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Deutsch => Allgemeine Diskussionen => Politik und Gesellschaft => Thema gestartet von: pittbull am 24. November 2013, 00:16:58

Titel: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 00:16:58
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen. Dies geht oft einher mit Antiamerikanismus und generell einer Ablehnung westlicher Regierungssysteme bzw. der Demokratie. Nicht nur im HPF (Holocaustleugner-Pappnasen-Forum *fg*), wo sowas durch die Art der Userschaft (meistens Rechtsextreme bis waschechte Naonazis), sondern auch im "gutbürgerlichen" Politikboard-Segment.

Da wird (neben Anti-USA-Hetze) beklatscht, dass jemand Putin zum Nobelpreis vorgeschlagen hat, der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt und natürlich - wie unter solchen Idioten üblich - westliche Medien als Propagandaorgane bezeichnet, die uns nur belügen um die wahren Menschenfreunde in den Schmutz zu ziehen.

Zu allem Überfluss "belegen" diese Geisterfahrer ihre Verdrehung der Realität mit Links auf Blogs von Rechtsextremen, "Truthern" und Verschwörungstheoretikern. Es gibt inzwischen pseudoseriöse Online-Medien wie "Deutsche Witschafts Nachrichten" die auf dieser Welle mitschwimmen.

Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen, was letztlich auch auf die Dummen abfärbt (und was sich dann in Forenbeiträgen niederschlägt).

Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 00:58:13
ist das ein allgemeines: was für zeiten, was für sitten
oder hast du konkret etwas auf dem herzen?

weil: dein fadenstart scheint mir sehr vage und ich könnte zu so ziemlich jedem deiner kritikpunkte einen ebenso validen gegenpunkt nennen, der deinen punkt zumindest relativiert, wenn nicht ad absurdum führt.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 01:08:09
ist das ein allgemeines: was für zeiten, was für sitten
oder hast du konkret etwas auf dem herzen?

weil: dein fadenstart scheint mir sehr vage und ich könnte zu so ziemlich jedem deiner kritikpunkte einen ebenso validen gegenpunkt nennen, der deinen punkt zumindest relativiert, wenn nicht ad absurdum führt.
Ich treibe mich in einigen Pokitikforen rum. Das ist keine Einbildung. Die Leute sind wirklich so drauf. Sie invertieren die Realität, um den Westen als böse und ihre Diktatoren als gut zu verkaufen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Krebskandidat am 24. November 2013, 01:25:26
Vermutlich weil sich im Internet der Schwachsinn einfach besser verbreiten kann. Bei den Medien gibt es ja noch ansatzweise so etwas wie guten Journalismus, während im Netz jeder Depp mit Anschein von Seriösität seinen Phantasien freien Lauf lassen kann. Gibt ja leider keinen Filter und die, die es gibt wie WOT oder Psiram oder auch das normale Wikipedia werden als manipuliert dargestellt.
Für das Internet braucht man Kompetenz. Es genügt nicht, sich wie im Fernsehen berieseln zu lassen. Man muss hier Dinge selbständig auf Belastbarkeit prüfen und so etwas kennen die Leute nicht, bzw. sind es nicht gewohnt.
In diesem Sinne bringt das Internet die Demokratie langsam in Schwierigkeiten, denn diese funktioniert nur gut, wenn das Volk aufgeklärt ist. Aber was will man machen? Zensur ist Brennholz in den Öfen dieser Leute und ich finde es auch nicht wünscheswert. Die Menschen müssen einfach... klüger werden.  :-\
Auf jeden Fall sollte sobald wie möglich Medienkompetenz oder etwas in der Art in Schulen unterrichtet werden.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: celsus am 24. November 2013, 01:34:39
Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?
Ja, sowas gibts. Aber schon seit im Internet diskutiert wird.
Fällt dir das vielleicht in letzter Zeit stärker auf weil du dich intensiver mit dem Thema beschäftigst?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 01:36:01
Vermutlich weil sich im Internet der Schwachsinn einfach besser verbreiten kann. Bei den Medien gibt es ja noch ansatzweise so etwas wie guten Journalismus, während im Netz jeder Depp mit Anschein von Seriösität seinen Phantasien freien Lauf lassen kann. Gibt ja leider keinen Filter und die, die es gibt wie WOT oder Psiram oder auch das normale Wikipedia werden als manipuliert dargestellt.
Für das Internet braucht man Kompetenz. Es genügt nicht, sich wie im Fernsehen berieseln zu lassen. Man muss hier Dinge selbständig auf Belastbarkeit prüfen und so etwas kennen die Leute nicht, bzw. sind es nicht gewohnt.
In diesem Sinne bringt das Internet die Demokratie langsam in Schwierigkeiten, denn diese funktioniert nur gut, wenn das Volk aufgeklärt ist. Aber was will man machen? Zensur ist Brennholz in den Öfen dieser Leute und ich finde es auch nicht wünscheswert. Die Menschen müssen einfach... klüger werden.  :-\
Auf jeden Fall sollte sobald wie möglich Medienkompetenz oder etwas in der Art in Schulen unterrichtet werden.

Guter Beitrag, dem ich vollinhaltlich zustimme. Ich kann nicht sagen wie gefährlich die ständige Berieselung mit Schwachsinn aus dem Netz wirklich ist. Ich nehme an, dass sich die Medienkompetenz dem anpassen wird. Der Mensch der Zukunft wird kritischer sein. Vielleicht wird es auch eine Art Zwei-Klassen-Internet geben, eine seriöse und eine Variante für die Doofen. Es wird jedenfalls spannend bleiben.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 01:39:42
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen. Dies geht oft einher mit Antiamerikanismus und generell einer Ablehnung westlicher Regierungssysteme bzw. der Demokratie. Nicht nur im HPF (Holocaustleugner-Pappnasen-Forum *fg*), wo sowas durch die Art der Userschaft (meistens Rechtsextreme bis waschechte Naonazis), sondern auch im "gutbürgerlichen" Politikboard-Segment.
es gibt nicht nur oberflächlichen antiamerikanismus. antiamerikanismus ist auch als begründete und tiefgehende gesellschaftskritik möglich.
die ablehnung westlicher regierungssysteme ist eben so sinnig, wie ihre befürwortung. es gibt immer pros und cons, das paradies ist fern.
"die demokratie" gibt es garnicht. von einer verbindlichen und annerkannten definition mal ganz abgesehen. oder meinst du DIE "marktkonforme demokratie" (zit. n. Merkel)?

insgesamt alles phänomene der meinungsfreiheit und durch diese voll abgedeckt.
nebenbei braucht man weder rechtsextrem noch nazi sein, um das genannte kritisch zu sehen, ein studium der politikwissenschaften oder ein ausgeprägtes gerechtigkeitsbedürfnis genügen völlig.

Da wird (neben Anti-USA-Hetze) beklatscht, dass jemand Putin zum Nobelpreis vorgeschlagen hat, der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt und natürlich - wie unter solchen Idioten üblich - westliche Medien als Propagandaorgane bezeichnet, die uns nur belügen um die wahren Menschenfreunde in den Schmutz zu ziehen.
anti-usa-hetze ich schon schlimm. ich persönlich bin ein großer fan der world-domination-tour der us of a
Barack Obama hat den Friedensnobelpreis, den er übrigens auch bekommen hat, ungefähr genauso verdient, wie Putin. wo ist da der unterschied? - ich persönlich finde Putin inszeniert sich unterhaltsamer, vielleicht sogar authentischer.
china foltert. von mir aus, keine ahnung. die usa foltert auch, ging hier durch alle medien: geheimgefängnisse allerorten usw. wurde dort auch im kongress diskutiert. und nun?
westliche medien sind wie alle medien - interessengeleitet. man kann das polemisch propagandaorgane nennen. andererseits, wie würdest du das 4-buchstaben-blatt nennen?
wer sind die "wahren menschenfreunde" - ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, wen du meinen könntest.

Zu allem Überfluss "belegen" diese Geisterfahrer ihre Verdrehung der Realität mit Links auf Blogs von Rechtsextremen, "Truthern" und Verschwörungstheoretikern. Es gibt inzwischen pseudoseriöse Online-Medien wie "Deutsche Witschafts Nachrichten" die auf dieser Welle mitschwimmen.
es gibt auch pseudoseriöse qualitätsmedien. konkret komme ich nicht drauf, welche qualitätsmedien in deutschland, sei es print oder fernsehen nicht pseudoseriös sind. die einen mehr die anderen weniger, gewiss. aber wirklich ausgewogen und tendenziell objektiv? wohl kaum. das könnten ihre leser und zuschauer womöglich garnicht aushalten und würden sich anderen produkten zuwenden.

Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen, was letztlich auch auf die Dummen abfärbt (und was sich dann in Forenbeiträgen niederschlägt).
früher war alles besser? ich finde auch, dass die politik der bundesrepublik früher nicht so fadenscheinig gewesen ist. aber waren die menschen damals kritischer? klüger? engagierter? und wenn ja, nach welchen/ wessen kriterien?

Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?

vielleicht ahnst du, warum ich ein wenig unsicher bin, was genau du meinen könntest? politik ist halt insgesamt ein schwieriges feld, der analyse und dem verstehen nur bedingt zugänglich, beruht oft auf aberwitzigen entscheidungsparametern etc. was soll man sagen, was kann man sagen?
Fontanes Briest würde sagen: es ist ein weites feld.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 01:43:04
Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?
Ja, sowas gibts. Aber schon seit im Internet diskutiert wird.
Fällt dir das vielleicht in letzter Zeit stärker auf weil du dich intensiver mit dem Thema beschäftigst?
Nein, eigentlich nicht. Bisher vernahm ich in den Politikforen eher Neonazis und Rechtspopulisten als die Hauptquellen des Unfugs. Antiamerikanische Dampfplauderer und Feinde des Westens, mit nur wenig Berührungspunkten zu den bisherigen Dummschwätzern, sind eine relativ junge Spezies.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 01:46:32
Antiamerikanische Dampfplauderer und Feinde des Westens
was soll das sein?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 01:50:23
es gibt nicht nur oberflächlichen antiamerikanismus. antiamerikanismus ist auch als begründete und tiefgehende gesellschaftskritik möglich.

Nö, das ist irrationaler Schmu, ähnlich wie Islamophobie und Antisemitismus.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 01:52:20
ich seh schon, du hast es voll drauf. und weil das so ist, kannst du natürlich auch begründen, warum das so sein soll.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 01:52:45
Antiamerikanische Dampfplauderer und Feinde des Westens
was soll das sein?
Das was da steht. Null Checkung oder was?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 01:55:06
Antiamerikanische Dampfplauderer und Feinde des Westens
was soll das sein?
Das was da steht. Null Checkung oder was?
hast du zuviel tv geguckt?

ich habe doch schon aufgeführt, wo alles dein eingangspost lücken bzw. schwächen aufweist. dann erläutere mal.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 01:56:57
ich seh schon, du hast es voll drauf. und weil das so ist, kannst du natürlich auch begründen, warum das so sein soll.
Kollektives Verteufeln ganzer Gruppen ist immer Unsinn. Das funktioniert nur mit Einzelpersonen. Muss man dir sowas Triviales etwa erklären?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 24. November 2013, 01:57:42
Null Checkung oder was?
Also hier geht ja richtich die Post ab :police:. Ich finde auch, das Stück sollte ein wenig an Substanzverlust gewinnen und mit dem einen oder anderen Link, der vielleicht von Dir sogar noch kommentiert wird und so zur Diskussion einlädt, verziert werden, nech?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 02:03:44
ich seh schon, du hast es voll drauf. und weil das so ist, kannst du natürlich auch begründen, warum das so sein soll.
Kollektives Verteufeln ganzer Gruppen ist immer Unsinn. Das funktioniert nur mit Einzelpersonen. Muss man dir sowas Triviales etwa erklären?
es geht nicht um verteufelung. es geht um kritik, anti-amerikanismus ist nichts anderes als heftige kritik an den US of A.
selbstverständlich kann man da gesellschaftskritik - ist nämlich genau das - üben. und wenn du jetzt kommst mit: es gibt keine gesellschaft, es gibt nur individuen. dann kann ich nur sagen: ist klar es gibt ja auch keine wald, es gibt nur bäume. und es gibt auch kein waldsterben, nur baumsterben. es gibt noch nichteinmal massenmord, es ist ein mord an jedem einzelnen... lol.

im übrigen machst du nichts anderes, wenn du von "dem Westen" usw schwadronierst, nur mit anderen vorzeichen. ein bisschen habe ich den eindruck, du versucht hier kalter krieg zu diskutieren mit klaren fronten, gut gegen böse usw. spielen wir nun schurkenstaat?

gib mal butter bei die fisch, sonst kommt noch jemand auf die idee du wärest ein Troll.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 02:17:26
es geht nicht um verteufelung. es geht um kritik, anti-amerikanismus ist nichts anderes als heftige kritik an den US of A.
Kritik hat immer konstruktiv zu sein. Das ist bei Antiamerikanismus aber nicht der Fall. Er ist keine Kritik, sondern beschränkt sich ausschließlich auf Hasstiraden und spricht niedere Instinkte an. So wie bei vielen Anti-XXX-Haltungen auch.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: celsus am 24. November 2013, 02:17:37
Antiamerikanische Dampfplauderer und Feinde des Westens, mit nur wenig Berührungspunkten zu den bisherigen Dummschwätzern, sind eine relativ junge Spezies.

