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Autor Thema: 2012 laut NASA unrealistischter Film  (Gelesen 6667 mal)

Rattentod

  • Gast
2012 laut NASA unrealistischter Film
« am: 09. Januar 2011, 02:20:11 »
Die NASA hat gerade die unrealistischsten Filme aller Zeiten gekürt.

2012 hat vor "The Core" gewonnen:
http://orf.at/stories/2034356/2034358/

Ich habe 2012 nicht gesehen, aber The Core war soooooo schlecht, dass ich dabei fast eine Hirnblutung gekriegt habe. Das 2012 noch schlechter ist...  :o  :o

Ich frage mich da immer, wie zur Hölle schafft man es ein so dämliches Drehbuch zu verbrechen. Ich meine, bei einem Film der 100+ Millionen kostet, da sollte es doch möglich sein ein Drehbuch zu schreiben, das nicht komplett, total, absolut verblödet ist?

nbkr

  • Gast
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #1 am: 09. Januar 2011, 18:03:08 »
Ich hab beide Filme gesehen. Klar, man darf bei beiden Filmen nicht drüber nachdenken ob das gezeigte wirklich eintreten kann. Aber bei welchem Film darf man das schon? Bei Harry Potter, Star Trek, Man in Black, oder auch nur der neuesten Liebesschnulze fragt auch keiner danach ob das realistisch ist.

Bei 2012 gefiel mir, dass man sich auf das Untergangszenario konzentriert hat und nicht noch versucht hat irgendeine Form von Verschwörung oder fehlgelaufenem Waffentest mit einzubauen.

Müsste ich einen unrealistischen Film wären, wäre Independence Day immer noch ungeschlagen.

Warze

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Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #2 am: 09. Januar 2011, 18:33:18 »
Ich weiss nicht, ob ich „Santa Claus Conquers The Martians“ (gibt es wirklich!) realistischer finde...
"One thing's sure: Inspector Clay is dead- murdered- and somebody's responsible!"

Conni

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Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #3 am: 10. Januar 2011, 00:17:38 »
Zeigt mir mal einen realistischen Film....

Am besten finde ich Katastrophen-Filme, die gucke ich nur, um die Fehler zu finden.

Selbst Troja war grottig, nicht nur, dass wichtige Personen fehlten (z.B. Kassandra und Laokoon), hätte man sich am Homers Variante gehalten, wäre das ein P-18-Splatter Movie geworden.

Dass die auf dem Marktplatz von Troja ein Lama (!) zeigten, war schon fast symptomatisch.

Warze

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Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #4 am: 10. Januar 2011, 00:51:58 »
Dass die auf dem Marktplatz von Troja ein Lama (!) zeigten, war schon fast symptomatisch.
Also, auf unserem Marktplatz habe ich schon ein Lama gesehen. Das zählt also nicht.
"One thing's sure: Inspector Clay is dead- murdered- and somebody's responsible!"

71hAhmed

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Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #5 am: 10. Januar 2011, 01:01:42 »
Dass die auf dem Marktplatz von Troja ein Lama (!) zeigten, war schon fast symptomatisch.
Also, auf unserem Marktplatz habe ich schon ein Lama gesehen. Das zählt also nicht.

Dann pass aber auf, wenn die Griechen mit Holzpferd kommen.

Zeigt mir mal einen realistischen Film....

Am besten finde ich Katastrophen-Filme, die gucke ich nur, um die Fehler zu finden.

Fehler finden macht Spass, ist nur meistens zu einfach.


Das Leben ist hart,grausam und ungerecht!--Wenn du Glück hast

Zyniker,der: Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)

Conni

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Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #6 am: 10. Januar 2011, 01:02:45 »
Dass die auf dem Marktplatz von Troja ein Lama (!) zeigten, war schon fast symptomatisch.
Also, auf unserem Marktplatz habe ich schon ein Lama gesehen. Das zählt also nicht.

