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Sind Fantasyauthoren Skeptiker?

Begonnen von Adromir, 15. Juli 2011, 15:31:26

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Enssen

Am stärksten zu erkennen sind die christlichen Tendenzen in den(im Verlauf der gesamten Handlung) frühen Werken. Im Silmarillion ist es sehr offensichtlich: da gibt es Gott(Illuvatar), Engel(Valar), einen Luzifer(Melkor/Morgoth) und so eine Art Jesus(Earendil). Der Schöpfungsmythos Mittelerdes kommt einem generell sehr bekannt vor, usw.

Dieses Gut/Böse-Ding, stimmt schon, allerdings ergibt das Sinn, wenn man bedenkt, dass es ja sein Ziel war, eine Art künstlichen Heldenepos zu schaffen, frühzeitlichen Mythos zu generieren(das merkt man besonders an den alten Geschichten). Im Nibelungenlied, dem Kalevala, oder dem Beowulf gibt es ja ganz klar gezeichnete Rollenbilder und die waren für Tolkiens gesamtwerk hauptvorbilder.

Mich persönlich stört dieses klar getrennte Gut/Böse wenig, einfach weil ich es als Teil des Fantasy-Settings sehe. In der Realität gibt es das ja auch nicht

Adromir

Zitat von: Enssen am 17. Juli 2011, 21:23:27
Am stärksten zu erkennen sind die christlichen Tendenzen in den(im Verlauf der gesamten Handlung) frühen Werken. Im Silmarillion ist es sehr offensichtlich: da gibt es Gott(Illuvatar), Engel(Valar), einen Luzifer(Melkor/Morgoth) und so eine Art Jesus(Earendil). Der Schöpfungsmythos Mittelerdes kommt einem generell sehr bekannt vor, usw.

Nenn mir einen Schöpfungsmythos bzw. Religion die nicht mit ähnlichen Motiven handelt ;)

Belbo zwei

.....naja irgendwie scheint mir dieser ganze Kryon- und Channelingmist doch auch sehr von diesen Fantasyromanen beeinflusst. Nur weil man bei einigen der Autoren skeptische Tendenzen entdeckt hat, eine These aufzustellen, dass alle Skeptiker seien halte ich für verwegen und erinnert mich an den Argumentationsstrang bei den "schwarzen Pudeln" und den Hunden. Als Gegenbeispiel fällt mir noch H.P. Lovecraft ein dessen Welten auch wohl eher vom eigenen Wahnsinn als vom rationalen Denken beeinflusst waren. Oder nehmt "Star Wars" und diese seltsame "Machtelite". Natürlich ist dieses Genre gut geeignet um Entwicklungen in der Gesellschaft herrauszuarbeiten oder blosszustellen,und einigen Autoren gelingt das auch. Man sollte aber auch die Gefahr nicht unterschätzen dass Menschen die sich zu arg in ihre eigenen Welten fallen lassen irgendwann den Realitätsbezug verlieren, und da sind wir dann wieder bei der Esoterik. Zumal ich befürchte dass diese ganzen Troll und Elfengeschichten auf dauer dann mit stetem Tropfen den Stein höhlen in dem dann auch der Esoterikunfug gedeihen kann.