Was sind denn deine Kriteren zur Erfassung dieses Umstandes?

Ich lese sowas schon seit 20 Jahren im Netz.
Wer von uns beiden liegt jetzt falsch?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 24. November 2013, 02:22:03
Kritik hat immer konstruktiv zu sein.
Das finde ich eigentlich nicht. Warum auch? Wenn ich einen Scharlatan kritisiere, möchte ich dann, dass er ein besserer Scharlatan wird?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: uran am 24. November 2013, 02:24:15
Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen, was letztlich auch auf die Dummen abfärbt (und was sich dann in Forenbeiträgen niederschlägt).

Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?

Ich habe auch den Eindruck bekommen, dass so ein Müll zugenommen hat, würde mich aber nicht auf meine trügerische Einschätzung verlassen. Hier ein schönes Beispiel, Kopp Verlag, Anti-Amerika und Gaddafi verharmlost.  #)
http://www.initiative.cc/ (http://www.initiative.cc/)

Einer versuchte mal mit Posts von der Seite in einem Forum Fuss zu fassen. Hab dann ordentlich Kontra gegeben und es war Ruhe. Bloß wenn sowas sich mal etabliert hat, dann helfen Argumente nicht mehr viel.
Anderes Thema, aber was hat der werte Herr mit seinem Kommentar "Der Artikel stößt schon unangenehm auf. Oder: Dihydrogenmonoxid und FUD" sich Mühe gegeben, aber es ist verschwendete Zeit.
http://www.heise.de/tp/foren/S-Gier-Gift-und-kranke-Kinder/forum-268413/list/e-all/hs-16/ (http://www.heise.de/tp/foren/S-Gier-Gift-und-kranke-Kinder/forum-268413/list/e-all/hs-16/)
War ich früher blöder, oder war Telepolis früher besser? In dem Fall liegts glaub ich an mir  ???
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 02:25:05
es geht nicht um verteufelung. es geht um kritik, anti-amerikanismus ist nichts anderes als heftige kritik an den US of A.
Kritik hat immer konstruktiv zu sein. Das ist bei Antiamerikanismus aber nicht der Fall. Er ist keine Kritik, sondern beschränkt sich ausschließlich auf Hasstiraden und spricht niedere Instinkte an. So wie bei vielen Anti-XXX-Haltungen auch.
unsinn. gelegentlich ist kritik konstruktiv. oft genug ist sie nur kritik.
erstrecht braucht kritik keine lösungen/verbesserungen für den kritisierten umstand anbieten.
umgekehrt herum könnte man behaupten, die us of a, in form ihrer regierung, etc. ist nicht kritikfähig. siehe whistelblower vs. nsa geschichten, auch wenn hier massenhafter rechtsbruch us-amerikanischen rechts durch die nsa aufgedeckt wurde.

aber snowden ist dann auch kein kritiker, noch nichtmal anti-amerikanisch, er ist gleich verräter. lol. der beispiele zahl ist legion. wir könnten auch bei Daniel Ellsberg anfangen, etc.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 02:25:27
Antiamerikanische Dampfplauderer und Feinde des Westens, mit nur wenig Berührungspunkten zu den bisherigen Dummschwätzern, sind eine relativ junge Spezies.

Was sind denn deine Kriteren zur Erfassung dieses Umstandes?

Ich lese sowas schon seit 20 Jahren im Netz.
Wer von uns beiden liegt jetzt falsch?
Ich bin jetzt seit etwa 6 Jahren in deutschen Politikboards unterwegs. Kann sein dass in anderen Zusammenhängen dieser wirre US-Hass schon länger kursiert, aber in den besagten Politikforen war er bisher nur eine marginale Nebensache. Das scheint sich aber nun geändert zu haben. Kann aber auch sein dass es mir stärker auffällt weil ich mehr darauf achte. Auch die Lobhudeleien auf Putin, Assad und Konsorten hat es in der klaren Form vorher noch nicht gegeben.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 02:30:52
was wäre falsch daran?
denn klar ist doch, wenn man die einen lobt, wenn sie irgendwo fieses machen, dann müsste man die anderen, die das auch machen, nur eben woanders, auch loben.
ein beispiel: obama und putin haben für einen vergleichbaren zeitraum auch vergleichbar viel ausgefressen. warum sollte es auch anders sein. mag man tschetschenien als genozid geißeln, mit irak, afghanistan und rest-welt hat sich die usa im selben zeitraum auch nicht gerade mit ruhm bekleckert.
das kann man fast beliebig weiterziehen. zeitgenössische politik eben.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 02:32:58
unsinn. gelegentlich ist kritik konstruktiv. oft genug ist sie nur kritik.
erstrecht braucht kritik keine lösungen/verbesserungen für den kritisierten umstand anbieten.
umgekehrt herum könnte man behaupten, die us of a, in form ihrer regierung, etc. ist nicht kritikfähig. siehe whistelblower vs. nsa geschichten,
Snowden hat für viel Wirbel gesorgt und viele echte Kritiker auf den Plan gerufen. Diese Kritiker unterscheiden sich massiv von den stumpfen Hassschleudern die vorher schon da waren. Snowdens Aktion ist übrigens nicht antiamerikanisch. Möglicherweise wird er deswegen von Anti-US-Hetzern auch selten bemüht.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 02:37:05
innerhalb der bisherigen diskussion sind etliche offene punkte deinerseits entstanden. wäre nett, wenn du das mal abdiskutierst und mit belegen schmückst, sonst sieht das aus, als würdest du dich einer fundierten diskussion durch meinungsäußerungen und behauptungen entziehen. bisher hast du dich nichteinmal um argumente bemüht. zudem gehst du sehr selektiv auf einwände ein. daher noch ein beherztes:

Tu Butter bei die Fisch !^1Elf

meinerseits und gute nacht.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 02:44:29
innerhalb der bisherigen diskussion sind etliche offene punkte deinerseits entstanden. wäre nett, wenn du das mal abdiskutierst und mit belegen schmückst, sonst sieht das aus, als würdest du dich einer fundierten diskussion durch meinungsäußerungen und behauptungen entziehen. bisher hast du dich nichteinmal um argumente bemüht. zudem gehst du sehr selektiv auf einwände ein. daher noch ein beherztes:

Tu Butter bei die Fisch !^1Elf

meinerseits und gute nacht.
Ich habe begründet wieso ich zu dem Eindruck komme den ich habe. Das muss reichen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Groucho am 24. November 2013, 05:38:36
Ich habe begründet wieso ich zu dem Eindruck komme den ich habe. Das muss reichen.

Mit dieser Einstellung kann man auch ein Restaurant eröffnen - stelle eine Untertasse vor die Türe und schreibe "heute nichts im Angebot" darüber. Um es dann zu schließen.

Du wirfst Allgemeines, indifferenziert und fragend in den Raum, und beschwerst Dich dann, wenn jemand genauer nachfragt, was Du eigentlich meinst, das Thema besser fassen will, und dann kommt so eine rotzlöffelige Antwort. Bin begeistert. Immer schön Bedingungen stellen, und dann nur das hören wollen, was man zur Bedingung machte.

Nennt man Trichterkommunikation, visualisiert heißt das Möbiusschleife.




Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 08:18:42

Du wirfst Allgemeines, indifferenziert und fragend in den Raum, und beschwerst Dich dann, wenn jemand genauer nachfragt, was Du eigentlich meinst, das Thema besser fassen will, und dann kommt so eine rotzlöffelige Antwort. .
Der Kamerad Homey ist ein Narr, der sogar Begriffe wie Verkehrssünder erklärt haben möchte. So etwas ist extrem albern und dabei sollte man gar nicht erst mitspielen. Jeder andere der eine konkrete Frage hat, kann sie aber gern stellen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 13:12:12
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen. Dies geht oft einher mit Antiamerikanismus und generell einer Ablehnung westlicher Regierungssysteme bzw. der Demokratie. Nicht nur im HPF (Holocaustleugner-Pappnasen-Forum *fg*), wo sowas durch die Art der Userschaft (meistens Rechtsextreme bis waschechte Naonazis), sondern auch im "gutbürgerlichen" Politikboard-Segment.

Da wird (neben Anti-USA-Hetze) beklatscht, dass jemand Putin zum Nobelpreis vorgeschlagen hat, der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt und natürlich - wie unter solchen Idioten üblich - westliche Medien als Propagandaorgane bezeichnet, die uns nur belügen um die wahren Menschenfreunde in den Schmutz zu ziehen.

Zu allem Überfluss "belegen" diese Geisterfahrer ihre Verdrehung der Realität mit Links auf Blogs von Rechtsextremen, "Truthern" und Verschwörungstheoretikern. Es gibt inzwischen pseudoseriöse Online-Medien wie "Deutsche Witschafts Nachrichten" die auf dieser Welle mitschwimmen.

Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen, was letztlich auch auf die Dummen abfärbt (und was sich dann in Forenbeiträgen niederschlägt).

Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?

Ich glaube ich bin befugt etwas dazu zu sagen, denn ich kenne beide bzw. alle 3 Länder: zuerst die sog „DDR“ von top to boddom und sogar den inneren Zirkel, habe den SSD studiert, dann habe ich meine Erfahrungen in der BRD machen müssen und lebe nun – zum Glück – seit 23 Jahren in Florida.

Der Amerikahass ist eine Folge der Widervereinigung.
Eine Lehrerin in der untergegangenen "DDR" sagte mir: „Wir sind beauftragt die Schüler zum Hass zu erziehen.“
Dies ging über Jahrzehnte. Das Ergebnis sehen wir heute im Internet.
Die alten SED und SSD Propagandisten haben die BRD und das Internet überflutet.
Bestimmte Foren tun sich dabei noch hervor, weil sie einen rechtsfreien Raum entdeckt haben.
Wie hier sind die meisten Foren in den USA entstanden und werden auch von dort versorgt und kontrolliert, aber nur soweit es englisch sprachige betrifft. Kaum ein Amerikaner kann deutsch, kann also auch gar nicht dieses und andere Foren kontrollieren. Ich sprach mit dem Gründer von Wikipedia Wales, der hier in Florida lebt. Er kennt dieses Problem, ist aber in Deutschland – bezüglich des deutschen Teils machtlos.
Außerdem sind die Amerikaner sehr gelassen und sagen, lass die Deutschen doch machen... Es interessiert niemanden hier.
Die Lösung für uns Deutsche kann nur heißen: Schluss mit der Anonymität. Jeder hat seinen richtigen Namen zu nennen. Ich wette, dass dann alle genannten Probleme, speziell das Mobbing Einzelner etc sofort verschwinden.
Ich kämpfe schon lange gegen die Anonymität, mir wurde von den entsprechenden Herren gesagt; bringen sie uns ein konkretes Beispiel, vielleicht bekommen wir eine Gesetzesvorlage durch. Das Beispiel habe ich hier in den letzten Tagen erbracht und ganz besonders mit dem langen Wurm...
Vielleicht hat das einer sogar gemerkt und die Notbremse gezogen. Mein langer Wurm ist aber schon dort angekommen wo er hin sollte...


Meinungsfreiheit bedeutet in Foren nebst Wikipedia, dass sich ein Führer die Freiheit nimmt allen anderen seine Meinung aufzudrücken.

genau genau. gefahr erkannt, gefahr gebannt. deine fähigkeiten mit wp hast du bereits bewiesen. was "amerikahass" angeht: ultimative analyse, betrifft insbesondere weite teile des planeten, die wurden alle von der DDR zum amerikahass erzogen.