Aber nicht 1790 v.u.Z.   ;D

Conni

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Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #7 am: 10. Januar 2011, 01:19:20 »
Zitat
Fehler finden macht Spass, ist nur meistens zu einfach.

Jo. Im Film "Dantes Peak" z.B. fahren die mit einem Auto über einen Lavastrom, und nur die Reifen platzen. Ich vermute mal, dass bei so einer Aktion viel mehr wegbrutzelt. Und im selben Film wird durch die Eruption ein See sauer. Die Omma ätzt es weg, der Typ im Boot, der fast mit bloßen Händen paddelt und sich reichlich mit Säure bespritzt, bleibt unverletzt. Einfach geil der Film  ;D Vulkanologen finden bestimmt mehr....

Rattentod

  • Gast
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #8 am: 10. Januar 2011, 02:07:50 »
Also, ich verstehe so Irrsinnigkeiten wie "Santa Claus Conquers The Martians". Ziel ist es so "trash"-ig wie möglich zu sein. Von mir aus. Ist für mich als Genre akzeptiert. Siehe z.B. auch Monty Pythons. Comicverfilmungen: "Magie" eingeführt -> Anything goes. Problem gelöst.
Bei Historiendramen geht halt hie und da was daneben. Klar, die Historiker unter uns würgts halt. Troja war auch schlecht, und ein Lama ist mir gar nicht aufgefallen... ;-)

Aber manche Filme sind so jenseits normaler Dämlichkeit, dass es einem die Schuhe auszieht. Es gibt IMHO keine Ebene auf der The Core nicht schwachsinnig ist (2012 habe ich mir nicht angetan). Da hat man ein Budget von 60 Mill.$ und ein Drehbuch, das ein 8-jähriger geschrieben haben könnte. Ich akzeptiere ja, das nicht jedes Drehbuch genial sein kann. Und wenn man wenig Kohle zur Verfügung hat, muss man vielleicht auch Abstriche machen. Aber bei 60 Mill. sollten doch ein paar Tausend für einen richtigen Autor drin sein??

Als krasses Gegenbeispiel übrigens: Primer. 7.000$ Budget. Man braucht wahrscheinlich einen Doktor in Quantenmechanik um den Film zu verstehen...
http://en.wikipedia.org/wiki/Primer_%28film%29

Oder "The Man from Earth". SF-Film, der 200.000 Budget hatte.

Detritus

  • Gast
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #9 am: 10. Januar 2011, 10:26:08 »
Zeigt mir mal einen realistischen Film....

Am besten finde ich Katastrophen-Filme, die gucke ich nur, um die Fehler zu finden.

Selbst Troja war grottig, nicht nur, dass wichtige Personen fehlten (z.B. Kassandra und Laokoon), hätte man sich am Homers Variante gehalten, wäre das ein P-18-Splatter Movie geworden.

Dass die auf dem Marktplatz von Troja ein Lama (!) zeigten, war schon fast symptomatisch.

Ich fand Troja garnicht so übel. Alleine die variablen Mauern der Stadt....


Das bei Filmen oft Personen weg gelassen werden, oder Charaktere zusammengelegt, ist üblich. Man hat im Film nicht die Zeit, Charaktere seitenlang einzuführen.

Mir persönlich fällt die Entscheidung zwischen The Core und 2012 schwer. Beide sind über die Maße grottig, die darin gezeigte Wissenschaft ist eine Karikatur (das zieht sich auch durch andere Emmerich Filme wie ID4 und The Day after Tomorrow, die ich ebenfalls nominieren würde).

An sich ist die Frage nach realistisch oder nicht für mich bei einem Film weniger relevant. Ich will unterhalten werden, wenn ich etwas lernen will, gehe ich nicht in einen Hollywoodfilm, sondern lese ein entsprechendes Buch. Allerdings sollte das Drehbuch einigermaßen schlüssig sein, oder der Film zumindest frei von allzu auffälligen logischen Brüchen, oder zumindest spannend und lustig. Armageddon wäre ein nettes Beispiel. Unrealistisch, aber die skurrilen Typen aus dem Bohrteam reissen alles raus. Alleine schon die Anfangsszene....

