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Autor Thema: IntraG Und Heilpraktiker  (Gelesen 4146 mal)

Habra

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Re: IntraG Und Heilpraktiker
« Antwort #15 am: 10. August 2013, 02:02:02 »
Ich frage mich langsam, wieso ich Jahre mit Schule und Studium verbracht habe. Ich hätte es vorher wissen müssen: Mit knapp 150 Stunden Aufwand hätte ich eine medizinische Karriere vor mir gehabt. Ich wundere mich immer mehr, wieso unser Staat Steuergelder verschwendet, um Unikliniken und Medizinstudenten zu subventionieren.
Wenn wir schon beim Sparen sind: Energieprobleme können auch ohne Ausbildung gelöst werden, die Physiker und Ingenieure sind ja alle zu doof um ein Perpetuum Mobile zu bauen.
Die Chemiker können nicht einmal vernünftige Medikamente oder wenigstens Pflanzenschutzmittel erzeugen. Diese Trottel übersehen alle die Fähigkeiten des Calziumoxids.
Unser Staat könnte also viel Geld sparen und für ökologisch korrekte, nachhaltige und sanfte Wissenschaften ausgeben. Immerhin gibt es noch viel zu erforschen: Homöopathischer Pflanzenschutz, Minimierung von Düngergaben mittels ausgehöhlter Kuhhörner, Geistheilung uvm. $)

gesine2

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Re: IntraG Und Heilpraktiker
« Antwort #16 am: 10. August 2013, 06:28:07 »
Zitat
mittels ausgehöhlter Kuhhörner
Die wachsen schon so, Habra, das spart Arbeit. Anthroposophenfreundlich - aber die sind ja auch hohl.
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ne schöne jrooß, gesine2

Ladislav Pelc

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Re: IntraG Und Heilpraktiker
« Antwort #17 am: 10. August 2013, 14:59:27 »
Die sind von Natur aus von innen hohl? Interessant, ich nahm auch immer an, Hörner seien von Natur aus massiv und würden vor Gebrauch irgendwie ausgehöhlt.

Und bei dem Versuch, mittels Google mehr über die Anatomie dieser Kuhkopfauswüchse zu erfahren, bin ich darüber gestolpert:
Das Kuhhorn ist ein verkanntes Stoffwechselorgan

Endlich ist das große Rätsel gelöst, wie die Kuh zum Horn kommt:

Zitat
«Warum haben die Kühe Hörner? » Diese Frage stellt Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie und der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, im Landwirtschaftlichen Kurs 1924 in Koberwitz – und beantwortet sie gleich selber. Mit dem Horn (und auch den Klauen) schaffe sich die Haut Stellen, um gewisse Kräfte, die aus dem Organismus hinausströmen wollen, wieder in das Tier zurückzustrahlen. Diese zurückströmenden Kräfte stellt Steiner in Zusammenhang mit der Haupttätigkeit des Rindes, mit dem Stoffwechsel und insbesondere mit der Verdauung.

Die Kuh hat da dem Elefanten einiges vorraus, denn der ist noch nciht so weit:

Zitat
Ähnliche Wülste des Schädels sind für den Elefanten charakteristisch, allerdings an der Stirne. Man kann sie als Anlage für Hörner verstehen, die er ausserhalb des Schädels ausbilden möchte, aber noch als Stosszähne im Gebiss tragen muss.

Und da wurde mir endlich klar, warum die Hörner hohl sein müssen:

Zitat
Wer eine Kuh beim Wiederkäuen betrachtet, stellt fest, dass sie dabei ganz in sich gekehrt ist. Nicht nur das Maul, sondern der ganze Kopf ist in rhythmischer Bewegung, bis hinauf zu den Hörnern. Dort sind die Vibrationen, die durch das Mahlen der Backenzähne entstehen, besonders gut spürbar. Dabei erwärmt sich das Horn, und die Kuh gibt sich genüsslich den Säften, Dämpfen und Gerüchen hin. Diese breiten sich nicht nur in der Umgebung der Kuh aus, sondern steigen beim Wiederkäuen durch die Schädelhöhlen bis in die Hörner hinauf. Man kann sich vorstellen, dass sie in den beiden Höhlen der Knochenzapfen wahrgenommen werden können. So kann das Kuhhorn als ein Sinnesorgan verstanden werden.

Wie schön, dass die anthroposophische Forschung uns zu solchen Erkenntnisse verhilft, und sich dabei nicht von so Kleinigkeiten wie Evolutionsbiologie aufhalten lässt!

Elfenstaub

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Re: IntraG Und Heilpraktiker
« Antwort #18 am: 10. August 2013, 15:43:57 »
Das ist ja wie Kishon zu seinen besten Zeiten. Respekt!

Danke, was für ein Lob :-)


Kuhhörner sind nicht hohl. Mein Vater hat mal "frische" Kuhhörner bekommen, weil er darauf Trinkhörner machen wollte. Dafür musste er sie erst kochen und was immer das drin war rausholen. Es war fest und hat ziemlich gestunken :-) Vielleicht die Dämpfe aus dem Pansen, die sich nach dem hochsteigen gesammelt haben?
2-3 Elfen, luftgetrocknet, mit dem Mörser zerstoßen bis die Konsistenz von Puderzucker erreicht ist: Elfenstaub!

Giftig wie Aspartam, süß wie Dihydroxymonoxid und nicht überdosierbar.

gesine2

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Re: IntraG Und Heilpraktiker
« Antwort #19 am: 10. August 2013, 17:42:33 »
Zitat
nicht hohl
Hohl schon (im Sinne von 'nicht massiv'), aber nicht leer, Elfenstaub. Letztlich ists ja 'nur' ein hornhautartige (die heißt ja nicht umsonst so) Verdickung der den relativ winzigen Knochzapfen umwachsenden Haut. Oder anders gesagt: An dem rundum wachsenden Fingernagel war noch etwas Finger dran.
Zitat
Dämpfe aus dem Pansen
Auf gar keinen Fall. Die können nicht derart stinken, war schon beim Fleck-Kochen dabei, das ist harmlos gegen vor sich hingammelnde Tierteile. Ein Klassiker sind ja von begeisterten Kindern am Strand gesammelte Krabbenscheren oä, die ganze Hotelanlagen verpesten...

Ja, Ladislav, rambling Rudi hat sich schon sagenhaft Verqueres aus dem Allerwertesten gezogen - das mit den Hilfszähnen ist selbstverständlich Quark, typischerweise ist der Kern ja Stirnbein. Aber ne hohe B-Note.
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ne schöne jrooß, gesine2

Hildegard

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Re: IntraG Und Heilpraktiker
« Antwort #20 am: 10. August 2013, 20:05:52 »
Kuhhörner sind nicht hohl.
Bei der lebenden Kuh nicht.
Aber zumindest bei den kleinen, wilden Gebirgszwergkühen mit den gebogenen Krickerln kann man, sofern im passenden Stadium der Verwesung, die äußere Hülle problemlos vom Knochigen Kern abziehen.