Du wirfst Allgemeines, indifferenziert und fragend in den Raum, und beschwerst Dich dann, wenn jemand genauer nachfragt, was Du eigentlich meinst, das Thema besser fassen will, und dann kommt so eine rotzlöffelige Antwort. .
Der Kamerad Homey ist ein Narr, der sogar Begriffe wie Verkehrssünder erklärt haben möchte. So etwas ist extrem albern und dabei sollte man gar nicht erst mitspielen. Jeder andere der eine konkrete Frage hat, kann sie aber gern stellen.

ich bin kein "Kamerad", sowas habe ich nicht nötig.
 
Du hast keine Ahnung, dein Verständnis von Verkehrsdelikten ist unzureichend. Das Herunterspielen von Verkehrsdelikten, das für den Begriff "Verkehrssünder" konstituierend ist, entgeht deiner Wahrnehmung und/oder deinem Sprachgefühl. Und in die entsprechenden Gesetzestexte und Verordnungen hast du wahrscheinlich auch keinen Blick geworfen.
Alles zusammen eine außergewöhnliche Ausgangsbasis für eine faktenbasierende Diskussion. Ähnlich übrigens hier. Deine Fähigkeit konkret auf Nachfragen einzugehen und deine Äußerungen zu präzisieren ist tischkantenverdächtig.
 :facepalm
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Groucho am 24. November 2013, 13:25:11

Alles zusammen eine außergewöhnliche Ausgangsbasis für eine faktenbasierende Diskussion. Ähnlich übrigens hier. Deine Fähigkeit konkret auf Nachfragen einzugehen und deine Äußerungen zu präzisieren ist tischkantenverdächtig.
 :facepalm

Schlagwortdiskussionen sind wie Kohlsuppe. Keinerlei Nährwert, aber stinken tuts am Ende trotzdem.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 13:34:35
aja, Stammtischtroll halt.
andererseits Florida-Wolf und Pitbull könnten sich hier austauschen. die haben einander bestimmt viel zu sagen. oder aber sie gehen gemeinsam in diese phösen politforen und kämpfen dort für das Gute, die Demokratie und den Westen. :crazy
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 14:07:18
ich bin kein "Kamerad", sowas habe ich nicht nötig.
 
Nicht beim Bund gewesen, Keule? Ist noch nicht lange her als die Pflicht zum Kriegsdienst bestand.

Du hast keine Ahnung, dein Verständnis von Verkehrsdelikten ist unzureichend.
Nö, du bist bloß angepisst weil ich deine infantilen Trivialfragen aka. "was ist Nichtigkeit" nicht beantworte und zickst jetzt rum. Grundlegende Begriffe sollte man schon kennen bevor man sich in einem Diskussionsforum anmeldet. Oder siehst du das anders?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 14:10:01
aja, Stammtischtroll halt.
andererseits Florida-Wolf und Pitbull könnten sich hier austauschen. die haben einander bestimmt viel zu sagen. oder aber sie gehen gemeinsam in diese phösen politforen und kämpfen dort für das Gute, die Demokratie und den Westen. :crazy
Nix kämpfen. Wir verspotten Deinesgleichen, VTler und Antidemokraten. Deppen werden nicht bekämpft sondern weggelacht.  ;D
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: uran am 24. November 2013, 14:14:58
Hier geht ja die Post ab.

Hab mal kurz geschaut, die bescheuerte initiative.cc wurde 1998 gegründet, ab 2002 gibt es amerikafeindliche / kritische Artikel, unterstützt die Theorie also nicht. Die Daten stammen aus nicht vertrauenswürdigen Quellen ;)

Zitat
Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen, was letztlich auch auf die Dummen abfärbt (und was sich dann in Forenbeiträgen niederschlägt).

Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?
Du wirfst Allgemeines, indifferenziert und fragend in den Raum, und beschwerst Dich dann, wenn jemand genauer nachfragt, was Du eigentlich meinst, das Thema besser fassen will, und dann kommt so eine rotzlöffelige Antwort. .
Der Thread wurde gestartet mit einem subjektivem Eindruck, bei so einem weitem Themenfeld ist alles andere auch schwierig. Es wurde nach Ideen gefragt, wieso dass so sein könnte.
Leider ist das  Thema dann ziemlich schnell dahingehend abgedriftet, dass man Gruppen nicht verteufeln / kritisieren darf.
Schade eigentlich, das ursprüngliche Thema hätte mich mehr interessiert, auch wenn es vage und subjektiv geblieben wäre.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 14:19:11
abgedriftet durch den fadenstarter, möchte ich betonen.
eben weil es der subjektive eindruck war, mit dem der faden begann, habe ich versucht nachzufragen und meine nachfrage deutlich begründet, denn ich finde das thema auch interessant.
in der tat schade.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Groucho am 24. November 2013, 14:19:37
Nix kämpfen. Wir verspotten Deinesgleichen, VTler und Antidemokraten. Deppen werden nicht bekämpft sondern weggelacht.  ;D

Da würd ich noch etwas Oxybutynin empfehlen, dass der Humor geschmeidiger wird.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 14:25:25
ich bin kein "Kamerad", sowas habe ich nicht nötig.
 
Nicht beim Bund gewesen, Keule? Ist noch nicht lange her als die Pflicht zum Kriegsdienst bestand.
nicht kriegsdienst, wehrpflicht du sprachgenie.

Du hast keine Ahnung, dein Verständnis von Verkehrsdelikten ist unzureichend.
Nö, du bist bloß angepisst weil ich deine infantilen Trivialfragen aka. "was ist Nichtigkeit" nicht beantworte und zickst jetzt rum. Grundlegende Begriffe sollte man schon kennen bevor man sich in einem Diskussionsforum anmeldet. Oder siehst du das anders?
ja eben, warum bist du also hier?

aja, Stammtischtroll halt.
andererseits Florida-Wolf und Pitbull könnten sich hier austauschen. die haben einander bestimmt viel zu sagen. oder aber sie gehen gemeinsam in diese phösen politforen und kämpfen dort für das Gute, die Demokratie und den Westen. :crazy
Nix kämpfen. Wir verspotten Deinesgleichen, VTler und Antidemokraten. Deppen werden nicht bekämpft sondern weggelacht.  ;D

jaja, sehe ich. aber aber, du nennst mich ja einen "Antidemokraten" ist das nicht eine böse Verallgemeinerung? wo genau ist da jetzt die "konstruktive Kritik", ich meine sowohl beim Spott als auch bei der Beleidigung?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 14:41:54
Der Thread wurde gestartet mit einem subjektivem Eindruck, bei so einem weitem Themenfeld ist alles andere auch schwierig. Es wurde nach Ideen gefragt, wieso dass so sein könnte.
Leider ist das  Thema dann ziemlich schnell dahingehend abgedriftet, dass man Gruppen nicht verteufeln / kritisieren darf.
Das war nur ein Einwand der aber nichts zur Sache tut. Von "dürfen" war auch nie die Rede. Es ist einfach nur dumm zu sagen: Die XXX sind so-und-so, denn Allaussagen sind bereits durch ein Gegenbeispiel widerlegt.

Schade eigentlich, das ursprüngliche Thema hätte mich mehr interessiert, auch wenn es vage und subjektiv geblieben wäre.
Bleiben wir doch einfach beim Thema. Ich vermute die Dikratorenschmuserei hat eine tiefenpsychologische Ursache. Ein Diktator (wie z.B. Putin) hat fast unbegrenzte Macht und ist niemandem Rechenschaft schuldig. Er strahlt möglicherweise eine besondere (homoerotische) Attraktivität für einige Leute aus. Er ist ein Alphamännchen, das sich einfach nimmt was es will. Anders als einer wie Obama, der bei jedem Regelverstoß sofort Ärger mit dem Parlament bekommt.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 14:45:54
ist das ein allgemeines: was für zeiten, was für sitten
oder hast du konkret etwas auf dem herzen?

weil: dein fadenstart scheint mir sehr vage und ich könnte zu so ziemlich jedem deiner kritikpunkte einen ebenso validen gegenpunkt nennen, der deinen punkt zumindest relativiert, wenn nicht ad absurdum führt.

....wenn Du das tatsächlich gemacht hättest wäre vielleicht auch sowas wie ein Erkenntnisgewinn zu erzielen gewesen.....


Es geht doch um zwei verschiedene Gruppen, eine die sich im demokratischen Diskurs auch kritisch mit dem Verhalten der USA auseinandersetzt, und einer die amerikanische und eigentlich dabei auch fast immer über Banken und Großkapital auch  jüdische Verschwörungstheorien verbreitet. Ich hatte pittbull so verstanden, dass er den Eindruck vermitteln wollte dass zweiter Gruppe immer stärker wird, diesen Eindruck teile ich.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Commibuster am 24. November 2013, 16:16:19
ist das ein allgemeines: was für zeiten, was für sitten
oder hast du konkret etwas auf dem herzen?

weil: dein fadenstart scheint mir sehr vage und ich könnte zu so ziemlich jedem deiner kritikpunkte einen ebenso validen gegenpunkt nennen, der deinen punkt zumindest relativiert, wenn nicht ad absurdum führt.

....wenn Du das tatsächlich gemacht hättest wäre vielleicht auch sowas wie ein Erkenntnisgewinn zu erzielen gewesen.....


Es geht doch um zwei verschiedene Gruppen, eine die sich im demokratischen Diskurs auch kritisch mit dem Verhalten der USA auseinandersetzt, und einer die amerikanische und eigentlich dabei auch fast immer über Banken und Großkapital auch  jüdische Verschwörungstheorien verbreitet. Ich hatte pittbull so verstanden, dass er den Eindruck vermitteln wollte dass zweiter Gruppe immer stärker wird, diesen Eindruck teile ich.
Sie vergessen dabei die allergrößte Gruppe der vernünftigen Menschen mit einem gesunden Menschenverstand, die sich gelassen zurücklehnt, niemals hier auftaucht und sich für solche Randgruppen, die hier palavern nicht im geringsten interessiert.
Sie können über die USA schreiben was sie wollen, es kommt dort nie an. Zuerst you have to write in english...Ich habe einige am Strand gefragt ob sie Germany kennen, ob sie wissen wo es liegt. Was glauben sie wie viele uns kennen?
Dann haben die USA genügend eigene Kritiker, die übrigens besser sind als ihr, Es ist ein großes Land.
Für wen also ist ihre Kritik/Hetze gegen die USA eigentlich, wenn sie dort nie ankommt?
Es ist alles für euch selber. Ihr macht nur geistige Onanie, das ist alles.

@Belbo Sie sind einer Anzeige wegen Beleidigung nur entgangen, weil der ganze Fadenwurm hier gelöscht wurde. Ich warne sie aber und dulde keine weiteren persönlichen Diffamierungen.



Meinungsfreiheit bedeutet auch, dass sich ein Führer die Freiheit nimmt allen anderen seine Meinung aufzudrücken
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 16:20:21
ist das ein allgemeines: was für zeiten, was für sitten
oder hast du konkret etwas auf dem herzen?

weil: dein fadenstart scheint mir sehr vage und ich könnte zu so ziemlich jedem deiner kritikpunkte einen ebenso validen gegenpunkt nennen, der deinen punkt zumindest relativiert, wenn nicht ad absurdum führt.

....wenn Du das tatsächlich gemacht hättest wäre vielleicht auch sowas wie ein Erkenntnisgewinn zu erzielen gewesen.....


Es geht doch um zwei verschiedene Gruppen, eine die sich im demokratischen Diskurs auch kritisch mit dem Verhalten der USA auseinandersetzt, und einer die amerikanische und eigentlich dabei auch fast immer über Banken und Großkapital auch  jüdische Verschwörungstheorien verbreitet. Ich hatte pittbull so verstanden, dass er den Eindruck vermitteln wollte dass zweiter Gruppe immer stärker wird, diesen Eindruck teile ich.

Belbo, das habe ich gemacht, allerdings könnte ich das nicht innerhalb von 30 sek machen, entsprechend war das dann 42 minuten nach dem von dir zitierten post:

Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen. Dies geht oft einher mit Antiamerikanismus und generell einer Ablehnung westlicher Regierungssysteme bzw. der Demokratie. Nicht nur im HPF (Holocaustleugner-Pappnasen-Forum *fg*), wo sowas durch die Art der Userschaft (meistens Rechtsextreme bis waschechte Naonazis), sondern auch im "gutbürgerlichen" Politikboard-Segment.
es gibt nicht nur oberflächlichen antiamerikanismus. antiamerikanismus ist auch als begründete und tiefgehende gesellschaftskritik möglich.
die ablehnung westlicher regierungssysteme ist eben so sinnig, wie ihre befürwortung. es gibt immer pros und cons, das paradies ist fern.
"die demokratie" gibt es garnicht. von einer verbindlichen und annerkannten definition mal ganz abgesehen. oder meinst du DIE "marktkonforme demokratie" (zit. n. Merkel)?

insgesamt alles phänomene der meinungsfreiheit und durch diese voll abgedeckt.
nebenbei braucht man weder rechtsextrem noch nazi sein, um das genannte kritisch zu sehen, ein studium der politikwissenschaften oder ein ausgeprägtes gerechtigkeitsbedürfnis genügen völlig.