Da haben The Core und 2012 einfach keine Chance. Weder spannend, noch lustig. Alles ist vorhersehbar. Und bei Emmerich dann auch noch der gehobene Zeigefinger, das ist dann definitiv zu viel.

Detritus

  • Gast
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #10 am: 10. Januar 2011, 10:29:48 »
Zitat
Fehler finden macht Spass, ist nur meistens zu einfach.

Jo. Im Film "Dantes Peak" z.B. fahren die mit einem Auto über einen Lavastrom, und nur die Reifen platzen. Ich vermute mal, dass bei so einer Aktion viel mehr wegbrutzelt. Und im selben Film wird durch die Eruption ein See sauer. Die Omma ätzt es weg, der Typ im Boot, der fast mit bloßen Händen paddelt und sich reichlich mit Säure bespritzt, bleibt unverletzt. Einfach geil der Film  ;D Vulkanologen finden bestimmt mehr....

Jo, obwohl der Film so übel auch nicht war. Ich war mit einer Gruppe Geologen im Kino, irgendwie haben wir immer an den falschen Stellen gelacht. Das fängt schon mit der dünnflüssigen Lava an, die das Haus überschwemmt. Die gibt es bei der beschriebenen Art des Vulkans nicht.

Andererseits sind die Sequenzen mit dem pyroklastischen Strom und den Laharen ganz ordentlich geworden. auch die Sache mit den Vulkanologen ist gut, wenn auch arg in der Zeit verkürzt. Entspricht in etwa einem Zeitraffer der Mt St Helens Sache.

heterodyne

  • Gast
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #11 am: 10. Januar 2011, 12:07:06 »
Ja, an den falschen Stellen lachen - das kommt schon mal vor.

Völliger Unsinn, schlecht gemacht mit einem Riesenaufwand kommt eben gut an. Ich sage nur: "Eragon" - jaja, ist ein Buch, aber erstens verfilmt (WTF?) und zweitens besonders mindboggling in seinem Erfolg

Warze

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  • "Mein Name ist Bond. HEINZ Bond."
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #12 am: 10. Januar 2011, 13:53:56 »
Dass die auf dem Marktplatz von Troja ein Lama (!) zeigten, war schon fast symptomatisch.
Also, auf unserem Marktplatz habe ich schon ein Lama gesehen. Das zählt also nicht.

Aber nicht 1790 v.u.Z.   ;D
Da habe ich noch nicht gelebt, und meine Stadt gabs noch nicht. Außerdem gabs da auch noch kein Kino. Und jetzt kommst DU!
"One thing's sure: Inspector Clay is dead- murdered- and somebody's responsible!"

Detritus

  • Gast
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #13 am: 10. Januar 2011, 14:42:12 »
Dass die auf dem Marktplatz von Troja ein Lama (!) zeigten, war schon fast symptomatisch.
Also, auf unserem Marktplatz habe ich schon ein Lama gesehen. Das zählt also nicht.

Aber nicht 1790 v.u.Z.   ;D
Da habe ich noch nicht gelebt, und meine Stadt gabs noch nicht. Außerdem gabs da auch noch kein Kino. Und jetzt kommst DU!


Das kommt davon, wenn man Troja in Mexiko dreht. Dann sieht man auch einen Sonnenaufgang über dem Meer, was beim echten Troja wohl so ohne Probleme nicht möglich war...

Wie gesagt, ich kann mit dem Film gut leben. Achilles Sprüche in Richtung Agamemnon sind doch klasse.

NuEM

  • Gast
Re: 2012 laut NASA unrealistischter Film
« Antwort #14 am: 10. Januar 2011, 17:55:25 »
Ich fand The Core herrlich bekloppt und schön unterhaltsam.  ;D