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Islam/Islamisten

Begonnen von Kinderarzt, 01. Januar 2009, 06:08:12

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Schau-ma-amoi

Zitat von: Re-Mission am 07. Februar 2009, 04:09:25

Ja, Dawkins ist mit der Frage nach dem Selektionsvorteil zumindest auf dem richtigen Weg.

Es gibt ähnliche Erklärungsmuster, die die Beständigkeit des "Aberglaubens" daraus herleiten, daß es in vielen Situationen vorteilhaft sein kann, bei unbekannten Phänomenen mit Angst/Flucht zu reagieren ohne die Ursache abzuklären.

Natürlich, auch Glaube ist ein kognitiver Prozess und so gesehen evolutionär uralt.

ZitatWenn allerdings, wie bei Dawkins, Religion grundsätzlich mit Geisteskrankheit gleichgestzt wird, frage ich mich schon, warum Homo sapiens es dennoch zum dominierenden Säugetier des Planeten bringen konnte.

Dawkins schreibt ja polemisch und provokant. Ob wir "dominierend" sind, darüber ließe sich diskutieren, ich denke dieser Ausdruck passt nicht, weil er gar zu anthropozentrisch ist. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass wir gerade erst mal auf der Bildoberfläche erschienen sind. Reden wir in 3 Mio Jährchen weiter ...

Derrick

ZitatAußerdem gebe ich zu bedenken, dass wir gerade erst mal auf der Bildoberfläche erschienen sind. Reden wir in 3 Mio Jährchen weiter ...
Ich denke auch nicht, daß sich der Mensch als "dominierend" bezeichnen sollte, man denke dabei an Spezies wie Ratten, Kakerlaken und sonstiges Gewimmel, ein vielfaches älter als der Mensch und weitaus widerstandsfähiger...

EsoTypo

Zitat von: Re-Mission am 07. Februar 2009, 03:12:23
Es gab in der Menschheitsgeschichte keine religionslose Gesellschaft. Religion stand in irgendweiner Form auch immer in der gesellschaftlichen Mitte, nicht etwa als Außenseiterphänomen am Rand. In Gesellschaften, in denen die Religion offiziell abgeschafft wurde, nahm der Staatskult schnell sämtliche Züge einer Religion an.

Wenn der Staatskult im Mittelpunkt steht, ist das aber weniger weil die Bevölkerung das gut findet, sondern eher weil die Machthaber das mit Zwang (auf diversen Ebenen) durchsetzen. Und es glaubt dort auch kaum einer wirklich an den Staatschef.
Tendenziell erscheint es mir so, dass es z.B. im Osten Deutschlands weniger Gläubige gibt. Auch mit steigender wissenschaftlicher Bildung scheint es mehr Atheisten zu geben. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und Dawkins hat schon recht, dass man als Kind erstmal blind den Eltern glaubt und das auch besser tun sollte. Wenn die Eltern und die Schule einen dann nicht zum eigenen Denken und zum kritischen Hinterfragen, sondern zum weiteren blinden Glauben erziehen, wird man das schwer wieder los.

Schau-ma-amoi

Zitat von: EsoTypo am 07. Februar 2009, 22:04:27
Zitat von: Re-Mission am 07. Februar 2009, 03:12:23
Es gab in der Menschheitsgeschichte keine religionslose Gesellschaft. Religion stand in irgendweiner Form auch immer in der gesellschaftlichen Mitte, nicht etwa als Außenseiterphänomen am Rand. In Gesellschaften, in denen die Religion offiziell abgeschafft wurde, nahm der Staatskult schnell sämtliche Züge einer Religion an.

Wenn der Staatskult im Mittelpunkt steht, ist das aber weniger weil die Bevölkerung das gut findet, sondern eher weil die Machthaber das mit Zwang (auf diversen Ebenen) durchsetzen. Und es glaubt dort auch kaum einer wirklich an den Staatschef.
Tendenziell erscheint es mir so, dass es z.B. im Osten Deutschlands weniger Gläubige gibt. Auch mit steigender wissenschaftlicher Bildung scheint es mehr Atheisten zu geben. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und Dawkins hat schon recht, dass man als Kind erstmal blind den Eltern glaubt und das auch besser tun sollte. Wenn die Eltern und die Schule einen dann nicht zum eigenen Denken und zum kritischen Hinterfragen, sondern zum weiteren blinden Glauben erziehen, wird man das schwer wieder los.


