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Autor Thema: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater  (Gelesen 229804 mal)

sweeper

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Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« am: 15. Juli 2013, 00:54:27 »
Wunderbare Sumpfblüte:

http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/#comment-16027
Zitat
gabrielewolff sagte am 14. Juli 2013 um 22:37 :

Das verwundert mich nun doch, hatte er doch im ZEIT-Interview bekundet, die Causa Mollath nicht zu kennen und sich daher über sie nicht äußern zu wollen.

Aber die Solidarität unter Kollegen, der Korpsgeist, zählt wohl mehr als Aktenkenntnis. Da unterscheidet sich die Psychiaterszene in nichts von der Polizeiszene. Ich habe gerade den sehr beeindruckenden Polizei-Ruf-Krimi aus München mit dem Thema Polizeigewalt und Korpsgeist einer PI gesehen, der auch die Ursachen dieser Phänomene beleuchtete, die privaten wie die beruflichen und die politischen.
Diese Erklärungen können unkritisch fortschreibende aktenkenntnislose Bestätiger aus den Reihen der Psychiatrie nicht für sich beanspruchen. Sie solidarisieren sich aus freien Stücken, weil sie ahnen, daß es mit der Wissenschaftlichkeit ihrer Zunft nicht weit her ist, weshalb es angegriffene “Wissenschaftler” um jeden Preis zu verteidigen gilt.
Es ist schon witzig: mein einziger juristischer Aufsatz, den ich je geschrieben habe und der 1985 (?) in der NJW veröffentlicht wurde, widmete sich dem Thema der Begutachtung bei der Frage der Schuldfähigkeit; und da habe ich derart vehement gegen Psychiater und für Psychologen als die geeigneteren Gutachter plädiert, daß die Psychiatergilde, um ihre Pfründe bangend, doch arg gegenhielt. Ich müßte jetzt in alten vergilbten Unterlagen kramen, aber ad hominem-Argumente blieben mir natürlich nicht erspart.
Insoweit: nichts Neues.

Der Kommentar ist eine Replik auf diesen hier (direkt darüber):

Zitat
Martin Deeg sagte am 14. Juli 2013 um 20:55 :

Im aktuellen Spiegel findet sich in der Rubrik “Leserbriefe” unter der Überschrift “Endlich sachlich” (!) Reaktionen zum Lakotta-Bericht, u.a. vom bekannten forensischen Gutachter Saß, der seinen Kollegen Leipziger in Schutz nimmt und keine Fehler bei der Begutachtung im “Fall Mollath” sieht.

Mich deucht, es lohnt sich, das zu beobachten...  8)

Innerhalb eines einzigen Absatzes zugeben, dass sie überhaupt nur einen wissenschaftlichen Aufsatz verfasst hat (1985) und gleichzeitig die gesamte "Psychiatrie" der Unwissenschaftlichkeit bezichtigen - das hat doch was!

Wo ist dieser Aufsatz zu finden? - Schwarmintelligenz: ausschwärmen bitte!

Wenn sie ihn selbst jemals erwähnenswert gefunden hätte, dann hätte sie ihn wohl hier aufgezählt:
http://www.gabrielewolff.de/files/Bib.html

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Terry Pratchett

sweeper

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #1 am: 15. Juli 2013, 01:29:06 »
Hier äußert sich Saß in der ZEIT zu Mollath:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-06/psychiatrie-mollath-krankheit-unterbringung-interview-henning-sass
Zitat
...Saß: Der Psychiater beschreibt für das Gericht in der Regel den psychischen Befund des Probanden, stellt eine Diagnose und versucht, eine Prognose abzugeben, wie dieser sich künftig verhalten wird. Das Gericht beurteilt, ob es das Verhalten gefährlich findet. Im Gesetz heißt es, eine Unterbringung im Maßregelvollzug ist dann notwendig, wenn die Gefahr besteht, dass ein Mensch Taten begeht, die "für die Allgemeinheit gefährlich" sind. Die Auslegung im Einzelfall ist Ermessenssache des Gerichts. So ist es auch im Fall Mollath.

