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Autor Thema: Diktatorenschmuser  (Gelesen 26818 mal)

pelacani

  • Gast
Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #90 am: 25. November 2013, 19:47:45 »
Nur so nebenbei:
Zitat
der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt
Ich weiß nicht, wo ich lieber wohnen würde, wenn ich sehr arm wäre: in einer chinesischen Vorstadtsiedlung oder als Kastenloser in einem indischen Slum. Ich weiß es wirklich nicht.

Und wenn ich sehr reich wäre, dann wäre es auch egal.
und ist die USA da so richtig weit weg davon?
Man sollte schon Vergleichbares vergleichen. Vor der Wahl ob Russland oder USA, würde ich wohl die USA wählen; wie übrigens die klügeren Kommunisten es immer getan haben.

Homeboy

  • Gast
Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #91 am: 25. November 2013, 19:57:23 »
Nur so nebenbei:
Zitat
der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt
Ich weiß nicht, wo ich lieber wohnen würde, wenn ich sehr arm wäre: in einer chinesischen Vorstadtsiedlung oder als Kastenloser in einem indischen Slum. Ich weiß es wirklich nicht.

Und wenn ich sehr reich wäre, dann wäre es auch egal.
und ist die USA da so richtig weit weg davon?
Man sollte schon Vergleichbares vergleichen. Vor der Wahl ob Russland oder USA, würde ich wohl die USA wählen; wie übrigens die klügeren Kommunisten es immer getan haben.

Slums gibt es auch in den USA. Das ist ja das Tragische daran. Deswegen ist es auch vergleichbar.
Mag sein, dass es nicht so viele "Slums" gibt in den USA, wie in Indien, weder absolut noch relational, gut möglich. Bestimmt auch, was die Ghettos angeht, aber es ist eben nicht so, als ob sich dort nur ein geringer Teil der US-amerikanischen Bevölkerung wiederfinden würde. Brauchst du dafür Belege?

Als Slum-Bewohner ist es überall Scheiße, eine Steigerung für wo es in Slums schlimmer sei widerstrebt mir irgendwie.
Ebenso ist es überall super, wenn man reich ist.

pelacani

  • Gast
Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #92 am: 25. November 2013, 20:04:06 »
Brauchst du dafür Belege?
Nein. Ich würde lieber in den USA als in China/Indien leben wollen. Der Anteil der Armen in den USA ist beträchtlich, aber es ist, denke ich, nicht die Mehrheit, wohl im Gegensatz zu Indien - beides Demokratien. Wenn Du Belege dafür hättest, dass das anders ist, ja das würde mich interessieren.

Homeboy

  • Gast
Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #93 am: 25. November 2013, 20:06:35 »
Brauchst du dafür Belege?
Nein. Ich würde lieber in den USA als in China/Indien leben wollen. Der Anteil der Armen in den USA ist beträchtlich, aber es ist, denke ich, nicht die Mehrheit, wohl im Gegensatz zu Indien - beides Demokratien. Wenn Du Belege dafür hättest, dass das anders ist, ja das würde mich interessieren.
totally agreed. da bin ich ganz deiner meinung - würde mich auch eher für die USA entscheiden als für China oder Indien.


mit #87 habe ich nochmal versucht, den Fadenstart aus aufzuarbeiten.
Weil, es ist eben leicht andere der Diktatorenschmuserei zu beschuldigen, wenn man wahllos politische oder sonstige Gegner als Diktatoren darstellt. Ist halt schwierig mit der Belastbarkeit wenn Vergleichbarkeit eine Option ist.

RächerDerVerderbten

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  • Beiträge: 1321
Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #94 am: 30. November 2013, 18:56:58 »
Die von Pittbull geschilderten Erfahrungen im ersten Post sind zum grossen Teil auch meine, bin erstaunt über den Diskussionsverlauf, ham einige den Satz

Zitat
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen.

etwa auf sich bezogen?