Da wird (neben Anti-USA-Hetze) beklatscht, dass jemand Putin zum Nobelpreis vorgeschlagen hat, der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt und natürlich - wie unter solchen Idioten üblich - westliche Medien als Propagandaorgane bezeichnet, die uns nur belügen um die wahren Menschenfreunde in den Schmutz zu ziehen.
anti-usa-hetze ich schon schlimm. ich persönlich bin ein großer fan der world-domination-tour der us of a
Barack Obama hat den Friedensnobelpreis, den er übrigens auch bekommen hat, ungefähr genauso verdient, wie Putin. wo ist da der unterschied? - ich persönlich finde Putin inszeniert sich unterhaltsamer, vielleicht sogar authentischer.
china foltert. von mir aus, keine ahnung. die usa foltert auch, ging hier durch alle medien: geheimgefängnisse allerorten usw. wurde dort auch im kongress diskutiert. und nun?
westliche medien sind wie alle medien - interessengeleitet. man kann das polemisch propagandaorgane nennen. andererseits, wie würdest du das 4-buchstaben-blatt nennen?
wer sind die "wahren menschenfreunde" - ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, wen du meinen könntest.

Zu allem Überfluss "belegen" diese Geisterfahrer ihre Verdrehung der Realität mit Links auf Blogs von Rechtsextremen, "Truthern" und Verschwörungstheoretikern. Es gibt inzwischen pseudoseriöse Online-Medien wie "Deutsche Witschafts Nachrichten" die auf dieser Welle mitschwimmen.
es gibt auch pseudoseriöse qualitätsmedien. konkret komme ich nicht drauf, welche qualitätsmedien in deutschland, sei es print oder fernsehen nicht pseudoseriös sind. die einen mehr die anderen weniger, gewiss. aber wirklich ausgewogen und tendenziell objektiv? wohl kaum. das könnten ihre leser und zuschauer womöglich garnicht aushalten und würden sich anderen produkten zuwenden.

Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen, was letztlich auch auf die Dummen abfärbt (und was sich dann in Forenbeiträgen niederschlägt).
früher war alles besser? ich finde auch, dass die politik der bundesrepublik früher nicht so fadenscheinig gewesen ist. aber waren die menschen damals kritischer? klüger? engagierter? und wenn ja, nach welchen/ wessen kriterien?

Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?

vielleicht ahnst du, warum ich ein wenig unsicher bin, was genau du meinen könntest? politik ist halt insgesamt ein schwieriges feld, der analyse und dem verstehen nur bedingt zugänglich, beruht oft auf aberwitzigen entscheidungsparametern etc. was soll man sagen, was kann man sagen?
Fontanes Briest würde sagen: es ist ein weites feld.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 16:25:18
Zitat
die ablehnung westlicher regierungssysteme ist eben so sinnig, wie ihre befürwortung.

Das kann man durchaus anders sehen, feine Unterscheidung ist immer die, in welchem der Systeme ich etwas gegen die Regierung sagen darf und mit welchen Konsequenzen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 16:28:40

Commibuster, schon einen Termin, mit einem Fachmann?

davon ging ich aus  ;)

Zitat
die ablehnung westlicher regierungssysteme ist eben so sinnig, wie ihre befürwortung.

Das kann man durchaus anders sehen, feine Unterscheidung ist immer die, in welchem der Systeme ich etwas gegen die Regierung sagen darf und mit welchen Konsequenzen.
im prinzip richtig, die konsequenzen sind das entscheidende. aber das wäre zu diskutieren gewesen.
deshalb schrieb ich:
es gibt nicht nur oberflächlichen antiamerikanismus. antiamerikanismus ist auch als begründete und tiefgehende gesellschaftskritik möglich.
die ablehnung westlicher regierungssysteme ist eben so sinnig, wie ihre befürwortung. es gibt immer pros und cons, das paradies ist fern.
zu diskutieren auch, weil er hier dauernd Putin als Diktator und Obama als Erzengel darstellt. Auch wenn wir alle über den lupenreinen Demokraten herzlich gelacht haben. Obama ist jetzt auch nicht gerade ein Friedensbringer. Das wäre aber zu diskutieren gewesen, leider lässt sich pittbull auf solche nichtigkeiten wie das argumentieren oder diskutieren unterschiedlicher standpunkte nicht ein.

Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 16:38:28
im prinzip richtig, die konsequenzen sind das entscheidende. aber das wäre zu diskutieren gewesen, auch weil er hier dauernd Putin als Diktator und Obama als Erzengel darstellt.
Obama ein Erzengel? Wo steht das hier?
Aber dass Putin ein skrupelloser und menschenverachtender Autokrat ist, wird wohl niemand bezweifeln der weiß wie er die Rechte der Homosexuellen beschneidet, Regierungskritische Punkmusiker behandelt, und erst jüngst die Ukraine nötigte der EU den Rücken zu kehren.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 24. November 2013, 16:45:48
Aber dass Putin ein skrupelloser und menschenverachtender Autokrat ist, wird wohl niemand bezweifeln der weiß wie er die Rechte der Homosexuellen beschneidet, Regierungskritische Punkmusiker behandelt, und erst jüngst die Ukraine nötigte der EU den Rücken zu kehren.
Ich habe schon das Gefühl, dass eine politische Analyse mit solchen Feststellungen noch nicht beendet sein kann. Was schlägst Du vor: Russland boykottieren? Ultimatum der NATO? Antrag, Russland aus dem UN-Sicherheitsrat rauszuwerfen?
Auch denke ich, dass bei aller Homophobie und Autokratie der Punktwert Putins auf der Skala des ehrlichen Abscheus noch nicht bei 10 von 10 Punkten am Anschlag liegt. Dafür hat es zu viele andere Beispiele für skrupellose Menschenverachtung in der Geschichte gegeben.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 16:49:53
Bleiben wir doch einfach beim Thema. Ich vermute die Dikratorenschmuserei hat eine tiefenpsychologische Ursache. Ein Diktator (wie z.B. Putin) hat fast unbegrenzte Macht und ist niemandem Rechenschaft schuldig. Er strahlt möglicherweise eine besondere (homoerotische) Attraktivität für einige Leute aus. Er ist ein Alphamännchen, das sich einfach nimmt was es will. Anders als einer wie Obama, der bei jedem Regelverstoß sofort Ärger mit dem Parlament bekommt.

ich sehe gerade den Diktator Putin vor mir, wie er die ganze Welt abhören lässt (natürlich haben das seine Vorgänger angeleiert, aber er stoppt es nicht), wie er massenweise bürger anderer staaten entführen und in geheimgefängnissen auf der ganzen welt foltern lässt (natürlich auch von den vorgängern, er nutzt das nur weiter), wie er weltweit ohne gerichtsurteil zivilisten mit drohnen ermorden lässt (jaja, die vorgänger), wie er whistelblowern/verrätern freiheitlicher nationen unterschlupf gewährt und der bundesrepublik gas liefert, wegen seinem freund Goldkettchen-Gerd.
Und dieser Obama darf gar nichts, und immer muss er sich vor dem Kongress verantworten. Wegen Nichtigkeiten. Schröcklich diese demokratische Kontrolle. Und nachdem er sich dann verantwortet hat, dann passt er sein Verhalten natürlich demokratischen Gepflogenheiten an, ist ja klar. Ist ja Jura-Prof gewesen, der weiß ja, was sich gehört.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 17:11:28
Aber dass Putin ein skrupelloser und menschenverachtender Autokrat ist, wird wohl niemand bezweifeln der weiß wie er die Rechte der Homosexuellen beschneidet, Regierungskritische Punkmusiker behandelt, und erst jüngst die Ukraine nötigte der EU den Rücken zu kehren.
Ich habe schon das Gefühl, dass eine politische Analyse mit solchen Feststellungen noch nicht beendet sein kann. Was schlägst Du vor: Russland boykottieren? Ultimatum der NATO? Antrag, Russland aus dem UN-Sicherheitsrat rauszuwerfen?
Auch denke ich, dass bei aller Homophobie und Autokratie der Punktwert Putins auf der Skala des ehrlichen Abscheus noch nicht bei 10 von 10 Punkten am Anschlag liegt. Dafür hat es zu viele andere Beispiele für skrupellose Menschenverachtung in der Geschichte gegeben.

Ich schlage eine äußerst reservierte und kritische Haltung dem Putin gegenüber vor. Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden, die unerwarteterweise mit den Menschenrechten kompatibel sind. IMHO hält er zur Zeit einige Greenpeace-Aktivisten gefangen. Sollte er sie freilassen, sollte man ihm das wohlwollend anrechnen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 17:16:18
Aber dass Putin ein skrupelloser und menschenverachtender Autokrat ist, wird wohl niemand bezweifeln der weiß wie er die Rechte der Homosexuellen beschneidet, Regierungskritische Punkmusiker behandelt, und erst jüngst die Ukraine nötigte der EU den Rücken zu kehren.
Ich habe schon das Gefühl, dass eine politische Analyse mit solchen Feststellungen noch nicht beendet sein kann. Was schlägst Du vor: Russland boykottieren? Ultimatum der NATO? Antrag, Russland aus dem UN-Sicherheitsrat rauszuwerfen?
Auch denke ich, dass bei aller Homophobie und Autokratie der Punktwert Putins auf der Skala des ehrlichen Abscheus noch nicht bei 10 von 10 Punkten am Anschlag liegt. Dafür hat es zu viele andere Beispiele für skrupellose Menschenverachtung in der Geschichte gegeben.

Ich schlage eine äußerst reservierte und kritische Haltung dem Putin gegenüber vor. Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden, die unerwarteterweise mit den Menschenrechten kompatibel sind. IMHO hält er zur Zeit einige Greenpeace-Aktivisten gefangen. Sollte er sie freilassen, sollte man ihm das wohlwollend anrechnen.

jaja, stimmt schon, das kann demokratien nicht passieren, dass sie aktivisten von greenpeace gefangen nehmen (ich weiß, es ging ums freilassen. japan kann so schön sein.) oder schlimmeres (rainbow warrior, edit: leben und sterben wie gott in frankreich).

edit2: wenn du commibuster fragst, dann war die DDR viel schlimmer, erstrecht der Bayrische Freistaat. so ist das eben mit den persönlichen einschätzungen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: bayle am 24. November 2013, 17:30:25
Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden
Für mich liegt ein Problem in diesem Satz, genauer: in der Geisteshaltung, die ich hinter ihm vermute. Es dürfte mit dem Selbstverständnis von 90% der Weltbevölkerung kollidieren, wenn sie von einigen Leuten, die im Trockenen sitzen, für "Wohlverhalten honoriert" oder für "Fehlverhalten abgestraft" werden sollten. Die EU, speziell pitbull, weiß, was für die ganze Welt gut ist - nur, sie will nichts davon hören.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 17:36:29
Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden
Für mich liegt ein Problem in diesem Satz, genauer: in der Geisteshaltung, die ich hinter ihm vermute. Es dürfte mit dem Selbstverständnis von 90% der Weltbevölkerung kollidieren, wenn sie von einigen Leuten, die im Trockenen sitzen, für "Wohlverhalten honoriert" oder für "Fehlverhalten abgestraft" werden sollten. Die EU, speziell pitbull, weiß, was für die ganze Welt gut ist - nur, sie will nichts davon hören.

Was uns allerdings nicht davon befreit uns Gedanken über bessere oder schlechtere Handlungsweisen zu machen, und über die Kriterien nach denen wir das beurteilen können, machen wir ja mit unserer Kernklientel auch.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 17:44:33
Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden
Für mich liegt ein Problem in diesem Satz, genauer: in der Geisteshaltung, die ich hinter ihm vermute. Es dürfte mit dem Selbstverständnis von 90% der Weltbevölkerung kollidieren, wenn sie von einigen Leuten, die im Trockenen sitzen, für "Wohlverhalten honoriert" oder für "Fehlverhalten abgestraft" werden sollten. Die EU, speziell pitbull, weiß, was für die ganze Welt gut ist - nur, sie will nichts davon hören.
Nicht für die Welt, aber Despoten sind nunmal wie wilde Tiere. Das Zuckerbrot&Peitsche-Prinzip ist ihnen gegenüber recht wirksam. So behandeln sie auch ihre Bürger. Das verstehen sie und damit können sie umgehen. Alles andere wirkt auf solche Leute nur verunsichernd und verführt sie zu irrrationalen Handlungen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Groucho am 24. November 2013, 17:55:46
Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden
Für mich liegt ein Problem in diesem Satz, genauer: in der Geisteshaltung, die ich hinter ihm vermute. Es dürfte mit dem Selbstverständnis von 90% der Weltbevölkerung kollidieren, wenn sie von einigen Leuten, die im Trockenen sitzen, für "Wohlverhalten honoriert" oder für "Fehlverhalten abgestraft" werden sollten. Die EU, speziell pitbull, weiß, was für die ganze Welt gut ist - nur, sie will nichts davon hören.

