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"Die Alternative für Deutschland"

Begonnen von Krebskandidat, 24. März 2013, 18:57:34

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Ridcully

Zitat von: 71hAhmed am 26. Mai 2014, 11:18:29
Kann man so auch nicht sagen, erst mal müsste man wissen, wieviele "Überzeugungstäter" danei sind und wieviele nur ihre Unzufriedenheit mit den Etablierten demonstrieren wollten, egal wer die Stimme bekommt.

Auch wenn die 7% Überzeugungstäter wären - verglichen mit anderen rechtskonservativen bis rechtsradikalen Parteien in Europa ist das noch gar nichts. Frontnational 25%, UKIP 27%, PiS 32% (Polen), FPÖ 20%, Dänische Volkspartei 26%, Jobbik 15% & Fidesz 51% (Ungarn). Ein Potential von bis zu 15% besteht in Deutschland sicherlich auch.

Belbo

Wobei das jeweilige Potential wohl causal mit der wirtschaftlichen Situation (ob nun real oder empfunden) zusammenhängt. Gibt ja genug Beispiele in der Geschichte, dass Chauvinismus am besten gedeiht wenn Existenzängste umgehen.

Typee

Zitat von: Belbo am 28. Mai 2014, 09:13:48
Wobei das jeweilige Potential wohl causal mit der wirtschaftlichen Situation (ob nun real oder empfunden) zusammenhängt. Gibt ja genug Beispiele in der Geschichte, dass Chauvinismus am besten gedeiht wenn Existenzängste umgehen.

Das passt zum FN und in minderem Maße zur UKIP, aber beispielsweise gar nicht zur PiS und auch nicht zur FPÖ und zur Dansk Folkeparti. Ich fürchte, das Sammelbecken ist groß genug, dass es auch ohne ökonomische Bedrohungsszenarien solide existieren kann. Der FN beispielsweise liegt seit Jahrzehnten rings um die 15 %, selbst zu Zeiten, als es noch den Franc gab und selbst als die französische Volkswirtschaft sich ganz achtbar durch den Schlammassel 2000/2001 durchschlug. Das sind eben Länder, in denen ein mehr oder weniger dick aufgetragener Nationalismus keine existenzielle Katastrophe erlitten hat - er ist dort nicht so desavouiert wie (immer noch) in Deutschland. Während des letzten großen Krieges lag dort darin sogar so etwas wie ein emotionaler Ankerplatz. Österreich spricht nicht dagegen: dort hat man sich lange genug der Lebenslüge der Opfernation von fremdem Nationalismus hingegeben.
Wer den Zufall nicht ehrt, ist der Kausalität nicht wert.

Belbo

Zitat von: Typee am 28. Mai 2014, 09:52:01
Zitat von: Belbo am 28. Mai 2014, 09:13:48
Wobei das jeweilige Potential wohl causal mit der wirtschaftlichen Situation (ob nun real oder empfunden) zusammenhängt. Gibt ja genug Beispiele in der Geschichte, dass Chauvinismus am besten gedeiht wenn Existenzängste umgehen.

Das passt zum FN und in minderem Maße zur UKIP, aber beispielsweise gar nicht zur PiS und auch nicht zur FPÖ und zur Dansk Folkeparti. Ich fürchte, das Sammelbecken ist groß genug, dass es auch ohne ökonomische Bedrohungsszenarien solide existieren kann. Der FN beispielsweise liegt seit Jahrzehnten rings um die 15 %, selbst zu Zeiten, als es noch den Franc gab und selbst als die französische Volkswirtschaft sich ganz achtbar durch den Schlammassel 2000/2001 durchschlug. Das sind eben Länder, in denen ein mehr oder weniger dick aufgetragener Nationalismus keine existenzielle Katastrophe erlitten hat - er ist dort nicht so desavouiert wie (immer noch) in Deutschland. Während des letzten großen Krieges lag dort darin sogar so etwas wie ein emotionaler Ankerplatz. Österreich spricht nicht dagegen: dort hat man sich lange genug der Lebenslüge der Opfernation von fremdem Nationalismus hingegeben.



Ich meinte gar nicht den konstanten Bodensatz an Chauvinismus der natürlich von Land zu Land unterschiedlich ist, sondern die Explosion der Zustimmung unter den beschriebenen Vorraussetzungen. Nationalismus wie dick aufgetragen auch immer halte ich (immer noch) für nicht erstrebenswert.