Er sagt hier:
Zitat
Saß: Ich habe Herrn Mollath nicht untersucht, daher kann ich über den Einzelfall nichts sagen. Seine Unterbringung wird jedes Jahr erneut gerichtlich geprüft. Offenbar liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass er weiter gefährlich ist, jedenfalls scheint die Strafvollstreckungskammer das so zu sehen.

Gabriele Wolff interpretiert das dahingehend um:
Zitat
Das verwundert mich nun doch, hatte er doch im ZEIT-Interview bekundet, die Causa Mollath nicht zu kennen und sich daher über sie nicht äußern zu wollen.

    Saß: Ich habe Herrn Mollath nicht untersucht, daher kann ich über den Einzelfall nichts sagen.

Exakt dieselbe Aussage - gell?


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sweeper

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #2 am: 15. Juli 2013, 01:44:44 »
Zitat
Das verwundert mich nun doch, hatte er doch im ZEIT-Interview bekundet, die Causa Mollath nicht zu kennen und sich daher über sie nicht äußern zu wollen.

    Saß: Ich habe Herrn Mollath nicht untersucht, daher kann ich über den Einzelfall nichts sagen.

Die gute Gabriele Wolff - lt eigener Bio und Literaturliste (s.o.) zu 99,5% Krimi-Autorin - sollte ihr Blog umbenennen in

"Dichtung und Wahrheit"
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Terry Pratchett

bayle

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #3 am: 15. Juli 2013, 01:57:17 »
Zitat
Sie solidarisieren sich aus freien Stücken, weil sie ahnen, daß es mit der Wissenschaftlichkeit ihrer Zunft nicht weit her ist, weshalb es angegriffene “Wissenschaftler” um jeden Preis zu verteidigen gilt.
Das sind mir die  richtigen Drachentöter.
Da fällt mir doch glatt ein, was mir grade schon mal eingefallen ist:
Zitat
Klar, die ganze Psychiatrie ein einziges Fake, genau so wie das gesamte Mittelalter.

sweeper

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #4 am: 15. Juli 2013, 02:05:36 »
Zitat
Das sind mir die  richtigen Drachentöter.
Ich glaube, sie liest hier mit  8)
Denn im nächsten Posting betont sie, dass sie mit Esoterik nichts am Hut hat - warum sie allerdings diesen elaborierten Auftakt für die Antwort auf den Vorkommentator wählt, erschließt sich mir nicht... :

Zitat
http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/comment-page-2/#comment-16035
gabrielewolff sagte am 14. Juli 2013 um 23:57 :

Wie Sie sich vorstellen können, halte ich von Geistheilung, rituellen Gebäudereinigungen und ähnlichem esoterischen Quatsch nichts. Das ist nur ein Mittel, psychotherapeutisch bedürftigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, und zwar regelmäßíg bares, von dem die Finanzbehörden nichts mitbekommen.

Die Geistheilerin selbst widerlegt ja gerade ihre Harmoniekonzepte. Ihr Sprachrohr Otto Lapp führt sie als die erbarmungslose Rosenkriegerin vor, die sie ab Mai 2002 tatsächlich war. Diese mediale Ebene wäre ja eigentlich nur kulturkritisch und juristisch auf der Ebene der Persönlichkeitsrechtsverletzung zu betrachten gewesen.
Jetzt aber hat sich der Generalstaatsanwalt von Nürnberg, Hasso Nerlich, auf diese unsägliche Ebene begeben, somit also die politische Justiz, die sich anders nicht mehr zu helfen weiß gegen die Wahrheit, die ans Licht des Tages drängt.

Und nun steht diese Frau also als Lügnerin und Prozeßbetrügerin da.

http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-07-14.pdf

...

Kurz: den Esoterikquatsch kann man vergessen. Er ist neue Einnahmequelle und belegt eigentlich nur eine beeindruckende Suggestivkraft von Petra M., die ihr auch zu dem Erbe des von ihr hingerissenen Werner S. verhalf, der ausweislich seines Briefes aus dem Jahr 1995, ein Jahr vor seinem Suizid, psychisch instabil war...