Er hat die Wahrheit geschaut. Ich tu das auch immer, nachts, in der Akasha-Chronik. Aber da bin ich am Bett festgeschnallt.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 24. November 2013, 18:00:49
Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden
Für mich liegt ein Problem in diesem Satz, genauer: in der Geisteshaltung, die ich hinter ihm vermute. Es dürfte mit dem Selbstverständnis von 90% der Weltbevölkerung kollidieren, wenn sie von einigen Leuten, die im Trockenen sitzen, für "Wohlverhalten honoriert" oder für "Fehlverhalten abgestraft" werden sollten. Die EU, speziell pitbull, weiß, was für die ganze Welt gut ist - nur, sie will nichts davon hören.
Nicht für die Welt, aber Despoten sind nunmal wie wilde Tiere. Das Zuckerbrot&Peitsche-Prinzip ist ihnen gegenüber recht wirksam. So behandeln sie auch ihre Bürger. Das verstehen sie und damit können sie umgehen. Alles andere wirkt auf solche Leute nur verunsichernd und verführt sie zu irrrationalen Handlungen.
Du hast mich nicht verstanden. Das Problem ist: es ist Deine Definition von "Despotie". Es gibt (fast) keine über den Wassern schwebende, von allen akzeptierte, allgemein verbindliche Moral; und schon gar nicht bist Du a priori im Besitz dieser Moral.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 18:12:57
Wir sind von der ganzen Welt diejenigen, die am wenigstens das Recht besitzen die USA zu kritisieren. Wir sind die Nation, die besser schweigen sollte.
Früher kam geistloses US-Bashing entweder von hartgesottenen Neonazis oder Kommunisten. Inzwischen aber ist das gesellschaftsfähig geworden. Der brave Deutsche ist wieder glühender Patriot, vielleicht sogar Nationalist und ist  Amis, Juden und Demokraten gegenüber mehr als skeptisch.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 18:17:15
Nichtsdestotrotz sollten aber auch Handlungen seinerseits honoriert werden
Für mich liegt ein Problem in diesem Satz, genauer: in der Geisteshaltung, die ich hinter ihm vermute. Es dürfte mit dem Selbstverständnis von 90% der Weltbevölkerung kollidieren, wenn sie von einigen Leuten, die im Trockenen sitzen, für "Wohlverhalten honoriert" oder für "Fehlverhalten abgestraft" werden sollten. Die EU, speziell pitbull, weiß, was für die ganze Welt gut ist - nur, sie will nichts davon hören.
Nicht für die Welt, aber Despoten sind nunmal wie wilde Tiere. Das Zuckerbrot&Peitsche-Prinzip ist ihnen gegenüber recht wirksam. So behandeln sie auch ihre Bürger. Das verstehen sie und damit können sie umgehen. Alles andere wirkt auf solche Leute nur verunsichernd und verführt sie zu irrrationalen Handlungen.
Du hast mich nicht verstanden. Das Problem ist: es ist Deine Definition von "Despotie". Es gibt (fast) keine über den Wassern schwebende, von allen akzeptierte, allgemein verbindliche Moral; und schon gar nicht bist Du a priori im Besitz dieser Moral.

Zumindest hat sich die Menschheit auf gewissen Kanon an moralisch begründeten Rechten geeinigt. Warum keine Bewertung politischen Handelns möglich sein soll, wenn sich "Despoten" oder "Demokraten" nicht oder nur teilweise an solche Maxime halten ist mir unklar. Zumal wir ja immer noch den guten alten Kant und die Aufklärung als Bewertungsgrundlagen haben.

Zitat
    „Aufklärung war der Wunsch danach, dass menschliche Angelegenheiten von der Vernunft geleitet werden, anstatt durch Religion, Aberglauben oder Offenbarung; und der Glaube an die Kraft der menschlichen Vernunft die Gesellschaft zu verändern und das Individuum von den Fesseln der Tradition oder der willkürlichen Autorität zu befreien. All dies gestützt durch eine Weltanschauung, die zunehmend durch die Wissenschaft anstatt durch Religion oder Tradition validiert wird.“
– Dorinda Outram: The Enlightenment (1995)
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 18:18:40
Wir sind von der ganzen Welt diejenigen, die am wenigstens das Recht besitzen die USA zu kritisieren. Wir sind die Nation, die besser schweigen sollte.
Früher kam geistloses US-Bashing entweder von hartgesottenen Neonazis oder Kommunisten. Inzwischen aber ist das gesellschaftsfähig geworden. Der brave Deutsche ist wieder glühender Patriot, vielleicht sogar Nationalist und ist  Amis, Juden und Demokraten gegenüber mehr als skeptisch.

Da ist es wieder das Problem mit dem giesskannenartigen Verallgemeinern.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 18:19:33
Du hast mich nicht verstanden. Das Problem ist: es ist Deine Definition von "Despotie". Es gibt (fast) keine über den Wassern schwebende, von allen akzeptierte, allgemein verbindliche Moral;
Ich habe dich sogar besser verstanden als vermutet. Du versuchst offenbar die Despotie als gültige Herrschaftsform zu verkaufen. Wir müssen dazu nur etwas an ihrem Ethos herumschrauben. Aber das gelingt uns schon, *lol*
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Commibuster am 24. November 2013, 18:21:11
Nicht für die Welt, aber Despoten sind nunmal wie wilde Tiere. ...

Hier muss ich aber widersprechen. Wilde Tiere sind viel besser als ihr Ansehen.
Ich wünschte mir nur, dass jeder Mensch so viel Menschlichkeit hätte wie ein Hund.
Im sozialistischen Zuchthaus schlug der Wärter "Roter Terror" einen am Boden liegenden politischen Häftling so lange bis sein eigener Schäferhund neben ihm, den Schläger in die Hand biss, und dass obwohl die Hunde auf die Kleidung (rote Streifen) der Gefangenen abgerichtet waren, also trainiert waren sie zu beißen und nicht die Wärter.
Dieser Hund hat eine bewusste eigene humanistische Entscheidung getroffen: Der am Boden liegende wehrt sich nicht - ihn weiter zu schlagen macht keinen Sinn.
(Der Hund handelte also auch entgegen der Handlungsweise in diesem Forum.)
Selbst wilde Tiere fressen zwar andere, aber sie quälen sie nicht jahrelang. Das tun nur Menschen zu sich selber. Insofern unterscheiden wir uns gegenüber den Tieren tatsächlich deutlich.

Also schreibe besser: Ein Diktator ist ein Monster - kein wildes Tier, denn damit würdest du den Tieren Unrecht tun.
Ansonsten stimme ich dir voll zu.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 18:22:49
Wir sind von der ganzen Welt diejenigen, die am wenigstens das Recht besitzen die USA zu kritisieren. Wir sind die Nation, die besser schweigen sollte.
Früher kam geistloses US-Bashing entweder von hartgesottenen Neonazis oder Kommunisten. Inzwischen aber ist das gesellschaftsfähig geworden. Der brave Deutsche ist wieder glühender Patriot, vielleicht sogar Nationalist und ist  Amis, Juden und Demokraten gegenüber mehr als skeptisch.

Da ist es wieder das Problem mit dem giesskannenartigen Verallgemeinern.

Das war bloß ein polemischer Rundumschlag gegen deutsche Spießer und Konservative. Selbstverständlich gibt es auch vernünftige Deutsche die nicht so drauf sind.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 18:25:23
Wir sind von der ganzen Welt diejenigen, die am wenigstens das Recht besitzen die USA zu kritisieren. Wir sind die Nation, die besser schweigen sollte.
Früher kam geistloses US-Bashing entweder von hartgesottenen Neonazis oder Kommunisten. Inzwischen aber ist das gesellschaftsfähig geworden. Der brave Deutsche ist wieder glühender Patriot, vielleicht sogar Nationalist und ist  Amis, Juden und Demokraten gegenüber mehr als skeptisch.

Da ist es wieder das Problem mit dem giesskannenartigen Verallgemeinern.

Das war bloß ein polemischer Rundumschlag gegen deutsche Spießer und Konservative. Selbstverständlich gibt es auch vernünftige Deutsche die nicht so drauf sind.


.....amis die genauso drauf sind, und........
http://www.savethemales.ca/000334.html
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 18:26:32
Du hast mich nicht verstanden. Das Problem ist: es ist Deine Definition von "Despotie". Es gibt (fast) keine über den Wassern schwebende, von allen akzeptierte, allgemein verbindliche Moral;
Ich habe dich sogar besser verstanden als vermutet. Du versuchst offenbar die Despotie als gültige Herrschaftsform zu verkaufen. Wir müssen dazu nur etwas an ihrem Ethos herumschrauben. Aber das gelingt uns schon, *lol*

ich schlage vor, diesen faden ins spam zu verschieben. langsam wird abenteuerlich.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 24. November 2013, 18:30:02
Du hast mich nicht verstanden. Das Problem ist: es ist Deine Definition von "Despotie". Es gibt (fast) keine über den Wassern schwebende, von allen akzeptierte, allgemein verbindliche Moral;
Ich habe dich sogar besser verstanden als vermutet. Du versuchst offenbar die Despotie als gültige Herrschaftsform zu verkaufen. Wir müssen dazu nur etwas an ihrem Ethos herumschrauben. Aber das gelingt uns schon, *lol*
Sag mal, fällt Dir eigentlich auf, dass Du hier mit jedem anderen Foristen zusammenprallst?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 18:34:47
Du hast mich nicht verstanden. Das Problem ist: es ist Deine Definition von "Despotie". Es gibt (fast) keine über den Wassern schwebende, von allen akzeptierte, allgemein verbindliche Moral;
Ich habe dich sogar besser verstanden als vermutet. Du versuchst offenbar die Despotie als gültige Herrschaftsform zu verkaufen. Wir müssen dazu nur etwas an ihrem Ethos herumschrauben. Aber das gelingt uns schon, *lol*
Sag mal, fällt Dir eigentlich auf, dass Du hier mit jedem anderen Foristen zusammenprallst?

Wobei ich es auch interessant fände, zu wissen was Du aus diesem Umstand für Deine Bewertung von Politik und Politikern ableitest.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 24. November 2013, 18:36:06
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung
Belbo, bitte erklär mir nicht, was Aufklärung ist. Unser Thema ist: Was verrät unser Umgang mit Putin über unsere eigene Überheblichkeit?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 24. November 2013, 18:36:52
stimmt nicht
:teufel
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 18:42:40
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung
Belbo, bitte erklär mir nicht, was Aufklärung ist. Unser Thema ist: Was verrät unser Umgang mit Putin über unsere eigene Überheblichkeit?
Erstens erkläre ich Dir nicht was Aufklärung ist, zweitens erkläre Du mir nicht was hier das Thema ist, und drittens habe ich keinen Umgang mit Putin, ich kann nur aus denen von seinen  Handlungen (Schwule, Presse, Regimegegner) die mir bekannt sind darauf schliessen wie er z.B. mit den Idealen der Aufklärung umgeht und das bewerten. Das ist auch unabhängig davon wie ich parallel Obamas Umgang damit bewerte.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 18:44:47
.....amis die genauso drauf sind, und........
http://www.savethemales.ca/000334.html
*lol*, antisemitischer Schrott unter dem Namen "SaveTheMales" (Maskulismus?)
Ist das Satire oder ernst gemeint?