Wenn ich Volkes Stimme lesen will, kuck ich ins SPON- Forum, und da ist das sowas von wahr...

Beispiel aus jüngster Zeit, das mir sauer aufgestossen ist:

Der Giftgaseinsatz in Syrien durch Assads Truppen( ja, ich geh von deren Verantwortlichkeit aus ) und die Reaktion der deutschen "Friedensbewegung" darauf.
Die fand nämlich erst statt, als die USA mit einem Luftschlag gedroht haben, hielt dann 2- 3 Wochen an ( "Für Frieden", "Gegen Bomben" usw. ), nachdem die Drohung aufgrund der Einigung auf Vernichtung der Chemiewaffen vom Tisch war, ist das "Engagement" nicht etwa eingeschlafen, es war schlagartig zuende.

Der Witz: Der Konflikt dauerte schon etwa 2,5 Jahre, der Giftgaseinsatz mit ca 1500 Toten war ein trauriger Höhepunkt, der Krieg geht inzwischen unvermindert weiter (120000 Tote wohl insgesamt, also WOFÜR haben sich deutsche Friedensbewegte in diesen Wochen eigentlich eingesetzt? Nicht dafür, Menschenleben zu retten, sondern nach meiner Sicht aus antiamerikanischen Reflexen heraus ausschliesslich GEGEN ein eventuell sinnvolles Eingreifen der USA. ( natürlich mit den üblichen Phrasen über False Flag- Operationen, geostrategische Interessen, Bodenschätze...)

Der hochwahrscheinliche Effekt:
Da alle Westentaschen- Diktatoren der Welt sowas ganz genau beobachten, wissense jetzt, solange sie sich nur gegen die USA positionieren, können sie sich sämtliche Schweinereien erlauben, die eigenen Leute abschlachten, den Nachbarn überfallen( Irak - Kuweit) in der deutschen "Friedensbewegung" haben sie zuverlässige Verbündete, da diese einfach sehr starke antidemokratische und antiamerikanische Tendenzen hat.



If the only thing keeping a person decent is the expectation of divine reward, brother, that person is a piece of shit. Rusty Cohle

RächerDerVerderbten

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Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #95 am: 30. November 2013, 20:16:29 »
Zitat
Zu allem Überfluss "belegen" diese Geisterfahrer ihre Verdrehung der Realität mit Links auf Blogs von Rechtsextremen, "Truthern" und Verschwörungstheoretikern. Es gibt inzwischen pseudoseriöse Online-Medien wie "Deutsche Witschafts Nachrichten" die auf dieser Welle mitschwimmen.

Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen

Hab früher viel in Nazi- Foren mitgelesen, da hamse immer rumgejammert, dass die Linken mit ihnen keine Querfront machen wollen, das hamse inzwischen über die von Dir erwähnten Medien erfolgreich realisiert, sie lassen einfach jeden Bezug zu Nationalsozialismus und NPD weg ( viele moderne Rechte haben da auch gar nicht son Faible für), dafür betonen sie die traditionell gemeinsamen Themen ( Antisemitismus und Antiamerikanismus) und würzen das ganze noch mit VTs.

In meinem weiteren Bekanntenkreis gibts leider auch ne steigende Toleranz für sowas, da wird z.Bsp ständig auf "conspiracy watch" verlinkt, auf kritische Hinweise darauf, was diese Leute unter "NWO" verstehn, äusserst sauer reagiert.
If the only thing keeping a person decent is the expectation of divine reward, brother, that person is a piece of shit. Rusty Cohle

pelacani

  • Gast
Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #96 am: 30. November 2013, 21:08:03 »
Die von Pittbull geschilderten Erfahrungen im ersten Post sind zum grossen Teil auch meine, bin erstaunt über den Diskussionsverlauf, ham einige den Satz

Zitat
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen.

etwa auf sich bezogen?