                                                        :Popcorn:
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Terry Pratchett

bayle

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #5 am: 15. Juli 2013, 03:04:25 »
Zum Kringeln finde ich ja auch, wie sich die Kommentatoren dort gegenseitig auf die Schulter klopfen und einander versichern, dass wir ihrer Vorturnerin intellektuell nicht gewachsen seien.
 ;D

sweeper

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #6 am: 15. Juli 2013, 03:35:29 »
Ja, da gibt es viel Skurriles zu lesen.
Z.B. Rudolf Sponsel:
Zitat
http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/comment-page-2/#comment-15915
Rudolf Sponsel sagte am 14. Juli 2013 um 12:27 :

Ich teile die negative Bewertung “nur Kosmetik” nicht. Das ist schon mehr, die Frage ist aber natürlich auch, was davon übrig bleibt.

Ansonsten meine ich, dass es an der Zeit, dass die forensischen PsychologInnen aus ihrem Schlaf erwachsen und deutlich machen, dass die Psychopathologie kein Reservat der Psychiatrie ist. Es ist unverantwortlich, die Psychopathologie den PsychiaterInnen zu überlassen, denn wir wissen inzwischen: sie können es nicht. Die haben grundsätzlich nicht verstanden, was ein wissenschaftliches Gutachten ist. Ich bin sicher, dass hier oft nicht böser Wille der Grund ist. Sie wissen es einfach nicht besser. Sie lernen es so. Das DGPPN-Zertifikat taugt also letztlich nichts.

Damit stellt sich natürlich die Frage, wenn auf einmal nach viel mehr qualifizierteren GutachterInnen gefragt wird – ich höre die Kassen der Fort- und Weiterbilder schon klingeln – wer soll die denn ausbilden? Etwa die “Kröbers”?

So lange in der DGPPN nicht richtig und grundlegend aufgeräumt wird mit dem Plunder der Wahrsager, Meinungsachter, Okkultisten, Pfuscher und Murkser, also dieser unerträglichen Schlechtachtererindustrie
, so lange bleibt alle “Reform” vergeblich. Das Wissenschafts(un)verständnis der DGPPN gehört auf den wissenschaftlichen Prüfstand und unter öffentlich-kritische Beobachtung gestellt.

Hierzu eine Anregung:
http://www.sgipt.org/forpsy/NFPMRJ/WisArbFP.htm

Sponsel (der auch viel Gutes schreibt) kam im Mollath-Faden schon mal vor:
http://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142856#msg142856

Zitat P.G.:
Zitat
Ich versteh schon, was Sponsel da schreibt. Aber ich sach mal so.....Ähnliches könnte mir auch ein Patient in die Hand drücken. Das wirkt, ohne Kontext betrachtet, schon grenzwertig auf mich.
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Terry Pratchett

Groucho

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #7 am: 15. Juli 2013, 04:46:54 »
In meinem persönlichen visualisierendem Wahn habe ich gerade ein Bild gefunden, einen Kindergarten, früh morgens, es gibt Milchreis, und den Insaßen Kindern wurde ein Experimennt aufgenötigt, hier mal nicht mit dem Löffel zu essen, sondern eine Nadel zu nehmen. Kurz danach kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Die einen behaupteten, en Reiskorn aufgespießt zu haben, die anderen, dass da nur Schleim daran hinge. Etwas länger kürzer danach gab es im Kindergarten eine große Explosion. 
"Ich bin gerne langsamer, dann erwische ich den Hasen, bevor er weg rennt. " (D.I.W.)

bayle

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #8 am: 15. Juli 2013, 07:45:47 »
Z.B. Rudolf Sponsel:

Er wird wahrscheinlich ein Institut zur forensischen Begutachtung gründen, woraufhin die DGPPN die Selbstauflösung beschließen wird.
Und die Entmachtung der Psychiater in Deutschland kann nur der erste Schritt sein, denn das Problem besteht ja weltweit:
Zitat
Weniger bekannt und meist verleugnet oder bagatellisiert wird, dass auch bürgerliche, scheinbar rechtsstaatliche, westliche Systeme wie z.B. die USA, die Bundesrepublik Deutschland oder Österreich einen beträchtlichen Missbrauch mit Hilfe psychiatrischer Sachverständiger betreiben. Ständig wird Recht missachtet und gebrochen, der gesunde Menschenverstand mit Füßen getreten, …
http://www.sgipt.org/forpsy/NFPMRG/PFFPGMRJ.htm
Wirkt auch auf mich grenzwertig.