Sag mal, fällt Dir eigentlich auf, dass Du hier mit jedem anderen Foristen zusammenprallst?
Nein, aber mit einigen. Das finde ich schon bemerkenswert. Mein Problem ist, dass ich meine Fingerchen nicht stillhalten kann wenn ich Bullshit lese.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 18:49:05
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung
Belbo, bitte erklär mir nicht, was Aufklärung ist. Unser Thema ist: Was verrät unser Umgang mit Putin über unsere eigene Überheblichkeit?
Wieso diese Selbsterniedrigung? Putin ist ein Böser, daran ist nichts zu rütteln.
Achtung: dieses Statement enthält keine Aussage bezüglich Obama.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 18:51:12
definiere böse. ich will lachen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 18:57:19
definiere böse. ich will lachen.
Böse == das ethisch Falsche. Ja, jetzt lachst du, weil es für dich das Gegenteil ist. ;)
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Ladislav Pelc am 24. November 2013, 18:57:31

Einige OT-Beiträge, unter anderem zu gelöschten Threads aus dem Spam-Bereich sowie bezüglich angeblicher und tatsächlicher KGB-Verschwörungen, sowie die antworten darauf habe ich ausgelagert:

http://forum.psiram.com/index.php?topic=12182.0

Bitte zu diesen und verwandten Themen dort weiterdiskutieren und in diesem Thread beim ursprünglichen Thema bleiben.

Und um dem Unvermeidlichen vorzubeugen: Diskussionen zum Sinn und Unsinn dieser Verschiebeaktion bitte auch dort (http://forum.psiram.com/index.php?topic=12182.0), nicht hier. Danke.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 24. November 2013, 19:12:33
definiere böse. ich will lachen.
Böse == das ethisch Falsche. Ja, jetzt lachst du, weil es für dich das Gegenteil ist. ;)
gut, und was ist "das ethisch Falsche"?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pittbull am 24. November 2013, 19:14:16
gut, und was ist "das ethisch Falsche"?
Fängst du wieder so an, du Horst? Was ist Ethik, was ist Falsch?  ;D
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Ladislav Pelc am 24. November 2013, 19:21:34
Fängst du wieder so an, du Horst?

Wir legen hier zwar nicht unbedingt Wert auf eine Friede-Freude-Eierkuchen-Atmosphäre, aber gewissen Umgangsformen dürfen schon sein.

Bitte verkneift euch (und damit meine ich alle Beteiligten) solche Überflüssigkeiten. Danke.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 24. November 2013, 19:53:59
definiere böse. ich will lachen.
Böse == das ethisch Falsche. Ja, jetzt lachst du, weil es für dich das Gegenteil ist. ;)
gut, und was ist "das ethisch Falsche"?

Mal andersherum gefragt, gibt es denn für Dich Unterscheidungen in ethischeres oder unetherisches Verhalten oder ist jedes Verhalten aus moralischer Sicht gleichwertig?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Hildegard am 25. November 2013, 02:13:52
gut, und was ist "das ethisch Falsche"?
Fängst du wieder so an, du Horst? Was ist Ethik, was ist Falsch?  ;D
Aha, für dich ist das also in jedem Fall völlig eindeutig. Dann sag doch mal:

Man soll nicht lügen – richtig oder falsch?
Lügen, um jemand vor einer Peinlichkeit zu bewahren – richtig oder falsch?
Lügen, um einen Freund vor dem Gefängnis zu bewahren – richtig oder falsch?
Man darf nicht stehlen – richtig oder falsch?
Dein Kind ist krank und braucht Medizin. Du hast kein Geld, aber du weißt, dass die Apotheke die Medizin vorrätig hat. In die Apotheke einbrechen und die Medizin stehlen – richtig oder falsch?
Man darf nicht töten – richtig oder falsch?
Aktive Sterbehilfe – richtig oder falsch?
Einen Geiselnehmer gezielt erschießen, um eine Geisel zu retten – richtig oder falsch?
Zwei Idioten opfern, um einen Nobelpreisträger zu retten – richtig oder falsch?
Einen Idioten opfern, um einen Nobelpreisträger zu retten – richtig oder falsch?
Einen Nobelpreisträger opfern, um einen Idioten zu retten – richtig oder falsch?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Groucho am 25. November 2013, 02:24:11
gut, und was ist "das ethisch Falsche"?
Fängst du wieder so an, du Horst? Was ist Ethik, was ist Falsch?  ;D
Aha, für dich ist das also in jedem Fall völlig eindeutig. Dann sag doch mal:

Man soll nicht lügen – richtig oder falsch?
Lügen, um jemand vor einer Peinlichkeit zu bewahren – richtig oder falsch?
Lügen, um einen Freund vor dem Gefängnis zu bewahren – richtig oder falsch?
Man darf nicht stehlen – richtig oder falsch?
Dein Kind ist krank und braucht Medizin. Du hast kein Geld, aber du weißt, dass die Apotheke die Medizin vorrätig hat. In die Apotheke einbrechen und die Medizin stehlen – richtig oder falsch?
Man darf nicht töten – richtig oder falsch?
Aktive Sterbehilfe – richtig oder falsch?
Einen Geiselnehmer gezielt erschießen, um eine Geisel zu retten – richtig oder falsch?
Zwei Idioten opfern, um einen Nobelpreisträger zu retten – richtig oder falsch?
Einen Idioten opfern, um einen Nobelpreisträger zu retten – richtig oder falsch?
Einen Nobelpreisträger opfern, um einen Idioten zu retten – richtig oder falsch?

Um Himmel Willen, Hildegard! Du willst doch nicht etwa differenzieren und womöglich das Niveau anheben??

Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 25. November 2013, 03:35:45
gut, und was ist "das ethisch Falsche"?
Fängst du wieder so an, du Horst? Was ist Ethik, was ist Falsch?  ;D
Aha, für dich ist das also in jedem Fall völlig eindeutig. Dann sag doch mal:

Man soll nicht lügen – richtig oder falsch?
Lügen, um jemand vor einer Peinlichkeit zu bewahren – richtig oder falsch?
Lügen, um einen Freund vor dem Gefängnis zu bewahren – richtig oder falsch?
Man darf nicht stehlen – richtig oder falsch?
Dein Kind ist krank und braucht Medizin. Du hast kein Geld, aber du weißt, dass die Apotheke die Medizin vorrätig hat. In die Apotheke einbrechen und die Medizin stehlen – richtig oder falsch?
Man darf nicht töten – richtig oder falsch?
Aktive Sterbehilfe – richtig oder falsch?
Einen Geiselnehmer gezielt erschießen, um eine Geisel zu retten – richtig oder falsch?
Zwei Idioten opfern, um einen Nobelpreisträger zu retten – richtig oder falsch?
Einen Idioten opfern, um einen Nobelpreisträger zu retten – richtig oder falsch?
Einen Nobelpreisträger opfern, um einen Idioten zu retten – richtig oder falsch?


Putin hat Nobelpreisträger umgebracht? ....oder doch eher ein paar Strohmänner?.... Wie war das noch gleich mit Pressefreiheit, Schauprozessen und Schwulenhatz oder sprechen wir über befreundete, schwule Nobelpreisträger?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Hildegard am 25. November 2013, 12:51:21
Putin hat Nobelpreisträger umgebracht? ....oder doch eher ein paar Strohmänner?.... Wie war das noch gleich mit Pressefreiheit, Schauprozessen und Schwulenhatz oder sprechen wir über befreundete, schwule Nobelpreisträger?
Humorlose Antwort: Es ging mir allein darum, dass mit dem Wort "Ethik" keinesfalls alles gesagt ist.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 25. November 2013, 13:15:57
Putin hat Nobelpreisträger umgebracht? ....oder doch eher ein paar Strohmänner?.... Wie war das noch gleich mit Pressefreiheit, Schauprozessen und Schwulenhatz oder sprechen wir über befreundete, schwule Nobelpreisträger?
Humorlose Antwort: Es ging mir allein darum, dass mit dem Wort "Ethik" keinesfalls alles gesagt ist.

 :grins2: na ihn in dem Zusammenhang zu unterstellen er könne da nicht unterscheiden.....zur Erinnerung es ihm ging ja darum dass im internet die USA immer mehr verteufelt werden und dafür Leute wie Putin in den Himmel gelobt warum soll er die Systeme denn nicht mit besser und schlechter bewerten dürfen, weil homeboy seinen antiamerikanischen Rappel kriegt  :grins2:?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 25. November 2013, 13:28:09
Putin hat Nobelpreisträger umgebracht? ....oder doch eher ein paar Strohmänner?.... Wie war das noch gleich mit Pressefreiheit, Schauprozessen und Schwulenhatz oder sprechen wir über befreundete, schwule Nobelpreisträger?
Humorlose Antwort: Es ging mir allein darum, dass mit dem Wort "Ethik" keinesfalls alles gesagt ist.

 :grins2: na ihn in dem Zusammenhang zu unterstellen er könne da nicht unterscheiden.....zur Erinnerung es ihm ging ja darum dass im internet die USA immer mehr verteufelt werden und dafür Leute wie Putin in den Himmel gelobt warum soll er die Systeme denn nicht mit besser und schlechter bewerten dürfen, weil homeboy seinen antiamerikanischen Rappel kriegt :grins2:?

damit es nicht verloren geht: mein antiamerikanischer Rappel hält sich insofern in grenzen, als ich nicht Gerar d epardieu bin und glaube, Russland wäre näher am Paradis als die USA, Frankreich oder England. Mir ist jedenfalls klar, dass Afghanistan, Irak oder Guantanamo Bay weiter weg davon sind als Staaten im Westen - ich hätte dieselbe Argumentation umgekehrt fahren können, nur um ihm seine unzureichende Begriffsbestimmung unter die Nase zu reiben.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 25. November 2013, 13:40:37
Putin hat Nobelpreisträger umgebracht? ....oder doch eher ein paar Strohmänner?.... Wie war das noch gleich mit Pressefreiheit, Schauprozessen und Schwulenhatz oder sprechen wir über befreundete, schwule Nobelpreisträger?
Humorlose Antwort: Es ging mir allein darum, dass mit dem Wort "Ethik" keinesfalls alles gesagt ist.

 :grins2: na ihn in dem Zusammenhang zu unterstellen er könne da nicht unterscheiden.....zur Erinnerung es ihm ging ja darum dass im internet die USA immer mehr verteufelt werden und dafür Leute wie Putin in den Himmel gelobt warum soll er die Systeme denn nicht mit besser und schlechter bewerten dürfen, weil homeboy seinen antiamerikanischen Rappel kriegt :grins2:?

damit es nicht verloren geht: mein antiamerikanischer Rappel hält sich insofern in grenzen, als ich nicht Gerar d epardieu bin und glaube, Russland wäre näher am Paradis als die USA, Frankreich oder England. Mir ist jedenfalls klar, dass Afghanistan, Irak oder Guantanamo Bay weiter weg davon sind als Staaten im Westen - ich hätte dieselbe Argumentation umgekehrt fahren können, nur um ihm seine unzureichende Begriffsbestimmung unter die Nase zu reiben.

Zitat
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen. Dies geht oft einher mit Antiamerikanismus und generell einer Ablehnung westlicher Regierungssysteme bzw. der Demokratie. Nicht nur im HPF (Holocaustleugner-Pappnasen-Forum *fg*), wo sowas durch die Art der Userschaft (meistens Rechtsextreme bis waschechte Naonazis), sondern auch im "gutbürgerlichen" Politikboard-Segment.

Da wird (neben Anti-USA-Hetze) beklatscht, dass jemand Putin zum Nobelpreis vorgeschlagen hat, der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt und natürlich - wie unter solchen Idioten üblich - westliche Medien als Propagandaorgane bezeichnet, die uns nur belügen um die wahren Menschenfreunde in den Schmutz zu ziehen.

Zu allem Überfluss "belegen" diese Geisterfahrer ihre Verdrehung der Realität mit Links auf Blogs von Rechtsextremen, "Truthern" und Verschwörungstheoretikern. Es gibt inzwischen pseudoseriöse Online-Medien wie "Deutsche Witschafts Nachrichten" die auf dieser Welle mitschwimmen.

Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen, was letztlich auch auf die Dummen abfärbt (und was sich dann in Forenbeiträgen niederschlägt).

Woran könnte das liegen? Habt ihr 'ne Idee?

Es ist mir immer noch ein Rätsel warum Du dich über diesen Beitrag so aufregst. Er beschreibt eigentlich nur genau das was uns z.B. auch im Zusammenhang mit Herrn Hörstel hier im Forum auch schon aufgefallen ist nämlich dass unsere infokrieger immer stärker auf den antiamerikanismus/ antizionismuszug aufspringen und das z.T. unter freudiger Beachtung des russsischen/iranischen  Staatsfernsehens...., warum das so eskalieren musste?

Deine Antwort:
Zitat
es gibt nicht nur oberflächlichen antiamerikanismus. antiamerikanismus ist auch als begründete und tiefgehende gesellschaftskritik möglich.
Was er nie bestritten hatte
Zitat
die ablehnung westlicher regierungssysteme ist eben so sinnig, wie ihre befürwortung.
...es ist ja wohl nicht alles gleich
Zitat
es gibt immer pros und cons,
ach echt
Zitat
das paradies ist fern.
wirklich?

