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Sollte die Käßmann zurücktreten?

Begonnen von Adromir, 23. Februar 2010, 10:51:23

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Sonde

Ich muss da Detritus voll zustimmen. Jeder, der unter Alkoholeinwirkung am Straßenverkehr teilnimmt, ist gemeingefährlich. Radfahrer vielleicht etwas weniger (kann aber durch das Ausweichnanöver eine Kfz. mehr passieren), aber PKW- und LKW-Fahrer auf jeden Fall. Das war der Frau bestimmt auch bewusst, denn sie gehört sicherlich nicht zu jenen, denen man mangelnde Intelligenz zugute halten könnte. Und dass sie eine Ampel nicht beachtet hat, wird man auch nicht ihrer fortgeschrittenen Emanzipation zurechnen können, sich nicht von roten Laternen manipulieren zu lassen. Sie wusste bestimmt genau, was sie da macht, als sie sich mit 1,5 Promille ans Steuer setzte, denn so voll, dass man nicht mehr weiß was man tut, ist man da auch noch nicht. Es war bei ihr bestimmt einfach das Bewussten, sich darüber hinwegsetzen zu können. Eine Art Überheblichkeit, sonst nichts. Ähnlich ging es wohl Jörg Haider. Nur hatte er Pech, dass er nicht von der Polizei an seiner weiteren Kamkaze-Fahrt gehindert wurde. Aber man stelle sich nur mal vor, Frau Käßmann hätte an dem Abend ihre Heimfahrt an einem Brückenpfeiler unterbrochen und dann die Himmelfahrt angetreten. Aufgrund ihrer Äußerungen über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr wäre in gewissen Kreisen gar kein anderer Schluss möglich gewesen, dass die Mächtigen mal wieder einen unliebsamen Kritiker um die Ecke gebracht hätten.

Godesberg

Zitat von: Roland K. am 23. Februar 2010, 15:36:24
Jetzt mal ehrlich: Wer von Euch ist noch nie Auto gefahren ohne die gesetzlich festgelegte Höchstgrenze vermutlich überschritten zu haben? 

Hmm, ich muss nachdenken...

...ich glaube seitdem ich zum Vorsitzenden einer einflussreichen Kirchenorganisation gewählt wurde und in Neujahrsansprachen von anderen moralisches Verhalten einfordere nicht.

Davor habe ich aber bestimmt schon mal die gesetzlich festgelegte Höchstgrenze "vermutlich überschritten", oder man könnte auch sagen mehr als dreimal soviel drin gehabt...

WikiSysop

Also ich bin auch noch *nie* besoffen Auto gefahren. Normal halte ich mich streng an die 0.0 Promille Grenze. Wenn ich mal 'sündige' dann mit einem! 0.3 Pils am abend.

Roland K.

Ich bin in meiner Jugend zweimal besoffen und einmal bekifft Auto gefahren  - dann aber auch bewusst vorsichtig. Ich war einfach zu bequem, die Konsequenzen zu tragen. Seit einigen Jahren bis Jahrzehnten lebe ich nahezu enthaltsam.

Adromir

Wir sollten zwei Punkte bedenken:

1. Wir sprechen hier nicht von einem Kavaliersdelikt, sondern über eine handfeste Straftat, gemäß §316 StGB. Und diese Straftat bleibt leider viel zu oft nicht folgenlos. Vor ca. 2 Jahren hatte eine Freundin von mir eine Fehlgeburt erlitten, da irgendso ein Arsch meinte, im besoffenen Kopf noch meinte Autofahren zu müssen und einen schweren Unfall verursachen musste.

2. Sollte die Angegebene Zahl von 1,54 Promille stimmen, so muss bei Frau Käßmann von einer Alkoholgewöhnung angenommen werden, vorallendingen wenn sie anscheinend noch in der Lage war, ihr Fahrzeug einigermaßen "sicher" zu führen. Denn abgesehen vom Rotlichtverstoß schien ihr Fahrstil ja keinen Anhaltspunkt für die Anwesenden Polizisten gewesen zu sein.
Deswegen wäre hier zu überlegen: Sollte eine anscheinend alkoholkranke Frau, schon alleine zum Selbstschutz, nicht von einer solchen Position zurück treten?


Hlodyn

ZitatAlso ich bin auch noch *nie* besoffen Auto gefahren. Normal halte ich mich streng an die 0.0 Promille Grenze. Wenn ich mal 'sündige' dann mit einem! 0.3 Pils am abend.
Schließe mich an. Ersetze aber das Pils durch eine halbe Radler.  ;)

Mir persönlich wäre es egal, wenn die nicht zurückgetreten wäre. Der ganze Haufen ist mir herzlich egal. Vorbildfunktion sehe ich da auch nicht. Ich meine ein 18jähriger wird wohl kaum sagen: "Hey die coole Käßmann ist besoffen gefahren, das mach ich auch!"