Belbo

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #9 am: 15. Juli 2013, 08:13:46 »
...hat bei vroniplag, schon mal wer ihre Doktorarbeit begutachtet?

bayle

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #10 am: 15. Juli 2013, 09:53:45 »
Auch die anderen Blogs sind gelegentlich nicht uninteressant:
Klabauter schreibt bei Müller:
Zitat
19.06.2013
@Prof. Müller:
… Nach wie vor legen die Unterstützer die Gutachten (einschließlich des Gutachtens Simmerl) nicht offen und berufen sich auf ihr exklusives Geheimwissen, versorgen die Öffentlichkeit selektiv  mit Zitatfetzen und fordern, dass man auf dieser Grundlage die befassten Gutachter strafrechtlich verfolgt und/oder diskreditiert sie als Schlechtachter.
   …
http://blog.beck.de/2013/06/19/die-aff-ren-im-fall-mollath#comment-51464
 
Was sagt Müller in seiner ansonsten sehr ausführlichen Antwort zu diesem Punkt? Nichts.
http://blog.beck.de/2013/06/19/die-aff-ren-im-fall-mollath#comment-51474

Und es gibt auch ein weiteres kennzeichnendes Detail. Wenn dem Gericht einander widersprechende Gutachten vorliegen, dann werden die Gutachter aufgefordert, zu dem Vorgutachten Stellung zu nehmen. Kröber muss zum Simmerl-Gutachten Stellung genommen haben. Von dieser Stellungnahme lesen wir kein Sterbenswörtchen.

Belbo

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #11 am: 15. Juli 2013, 11:24:31 »
Unter ihrem Mädchennamen Gabriele Gordon, hat  Gabriele Wolff  ja schon aufschlussreiche Interviews gegeben.
Interview zu Kindesmissbrauch und Ihrem neuen Kriminalroman auf SPON, es ist ja nicht so dass die Dame publikimsträchtige Themen meiden würde.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46502943.html

Zitat
Gordon: Auch das kenne ich aus meiner Arbeit. Menschen halten ein Geschehen für wirklich, obwohl es in Wahrheit nie passiert ist. Häufig haben sich da Erinnerungen verschoben. Und manchmal auch neue subjektive Wahrheiten gebildet. Da gilt es aufzudröseln, wie es zu dieser Wahrnehmung gekommen ist

Belbo

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #12 am: 15. Juli 2013, 11:42:28 »
...hat bei vroniplag, schon mal wer ihre Doktorarbeit begutachtet?

....mein Fehler die Dame hat gar keinen Doktor, da habe ich wohl was durcheinandergebracht.

sweeper

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #13 am: 15. Juli 2013, 12:13:21 »
Unter ihrem Mädchennamen Gabriele Gordon, hat  Gabriele Wolff  ja schon aufschlussreiche Interviews gegeben.

Ihr Geburtsname ist Wolff; laut Wiki ist sie seit 1989 mit einem Jeremy Gordon verheiratet:
Zitat
Gabriele Wolff ist die zweite Tochter von Alois Wolff (Fernmeldeoberinspektor) und Anneliese Wolff (ehemalige Postbeamtin). Sie wuchs in Düsseldorf auf. Nach dem Abitur im April 1974 studierte sie Rechtswissenschaften. Von 1985 bis 1992 arbeitete sie als Staatsanwältin in Duisburg. Seit 1989 ist sie mit Jeremy Gordon verheiratet.