Aber mal blöd gefragt was hat das mit dem Ausgangstext zu tun? Entschuldige aber für mich ist das keine Antwort auf den Text, sondern ein Beissreflex.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 25. November 2013, 14:08:41
die Antwort ergibt sich aus #2
weil: dein fadenstart scheint mir sehr vage und ich könnte zu so ziemlich jedem deiner kritikpunkte einen ebenso validen gegenpunkt nennen, der deinen punkt zumindest relativiert, wenn nicht ad absurdum führt.
deshalb fragte ich nach etwas mehr substanz.
die im eingangspost vorkommenden schwächen versuchte ich mit meinem post etwas herauszustellen. konkret:
wenn er auf den Friedensnobelpreisvorschlag Putin verweist, nunja, Obama ist da als Friedensnobelpreisträger echt vergleichbar. was solls.
die sache mit den Pros und Cons ist zwar banal, wie du zurecht anmerkst, gleichwohl habe ich da eben nicht nur auf den fadenstart reagiert, sondern faktisch sein "die demokratie", "das gute", "der westen" vorweggenommen. hierzu hat er leider nichts konkretes geliefert - wir diskutieren jetzt immernoch "das gute"  ;)

ich mag politik, ich diskutiere auch gern über politik, auch einseitigkeiten finde ich ok, wenn den begründungen für einseitigkeiten folgen, ergo, wenn es eine diskussion gibt. wenn das aber wie kalter-krieg-propaganda rüberkommt, dann habe ich irgendwie das bedürfnis diesen umstand zumindest mal anzudeuten.

und ganz im ernst: die schwulen in russland als beleg der bösen qualität von Putin? absurd.
Putin ist homophob? klar, sehr wahrscheinlich. die russische Gesellschaft insgesamt. das ist aber auch in polen so, in england, usw. konkret ist das auch hier noch nicht so richtig lange her, dass das juristisch verfolgt wurde. und es gibt immer noch größere regionen und gesellschaftliche kreise, wo man solche sexuellen präferenzen besser für sich behält.
und damit verteidige ich eben nicht russland oder Putin. ich verweise auf etwas grundlegendere umstände.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: general winter am 25. November 2013, 14:23:53
Ich finde die Ausgangsfrage auch sehr interessant, habe mich bisher aber zurückgehalten, da mein Erscheinen bei einer Person merkwürdige Reflexe auslöst.
Erst mal denke ich das diese antiwestliche Diktatorenverehrung einen Markt bedient. Das meiste Gehör und die meiste Zustimmung bekommen die Leute von denen die den ganzen Tag Zeit haben, um diese stundenlangen Youtube-Videos zu inhalieren. Lesen ist da nicht so angesagt. Und warum haben diese Leute so viel Zeit? Weil sie keinen Job haben und sich zuhause zu Tode langweilen. Da ist jemand der bei Youtube erklärt warum man sich in dieser misslichen Lage befindet. Schuld ist das kapitalistische System welches gezielt darauf ausgerichtet ist die Menschen zu unterdrücken. Die wahren Herren und Nutznieser der Situation sind Bilderberger, Rothschild & Co. Logisch muss da nichts sein. Einfache Lösungen für äußerst komplexe Zusammenhänge. Sowas hat auch schon im letzten Jahrhundert funktioniert. Neu ist das nicht, nur die Ausbreitungswege haben sich verändert.
Und warum die Diktatoren? Weil sie die einzigen sind, die dem Westen die Stirn bieten. Das sie ihre eigenen Völker in den Dreck treten wird dabei großzügig ausgeblendet. Deren Probleme haben ihren Urspung ja auch nur in der Unterdrückung durch den Westen. Die Kommunisten haben die Welt ähnlich erklärt. Für die eigene Unfähigkeit wurde der Imperialismus verantwortlich gemacht. meiner Meinung ist diese antiwestliche Diktatorenverehrung ein Verquirlung von Kommunismus, Faschismus und Dummheit.
Was ich nicht glaube ist, dass wir es da nur mit einem deutschen Phänomen zu tun haben. Man denke nur an Alex Jones, dort hat vieles seinen Ursprung, was sich hier abspielt.
Die Vordenker und Propagandisten der Bewegung. Weiter vorn kam das Beispiel Hörstel. Das sind zum Teil Leute auf die keiner mehr hört weil sie mal Mist erzählt haben und auch auf gut gemeinten Rat nicht davon abließen. In dieser Szene finden sie Gehöhr was ihrem Ego gut tut. Deshalb immer mehr und immer doller. Ken Jebsen ist ein ähnliches Kaliber. Und dann gibt es Leute, die das gewerblich machen. Ganz vorn in Deutschland Jürgen Elsässer. Ganz aktuell die Compact-Konferenz am Wochenende in Leipzig. Bei diesem Mann ist man sich nicht sicher wie er sein Treiben finanziert. Auf jeden Fall hat er gute Beziehungen nach Russland und in den Iran. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass auch der CIA Unruhe im Ausland kauft.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: general winter am 25. November 2013, 18:04:06
......Jürgen Elsässer. Ganz aktuell die Compact-Konferenz am Wochenende in Leipzig. Bei diesem Mann ist man sich nicht sicher wie er sein Treiben finanziert. Auf jeden Fall hat er gute Beziehungen nach Russland und in den Iran. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass auch der CIA Unruhe im Ausland kauft.

http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/07/31/wer-bezahlt-compact/ (http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/07/31/wer-bezahlt-compact/)

den Link hatte ich heute Morgen vergessen.  :P

Gleich noch einer , passend.

http://www.ruhrbarone.de/compact-magazin-der-backenblasende-zwerg/

Von Elsässer werden neuerdings höhere Zahlen lanciert. Hat schon mal jemand so ein Heft am Kiosk gesehen?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Belbo am 25. November 2013, 18:11:47
http://de.wikipedia.org/wiki/Russia_Today

Zitat
RT, ehemals Russia Today, ist ein auf internationales Publikum ausgerichteter, staatlich finanzierter Fernsehsender mit Sitz in Moskau.

Hörstel über die Bilderberger
http://www.youtube.com/watch?v=60lyBNaHKNE
Hörstel über Syrien
http://www.youtube.com/watch?v=DLg5xrGvJhs
Arthur Goldwag bei RT über Haiti und HAARP:
http://www.youtube.com/watch?v=3gzOS9qSBQA
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Nogro am 25. November 2013, 18:29:35
Zufall? Von RT bin ich zur Onlinezeitung http://www.russland.ru/ (http://www.russland.ru/) gekommen und was musste ich als Werbung (GOOGLE) sehen:
Zitat
    Lesen Sie mehr über AfD
    jungefreiheit.de/probe-abo
    Alternative für Deutschland Mehr erfahren: 4 Wochen JF Probeabo

(Kann natürlich auch personalisierte Werbung sein  :o)
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 25. November 2013, 19:08:01
Lässt man Begriffstolperer weg begann der Faden mit der Beschreibung der Begeisterung Irregeleiteter für Diktatoren, Diktaturen und gegen die westliche Supermacht USA, westliche Regierungs- und Demokratiesysteme. Wobei mit Irregeleiteten nicht nur Nazi-Spinner gemeint sind, sondern eben auch gutbürgerliche Spinner.
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen. Dies geht oft einher mit Antiamerikanismus und generell einer Ablehnung westlicher Regierungssysteme bzw. der Demokratie. Nicht nur im HPF (Holocaustleugner-Pappnasen-Forum *fg*), wo sowas durch die Art der Userschaft (meistens Rechtsextreme bis waschechte Naonazis), sondern auch im "gutbürgerlichen" Politikboard-Segment.
Ich erinnere mich an die Mao-Parolen usw. Offensichtlich ist diese Begeisterung älter, auch bei Akademikerkindern bürgerlicher Milieus mit SPD-/Linksaffinität. Gut, die entdecken jetzt vielleicht auch das Internet. Könnte sein.

Im weiteren Verlauf des Fadenstarts deutet sich jedoch eine Verschiebung an, weg von abstrakter Beschreibung hin zu konkreter, weltanschaulicher Bewertung, die durch Auslassungen glänzt:
Da wird (neben Anti-USA-Hetze) beklatscht, dass jemand Putin zum Nobelpreis vorgeschlagen hat, der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt und natürlich - wie unter solchen Idioten üblich - westliche Medien als Propagandaorgane bezeichnet, die uns nur belügen um die wahren Menschenfreunde in den Schmutz zu ziehen.
So kann ich beim besten Willen nicht erkennen, warum Putin nicht für den (Friedens-)Nobelpreis vorgeschlagen werden sollte, wenn Obama den bekommen hat. Das ist dann nämlich so eine Auslassung. Verkürzt und zynisch formuliert: während Putin Russland innenpolitisch zu befreien zu befrieden versucht, macht Obama Vergleichbares global. So what, Machtpolitik halt.
Im späteren Diskussionsverlauf stellt sich heraus, dass der Fadenstarter Putin als Diktator:
Bleiben wir doch einfach beim Thema. Ich vermute die Dikratorenschmuserei hat eine tiefenpsychologische Ursache. Ein Diktator (wie z.B. Putin) hat fast unbegrenzte Macht und ist niemandem Rechenschaft schuldig. Er strahlt möglicherweise eine besondere (homoerotische) Attraktivität für einige Leute aus. Er ist ein Alphamännchen, das sich einfach nimmt was es will. Anders als einer wie Obama, der bei jedem Regelverstoß sofort Ärger mit dem Parlament bekommt.
Aber dass Putin ein skrupelloser und menschenverachtender Autokrat ist, wird wohl niemand bezweifeln der weiß wie er die Rechte der Homosexuellen beschneidet, Regierungskritische Punkmusiker behandelt, und erst jüngst die Ukraine nötigte der EU den Rücken zu kehren.


Wenn das keine Wertung ist, weiß ich auch nicht. Putins demokratische Legitimation ist nicht schlechter, als westlicher Staatschefs mit entsprechend nationalen Wahlsystemen die anderswo für Kopfschütteln sorgen. Ein gutes Beispiel, eben weil es um Putin und Russland geht sind die USA. Die Wahl von Georg W Bush jr. war ja mindestens genauso irritierend. Was also rechtfertigt es Putin als Diktator zu sehen, und welche dieser Kriterien treffen auf westliche Potentaten nicht zu? So kann man vielleicht etwas ideologieärmer belastbare Aussagen generieren.

Dann gehts im Forumstart um den Folterstaat China, auch hier wieder: es gibt auch westliche Demokratien, die es mit dem Folteverbot nicht so ernst nehmen. Und ICH kann wirklich nichts dafür, dass die USA hier wieder besonders schnell ins Bewusstsein rückt. ICH habe die USA nicht dazu gezwungen sich wieder in größeren Dimensionen der Folter zu bedienen. Der Überbringer der Nachricht ist nicht das Problem!
Anschließend wird moniert, dass westliche Medien als Propagandaorgane bezeichnet werden. Am Beispiel Bild-Zeitung lässt sich zeigen, dass sie jedenfalls nicht frei von Propaganda sind. Woanders mal mehr, mal weniger als hier. Auch in den USA oder in GB ist es mit Selbstzensur und ähnlichem nicht immer weit her. Medien halt, wer etwas glaubt nur weil es geschrieben steht, hat ohnehin ein Problem.
Wer oder was die "wahren Menschenfreunde" sein sollen keine Ahnung, mir fehlts da an Phantasie.

An dieser Kurzanalyse lässt sich schön verfolgen, dass aus dem Fadenstart nicht zwingend ersichtlich wird, ob moniert wird, dass
A  es mehr Irre auf Politikforen gibt als früher oder
B die Meinungen in diesen Foren mit der Meinung des Fadenstarter kollidieren (im Sinne des Meinungspluralismus und demokratische Willensbildung doch begrüssenswert) oder
C beides in kruder Mischung.

zu A.
wahrscheinlich müßig, Stichwort: Rückschaufehler
zu B.
verantwortlich für das Eskalationsniveau im Faden. Denn alles Schlechte, Böse und Falsche, welches der Fadenstarter bei "Diktaturen" anführt findet sich eben auch in westlichen Demokratien reinsten Wassers, weitgehend im Hort des Westens, in den USA. Pech nenn' ich das.
zu C.
siehe A und B.

Nochmal: Kalter-Krieg-Rhetorik ist eben nicht ideologiefrei, wenn sie pro-westlich ist.
und ja, es gibt immer auch Spinner, die das eine oder andere aufgreifen. Blos weil die das aber auch sagen, ist es damit nicht automatisch unzutreffend.