Den phylogenetisch determinierten Prozess, in dem sich Kinder von ihren Eltern "lösen", sollte man nicht mit der Fähigkeit des Hinterfragens gesellschaftlicher Zustände oder Weltanschauungen gleichsetzen.

Oder anders: ich denke sehr wohl, dass man auch nach einer (strengen) religiösen Erziehung in der Lage ist, die notwendige Äquidistanz zu den herkömmlichen Denkmodellen zu entwickeln.


Conni

Sicher, das ist aber davon abhängig, wie aufgeklärt die Gesellschaft an sich ist und welche Perspektiven man hat. In Afghanistan wird es schwerer sein als hierzulande.

Deshalb: Bildung, Bildung, Bildung

Derrick

Zitat von: Schau-ma-amoi am 07. Februar 2009, 22:15:45
Den phylogenetisch determinierten Prozess, in dem sich Kinder von ihren Eltern "lösen", sollte man nicht mit der Fähigkeit des Hinterfragens gesellschaftlicher Zustände oder Weltanschauungen gleichsetzen.

Oder anders: ich denke sehr wohl, dass man auch nach einer (strengen) religiösen Erziehung in der Lage ist, die notwendige Äquidistanz zu den herkömmlichen Denkmodellen zu entwickeln.
Hä?

Conni

Kind wird groß und zieht von Daheim aus =/ distanziert sich von Erziehungsmodellen/Traditionen der Eltern

Derrick

Danke. Dachte schon, bin versehentlich im Brightsforum gelandet  ;D

Schau-ma-amoi

Zitat von: Conni am 07. Februar 2009, 22:20:25
Sicher, das ist aber davon abhängig, wie aufgeklärt die Gesellschaft an sich ist und welche Perspektiven man hat. In Afghanistan wird es schwerer sein als hierzulande.

Ja, sicher. Das ist mein Eurozentrismus.  ;D Ist ja schon in den USA so eine Sache, ein Atheist als Präsident wäre wohl nicht denkbar. Obwohl Obama in seiner was weiß ich für eine Rede auch die Atheisten als Bürger der USA (!) erwähnt hat.

ZitatDeshalb: Bildung, Bildung, Bildung
Mhm, unlängst sagte mir eine junge Dame aus Erfurt: "Theologie ist doch das schwierigste Studium, nicht wahr?"  ;D



Conni

Theologie - studieren, gut je mehr sich etwas von der Logik entfernt, umso schwerer lässt es sich begreifen, insofern ist diese Aussage richtig.


Schau-ma-amoi

Zitat von: Conni am 07. Februar 2009, 22:37:39
Theologie - studieren, gut je mehr sich etwas von der Logik entfernt, umso schwerer lässt es sich begreifen, insofern ist diese Aussage richtig.



Na, so ums Eck hat die nicht gedacht. Sie meinte wohl Altgriechisch und Hebräisch.

Ist eben immer eine Frage, worin man sich bildet. Es gibt saugute Juristen und Betriebswirte, die in naturwissenschaftlichen Fragestellungen Nullen sind.

Conni

Na gut, diese Sprachen sind tatsächlich nicht einfach.

Tja, und als naturwissenschaftlich verblendeter Mensch bekommt man wirklich einen Kulturschock, wenn man man sich in einem Juristenseminar wiederfindet.

Kinderarzt

Sie werden sich alle noch gewaltig wundern,welche menschenfeindliche Gewalt von Islam/Islamisten ausgehen wird.

Warum nimmt man das nicht wahr???

EsoTypo

Zitat von: Schau-ma-amoi am 07. Februar 2009, 22:33:50
Mhm, unlängst sagte mir eine junge Dame aus Erfurt: "Theologie ist doch das schwierigste Studium, nicht wahr?"  ;D

Ich habe mal gehört, dass Anthroposphie noch schwieriger ist.

Kinderarzt

Das sind alles absolut verkommene menschenfeindliche u völlig irre Ideologien.

Der Dreck muß weg!