Die o.g. Veröffentlichung in der NJW datiert sie selbst (mit Fragezeichen) auf 1985.
Es war lt. Eigenbekundung (s.o.) ihre einzige juristische Publikation.
Sie selbst rühmt sich ja, "die Psychiatergilde" darin herausgefordert zu haben:
Zitat
Es ist schon witzig: mein einziger juristischer Aufsatz, den ich je geschrieben habe und der 1985 (?) in der NJW veröffentlicht wurde, widmete sich dem Thema der Begutachtung bei der Frage der Schuldfähigkeit; und da habe ich derart vehement gegen Psychiater und für Psychologen als die geeigneteren Gutachter plädiert, daß die Psychiatergilde, um ihre Pfründe bangend, doch arg gegenhielt. Ich müßte jetzt in alten vergilbten Unterlagen kramen, aber ad hominem-Argumente blieben mir natürlich nicht erspart.
Vermutlich war der Aufsatz fachlich grottenschlecht - danach hat sie sich jedenfalls aufs Krimischreiben verlegt (da muss man nichts wissenschaftlich belegen, sondern kann fröhlich fabulieren).

Jedenfalls hat sie bis zum heutigen Tag zum Thema forensiche Sachverständigengutachten offensichtlich nichts dazugelernt.
Vieles von dem Unsinn, den segeln hier verzapft hat, stammt ursprünglich aus ihrer Tastatur:
Zitat
Ich fasse zusammen:

1.

Unsere Wahn-Diagnosen waren und sind richtig, auch wenn die Tatsachenbasis, auf die sich gründeten, weggefallen ist bzw. von Anfang an nicht bestand.

2.

Gefährlichkeitsprognosen (von den ersten Ferngutachten von Frau Dr. Krach und Thomas Lippert über das Eingangsgutachten von Dr. Leipziger und die Bestätigungsgutachten von Prof. Dr. Kröber und Prof. Dr. Pfäfflin bis hin zu den jährlichen Stellungnahmen des BKH Bayreuth) haben wir nie erstellt. Das sieht nur so aus.

3.

Den „einhelligen  Tenor“ erzielen wir, indem wir gegenteilige Befunde – keine psychotische Erkrankung, keine Wahnsymptome – tatsächlich explorierender Psychiater (Dr. Simmerl, Dr. Weinberger) als unwissenschaftlich aussortieren und eine methodenkritsche Stellungnahme, die unseren eigenen Gutachten fehlende Wissenschaftlichkeit attestieren (Prof. Dr. Dieckhöfer), nicht zur Kenntnis nehmen.

Mit der Realität ist das so eine Sache, und das Thema „Wahn und Wirklichkeit“ ein weites Feld. Letztlich überwiegt die mediale Wirklichkeitsvermittlung gegenüber den eigenen begrenzten Erfahrungsmöglichkeiten. Daß man dabei gewesen sei, heißt heute gar nichts mehr.

Einer Psychiatrie allerdings, die sich zur Vermittlung ihrer bereits widerlegten* Position journalistischer Herolde wie Otto Lapp (Nordbayerischer Kurier) und Beate Lakotta (SPIEGEL) bedient, eine bedenkliche Kulturerscheinung, die ich den LaLa-Journalismus getauft habe, läßt sich nur schwer Vertrauen entgegenbringen. Denn Realitätsansprüchen genügt er nicht. Dazu demnächst mehr.

* verstehendes Lesen der Wiederaufnahmeanträge wird empfohlen.

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Terry Pratchett

sweeper

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Re: Gabriele Wolff zum Korpsgeist der Psychiater
« Antwort #14 am: 15. Juli 2013, 12:24:11 »
@Belbo:

Wär schon lustig, wenn jemand diesen alten Aufsatz in der NJW aus einem Archiv ziehen und scannen könnte - inclusive der behaupteten "ad hominems" der "Psychiatergilde". (Leserbriefe; Kommentare)

Mal sehn, was sie damals so verbrochen hat.
Wenn sie heute noch stolz drauf wäre, hätte sie das Opus doch auf ihrer Homepage eingestellt.
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