Edit: und nein, es geht MIR nicht darum, ob/dass Russland das Paradis ist oder China (für mich nicht). Putin ist kein Heiliger (für mich auch nicht). Aber die anderen eben auch nicht, auch die Westlichen nicht, nichtmal wenn sie sich Demokraten nennen. Differenzierte Betrachtung ist da nett.
Und wie man die vermeintliche Zunahme von Spinnern diskutieren will, die Diktaturen idealisieren, wenn nicht klar ist, ob es sich bei den vermeintlichen Diktaturen um solche handelt, ebenso Diktatoren vs. legitimierte Staatschefs, ist mir ein Rätsel.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 25. November 2013, 19:37:15
Nur so nebenbei:
Zitat
der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt
Ich weiß nicht, wo ich lieber wohnen würde, wenn ich sehr arm wäre: in einer chinesischen Vorstadtsiedlung oder als Kastenloser in einem indischen Slum. Ich weiß es wirklich nicht.

Und wenn ich sehr reich wäre, dann wäre es auch egal.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 25. November 2013, 19:39:40
Nur so nebenbei:
Zitat
der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt
Ich weiß nicht, wo ich lieber wohnen würde, wenn ich sehr arm wäre: in einer chinesischen Vorstadtsiedlung oder als Kastenloser in einem indischen Slum. Ich weiß es wirklich nicht.

Und wenn ich sehr reich wäre, dann wäre es auch egal.
und ist die USA da so richtig weit weg davon?
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 25. November 2013, 19:47:45
Nur so nebenbei:
Zitat
der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt
Ich weiß nicht, wo ich lieber wohnen würde, wenn ich sehr arm wäre: in einer chinesischen Vorstadtsiedlung oder als Kastenloser in einem indischen Slum. Ich weiß es wirklich nicht.

Und wenn ich sehr reich wäre, dann wäre es auch egal.
und ist die USA da so richtig weit weg davon?
Man sollte schon Vergleichbares vergleichen. Vor der Wahl ob Russland oder USA, würde ich wohl die USA wählen; wie übrigens die klügeren Kommunisten es immer getan haben.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 25. November 2013, 19:57:23
Nur so nebenbei:
Zitat
der Folterstaat China wird als total fortschrittlich dargestellt
Ich weiß nicht, wo ich lieber wohnen würde, wenn ich sehr arm wäre: in einer chinesischen Vorstadtsiedlung oder als Kastenloser in einem indischen Slum. Ich weiß es wirklich nicht.

Und wenn ich sehr reich wäre, dann wäre es auch egal.
und ist die USA da so richtig weit weg davon?
Man sollte schon Vergleichbares vergleichen. Vor der Wahl ob Russland oder USA, würde ich wohl die USA wählen; wie übrigens die klügeren Kommunisten es immer getan haben.

Slums gibt es auch in den USA. Das ist ja das Tragische daran. Deswegen ist es auch vergleichbar.
Mag sein, dass es nicht so viele "Slums" gibt in den USA, wie in Indien, weder absolut noch relational, gut möglich. Bestimmt auch, was die Ghettos angeht, aber es ist eben nicht so, als ob sich dort nur ein geringer Teil der US-amerikanischen Bevölkerung wiederfinden würde. Brauchst du dafür Belege?

Als Slum-Bewohner ist es überall Scheiße, eine Steigerung für wo es in Slums schlimmer sei widerstrebt mir irgendwie.
Ebenso ist es überall super, wenn man reich ist.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 25. November 2013, 20:04:06
Brauchst du dafür Belege?
Nein. Ich würde lieber in den USA als in China/Indien leben wollen. Der Anteil der Armen in den USA ist beträchtlich, aber es ist, denke ich, nicht die Mehrheit, wohl im Gegensatz zu Indien - beides Demokratien. Wenn Du Belege dafür hättest, dass das anders ist, ja das würde mich interessieren.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 25. November 2013, 20:06:35
Brauchst du dafür Belege?
Nein. Ich würde lieber in den USA als in China/Indien leben wollen. Der Anteil der Armen in den USA ist beträchtlich, aber es ist, denke ich, nicht die Mehrheit, wohl im Gegensatz zu Indien - beides Demokratien. Wenn Du Belege dafür hättest, dass das anders ist, ja das würde mich interessieren.
totally agreed. da bin ich ganz deiner meinung - würde mich auch eher für die USA entscheiden als für China oder Indien.


mit #87 habe ich nochmal versucht, den Fadenstart aus aufzuarbeiten.
Weil, es ist eben leicht andere der Diktatorenschmuserei zu beschuldigen, wenn man wahllos politische oder sonstige Gegner als Diktatoren darstellt. Ist halt schwierig mit der Belastbarkeit wenn Vergleichbarkeit eine Option ist.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 30. November 2013, 18:56:58
Die von Pittbull geschilderten Erfahrungen im ersten Post sind zum grossen Teil auch meine, bin erstaunt über den Diskussionsverlauf, ham einige den Satz

Zitat
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen.

etwa auf sich bezogen?

Wenn ich Volkes Stimme lesen will, kuck ich ins SPON- Forum, und da ist das sowas von wahr...

Beispiel aus jüngster Zeit, das mir sauer aufgestossen ist:

Der Giftgaseinsatz in Syrien durch Assads Truppen( ja, ich geh von deren Verantwortlichkeit aus ) und die Reaktion der deutschen "Friedensbewegung" darauf.
Die fand nämlich erst statt, als die USA mit einem Luftschlag gedroht haben, hielt dann 2- 3 Wochen an ( "Für Frieden", "Gegen Bomben" usw. ), nachdem die Drohung aufgrund der Einigung auf Vernichtung der Chemiewaffen vom Tisch war, ist das "Engagement" nicht etwa eingeschlafen, es war schlagartig zuende.

Der Witz: Der Konflikt dauerte schon etwa 2,5 Jahre, der Giftgaseinsatz mit ca 1500 Toten war ein trauriger Höhepunkt, der Krieg geht inzwischen unvermindert weiter (120000 Tote wohl insgesamt, also WOFÜR haben sich deutsche Friedensbewegte in diesen Wochen eigentlich eingesetzt? Nicht dafür, Menschenleben zu retten, sondern nach meiner Sicht aus antiamerikanischen Reflexen heraus ausschliesslich GEGEN ein eventuell sinnvolles Eingreifen der USA. ( natürlich mit den üblichen Phrasen über False Flag- Operationen, geostrategische Interessen, Bodenschätze...)

Der hochwahrscheinliche Effekt:
Da alle Westentaschen- Diktatoren der Welt sowas ganz genau beobachten, wissense jetzt, solange sie sich nur gegen die USA positionieren, können sie sich sämtliche Schweinereien erlauben, die eigenen Leute abschlachten, den Nachbarn überfallen( Irak - Kuweit) in der deutschen "Friedensbewegung" haben sie zuverlässige Verbündete, da diese einfach sehr starke antidemokratische und antiamerikanische Tendenzen hat.



Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: RächerDerVerderbten am 30. November 2013, 20:16:29
Zitat
Zu allem Überfluss "belegen" diese Geisterfahrer ihre Verdrehung der Realität mit Links auf Blogs von Rechtsextremen, "Truthern" und Verschwörungstheoretikern. Es gibt inzwischen pseudoseriöse Online-Medien wie "Deutsche Witschafts Nachrichten" die auf dieser Welle mitschwimmen.

Das Internet ist ja bekannt für viel inhaltlichen Schwachsinn, aber mir kommt es so vor als hätte diese Müllintensität in letzter Zeit merklich zugenommen

Hab früher viel in Nazi- Foren mitgelesen, da hamse immer rumgejammert, dass die Linken mit ihnen keine Querfront machen wollen, das hamse inzwischen über die von Dir erwähnten Medien erfolgreich realisiert, sie lassen einfach jeden Bezug zu Nationalsozialismus und NPD weg ( viele moderne Rechte haben da auch gar nicht son Faible für), dafür betonen sie die traditionell gemeinsamen Themen ( Antisemitismus und Antiamerikanismus) und würzen das ganze noch mit VTs.

In meinem weiteren Bekanntenkreis gibts leider auch ne steigende Toleranz für sowas, da wird z.Bsp ständig auf "conspiracy watch" verlinkt, auf kritische Hinweise darauf, was diese Leute unter "NWO" verstehn, äusserst sauer reagiert.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: pelacani am 30. November 2013, 21:08:03
Die von Pittbull geschilderten Erfahrungen im ersten Post sind zum grossen Teil auch meine, bin erstaunt über den Diskussionsverlauf, ham einige den Satz

Zitat
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen.

etwa auf sich bezogen?

Also 'n Wunder wär’s nicht:
Ich habe dich sogar besser verstanden als vermutet. Du versuchst offenbar die Despotie als gültige Herrschaftsform zu verkaufen.
Titel: Re: Diktatorenschmuser
Beitrag von: Homeboy am 30. November 2013, 22:44:47
Die von Pittbull geschilderten Erfahrungen im ersten Post sind zum grossen Teil auch meine, bin erstaunt über den Diskussionsverlauf, ham einige den Satz

Zitat
Mir fällt immer mehr unangenehm auf, dass sich Foren-User für verbrecherische Despoten und Unrechtsstaaten einsetzen.

etwa auf sich bezogen?
hast du die argumente nachvollzogen, die diesen bestaunenswerten diskussionsverlauf herbeiführten?

Wenn ich Volkes Stimme lesen will, kuck ich ins SPON- Forum, und da ist das sowas von wahr...
was meinst du mit "Volkes Stimme"?

Beispiel aus jüngster Zeit, das mir sauer aufgestossen ist:

Der Giftgaseinsatz in Syrien durch Assads Truppen( ja, ich geh von deren Verantwortlichkeit aus ) und die Reaktion der deutschen "Friedensbewegung" darauf.
Die fand nämlich erst statt, als die USA mit einem Luftschlag gedroht haben, hielt dann 2- 3 Wochen an ( "Für Frieden", "Gegen Bomben" usw. ), nachdem die Drohung aufgrund der Einigung auf Vernichtung der Chemiewaffen vom Tisch war, ist das "Engagement" nicht etwa eingeschlafen, es war schlagartig zuende.
interessanter Eindruck. deine Beobachtung war, dass die Friedensbewegung den Giftgaseinsatz im syrischen Bürgerkrieg ignoriert hat, bis die USA damit gedroht hat einen souveränen Staat, der sich im Bürgerkrieg befindet zu bombardieren und nachdem von diesen Plänen abgesehen wurde, auch aufgrund internationaler Intervention ist aller Aktivismus der Friedensbewegung für diesen Konflikt verschwunden. habe ich das richtig verstanden?

Der Witz: Der Konflikt dauerte schon etwa 2,5 Jahre, der Giftgaseinsatz mit ca 1500 Toten war ein trauriger Höhepunkt, der Krieg geht inzwischen unvermindert weiter (120000 Tote wohl insgesamt, also WOFÜR haben sich deutsche Friedensbewegte in diesen Wochen eigentlich eingesetzt? Nicht dafür, Menschenleben zu retten, sondern nach meiner Sicht aus antiamerikanischen Reflexen heraus ausschliesslich GEGEN ein eventuell sinnvolles Eingreifen der USA. ( natürlich mit den üblichen Phrasen über False Flag- Operationen, geostrategische Interessen, Bodenschätze...)
du hälst Bombardement für "sinnvolles Eingreifen"? du bewertest kritik an der motivation für die intervention eines souveränen staates in den bürgerkrieg eines anderen souveränen staates als phrasen?

Der hochwahrscheinliche Effekt:
Da alle Westentaschen- Diktatoren der Welt sowas ganz genau beobachten, wissense jetzt, solange sie sich nur gegen die USA positionieren, können sie sich sämtliche Schweinereien erlauben, die eigenen Leute abschlachten, den Nachbarn überfallen( Irak - Kuweit) in der deutschen "Friedensbewegung" haben sie zuverlässige Verbündete, da diese einfach sehr starke antidemokratische und antiamerikanische Tendenzen hat.
mir wäre neu, dass es in der deutschen friedensbewegung begeisterung für sadam hussein gegeben hätte. jedenfalls siehst du die motivation in der ablehnung von kriegshandlungen zwischen souveränen staaten im antiamerikanismus? das halte ich zwar für abwegig, andererseits ist es schwierig das herauszufinden, wenn die USA an jedem denkbaren konflikt unmittelbar beteiligt sind.

wie bewertest du die ablehnung der stationierung deutscher truppen in afghanistan? auch anti-amerikanismus?