Also 'n Wunder wär’s nicht:
Ich habe dich sogar besser verstanden als vermutet. Du versuchst offenbar die Despotie als gültige Herrschaftsform zu verkaufen.

Homeboy

  • Gast
Re: Diktatorenschmuser
« Antwort #97 am: 30. November 2013, 22:44:47 »
Die von Pittbull geschilderten Erfahrungen im ersten Post sind zum grossen Teil auch meine, bin erstaunt über den Diskussionsverlauf, ham einige den Satz

Zitat
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen.

etwa auf sich bezogen?
hast du die argumente nachvollzogen, die diesen bestaunenswerten diskussionsverlauf herbeiführten?

Wenn ich Volkes Stimme lesen will, kuck ich ins SPON- Forum, und da ist das sowas von wahr...
was meinst du mit "Volkes Stimme"?

Beispiel aus jüngster Zeit, das mir sauer aufgestossen ist:

Der Giftgaseinsatz in Syrien durch Assads Truppen( ja, ich geh von deren Verantwortlichkeit aus ) und die Reaktion der deutschen "Friedensbewegung" darauf.
Die fand nämlich erst statt, als die USA mit einem Luftschlag gedroht haben, hielt dann 2- 3 Wochen an ( "Für Frieden", "Gegen Bomben" usw. ), nachdem die Drohung aufgrund der Einigung auf Vernichtung der Chemiewaffen vom Tisch war, ist das "Engagement" nicht etwa eingeschlafen, es war schlagartig zuende.
interessanter Eindruck. deine Beobachtung war, dass die Friedensbewegung den Giftgaseinsatz im syrischen Bürgerkrieg ignoriert hat, bis die USA damit gedroht hat einen souveränen Staat, der sich im Bürgerkrieg befindet zu bombardieren und nachdem von diesen Plänen abgesehen wurde, auch aufgrund internationaler Intervention ist aller Aktivismus der Friedensbewegung für diesen Konflikt verschwunden. habe ich das richtig verstanden?

Der Witz: Der Konflikt dauerte schon etwa 2,5 Jahre, der Giftgaseinsatz mit ca 1500 Toten war ein trauriger Höhepunkt, der Krieg geht inzwischen unvermindert weiter (120000 Tote wohl insgesamt, also WOFÜR haben sich deutsche Friedensbewegte in diesen Wochen eigentlich eingesetzt? Nicht dafür, Menschenleben zu retten, sondern nach meiner Sicht aus antiamerikanischen Reflexen heraus ausschliesslich GEGEN ein eventuell sinnvolles Eingreifen der USA. ( natürlich mit den üblichen Phrasen über False Flag- Operationen, geostrategische Interessen, Bodenschätze...)
du hälst Bombardement für "sinnvolles Eingreifen"? du bewertest kritik an der motivation für die intervention eines souveränen staates in den bürgerkrieg eines anderen souveränen staates als phrasen?

Der hochwahrscheinliche Effekt:
Da alle Westentaschen- Diktatoren der Welt sowas ganz genau beobachten, wissense jetzt, solange sie sich nur gegen die USA positionieren, können sie sich sämtliche Schweinereien erlauben, die eigenen Leute abschlachten, den Nachbarn überfallen( Irak - Kuweit) in der deutschen "Friedensbewegung" haben sie zuverlässige Verbündete, da diese einfach sehr starke antidemokratische und antiamerikanische Tendenzen hat.
mir wäre neu, dass es in der deutschen friedensbewegung begeisterung für sadam hussein gegeben hätte. jedenfalls siehst du die motivation in der ablehnung von kriegshandlungen zwischen souveränen staaten im antiamerikanismus? das halte ich zwar für abwegig, andererseits ist es schwierig das herauszufinden, wenn die USA an jedem denkbaren konflikt unmittelbar beteiligt sind.

wie bewertest du die ablehnung der stationierung deutscher truppen in afghanistan? auch anti-amerikanismus?