsgesetz.


hic fuit

Der link ist wirklich wunderschön, danke cohen. Tolle Idee von Marcus Meier.

Hema

Dem Anschein nach zahlt auch noch die Allgemeinheit sein Gehalt (und das seiner Bischofskollegen):

http://www.kirchensteuern.de/Texte/KonkordatBayernGruene23.8.2008.htm

http://www.kandidatenwatch.de/christine_kamm-120-16607--p694.html

Einfache Priester werden aus der vom Staat eingetriebenen Kirchensteuer bezahlt, die oberen aus dem Steuertopf. Das war mir auch noch nicht klar.

Auch lesenswert:

http://www.fair-news.de/news/Mixamatose/14799.html

Nicht lange gefackelt:

http://www.redglobe.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3018&Itemid=31

GeMa

@Hema - zum Link Abgeordnetenwatch

uns hängen nicht nur die Konkordatsverträge unverändert nach, wir als Steuerzahler blechen sogar noch immer für Verträge aus napoleonischer Besetzungszeit jährlich an die Kirche. Dieser Laden ist schlicht asozial.
Von Kirchensteuereinnahmen zuzüglich Zahlungen (und noch ohne Schenkungen/Grundstücksüberlassungen aus Staatsbesitz; bspw. für Bauvorhaben Kita, Gemeindehäuser etc.) aus dem allgemeinen Steuersäckle geben die katholischen, wie die evangelischen ganze 10% für soziale; 10% für caritative Aufgaben aus.
Das geht m.E. auch ganz ohne Kirche preiswerter. Zumal die entsprechenden Angebote nicht unbedingt für konfessionslose oder Angehörige anderer Konfessionen bereitgestellt werden.

Schau-ma-amoi

Zitat von: Hema am 13. April 2009, 17:55:12Vielleicht ist das bei Herrn Mixa so, dass er ohne seinen Glauben ein noch schlechterer Mensch wäre. Ein schlechter Christ ist er schon. Man sollte aber nicht von sich auf andere schließen.

"Es gibt auf der Welt gute Menschen, die Gutes tun, und böse Menschen die Böses tun, aber nur durch Religion bekommt man eigentlich gute Menschen dazu, Böses zu tun."
Hab ich mal wo gelesen.

hic fuit

General, meinst Du den hier?
http://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Weinberg :
Religion is an insult to human dignity. With or without it you would have good people doing good things and evil people doing evil things. But for good people to do evil things, that takes religion." (Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, dafür bedarf es der Religion.). Weinberg in einer Rede in Washington, DC im April 1999.

Dass nicht nur Kirchensteuern an die Kirchen gehen, wusste ich auch noch nicht!

Hema

Zitat von: hic fuit am 15. April 2009, 07:39:19
Dass nicht nur Kirchensteuern an die Kirchen gehen, wusste ich auch noch nicht!

Die Kirchensteuern sind Gelder der Mitglieder; dass der Staat sie eintreibt (und dafür die Kosten trägt), halte ich schon für nicht tragbar. Um so schlimmer finde ich, dass öffentliche Gelder, ohne Wissen (der meisten) und gegen den sicheren Willen von Atheisten und anderen Konfessionslosen an diese Organisationen vergeben werden. Da sollte jeder in seinem Bundesland mal seine MdL ansprechen/-schreiben, was sie dagegen zu tun gedenken. Das Geld könnte man wirklich besser verwenden als für die Mixas der Nation.

GeMa

http://www.kirchenaustritt.de/steuer/

Kirchensteueraufkommen 2002:

    *Katholische Kirche: 4,1 Mrd. Euro
    *Evangelische Kirche: 4,3 Mrd. Euro
    *Gesamt 8,4 Mrd. Euro
    *davon von Kirchenmitgliedern getragen: 5,05 Mrd. Euro (60,1%)
    *davon aus allgemeinen Steuergeldern getragen: 3,35 Mrd. Euro (39,9%)

Da habe ich ja noch schamlos untertrieben :

Evangelische Kirche:

    * Personalkosten: ca. 70%
    * Sachkosten, Verwaltung: ca. 10%
    * Kirchenbauten: ca. 10%
    * Schule, Bildung, Soziales und Caritatives: ca. 10%

Katholische Kirche:

    * Personalkosten: ca. 60%
    * Sachkosten, Verwaltung: ca. 10%
    * Kirchenbauten: ca. 10%
    * Schule und Bildung: ca. 10%
    * Soziales und Caritatives: ca. 10%

Wegelagerei  ::)

Zu viele Kirchenaustritte:

Thüringen führt Kirchenaustrittsgebühr ein

Die CDU geführte Thüringer Landesregierung hat zum 1. März 2009 eine Kirchenaustrittgebühr von 30 € eingeführt, außerdem ist der Austritt nun beim Standesamt zu erklären und nicht mehr beim Amtsgericht. Es gibt keine Ermäßigung für sozial Schwache. Damit macht die CDU den Kirchen nochmal ein Geschenk vor einer möglichen Abwahl bei den Landagswahlen im August.